DE447307C - Verfahren zum Synchronisieren bewegter Antriebe fuer Schnell- und Bildtelegraphie - Google Patents

Verfahren zum Synchronisieren bewegter Antriebe fuer Schnell- und Bildtelegraphie

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DE447307C
DE447307C DEK97504D DEK0097504D DE447307C DE 447307 C DE447307 C DE 447307C DE K97504 D DEK97504 D DE K97504D DE K0097504 D DEK0097504 D DE K0097504D DE 447307 C DE447307 C DE 447307C
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    • H04N1/00Scanning, transmission or reproduction of documents or the like, e.g. facsimile transmission; Details thereof
    • H04N1/32Circuits or arrangements for control or supervision between transmitter and receiver or between image input and image output device, e.g. between a still-image camera and its memory or between a still-image camera and a printer device
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Description

  • Verfahren zum Synchronisieren bewegter Antriebe für Schnell- und Bildtelegraphie. Die Erfindung dient den Zwecken der Bildübertragung, des Fernsehens, der Schnelltelegraphie usw., kurz überall dort, wo schwingende oder rotierende Organe auf den miteinander arbeitenden Stationen synchron gehalten werden müssen. Sie ist ausführbar sowohl bei der Leitungsübertragung als auch beim drahtlosen Betriebe.- Sie gewährt den Vorteil, daß die übermittlung einer besonderen Hilfsfrequenz oder von besonderen Hilfsimpulsen für die Synchronisierung fortfällt.
  • Gemäß der Erfindung wird die Trägerwelle, deren Modulation den Frequenzen und Amplituden der Bildhelligkeitsverteilung oder der sonstigen zu übertragenden Zeichen entspricht, selber dazu benutzt, um den Synchronismus der beiderseitigen Triebwerke zu kontrollieren und aufrechtzuerhalten. Der Gedanke der Erfindung besteht also darin, die Synchronisierfrequenz in eine bestimmte, willkürlich festlegbare Abhängigkeit von der Trägerfrequenz oder der Bildzerlegungsfrequenz zu bringen und dadurch die Übertragung einer besonderen Synchronisierfrequenz überflüssig zu machen. Versuche haben ergeben, daß bei den normalen Graden der Durchmodulierung der Trägerwelle mit der zu übermittelnden Niederfrequenz der Synchronlauf nach einer der nachstehenden Methoden gut gesichert werden kann. Es ist übrigens leicht, den Sender so einzustellen, daß immer die Trägerfrequenz mit genügender Amplitude in dem übertragenen Frequenzspektrum erhalten bleibt. Eine vorteilhafte Einrichtung zur Durchführung der Erfindung besteht in folgendem: A s' m ender befindet sich ein sorgfältig konstant gehaltener Elektronenröhrengenerator, der eine Grundfrequenz von beispielsweise i.5oo Hertz erzeugt. Dieser ist in der Abbildung mit i bezeichnet. Seine Wechselspannung wird in doppelter Weise benutzt: einmal, um über Verstärker a einen Synchron.-haltungsmotor 3, z. B. ein La Coursches Rad, zum Antrieb oder zur Intritthaltung der bewegten Gebeeinrichtung, beispielsweise der Bildsendetrorrimel ,1, zu steuern, zweitens, um über abgestimmte Verstärker (Frequenzvervielfachungsstufen) 5 und 6 durch das bekannte Mittel der Beeinflussung der Anodenstromkurve mit oder ohne Zuhilfenahme von Eisendrosseln bzw. -transformatoren höhere Harmonische der Grundfrequenz i 5oo Hertz selektiv bis auf Leistungen zu verstärken, die entweder direkt (nach der Modulation) durch Antennen ausgestrahlt werden oder weiterhin' zur Fremdsteuerung eines drahtlosen Senders 7` dienen. Als "Beispiel ist zweimalige Verzehnfachung der Grundfrequenz angenommen, so dalf also eine Welle entsprechend i 5o ooo Hertz i km Länge ausgestrahlt wird. Diese wird zuvor jedoch noch mittels der .von der Bildhelligkeitsverteilung über Photozelle 8 - und Verstärker 9 gesteuerten Modulationseinrichtung io mit den entsprechenden niedrigeren Frequenzen und Amplituden moduliert. Die genaue Isonstanthaltung des Röhrensenders i erfolgt durch bekannte Mittel, wie konstante Heizung und Anodenspannung, Abriegelung des Gitters, eisenfreie, wenig belastete Spulen, Temperaturregulierung usw.
  • Auf der Empfangsseite ist gleichfalls ein konstanter Grundfrequenzröhrengenerator ii vorgesehen. Wir nehmen zunächst an, daß er ebenfalls genau die Frequenz 1, 5oo Hertz liefere und damit seinerseits einen Synchronmotor in Tritt halte. Das Wesen der Erfindung liegt nun darin, daß die in der Empfangsantenne schwingende, von. i gesteuerte Hochfrequenz verglichen wird-mit einer entsprechenden hohen Harmonischen des Generators i i und daß dieser von Hand oder durch mechanische oder elektrische Einrichtungen, die durch geeignete Frequenzindikatoren betätigt werden, in seiner Schwingungszahl so reguliert wird, daß keine oder eine bestimmte, unveränderlich zu erhaltende Frequenzdifferenz zwischen der ankommenden Hochfrequenz einerseits und der örtlich durch Vervielfachung gewonnenen Hochfrequenz anderseits besteht. Der Fall, daß die Frequenzdifferenz (Schwebungston) Null sein muß, läge vor, wenn man die Frequenz von ii genau wie beim Sender diejenige von i verhundertfachen würde. In manchen Fällen ist es aber vorteilhaft, mit einer konstanten, am besten hörbar gewählten Frequenzdifferenz zu arbeiten. Hierzu könnte man dem Generator i i eine etwas abweichende Grundfrequenz geben und entsprechend die Zahnzahl des von ihm analog der Senderseite über Verstärker 12 gesteuerten La Courschen Rades 18 abweichend von derjenigen von 3 wählen, so daß die beiderseitigen Antriebe die gleiche Drehzahl erhalten. Man könnte das auch durch eine etwas veränderte Zahnradübersetzung , der Empfangsbildtrommel relativ zu den beim Sender vorhandenen erzielen. Vorzuziehen ist jedoch folgender Weg: Man gibt i i ebenfalls die konstante Grundfrequenz i 5oo Hertz, genau wie i, bewirkt jedoch durch die selektiven Verstärker (Frequenzvervielfachungsstufen) 13, 1¢ nicht insgesamt eine Verhundertfachung, sondern eine um ein kleines Vielfaches davon abweichende Frequenzsteigerung, so z. B. durch Auswahl der i i. und der g. Harmonischen in der Kaskade 13, 14 eine Vernneunundneunzigfachung. Es muß dann Generator i i stets so reguliert werden, daß bei richtigem Arbeiten die Frequenzdifferenz i 5oo Hertz wie folgt angezeigt und bei Abweichungen, der Generator i i. 'auf diese konstante Frequenzdifferenz zurückreguliert wird.
  • Eine sehr geeignete und deshalb in der Abbildung als Beispiel ausgeführte Indikationsmethode arbeitet stroboskopisch in folgender Weise: Die empfangene, vom Hochfrequenzverstärker 15 verstärkte Hochfrequenz i oo ;< i 5oo Hertz wird mit der örtlich vervielfachten Frequenz 99 X i 5oo Hertz gemischt und die im Anodenkreis einer Gleichrichterröhre 16 entstehenden Schwebungen von der Frequenz i 5oo zum Aufleuchtenlassen einer .genügend trägheitslosen Lichtquelle, z. B. einer Glimmlampe 17 oder einer Kerr-Zellenlichtsteuerung o. dgl., benutzt. Das Licht von 17 fällt auf eine symmetrische Figur oder Marke (Schlitz, Spiegel usw.), die auf einer mit der Drehzahl des La Courschen Rades 18 umlaufenden Scheibe ig angebracht ist. Solange dann die beleuchtete Marke stillsteht, ist Synchronismus vorhanden, wie ohne weiteres verständlich. Sobald aber i und i i untereinander abweichen, ändert sich, und zwar in hohem Maße, die Belichtungsfrequenz der stroboskopischen Marke auf i g, und diese scheint zu wandern bzw. verschwimmt. Dann muß die Abstimmung des Generators i i von Hand oder durch eine selbsttätig auf die Frequenzabweichung reagierende Einrichtung (stroboskopisches Relais, Schwebungsrelais, Momentan; kontakt o. dgl.) entsprechend korrigiert werden, bis die Marke wieder an der alteh Stelle stillsteht. Da der Röhrengenerator bei Anwendung der genannten Mittel in seiner Abstimmung leicht, auch über längere Zeiten, auf 1/10000o konstant zu halten ist, sind beiderseits nur sehr langsame Veränderungen seiner Frequenz zu erwarten, derart, daß die Nachregulierung von Hand aus meist genügt. Ein weiterer Vorteil des Röhrengenerators beruht darin, daß seine Frequenz 'besonders leicht und einfach z. B. mittels eines Drehkondensators oder Variometers geändert werden kann.
  • Die bisher besprochene Einrichtung ist für den Fall der Bildübertragung noch durch den Detektor 2o und die Niederfrequenzverstärkung 21 der Bildpunkt- oder Zeichenfrequenzen, endlich die Lichtsteuerzelle 22 und die Empfangsbildtromme123 zu ergänzen.
  • Es ist klar, daß man nach vorstehendem Schema auch bei Leitungsübertragung verfahren kann, wenn man die Grund- und die Trägerfrequenzen entsprechend niedriger wählt. Natürlich können dabei die Grundfrequenzen der beiderseitigen, i und i i entsprechenden Generatoren unmittelbar ohne Vervielfachung als Trägerfrequenzen benutzt werden. Für die stroboskopische Kontrolle am vom örtlichen Generator in Tritt gehaltenen Empfänger verwendet man dann die ankommende Trägerfrequenz selber, die dort nur ausreichend für das Aufleuchtenlassen einer Lichtquelle wie oben zu verstärken ist. Arbeitet man mit Vervielfachung, so sind auch die Zahnteilungen der La Courschen Räder oder Synchronmotoren entsprechend geringer zu wählen. In besonders einfacher Weise läßt sich für Bildübertragung und Fernsehen, bei der Abtastung des Sendebildes durch Lichtstrahl und Selen- oder Photozelle, die Trägerfrequenz, dadurch erzeugen, daß man den Lichtstrahl selber im Rhythmus der Trägerfrequenz schwächt oder unterbricht. Dies geschieht entweder durch eine rotierende Lochblende o. dgl. mechanische Abschirmungseinrichtungeii oder aber indem eine elektrische Lichtsteuereinrichtung, z. B. eine Kerr-Zelle nach K a r o 1 u s, den Lichtstrahl im Takte einer durch einen Röhrengenerator oder durch einen rotierenden Magnetinduktor o. dgl. erzeugten elektrischen Wechselspannung schwächt oder abblendet. In allen diesen Fällen läßt sich die für die Synchronisierung wichtige Restamplitude der Trägerfrequenz gut regeln. Diese Trägerfrequenz muß natürlich von einer höheren Größenordnung sein als die höchsten vorkommenden bzw. noch zu übertragenden Modulationsfrequenzen. Der Vorteil eines solchen Verfahrens besteht darin, daß sowohl Trägerfrequenz wie Modulation in der Photozelle elektrisch zustande-kommen und dafür nur ein und derselbe Verstärker notwendig ist. Der Modulationsgrad ist unabhängig von Verstärkereinstellungen bzw. Röhreneinstellungen zwangläufig gegeben.
  • Die Synchronisierung von Sender und Empfänger ist hierbei nach der Erfindung dadurch gegeben, daß die Antriebsdrehzahl. der die Trägerfrequenz liefernden Lochscheibe oder Sektorblende in passender Übersetzung mit der Drehzahl der Bildtrommel oder sonstigen Bildzerlegungseinrichtung zwangläufig verkuppelt ist. Gleiches gilt, wenn man mit Unterbrechung des Lichtstrahls durch eine Kerr-Zelle o. dgl. von einer rotierenden Wechselstrommaschine (Hochfrequenzmaschine) aus arbeitet, für deren Antriebstourenzahl. Benutzt man zur elektrischen Steuerung der Kerr-Zelle einen Röhrensender, so muß dessen Frequenz von der Achse der Bildtrommel aus zwangläufig kontrolliert und bestimmt werden, z. B. durch eine stroboskopische Lichtmarkenmethode, wie weiter oben angegeben; oder aber besser, der Röhrengenerator treibt umgekehrt die Bildtrommel unter Vermittlung eines rückwirkungsfrei von ihm in Tritt gehaltenen Synchronmotors, wodurch auch wiederum die Trägerfrequenz und die Frequenz des Trommelumlaufs in ein zwangläufiges Verhältnis zueinander gebracht werden. In allen vorstehend betrachteten Fällen, in denen die Trägerfrequenz durch Unterbrechung oder Schwächung des Abtastlichtes am Sender oder auch auf direktem elektrischen Wege (Tongenerator) in einer Höhe erzeugt wird, die es ohne weiteres gestattet, sie für La Courschc Zahnrad- oder sonstige Synclironmotoi-en zu verwenden, erfolgt empfängerseitig die Synchronisierung durch lokale Verstärkung der Trägerfrequenz und Verwendung derselben entweder unmittelbar zur Intritthaltung eines die Empfangseinrichtung antreibenden Syn-Chronmotors oder mittelbar zur stroboskopischen, akustischen oder in sonst bekannter Art bewirkten Kontrolle eines örtlichen, konstant gehaltenen Röhrengenerators, der seinerseits den die Empfangseinrichtung antreibenden Synchronmotor in Tritt hält. Letzteres Verfahren erfordert geringere Verstärkung der ankommenden Trägerfrequenz, da ihre Leistung nur zu Kontrollzwecken ohne größere Energieabgabe zu dienen braucht.
  • Die besprochenen Ausführungsformen sollen die Erfindung nur prinzipiell charakterisieren und sind mannigfacher Abänderungen fähig. Z. B. kann statt eines Röhrengenerators jeder andere konstante Generator, wie Quarze, Stimmgabeln, Uhrwerke, Elektromotoren mit Drehzahlregelung usw., benutzt werden. An Stelle des meist besprochenen stroboskopischen Frequenzvergleichs kann jedes andere bekannte Verfahren Anwendung finden, beispielsweise Frequenzrelais, Phasenrelais, akustische Schwebungsverfahren usw.
  • Eine vorteilhafte Ausführungsform des Frequenzvergleichs beruht z. B. in der Anwendung von Gleichrichtung der entstehenden Schwebungen durch einen vom örtlichen Generator angetriebenen Synchronschalter. Je nach der Phase des Schwebungsstromes gegenüber der Phase des Synchronschalters wird ein positiver oder negativer Stromstoß über ein polarisiertes Relais geführt, von welchem die Korrektur des örtlichen Generators in bekannter Weise gesteuert wird. Solange vollkommener Synchronismus vorhanden ist, ist der Strom, der über den Synchronschalter fließt, bei passender 'Wahl der Verhältnisse Null.
  • Die in der vorstehenden Beschreibung für die Bildzerlegung bzw. Bildzusammensetzung angenommenen rotierenden Antriebe können natürlich auch durch schwingende Einrichtungen, z. B. Oszillographenspiegel, Telephonmembranspiegel u. dgl. bekannte Elemente, ersetzt werden. In solchem Falle findet der Erfindungsgedanke sinngemäß Anwendung zur Steuerung dieser äquivalenten Organe.
  • In welcher Weise maii gemäß der vorstehenden Beschreibung die Grundfrequenz des oder der angenommenen Generatoren i bzw. - i i vervielfacht, ist an sich gleichgültig. Statt diese Vervielfachung in der angegebenen Weise auf elektrischem Wege vorzunehmen, indem man Oberschwingungen der Grundfrequenz selektiv verstärkt, läßt sich natürlich auch die Trägerfrequenz bzw. die mit dieser örtlich zu vergleichende Hochfrequenz auf der Empfrngsseite durch ein anderes Vervirl_f.irl-i,ii,«#-mittel erzeugen. Ein solches ist z. B. eine auf der Welle des Synchronmotors 3 bzw. 18 sitzende Hochfrequenzmaschine oder eine Lochscheibe mit einer entsprechend großen Lochzahl, welche den Strahlengang einer Lichtquelle in hochfrequentem Rhythmus unterbricht und dadurch mit Hilfe eines lichtelektrischen Indikators entsprechende Frequenzen auslöst. -Es versteht sich, daß bei allen stroboskopischen Methoden, bei welchen zur Anzeige des etwaigen Phasenwinkels die Verschiebung einer Lichtmarke o. dgl. benutzt wird, auch die folgende Abänderung des beschriebenen Verfahrens Anwendung finden kann: Auf der rotierenden Welle befindet sich ein Spiegel, von dem im gegebenen Augenblick ein Lichtstrahl, der im Rhythmus der Schwebungen auftrifft, reflektiert wird. Das reflektierte Licht fällt auf eine Skala, und es wird die Einrichtung nun so einreguliert, daß bei Synchronlauf der Lichtfleck auf dieser Skala in einer festen Lage verharrt. Bewegung des Lichtflecks in dem einen oder anderen Sinne zeigt Vor- oder Nacheilung der zu kontrollierenden Welle an. Diese Bewegung kann mit Hilfe zweier SeIenzellen oder Photozellen in bekannter Weise zur selbsttätigen elektrischen Korrektur der Synchronisierfrequenz verwendet werden.
  • Nach dem auf der Empfängerseite beschriebenen Prinzip der Einstellung eines starren Frequenzverhältnisses (zwischenTrägerfrequenz und Synchronisierfrequenz) kann natürlich auch auf der Sonderseite gearbeitet werden, wenn dort eine gegebene Hochfrequenz als Ausgangspunkt vorhanden ist, die nicht durch Vervielfachung einer besonders erzeugten Grundfrequenz entsteht. Um eine Bildzerlegungseinrichtung o. dgl. am Sender mit der richtigen Drehzahl laufen zu lassen, wird man dann einen lokalen Grundfrequenzgenerator, und zwar gemäß dem eingangs ausgeführten Beispiel mit i 5oo Hertz, in gleicher Weise, wie es für die Empfangsseite beschrieben wurde, an die gegebene Hochfrequenz des Senders anschließen. Die Ausgangshochfrequenz kann sowohl für Sender wie für Empfänger nicht die lokal erzeugte, tatsächlich zur Übertragung benutzte, sondern ein und dieselbe vom Geber und Empfänger lokal empfangene und verstärkte fremde Hochfrequenz sein.
  • Was im vorstehenden bezüglich der zwangsweisen Verkettung von Trägerfrequenz und Synchronisierfrequenz ausgeführt wurde, gilt sinngemäß auch für die Anwendung der Bildzerlegungsfrequenz selber als Synchronisierfrequenz. Unter Bildzerlegungsfrequenz ist in diesem Falle ein bei gegebener Zerlegungsgeschwindigkeit und gegebener Unterteilungszahl des Bildes in Elemente (Raster) definierter Wert zu verstehen, welcher der Anzahl der in der Zeiteinheit übertragenen Flächenelemente des Bildes gleichzusetzen ist. Diese Rasterfrequenz selber wird, da sie ja zwangläufig übertragen wird, vorteilhaft am Empfänger dazu benutzt, einen Synchronmotor in gleicher Weise zu betreiben, wie dies weiter oben für die Anwendung der Trägerfrequenz ausgeführt worden ist.
  • Um die den Synchronlauf steuernde Trägerfrequenz bei der.Bildübertragung auf bequeme Weise zugleich zum Zwecke der Modulation einzuführen, benutzt man alternativ zur Erzeugung einer relativ langsamen Trägerfrequenz durch Unterbrechung des Abtastlichtstrahls prinzipiell und allgemein eine auf bekannte Weise elektrisch erzeugte Frequenz, welche gleichzeitig die Antriebsdrehzahl des Senders bestimmt, und fügt diese Frequenz an geeigneter Stelle in die Verstärkungskette ein, welche die Bildpunktfrequenzen 'verstärkt, z. 'B. als hochfrequente Saugspannung der Photozelle, oder indem man sie auf ein Röhrengitter (Steuergitter oder Raumladegitter o. dgl.) aufdrückt.

Claims (15)

  1. PATENTANSPRÜCHE: t. Verfahren zum Synchronisieren bewegter Antriebe für Schnell- und Bildtelegraphie, Fernsehen und ähnliche Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß die die Zeichen- oder 'Bildmodulation übermittelnde Trägerfrequenz selber zur Intritthaltung des Empfängers benutzt wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß der Generator der Trägerwelle zugleich über einen Synchronhaltungsmotor (La Coursches Rad o. dgl.) die Antriebsfrequenz oder -drehzahl der Bildzerlegungseinrichtung oder des sonstigen in Tritt zu haltenden Organs zwangläufig bestimmt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sonder- und empfängerseitig konstant gehaltene Elektronenröhren- oder sonstige Generatoren eine Grundfrequenz für den Antrieb der zu synchronisierenden Organe liefern, daß ferner unter Benutzung abgestünmter Verstärker oder rotierender Frequenzumforiner die Grundfrequenz sonderseitig bis zur erforderlichen Trägerwellenfrequenz für die Bildpunkt- oder Zeichenmodulationen, empfängerseitig in entsprechendem Maße vervielfacht wird, wobei auf der Empfangsseite die ankommende Hochfrequenz (Restamplitude der Trägerfrequenz) mit der dortselbst vervielfachten Grundfrequenz verglichen und dadurch bei Abweichung der letzteren Grundfrequenz vom Soll-Wert eine Korrekturgröße gewonnen wird, welche die von Hand oder selbsttätig erfolgende Wiedereinregulierung des empfangsseitigen Generators auf die Synchronfrequenz bestimmt. q..
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die konstant gehaltenen Generatoren beiderseits die gleiche: Grundfrequenz liefern und daß ferner die Vervielfachung beiderseits die gleiche ist und auf die Frequenzdifferenz Null zwischen ankommender und örtlich erzeugter Hochfrequenz einreguliert wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits die gleiche Grundfrequenz verschieden vervielfacht wird, derart, daß empfangsseitig auf eine konstante Frequenzdifferenz einreguliert werden muß.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vervielfachung beiderseits um ein Ganzes der Grundfrequenz verschieden ist, so daß die Grundfrequenz des empfangsseitigen Generators mit der Schwebungsfrequenz zwischen der ankommenden und der örtlich erzeugten Hochfrequenz im Synchronfalle übereinstimmt, und daß diese Übereinstimmung elektrisch, akustisch oder stroboskopisch festgestellt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwebungsfrequenz zwischen ankommender und örtlich gewonnener Hochfrequenz verstärkt zur Betätigung einer genügend trägheitsfreien Lichtquelle dient, welche eine Marke oder einen Spiegel auf der Welle des vom empfangsseitigen Generator durch Synchronmotor in Tritt gehaltenen Triebwerkes beleuchtet.
  8. S. Verfahren und Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiderseitigen Röhrengeneratoren etwas voneinander abweichende Grundfrequenzen liefern und der empfangsseitige Generator auf einen konstanten Schwebungston zwischen ankommender und örtlich gewonnener Hochfrequenz reguliert wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Bildübertragung mittels Lichtabtastung des Sendebildes der Abtastlichtstrahl selber im Rhythmus der Trägerfrequenz unterbrochen oder geschwächt wird. io.
  10. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine Lochscheibe, Sektorblende o. dgl., die im Strahlengang des Lichtes mit einer von der Antriebsdrehzahl der Bildzerlegung seinrichtung bzw. von ihrer Antriebsfrequenz zwangläufig abhängigen Drehzahl umläuft oder schwingt. i i.
  11. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß statt der mechanischen Lichtunterbrechung oder -schwächung nach Anspruch i o eine elektrische Lichtsteuerung, z. B. eine Kerr-Zelle nach Karolus, in den Strahlengang geschaltet ist, wobei wiederum die Antriebsfrequenz der Bildzerlegungseinrichtung und die elektrische Lichtsteuerfrequenz für die Erzeugung der Trägerfrequenz starr voneinander abhängig gehalten werden.
  12. 12. Ausführung der Einrichtung nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektrischer Frequenzinduktor (Hochfrequenzmaschine), der die Wechselspannung für die Lichtsteuerung erzeugt, mit der Bildzerlegungseinrichtung zwangläufig gekuppelt ist.
  13. 13. Ausführung der Einrichtung nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselspannung für die Lichtsteuerung von einem Röhrengenerator erzeugt wird, der gegebenenfalls über weitere Verstärker einen Synchronbaltungsmotor (La Coursches Zahnrad o. dgl.) antreibt, mit welchem die Bildzerlegungseinrichtung zwangläufig gekuppelt ist.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägerfrequenz, welche zugleich die Synchronisierfrequenz bestimmt, eine in bekannter Weise auf elektrischem Wege gewonnene Frequenz benutzt wird, welche in die Verstärkerkette für die Bildpunktfrequenzen an beliebiger Stelle, z. B. als hochfrequente Saugspannung der Photozelle oder als hochfrequente Gitterspannung, eingeführt wird.
  15. 15. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Restamplitude der Trägerfrequenz in dem übermittelten Frequenzspektrum so hoch eingestellt wird, daß man sie am Empfänger noch bis zu ausnutzbaren Werten verstärken kann.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767586C (de) * 1937-10-07 1952-10-06 Siemens App Einrichtung zum Fernanzeigen von Winkelwerten mittels Braunscher Roehren
DE1032780B (de) * 1955-05-03 1958-06-26 Siemens Ag Verfahren zur frequenzgetreuen UEbertragung von Nachrichten ueber einen oder mehrere hintereinandergeschaltete, vorzugsweise mit magnetisierbaren Aufzeichnungstraegern arbeitende Speicher

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