DE4411309C1 - Dehnfugenkonstruktion - Google Patents

Dehnfugenkonstruktion

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Description

Die Erfindung betrifft eine Dehnfugenkonstruktion zum wasserdichten Überbrücken einer Bauwerksfuge gemäß den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1.
Dehnfugenkonstruktionen dieser Ausbildung zählen z. B. durch den Katalog Nr. 3 der Migua Hammerschmidt GmbH, Wülfrath in der Ausgabe 9202/14/6 zum Stand der Technik. Allen diesen Ausführungsformen ist zu eigen, daß sie zwar dem Verlangen nach einer Wasserdichtheit in Querrichtung einer Bauwerksfuge Rechnung tragen, indessen die Dicht­ probleme im Bereich der Stoßfugen von zwei in Längsrich­ tung einer Bauwerksfuge aufeinanderfolgenden Trägerprofi­ len im wesentlichen unbeachtet lassen. Gerade die Stoß­ fugen sind aber häufig die Schwachstellen, welche Anlaß zu Beschwerden über eine mangelnde Wasserdichtheit geben.
Zum Abdichten der Stoßfugen ist es bekannt, die Träger­ profile miteinander zu verschweißen. Das Verschweißen ist jedoch, insbesondere bei Trägerprofilen aus Aluminium, mit einem erheblichen Aufwand verbunden, wenn dies unmit­ telbar an einer Baustelle durchgeführt werden muß. Man verzichtet daher in aller Regel auf das Verschweißen und benutzt in überlappender Anordnung die Dichtungseinlagen zum Abdecken der Stoßfugen. Aber auch die Dichtungseinla­ gen müssen an ihren Stoßstellen miteinander verschweißt werden, was nicht unerhebliche Schwierigkeiten im Bereich der Verbindungsstellen der sich seitlich an die Dich­ tungseinlagen anschließenden, sich bis über den Bodenbe­ lag neben den Dehnfugenkonstruktionen erstreckenden dün­ nen Dichtfolien ergeben, die häufig auch mit den Dich­ tungseinlagen einstückig ausgebildet sind. Abgesehen da­ von, daß derartige Schweißarbeiten nur von speziell aus­ gebildeten Fachkräften durchgeführt werden können, verla­ gert sich das Problem der Wasserdichtheit dennoch in den Kantenbereich dieser Dichtfolien, sofern diese nicht mit anderen, die Bauwerksteile abdeckenden Flächendichtungen verbunden werden. Wasser kann dann entlang dieser Längs­ kanten unter die Dichtfolien treten und insbesondere durch Kapillarwirkung in das Bauwerk gelangen.
Bei einer weiteren Ausführungsart können die Dichtfolien aus technischen Gründen nicht bis über die seitlichen Profilbefestigungsschienen fortgeführt werden. Sie würden sonst eine notwendige Haftung des nachfolgend eingebrach­ ten Bodenbelags (Estrich, Epoxidharzmörtel etc.) verhin­ dern. Diese in der Praxis bei Fugensanierungen häufig verwendete Ausführungsart läßt die Abdichtung im Stoß­ fugenbereich seitlich in der Profilkonstruktion völlig außer acht. Die gesamte Dichtheit der seitlichen Profil­ konstruktion wird hier einer elastischen Fuge, die seit­ lich in Längsachse der montierten Profile angeordnet wird, überlassen. Wird diese elastische Fuge, die unter Baustellenbedingungen eingebracht wird, undicht, ist die Gesamtabdichtung der Fugenüberbrückung in Frage gestellt.
Um das Problem der Stoßfugenabdichtung zu lösen, ist es möglich, auf der Baustelle einen zunächst fließfähigen Kunststoff im Bereich der Stoßfuge einzubringen. Im aus­ gehärteten Zustand kann eine solche elastisch bleibende Kunststoffabdichtung geringfügige Relativbewegungen der Trägerprofile ausgleichen. Die Haftung des Kunststoffma­ terials am Trägerprofil bleibt dabei erhalten. Allerdings hängt die Qualität einer solchen Stoßfugenabdichtung grundsätzlich von der Sorgfalt des einzelnen Monteurs ab und unterliegt folglich allein dadurch bereits erhebli­ chen Mängeln. Des weiteren ist das Arbeiten mit einem derartigen Kunststoff nur bei trockener Witterung möglich. Wenn jedoch eine Stoßfuge nicht ordnungsgemäß abgedichtet oder auch die Trägerprofile nicht korrekt verlegt wurden, kann nicht ausgeschlossen werden, daß eine solche Kunststoffdichtung reißt und Wasser durch­ tritt. Hierbei ist außerdem zu berücksichtigen, daß in vielen Fällen der Kunststoff nur in vergleichsweise dün­ nen Schichten verlegt werden kann, weil dickere Schichten aufgrund der schmalen Querschnitte der Dehnfugenkonstruk­ tionen nicht möglich sind.
Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Dehnfugenkonstruktion mit einer einfachen wasserdichten Stoßfugengestaltung zu schaffen sowie ein Verfahren zur Herstellung einer wasserdichten Stoßfuge einer Dehnfugenkonstruktion einschließlich einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens vorzu­ schlagen.
Was die Lösung der Aufgabe bezüglich der Dehnfugenkon­ struktion betrifft, so wird diese in den im kennzeichnen­ den Teil des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmalen gesehen.
Ein wesentlicher Punkt hierbei ist die Anpassung der Dichtung an den Querschnitt der Trägerprofile. Ein wei­ teres wesentliches Merkmal ist die steuerbare Zusammen­ drückbarkeit der Dichtung im Hinblick auf die angestrebte Wasserdichtheit. Die Zusammendrückbarkeit der Dichtung wird über die Trägerprofile hergestellt, welche ohnehin an den Bauwerksteilen lagefixiert werden. Dabei sichert die mit der Dichtung verbundene Auflage bauwerksseitig der Befestigungsschenkel der Trägerprofile deren fluchtende Ausrichtung unter Wahrnehmung einer zusätz­ lichen Dichtfunktion. Die Dicke der Auflage spielt im Prinzip keine Rolle, da beim Verlegen der Dehnfugenkon­ struktion die Trägerprofile in ein noch nicht ausgehärte­ tes Mörtelbett eingelegt werden und sich die Auflage in das Mörtelbett entsprechend eindrücken läßt. Wichtig ist, daß der zusammengepreßte Zustand der Dichtung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Trägerprofilen gezielt lage­ arretiert wird, was dennoch nicht ausschließt, daß die temperaturbedingte Relativverlagerbarkeit der gesamten Dehnfugenkonstruktion zu jedem Bauwerksteil aufrecht­ erhalten bleibt.
Diese Lagearretierung wird gemäß den Merkmalen des An­ spruchs 2 mittels Fixierlaschen bewerkstelligt, welche die Stoßfuge überbrücken und die Trägerprofile in einem definierten Abstand zueinander positionieren.
Die Festlegung der Fixierlaschen an den Trägerprofilen kann entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 3 über Fixierbolzen erfolgen, die an den Befestigungsschenkeln der Trägerprofile ausgebildet sind. Bei diesen Fixierbol­ zen kann es sich beispielsweise um Schraubbolzen handeln, die in entsprechenden Durchbrüchen der Befestigungsschen­ kel wasserdicht eingeschweißt sind. Dieses Einschweißen kann problemlos werksseitig erfolgen. In den Fixier­ laschen sind dann an die Fixierbolzen angepaßte Ausneh­ mungen vorgesehen, in welche die Fixierbolzen quasi nur mit Gleitspiel hinein passen. Muttern oder Clipse sichern die Lage der Fixierlaschen.
Eine bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Grundgedankens wird in den Merkmalen des Anspruchs 4 ge­ sehen. Ein derartiges Stabilisierungsglied verbessert nicht nur die Handhabung der Dichtung an der Baustelle, sondern auch deren Transport bis zur Baustelle und die dortige Bereitstellung. Das Stabilisierungsglied ist ein­ fach herzustellen, da es lediglich von einem Trägerprofil abgetrennt zu werden braucht. Dies erfolgt bereits werks­ seitig mit der notwendigen Genauigkeit. Anschließend wird die Dichtung beiderseits des Stabilisierungsglieds befe­ stigt und Stabilisierungsglied zusammen mit der Dichtung mit der Auflage verbunden.
Die Verbindung des Stabilisierungsglieds und/oder der Dichtung mit der Auflage kann nach Anspruch 5 durch Kle­ ben erfolgen.
Denkbar ist aber auch eine Verbindung durch Vulkanisation entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 6.
Eine vorteilhafte Gestaltung der Dichtung ist dann gege­ ben, wenn nach Anspruch 7 Schaumkunststoff als Dichtungs­ werkstoff zur Anwendung gelangt. Hierbei kann es sich ggf. um einen aufquellbaren Werkstoff handeln.
Die Auflage kann nach Anspruch 8 aus Gummi oder Kunst­ stoff bestehen.
Ferner ist es denkbar, daß gemäß Anspruch 9 die Auflage aus einem Blech aus Metall oder Nichteisenmetall besteht.
Des weiteren kann es nach Anspruch 10 zweckmäßig sein, die Auflage aus einem mit Kunststoff beschichteten Stahlblech zu bilden. Die Kunststoffbeschichtung befindet sich dann bevorzugt auf der mit den Trägerprofilen in Kontakt ge­ langenden Seite.
Die Lösung des das Verfahren betreffenden Teils der Auf­ gabe besteht in den Merkmalen des Anspruchs 11.
Danach werden bei der Lageorientierung der Trägerprofile auf beiden Seiten der Bauwerksfuge Dichtungen in die Stoßfuge eingegliedert. Die Stirnseiten der Trägerprofile stoßen dann an die Dichtungen und die Befestigungsschen­ kel liegen auf der Auflage. Nunmehr werden die vorab fluchtend ausgerichteten Trägerprofile so lange in Rich­ tung auf die Stoßfuge bewegt, bis daß der beispielsweise über die Fixierlaschen und die Fixierbolzen vorbestimmte Abstand der aufeinanderfolgenden Trägerprofile erreicht ist, was gleichbedeutend mit einer zusammengedrückten wasserdichten Dichtung ist. Nach der Festlegung der Trä­ gerprofile braucht die in Längsrichtung der Trägerprofile aufgewandte Kraft nicht mehr aufrechterhalten zu werden. Die Stoßfugendichtung ist fertig.
Eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens ist erfin­ dungsgemäß in den Merkmalen des Anspruchs 12 gekennzeich­ net. Diese Anordnung umfaßt zunächst zwei im Querschnitt U-förmige Klemmbügel, welche dazu dienen, die aufeinan­ derfolgenden Trägerprofile über die Stoßfugen hinweg fluchtend auszurichten. Ferner gehören zu der Anordnung Schraubbolzen, die in die Gewindebohrungen der Trägerpro­ file eingedreht werden, welche zur Festlegung der Dich­ tungseinlage dienen. Diese Schraubbolzen funktionieren mit ihren freien Längenabschnitten als Anschläge für Ab­ standslaschen, welche ebenfalls bei der Lageorientierung der Dehnfugenkonstruktion benutzt werden, um die beider­ seits der Bauwerksfuge befindlichen Trägerprofile im richtigen seitlichen Abstand zueinander zu halten. Ein weiterer Bestandteil der Anordnung ist eine Zwinge, die mechanisch oder auch mit einem hydraulischen bzw. pneuma­ tischen Fluid betrieben werden kann. Schließlich umfaßt die Anordnung noch Fixierlaschen, welche zwei aufeinanderfolgende Trägerprofile abstandsgerecht mitein­ ander verbinden.
Zum Zusammenpressen der Dichtungen werden zunächst die Abstandslaschen an die Schraubbolzen gelegt, und zwar auf den den Stoßfugen abgewandten Bereichen. Anschließend wird die Zwinge an die Abstandslaschen angesetzt und es werden dann die Trägerprofile in Längsrichtung gegeneinandergezogen. Hierbei wird die Dichtung zusammen­ gepreßt. Das Zusammenpressen erfolgt so lange, bis die Fixierlaschen ohne Zwängungen über die Fixierbolzen an den Befestigungsschenkeln geschoben werden können. Nach dem Aufdrehen beispielsweise von Muttern auf die Fixier­ bolzen ist die Stoßfuge einwandfrei abgedichtet. Die Zwinge kann abgenommen werden.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeich­ nungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläu­ tert. Es zeigen:
Fig. 1 in der Perspektive, teilweise im Schnitt, in Explosionsdarstellung eine Dehnfugenkonstruk­ tion im Bereich der Stoßfuge zwischen aufein­ anderfolgenden Trägerprofilen;
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Stoßfugenbereich zu­ sammen mit einer Anordnung zur Herstellung einer wasserdichten Stoßfuge und
Fig. 3 eine Seitenansicht der Fig. 2 gemäß dem Pfeil III.
Mit 1 ist in den Fig. 1 und 2 eine Bauwerksfuge zwi­ schen zwei Bauwerksteilen 2, 3 bezeichnet. Zur begeh- und befahrbaren Überbrückung der Bauwerksfuge 1 ist eine Dehnfugenkonstruktion 4 vorgesehen, die wasserdicht ist (siehe auch Fig. 3). Die Dehnfugenkonstruktion 4 umfaßt an den Bauwerksteilen 2, 3 mit Befestigungsschenkeln 5 festlegbare Trägerprofile 6 aus Aluminium. An den Träger­ profilen 6 ist eine die Bauwerksfuge 1 übergreifende Dichtungseinlage 7 aus Gummi fixierbar. Die Dichtungsein­ lage 7 wird mit Hilfe von Gewindestiften 8 und Klemmlei­ sten 8a aus Aluminium an den Trägerprofilen 6 lageorien­ tiert. Zu diesem Zweck sind in den Stegen 9 der Träger­ profile 6 Gewindebohrungen 10 und Längsnuten 10a vorgese­ hen. Nach der Lageorientierung der Dichtungseinlage 7 werden die Stege 9 mit U-förmigen Mantelschienen 9a aus Edelstahl abgedeckt.
Zwischen den Stirnseiten 11 von zwei in Längsrichtung der Bauwerksfuge 1 aufeinanderfolgenden Trägerprofilen 6 sind Dichtungen 12 vorgesehen. Die Dichtungen 12 bestehen aus Schaumkunststoff, sind vom Querschnitt her dem Quer­ schnitt der Trägerprofile 6 angepaßt und beiderseits eines Stabilisierungsglieds 13 befestigt, dessen Quer­ schnitt ebenfalls dem Querschnitt der Trägerprofile 6 entspricht. Bei dem Stabilisierungsglied 13 kann es sich um einen von einem Trägerprofil 6 abgetrennten Längenab­ schnitt handeln.
Die Stabilisierungsglieder 13 und die Dichtungen 12 sind an jedem Bauwerksteil 2, 3 auf einer Auflage 14 befe­ stigt, die sich unterhalb der Befestigungsschenkel 5 er­ streckt und aus einer auf der den Befestigungsschenkeln 5 zugewandten Seite mit Kunststoff beschichteten Blech­ platte bestehen. Die Auflage 14 ist dünner als die Befe­ stigungsschenkel 5 ausgebildet.
Des weiteren weist die Dehnfugenkonstruktion 4 Fixier­ laschen 15 auf, die sich oberhalb der Befestigungsschen­ kel 5 erstrecken und die in Längsrichtung der Bauwerks­ fuge 1 aufeinanderfolgenden Trägerprofile 6 in einem die Werkstoffelastizität der Dichtungen 12 berücksichtigenden fixen Abstand A miteinander verbinden. Zu diesem Zweck sind, wie insbesondere die Fig. 3 erkennen läßt, in den Befestigungsschenkeln 5 Schraubbolzen 16 wasserdicht ein­ geschweißt und in den Fixierlaschen 15 sind an die Schraubbolzen 16 angepaßte Ausnehmungen 17 vorgesehen. Muttern 18 sind auf die Schraubbolzen 16 drehbar.
Bei der Montage der Dehnfugenkonstruktion 4 werden zunächst die Trägerprofile 6 in Längsrichtung der Bau­ werksfuge 1 exakt ausgerichtet, und zwar auf einem noch weichen Mörtelbett 19. Gleichzeitig werden an den Stoß­ fugen 20 der aufeinanderfolgenden Trägerprofile 6 die mit den Dichtungen 12 versehenen Stabilisierungsglieder 13 angeordnet, wobei die Befestigungsschenkel 5 auf den Auf­ lagen 14 zu liegen kommen. Das einwandfreie axiale Fluch­ ten der Trägerprofile 6 wird mit Hilfe von U-förmigen me­ tallischen Klemmbügeln 21 erreicht, welche auf die Stege 9 der Trägerprofile 6 im Bereich der Stoßfugen 20 gescho­ ben werden. Die Lageorientierung der Trägerprofile 6 re­ lativ zu der Bauwerksfuge 1 wird durch Abstandslaschen 22 unterstützt, die mittels Schraubbolzen 23 in den Gewinde­ bohrungen 10 festgelegt werden, die später der Festlegung der Dichtungseinlage 7 dienen.
Wie ferner die Fig. 2 und 3 zu erkennen geben, werden in die Gewindebohrungen 10 unmittelbar benachbart der Stoßfugen 20 Schraubbolzen 24 eingedreht, welche mit einem längeren Abschnitt nach oben über die Stege 9 vor­ stehen. An diese Schraubbolzen 24 werden Abstandslaschen 22a auf den den Stoßfugen abgewandten Bereichen zur An­ lage gebracht. Danach wird eine Schraubzwinge 25 an die Abstandslaschen 22a angesetzt. Die Fixierlaschen 15 sind noch nicht orientiert.
Werden nun mit Hilfe der Schraubzwinge 25 die Trägerpro­ file 6 aneinandergezogen, werden die Dichtungen 12 was­ serdicht so weit zusammengepreßt, bis der fixe Abstand A erreicht ist. Nunmehr stimmen die Abstände der Ausnehmun­ gen 17 in den Fixierlaschen 15 mit den Abständen der Fixierbolzen überein und es können die Laschen ohne Zwän­ gungen über die Fixierbolzen 16 geschoben werden. An­ schließend werden die Muttern 18 aufgedreht und auf diese Art und Weise die Trägerprofile 6 fest miteinander ver­ bunden. Nunmehr kann die Schraubzwinge 25 abgenommen und es können anschließend auch die Abstandslaschen 22a, die Schraubbolzen 24 und die Klemmbügel 21 entfernt werden.
Bezugszeichenliste
1 - Bauwerksfuge
2 - Bauwerksteil
3 - Bauwerksteil
4 - Dehnfugenkonstruktion
5 - Befestigungsschenkel
6 - Trägerprofil
7 - Dichtungseinlage
8 - Gewindestifte
8a - Klemmleisten
9 - Stege v. 6
9a - Mantelschienen
10 - Gewindebohrungen in 9
10a - Längsnuten in 9
11 - Stirnseiten v. 6
12 - Dichtungen
13 - Stabilisierungsglied
14 - Auflage
15 - Fixierlaschen
16 - Schraubbolzen
17 - Ausnehmungen f. 16
18 - Muttern
19 - Mörtelbett
20 - Stoßfugen
21 - Klemmbügel
22 - Abstandslaschen
22a - Abstandslaschen
23 - Schraubbolzen
24 - Schraubbolzen
25 - Schraubzwinge
A - Abstand

Claims (12)

1. Dehnfugenkonstruktion zum wasserdichten Überbrücken einer Bauwerksfuge (1), welche an den Bauwerksteilen (2, 3) beiderseits der Bauwerksfuge (1) mit Befesti­ gungsschenkeln (5) festlegbare metallische Trägerpro­ file (6) und eine an den Trägerprofilen (6) fixier­ bare, die Bauwerksfuge (1) übergreifende Dichtungs­ einlage (7) aus Gummi oder Kunststoff umfaßt, wobei zwischen den Stirnseiten (11) von zwei in Längsrich­ tung der Bauwerksfuge (1) aufeinanderfolgenden Trä­ gerprofilen (6) eine wasserundurchlässige Dichtung (12) vorgesehen ist, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Dichtung (12) aus einem dem Querschnitt der Trägerprofile (6) angepaßten unver­ rottbaren nicht fließfähigen elastischen Werkstoff hoher Witterungs- und Temperaturbeständigkeit sowie Resistenz gegen verdünnte handelsübliche Fette, Öle, Laugen und Säuren besteht, welche mit einer die Stoß­ fuge (20) zwischen zwei aufeinanderfolgenden Träger­ profilen (6) unterfassenden, dünner als die Befesti­ gungsschenkel (5) der Trägerprofile (6) ausgebildeten bauwerksseitigen Auflage (14) für die Trägerprofile (6) fest verbunden und unter dem Einfluß einer in Längsrichtung der Trägerprofile (6) wirksamen Kraft (25) bis auf Block zusammendrückbar sowie in dem je­ weils zusammengedrückten Zustand über die Befestigungsschenkel (5) lagearretierbar ist.
2. Dehnfugenkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungs­ schenkel (5) von zwei aufeinanderfolgenden Trägerpro­ filen (6) durch eine die zwischen ihnen liegende Stoßfuge (20) auf der dem Bauwerksteil (2, 3) abge­ wandten Seite überbrückende Fixierlasche (15) in einem die Werkstoffelastizität der Dichtung (12) be­ rücksichtigenden fixen Abstand (A) miteinander ver­ bunden sind.
3. Dehnfugenkonstruktion nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den Befestigungs­ schenkeln (5) den Bauwerksteilen (2, 3) abgewandte Fixierbolzen (16) befestigt und in den Fixierlaschen (15) an die Fixierbolzen (16) angepaßte Ausnehmungen (17) vorgesehen sind.
4. Dehnfugenkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (12) beidseitig eines dem Querschnitt und dem Material der Trägerprofile (6) angepaßten Stabilisierungsglieds (13) flächig wasserdicht fest­ gelegt ist.
5. Dehnfugenkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (12) mit der Auflage (14) und/oder dem Stabilisierungsglied (13) verklebt ist.
6. Dehnfugenkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (12) durch Vulkanisation mit der Auflage (14) und/oder mit dem Stabilisierungsglied (13) was­ serdicht verbunden ist.
7. Dehnfugenkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (12) aus Schaumkunststoff besteht.
8. Dehnfugenkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (14) aus Gummi oder Kunststoff besteht.
9. Dehnfugenkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (14) aus einem Blech aus Metall oder Nichteisenmetall gebildet ist.
10. Dehnfugenkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (14) aus einem mit Kunststoff beschichte­ ten Stahlblech besteht.
11. Verfahren zur Herstellung von wasserdichten Stoßfugen (20) zwischen den in Längsrichtung einer Bauwerksfuge (1) an beiden Bauwerksteilen (2, 3) aufeinanderfol­ genden metallischen Trägerprofilen (6) einer Dehn­ fugenkonstruktion (4) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Lageorientierung der Trägerprofile (6) auf beiden Bauwerksteilen (2, 3) neben der Bauwerksfuge (1) und Eingliederung von an den Querschnitt und an das Material der Trägerprofile (6) angepaßten Dich­ tungen (12) aus einem nicht fließfähigen Werkstoff zwischen aufeinanderfolgenden Trägerprofilen (6) die Dichtungen (12) durch eine in Längsrichtung der Bau­ werksfuge (1) wirksame und an den Trägerprofilen (6) sich abstützende Kraft (25) bis auf einen die Elasti­ zität der Dichtungen (12) berücksichtigenden fixen Abstand (A) der Trägerprofile (6) zusammengedrückt und dann die Trägerprofile (6) in diesem fixen Ab­ stand (A) miteinander verbunden werden.
12. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach An­ spruch 11 unter Verwendung einer Dehnfugenkonstruk­ tion (4) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch
  • - die aufeinanderfolgenden Trägerprofile (6) fluch­ tend ausrichtende Klemmbügel (21),
  • - in neben den einander gegenüberliegenden Stirnsei­ ten (11) der Trägerprofile (6) vorgesehene Gewin­ debohrungen (10) zur Aufnahme von Gewindestiften (8) eindrehbare Schraubbolzen (24),
  • - an den Schraubbolzen (24) auf den der Stoßfuge (20) abgewandten Bereichen zur Anlage bringbare, der Distanzierung von zwei parallel neben der Bau­ werksfuge (1) verlaufenden Trägerprofilen (6) die­ nende Abstandslaschen (22a),
  • - eine die Abstandslaschen (22a) an die Schraubbol­ zen (24) pressende Zwinge (25),
  • - die aufeinanderfolgenden Trägerprofile (6) verbin­ dende Fixierbolzen (16) und Fixierlaschen (15).
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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