DE448306C - Elektrische Abstimmungsvorrichtung - Google Patents

Elektrische Abstimmungsvorrichtung

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DE448306C
DE448306C DEL64554D DEL0064554D DE448306C DE 448306 C DE448306 C DE 448306C DE L64554 D DEL64554 D DE L64554D DE L0064554 D DEL0064554 D DE L0064554D DE 448306 C DE448306 C DE 448306C
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Description

  • Elektrische Abstimmungsvorrichtung. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine elektrische Abstimmungsvorrichtung, welche es den Mitgliedern einer Versammlung gestattet, ihre Stimme rasch und ohne Verlassen der Plätze (zum Einwerfen des Stimmzettels in eine Urne) abzugeben, und bei welcher jeder Irrtum ausgeschlossen ist. - Die Vorrichtung gibt augenblicklich das Ergebnis des Wahlganges an und gestattet es außerdem, nachträglich auf einfache Weise -rasch die einzelnen Stimmen zu prüfen. Die Vorrichtung eignet sich ebenfalls für das Abgeben einer Stimme durch Prokura, was in gewissen Parlamenten, z. B. in Frankreich, zugelassen ist.
  • Zu diesem Zwecke 'besitzt jedes Mitglied der Versammlung in seinem Handbereich eine Gruppe von drei elektrischen Knöpfen o. dgl., mit deren Hilfe es von seinem Sitz. aus Scheiben oder Kugeln in die Wahlurnen zum Fallen bringt, die jeweils mit der Bezeichnung »dafür«, »dagegen« und »Enthaltung« versehen sind.
  • Die Stimmscheiben der Mitglieder der Versammlimg werden vor dem Wahlgang in drei Gruppen eingeteilt und in drei mit Fächern versehene Kästen verteilt, welche über den. Wahlturnen angeordnet 'sind. Jede Scheibe wird in ihrem Fach durch eine Klappe festgehalten, welche unter der Einwirkung eines Elektromagneten geöffnet wind, sobald der Wähler auf den zugehörigen Knopf drückt. Das öffnen der Klappe bringt ein Lichtsignal, zur Wirkung, welches dem Wähler die Prüfung seiner Wahl gestattet.
  • Die Urne ruht in bekannter Weise auf einer selbsttätig wirkenden Waage, welche die Anzahl der Scheiben oder Kugeln anzeigt, welche in die betreffende Urne gefallen sind, Drei Lichttafeln, welche mit den Waagen in Verbindung stehen, zeigen der Versammlung sofort das Ergebnis der Wahl in dem Maße an, in welchem diese Wahl fortschreitet.
  • Eine Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung isst als Beispiel auf der Zeichnung dargestellt. Abb. r ist eine schaubildliche Darstellung, der Gesamteinrichtung; Abb. 2 zeigt in vergrößertem Maßstabe einen teilweisen Querschnitt durch ein Scheibenfach.
  • Im Handbereich eines jeden Mitgliedes der Versammlung befindet sich ein Kasten i, welcher mit Hilfe eines. Schlüssels abgeschlossen werden kann, den das betreffende Mitglied bei sich trägt. Dieser Kasten enthält drei Knöpfe 2, 3 und q., welche die Wahl gestatten. Für jede Wahl: »Dafür«, »dagegen« und »Enthaltung« ist je ein Knopf vorgesehen, und eine entsprechende Aufschrift ist neben jedem Knopf angebracht.
  • Eine jede der Knopfgruppen q., 3 und 2 ist jeweils mit einem der Fachkästen 5, 6 und 7 verbunden, in denen die Teile untergebracht sind, welche das Fallen der Stimmscheiben verursachen und die weiter unten be-. schrieben werden; die Fachkästen besitzen im unteren Teile Gleitführungen 8, in welchen in abnehmbarer Weise die die Stimmscheiben Mt-, haltendenFächer9, iound i i angebrachtwerdeA können, die jeweils diejenigen Stimmscheiben enthalten, di:e der Wahl. »dafür«, »dagegen<; und der »Enthaltung« entsprechen.
  • Unter den Fächern 9, 1o, ii befinden sich Trichter 12, welche die Stimmscheiben in drei Urnen 13, i q. und 15 leiten, die auf selbsttätigen Waagen 16, -17 und 18 ruhen. Die von jeder dieser Waagen angegebenen Ergebnisse werden während des Fallens der Stimmscheiben durch eine geeignete Vorrichtung (nicht dargestellt) auf drei Lichttafeln 19, 2o und 21 projiziert,- welche den Mitgliedern der Versammlung die Ergebnisse anzeigen, und zwar in dem Maße, wie die Wahl fortschreitet.
  • Ein jeder der Fachkästen 5, 6 und 7 ist in ebenso viele Fächer eingeteilt, als Wähler vorhanden sind. Ein jedes Fach enthält einen Elektromagneten 22, der mit einem der Knöpfe 2, 3, q. verbunden ist. Ebenso sind ebenso viele Scheibenfächer 9, 1o und 11 vorgesehen, als Wähler vorhanden sind, und ein jedes dieser Scheibenfächer enthält eine Stimmscheibe 23, welche eine Ordnungszahl trägt und ebenfalls mit dem Namen des Wählers versehen ist. Die Stimmscheiben können je nach der Art der Wahl verschiedenartig ausgebildet oder gefärbt sein.
  • Vor dem Wahlgang wird jede Scheibe 23 in ihrem Fach durch eine Klappe 24 festgehalten, die unterhalb der Scheibe angeordnet und bei 25 gelenkig gelagert ist. Die Klappe 2,1 wird selbst in der Schließstellung durch einen Haken 26 festgehalten, der ebenfalls gelenkig angeordnet ist und auf den das Ende eines Stiftes 27 einwirken kann, der in der Ruhestellung von einer Feder 28 in gehobener Stellung gehalten wird und mit Hilfe eines zweiten Stiftes 27a niedergedrückt werden kann, sobald der Elektromagnet 22 seinen Anker 22a anzieht. Die Fachkästen und die Scheibenfächer werden mit Anschlägen oder Kennzeichen versehen, die es ermöglichen, die Scheibenfächer genau unter den Elektromagneten 22 anzuordnen, damit sich die Stifte 27 genau in der Verlängerung der Stifte 27' befinden.
  • Man ersieht hieraus, dar beim Drücken eines Knopfes 2, 3 oder 4 die auf den Anker 22a durch den Elektromagneten 22 ausgeübte Anziehung den Haken 26 ausklänkt und die Klappe 24 freigibt, welche sodann die Stimmscheibe 23 fallen läßt. Während des Umschlagens hebt die Klappe 24 mit Hilfe einer an. der Rückseite angebrachten Verlängerung einen Stift 29, welcher den Schalter 30 einer der drei Lampen 31, 32 und 33 schließt, welche im Kasten i gegenüber den Knöpfen 2, 3 und 4 angeordnet sind und das Prüfen der Wahl gestatten. Auf diese Weise wird dem Wähler angezeigt, daß seine Wahl richtig ausgeführt worden ist, und er kann sich ebenso davon überzeugen, daß er richtig auf den seiner Wahl entsprechenden- Knopf gedrückt hat.
  • Die Scheibenfächer 9, 1o, i i besitze oben, und unten Gleitführungen 34 und 35, welche zur Aufnahme von Verschlußdeckeln dienen (nicht dargestellt), so daß jedes Fach vor und nach der Wahl verschlossen und versiegelt werden kann. Die Urnen 13, 14 und 15 können ebenfalls verschlossen und versiegelt werden, jedoch nach dem Wahlgange; dies wegen, nachträglicher Nachprüfungen. Die Scheibenfächer werden mit den Verschlußdeckeln in die Gleitführungen 8 der oberen Fachkästen 5, 6,7 eingeführt und die Deckel kurz vor den% Wahlgange herausgezogen. Nach vollendetem Wahlgange werden sie wieder eingesetzt.
  • Es versteht sich von selbst, daß man mehrere Gruppen von Fachkästen und Urnen vorsehen kann, für den Fall, wo es sich um die Ausführung mehrerer Wahlgänge bandelt, und damit diese in rascher Reihenfolge ausgeführt werden können.
  • Die Fachkästen können derart eingerichtet sein, daß ihr Inhalt sichtbar wird, wodurch das Arbeiten der Vorrichtung beständig überwacht werden kann.
  • Handelt es. sich um das Abgeben einer Stimme durch Prokura, so wird der dem Wähler gehörende Kasten am Platze des ihn ersetzenden Wählers angebracht und augenblicklich mit dem Netz durch einen Steckkontakt und einen Verteilungsschrank verbunden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrische Abstimmungsvorrichtung, bei, welcher metallische Stimmscheiben durch Einwirkung von Elektromagneten freigegeben werden, die durch den Wähler mit Hilfe von Kontaktknöpfen eingeschaltet werden, wobei die Stimmscheiben derart ;geführt werden, daß sie in auf je einer Waage ruhende Urnen fallen, dadurch gekennzeichnet, daß die Stimmscheiben (23) in Flächern (9, i o, i i) angeordnet sind, deren Boden durch je eine Klappe (24) gebildet ist, die sich bei Freigabe durch den Magneten (22) öffnet, und die Fächer (9, i o, i i ) in Rahmen sitzen, die abnehmbar, z. B. in Gleitführungen (8), an den die Magnete (22) tragenden Fachkästen (5- 6, 7) befestigt sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (24) eines jeden Stimmscheibenfaches (9, io, i i) in der Schließstellung durch einen Haken (26) festgehalten wird, der schwingbar gelagert ist und auf dessen Ansatz frei ein Stift (27) aufliegt, der gleitbar in Führungen ruht und durch eine Feder (28) angehoben wird, jedoch nach unten durch den Anker des Elektromagneten (22) geschoben wird, sobald dieser durch den; Wähler eingeschaltet wird, wodurch der Haken (26) ausschwingt und die Klappe (24) freigibt, welche darauf die Stimmscheibe (23) fallen läßt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jede Klappe (24) über ihre Schwingungsachse hinaus verlängert ist und auf dieser Verlängerung einen Stift (29) trägt, der nach oben. geschoben wird, sobald die Klappe fällt und dabei den Schalter (3 o) einer Kontrolllampe (31, 32, 33) schließt, die sich neben dem Schalterknopf (2, 3, 4) befindet und dem Wähler die Nachprüfung seiner Wahl ermöglicht.
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