DE4411309C2 - Dehnfugenkonstruktion - Google Patents

Dehnfugenkonstruktion

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Description

Die Erfindung betrifft eine Dehnfugenkonstruktion zum wasserdichten Überbrücken einer Bauwerksfuge.
Dehnfugenkonstruktionen zählen z. B. durch den Katalog Nr. 3 der Migua Hammerschmidt GmbH, Wülfrath, in der Ausgabe 9202/15/6 zum Stand der Technik. Allen diesen Ausführungs­ formen ist zu eigen, daß sie zwar dem Verlangen nach einer Wasserdichtheit in Querrichtung einer Bauwerksfuge Rechnung tragen, indessen die Dichtprobleme im Bereich der Stoßfugen von zwei in Längsrichtung einer Bauwerksfuge aufeinanderfolgenden Trägerprofilen im wesentlichen unbeachtet lassen. Gerade die Stoßfugen sind aber häufig die Schwachstellen, welche Anlaß zu Beschwerden über eine mangelnde Wasserdichtheit geben.
Zum Abdichten der Stoßfugen ist es bekannt, die Träger­ profile miteinander zu verschweißen (Prospekt "MIGUA- Bewegungsfugen-Dichtungen ′80", Seite 15). Das Verschweißen ist jedoch, insbesondere bei Trägerprofilen aus Aluminium, mit einem erheblichen Aufwand verbunden, wenn dies unmittelbar an einer Baustelle durchgeführt werden muß. Man verzichtet daher in aller Regel auf das Verschweißen und benutzt in überlappender Anordnung die Dichtungseinlagen zum Abdecken der Stoßfugen. Aber auch die Dichtungseinlagen müssen an ihren Stoßstellen miteinander verschweißt werden, was nicht unerhebliche Schwierigkeiten im Bereich der Verbindungsstellen der sich seitlich an die Dichtungseinlagen anschließenden, sich bis über den Bodenbelag neben den Dehnfugenkonstruktionen erstreckenden dünnen Dichtfolien ergeben, die häufig auch mit den Dichtungseinlagen einstückig ausgebildet sind. Abgesehen davon, daß derartige Schweißarbeiten nur von speziell ausgebildeten Fachkräften durchgeführt werden können, verlagert sich das Problem der Wasserdichtheit dennoch in den Kantenbereich dieser Dichtfolien, sofern diese nicht mit anderen, die Bauwerksteile abdeckenden Flächendichtungen verbunden werden. Wasser kann dann ent­ lang dieser Längskanten unter die Dichtfolien treten und insbesondere durch Kapillarwirkung in das Bauwerk gelangen.
Bei einer weiteren Ausführungsart können die Dichtfolien aus technischen Gründen nicht bis über die seitlichen Profilbefestigungsschienen fortgeführt werden. Sie würden sonst eine notwendige Haftung des nachfolgend eingebrachten Bodenbelags (Estrich, Epoxidharzmörtel etc.) verhindern. Diese in der Praxis bei Fugensanierungen häufig verwendete Ausführungsart läßt die Abdichtung im Stoß­ fugenbereich seitlich in der Profilkonstruktion völlig außer acht. Die gesamte Dichtheit der seitlichen Profil­ konstruktion wird hier einer elastischen Fuge, die seit­ lich in Längsachse der montierten Profile angeordnet wird, überlassen. Wird diese elastische Fuge, die unter Baustellenbedingungen eingebracht wird, undicht, ist die Gesamtabdichtung der Fugenüberbrückung in Frage gestellt.
Um das Problem der Stoßfugenabdichtung zu lösen, ist es möglich, auf der Baustelle einen zunächst fließfähigen Kunststoff im Bereich der Stoßfuge einzubringen. Im aus­ gehärteten Zustand kann eine solche elastisch bleibende Kunststoffabdichtung geringfügige Relativbewegungen der Trägerprofile ausgleichen. Die Haftung des Kunststoff­ materials am Trägerprofil bleibt dabei erhalten. Allerdings hängt die Qualität einer solchen Stoßfugenabdichtung grundsätzlich von der Sorgfalt des einzelnen Monteurs ab und unterliegt folglich allein dadurch bereits erheblichen Mängeln. Des weiteren ist das Arbeiten mit einem derartigen Kunststoff nur bei trockener Witterung möglich. Wenn jedoch eine Stoßfuge nicht ordnungsgemäß abgedichtet oder auch die Trägerprofile nicht korrekt verlegt wurden, kann nicht ausgeschlossen werden, daß eine solche Kunststoffdichtung reißt und Wasser durch­ tritt. Hierbei ist außerdem zu berücksichtigen, daß in vielen Fällen der Kunststoff nur in vergleichsweise dünnen Schichten verlegt werden kann, weil dickere Schichten aufgrund der schmalen Querschnitte der Dehnfugenkonstruk­ tionen nicht möglich sind.
Das DE-GM 92 00 426 offenbart eine Spanneinrichtung zum flüssigkeitsdichten Aneinanderfügen von metallischen Tragprofilpaaren für ein elastisches Überbrückungsprofil einer Fugenabdeckvorrichtung, wobei zwischen den einander zugewandten Stirnflächen von zwei Tragprofilpaaren an deren Außenkontur angepaßte elastische Dichtungsscheiben angeordnet sind. Die Tragprofile jedes Tragprofilpaares sind in der Nähe ihrer Enden durch auf ihren Oberseiten lösbar befestigte Laschen miteinander verbunden. Jede Lasche ist mit mindestens einer in Längsrichtung der Fugenabdeckvorrichtung ausgerichteten Hülse versehen. Durch Hülsen benachbarter Laschen von aufeinanderfolgenden Tragprofilpaaren ist ein Schraubenbolzen hindurchführbar, und mit Hilfe des Schraubenbolzens sind die Tragprofilpaare mit ihren Stirnflächen gegen die dazwischen angeordneten Dichtungsscheiben anpreßbar.
Um zwei aufeinanderfolgende Tragprofilpaare unter Ein­ gliederung einer Dichtungsscheibe miteinander zu verbinden, wird zunächst ein Tragprofilpaar auf eine Zwischenschicht aus einem sogenannten Glattstrich gelegt. Diese Zwischenschicht soll vorzugsweise noch weich sein. Ferner soll dieses Tragprofilpaar bereits durch Schrauben auf den Bauwerksteilen verankert und ein weiteres Tragprofilpaar angefügt sein.
Über den Schraubenbolzen und eine Gewindemutter sollen dann die Tragprofilpaare zunehmend aufeinander bewegt und infolgedessen die Dichtungsscheibe so verpreßt werden, daß schließlich ein wasserdichter Übergang von einem Pro­ filpaar zum folgenden erzielt ist. Anschließend wird auch das zweite Profilpaar auf den Bauwerksteilen durch Schrauben verankert.
Daraufhin werden der Schraubenbolzen und die Gewinde­ mutter entfernt. Auch die Laschen können nach dem Her­ ausnehmen der Schrauben aus den Nuten der Tragprofilpaare entfernt werden.
Es wird zum Ausdruck gebracht, daß ein Tragprofilpaar auf die noch weiche Zwischenschicht gelegt und mit Hilfe der Schrauben an den Bauwerksteilen lagefixiert werden soll. Eine Lagefixierung des Tragprofilpaars auf der noch weichen Zwischenschicht führt aber zwangsläufig dazu, daß dann das Material der Zwischenschicht durch die Bohrungen in den horizontalen Flanschen des Tragprofilpaars nach oben verpreßt wird und überdies in die Bohrungen in den Bauwerksteilen eindringen kann, wo die Schrauben eingesetzt werden sollen. Die Lagefixierung eines Tragprofilpaars mag auf diese Art und Weise vielleicht noch durchgeführt werden können, indessen kann ein weiteres Tragprofilpaar nicht mehr auf einer noch weichen Zwischenschicht an das bereits fixierte und dann natürlich auf einem anderen Höhenniveau liegende Tragprofilpaar heran­ gezogen werden. Der Schabeeffekt der Stirnkanten des heranzuziehenden Tragprofilpaars würde das Material der Zwischenschicht in der Fuge zwischen den beiden zu verbindenden Tragprofilpaaren nach oben drücken und auch in dem heranzuziehenden Tragprofilpaar steigt der Werkstoff in den Bohrungen der horizontalen Flansche nach oben und wird außerdem in die Bohrungen verpreßt, wo die Schrauben eingesetzt werden sollen.
Es dürfte unter den Bedingungen der Praxis ausgeschlossen sein, ein Tragprofilpaar mit Hilfe der Schrauben in einer noch weichen Zwischenschicht festlegen und dann ein weiteres Tragprofilpaar unter Verpressung einer Dichtung an das bereits lagefixierte Tragprofilpaar ziehen zu können.
Aber selbst wenn man einmal annimmt, daß es gelingen sollte, zwei aufeinanderfolgende Tragprofilpaare unter Einfügung einer Dichtung so auf einer zunächst noch weichen Zwischenschicht plazieren zu können, daß nach dem Aushärten der Zwischenschicht deren Oberfläche noch eben ist, um das nicht lagefixierte Tragprofilpaar an das lage­ fixierte Tragprofilpaar auf dieser ebenen Oberfläche verschieben zu können, so dürften weitere Nachteile nicht zu vermeiden sein.
Sind die beiden Tragprofilpaare unter Eingliederung der Dichtung mittels der Schrauben an den Bauwerksteilen lage­ fixiert, so bedeutet dies, daß diese Montagesituation ausschließlich durch die Relativposition der Bauwerksteile bestimmt wird. Bewegungen der Bauwerksteile, seien sie nun durch mechanische Einflüsse oder durch witterungs- bzw. temperaturbedingte Einflüsse hervorgerufen, haben dann jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Funktion der Dichtung. Diese ist unbeeinflußbar nur den Bewegungen der Bauwerksteile und damit der Tragprofilpaare in Abhängigkeit von den jeweiligen Umgebungsbedingungen, insbesondere Temperaturen, ausgesetzt. Das heißt, die Dichtung kann über den einmal vorgegebenen Verspannungs­ zustand hinaus weiter in Längsrichtung der Tragprofilpaare verpreßt werden, was mit einer erhöhten Materialbeanspruchung in dem Sinne verbunden ist, daß sie aus der Fuge zwischen den Tragprofilpaaren herausgepreßt werden kann. Hierbei ist nicht sicherzustellen, daß nach einer Änderung der vorgeschilderten Umgebungsbedingungen die Dichtung dann wieder selbständig in die gewünschte und vorgegebene Lage zurückkehrt. Umgekehrt kann sich bei ge­ ringen Temperaturen der Verspannungszustand der Dichtung ohne weiteres so entlasten, daß die vorab vorgenommene Verpressung aufgehoben wird, so daß auf jeden Fall der Dichtungseffekt der Dichtung niemals definiert unter allen vorkommenden Einsatzbedingungen aufrechterhalten werden kann.
Der Erfindung liegt, ausgehend vom Stand der Technik, die Aufgabe zugrunde, eine Dehnfugenkonstruktion mit einer einfachen wasserdichten Stoßfugengestaltung zu schaffen sowie ein Verfahren zur Herstellung einer wasserdichten Stoßfuge einer Dehnfugenkonstruktion einschließlich einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens vorzuschlagen, wobei insbesondere den einsatzbedingten Umgebungs- und Temperatureinflüssen über das gesamte Jahr hinweg gesehen einwandfrei Rechnung getragen werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht in den Merkmalen der Ansprüche 1, 9 und 10.
Zunächst bildet es einen wesentlichen Bestandteil der Er­ findung, daß die Dichtungen beidseitig eines dem Querschnitt und dem Material der Trägerprofile angepaßten Stabilisierungsglieds flächig wasserdicht festgelegt sind. Diese Ausbildung in Verbindung mit der Festlegung der Dichtungen und des Stabilisierungsglieds an einer die Trägerprofile in ihrem Stoßbereich untergreifenden festen Auflage vermitteln den Dichtungen bei der Montage eine einwandfreie Position. Die Verbindung der Dichtungen und des Stabilisierungsglieds mit der Auflage und die Tatsache, daß die Auflage die Trägerprofile untergreift, machen es unmöglich, daß die Dichtungen nach oben aus der Stoßfuge zwischen zwei aufeinanderfolgenden Trägerprofilen herausgezogen werden kann. Hierbei ist es wichtig, daß die Auflage aus einem solchen Material besteht, daß die Trägerprofile auf der Auflage gleitend in einem Niveau verschoben werden können.
Ein weiteres wesentliches Merkmal ist die steuerbare Zu­ sammendrückbarkeit der Dichtung im Hinblick auf die ange­ strebte Wasserdichtheit. Die Zusammendrückbarkeit der Dichtung wird über die Trägerprofile hergestellt, welche ohnehin an den Bauwerksteilen lagefixiert werden. Dabei sichert die mit der Dichtung verbundene Auflage bauwerks­ seitig der Befestigungsschenkel der Trägerprofile deren fluchtende Ausrichtung unter Wahrnehmung einer zusätzlichen Dichtfunktion. Die Dicke der Auflage spielt im Prinzip keine Rolle, da beim Verlegen der Dehnfugenkonstruktion die Trägerprofile in ein noch nicht ausgehärtetes Mörtelbett eingelegt werden und sich die Auflage in das Mörtelbett entsprechend eindrücken läßt. Wichtig ist, daß der zusammengepreßte Zustand der Dichtung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Trägerprofilen gezielt lagearretiert wird, was dennoch nicht ausschließt, daß die temperatur­ bedingte Relativverlagerbarkeit der gesamten Dehnfugen­ konstruktion zu jedem Bauwerksteil aufrechterhalten bleibt.
Ein weiteres wesentliches Merkmal besteht darin, daß die Befestigungsschenkel von zwei aufeinanderfolgenden Träger­ profilen durch eine die zwischen ihnen liegende Stoßfuge auf der dem Bauwerksteil abgewandten Seite überbrückende Fixierlasche in einem die Werkstoffelastizität berücksichtigenden fixen Abstand miteinander verbunden sind.
Aufgrund dieser Ausgestaltung werden die Dichtungen nach dem Verpressen stets in diesem Zustand gehalten, und zwar unabhängig davon, ob nun die gesamte Dehnfugenkonstruktion tiefen Minustemperaturen oder hohen Plustemperaturen ausgesetzt wird. Die Fixierlaschen stellen im Bereich der Stoßfugen sicher, daß der einmal eingestellte fixe Abstand stets aufrechterhalten wird. Temperaturbedingte Längenveränderungen der Trägerprofile werden über die gesamte Länge der Dehnfugenkonstruktion ausgeglichen, und zwar grundsätzlich am Ende eines aus mehreren Träger­ profilen bestehenden Trägerprofilstrangs, also quasi am Ende einer Dehnungsfuge, und zwar unabhängig von der Anzahl der im Längsverlauf dieser Dehnungsfuge verlegten Trägerprofile. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, daß jede im Längenverlauf einer Dehnungsfuge angeordnete Dichtung immer die ihr einmal vorgegebene Verspannung aufrechterhält.
Die beiderseitige wasserdichte flächige Zuordnung der Dichtungen zu einem Stabilisierungsglied ermöglicht es in Verbindung mit der fest zugeordneten Auflage darüber hinaus, in Abhängigkeit von den jeweiligen baulichen Ge­ gebenheiten sogar die Trägerprofile zu kürzen oder ent­ sprechend anpassen zu können. Nach der Anpassung können sich die Trägerprofile dennoch auf den Auflagen gleitend bewegen, und zwar nach wie vor im vorgesehenen werkstoffelastizitätsbedingten fixen Abstand.
Das Stabilisierungsglied verbessert nicht nur die Hand­ habung der Dichtung an der Baustelle, sondern auch deren Transport bis zur Baustelle und die dortige Bereitstellung. Das Stabilisierungsglied ist einfach herzustellen, da es lediglich von einem Trägerprofil abgetrennt zu werden braucht. Dies erfolgt bereits werksseitig mit der notwendigen Genauigkeit. Anschließend wird die Dichtung beiderseits des Stabilisierungsglieds befestigt und das Sta­ bilisierungsglied zusammen mit der Dichtung mit der Auflage verbunden.
Die Festlegung der Fixierlaschen an den Trägerprofilen kann entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 2 über Fixier­ bolzen erfolgen, die an den Befestigungsschenkeln der Trägerprofile ausgebildet sind. Bei diesen Fixierbolzen kann es sich beispielsweise um Schraubbolzen handeln, die in entsprechenden Durchbrüchen der Befestigungsschenkel wasserdicht eingeschweißt sind. Dieses Einschweißen kann problemlos werksseitig erfolgen. In den Fixierlaschen sind dann an die Fixierbolzen angepaßte Ausnehmungen vor­ gesehen, in welche die Fixierbolzen quasi nur mit Gleitspiel hineinpassen. Muttern oder Clipse sichern die Lage der Fixierlaschen.
Die Verbindung des Stabilisierungsglieds und/oder der Dichtung mit der Auflage kann nach Anspruch 3 durch Kleben erfolgen.
Denkbar ist aber auch eine Verbindung durch Vulkanisation entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 4.
Eine vorteilhafte Gestaltung der Dichtung ist dann ge­ geben, wenn nach Anspruch 5 Schaumkunststoff als Dichtungs­ werkstoff zur Anwendung gelangt. Hierbei kann es sich ggf. um einen aufquellbaren Werkstoff handeln.
Die Auflage kann nach Anspruch 6 aus Gummi oder Kunst­ stoff bestehen.
Ferner ist es denkbar, daß gemäß Anspruch 7 die Auflage aus einem Blech aus Metall oder Nichteisenmetall besteht.
Des weiteren kann es nach Anspruch 8 zweckmäßig sein, die Auflage aus einem mit Kunststoff beschichteten Stahlblech zu bilden. Die Kunststoffbeschichtung befindet sich dann bevorzugt auf der mit den Trägerprofilen in Kontakt ge­ langenden Seite.
Die Lösung des das Verfahren betreffenden Teils der Auf­ gabe besteht in den Merkmalen des Anspruchs 9.
Danach werden bei der Lageorientierung der Trägerprofile auf beiden Seiten der Bauwerksfuge Dichtungen mit Stabi­ lisierungsgliedern in die Stoßfuge eingegliedert. Die Stirnseiten der Trägerprofile stoßen dann an die Dichtungen, und die Befestigungsschenkel liegen auf der Auflage. Nunmehr werden die vorab fluchtend ausgerichteten Träger­ profile so lange in Richtung auf die Stoßfuge bewegt, bis daß der beispielsweise über die Fixierlaschen und die Fixier­ bolzen vorbestimmte Abstand der aufeinanderfolgenden Trägerprofile erreicht ist, was gleichbedeutend mit einer zusammengedrückten wasserdichten Dichtung ist. Nach der Festlegung der Trägerprofile braucht die in Längsrichtung der Trägerprofile aufgewandte Kraft nicht mehr aufrechterhalten zu werden. Die Stoßfugendichtung ist fertig.
Eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens ist er­ findungsgemäß in den Merkmalen des Anspruchs 10 gekennzeichnet. Diese Anordnung umfaßt zunächst zwei im Querschnitt U-förmige Klemmbügel, welche dazu dienen, die aufeinanderfolgenden Trägerprofile über die Stoßfugen hinweg fluchtend auszurichten. Ferner gehören zu der Anordnung Schraubbolzen, die in die Gewindebohrungen der Trägerpro­ file eingedreht werden, welche zur Festlegung der Dich­ tungseinlage dienen. Diese Schraubbolzen funktionieren mit ihren freien Längenabschnitten als Anschläge für Ab­ standslaschen, welche ebenfalls bei der Lageorientierung der Dehnfugenkonstruktion benutzt werden, um die beider­ seits der Bauwerksfuge befindlichen Trägerprofile im richtigen seitlichen Abstand zueinander zu halten. Ein weiterer Bestandteil der Anordnung ist eine Zwinge, die mechanisch oder auch mit einem hydraulischen bzw. pneuma­ tischen Fluid betrieben werden kann. Schließlich umfaßt die Anordnung noch Fixierlaschen, welche zwei aufeinanderfolgende Trägerprofile abstandsgerecht mitein­ ander verbinden.
Zum Zusammenpressen der Dichtungen werden zunächst die Abstandslaschen an die Schraubbolzen gelegt, und zwar auf den den Stoßfugen abgewandten Bereichen. Anschließend wird die Zwinge an die Abstandslaschen angesetzt und es werden dann die Trägerprofile in Längsrichtung gegeneinandergezogen. Hierbei wird die Dichtung zusammen­ gepreßt. Das Zusammenpressen erfolgt so lange, bis die Fixierlaschen ohne Zwängungen über die Fixierbolzen an den Befestigungsschenkeln geschoben werden können. Nach dem Aufdrehen beispielsweise von Muttern auf die Fixier­ bolzen ist die Stoßfuge einwandfrei abgedichtet. Die Zwinge kann abgenommen werden.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeich­ nungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläu­ tert. Es zeigt:
Fig. 1 in der Perspektive, teilweise im Schnitt, in Explosionsdarstellung eine Dehnfugenkonstruk­ tion im Bereich der Stoßfuge zwischen aufein­ anderfolgenden Trägerprofilen;
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Stoßfugenbereich zu­ sammen mit einer Anordnung zur Herstellung einer wasserdichten Stoßfuge und
Fig. 3 eine Seitenansicht der Fig. 2 gemäß dem Pfeil III.
Mit 1 ist in den Fig. 1 und 2 eine Bauwerksfuge zwi­ schen zwei Bauwerksteilen 2, 3 bezeichnet. Zur begeh- und befahrbaren Überbrückung der Bauwerksfuge 1 ist eine Dehnfugenkonstruktion 4 vorgesehen, die wasserdicht ist (siehe auch Fig. 3). Die Dehnfugenkonstruktion 4 umfaßt an den Bauwerksteilen 2, 3 mit Befestigungsschenkeln 5 festlegbare Trägerprofile 6 aus Aluminium. An den Träger­ profilen 6 ist eine die Bauwerksfuge 1 übergreifende Dichtungseinlage 7 aus Gummi fixierbar. Die Dichtungsein­ lage 7 wird mit Hilfe von Gewindestiften 8 und Klemmlei­ sten 8a aus Aluminium an den Trägerprofilen 6 lageorien­ tiert. Zu diesem Zweck sind in den Stegen 9 der Träger­ profile 6 Gewindebohrungen 10 und Längsnuten 10a vorgese­ hen. Nach der Lageorientierung der Dichtungseinlage 7 werden die Stege 9 mit U-förmigen Mantelschienen 9a aus Edelstahl abgedeckt.
Zwischen den Stirnseiten 11 von zwei in Längsrichtung der Bauwerksfuge 1 aufeinanderfolgenden Trägerprofilen 6 sind Dichtungen 12 vorgesehen. Die Dichtungen 12 bestehen aus Schaumkunststoff, sind vom Querschnitt her dem Quer­ schnitt der Trägerprofile 6 angepaßt und beiderseits eines Stabilisierungsglieds 13 befestigt, dessen Quer­ schnitt ebenfalls dem Querschnitt der Trägerprofile 6 entspricht. Bei dem Stabilisierungsglied 13 kann es sich um einen von einem Trägerprofil 6 abgetrennten Längenab­ schnitt handeln.
Die Stabilisierungsglieder 13 und die Dichtungen 12 sind an jedem Bauwerksteil 2, 3 auf einer Auflage 14 befe­ stigt, die sich unterhalb der Befestigungsschenkel 5 er­ streckt und aus einer auf der den Befestigungsschenkeln 5 zugewandten Seite mit Kunststoff beschichteten Blech­ platte bestehen. Die Auflage 14 ist dünner als die Befe­ stigungsschenkel 5 ausgebildet.
Des weiteren weist die Dehnfugenkonstruktion 4 Fixier­ laschen 15 auf, die sich oberhalb der Befestigungsschen­ kel 5 erstrecken und die in Längsrichtung der Bauwerks­ fuge 1 aufeinanderfolgenden Trägerprofile 6 in einem die Werkstoffelastizität der Dichtungen 12 berücksichtigenden fixen Abstand A miteinander verbinden. Zu diesem Zweck sind, wie insbesondere die Fig. 3 erkennen läßt, in den Befestigungsschenkeln 5 Schraubbolzen 16 wasserdicht ein­ geschweißt und in den Fixierlaschen 15 sind an die Schraubbolzen 16 angepaßte Ausnehmungen 17 vorgesehen. Muttern 18 sind auf die Schraubbolzen 16 drehbar.
Bei der Montage der Dehnfugenkonstruktion 4 werden zunächst die Trägerprofile 6 in Längsrichtung der Bau­ werksfuge 1 exakt ausgerichtet, und zwar auf einem noch weichen Mörtelbett 19. Gleichzeitig werden an den Stoß­ fugen 20 der aufeinanderfolgenden Trägerprofile 6 die mit den Dichtungen 12 versehenen Stabilisierungsglieder 13 angeordnet, wobei die Befestigungsschenkel 5 auf den Auf­ lagen 14 zu liegen kommen. Das einwandfreie axiale Fluch­ ten der Trägerprofile 6 wird mit Hilfe von U-förmigen me­ tallischen Klemmbügeln 21 erreicht, welche auf die Stege 9 der Trägerprofile 6 im Bereich der Stoßfugen 20 gescho­ ben werden. Die Lageorientierung der Trägerprofile 6 re­ lativ zu der Bauwerksfuge 1 wird durch Abstandslaschen 22 unterstützt, die mittels Schraubbolzen 23 in den Gewinde­ bohrungen 10 festgelegt werden, die später der Festlegung der Dichtungseinlage 7 dienen.
Wie ferner die Fig. 2 und 3 zu erkennen geben, werden in die Gewindebohrungen 10 unmittelbar benachbart der Stoßfugen 20 Schraubbolzen 24 eingedreht, welche mit einem längeren Abschnitt nach oben über die Stege 9 vor­ stehen. An diese Schraubbolzen 24 werden Abstandslaschen 22a auf den den Stoßfugen abgewandten Bereichen zur An­ lage gebracht. Danach wird eine Schraubzwinge 25 an die Abstandslaschen 22a angesetzt. Die Fixierlaschen 15 sind noch nicht orientiert.
Werden nun mit Hilfe der Schraubzwinge 25 die Trägerpro­ file 6 aneinandergezogen, werden die Dichtungen 12 was­ serdicht so weit zusammengepreßt, bis der fixe Abstand A erreicht ist. Nunmehr stimmen die Abstände der Ausnehmun­ gen 17 in den Fixierlaschen 15 mit den Abständen der Fixierbolzen überein und es können die Laschen ohne Zwän­ gungen über die Fixierbolzen 16 geschoben werden. An­ schließend werden die Muttern 18 aufgedreht und auf diese Art und Weise die Trägerprofile 6 fest miteinander ver­ bunden. Nunmehr kann die Schraubzwinge 25 abgenommen und es können anschließend auch die Abstandslaschen 22a, die Schraubbolzen 24 und die Klemmbügel 21 entfernt werden.
Bezugszeichenliste
 1 - Bauwerksfuge
 2 - Bauwerksteil
 3 - Bauwerksteil
 4 - Dehnfugenkonstruktion
 5 - Befestigungsschenkel
 6 - Trägerprofil
 7 - Dichtungseinlage
 8 - Gewindestifte
 8a - Klemmleisten
 9 - Stege von 6
 9a - Mantelschienen
10 - Gewindebohrungen in 9
10a - Längsnuten in 9
11 - Stirnseiten von 6
12 - Dichtungen
13 - Stabilisierungsglied
14 - Auflage
15 - Fixierlaschen
16 - Schraubbolzen
17 - Ausnehmungen für 16
18 - Muttern
19 - Mörtelbett
20 - Stoßfugen
21 - Klemmbügel
22 - Abstandslaschen
22a - Abstandslaschen
23 - Schraubbolzen
24 - Schraubbolzen
25 - Schraubzwinge
A - Abstand

Claims (10)

1. Dehnfugenkonstruktion zum wasserdichten Überbrücken einer Bauwerksfuge (1), welche an den Bauwerksteilen (2, 3) beiderseits der Bauwerksfuge (1) mit Befesti­ gungsschenkeln (5) festlegbare metallische Trägerprofile (6) und eine an den Trägerprofilen (6) fixierbare, die Bauwerksfuge (1) übergreifende Dichtungseinlage (7) aus Gummi oder Kunststoff umfaßt, wobei zwischen den Stirnseiten (11) von zwei in Längsrich­ tung der Bauwerksfuge (1) aufeinanderfolgenden Trä­ gerprofilen (6) eine wasserundurchlässige Dichtung (12) aus einem dem Querschnitt der Trägerprofile (6) angepaßten unverrottbaren, nicht fließfähigen elastischen Werkstoff hoher Witterungs- und Temperaturbeständigkeit sowie Resistenz gegen verdünnte handelsübliche Fette, Öle, Laugen und Säuren vorgesehen ist, welche beidseitig eines dem Querschnitt und dem Material der Trägerprofile (6) angepaßten Stabilisierungsglieds (13) flächig wasserdicht festgelegt, mit einer die Stoßfuge (20) zwischen zwei aufeinander­ folgenden Trägerprofilen (6) unterfassenden, dünner als die Befestigungsschenkel (5) der Trägerprofile (6) ausgebildeten bauwerksseitigen Auflage (14) für die Trägerprofile (6) fest verbunden und unter dem Einfluß einer in Längsrichtung der Trägerprofile (6) wirksamen Kraft (25) bis auf Block zusammendrückbar sowie in dem jeweils zusammengedrückten Zustand über die Befestigungsschenkel (5) lagearretierbar ist und daß die Befestigungsschenkel (5) von zwei aufeinander­ folgenden Trägerprofilen (6) durch eine die zwischen ihnen liegende Stoßfuge (20) auf der dem Bauwerksteil (2, 3) abgewandten Seite überbrückende Fixierlasche (15) in einem die Werkstoffelastizität der Dichtung (12) berücksichtigenden fixen Abstand (A) miteinander verbunden sind.
2. Dehnfugenkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Befestigungsschenkeln (5) den Bauwerksteilen (2, 3) abgewandte Fixierbolzen (16) befestigt und in den Fixierlaschen (15) an die Fixierbolzen (16) angepaßte Ausnehmungen (17) vorgesehen sind.
3. Dehnfugenkonstruktion nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (12) mit der Auflage (14) und/oder dem Sta­ bilisierungsglied (13) verklebt ist.
4. Dehnfugenkonstruktion nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (12) durch Vulkanisation mit der Auflage (14) und/oder mit dem Stabilisierungsglied (13) was­ serdicht verbunden ist.
5. Dehnfugenkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (12) aus Schaumkunststoff besteht.
6. Dehnfugenkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (14) aus Gummi oder Kunststoff besteht.
7. Dehnfugenkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (14) aus einem Blech aus Metall oder Nichteisenmetall gebildet ist.
8. Dehnfugenkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (14) aus einem mit Kunststoff beschichteten Stahlblech besteht.
9. Verfahren zur Herstellung von wasserdichten Stoßfugen (20) zwischen den in Längsrichtung einer Bauwerksfuge (1) an beiden Bauwerksteilen (2, 3) aufeinanderfol­ genden metallischen Trägerprofilen (6) einer Dehn­ fugenkonstruktion (4) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Lageorientierung der Trägerprofile (6) auf beiden Bauwerksteilen (2, 3) neben der Bauwerksfuge (1) und Eingliederung von an den Querschnitt und an das Material der Trägerprofile (6) angepaßten Dich­ tungen (12) aus einem nicht fließfähigen Werkstoff zwischen aufeinanderfolgenden Trägerprofilen (6) die Dichtungen (12) durch eine in Längsrichtung der Bau­ werksfuge (1) wirksame und an den Trägerprofilen (6) sich abstützende Kraft (25) bis auf einen die Elasti­ zität der Dichtungen (12) berücksichtigenden fixen Abstand (A) der Trägerprofile (6) zusammengedrückt und dann die Trägerprofile (6) in diesem fixen Abstand (A) miteinander verbunden werden.
10. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach An­ spruch 9 unter Verwendung einer Dehnfugenkonstruktion (4) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch
  • - die aufeinanderfolgenden Trägerprofile (6) fluch­ tend ausrichtende Klemmbügel (21),
  • - in neben den einander gegenüberliegenden Stirnseiten (11) der Trägerprofile (6) vorgesehene Gewinde­ bohrungen (10) zur Aufnahme von Gewindestiften (8) eindrehbare Schraubbolzen (24),
  • - an den Schraubbolzen (24) auf den der Stoßfuge (20) abgewandten Bereichen zur Anlage bringbare, der Distanzierung von zwei parallel neben der Bau­ werksfuge (1) verlaufenden Trägerprofilen (6) die­ nende Abstandslaschen (22a),
  • - eine die Abstandslaschen (22a) an die Schraubbolzen (24) pressende Zwinge (25),
  • - die aufeinanderfolgenden Trägerprofile (6) verbin­ dende Fixierbolzen (16) und Fixierlaschen (15).
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