DE44458C - Herstellung von Kohlenelektroden für galvanische Elemente - Google Patents
Herstellung von Kohlenelektroden für galvanische ElementeInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21:·'Elektrische Apparate, y'''';./
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juli 1887 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft die Herstellungsweise galvanischer Elemente, die hauptsächlich
als Batterie zur Erzeugung starker elektrischer Ströme dienen sollen und sich
durch zweckmäfsige Anwendung von Abfallstoffen yon den bisher gebräuchlichen durch
Billigkeit und Einfachheit auszeichnen.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist: .
Fig. ι eine Seitenansicht des äufseren Kastens b
eines Elementes,
Fig. 2 eine Endansicht des Kastens,
Fig. 3 eine obere Ansicht des Kastens mit eingestecktem inneren Kasten c,
Fig. 4 ein verticaler Längsschnitt durch eine Zelle,
Fig. 5 ein Querschnitt durch das-innere Gehäuse
c,
Fig. 6 ein verticaler Längsschnitt durch dasselbe.
Fig. 7, 8 und 9 sind Detailansichten der Elektroden.
Fig. 10 stellt im Grundrifs die Verbindungen
mehrerer Elemente zu einer Batterie dar.
Der äufsere Kasten b ist mit einem kurzen Rohr b] versehen, das zum Füllen und Entleeren
der äufseren Abtheilungen' £2 dient.
Das innere Gehäuse pafst in eine Rinne bs,
mit denen die schmäleren Wände des Behälters b versehen sind.
Die porösen Platten c1 c1 sind in Nuthen im
inneren Rahmen dicht eingepafst.
Behufs Füllung und Entleerung der Kammer c ist diese mit einem Rohr c2 versehen,
welches durch den äufseren Kasten b geht (Fig. ι und 4) und z. B. durch Unterlagscheibe
und Ringe abgedichtet wird.
Die Elemente sind auch mit einem Ueberlaufrohr, sowie mit einem Rohr versehen, welches
den Austritt der Gase vermittelt. Letztere Rohre sind in der Zeichnung nicht dargestellt.
Wenn die Elemente zu einer Batterie zusammengestellt sind, wird mittelst der Rohre &1,
die durch Schläuche mit einem gemeinsamen Rohr, und der Rohre c2, die in gleicher Weise
mit einem anderen Rohr verbunden werden können, ein gleichmäfsiges Füllen bezw. Entleeren
der Elemente erzielt.
Die Rinne e des Rahmens c dient zur Aufnahme der Kohle f. Es empfiehlt sich, sogenannte
Ausschufskohlen in Anwendung zu bringen, die für elektrische Beleuchtungszwecke untauglich und deshalb sehr billig zu beschaffen
sind.
Auch können Kohlen benutzt werden, die aus einer Mischung von Retortenkohle, Mangan
und passendem Bindematerial hergestellt sind.
Nach der einen Anordnung sind die Kohlen in dem Rahmen der Elemente horizontal gelagert,
und zwar in folgender Weise. Die Kohlen werden alle auf Länge des Rahmens abgeschnitten, oder besser giebt man dem
Rahmen die genaue Länge der Kohlen, um das Abschneiden und daher auch den Abfall
zu verhüten.
Ein Ende jeder Kohle ist in einen metallischen Trog eingelassen und mit einem Leiter
elektrisch verbunden.
Der metallische Trog ist in oder an einer Seite des Rahmens unwandelbar befestigt und
vollständig isolirt, so dafs es durchaus unmög-
Claims (1)
- lieh ist, dafs Flüssigkeit oder Dämpfe mit dem Metall in Berührung kommen und dies dadurch zerfressen oder auf andere Weise zerstört wird. Das andere Ende jeder Kohle ist mit der anderen Seite des Rahmens verbunden, jedoch nicht metallisch. Die Sicherung der Lage erfolgt durch eine Vorrichtung von anderem passenden Material.Einer anderen Anordnung entsprechend, werden die Kohlenstäbe in verticaler Lage befestigt; man bringt diese in einen leicht zerlegbaren Trog oder in eine Form.Dieser Trog oder die Form wird dann durch Gas oder in anderer zweckmäfsiger Weise erwärmt, und erhalten die Kohlen dadurch zu gleicher Zeit Wärme.Geschmolzenes Blei oder irgend ein anderes passendes Leitungsmaterial wird hierauf in die Form gebracht, wodurch die unteren Enden der Kohlen und ein Leitungsende von diesem umschlossen werden.Wenn das geschmolzene Blei oder anderes Material und die unteren Enden der Kohlen gleiche Temperatur haben, reducirt man die Wärme und lä'fst das Ganze gleichmäfsig abkühlen; auf diese Weise bildet sich an dem einen Ende der Kohlen eine Stange aus Blei öder anderem Material, wodurch diese in gerader Richtung festgebunden werden:Ehe man das Blei um die Kohlenenden giefst oder ehe man die Kohlen aus der Form nimmt, verbindet man die von der Form entfernten Enden mit Schiffleim oder einem anderen zweckmäfsigen Material. Dadurch werden die Enden fest genug gehalten, um das Schwingen zu verhüten.Die Verbindung mit der Bleistange ist durch eine Schraube oder einen Stift hergestellt; das Kopfende wird, ehe das Blei eingegossen ist, durch eine Oeffnung an irgend einem Theil des Rahmens, die der Verbindung entspricht, in die Form eingefügt, und dadurch, dafs das Blei eine geschlossene Masse um die Kohlen bildet, sind diese sämmtlich verbunden. Hierauf wird dem Blei und den Kohlen auf eine Entfernung von ca. 15 mm von diesem ein sorgfältiger Anstrich von Braunschweiger Schwarz mit Naphta oder anderem passenden Material gegeben, damit die in der Batterie anzuwendende Flüssigkeit keinen zerstörenden Einflufs . ausüben kann.Die in der angegebenen Weise zusammengefügten Kohlen bilden ein Ganzes und können dann an ihren Stellen befestigt werden, wie durch Fig. 4, 7 und 8 dargestellt. In einzelnen Fällen werden jedoch die Kohlen separat angewendet, damit sie behufs Untersuchung aus der Batterie herausgenommen und wieder an ihre Stelle zurückgebracht werden können.Wenn die Zink- oder anderen metallischen Platten (entweder rein oder legirt) gegossen werden, setzt man in gleicher Weise, wie oben angeführt, einen Bolzen oder Stift in die Form ein, wodurch dieser nach dem Eingiefsen des Metalles in dieses eingebettet und dadurch eine vollkommene Verbindung hergestellt wird.Bei Anwendung dieser Platten ist es vortheilhaft, eine Seite, und zwar diejenige, welche den Kohlen nicht gegenüberliegt, und den Flantsch behufs Isolirung und um den Angriff der erregenden Flüssigkeit und dadurch Verschleifs zu' verhüten, mit einem Anstrich von Braunschweiger Schwarz und Naphta etc. zu versehen.Die Platten und Flantschen werden gewöhnlich, wie durch Fig. 9 perspectivisch gezeigt, hergestellt und in die Räume b'2 b- eingesetzt. In Fig. ι ο sind 1 1 und 1 1 die Verbindungsstellen mit den Kohlen und 12 und 12 die Verbindungen mit den Bolzen der anderen Metallplatten.Anstatt zwei Zink- oder gleichwerthige Platten oder Stäbe anzuwenden, kann eine dieser Platten durch ein anderes Metall, z. B. Eisen, ersetzt werden, oder es werden zwei verschiedene anstatt gleiche Metalle in beiden Kohlenabtheilungen angewendet; hierdurch wird die gleiche oder selbst gröfsere elektrische Kraft bei geringeren Kosten erzeugt.Zur Ausführung dieses Theiles der Erfindung werden verschiedene Metalle oder Legirungen angewendet, die zu Platten oder Stäben gewalzt öder gegossen sind.Bei Herstellung der gewöhnlichen Zinkplatten wird dem Zink etwas Silber, Zinn oder Blei hinzugesetzt.Pateντ-Anspruch :Die Herstellung der Kohlenelektroden für galvanische Elemente 'unter Benutzung von Ausschufskohlen von Bogenlampen in der Weise, dafs man die Kohlenstäbe in horizontaler Lage in einen Rahmen bringt, wobei sich deren Enden einerseits in eine mit einem Pol versehene Metallrinne legen, die, um zu verhüten, dafs Flüssigkeit oder Dämpfe mit dem Metall in Berührung kommen, vollständig isolirt, und die andererseits mit der anderen Seite des Rahmens verbunden sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE44458C true DE44458C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
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