DE445652C - Funkenstrecke zur Erzeugung von Hochfrequenzschwingungen - Google Patents
Funkenstrecke zur Erzeugung von HochfrequenzschwingungenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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Landscapes
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Description
- Funkenstrecke zur Erzeugung von Hochfrequenzschwingungen. Funkenstrecken zur Erzeugung von Hochfrequenzschwingungen werden neuerdings vorzugsweise aus schwer angreifbaren Metallen (Wolfram u. d91.) hergestellt. Bedingung für die beste Wirkung ist, daß die Elektroden in verhältnismäßig geringem Abstand (1/,0 bis 2f`10 mm) gegenübergestellt werden. Welcher Abstand in jedem Falle der beste ist, richtet sich nach den Konstanten der gekoppelten Schwingungskreise. Wird der fragliche Abstand nicht genau, insbesondere zu groß eingestellt, so treten Störungen auf, die eine schädliche Erwärmung der Funkenstrecke und das Auftreten physiologischer Reize bei medizinischer Behandlung verursachen. Die Einstellung der Funkenstrecke auf den günstigsten Wert, welcher bis auf wenige hundertstel Millimeter eingehalten werden muß, erfordert naturgemäß eine besondere Genauigkeit im Aufbau. Hier versagt auch das bekannte Verfahren durch dünne Kaliberringe aus Glimmer oder Metall, die gemeinsam mit ihren Stützteilen ebengeschliffenen Elektroden zu distanzier°n. Distanzringe aus Glimmer sind zufolge der ungleichförmigen Spaltbarkeit nur schwierig auf die gewünschte geringe Dicke, die auf dein ganzen Umkreis die gleiche sein muß, zu bringen. Sie fallen meist mehr oder weniger keilförmig aus und werden bei wiederholtem Zusammenbau leicht beschädigt. Auch dünne Metallfolien führen nicht immer zum Ziel, da schon die aus verschiedenen Teilen eines größeren Bleches herausgestanzten Ringe erhebliche Abweichungen von dem Sollmaß aufzuweisen pflegen. Es ist im Walzprozeß der Bleche begründet, daß Dickenunterschiede zwischen Rändern und Mittelteil auftreten, und es bedarf einer sorgfältigen Ausmusterung der auf diese Weise gewonnenen Distanzringe gemäß ihrem Kaliber. Werden diese Metallringe überdies im Gebrauch verbogen oder verknittert, so ist an eine wirklich genaue Distanzierung nicht mehr zu denken. Aber auch die Herstellung des gemeinsamen ebenen Schliffes für die Elektrode und ihren Stützteil bietet Schwierigkeiten. Es zeigt sich, daß das Wolfram u. dgl. zufolge seiner Härte beim Schleifen anders angegriffen wird als die aus anderem Material bestehenden Stützteilflächen, und es gelingt schwer, die beiden Flächen mit der erforderlichen Genauigkeit in eine Ebene einzustellen. Zur Ungenauigkeit der Kaliberringe kommt also noch die zweite Ungenauigkeit des ebenen Schliffes. Es können sich also doppelte Abweichungen vom erstrebten Sollwert ergeben. Es wird nun vorgeschlagen, die Funkenstrecken nach der in der Abbildung gekennzeichneten Weise aufzubauen. Hierbei wird auf die Kaliberringe ganz verzichtet. Dafür stehen die unmittelbar aufeinanderzufügenden Isolier-und Stützteile 4i, 42 mit ihrer Stirnfläche um einen passenden Betrag gegenüber den wolframplattierten Stirnflächen der Elektroden Bi, B. vor. Dies Verfahren ist im Sinne der Theorie der Feinpassung vorzuziehen, da nur ein Präzisionsmaß einzuhalten ist, statt deren zwei bei dem bisherigen Verfahren. Als Stützteile kommen beispielsweise die in Abb. i gezeichneten, über die Elektrodenflächen etwas vorstehenden Isolierkörper aus Porzellan, Steatit; Glas usw. in Frage. Die Stirnflächen dieser mit den Elektroden verschraubten, verkitteten oder sonst auf eine Ar t. verbundenen Isolierkörper werden unter Benutzung feiner Tastmeßapparate ,(Minimeter) nach einem passenden Verfahren (Planschleifen) für sich bearbeitet, bis der :erforderliche geringe überstand über die Elektrodenstirnfläche erzielt ist. Noch bequemer, etwa durch Drehen, Fräsen u. dgl., gelingt die Herstellung der Stützflächen, wenn man die Isolierkörper beispielsweise in der in Abb. 2 gekennzeichneten Weise mit Metallkappen Ci, C. armiert. Der überstand wird zweckmäßig auf die gegenüberliegenden Elektroden einer Funkenstrecke gleichmäßig verteilt. Immer aber muß die Summe der Überstände den gewünschten Elektrodenabstand ergeben. Da die Wolframplatten sich nur sehr langsam abnutzen, bleibt der einmal eingestellte Abstand sehr lange erhalten und ist nach dem Auseinandernehmen zwecks Reinigung stets wieder herzustellen. Ist eine Abnutzung eingetreten, so wird, wie beschrieben, die Stirnfläche der Stützteile erneut nachgearbeitet, bis das Tastmeßinstrument wieder den normamalen überstand anzeigt. Das vorgeschlagene Verfahren ist zunächst für Einzelfunkenstrecken, bestehend aus zwei Elektroden, gedacht. Es kann aber auch unschwer sinngemäß auf zusammengesetzte Reihenfunkenstrecken übertragen werden.
- Der Aufbau einer vollständigen Einzelfunkenstrecke ist aus Abb. i zu ersehen. Sie besteht aus zwei symmetrischen Hälften, welche durch eine Spannvorrichtung zusammengepreßt werden. Jede Hälfte besitzt einen etwa glockenförmigen Stützteil Ai, A, aus Isoliermaterial. Dieser ist auf einer N#Ietallhülse Cl, C, festgekittet, in deren zentrale Bohrung der kupferne Elektrodenbolzen Bi, B. stramm eingepaßt ist. Letzterer ist an seiner Stirnseite mit Wolfram plattiert, während der rückwärts über den Stützteil hinausragende Teil eine Anzahl Wärmeableitungsbleche D trägt. Die Spannvorrichtung besteht aus zwei auf einer Isolierplatte E befestigten Säulen Fi, F.,, welche als Zuleitungen dienen. Diese tragen zwei Druckschrauben Gi, G_, deren eine mit Isoliergriff versehen ist. Zwischen diese werden die stirnseitig unmittelbar aneinandergestoßenen Funkenstreckenhälften eingeklemmt, wobei eine gute Achsenzentrierung leicht zu erreichen ist, wenn man die Außenränder der Stützkörper bündig einstellt. Waren die Stirnflächen der Stützkörper, wie oben beschrieben, abgerichtet, so daß sie etwas über die Stirnflächen der Elektroden überstehen, so vollzieht sich das Funkenspiel ordnungsgemäß zwischen den in gewolltem Abstand befindlichen Wolframplatten. Vielfach wird eine Anzahl solcher Funkenstrecken hintereinandergeschaltet. Um hierbei einzelne Funkenstrecken durch Kurzschließen außer Tätigkeit zu setzen, ist noch der mit einem Isoliergriff versehene Schraubstift H vorgesehen, mit welchem eine unmittelbare leitende Verbindung zwischen den Tragsäulen Fi, F. hergestellt werden kann. Auf solche Weise aufgebaute Funkenstrecken erfüllen in einfacher Weise die höchsten Anforderungen, die man hinsichtlich der Einhaltung des Elektrodenabstandes stellen muß. Sie sind gleichzeitig auf bequeme Weise und in kürzester Zeit zu zerlegen und wieder zusammenzubauen,
Claims (6)
- PATE=N TA` SPizÜcriE: i. Funkenstrecke zur Erzeugung von Hochfrequenzschwingungen mit Elektroden, die mit schwer angreifbaren Metallen, Wolfram u. dgl., plattiert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnfläche der mit den Elektroden verbundenen, einander zugekehrten Isolations- und Stützteile um einen passenden Betrag über die Stirnfläche der Elektroden hervorstehen, wobei der benötigte Elektrodenabstand ohne besondere Zwischenlagen durch unmittelbares Aufeinanderfügen erzielt wird.
- 2. Funkenstrecke nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützteile aus Isoliermaterial, Porzellan, Steatit, Glas u. dgl. bestehen und etwa die Form von ausgehöhlten Zylindern oder Glocken mit etwas 'vorstehendem Rand besitzen, wobei im Innern eine Metallhülse eingefügt sein kann, in welche der Elektrodenbolzen auswechselbar eingepaßt oder eingeschraubt ist.
- 3. Funkenstrecke nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Isoliermaterial bestehenden Stützteile zwecks leichterer Bearbeitung der Stoßflächen mit '.Metallkappen armiert sind.
- 4. Funkenstrecke nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrodenbolzen rückwärts aus dem Isolier- und Stützkörper heraussteht und eine Kühlvorrichtung, beispielsweise ein Kühlplattensystem, trägt.
- 5. Aufbauweise von Funkenstrecken nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die symmetrischen Funkenstreck°nhälften von zwei gegeneinander isolierten, als Stromzuleitung dienenden Säulen getragen werden, zwischen welchen sie durch Druckschrauben zentriert eingespannt sind.
- 6. Einzelfunkenstrecke nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kurzschlußvorrichtung zwischen den Säulen, etwa in Form eines mit Isolierknauf versehenen Schraubenbolzens, vorgesehen ist.
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