DE44010C - Neuerung bei dem durch Patent Nr. 42468 geschützten Verfahren zur Darstellung von Bariumhydroxyd aus Bariiimcarbonat - Google Patents

Neuerung bei dem durch Patent Nr. 42468 geschützten Verfahren zur Darstellung von Bariumhydroxyd aus Bariiimcarbonat

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DE44010C
DE44010C DENDAT44010D DE44010DA DE44010C DE 44010 C DE44010 C DE 44010C DE NDAT44010 D DENDAT44010 D DE NDAT44010D DE 44010D A DE44010D A DE 44010DA DE 44010 C DE44010 C DE 44010C
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carbonate
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R. SCHNEIDER in Dresden-A., Hohestrafse
Publication of DE44010C publication Critical patent/DE44010C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/02Oxides or hydroxides
    • C01F11/04Oxides or hydroxides by thermal decomposition
    • C01F11/06Oxides or hydroxides by thermal decomposition of carbonates

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Infolge Weiterentwickelung des durch das Haupt-Patent geschützten Verfahrens, welches schon an sich bei der Durchführung in gröfserem Mafsstabe vorzügliche Ergebnisse lieferte, entstand die nachstehend des Näheren dargelegte Verbesserung.
Da es keine Ofenbaumaterialien giebt, die bei hohen Temperaturen gar nicht angegriffen werden, von denen also auch gar keine Theile mit in das Schmelzgut übergehen, so ergiebt sich von selbst, dafs das Schmelzgut Theile jener, also Thon-, Magnesiatheile u. dergl., enthalten mufs.
Das gewonnene Schmelzgut wird, wie im Haupt-Patente beschrieben, dem Ofen entnommen, abgelöscht und ausgelaugt. Der sich dabei ergebende Rückstand enthält nun je nach Führung des Schmelzprocesses noch mehr oder weniger kohlensauren Baryt und mufs, um grofse Verluste zu vermeiden, wieder mit frischem Saturationsschlamm vermischt dem Ofen von neuem zugeführt werden. Die nun bei einem zweiten Auslaugeprocesse sich ergebenden Rückstände enthalten daher selbstverständlich noch eine gröfsere Menge Beimengungen als vorher.
Die Rückstände reichern sich also immer mehr und mehr an Beimengungen, wie Thon, Magnesia u. dergl., an.
Würde man nun in vorbeschriebener Weise fortfahren, den Ofen zu beschicken, so würden dem Ofen Massen zugeführt werden, die procentual immer ärmer an kohlensaurem Baryt, dagegen immer reicher an fremdartigen Beimengungen werden, welche jene schwerer schmelzbar machen.
Wollte man nun diese Massen allein verarbeiten, so würde einerseits der Ertrag die erhöhten Schmelzkosten nicht decken und andererseits würde der Ofen durch die zur Durchführung des Schmelzprocesses erforderliche wesentlich höhere Temperatur bedeutend angegriffen werden.
Um nun diese Nachtheile zu umgehen, aber doch die Wiedergewinnung des Baryts möglichst vollkommen zu gestalten, benutze ich folgendes neue Verfahren.
Die schwerer schmelzbar gewordenen Rückstände der Auslaugung werden je nach ihrem Gehalte an kohlensaurem Baryt mit einem gewissen Procentsatz (10 bis 40 pCt.) Magnesia oder Kalk, ζ. B. in Form von Magnesit, Kalkstein oder Dolomit, gemischt.
Diese Massen werden nun in einem Flammofen bei steigender Temperatur unter häufigem Umkrücken bis zu ihrer Sinterung bearbeitet, dann aus dem Ofen herausgekrückt und ausgelaugt.
Es ist selbstverständlich, dafs die zur Verarbeitung gelangenden Rückstände, bevor sie in den Ofen kommen, genügend getrocknet, [ entsprechend zerkleinert und mit den ebenfalls
gehörig zerkleinerten vorgenannten Zuschlägen gut gemischt werden müssen. Während bei Massen, die procentual grofse Mengen kohlensauren Baryts enthalten, der im Haupt-Patente geschilderte Schmelzprocefs auf jeden Fall vorzuziehen ist, so treten bei dem vorgenannten neuen Sinterungsprocesse von Massen, die procentual arm an kohlensaurem Baryt sind, welchen aber als Ballast procentual viel Thon, todtgebrannte Magnesia u. dergl. beigemengt sind und denen man procentual gröfsere Mengen (io bis 40 pCt.) active kohlensaure Verbindungen oben erwähnter Art beigemengt hat, ganz eigenthümliche Erscheinungen auf.
Denn während die oben näher bezeichneten schwerer schmelzbar gewordenen Rückstände allein, d. h. unvermischt mit irgend welchen Zuschlägen, bei der bei dem neuen Processe nöthigen Temperatur und sonst unter gleichen Bedingungen behandelt, wohl sintern, giebt der in denselben enthaltene kohlensaure Baryt seine Kohlensäure nur zu einem verschwindend kleinen Theile ab, dagegen giebt der kohlensaure Baryt des Rückstandes sehr viel von seiner Kohlensäure ab, wenn jene kohlensauren Verbindungen, die zweckmäfsigerweise als active bezeichnet werden, in genügendem Mafse und in bezeichneter Weise diesen beigemengt sind.
Es handelt sich daher bei diesem neuen Verfahren nicht etwa darum, durch die genannten Zuschläge die Mischmassen noch schwerer schmelzbar zu machen, denn dessen bedarf es nicht, da sie an sich schon hinreichend schwer schmelzbar sind, sondern vielmehr darum, die kohlensauren Baryt oder kohlensaures Strontium enthaltenden Massen mit Zuschlägen, welche active Kohlensäure mitführen, in der Weise zu verarbeiten, dafs jene ihre Kohlensäure mit diesen zusammen abgeben, dafs also die anfänglich vorhandenen Barium- oder Strontiumverbindungen in Oxyde übergeführt werden.
Der Sinterungsprocefs ist als beendet zu betrachten, wenn die bearbeiteten Massen ein gleichmäfsiges krümeliges Aussehen erhalten haben. Die gesinterten Massen werden alsdann mit heifsem Wasser behandelt. Der freie Baryt bezw. Strontian wandelt sich zunächst in Hydrat um und wird als solches abgehoben; bei weiterer Behandlung der Massen mit kochendem Wasser geht auch ein ganz geringer Theil, etwa Y10 pCt., der Zuschläge die betreffende Hydratbildung ein, der gröfsere Theil derselben ist jedoch todtgebrannt. Während der erstere wieder in die betreffenden kohlensauren Verbindungen übergeführt werden kann, ist letzterer, als für dies Verfahren nicht mehr tauglich, anderweitiger Verwendung zuzuführen.
Ganz analog wie die vorstehend geschilderte Umwandlung von kohlensaurem Baryt in Barythydrat ist, wie bereits angedeutet, die Umwandlung von kohlensaurem Strontian in Strontianhydrat durchzuführen.
Auf vorstehend geschilderte Weise ist es möglich, die sonst bei der Umwandlung von kohlensaurem Baryt bezw. Strontian in die betreffenden Hydrate unvermeidlichen verhältnifsmäfsig hohen Verluste an kohlensaurem Baryt bezw. Strontian auf einen Mindestbetrag herabzudrücken, und es liegt ganz in der Hand des Betriebsleiters, je nach dem Gehalte der Massen an kohlensaurem Baryt bez\v. kohlensaurem Strontian, den Schmelzprocefs, wie er im Haupt - Patente beschrieben ist, oder den vorstehend beschriebenen Sinterungsprocefs anzuwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Bei dem durch Patent No. 42468 geschützten Verfahren zur Darstellung von Bariumhydroxyd aus Bariumcarbonat das Vermischen der Auslaugerückstände mit Calcium- und Magnesiumcarbonat enthaltenden Zuschlägen, um durch erneuertes Erhitzen dieser Mischung mit kohlenstoffhaltigem Material das in den Löserückständen noch vorhandene Bariumcarbonat zu zersetzen.
    Die Anwendung des unter 1. geschützten Verfahrens auf die Darstellung von Strontiumhydroxyd.
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