DE4438784C2 - Hermetisch geschlossene galvanische Zelle für ein implantierbares Gerät, deren Verwendung und Verfahren zur Herstellung der Zelle - Google Patents
Hermetisch geschlossene galvanische Zelle für ein implantierbares Gerät, deren Verwendung und Verfahren zur Herstellung der ZelleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zelle der im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Art sowie ein Verfahren zur Herstellung
einer derartigen Zelle.
Die Zelle ist zur Stromversorgung von implantierbaren Geräten,
wie Defibrillatoren oder Nervenstimulatoren bestimmt.
Derartige Zellen müssen zuverlässig und hermetisierbar sein.
Bei hoher Energie- und Leistungsdichte muß die Selbstentladung
gering sein. Von besonderer Bedeutung ist die
Entladecharakteristik, die eine Beurteilung des Entladezustandes
erlauben soll.
Als hochbelastbare Energiequellen für die biomedizinische
Anwendung mit anhand des Verlaufs der Zellenspannung unter
Belastung erkennbarem Entladezustand werden silberhaltige
Verbindungen, wie Ag₂CrO₄ (US 3 658 592, US 3 853 627)
oder Silber-Vanadiumoxide (US 4 310 609, US 4 391 729)
verwendet. Li/Ag₂CrO₄-Batterien sind beispielsweise seit
langem als langlebige Energiequellen für Herzschrittmacher
bekannt. Bei niedrigen Entladeströmen kann jedoch die
Energieausbeute auf unter 60% des theoretischen Werts sinken
(R. J. Solar, Comparison of accelerates test methods to
determine capacity of Lithium Silver Chromate pacemaker
batteries, Proc. of the Symp. on Lithium Batteries Vol. 81-4
(1981, Seiten 310 bis 322); Nach Reduktion der Silberionen
zu Silber wird die vollständige Reduktion des sechswertigen
Chroms durch das abgeschiedene metallische Silber behindert.
Mit diesem Problem ist prinzipiell bei allen Silber-
Metallsalzen zu rechnen.
Mit Ag₂CrO₄ oder Ag₂MoO₄ können hochbelastbare Batterien mit
hoher Energiedichte gebaut werden. In den dafür erforderlichen
organischen Elektrolyten hoher Leitfähigkeit ist
die Löslichkeit dieser Silbersalze zu hoch. Die Selbstentladung
durch direkte chemische Reaktion des zur Anode diffundierenden
CrO₄2- oder MoO₄2- mit dem Lithium kann nicht
unter 1 µW/cm² gesenkt werden.
Als langlebige Stromquellen hoher Energiedichte sind Li/MnO₂-
Batterien weit verbreitet. Diese Batterien sind hermetisierbar
und mit mehreren Milliampere pro Quadratzentimeter Elektrodenfläche
belastbar (Lithium Batteries, Ed. I. P. Gabano, Academic
Press/1983/S. 169-210). Die Entladecharakteristik gestattet jedoch
nicht das Erkennen des Entladezustandes, da die Leerlaufspannung
bis kurz vor dem Entladeende bei 3 V liegt und dann
rasch abfällt. In der
DE 27 26 380 A1 ist eine Kathode mit einem Chromoxid der Formel
CrOx beschrieben, wobei X im Bereich 2,0 bis 2,9 liegt. Batterien
mit solchen Kathoden haben ebenfalls eine nahezu konstante
Entladespannung bis kurz vor dem Entladeende. In der vorgenannten
Schrift wird außerdem eine Beimischung von Verbindungen mit
gleichem Redoxpotential, wie MnO₂ oder PbO₂, beschrieben.
Einen ähnlichen Aufbau beschreibt DE 30 31 902 C2, wobei hier
von MnO₂ ausgegangen und eine Beimischung von CrO₃ und PbO erwähnt
wird.
In den Patentschriften US 3 658 592 und DE-OS 2 154 092 sind Batterien
mit Kathoden aus Metallchromaten, wie PbCrO₄, beschrieben.
Wegen der geringen Löslichkeit des PbCrO₄ in organischen
Elektrolyten können Batterien mit geringer Selbstentladung gebaut
werden, die aber schlecht belastbar sind ( 2 mA/cm²) und
für den Einsatz zur Stromversorgung von Defibrillatoren oder
Nervenstimulatoren eine zu geringe Zellenspannung aufweisen
( 2 V).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Zelle der
eingangs genannten Gattung ein verbessertes Katodenmaterial anzugeben,
das bei einer Batteriespannung von mehr als 1,5 V mit
mehr als 20 mA/cm² belastet werden kann. Die
Selbstentladung soll weniger als 0,1 µW/cm² betragen. Die
Komponenten der Kathoden sind so zu wählen, daß die
gewünschte Entladecharakteristik erreicht wird und das
präzise Erkennen des Entladeendes ermöglicht wird. Die
Batterie muß hermetisch dicht verschließbar sein.
Insbesondere soll auch ein Verfahren zur Herstellung
angegeben werden.
Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen der Ansprüche
1 bzw. 9 bis 11 gelöst.
Mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen ist die Realisierung einer
Zelle möglich, bei der die bevorstehende Erschöpfung der Batteriekapazität
rechtzeitig vor deren Eintreten auch bei unbelasteter
Batterie erkennbar ist. Aus der Leerlaufspannung können
Rückschlüsse auf die Spannung unter Hochstrombelastung, wie bei
Defibrillatorimpulsen, gezogen werden.
Das ist insbesondere von Bedeutung, weil die Spannung unter
Impulslast bei implantierten Geräten wegen der unzumutbaren
Belastung für den Patienten nicht direkt gemessen werden
kann. Die Kathode enthält erfindungsgemäß eine Mischung von
CrOx oder CrOx und MnO₂ mit PbCrO₄, PbMoO₄ oder PbO bzw. eine
Mischung von MnO₂ und PbO. Die Metalloxide mit ihrer relativ
hohen elektronischen Leitfähigkeit ermöglichen eine gute
Belastbarkeit der Elektrode bei einer Leerlaufspannung von
etwa 3 V. Mit Hilfe von Ruß und/oder Graphit kann die Leitfähigkeit
noch gesteigert werden und somit eine Matrix geschaffen
werden, in die die elektrisch nicht leitfähigen
Bleisalze eingelagert werden. Die Bleiverbindungen werden
erst zum Entladeende bei Zellenspannungen von weniger als
2,5 V reduziert. Eine Blockierung der Elektrode durch das
entstehende metallische Blei ist somit auszuschließen, wie
es etwa bei Verwendung von Silbersalzen beobachtet worden
ist. Beim Mischen von MnO₂ oder CrOx mit Silbersalzen würde
das Silber bei einer Zellenspannung von mehr als 3 V vor
MnO₂ oder CrOx reduziert, was zum Blockieren der Elektrode
führen kann.
Die erfindungsgemäße Kathode wie auch die Entladungsprodukte
sind in ätherhaltigen, hochleitfähigen Elektrolyten derart
wenig löslich, daß über die Batterielebensdauer eine
Selbstentladung von weniger als 0,1 µW/cm² erreicht wird.
Die Entladecharakteristik kann durch den Anteil an Bleiverbindungen
in der Kathode beeinflußt werden. Da die
elektrisch nicht leitfähigen Bleiverbindungen die Belastbarkeit
der Kathode verschlechtern, wird ihr Anteil erfindungsgemäß
auf 3 bis 15 Mol-% begrenzt. Man erhält auf diese Weise
Kathoden, die bei einer Batteriespannung von mehr als 1,5 V
und einer Temperatur von 37°C bis zu 30 mA/cm² belastbar
sind.
Das Kathodenmaterial wird durch trockenes oder feuchtes Mischen
der Komponenten hergestellt. Besonders vorteilhaft ist
es, wenn die Bleisalze in einer löslichen Verbindung, wie
Pb(NO₃)₂, der Mischung zugesetzt werden. Eine besonders
homogene feinkristalline Verteilung des PbCrO₄ oder PbMoO₄ in
der Kathodenmasse erreicht man durch Ausfällen mit einer
Lösung von z. B. Alkali- oder Ammoniumchromat oder -molybdat.
Die Kathodenmasse muß vor der Weiterverabeitung gründlich
ausgewaschen werden.
Eine weitere vorteilhafte Variante der erfindungsgemäßen
Kathode erhält man, in dem CrOx, insbesondere CrO₃, gemeinsam
mit PbO oder einer leicht thermisch zersetzbaren Bleiverbindung,
eine Pb(NO₃)₂, auf ca. 300°C erhitzt wird. Restmengen
von nicht umgesetztem CrO₃, die die Selbstentladung
der Batterie erhöhen könnten, werden durch Bleioxid zu
schwer löslichem PbCrO₄ gebunden.
Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen gekennzeichnet bzw. werden nachstehend
zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung der
Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Schnittdarstellung,
Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung in
perspektivischer Darstellung,
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel entsprechend Fig. 2 in
Seitenansicht,
Fig. 4 ein schematisches Zeitdiagramm zum Entladungsverhalten
in Anlehnung an eines der zuvor dargestellten Ausführungsbeispiele
sowie
Fig. 5 ein weiteres Zeitdiagramm entsprechend Fig. 3.
Das in Fig. 1 wiedergegebene Ausführungsbeispiel gibt eine
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte einzelne
Zelle im Querschnitt wieder.
In einem Gehäuse, welches aus einem den Anschluß für den Minus-
Pol bildenden Boden 1 und einem den Plus-Pol bildenden
Deckel 2, die mittels eines Ringes 3 aus Isoliermaterial
miteinander verbunden sind, ist eine Kathode 4 und eine Anode
5 vorgesehen, die durch einen Separator 6 voneinander
getrennt sind. Die chemische Zusammensetzung von Anode,
Kathode und Separator wird weiter unten anhand des Beispiels
1 näher beschrieben.
Bei den in Fig. 2 und 3 dargestellten und ohne Gehäuse wiedergegebenen
Ausführungsbeispielen sind 7 Anoden 21 bis 27
über Anodenstromverbinder 29 und 6 Kathoden über Kathodenstromverbinder
28 parallel geschaltet. Die äußere Anode ist
mit einem Anodenanschluß 30 versehen.
Die Herstellung des Elektrodenmaterials ist in dem weiter
unten angegebenen Beispiel 2 näher dargestellt.
Die nachfolgenden Beispiele sollen das Herstellungsverfahren
der erfindungsgemäßen Zelle näher erläutern:
5 g CrOx, das durch 1stündiges Erhitzen von CrO₃ bei 300°C
im Sauerstoffstrom hergestellt wurde, werden mit 5 g MnO₂,
2 g PbMoO₄, 0,7 g Acetylenruß und 0,5 g Teflonpulver vermischt.
Die Mischung wird bei 250°C getrocknet, in einer
Schlagmühle geschlagen und mit einem Sieb der Maschenweite
100 µm die Fraktion <100 µm abgetrennt. Diese Mischung wird
in einem Stahlgesenk von 16 mm Durchmesser mit einer Kraft von
75 kN zu einer kreisförmigen Tablette 4 von 1,6 mm Dicke gepreßt
und diese in das Gehäuse 1 einer Knopfzelle R 2032 (20 mm
Durchmesser, 3,2 mm Höhe), wie in Fig. 1 näher dargestellt
wurde. Ein Polypropylenschneider 6 wird aufgelegt und mit Elektrolyt
getränkt. Die Kathodentablette wird im Vakuum mit Elektrolyt
imprägniert und danach als Anode 5 eine gepreßte Lithiumscheibe
von 16×0,65 mm auf den Scheider 6 gelegt. Die Zelle
wird durch Aufdrücken des Deckels 2 auf eine Polypropylendichtung
3 verschlossen. Der Elektrolyt enthält 30 Gew.-% EC, 10 Gew.-%
PC und 60 Gew.-% DME mit 1 Mol./l LiClO₄. Die Feuchte muß nach
Karl Fischer titriert < 50 ppm betragen. Man erhält eine Zelle
mit 3,4 ± 0,1 V Leerlaufspannung und 20 ± 5 Ω Impedanz bei 37°C. Die Kapazität
der Zelle wurde nach folgendem Entladeregime durch Impulsentladung
bestimmt:
- - 4 Pulse von je 10 s mit 15 mA/cm², dazwischen 15 s Pause. Wiederholung des Impulszyklus nach 30 min Pause.
Die Prüfung ist beendet, wenn 1,5 V unterschritten werden.
Es wurden 375 Impulszyklen erreicht. Das entspricht einer
Ladungsmenge von 125 mAh. Die Entladecharakteristik wurde in
Fig. 4 dargestellt.
Es ist ersichtlich, daß nach etwa 150 Zyklen eine Absenkung
der Leerlaufspannung vor der Impulsbelastung auftritt. Bis
zum Enttladeende, das erreicht ist, wenn die Spannung unter
Impulslast unter 1,5 V sinkt, fällt die Leerlaufspannung um
mindestens 0,5 V gegenüber einer halbentladenen Batterie ab.
Dieser Spannungsabfall kann zur Prognose der Restkapazität
der Batterie ausgewertet werden.
Die Herstellung des in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Zelle soll anhand
des nachfolgenden Beispiels näher erläutert werden:
14 g MnO₂ werden mit 1,0; 1,4; und 1,8 g PbO, 1 g Acetylenruß,
0,5 g Graphit und 0,6 g Teflondispersion in Wasser
durch Kneten homogenisiert. Die Masse wird auf den Kathodenkollektor
pastiert und getrocknet. Die Elektrode wird nach
dem Trocknen mit einer Kraft von 75 kN verdichtet.
Sechs Kathoden und sieben Anoden, die durch Aufpressen von
Li-Folie auf Kollektoren hergestellt wurden, werden mit
Scheidertaschen aus Polypropylen umhüllt. Das Paket wird in
ein Gehäuse aus CrNi-Stahl eingeschoben. Die
Anodenableitungen werden an das Gehäuse gepunktet. Die
Kathodenableitungen werden durch Punktschweißen mit einem
Draht verbunden, der im Deckel in einer Glasdurchführung
eingebettet ist.
Die Batterie wird mit einem Elektrolyt einer Mischung von
50% PC und 50% DME mit 1 Mol/l LiClO₄ gefüllt. Die Feuchte
des Elektrolyt soll weniger als 50 ppm betragen. Die
Batterie wird durch Schweißen hermetisch dicht verschlossen.
Die Kapazität wird nach dem gleichen Impulsentladeregime wie
Beispiel 1 bestimmt. Die Entladestromdichte beträgt
21 mA/cm². Es werden 70 Impulszyklen bis 1,5 V erreicht. Das
entspricht einer Ladungsmenge von 1,56 Ah.
Aus Fig. 5 ist ersichtlich, wie mit zunehmendem PbO-Gehalt
in der Kathodenmasse die Leerlaufspannung vor dem Impuls
während der Entladung abgesenkt wird. Gleichzeitig ist erkennbar,
daß mit steigendem PbO-Gehalt die Belastbarkeit der
Batterie abnimmt. Aus der Abbildung ist ersichtlich, daß es
erfindungsgemäß einen optimalen Bereich für die Zumischung
von PbO in die Kathodenmasse gibt, der einen Kompromiß zwischen
möglichst hoher Belastbarkeit und für eine sichere
Erkennung des Entladeendes ausreichende Absenkung der Leerlaufspannung
darstellt.
Die Anwendung der erfindungsgemäßen Zelle erfolgt in implantierbaren
Herzschrittmachern/Defibrillatoren in der Weise,
daß diese zusammen mit der elektrischen Schaltung in einem
gemeinsamen Gehäuse aus körperverträglichem Metall
zusammengefaßt werden, wobei die Elektrodenanschlüsse für
die Impulsabgabe als Steckanschlüsse ausgestattet sind.
Claims (11)
1. Hermetisch geschlossene galvanische Zelle für ein
implantierbares Gerät, insbesondere einen Defibrillator
oder Nervenstimulator, mit
einem Gehäuse,
einer Kathodeneinheit mit mindesten einer Kathode,
einer Alkalimetallanodeneinheit mit mindestens einer Elektrode, die mindestens einer Kathodenplatte benachbart ist,
einem organischen elektrolyten, bestehend aus einer Mischung von Propylenkarbonat (PC) und/oder Ethylenkarbonat (EC) und Dimethoxyethan (DME) sowie einem Leitsalz,
dadurch gekennzeichnet,
daß das elektrochemische aktive Material der Kathode eine Mischung von
CrOx mit x zwischen 2,5 und 2,7
mit 3 bis 15 Mol-% PbCrO₄, PbMoO₄ oder PbO
oder CrOx mit x zwischen 2,5 und 2,7 und MnO₂ sowie 3 bis 15 Mol.-% PbCrO₄, PbMoO₄ oder PbO
oder eine Mischung von MnO₂
mit 3 bis 15 Mol-% PbO ist.
einem Gehäuse,
einer Kathodeneinheit mit mindesten einer Kathode,
einer Alkalimetallanodeneinheit mit mindestens einer Elektrode, die mindestens einer Kathodenplatte benachbart ist,
einem organischen elektrolyten, bestehend aus einer Mischung von Propylenkarbonat (PC) und/oder Ethylenkarbonat (EC) und Dimethoxyethan (DME) sowie einem Leitsalz,
dadurch gekennzeichnet,
daß das elektrochemische aktive Material der Kathode eine Mischung von
CrOx mit x zwischen 2,5 und 2,7
mit 3 bis 15 Mol-% PbCrO₄, PbMoO₄ oder PbO
oder CrOx mit x zwischen 2,5 und 2,7 und MnO₂ sowie 3 bis 15 Mol.-% PbCrO₄, PbMoO₄ oder PbO
oder eine Mischung von MnO₂
mit 3 bis 15 Mol-% PbO ist.
2. Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kathode ein Bindemittel und einen Leitzusatz,
vorzugsweise Ruß und/oder Graphit, aufweist.
3. Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kathode eine Porosität von 30 bis 50% aufweist.
4. Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Aktivmaterial der Anode Lithium ist.
5. Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Elektrolyt 20 bis 60% EC, 5 bis 20% PC und 30 bis 70%
DME enthält.
6. Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Elektrolyt das Leitsalz LiClO₄ in einer Konzentration
von 0,8 bis 1,5 Mol/l enthält.
7. Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuse elektrisch leitfähig ausgebildet ist und im
elektrischen Kontakt zur Anode steht.
8. Verwendung einer Zelle nach einem der vorangehenden
Ansprüche in einem
implantierbaren Herz-Defibrillator oder Nervenstimulator
innerhalb eines gas- und flüssigkeitsdichten Gehäuses.
9. Verfahren zur Herstellung einer Zelle nach einem der
Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Herstellung der Kathodenmischung umfaßt:
- - das Mahlen der Metalloxide CrOx und/oder MnO₂ zu einer Korngröße von weniger als 100 µm;
- - das Mischen des Metalloxids oder der Metalloxide mit PbO, PbCrO₄ oder PbMoO₄, einem Leitzusatz und einem Bindemittel.
10. Verfahren zur Herstellung einer Zelle nach einem der
Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Herstellung der Kathodenmischung umfaßt:
- - das Mahlen der Metalloxide CrOx und/oder MnO₂ zu einer Korngröße von weniger als 100 µm;
- - das Mischen des Metalloxids oder der Metalloxide mit Leitzusatz, Bindemittel und Wasser;
- - das Ausfällen von PbCrO₄ oder PbMoO₄ in der wäßrigen Mischung durch Zusatz äquimolarer Mengen eines löslichen Bleisalzes, insbesondere Pb (NO₃)₂ und eines löslichen Chromates, insbesondere K₂CrO₄ oder Molybdates, insbesondere (NH₄)₂MoO₄ sowie
- - das Abtrennen der Kathodenmischung und die Reinigung durch Auswaschen mit Wasser.
11. Verfahren zur Herstellung einer Zelle nach einem der
Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Herstellung der Kathodenmischung umfaßt:
- - Sintern von CrOx mit PbO bei 250°C bis 300°C oder
- - Sintern von CrOx mit einer unter der Sintertemperatur zersetzlichen Bleiverbindung, insbesondere Pb(NO₃)₂,
- - Mahlen des gesinterten Produktes auf eine Korngröße < 100 µm,
- - Auswaschen mit Wasser,
- - Mischen des gesinterten Produktes mit Leitzusatz, Bindemittel und Wasser, wobei wahlweise
- - der Mischung MnO₂ zugesetzt wird.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4438784A DE4438784C2 (de) | 1993-10-20 | 1994-10-19 | Hermetisch geschlossene galvanische Zelle für ein implantierbares Gerät, deren Verwendung und Verfahren zur Herstellung der Zelle |
| US08/583,611 US5587258A (en) | 1994-10-19 | 1996-01-05 | Galvanic cell having improved cathode |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4336423 | 1993-10-20 | ||
| DE4438784A DE4438784C2 (de) | 1993-10-20 | 1994-10-19 | Hermetisch geschlossene galvanische Zelle für ein implantierbares Gerät, deren Verwendung und Verfahren zur Herstellung der Zelle |
| US08/583,611 US5587258A (en) | 1994-10-19 | 1996-01-05 | Galvanic cell having improved cathode |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4438784A1 DE4438784A1 (de) | 1995-04-27 |
| DE4438784C2 true DE4438784C2 (de) | 1998-02-19 |
Family
ID=25930714
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE4438784A Expired - Lifetime DE4438784C2 (de) | 1993-10-20 | 1994-10-19 | Hermetisch geschlossene galvanische Zelle für ein implantierbares Gerät, deren Verwendung und Verfahren zur Herstellung der Zelle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4438784C2 (de) |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| EP0872261B1 (de) * | 1997-04-16 | 2004-05-06 | LITRONIK Batterietechnologie GmbH & Co. | Implantierbares medizinisches Mehrfunktionsgerät |
| DE102005007179A1 (de) | 2005-02-14 | 2006-08-24 | Biotronik Crm Patent Ag | Galvanische Zelle |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2726380A1 (de) * | 1977-06-10 | 1978-12-21 | Varta Batterie | Elektrochemische stromquelle hoher energiedichte |
| EP0146201A1 (de) * | 1983-08-08 | 1985-06-26 | Ford Motor Company Limited | Wiederaufladbares Manganoxid-Elektrodenmaterial |
| DE3031902C2 (de) * | 1979-08-27 | 1990-05-31 | Duracell International Inc. (N.D.Ges.D.Staates Delaware), Bethel, Conn., Us |
-
1994
- 1994-10-19 DE DE4438784A patent/DE4438784C2/de not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4438784A1 (de) | 1995-04-27 |
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