DE4433331C2 - Magnetfeldempfindliche SQUID-Sensoreinrichtung mit Flußtransformator unter Verwendung von Hoch-T¶c¶-Supraleitermaterial - Google Patents
Magnetfeldempfindliche SQUID-Sensoreinrichtung mit Flußtransformator unter Verwendung von Hoch-T¶c¶-SupraleitermaterialInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine magnetfeldempfindliche
SQUID-Sensoreinrichtung mit Leiterteilen aus einem Hoch-Tc-
Supraleitermaterial, wobei die Einrichtung ein SQUID mit
einer ein Koppelloch umschließenden SQUID-Schleife und mit
mindestens einem Josephson-Element sowie einen Flusstransfor
mator mit einer Schleifenanordnung zum Empfang von magneti
schen Feldsignalen und mit einer flachen Einkoppelspule mit
mehreren sich gegenseitig umschließenden Windungen zum induk
tiven Einkoppeln entsprechender magnetischer Flusssignale in
die SQUID-Schleife enthält. Eine derartige Sensoreinrichtung
geht z. B. aus der EP 0 433 482 A1 hervor.
Mit supraleitenden Quanten-Interferometern, die auch als
"SQUIDs" bezeichnet werden, lassen sich bekanntlich äußerst
schwache magnetische Felder oder Feldgradienten detektieren.
Als bevorzugtes Anwendungsgebiet für SQUIDs wird deshalb die
medizinische Diagnostik angesehen, da die dort auftretenden
biomagnetischen Feldsignale nur Feldstärken im pT-Bereich
hervorrufen. Ferner ist auch an einen Einsatz von SQUID-Sen
soreinrichtungen auf dem Gebiet der zerstörungsfreien Werk
stoffprüfung gedacht, insbesondere wenn metalloxidisches
Hoch-Tc-Supraleitermaterial eingesetzt werden soll.
Eine entsprechende Sensoreinrichtung zur Erfassung und Aufbe
reitung derartig schwacher Magnetfelder oder entsprechender
Feldgradienten weist mindestens einen Mess- oder Detektions
kanal auf. Dieser Kanal enthält auf seiner Eingangsseite als
Antenne eine feldsensitive Schleifenanordnung mit mindestens
einer Detektionsschleife. Die in dieser Schleife hervorgeru
fenen magnetischen Flüsse oder Flussgradienten werden dann
dem SQUID zugeführt. Dies kann insbesondere induktiv über
eine Einkoppelspule in die SQUID-Schleife erfolgen.
Seit Bekanntwerden von metalloxidischen Supraleitermateria
lien mit hohen Sprungtemperaturen Tc, die eine Kühltechnik
mit flüssigem Stickstoff (LN2) erlauben, wird auch versucht,
SQUID-Sensoreinrichtungen mit Leiterteilen aus diesen Mate
rialien auszubilden. Hierzu sind wegen der strombegrenzenden
Wirkung von Kristallkorngrenzen in diesen Materialien epik
taktische Herstellungsverfahren erforderlich. Dann besteht
jedoch die Gefahr, dass bei mehrlagigen Topographien in Lei
terteilen am Übergang in eine andere Ebene Korngrenzen ausge
bildet werden, die die Stromtragfähigkeit erheblich beein
trächtigen.
Zur Herstellung von magnetfeldempfindlichen SQUID-Sensorein
richtungen mit den eingangs genannten Merkmalen wurde bisher
versucht, von den klassischen (metallischen) Supraleiterma
terialien mit Flüssig-Helium(LHe)-Kühltechnik her bekannte
Gestaltungsmerkmale analog auf Hoch-Tc-Supraleitermaterialien
mit LN2-Kühltechnik zu übertragen (vgl. z. B. die eingangs ge
nannte EP 0 433 482 A1). Bei den Sensoreinrichtungen mit
klassischen Supraleitern und LHe-Kühltechnik wird im Allge
meinen ein sogenannter Flusstransformator mit einer Einkop
pelspule vorgesehen, deren Windungen um das von einer SQUID-
Schleife umschlossene Koppelloch herum angeordnet sind. In
folgedessen kreuzen supraleitende Leiterteile sehr viele Male
einander in unterschiedlichen Dünnfilm-Ebenen. Bei solchen
Supraleitern mit LHe-Kühltechnik, die eine große Kohärenzlän
ge aufweisen, führen durch entsprechende Topographien ent
standene Korngrenzen nicht zu einer Strombegrenzung in den
Leitungsteilen und zu einem Flusskriechen durch die Korngren
zen. Überkreuzungen sind aus diesem Grunde unproblematisch.
Bei einer Verwendung von Hoch-Tc-Supraleitermaterial mit LN2-
Kühltechnik, das wesentlich kleinere Kohärenzlängen besitzt,
stellen derartige Korngrenzen Barrieren für einen Stromtrans
port und zugleich Öffnungen für ein Flusseindringen (-pene
trieren) dar. Man sieht sich deshalb gezwungen, bei Verwendung
dieses Materials die Korngrenzenbildung an Überkreuzun
gen weitestmöglich zu vermeiden.
Man kann deshalb eine sogenannte Flip-Chip-Technik vorsehen,
bei der die SQUID-Schleife und die Einkoppelspule jeweils auf
einem eigenen Träger (Chip) gefertigt werden. Die beiden Trä
ger werden dann so aneinandergefügt, dass das Koppelloch der
SQUID-Schleife von den Windungen der Einkoppelspule umschlos
sen wird (vgl. auch "Appl. Phys. Lett.", Vol. 64, No. 25,
20.6.1994, Seiten 3497 bis 3499). Auch bei dieser bekannten
Ausführungsform ist in der Einkoppelspule eine der Anzahl ih
rer Windungen entsprechende Zahl von Überkreuzungen gegeben,
so dass die genannten Korngrenzenprobleme immer noch auf
treten.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, die SQUID-
Sensoreinrichtung mit den eingangs genannten Merkmalen dahin
gehend auszugestalten, dass bei ihr die Probleme einer uner
wünschten Korngrenzenausbildung zumindest weitgehend zu ver
meiden sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass ein
an das Koppelloch angrenzender, außerhalb des Bereichs des
mindestens einen Josephson-Elementes befindlicher Teilbereich
der SQUID-Schleife als eine Koppelfläche gestaltet ist und
dass wenigstens ein Teil der Windungen der Einkoppelspule so
über diese Koppelfläche der SQUID-Schleife geführt sind, dass
in dieser Koppelfläche unmittelbar an einem Randteil des Kop
pelloches verlaufende Abschirmströme zu induzieren sind.
Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass für
eine induktive Einkoppelung eines magnetischen Flusses oder
eines Flussgradienten in die SQUID-Schleife nicht erforder
lich ist, dass die Einkoppelspule das Koppelloch umschließt.
Vielmehr reicht es aus, dass von der Einkoppelspule in einem
Teil der SQUID-Schleife Abschirmströme hervorgerufen werden,
die also nur längs eines Teiles des Koppellochrandes verlaufen.
Dann lässt sich vorteilhaft die Einkoppelspule wenigs
tens teilweise auf einem entsprechend flächig gestalteten
Teilbereich der SQUID-Schleife anordnen, der an den vorer
wähnten Teil des Koppellochrandes unmittelbar angrenzt. Auf
diesem als eine Koppelfläche dienenden Teilbereich der SQUID-
Schleife können die Windungen der Einkoppelspule einlagig,
d. h. ohne Überkreuzungen, angeordnet werden, wobei lediglich
am Windungsende ein Durchkontakt mit der darunterliegenden,
normalerweise auf Null-(bzw. Erd-)Potential befindlichen
SQUID-Schleife erforderlich ist. Der Übergang der mindestens
einen supraleitenden Leiterbahn der Einkoppelspule in die
Ebene über dem vorerwähnten Teilbereich der SQUID-Schleife
kann dabei vorteilhaft an einem Rand dieses Teilbereichs so
allmählich erfolgen, dass dort die Gefahr einer Ausbildung
von Korngrenzen auszuschließen ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen SQUID-Sen
soreinrichtung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Zeichnung noch weiter erläutert. Dabei zeigen jeweils schema
tisch als Aufsicht
deren Fig. 1 eine SQUID-Schleife einer erfindungsgemäßen
Sensoreinrichtung,
deren Fig. 2 eine Einkoppelspule auf dieser SQUID-Schleife,
deren Fig. 3 eine Sensoreinrichtung mit SQUID-Schleife und
Einkoppelspule gemäß Fig. 1 bzw. Fig. 2,
deren Fig. 4 einen Teil einer weiteren Einkoppelspule,
deren Fig. 5 die vollständige Ausführungsform dieser
weiteren Einkoppelspule
und
deren Fig. 6 eine weitere Sensoreinrichtung nach der
Erfindung.
In den Figuren sind sich entsprechende Teile mit denselben
Bezugszeichen versehen.
Die supraleitenden Teile der SQUID-Sensoreinrichtung nach der
Erfindung sollen aus einem der bekannten Hoch-Tc-Supraleiter
materialien nach hierfür geläufigen Verfahren der Dünnfilm-
Technik auf geeigneten Substraten unter Berücksichtigung der
Kristallstruktur dieser Materialien hergestellt sein. Bei
spiele entsprechender Materialien sind insbesondere Cuprate
mit Hoch-Tc-Phasen auf Basis der aus den Stoffsystemen
Y-Ba-Cu-O oder Bi(Pb)-Sr-Ca-Cu-O bekannten Grundtypen wie
YBa2Cu3O7-x oder Bi2Sr2CaCu2O8+y oder (Bi,Pb)2Sr2Ca2Cu3O10-z.
Diese Materialien sollen eine LN2-Kühlung ermöglichen.
Gemäß Fig. 1 werden mit einem solchen Hoch-Tc-Supraleiterma
terial auf einem eine geordnete Kristallstruktur des Mate
rials ermöglichenden Substrat 2, beispielsweise einem Chip
aus SrTiO3 oder MgO, zunächst ein SQUID 3 und gegebenenfalls
daran angeschlossene, in der Figur nicht näher ausgeführte
Leiterteile insbesondere als einlagige Struktur ausgebildet.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel sei von einer Ausführungsform
als Gleichstrom(DC)-SQUID ausgegangen. Das SQUID 3 ist dann
vorteilhaft symmetrisch bezüglich einer gestrichelt angedeu
teten Symmetrielinie S gestaltet. Es weist eine ein Koppel
loch 4 umschließende SQUID-Schleife 30 auf, in welche wegen
der Ausführung als DC-SQUID in bekannter Weise symmetrisch
zur Linie S zwei Josephson-Elemente 5a und 5b integriert
sind. Ferner ist die SQUID-Schleife 30 über längs der Symme
trielinie S verlaufende Zuleitungen 7a und 8a mit Kontakt
flächen 7 bzw. 8 verbunden, an denen das SQUID elektrisch an
geschlossen wird.
Die Josephson-Elemente 5a und 5b können vorteilhaft soge
nannte Korngrenzen-Elemente sein. Beispielsweise kann die
Korngrenze in einem solchen Element dadurch ausgebildet wer
den, dass man an einer entsprechenden Grenzlinie Leiterbahn
bereiche mit unterschiedlicher kristalliner Orientierung an
einander stoßen lässt (vgl. z. B. DE 41 41 228 A1). Oder aber
man erzeugt eine Korngrenze nachträglich in einer Leiterbahn
aus dem Hoch-Tc-Supraleitermaterial dadurch, dass man in diese
Leiterbahn mechanisch eine entsprechende Störzone einar
beitet (vgl. z. B. EP 0 364 101 A2 oder DE 43 15 536 A1). Fer
ner ist es auch möglich, eine Korngrenze in einer über die
Kante einer Stufe hinwegführenden Leiterbahn auszubilden
(vgl. z. B. DE 42 19 006 A1). In der Figur ist eine ent
sprechende Kante 10 durch eine gestrichelte Linie angedeutet.
Im Allgemeinen sollte für das SQUID eine kritische Strom
dichte an entsprechend ausgebildeten Korngrenzen-Josephson-
Elementen von 500 A/cm2 ausreichen.
Statt Korngrenzen-Josephson-Elemente können für die Elemente
5a und 5b auch an sich bekannte Josephson-Elemente mit künst
licher Dünnfilm-Barriere verwendet werden. Bei solchen Ele
menten lässt sich über die Dicke der Dünnfilm-Barriere die
Stromdichte einstellen. Außerdem ist die Ausbildung entspre
chender Elemente an weitgehend vorgebbaren Stellen der Sub
stratoberfläche möglich.
Erfindungsgemäß soll ein an das Koppelloch 4 angrenzender,
zwischen den Josephson-Elementen 5a und 5b verlaufender Teil
bereich der SQUID-Schleife 30 gegenüber den übrigen Teilen
der SQUID-Schleife verhältnismäßig großflächig gestaltet
sein. Die Abmessungen dieses in der Figur mit 31 bezeichne
ten, durch eine gestrichelte Linie veranschaulichten Teilbe
reichs sind dabei so gewählt, dass über ihn wenigstens ein
Teil der Windungen einer Einkoppelspule in bestimmter Weise
geführt werden können. Die besondere Anordnung einer solchen
Einkoppelspule geht aus Fig. 2 hervor. Der großflächige
Teilbereich 31 ist als eine Koppelfläche anzusehen.
Um ein geordnetes, insbesondere epitaktisches kristallines
Wachstum der supraleitenden Leiterteile einer in Fig. 2 ge
zeigten Einkoppelspule 11 gewährleisten zu können, wird der
in Fig. 1 veranschaulichte Aufbau zumindest im Bereich der
Leiterteile dieser Einkoppelspule mit einer ein solches
Wachstum fördernden, isolierenden Zwischenschicht versehen.
Als Schichtmaterial kommt insbesondere SrTiO3 in Frage. Auf
diese Zwischenschicht wird dann die Einkoppelspule 11 mit ih
ren sich gegenseitig nach Art einer mathematischen Spirale
umschließenden Windungen W ausgebildet. Diese Windungen sind
dabei so gelegt, dass aufgrund von Strömen i in der Einkop
pelspule 11 in dem als Koppelfläche dienenden Teilbereich 31
der SQUID-Schleife insbesondere auch in Nähe eines von dem
Teilbereich gebildeten Randteiles 4a des Koppellochs 4 Ab
schirmströme j angeworfen werden. Diese Abschirmströme sind
hinreichend groß, um bei einer guten Gegeninduktivität zwi
schen der Einkoppelspule 11 und der SQUID-Schleife 30 einen
entsprechend großen magnetischen Fluss durch das Koppelloch 4
zu führen. Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform be
findet sich die Einkoppelspule 11 vollständig über der Kop
pelfläche 31, wobei sie das Koppelloch 4 mit ihren Windungen
W quasi nur tangiert, d. h. nicht umschließt.
Um eine Korngrenzenbildung am Anfang und Ende der Einkoppel
spule 11 zu vermeiden, wird vorteilhaft ein Anschlussstück 13
dieser Spule beim Übergang von der Ebene der SQUID-Schleife
in die Ebene der Spule über eine Randzone 31a der Koppelflä
che 31 der Schleife unter einem hinreichend kleinen Neigungs
winkel geführt. Der Neigungswinkel der Unterlage des An
schlussstücks 13 sollte deshalb zweckmäßig unter 20°, vor
zugsweise unter 10° liegen. Außerdem kann vorteilhaft in dem
Übergangsbereich das Anschlussstück 13 verhältnismäßig breit
ausgebildet sein, um so eine hinreichend große kritische
Stromdichte zu gewährleisten.
Entsprechendes gilt auch für das zentrale Endstück 14 der
Einkoppelspule 11. Dieses Endstück vollzieht den Übergang von
der Ebene der Einkoppelspule in die Ebene der SQUID-Schleife
3 bzw. ihrer Koppelfläche 31. Dort wird das Endstück 14 mit
der Koppelfläche 31, die zweckmäßig auf Erdpotential liegt,
kontaktiert. Auch das Endstück 14 kann verbreitert ausgestal
tet werden.
Die Einkoppelspule 11 stellt nur den dem SQUID 3 zugewandten
Teil eines Flusstransformators zu einer induktiven Einkopp
lung eines magnetischen Flusses oder Flussgradienten in das
SQUID dar. Die übrigen Teile dieses Flusstransformators sind
an sich bekannt und mit der Einkoppelspule an dem Anschluss
stück 13 und über die Koppelfläche 31 der SQUID-Schleife 30
mit dem Endstück 14 verbunden. Abweichend von der dargestell
ten Ausführungsform ist es jedoch auch möglich, die Einkop
pelspule auf einem eigenen Trägerkörper auszubilden und mit
den übrigen Teilen eines Flusstransformators zu verbinden.
Die Einkoppelspule wird dann nach der bekannten Flip-Chip-
Technik an die Koppelfläche 31 angefügt.
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
SQUID-Sensoreinrichtung 20 mit einem auf einem Substrat 2 ge
mäß Fig. 1 ausgebildeten SQUID 3 und einer auf einer groß
flächigen Koppelfläche 31 der SQUID-Schleife dieses SQUIDs
befindlichen Einkoppelspule 11 gemäß Fig. 2. Die Einrichtung
enthält als feldsensitive Schleifenanordnung ein Gradiometer
1. Ordnung aus dem Hoch-Tc-Supraleitermaterial mit zwei be
züglich der gedachten Symmetrielinie S zumindest weitgehend
symmetrisch aufgebauten Antennenschleifen 21 und 22, die
gleiche Flächen F1 bzw. F2 umschließen. Die Antennenschleifen
sind über gemeinsame Leiterstücke 23a und 23b parallelge
schaltet, wodurch sich vorteilhaft ein supraleitender Ab
schirmring für homogene (Stör)-Magnetfelder ergibt. Zwischen
den beiden Leiterstücken 23a und 23b ist die Einkoppelspule
11 angeschlossen. Hierzu ist das Leiterstück 23a mit dem An
schlussstück 13 der Einkoppelspule verbunden. Demgegenüber
ist die Verbindung des Leiterstückes 23b mit dem Endstück 14
der Einkoppelspule indirekt über die Koppelfläche 31 der
SQUID-Schleife hergestellt. Da die Kontaktflächen 7 und 8 in
nerhalb der Flächen F1 und F2 liegen und sie im allgemeinen
mit normalleitenden Leitern zum Anschließen des SQUIDs 3 ver
bunden werden, treten keine Probleme hinsichtlich Korn
grenzenbildung bei einer Überführung der normalleitenden Anschlussleiter
über die Gradiometerantennenschleifen 21 und 22
auf.
Bei der an Hand der Fig. 1 bis 3 erläuterten Ausführungs
form einer erfindungsgemäßen SQUID-Sensoreinrichtung 20 wurde
davon ausgegangen, dass auf ihrer Koppelfläche 31 alle Win
dungen W der Einkoppelspule 11 so geführt sind, dass in der
Koppelfläche unmittelbar an ihrem an das Koppelloch 4 angren
zenden Randteil Abschirmströme j aufgrund eines in der Ein
koppelspule fließenden Stromes i hervorgerufen werden. Ent
sprechende Abschirmströme können jedoch auch bei einer nur
teilweisen Anordnung einer Einkoppelspule auf der Koppelflä
che erzeugt werden. Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel
geht aus Fig. 4 hervor.
Bei dem in Fig. 4 veranschaulichten Ausführungsbeispiel wird
von einem SQUID 3 mit einer ein Koppelloch 4 umschließenden
SQUID-Schleife 30 und mit einem zwischen den Bereichen der
Josephson-Elemente 5a und 5b verlaufenden Teilbereich 31 der
SQUID-Schleife, der großflächig als eine Koppelfläche gestal
tet ist, gemäß Fig. 1 ausgegangen. Zumindest bei dieser Aus
führungsform nach Fig. 4 verläuft vorteilhaft die ergänzte
Randlinie 33 des dem Koppelloch 4 zugewandten Randes der Kop
pelfläche 31 unmittelbar an einem entsprechenden Randteil 4a
des Koppelloches vorbei. Über der Koppelfläche 31 ist nur ein
Teil 41a einer Einkoppelspule 41 mit sich gegenseitig um
schließenden Windungen W' in besonderer Weise angeordnet. Die
Windungen W' schließen sich nämlich nicht wie bei der Ausfüh
rungsform nach Fig. 2 im Bereich der Koppelfläche 31, son
dern hier außerhalb der Koppelfläche und außerhalb der supra
leitenden Teile des SQUIDs 3 (einschließlich der ihm zuge
ordneten supraleitenden Kontaktflächen). D. h., die Windungen
treten auf der einen Seite von dem Koppelloch 4 unter Einhal
tung eines Abstandes a in den Bereich der Koppelfläche 31
ein, wobei sie vorteilhaft zumindest annähernd senkrecht be
züglich des entsprechenden Teils 33a der Randlinie 33 verlau
fen. Auf der Koppelfläche führen die Windungen in die Gegenrichtung
und treten vorteilhaft symmetrisch zu der Symmetrie
linie S an dem gegenüberliegenden Teil 33b der Randlinie aus
dem Bereich der Koppelfläche 31 wieder aus. Bei einem derar
tigen, umlenkenden Verlauf der Windungen W' über der Koppel
fläche werden von einem in ihnen fließenden Strom i in der
Koppelfläche Abschirmströme j erzeugt, die im Bereich der
Randlinie 33 in die parallele Richtung zu dieser Linie ge
zwungen werden und somit unmittelbar an dem Randteil 4a des
Koppelloches 4 vorbeifließen. Der magnetische Koppelfaktor
zwischen der Einkoppelspule 41 und dem Koppelloch 4 liegt
dann bei etwa 1 wie bei bekannten SQUID-Sensoreinrichtungen
mit klassischen Supraleitern der LHe-Kühltechnik und einer
ein Koppelloch umschließenden Einkoppelspule. Die einzelnen
Windungen W' werden wie bei der Ausführungsform nach Fig. 2
im Bereich der Randlinienteile 33a und 33b über eine nur
leicht geneigte Flanke einer isolierenden Unterlage in die
Ebene des Einkoppelspulenteils 41a geführt. Außerdem endet
zweckmäßig die Einkoppelspule 41 mit ihrem Einkoppelspulen
teil 41a im Bereich der Koppelfläche 31 in einem zentralen
Endstück 14 gemäß Fig. 2. Dieses Endstück kann mit der dar
unterliegenden Koppelfläche kontaktiert sein.
Fig. 5 zeigt die vollständige Einkoppelspule 41 mit ihrem
Teil 41a gemäß Fig. 4. Wie aus Fig. 5 hervorgeht, schließen
sich die Windungen W' des Einkoppelspulenteils 41a außerhalb
des Bereichs der Koppelfläche 31. Der außerhalb dieser Fläche
liegende Teil 41b der Einkoppelspule überkreuzt dabei vor
teilhaft keine supraleitenden Teile des SQUIDs 3 und von mit
dessen SQUID-Schleife verbundenen Teilen wie z. B. der Kon
taktfläche 7.
Der außerhalb des Bereichs der Koppelfläche 31 verlaufende
Teil der in Fig. 5 gezeigten Einkoppelspule kann auch so ge
staltet werden, dass mit ihm eine Magnetometerschleifenanord
nung mit verteilter Lastinduktivität gebildet wird. Ein ent
sprechendes Ausführungsbeispiel ist in Fig. 6 angedeutet.
Die dort gezeigte SQUID-Einrichtung 50 mit einer Einkoppelspule
51 weist einen über die Koppelfläche 31 verlaufenden
Teil 41a gemäß Fig. 4 auf. Mit dem übrigen, außerhalb der
Koppelfläche angeordneten Teil 51b der Einkoppelspule 51 ist
außerhalb des Bereichs der supraleitenden Teile des SQUIDs 3
eine Magnetometerschleifenanordnung 60 zur Detektion schwa
cher Magnetfelder ausgebildet. Diese Schleifenanordnung
stellt zusammen mit dem Einkoppelspulenteil 41a einen Fluss
transformator dar.
Bei den für die Fig. 1 und 3 bis 6 gewählten Ausführungs
formen des SQUIDs 3 wurde jeweils eine Gestaltung als DC-
SQUID angenommen. Die SQUID-Sensoreinrichtung ist jedoch
nicht auf derartige Ausführungsformen beschränkt. Es können
auch RF-SQUIDs mit jeweils nur einem Josephson-Element in ih
ren SQUID-Schleifen vorgesehen werden. Die Koppelfläche 31
befindet sich dann außerhalb des von diesem Element eingenom
menen Bereichs der SQUID-Schleife, so dass auch hier die von
einer Einkoppelspule hervorzurufenden Abschirmströme j prak
tisch nicht im Bereich des Josephson-Elementes induziert wer
den.
In den Fig. 2 bis 6 wurden der besseren Übersichtlichkeit
wegen die Einkoppelspulen 11, 41 und 51 nur mit wenigen Win
dungen W bzw. W' veranschaulicht. Im allgemeinen ist die Win
dungszahl der Einkoppelspulen wesentlich höher (vgl. z. B. die
genannte Textstelle aus "Appl. Phys. Lett.", Vol. 64).
Claims (15)
1. Magnetfeldempfindliche SQUID-Sensoreinrichtung mit Leiter
teilen aus einem Hoch-Tc-Supraleitermaterial,
welche Einrichtung
- a) ein SQUID mit einer ein Koppelloch umschließenden SQUID- Schleife und mit mindestens einem Josephson-Element
- a) einen Flußtransformator
mit einer Schleifenanordnung zum Empfang von magnetischen Feldsignalen
und mit einer flachen Einkoppelspule mit mehreren sich gegenseitig umschließenden Windungen zum induktiven Einkoppeln entsprechender magnetischer Flußsignale in die SQUID-Schleife
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, dass das mindestens eine Joseph
son-Element (5a, 5b) als Korngrenzen-Element ausgebildet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, dass das mindestens eine Joseph
son-Element (5a, 5b) ein Element mit einer künstlichen Dünn
film-Barriere ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einkop
pelspule (11, 41, 51) im Bereich der Koppelfläche (31) in ei
nem zentralen Endstück (14) endet.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, dass das Endstück (14) der Ein
koppelspule (11, 41, 51) mit der Koppelfläche (31) kontak
tiert ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, dass von einer
Ebene in eine weitere Ebene übergehende Teile der Einkoppel
spule (41, 51) oder eines Anschlussteils (13, 14) der Einkop
pelspule (11) jeweils auf einer entsprechend abgeschrägten
Unterlage angeordnet sind, wobei der Neigungswinkel der Ab
schrägung hinreichend klein ist, um eine Ausbildung von Korn
grenzen in den übergehenden Spulen- oder Anschlussteilen aus
zuschließen.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, dass die in verschiedene Ebenen
übergehenden Spulen- oder Anschlussteile (13, 14) verbreitert
ausgebildet sind.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, dass die Einkop
pelspule (11) vollständig über der Koppelfläche (31) ange
ordnet ist und ein Randbereich dieser Einkoppelspule unmit
telbar benachbart zu einem Randteil (4a) des Koppellochs (4)
angeordnet ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Einkoppelspule (11) mit
einer Gradientenschleifenanordnung (21, 22) verbunden ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Teil
(41b, 51b) der Einkoppelspule (41, 51) außerhalb des Bereichs
der SQUID-Schleife (30) verlaufend angeordnet ist und dass
sich die Windungen (W') der Einkoppelspule über Randbereiche
(33a, 33b) des dem Koppelloch (4) zugewandten Randes der Kop
pelfläche (31) erstrecken, deren gemeinsame Randlinie (33)
unmittelbar an einem entsprechenden Randteil (4a) des Koppel
loches (4) vorbeiläuft.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Windungen (W') sich über
die Randbereiche (33a, 33b) zumindest annähernd senkrecht be
züglich der Randlinie (33) erstrecken.
12. Einrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, dass mit dem außerhalb des
Bereichs der SQUID-Schleife (30) angeordneten Teil (51b) der
Einkoppelspule (51) eine Magnetometerschleifenanordnung (60)
ausgebildet ist.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, ge
kennzeichnet durch ein als RF-SQUID mit einem
Josephson-Element ausgebildetes SQUID.
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, da
durch gekennzeichnet, dass das SQUID
als ein DC-SQUID (3) mit zwei Josephson-Elementen (5a, 5b)
ausgebildet ist und dass sich der als Koppelfläche (31) ges
taltete Teilbereich der SQUID-Schleife (30) zwischen den Be
reichen der Josephson-Elemente (5a, 5b) befindet.
15. Einrichtung nach Anspruch 14, gekennzeich
net durch eine wenigstens annähernd symmetrische Anord
nung zumindest des SQUIDs (3) und zumindest der Einkoppelspu
le (11, 41, 51) bezüglich einer Symmetrielinie (S).
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|---|---|---|---|
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- 1994-09-19 DE DE19944433331 patent/DE4433331C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE4433331A1 (de) | 1996-03-21 |
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