DE4407708A1 - Flachstrickmaschine - Google Patents
FlachstrickmaschineInfo
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- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
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- D04B15/00—Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
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- D04B15/54—Thread guides
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- D04B7/00—Flat-bed knitting machines with independently-movable needles
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Description
Die Erfindung betrifft eine Flachstrickmaschine mit Fa
denführerkästen, insbesondere für das Intarsienstricken,
die für jede Laufrichtung jeweils eine Strick-Mitnehmer
kante aufweisen, an der ein ein- und ausschaltbarer
strick-Mitnehmerbolzen zum Mitnehmen eines ausgewählten,
auf jeweils einer Fadenführer-Schiene verschiebbaren Fa
denführerkastens während des Strickvorgangs angreift.
Flachstrickmaschinen dieser Art sind allgemein bekannt,
in vielfältigen Ausführungsformen im Einsatz und bei
spielsweise in der DE-C-38 66 217 derselben Patentinhabe
rin beschrieben.
Um die nebeneinander angeordneten Intarsienbereiche eines
Gestricks mit unterschiedlichen Fäden stricken zu können,
müssen die den jeweiligen Intarsienfaden führenden Faden
führer an die Stelle über dem strickbereich gebracht wer
den, an der der Strickvorgang für diesen Intarsienbereich
beginnt. Nach Ende des Strickvorgangs in einem Bereich
muß der Fadenführer aus dem benachbarten Intarsienbereich
entfernt werden, damit dieser Fadenführerkasten bzw. des
sen Nüßchen oder Arm den Strickvorgang mit demjenigen Fa
denführerkasten nicht unmöglich macht oder stört, der für
diesen benachbarten Intarsienbereich vorgesehen ist. Die
Fadenführer müssen daher unabhängig von der Mitnahme wäh
rend des Strickvorgangs außerhalb des Strickvorgangs ver
schoben werden, um sie in die gewünschte Strickposition
zu bringen oder aus Strickbereichen zu verschieben, in
denen sie den Strickvorgang stören. Für das Verschieben
der Fadenführerkästen außerhalb des eigentlichen Strick
vorgangs sind daher zusätzliche Schlittenhübe erforder
lich, während denen ein Strickvorgang nicht oder nur an
bestimmten Stellen über den strickbereich hinweg möglich
sind. Dadurch wird die Produktivität einer Flachstrickma
schine wesentlich verringert. Zwar wurden bereits Vor
schläge beispielsweise gemäß der DE-A-42 25 212 derselben
Patentinhaberin für Intarsien-Strickverfahren gemacht,
mit denen die Produktivität einer Flachstrickmaschine
beim Intarsienstricken erhöht werden kann. Dennoch sind
auch bei derartigen, verbesserten Verfahren, die die Pro
duktivität durchaus erhöhen, zusätzliche Leerhübe des
Schlittens erforderlich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Flachstrickmaschine zu schaffen, mit der insbesondere das
Intarsienstricken mit wesentlich weniger Hüben möglich
ist, um die Produktivität zu erhöhen.
Ausgehend von einer eingangs genannten herkömmlichen
Flachstrickmaschine insbesondere für das Intarsienstrik
ken, wird die gestellte Aufgabe durch Einrichtungen zum
Verschieben der Fadenführerkästen außerhalb des eigentli
chen Strickvorgangs gelöst. Durch die erfindungsgemäßen
Einrichtungen zum Verschieben des Fadenführerkastens au
ßerhalb des Strickvorgangs ist es möglich, während eines
Schlittenhubs und/oder mit einem Schloßsystem, die Faden
führerkästen vor dem Beginn des eigentlichen Strickvor
gangs in die Ausgangsposition zu bringen und/oder die Fa
denführerkästen während desselben Hubs, während dem der
Strickvorgang stattfindet, an gewünschte Stellen im
Strickbereich zu bringen oder außerhalb des Strickbe
reichs abzustellen, ohne daß zusätzliche Schlittenhübe
erforderlich sind.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
weist die Flachstrickmaschine zusätzlich zu den Strick-
Mitnehmerbolzen wenigstens einen ein- und ausschaltbaren
Verschiebe-Mitnehmerbolzen auf, der in Laufrichtung des
Fadenführerkastens neben dem strick-Mitnehmerbolzen ange
ordnet ist. Während der strick-Mitnehmerbolzen den Faden
führerkasten während des Strickvorgangs mitnimmt, und da
durch das Nüßchen mit dem entsprechenden Intarsienfaden
jeweils in der Strickposition hält, in der der Intarsien
faden von den Nadeln optimal ergriffen werden kann, kann
der Verschiebe-Mitnehmerbolzen, der sich in Laufrichtung
der Fadenführerkästen gesehen, vor oder hinter dem
strick-Mitnehmerbolzen befindet, den Fadenführerkasten
einer Schiene vor oder nach dessen Aktivierung für den
Strickvorgang in die Strick-Ausgansposition bringen oder
nach dem Strickvorgang aus Strickbereichen verschieben,
um für andere Fadenführer bzw. andere Strickvorgänge
Platz zu schaffen. Dies alles erfolgt durch die zusätzli
che Einrichtung zum Verschieben des Fadenführerkastens
außerhalb des Strickvorgangs, bei der vorliegenden Aus
führungsform durch einen zusätzlichen Verschiebe-Mitneh
merbolzen während eines einzigen Schlittenhubs, so daß
gegenüber herkömmlichen Flachstrickmaschinen, bei denen
Schlittenhübe für das Verschieben inaktiver Fadenführer
erforderlich sind, eine wesentlich höhere Produktivität
mit der erfindungsgemäßen Einrichtung erzielt wird.
Die Produktivitätssteigerung mit der erfindungsgemäßen
Einrichtung ist insbesondere bei Maschinen mit wenigen
Stricksystemen, etwa bei ein oder zwei Stricksystemen be
sonders hoch. Bei der besonderen Ausführungsform der Er
findung mit zusätzlichen Verschiebe-Mitnehmerbolzen sind
spezielle Intarsien-Fadenführer nicht erforderlich, so
daß dadurch der zusätzliche Aufwand für die erfindungsge
mäße Flachstrickmaschine nur durch die zusätzlichen Ver
schiebe-Mitnehmerbolzen entsteht.
Während bei den herkömmlichen Flachstrickmaschinen für
das Intarsienstricken nicht alle Spuren der Fadenführer
schienen verwendet werden können, beispielsweise werden
bei acht-spurigen Flachstrickmaschinen für das Intarsien
stricken nur sechs Spuren eingesetzt, ist mit den erfin
dungsgemäßen Einrichtungen eine derartige Einschränkung
aufgehoben. Auch der bei herkömmlichen Flachstrickmaschi
nen erforderliche Abstand zwischen Fadenführern, die für
ein Stricksystem geschaltet werden, ist mit den erfindungs
gemäßen Einrichtungen nicht mehr erforderlich oder
wenigstens reduzierbar, so daß dadurch ebenfalls die Pro
duktivität erhöht wird und beim Intarsienstricken eine
größere Gestaltungsvielfalt möglich ist.
Werden für unterschiedliche Stricksysteme zwei oder mehr
Fadenführer auf einer Spur verwendet, so mußte bei her
kömmlichen Maschinen der Abstand zwischen den Nüßchen
mindestens 10 Zoll betragen. Die erfindungsgemäßen Ein
richtungen ermöglichen eine wesentliche Verringerung die
ses Abstands, beispielsweise auf 3 Zoll, so daß auch da
durch eine größere Mustervielfalt und Produktivität mög
lich wird. Werden für das gleiche System zwei Fadenführer
auf einer Spur verwendet, dann ist bei herkömmlichen
Flachstrickmaschinen sogar ein Abstand von 11,5 Zoll er
forderlich. Auch dieser Abstand läßt sich mit den erfin
dungsgemäßen Einrichtungen wesentlich, beispielsweise auf
3 Zoll, verringern.
Die erfindungsgemäße Einrichtung ist besonders vorteil
haft im Zusammenhang mit Maschinen zum Stricken grober
Gestricke, beispielsweise mit Feinheitsbereichen E3 oder
E4, da wegen der relativ breiten Fadenführerkästen bei
herkömmlichen Flachstrickmaschinen nur ein Fadenführer
auf einer Spur verwendet werden kann. Die erfindungsgemä
ßen Einrichtungen machen es möglich, auch bei groben
Feinheiten zwei oder mehr Fadenführer auf einer Spur mit
den damit verbundenen Vorteilen zu verwenden.
Durch die erfindungsgemäßen zusätzlichen Einrichtungen
zum Verschieben des Fadenführerskastens außerhalb des
Strichvorgangs ist es auch nicht mehr erforderlich, die
Schlittengeschwindigkeit von Flachstrickmaschinen während
des Intarsienstrickens zu verringern, wie dies bei her
kömmlichen Maschinen etwa von 1,1 m/s auf 0,7 ms erfor
derlich ist. Auch dadurch ergibt sich eine wesentliche
Produktivitätszunahme.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung mit
wenigstens einem zusätzlichen Verschiebe-Mitnehmerbolzen
besteht darin, daß ein Verschiebe-Mitnehmerbolzen sowohl
vor als auch hinter dem Strick-Mitnehmerbolzen vorgesehen
ist. Dadurch kann ein Fadenführerkasten während eines
Hubs auf einer Spur vorlaufend in die Strickstellung ge
schoben und nachlaufend aus Strickbereichen gezogen wer
den, in denen der inaktive Fadenführerkasten für weitere
Strickvorgänge stören könnte.
Für jede Fadenführerschiene bzw. für jede Spur ist vor
zugsweise jeweils wenigstens ein Verschiebe-Mitnehmerbol
zen vorgesehen. Dabei ist es besonders vorteilhaft, daß
die Verschiebe-Mitnehmerbolzen sich entsprechend den
Strick-Mitnehmerbolzen in Gehäusen angeordnet sind, die
sich quer zur Laufrichtung der Fadenführerkästen über die
Fadenführerschienen erstrecken und wie die Strick-Mitneh
merbolzen-Gehäuse ebenfalls am Schlittenbügel befestigt
sind. Damit ergeben sich kompakte Gehäuse und Anordnungen
auch für die Verschiebe-Mitnehmerbolzen, wodurch ein ein
faches Anbringen oder Nachrüsten einer Flachstrickmaschi
ne mit den zusätzlichen Verschiebe-Mitnehmerbolzen mög
lich ist. Durch die Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Einrichtungen mit zusätzlichen Verschiebe-Mitnehmerbolzen
bzw. -Gehäusen ist das Umrüsten der Flachstrickmaschinen
zum Intarsienstricken und wieder zurück zu Stan
dardmaschinen nicht mehr erforderlich, so daß dadurch
Standzeiten eingespart werden können.
Gemäß einer weiteren sehr vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung weisen die Fadenführerkästen für jede Laufrich
tung jeweils wenigstens eine Verschiebe-Mitnehmerkante
zusätzlich zur Strick-Mitnehmerkante auf, an den der
Strick-Mitnehmerbolzen angreift. Gemäß dieser Ausfüh
rungsform der Erfindung ist ein zusätzlicher Verschiebe-
Mitnehmerbolzen nicht erforderlich, vielmehr wird der
Strick-Mitnehmerbolzen dazu verwendet, den Fadenführerka
sten außerhalb des eigentlichen Strickvorgangs zu ver
schieben, indem er so ein- oder ausgeschaltet wird, daß
er während desselben Schlittenhubs und mit demselben
Schloßsystem in seinen inaktiven Zustand, während dem er
nicht für den Strickvorgang vorgesehen ist, in eine ge
wünschte oder aus einer nicht gewünschten Stellung ver
schoben wird.
Gegenüber der zuvor beschriebenen Ausführungsform der Er
findung mit zusätzlichen Verschiebe-Mitnehmerbolzen ist
bei dieser erfindungsgemäßen Ausführungsform mit zusätz
lichen Verschiebe-Mitnehmerkanten am Fadenführerkasten
keine Änderung der Maschine bzw. des Schloßschlittens er
forderlich, so daß die herkömmlichen Flachstrickmaschinen
verwendet werden können. Statt dessen müssen spezielle Fa
denführerkästen mit - wie beschrieben - zusätzlichen Ver
schiebe-Mitnehmerkanten gefertigt und eingesetzt werden.
Weiterhin sind bei dieser Ausführungsform zusätzliche
Schleppkabel zur Ansteuerung der Verschiebe-Mitnehmerbol
zen nicht erforderlich, jedoch muß die Programmierung zur
Steuerung des Strick-Mitnehmerbolzens für den Angriff an
den zusätzlichen Verschiebe-Mitnehmerkanten und für die
Freigabe der Verschiebe-Mitnehmerkanten erweitert werden.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Einrichtung mit einer zusätzlichen Ver
schiebe-Mitnehmerkante weist der Fadenführerkasten für
jede Laufrichtung jeweils zwei zusätzliche Mitnehmerkan
ten auf, wobei die Strick-Mitnehmerkante in Laufrichtung
des Fadenführerkastens zwischen den beiden zusätzlichen
Verschiebe-Mitnehmerkanten angeordnet ist. Durch die Aus
bildung einer Verschiebe-Mitnehmerkante in Laufrichtung
des Fadenführerkastens sowohl vor als auch hinter der
Strick-Mitnehmerkante ist es möglich, den Fadenführerka
sten während eines Schlittenhubs und nur mit einem
Stricksystem entweder vor dem eigentlichen Strickvorgang
in eine gewünschte Lage zu schieben, oder den Fadenfüh
rerkasten nach dem eigentlichen Strickvorgang aus einer
ungewünschten Lage zu ziehen oder beides gleichzeitig
während eines Schlittenhubs durchzuführen.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Er
findung in Zusammenhang mit zusätzlichen Verschiebe-Mit
nehmerkanten am Fadenführerkasten ist wenigstens eine
Verschiebe-Mitnehmerkante von der Strick-Mitnehmerkante
in Laufrichtung des Fadenführerkastens so weit beabstan
det, daß der Strick-Mitnehmerbolzen nach Freigabe der
Strick-Mitnehmerkante bzw. einer Verschiebe-Mitnehmerkan
te während eines Schlittenhubs zum Angreifen an einer
Verschiebe-Mitnehmerkante bzw. der Strick-Mitnehmerkante
aktivierbar ist. Der Abstand zwischen den Kanten sollte
also so gewählt werden, daß trotz der für das Ein- und
Ausschalten des Strick-Mitnehmerbolzens erforderliche
Zeit ein Angriff des Strick-Mitnehmerbolzens an einer be
nachbarten Kante nach Freigabe der vorausgegangenen Kante
möglich ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben. Es
zeigen:
Fig. 1 die schematische Darstellung einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Einrichtung, bei der ein zu
sätzlicher Verschiebe-Mitnehmerbolzen vorgesehen
ist, und
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Fadenführerka
stens gemäß der alternativen Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Einrichtung, bei der zusätzliche
Verschiebe-Mitnehmerkanten am Fadenführerkasten
vorgesehen sind.
Wie Fig. 1 zeigt, ist an einem nicht dargestellten
Schlittenbügel ein Strick-Mitnehmerbolzengehäuse 1 mit
einem Strick-Mitnehmerbolzen 2 und ein Verschiebe-Mitneh
merbolzen 4 in Seitenansicht schematisch dargestellt. Die
Strick- und Verschiebe-Mitnehmerbolzengehäuse 1 und 3
sind in der üblichen Weise auf der Unterseite eines nicht
dargestellten Schlittenbügels befestigt. Ebenfalls nicht
dargestellt sind die Betätigungseinrichtungen, beispiels
weise Schaltmagnete, für die Bolzen 2 und 4, da dies all
gemein bekannte Vorrichtungen sind.
Bewegt sich der Schloßschlitten mit den Gehäusen 1 und 3
in der Zeichnungsebene entsprechend den Pfeil 5 von
rechts nach links, und ist der Verschiebe-Mitnehmerbolzen
4 aktiviert, greift er also an einer Mitnehmerkante 6 ei
nes Fadenführerkastens 7 an, wird dieser Fadenführerka
sten 7 in eine gewünschte Stellung, beispielsweise in die
Stellung geschoben, in der er sich für den Strickbeginn
für denjenigen Intarsienbereich befinden sollte, der mit
dem Intarsienfaden dieses Fadenführerkastens 7 gestrickt
werden soll. Der Verschiebe-Mitnehmerbolzen 6 wird an
dieser Stelle deaktiviert, so daß der Fadenführerkasten 7
in dieser Stellung stehen bleibt.
Wird der Strick-Mitnehmerbolzen 2 vor Eintreffen am Fa
denführerkasten 7 aktiviert, nimmt er den Fadenführerka
sten 7 mit. Der Fadenführerkasten 7 befindet sich dabei
als aktiver Fadenführer durch die Mitnahme mit dem
Schlitten immer an der Stelle des Schlittensystems, an
der er zum Einlegen seines Fadens in die Nadeln stehen
muß, um diesen Intarsienbereich zu stricken.
Das Verschieben des Fadenführerkastens an eine gewünschte
Stelle erfolgt gemäß der dargestellten Ausführungsform
also während des Schlittenhubs zum Stricken des Intarsi
enbereichs. Ein zusätzlicher Schlittenhub für das Ver
schieben des Fadenführerkastens 7 an die gewünschte
Stelle über dem Strickbereich für den Beginn des eigent
lichen Strickvorgangs ist daher nicht erforderlich.
Vorzugsweise weist das Verschiebe-Mitnehmerbolzengehäuse
1 quer zur Laufrichtung des Fadenführerkastens 7 angeord
nete Verschiebe-Mitnehmerbolzen für jede Schiene bzw. je
de Spur auf, so daß die Fadenführerkästen, gegebenenfalls
auch mehrere auf einer Spur, von den Verschiebe-Mitneh
merbolzen bewegt werden können.
Zusätzlich zu dem Verschiebe-Mitnehmerbolzengehäuse 3
kann ein weiteres Verschiebe-Mitnehmerbolzengehäuse auf
der anderen Seite des Strickfaden-Mitnehmerbolzengehäuses
1 angeordnet sein, so daß bei Schlittenlaufrichtung gemäß
dem Pfeil 5 von rechts nach links ein deaktivierter Fa
denführerkasten nach dem eigentlichen Strickvorgang in
eine gewünschte Stellung gezogen werden kann. Die Anord
nung des Strick-Mitnehmerbolzensgehäuses 1 zwischen zwei
Verschiebe-Mitnehmerbolzengehäusen 3 ist insbesondere
auch durch die Tatsache vorteilhaft, daß sich dieselben
Verschiebemöglichkeiten in beiden Schlittenlaufrichtungen
ergeben.
Der in Fig. 2 schematisch dargestellte Fadenführerkasten
8 gemäß der weiteren Ausführungsform der erfindungsgemä
ßen Einrichtung zum Verschieben des Fadenführerkastens 8
außerhalb des Strickvorgangs weist die üblichen Strick-
Mitnehmerkanten 9a, 9b - jeweils für die entsprechende
Laufrichtung - sowie Verschiebe-Mitnehmerkanten 10a, 10b
- ebenfalls für die jeweilige Laufrichtung - auf.
Angenommen, die Schlittenlaufrichtung erfolgt gemäß dem
Pfeil 11 in Zeichenebene von rechts nach links und der
Strick-Mitnehmerbolzen 12 ist aktiviert, so daß er an der
Strick-Mitnehmerkante 9a zum Stricken mit diesem Faden
führerkasten 8 angreift. Am Ende des mit diesem Fadenfüh
rerkasten 8 zu strickenden Intarsienbereichs wird der
Strick-Mitnehmerbolzen 12 deaktiviert, gibt also die
Strick-Mitnehmerkanten 9a frei, so daß der Fadenführerka
sten 8 zum Stehen kommt. Wenn nun der Strickmitnehmerbol
zen 12 danach wieder aktiviert wird, schlägt er an der
Verschiebe-Mitnehmerkante 10a an und zieht den Fadenfüh
rerkasten 8 so lange weiter mit, bis der Strick-Mitneh
merbolzen 12 deaktiviert wird.
Die zuvor beschriebenen Vorgänge erfolgen während eines
Schlittenhubs, so daß zum Verschieben des Fadenführerka
stens 8 nach dem eigentlichen Strickvorgang kein zusätz
licher Schlittenhub erforderlich ist.
Durch eine weitere Verschiebe-Mitnehmerkante 13a, 13b -
jeweils in entsprechenden Schlittenlaufrichtung - ist es
auch möglich, den Fadenführerkasten 8 vor dem eigentli
chen Strickvorgang während eines Schlittenhubs an eine
gewünschte Stelle zu schieben. Dazu wird der Strick-Mit
nehmerbolzen 12 so frühzeitig aktiviert, daß er bei
Schlittenlaufrichtung gemäß dem Pfeil 11 von rechts nach
links an der weiteren Verschiebe-Mitnehmerkante 13b an
greift. Befindet sich der Fadenführerkasten in der Stel
lung, in der das Stricken mit dem Fadenführerkasten be
ginnen soll, wird der Strick-Mitnehmerbolzen 12 deakti
viert. Wenn er danach kurzzeitig wieder aktiviert wird,
greift er an der eigentlichen Strick-Mitnehmerkante 9a
an, so daß der Fadenführerkasten 8 für den eigentlichen
Strickvorgang mit der für den Strickvorgang erforderli
chen Lage des Nüßchens bezüglich des Strickbereichs auf
der Maschine über den Intarsienstrickbereich hinweg mit
genommen wird.
Das Aktivieren und Deaktivieren des Strick-Mitnehmerbol
zens 12 erfordert eine gewisse Zeit. Daher sollte der Ab
stand zwischen den Strick- und Verschiebe-Mitnehmerkanten
ausreichend groß gewählt werden, damit trotz der erfor
derlichen Zeit zum Schalten des Strick-Mitnehmerbolzens
12 ein sicherer Angriff an der nächstfolgenden Strick
bzw. Verschiebe-Mitnehmerkante sichergestellt ist.
Mit der anhand von Fig. 2 erläuterten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Einrichtung ist es auf einfache Weise
möglich, die Fadenführerkästen in der gewünschten Weise
während eines einzigen Schlittenhubs, während dem auch
der Strickvorgang ausgeführt wird, in der gewünschten
Weise zu verschieben, so daß dadurch keine zusätzlichen
Leerhübe zum Verschieben der Fadenführerkästen erforder
lich sind, wie dies bei herkömmlichen Flachstrickmaschi
nen der Fall ist.
Claims (7)
1. Flachstrickmaschine, insbesondere für das Intarsien
stricken, mit Fadenführerkästen, die für jede Lauf
richtung jeweils eine Strick-Mitnehmerkante aufwei
sen, an der ein ein- und ausschaltbarer Strick-Mit
nehmerbolzen zum Mitnehmen eines ausgewählten, auf
jeweils einer Fadenführerschiene verschiebbaren Fa
denführerkastens während des Strickvorgangs an
greift, gekennzeichnet durch Einrichtungen (3, 4;
10a, 10b, 13a, 13b) zum Verschieben der Fadenführer
kästen (7, 8) außerhalb des Strickvorgangs.
2. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß wenigstens ein ein- und ausschaltbarer
Verschiebe-Mitnehmerbolzen (4) in Laufrichtung des
Fadenführerkastens (7) vorgesehen ist (Fig. 1).
3. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß jeweils ein Verschiebe-Mitneh
merbolzen in Laufrichtung des Fadenführerkastens (7)
vor und hinter dem Strick-Mitnehmerbolzen (2) vorge
sehen ist.
4. Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die Strick-Mitnehmer
bolzen (2) in einem an einem Schlittenbügel befe
stigten Strick-Mitnehmerbolzengehäuse (1) quer zur
Laufrichtung (5) des Fadenführerkastens (7) jeweils
nebeneinander für die jeweiligen Fadenführerschienen
angeordnet sind, und daß ein Verschiebe-Mitnehmer
bolzengehäuse (3) in Laufrichtung vor und/oder nach
dem Strick-Mitnehmerbolzengehäuse (1) vorgesehen
ist.
5. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Fadenführerkasten (8) für jede
Laufrichtung jeweils wenigstens eine Verschiebe-Mit
nehmerkante (10a, 10b; 13a, 13b) für den Angriff des
Strick-Mitnehmerbolzens (12) aufweist (Fig. 2).
6. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Fadenführerkasten (8) für
jede Laufrichtung jeweils zwei zusätzliche Verschie
be-Mitnehmerkanten aufweist, und daß die Strick-Mit
nehmerkante (9a, 9b) in Laufrichtung des Fadenfüh
rerkastens (8) zwischen den beiden zusätzlichen Ver
schiebe-Mitnehmerkanten (10a, 13a bzw. 10b, 13b) an
geordnet ist.
7. Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1, 5
oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebe-
Mitnehmerkante (10a, 10b; 13a, 13b) von der Strick-
Mitnehmerkante (9a, 9b) in Laufrichtung des Faden
führerkastens (8) so weit beabstandet ist, daß der
Strick-Mitnehmerbolzen (12) nach Freigabe der
Strick-Mitnehmerkante (9a, 9b) bzw. einer Verschie
be-Mitnehmerkante (10, 10b; 13a, 13b) während eines
Schlittenhubs zum Angreifen an der Verschiebe-Mit
nehmerkante (10a, 10b; 13a, 13b) bzw. der Strick-
Mitnehmerkante (9a, 9b) aktivierbar ist.
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|---|---|---|---|
| DE19944407708 DE4407708C2 (de) | 1994-03-08 | 1994-03-08 | Flachstrickmaschine |
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| DE4407708C2 DE4407708C2 (de) | 1996-07-11 |
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| DE19944407708 Expired - Fee Related DE4407708C2 (de) | 1994-03-08 | 1994-03-08 | Flachstrickmaschine |
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