DE44179C - Neuerung in der Formgebung der Flügel und Schaufelblätter von Schiffspropellern - Google Patents
Neuerung in der Formgebung der Flügel und Schaufelblätter von SchiffspropellernInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
- B63H1/00—Propulsive elements directly acting on water
- B63H1/02—Propulsive elements directly acting on water of rotary type
- B63H1/12—Propulsive elements directly acting on water of rotary type with rotation axis substantially in propulsive direction
- B63H1/14—Propellers
- B63H1/26—Blades
-
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- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
- B63H5/00—Arrangements on vessels of propulsion elements directly acting on water
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Schiffsschraube bewirken die Flügel die Fortbewegung des Schiffes, und ist darum
die Construction derselben von besonderer Bedeutung für die Schnelligkeit der Fahrt. Fafst
man den Flügel zunächst als eine Linie auf, und beschreibt mit derselben um Punkt, a
einen Kreis, so legen alle Punkte der Linie bei der Kreisbewegung einen Weg von verschiedener
Länge zurück, Fig. 1. Punkt a liegt fest, Punkt b macht die gröfste Bewegung
und c eine kleinere. Giebt man nun der Linie a-b noch aufserdem eine Längsbewegung,
so entsteht eine Flügelform. Soll aber die Längsbewegung parallel der Achse geschehen, so müssen sich alle Punkte der
Linie in der Längsbewegung gleich stehen; α b mufs gleich if vorwärts schreiten. Da
beide Bewegungen, Kreis- und Längsbewegung, gleichzeitig geschehen, so beschreibt die Linie
a-g alsdann eine Fläche gleich α b gf. Auf g df i, welches ein Quadrat ist, ist der Weg
die Diagonale g-f. Bei η ist der Weg die Diagonale eines Rechtecks und bei α eine
Linie. Man ersieht hieraus, dafs auf derselben Kreisbewegungslänge die gleiche Längsbewegung
erfolgen mufs, wenn die Längsbewegung aller Punkte parallel geschehen soll. Die gleiche
Längsbewegung kann nur geschehen, wenn die Punkte kleinerer Kreisbewegung dieselbe unter
gröfserem Winkel machen. Alle Punkte müssen auf dem gleichen Theil ihres ganzen Weges
dieselbe Längsbewegung machen. Was den Punkten mit kleinerer Kreisbewegung an Länge
des Weges abgeht, das mufs ihnen am Steigungswinkel ersetzt werden.
Hieraus folgt, dafs die Stofsfläche radial steigen mufs. Die Anwendung auf den materiellen
Flügel ist nun folgende: Fig. 3 stellt perspectivisch den rechten Arm der Schraube
schräg von oben gesehen dar. Der Querschnitt ist ein Quadrat. Von a nach d und
von c nach/zieht man den Radius. Die Fläche acfd ist die Stofsfläche mit radialer Steigung.
Um aber der Schraube in der Mitte hinreichende Stärke zu belassen, darf man sie nicht bis zur Achse α c führen, sondern nur
bis q K in der Ebene des anderen Flügels. Nachdem der Theil gqki — df η fortgenommen
ist, rundet man von der Mitte zwischen r s auf c ab. Darauf schrägt man von dieser
Linie die Fläche auf rdcf ab,, doch so, dafs
die nöthige Stärke gewahrt bleibt. Obwohl diese letzte Fläche den gemachten Forderungen
nicht entspricht, so wird dieselbe doch bei einer etwaigen Rückwärtsfahrt die nöthige Kraft
entwickeln. Bei dieser Art der Ausführung beträgt der Steigungswinkel am äufseren Ende
450; die Ausführung eines anderen Winkels würde dem Obigen entsprechend zu geschehen
haben.
Wenn es bei der Schiffsschraube auch nothwendig ist, dafs alle verschiedenen Längenpunkte
des Flügels einen verschiedenen Steigungswinkel haben, um gleichmäfsig zu einem geschlossenen Wurf mitzuwirken, so ist doch
ersichtlich, dafs die äufseren Winkel sich besser zu einem guten Wurf eignen, als die
Winkel der Mitte.
Darum wird man gut thun, die Winkel der Mitte von der Wirkung auszuscheiden und dort
dem Wasser freien Durchgang zu gestatten. Hiermit käme man zu dem Wasserrad, welches
in ähnlicher Weise wie die Schraube herzustellen ist. Bei demselben lassen sich die Stofsflächen
vollkommener und in gröfserer Zahl anbringen, und je mehr Stofsflächen, desto mehr Widerstand
und desto gleichmäfsiger die Bewegung. Fig. ι giebt die Seitenansicht eines halben
Rades. Fünf Speichen der vorderen Seite sowie eine Speiche der hinteren Seite in Verbindung
mit einer Schaufel sind ersichtlich. In einer hinreichend starken Nabe c befestigt man
die Speichen wie üblich. Die gegenseitige Stellung- eines Speichenpaares ergiebt die
Schaufel, indem sich jede Speiche als Radius an die Schaufel anlegt. Den Aufrifs der
Schaufel, zu welcher man das Modell aus Holz anfertigt, zeigt Fig. 2. Ist c η die Länge der
Nabe und c α die Länge der Speiche, so nimmt man ein Stück Holz von der Dicke c w, schlägt
von c aus mit c α einen Bogen gleich der Länge cn oder af. Von α und f zieht man
nach c den Radius. Alsdann nimmt man a d, gleich der Breite der Schaufel von α c, und
schlägt mit dem Rest c d von c aus zwischen den beiden Radien einen zweiten Bogen dm.
Arbeitet man jetzt den ThcWdafm senkrecht
aus, so erhält man da/m — kigb als Ausschnitt
eines hohlen Cylinders. Die äufsere Fläche afb i ist ein Quadrat, die innere,
dm gh, ist ein Rechteck. Auf der ersteren zieht man die Diagonale a-b und auf der letzteren
die Diagonale d-g. Wird jetzt die Fläche zwischen beiden frei gemacht, so hat man die
Schaufelfläche. Die Abweichung der Radien c-a und c-f von einander ergiebt den Winkel der
gegenseitigen Stellung eines Speichenpaares.
Fig. 3 zeigt ein gröfseres Stück solcher Röhrenwandung von innen, Fig. 4 von aufsen.
Die Schaufelfläche ist in diesem Falle länger.
Die derart angeordnete Steigung der Stofsflächen bewirkt, dafs auf dem gleichzeitig von
allen Punkten der Länge zurückgelegten Weg der Kreisbewegung (welche bei allen von verschiedener
Länge ist) das Wasser parallel zurückgeführt wird, weil der Steigungswinkel
nach innen zunimmt.
Die Schiffsschraube kann aus geeignetem Metall durch Giefsen oder Schmieden aus
einem Stück hergestellt, oder es können die einzelnen Flügel in einer Nabe befestigt sein.
Das Schiffsrad kann aus einer Nabe bestehen, in der die geschmiedeten Speichen, welche die
Schaufeln halten, mittelst Niete, Schrauben, Bolzen oder Keile befestigt sein können. Die
Schaufeln können geschmiedet oder gegossen sein. Die ganze Schraube oder einzelne Theile
können mit irgend einem Ueberzug versehen werden.
Claims (2)
1. Eine Schiffsschraube, gebildet aus einer beliebigen
Anzahl von beliebig breiten, auf der umlaufenden Achse radialen Flügeln, Fig. 3, deren drückende, den hinteren
Theil der Flügel bildende Fläche unter einem Winkel zwischen 450 bis 750 windschief
ist, dergestalt, dafs die Fläche vom äufseren Ende der Flügel zur Achse radial verläuft, so dafs der Steigungswinkel nach
der Achse gleichmäfsig gröfser wird und bewirkt, dafs die Wassertheile bei verschiedener
Umlaufsgeschwindigkeit der einzelnen Punkte des Flügels dennoch mit gleicher Kraft parallel fortbewegt werden.
Die Endprojection der Stofsfläche bildet einen Kreisausschnitt.
2. Ein Schiffsrad, dessen Stofsflächen in gleicher Weise angeordnet sind wie bei
obiger Schraube, dessen Flügel aber in der Nähe der Achse durchbrochen sind, so dafs nur der äufsere Theil, der von den
von der Achse ausgehenden Speichen gehalten wird, zur Wirkung kommt, Fig. 1.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44179C true DE44179C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=319430
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT44179D Expired DE44179C (de) | Neuerung in der Formgebung der Flügel und Schaufelblätter von Schiffspropellern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE44179C (de) |
-
0
- DE DENDAT44179D patent/DE44179C/de not_active Expired
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