DE4403593C2 - Drehgelenk, insbesondere für die drehbewegliche Kabelzuführung zu einem elektrischen Gerät - Google Patents

Drehgelenk, insbesondere für die drehbewegliche Kabelzuführung zu einem elektrischen Gerät

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Description

Die Erfindung betrifft ein Drehgelenk, insbesondere für die drehbewegliche Kabelzuführung zu einem elektrischen Gerät, bestehend aus zwei über Lagerwände drehbar miteinander verbundenen Gelenkteilen, an die jeweils ein Tragarm einer Aufhängevorrichtung für ein Steuergerät oder dgl. angebracht ist, wobei die Gelenkachse senkrecht zu der Längsachse der Tragarme ausgerichtet ist.
Ein derartiges Drehgelenk ist aus der DE 30 34 013 A1 bekannt. Das obere und das untere Gelenkteil sind aus jeweils einer Gehäusehälfte gebildet, die mittels eines Kugellagers drehbar miteinander verbunden sind. In eine Öffnung der Gehäuse sind Hohlprofilabschnitte einschiebbar und mittels Befestigungsschrauben in diesen festlegbar. In die beiden Gehäusehälften ist ein flexibler Schlauch eingelegt, der in die Enden der Hohlprofilabschnitte eingeschoben ist und so als Durchführung für in den Hohlprofilabschnitten eingelegte Kabel dient.
Ein solches Drehgelenk ist im Aufbau sehr aufwendig und besteht aus vielen Einzelteilen. Damit ergibt sich ein hoher Teile- und Montageaufwand. Weiterhin ist die Einführung und Durchführung von Kabeln durch das Gelenk nicht einfach möglich, da sich ein eingeführtes Kabel in den Umlenkbereichen des Schlauches leicht verklemmt. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn wenig flexible Kabel in den Schlauch eingeschoben werden sollen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Drehgelenk der eingangs erwähnten Art zu schaffen, das wenige, einfache Teile erfordert und eine vereinfachte Montage sowie eine einfache Installation von Kabeln oder dgl. ermöglicht.
Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß die Gelenkteile jeweils rechtwinklig zueinander stehend eine Tragarm-Befestigungswand und die Lagerwand aufweisen, die beide mit einer Kabeldurchführung versehen sind, daß die Tragarm-Befestigungswand und die Lagerwand eines Gelenkteils mittels Seitenwänden, die mit dem freien Ende der Tragarm-Befestigungswand und dem freien Ende der Lagerwand abschließen, einstückig miteinander verbunden sind und hinter der Tragarm-Befestigungswand und der Lagerwand einen über eine Öffnung zugänglichen Montageraum bilden und daß die Tragarm-Befestigungswand Befestigungsaufnahmen aufweist, in die montageraumseitig Befestigungsschrauben einführbar und in Schraubaufnahmen der Tragarme einschraubbar sind.
Mittels der Öffnungen ist ein großflächiger Zugang zu den Montageräumen und damit zu den Rückseiten der Tragarm-Befestigungswänden und den Lagerwänden möglich. Damit kann die Drehlagerung einfach eingesetzt und montiert werden. Von der Rückseite der Tragarm-Befestigungswände her können die Befestigungsschrauben durch die Öffnungen auf einfache Weise in die Befestigungsaufnahmen eingeführt werden. Die Öffnungen ermöglichen den Einsatz eines Schraubwerkzeuges. Die Seitenwände der Gelenkteile bieten eine Verstärkung der senkrecht zueinander angeordneten Tragarm-Befestigungswand und der Lagerwand, so daß auch hohe Lasten aufgenommen werden können. Die Einbringung eines Kabels in ein fertig montiertes Drehgelenk ist einfach möglich. Hierzu wird das Kabel durch den Tragarm hindurchgeschoben und am Ende des Tragarmes aus der Öffnung des einen Gelenkteils herausgeführt. Von hier aus kann es dann leicht von Hand umgelenkt und durch die Kabeldurchführung der Lagerwand geschoben werden.
Diese Vorgehensweise, bei der die Öffnung als Montagehilfe für das Kabel dient, ist dann auch bei der Durchführung des Kabels durch das andere Gelenkteil leicht anwendbar. Somit kann mit wenigen Handgriffen ein Kabel oder dgl. schnell und einfach installiert werden. Das ist auch dann möglich, wenn das Drehgelenk bereits an einer Wand oder einer Decke befestigt ist.
Ist vorgesehen, daß die Tragarm-Befestigungswand eines der Gelenkteile mit einer ebenen Anschlußfläche versehen ist, die als Anschlußflansch zur Befestigung des Gelenkes an einer Wand oder an einem Maschinenkörper dient, dann kann das Drehgelenk als Wandanschlußgelenk verwendet werden. Die ebene Anschlußfläche wird dann flächig auf der Wand oder an einem Maschinenkörper befestigt. Die Tragarm-Befestigungswand kann dann beispielsweise Befestigungsaufnahmen aufweisen, in die Befestigungsschrauben einführbar und in Gewindeaufnahmen der Wand oder des Maschinenkörpers einschraubbar sind.
Ist vorgesehen, daß die Öffnungen der Gelenkteile mittels Deckel verschließbar sind, dann ist im Zusammenspiel mit den Seitenwänden eine staubgeschützte Kapselung der Lagerteile erreicht. Wird zwischen dem Deckel und den Gelenkteilen noch eine Dichtung eingelegt, so ist eine staub- und feuchtigkeitsdichte Kapselung erreicht.
Eine einfache Verbindung zwischen den Deckeln und den Gelenkteilen ist dadurch erreicht, daß die Deckel mit den Gelenkteilen verrastbar und/oder verschraubbar sind.
Ein Drehgelenk mit einfach zu fertigenden und zu bearbeitenden Gelenkteilen ist dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkteiie im Bereich ihrer Lagerwände einen rohrförmigen Rundabschnitt aufweisen, der mit der Lagerwand abgeschlossen ist, oder daß die Gelenkteile im Bereich der Lagerwände einen Vierkant-Hohlprofilabschnitt aufweisen, er mit der Lagerwand abgeschlossen ist.
Die Gelenkteile können dann beispielsweise von einem Halbzeug abgelängt werden und mit wenigen Bearbeitungsschritten endbearbeitet werden.
Die Gelenkteile werden im Gußverfahren hergestellt und sind - bedingt durch die rohrförmige Geometrie - einfach und ohne Hinterschnitte gießbar.
Ist vorgesehen, daß die Tragarm-Befestigungswände der Gelenkteile auf der Außenseite jeweils eine Aufnahme aufweisen, in denen das Ende der Tragarme festlegbar ist, dann können die Tragarme an den Gelenkteilen vorpositioniert werden, so daß eine einfache Verschraubung von der Rückseite der Tragarm-Befestigungswand her möglich ist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Dreh Lagerung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Drehlagerung aus einem Haltering und Lagerringen gebildet ist, daß der Haltering mit einem Ansatz in die Kabeldurchführung des einen Gelenkteils eingesetzt ist und sich mit einem Bund an diesem formschlüssig abstützt, daß in den Haltering Gewindeaufnahmen und fluchtend hierzu in die Lagerwand des anderen Gelenkteils Schraubaufnahmen eingebracht sind, und daß die beiden Gelenkteile mittels Befestigungsschrauben miteinander verbindbar sind. Der Haltering ist mit seinem Bund als Drehteil einfach herzustellen. Mit der formschlüssigen Anlage des Bundes an der Lagerwand des einen Gelenkteils ist eine stabile Verbindung zwischen den beiden Gelenkteilen geschaffen, so daß hohe Kräfte aufgenommen werden können.
Die Verschraubung des anderen Gelenkteils mit dem Haltering ist einfach möglich, da die Öffnung des anderen Gelenkteils eine gute Zugänglichkeit zu den Schraubenaufnahmen in der Lagerwand ermöglicht.
Eine bevorzugte Ausgestaltung eines Drehgelenkes ist dadurch gekennzeichnet, daß in der Drehlagerung drei Lagerringe verwendet sind, die in der Vertikalen jeweils eine geführte Abstützung zwischen dem Bund des Halteringes und der Lagerwand des einen Gelenkteils, zwischen der Lagerwand des einen Gelenkteils und der Lagerwand des anderen Gelenkteils sowie in der Horizontalen zwischen dem Haltering und der Lagerwand des Gelenkteils bilden.
Ist eine begrenzte Verschwenkbarkeit des Drehgelenkes vorgesehen, dann sieht eine Ausgestaltung vor, daß die Verdrehung des einen Gelenkteils an dem anderen Gelenkteil mittels eines Anschlages begrenzt ist.
Eine bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, daß der Anschlag an einer Tragarmbefestigungswand des einen Gelenkteils auf der dem Tragarm abgekehrten Seite angebracht ist, und daß ein oder zwei Ansätze mit dem anderen Gelenkteil fest in Verbindung steht und mit dem Anschlag zusammenarbeiten.
Ist nur ein Ansatz vorgesehen, so wird eine maximale Verdrehung der bei den Gelenkteil e zueinander um ca. 360° erlaubt. Dadurch ist verhindert, daß Kabel, die durch die Kabeldurchführungen der beiden Gelenkteile hindurchgeführt sind, verdrillt und dadurch beschädigt werden. Sind zwei Ansätze vorgesehen, so können die beiden Gelenkteile maximal um einen fest vorgegebenen Winkel verschwenkt werden.
Eine Vereinfachung der Montage wird dadurch erreicht, daß der Anschlag als Winkelstück ausgebildet ist, das Befestigungsaufnahmen aufweist, in die die Befestigungsschrauben einführbar und in die Schraubaufnahmen der Tragarme einschraubbar sind. Damit kann das Winkelstück zusammen mit dem Gelenkteil in einem Montageschritt an den Tragarm angeschraubt werden.
Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß der oder die Ansätze als Schrauben ausgebildet sind, die in Gewindeaufnahmen des Halteringes eingeschraubt sind. Damit kann der Anschlag an dem einen Gelenkteil angebracht werden. Der Haltering ist fest mit dem anderen Gelenkteil verbunden, so daß eine Begrenzung der Drehbewegung im Bereich der Drehlagerung möglich ist.
Ist vorgesehen, daß die Schrauben und der Anschlag mittels einer Abdeckung überdeckt sind, daß die Abdeckung einen ringförmigen Ansatz aufweist, der in den Haltering eingesetzt ist und daß die Abdeckung und der Ansatz einen Durchbruch zur Kabeldurchführung aufweisen, dann ist verhindert, daß die eingeführten Kabel zwischen dem Ansatz und dem Anschlag eingeklemmt und dadurch beschädigt werden.
Weist die Abdeckung einen radialen Schlitz auf, dann kann sie auch noch nachträglich bei einem bereits fertig montierten Drehgelenk eingesetzt werden. Die installierten Kabel werden durch den Schlitz in den Durchbruch eingeführt. Der ringförmige Ansatz kann dann in den Haltering eingesetzt werden.
Um die Ansätze nachträglich noch ein-, aus- oder umbauen zu können, sieht eine Ausgestaltung der Erfindung vor, daß die Abdeckung eine Ausnehmung aufweist, über die die Ansätze einzeln zugänglich sind.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 im Längsschnitt eine Aufhängevorrichtung mit zwei Drehgelenken und zwei Tragarmen, und
Fig. 2 im Längsschnitt ein Drehgelenk mit einem Anschlag.
Die Fig. 1 zeigt zwei Drehgelenke, an die Tragarme 50 angeschraubt sind. Ein Drehgelenk ist aus zwei Gelenkteilen 10, 20 gebildet, die mittels einer Drehlagerung drehbar miteinander verbunden sind. Die Gelenkteile 10, 20 weisen eine Tragarm-Befestigungswand 14, 24 und eine Lagerwand 15, 25 auf. Die Tragarm-Befestigungswand 14, 24 steht senkrecht zu der Lagerwand 15, 25 und ist mit dieser einstückig verbunden. Die Tragarm-Befestigungswand 14, 24 ist über Seitenwände mit der Lagerwand 15, 25 verbunden, wobei die Seitenwände mit dem freien Ende der Tragarm-Befestigungswand 14, 24 und dem freien Ende der Lagerwand 15, 25 abschließen. Damit ist hinter der Tragarm-Befestigungswand 14, 24 und der Lagerwand 15, 25 ein Montageraum 13, 23 gebildet, der über eine Öffnung 12, 22 zugänglich ist. Die Öffnungen 12, 22 sind mittels eines Deckels 40 aus Stahlblech oder Kunststoff verschließbar. Zur Anbringung der Deckel 40 an den Gelenkteilen 10, 20 weisen diese Befestigungsaufnahmen auf, in die Befestigungsschrauben 41 einführbar und in Schraubenaufnahmen der Gelenkteile 10, 20 einschraubbar sind.
Die Tragarm-Befestigungswand 14, 24 und die Lagerwand 15, 25 sind mit Durchbrüchen versehen, die als Kabeldurchführungen 16, 26, 17, 27 dienen. Auf der nach außen gekehrten Seite der Tragarm-Befestigungswand 14, 24 ist eine Aufnahme 11, 21 ausgebildet. Die Aufnahme 11, 21 ist aus einem ringförmig abstehenden Ansatz gebildet. Die von dem ringförmigen Ansatz umschlossene Fläche ist eben, so daß ein Tragarm 50 mit seinem planen Ende bündig aufgesetzt werden kann. Im Zentrum der Fläche ist die Kabeldurchführung 16, 26 angeordnet. Die Tragarme 50 bestehen aus einem ovalen geschlossenen Hohlprofilabschnitt, dessen zwei vertikale Seitenwände mittels zweier bogenförmiger Verbindungsteile miteinander verbunden sind. Die Seitenwände des Hohlprofilabschnittes sind vertikal ausgerichtet, so daß eine hohe Biege- und Torsionsfestigkeit bei vertikaler Belastung gewährleistet ist. Im Inneren des Tragarmes 50 sind längsgerichtete Schraubkanäle 51 eingebracht. Mittels der Aufnahmen 11, 21 wird der angeschlossene Tragarm 50 lagerichtig zentriert, so daß die Schraubkanäle 51 mit Befestigungsaufnahmen der Tragarm-Befestigungswand 14, 24 fluchten. In die Befestigungsaufnahmen sind rückseitig durch die Öffnung 12, 22 und den Montageraum 13, 23 Befestigungsschrauben einführbar und in die Schraubkanäle 51 einschraubbar.
Auf einem Innenabsatz der Lagerwand 15 des ersten Gelenkteils 10 ist ein Haltering 30 mit seinem Bund 31 abgestützt. Der Haltering 30 wird durch die Öffnung 12 in den Montageraum 13 eingelegt und mit einem Ansatz durch die Kabeldurchführung 17 geführt. In den Haltering 30 sind Gewindeaufnahmen eingebracht. Das zweite Gelenkteil 20 ist mit seiner Lagerwand 25 so gegen die Lagerwand 15 des ersten Gelenkteils 10 gesetzt, daß Schraubaufnahmen in der Lagerwand 25 des zweiten Gelenkteils 20 mit den Gewindeaufnahmen des Halteringes 30 fluchten.
In die Schraubaufnahmen sind dann Befestigungsschrauben 18 durch die Öffnung 22 des zweiten Gelenkteils 20 einführbar und in die Gewindeaufnahmen des Halteringes 30 einschraubbar. Zur Lagerung sind drei Lagerringe 70, 71, 72 verwendet. Der Lagerring 71 ist zwischen dem Bund 31 des Halteringes 30 und der Lagerwand 15 angeordnet. Der Lagerring 70 ist in Art einer Stopfbuchse ausgebildet und ist in die Kabeldurchführung eingesetzt. Der Lagerring 70 stützt somit den Haltering 30 seitlich ab.
Der dritte Lagerring 72 ist zwischen den Lagerwänden 15, 25 des ersten und des zweiten Gelenkteils 10, 20 angeordnet. Das in der Zeichnung rechts dargestellte Drehgelenk dient zur drehbaren Verbindung zweier Tragarme 50, wobei die Tragarme 50 um eine Achse senkrecht zur Längsachse der Tragarme 50 zueinander schwenkbar sind.
Es ist aber auch möglich, das Drehgelenk als Wandanschluß-Drehgelenk zu verwenden. In diesem Fall ist, wie das in der Zeichnung links dargestellte Drehgelenk zeigt, die Tragarm-Befestigungswand 24 des zweiten Gelenkteils 20 mit einer ebenen Anschlußfläche versehen. Damit ist das Wandanschluß-Drehgelenk mittels Befestigungsschrauben, die in entsprechende Befestigungsaufnahmen der Tragarm-Befestigungswand 24 eingeführt werden, in Schraubenaufnahmen der Wand 60 befestigbar. Durch die Kabeldurchführung 26 der Tragarm-Befestigungswand 24 ist dann ein Kabel von der Wandseite her in den Montageraum 23 des zweiten Gelenkteils 20 einführbar. Das Kabel wird dann durch die Öffnung 22 herausgeführt und durch die Kabeldurchführungen 27 und 17 des zweiten und des ersten Gelenkteils 20 und 10 in den Montageraum 13 des ersten Gelenkteils 10 geschoben. Von hier aus kann es aus der Öffnung 12 des ersten Gelenkteils herausgezogen werden und dann durch die Kabeldurchführung 16 der Tragarm Befestigungswand 14 des ersten Gelenkteils 10 umgelenkt und in den Kabelkanal des Tragarmes 50 eingeschoben werden, bis es aus der Kabeldurchführung 16 des in der Zeichnung rechts dargestellten Drehgelenkes austritt. Die Durchführung des Kabels durch dieses Drehgelenk erfolgt in der oben beschriebenen Weise.
Damit kann das Drehgelenk montiert und an der Wand 60 angeschraubt werden. Die Installation des Kabels kann nachträglich erfolgen. Damit können, wenn dies gewünscht ist, auch noch nachträglich zusätzliche Kabel oder sonstige Versorgungsleitungen, beispielsweise Druckluftschläuche usw. installiert werden, ohne daß das Drehgelenk demontiert werden muß.
In Fig. 2 sind die Gelenkachsen der Drehgelenke vertikal ausgerichtet. Es ist aber auch möglich, diese horizontal anzuordnen. Dies ist dann erforderlich, wenn beispielsweise vorgesehen ist, daß das Drehgelenk an einer Decke befestigt werden soll.
Die Aufnahmen 11, 21 für die Tragarme 50 können auch als Aussparungen ausgebildet sein, die entsprechend dem Querschnitt des Tragarmes 50 in die Tragarm-Befestigungswand 14, 24 eingearbeitet sind.
In Fig. 2 ist ein Drehgelenk dargestellt, bei dem ein Anschlag 80 vorgesehen ist. Der Anschlag 80 ist als Winkelstück ausgebildet und weist an seinem vertikal stehenden Schenkel zwei Befestigungsaufnahmen 82 auf. Zur Anbindung des Anschlages 80 an das Drehgelenk sind Befestigungsschrauben 18 in die Befestigungsaufnahmen 82 des Anschlages eingeführt und über das Gelenkteil 10 in die Schraubkanäle 51 des Tragarmes 50 eingeschraubt. Der Anschlag 80 arbeitet mit Ansätzen 81 zusammen. Die Ansätze 81 sind als Schrauben ausgebildet, die in Befestigungsaufnahmen des Halteringes 30 eingeschraubt sind. Die Ansätze 81 stehen über den Haltering 30 mit dem zweiten Gelenkteil 20 fest in Verbindung.
In den Haltering 30 sind auf einem Teilkreis mehrere, zueinander gleich beabstandete Befestigungsaufnahmen aufgebracht. Hierdurch können die als Ansätze 81 dienenden Schrauben in den Haltering 30 in verschiedenen Positionen eingeschraubt werden.
Die Ansätze 81 und der Anschlag 80 sind mittels einer Abdeckung 83 überdeckt. Die Abdeckung 83 weist einen Ansatz 84 auf der in die durch den Haltering 30 gebildete Kabeldurchführung 17 eingesetzt ist. Damit ist verhindert, daß Kabel, die durch die Kabeldurchführungen 17, 27 eingeführt sind, zwischen den Ansätzen 81 und dem Anschlag 80 eingequetscht und dadurch beschädigt werden. In die Kabeldurchführung 27 des Gelenkteiles 20 ist eine weitere baugleiche Abdeckung 83 eingeführt, die die Befestigungsschrauben 18 abdeckt. Die Abdeckungen 83 sind als Kunststoffringe ausgebildet, die mit einem seitlichen Schlitz versehen sind. Damit können die Abdeckungen 83 auch noch nachträglich an einem bereits fertig montierten Drehgelenk montiert werden. Hierzu werden die Kabel durch den Schlitz in den als Kabeldurchführung dienenden Durchbruch 85 eingeführt. Dann kann die Abdeckung 83 mit ihrem Ansatz 84 in den Haltering 30 eingesetzt werden. Die Abdeckung 83 weist an ihrem an den Ansatz 84 anschließenden Bund eine Ausnehmung 86 auf. Durch den Montageraum 13 des Gelenkteiles 10 und durch die Ausnehmung 86 kann dann die Schraube 81 aus dem Haltering 30 ausgeschraubt werden, ohne daß hierbei die Abdeckung 83 entfernt werden muß. Die Abdeckung 83 läßt sich im Haltering verdrehen, so daß sie sich jeweils in Position über den Ansatz 81 bringen läßt, so daß dessen Werkzeugaufnahme zugänglich wird. Damit kann der Ansatz 81 auf einfache Weise ausgebaut werden und an einer anderen Position wieder in den Haltering 30 eingeschraubt werden.

Claims (16)

1. Drehgelenk, insbesondere für die drehbewegliche Kabelzuführung zu einem elektrischen Gerät, bestehend aus zwei über Lagerwände drehbar miteinander verbundenen Gelenkteilen, an die jeweils ein Tragarm einer Aufhängevorrichtung für ein Steuergerät oder dgl. angebracht ist, wobei die Gelenkachse senkrecht zu der Längsachse der Tragarme ausgerichtet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gelenkteile (10, 20) jeweils rechtwinklig zueinander stehend eine Tragarm-Befestigungswand (14, 24) und die Lagerwand (15, 25) aufweisen, die beide mit einer Kabeldurchführung (16, 17, 26, 27) versehen sind,
daß die Tragarm-Befestigungswand (14, 24) und die Lagerwand (15, 25) eines Gelenkteils (10, 20) mittels Seitenwänden, die mit dem freien Ende der Tragarm-Befestigungswand (14, 24) und dem freien Ende der Lagerwand (15, 25) abschließen, einstückig miteinander verbunden sind und hinter der Tragarm-Befestigungswand (14, 24) und der Lagerwand (15, 25) einen über eine Öffnung (12, 22) zugänglichen Montageraum (13, 23) bilden und daß die Tragarm-Befestigungswand (14, 24) Befestigungsaufnahmen aufweist, in die montageraumseitig Befestigungsschrauben (18) einführbar und in Schraubaufnahmen der Tragarme (50) einschraubbar sind.
2. Drehgelenk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragarm-Befestigungswand (24) eines der Gelenkteile (20) mit einer ebenen Anschlußfläche versehen ist, die als Anschlußflansch zur Befestigung des Gelenkes an einer Wand (60) oder an einem Maschinenkörper dient.
3. Drehgelenk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (12, 22) der Gelenkteile (10, 20) mittels Deckel (40) verschließbar sind.
4. Drehgelenk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckel (40) mit den Gelenkteilen (10, 20) verrastbar und/oder verschraubbar sind.
5. Drehgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkteile (10, 20) im Bereich ihrer Lagerwände (15, 25) einen rohrförmigen Rundabschnitt aufweisen, der mit der Lagerwand (15, 25) abgeschlossen ist.
6. Drehgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkteile (10, 20) im Bereich der Lagerwände (15, 25) einen Vierkant-Hohlprofilabschnitt aufweisen, der mit der Lagerwand (15, 25) abgeschlossen ist.
7. Drehgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragarm-Befestigungswände (14, 24) der Gelenkteile (10, 20) auf der Außenseite jeweils eine Aufnahme (11, 21) aufweisen, in denen das Ende der Tragarme (50) festlegbar ist.
8. Drehgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehlagerung aus einem Haltering (30) und Lagerringen (70, 71, 72) gebildet ist, daß der Haltering (30) mit einem Ansatz in die Kabeldurchführung (17) des einen Gelenkteils (10) eingesetzt ist und sich mit einem Bund (31) an diesem formschlüssig abstützt,
daß in den Haltering (30) Gewindeaufnahmen und fluchtend hierzu in die Lagerwand (25) des anderen Gelenkteils (20) Schraubaufnahmen eingebracht sind, und
daß die beiden Gelenkteile (10, 20) mittels Befestigungsschrauben (18) miteinander verbindbar sind.
9. Drehgelenk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der Drehlagerung drei Lagerringe (70, 71, 72) verwendet sind, die in der vertikalen jeweils eine geführte Abstützung zwischen dem Bund (31) des Halteringes (30) und der Lagerwand (15) des einen Gelenkteils (10) zwischen der Lagerwand (15) des einen Gelenkteils (10) und der Lagerwand (25) des anderen Gelenkteils (20) sowie in der Horizontalen zwischen dem Haltering (30) und der Lagerwand (15) des Gelenkteils (10) bilden.
10. Drehgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrehung des einen Gelenkteils (10) an dem anderen Gelenkteil (20) mittels eines Anschlages begrenzt ist.
11. Drehgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (80) an einer Tragarm-Befestigungswand (14, 24) des einen Gelenkteiles (10, 20) auf der dem Tragarm (50) abgekehrten Seite angebracht ist, und daß ein oder zwei Ansätze (81) mit dem anderen Gelenkteil (10, 20) fest in Verbindung stehen und mit dem Anschlag (80) zusammenarbeiten.
12. Drehgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (80) als Winkelstück ausgebildet ist, das Befestigungsaufnahmen (82) aufweist, in die die Befestigungsschrauben (18) einführbar und in die Schraubaufnahmen der Tragarme (50) einschraubbar sind.
13. Drehgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Ansätze (81) als Schrauben ausgebildet sind, die in Gewindeaufnahmen des Halteringes (30) eingeschraubt sind.
14. Drehgelenk nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrauben und der Anschlag (80) mittels einer Abdeckung (83) überdeckt sind,
daß die Abdeckung (83) einen ringförmigen Ansatz (84) aufweist, der in den Haltering (30) eingesetzt ist, und
daß die Abdeckung (83) und der Ansatz (84) einen Durchbruch (85) zur Kabeldurchführung aufweisen.
15. Drehgelenk nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (83) einen Schlitz aufweist.
16. Drehgelenk nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (83) eine Ausnehmung (86) aufweist, über die die Ansätze (81) einzeln zugänglich sind.
DE4403593A 1993-09-14 1994-02-05 Drehgelenk, insbesondere für die drehbewegliche Kabelzuführung zu einem elektrischen Gerät Expired - Fee Related DE4403593C2 (de)

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