DE445583C - Elektrisches Lichtbogenschweissgeraet zum Ausbessern von abgenutzten Spurkraenzen - Google Patents
Elektrisches Lichtbogenschweissgeraet zum Ausbessern von abgenutzten SpurkraenzenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B23K9/04—Welding for other purposes than joining, e.g. built-up welding
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Lichtbogenschweißgerät zum Ausbessern von abgenutzten
Spurkränzen, das auf einfache Weise bedient werden kann. Das Ausbessern erfolgt in der
Weise, daß auf den Spurkranz mehrere Lagen von Schweißgut aufgebracht werden, die wie
die Gänge einer Schraube nebeneinanderliegen. Nach dem Schweißen werden die Spurkränze
abgedreht.
ίο Beim Schweißvorgang bildet das Werkstück
die eine Elektrode, die andere das in Drahtform zugeführte Schweißgut. Der Elektrodendraht
wird durch einen Schweißkopf von an sich bekannter Bauart geführt und dem Abbrand
entsprechend vorgeschoben. Der Schweißkopf wird, wie bei einem bekannten Gerät, zum Einschweißen
von Flammrohren im Kreise geführt mit Hilfe eines Armes, der um eine am Werkstück
angesetzte Achse gedreht werden kann.
Die Drehung erfolgt am besten selbsttätig durch einen im Gerät eingebauten Motor.
Für ein richtiges Arbeiten des Geräts ist es notwendig, daß der vom Schweißkopf beschriebene
Kreis senkrecht und gleichachsig zur Radachse liegt. Nach der Erfindung wird
eine richtige Führung des Schweißkopfes durch verhältnismäßig einfache Mittel erreicht, ohne
daß dabei sperrige Vorrichtungen zum Festhalten des Radsatzes notwendig sind, wie bei
den bisher angewendeten Geräten zum Ausbessern von Spurkränzen. Das Schweißgerät
wird einfach auf den senkrecht gestellten Radsatz gesetzt. Erfindungsgemäß ist an der Achse
des Geräts, um die sich der Schweißkopf dreht, ein Fuß zum Aufsetzen des Geräts auf die abgedrehte
Stirnfläche der Radnabe oder Radachse angebracht, dessen Sohle senkrecht zur Gerätachse
steht, und in dem Fuß ein Körner angeordnet zum Einstecken in den Hohlkörner der
Radachse, dessen Spitze in die Verlängerung der Gerätachse fällt. Zweckmäßig macht man
den Fuß oder wenigstens die Sohle austauschbar und den Körner in achsialer Richtung verschiebbar,
um das Gerät den verschiedenen Radformen anpassen zu können.
Damit der Fuß besser auf der Radnabe haftet, besteht er nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung aus einem Elektromagnet, dessen Polflächen die Sohle des Fußes bilden. Ferner wird gemäß der Erfindung die
Vorratsrolle mit dem Elektrodenmaterial von einem mit dem Schweißkopf umlaufenden Teil
getragen, um ein Verdrillen des Elektrodendrahtes bei der Drehung des Schweißkopfes um
die Radachse zu verhüten.
Ein Ausführungsbeispiel des Schweißgerätes ist in der Zeichnung dargestellt. Abb. 1 zeigt
das Gerät im Schnitt beim Ausbessern eines Radsatzes, dessen Lager innerhalb der Räder
liegen, Abb. 2 dasselbe Gerät beim Ausbessern eines Radsatzes, dessen Lager außerhalb der
Räder liegen.
Auf den senkrecht gestellten oder gehängten Radsatz, von dem in der Zeichnung nur das
oberste Rad 1 und ein Stück der Radachse 2 dargestellt ist, ist das Schweißgerät aufgesetzt.
Es haftet mit dem als Topfmagnet ausgebildeten Fuß 3 auf den abgedrehten Stirnflächen 4 der
Radnabe und Radachse. 5 ist die Erregerwicklung des Magnets. In der Bohrung 6 des
Fußes ist der Körner 7 verschiebbar gelagert und wird mittels der Feder 8 in den Hohlkörner 9
der Radachse gedruckt. An dem Fuß ist die Achse 10 des Geräts angebracht.
11 ist der Schweißkopf mit dem Mundstücki2.
Er ist mittels des Bügels 13 und der Schraube 14 verschiebbar an dem Arm 15 angebracht und
kann um die Achse 16 des Bügels geschwenkt werden. Alle übrigen Einrichtungen zum Verstellen
des Schweißkopfes an dem Bügel und die baulichen Einzelheiten des Schweißkopfes sind
der Einfachheit halber weggelassen.
Der Schweißkopfarm 15 ist in die Muffe 17
des Topfes 18 eingesteckt, der zugleich die Nabe
des Armes bildet. Der Topf ist bei 19 durch ein Halslager an der Achse 10, bei 20 durch ein
Kugelspurlager auf dem Fuß 3 gelagert. Auf dem Topf 18 sitzt der Elektromotor 21, der mit
einer Schnecke in das auf der Achse 10 aufgekeilte Schneckenrad 22 eingreift. Die Wand
des Topfes ist bei 23 zu einem Zylinder hochgezogen. Sie bildet ein Gehäuse für den Elektromotor
und das Schneckengetriebe, das durch den Deckel 24 geschlossen werden kann.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Friedrich Kalkner in Nürnberg.
Über dieses Gehäuse ist die Vorratsrolle 25 mit dem Elektrodendraht 26 geschoben. Sie
wird durch die radial vorspringenden Finger 27 am Topf getragen. Der Elektrodendraht wird
über die am Bügel 13 gelagerte Rolle 28 dem Schweißkopf 11 zugeführt und tritt beim Mundstück
12 aus.
Beim Schweißvorgang bildet das Rad 1 die eine Elektrode, das aus dem Mundstück 12
ο hervortretende Drahtstück die andere Elektrode. Die Stromzufuhr zu dem Elektrodendraht erfolgt
mittels Kontaktrollen im Schweißkopf, die durch den isolierten Leiter 29 über die
Bürste 30, den Schleifring 31, die Erregerwicklung 5, den isolierten Leiter 32, den Steckkontakt
33 und die Litze 34 mit dem einen Pol der Stromquelle verbunden sind. Der andere
Pol ist an den Radsatz angeschlossen. 35 sind die Steuerleitungen für den Antrieb der Kontaktrollen
im Schweißkopf, 36 die Steuerleitungen für den Motor 2r. Jede dieser Leitungen ist über
eine der Bürsten 37 und einen der Schleifringe 38 an entsprechende, mit dem vielpoligen Steckkontakt
33 verbundene Zuleitungen angeschlossen.
Die Zuleitungen zwischen Steckkontakt und Schleifringen sind in der Höhlung der Achse 10
verlegt. Die Höhlung ist oben durch den Deckel 39 verschlossen, der mittels Gewinde
darin eingeschraubt ist und die Transportöse 40 trägt. Die Schleifringe und die Bürsten sind
durch den Topf 18 gegen Berührung und Verschmutzen geschützt. An dem Topf ist bei 41
ein weiterer Arm 42 gelagert. Er trägt die rotierende Bürste 43, die mittels der biegsamen
Welle 44, des Schneckenrades 45 durch eine auf der Welle des Motors 21 sitzende Schnecke angetrieben
wird.
Beim Schweißvorgang dreht sich der Topf 18 mit den Armen 15 und 42 um die Achse 10.
Der Schweißkopf 11 wickelt, dem jeweiligen Abbrand entsprechend, den Elektrodendraht
von der Vorratsrolle 25 ab, die dabei auf dem Gehäuse 23 gleitet. Bei wiederholten Umläufen
des Schweißkopfes legen sich die einzelnen Lagen des aufgebrachten Schweißgutes wie die Gänge
einer Schraube nebeneinander. Die Zündung des Lichtbogens und die Regelung seiner Länge
wird durch eine an sich bekannte Steuervorrichtung, die in der Zeichnung nicht angedeutet
ist, bewirkt.
Ist der auszubessernde Radsatz außerhalb der Räder gelagert, so stehen die Lagerzapfen
über die Radnaben vor. Für diesen Fall verwendet man beispielsweise den in Abb. 2 dargestellten
Untersatz. Er besteht aus den Hälften 46, 47 mit zylindrischen Bohrungen, zwischen die der Zapfen 48 der Radachse mit
Hilfe der Schrauben 49 und der Muttern 5b eingeklemmt wird. Auf den oberen Teil 51 des
Untersatzes, der flach und senkrecht zu den Bohrungen abgedreht ist, wird das Schweißgerät
aufgesetzt. Im übrigen ist die Handhabung des Geräts die gleiche wie bei Abb. 1.
Claims (6)
1. Elektrisches Lichtbogenschweißgerät zum Ausbessern von abgenutzten Spurkränzen
mit einem um eine am Werkstück angesetzte Achse drehbaren Schweißkopf, dem von einer Vorratsrolle Elektrodenmaterial
in Drahtform zugeführt wird, gekennzeichnet durch einen an der Achse angebrachten
Fuß zum Aufsetzen des Geräts auf die abgedrehte Stirnfläche der Radnabe oder Radachse, dessen Sohle senkrecht zur
Gerätachse steht, und durch einen im Fuß angeordneten Körner zum Einstecken in den
Hohlkörner der Radachse, dessen Spitze in die Verlängerung der Gerätachse fällt.
2. Lichtbogenschweißgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der
Fuß des Geräts aus einem Elektromagnet besteht, dessen Polflächen die Sohle des Fußes bilden.
3. Lichtbogenschweißgerät nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorratsrolle mit dem Elektrodenmaterial von einem mit dem Schweißkopf umlaufenden Teil getragen wird, um eine
Verdrillung des Elektrodendrahts zu verhüten.
4. Lichtbogenschweißgerät nach Anspruch ι und 2, bei dem der Schweißkopf
verstellbar an einem um die Gerätachse drehbaren Arm gelagert ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nabe des Schweißkopfarmes als Gehäuse für die auf der Achse sitzenden Stromzuführungen ausgebildet ist.
5. Lichtbogenschweißgerät nach Ansprach ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
an der Nabe des Schweißkopfarmes mindestens ein weiterer Arm angebracht ist, der
gegen den Schweißkopfarm versetzt ist und einen zweiten Schweißkopf oder eineVorrichtung
zum Reinigen oder Bearbeiten der Schweißstellen trägt.
6. Einrichtung zum Ausbessern der Spurkränze von Radsätzen mit über die Radnaben
vorstehenden Lagerzapfen nach Anspruch ι bis 5, gekennzeichnet durch einen
aus zwei Hälften bestehenden Untersatz für das Schweißgerät, der den vorstehenden
Zapfen umfaßt und darauf durch Zusammenpressen der Hälften festgeklemmt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES69584D DE445583C (de) | Elektrisches Lichtbogenschweissgeraet zum Ausbessern von abgenutzten Spurkraenzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES69584D DE445583C (de) | Elektrisches Lichtbogenschweissgeraet zum Ausbessern von abgenutzten Spurkraenzen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE445583C true DE445583C (de) | 1927-06-20 |
Family
ID=7501088
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES69584D Expired DE445583C (de) | Elektrisches Lichtbogenschweissgeraet zum Ausbessern von abgenutzten Spurkraenzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE445583C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2753425A (en) * | 1954-06-11 | 1956-07-03 | John J Flood | Welding machine |
-
0
- DE DES69584D patent/DE445583C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2753425A (en) * | 1954-06-11 | 1956-07-03 | John J Flood | Welding machine |
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