DE4393C - Federzahngebifs - Google Patents

Federzahngebifs

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DE4393C
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DE
Germany
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Active
Application number
DENDAT4393D
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English (en)
Original Assignee
Dr. med. SCHRÖDER, prakt. Zahnarzt, in Berlin, Friedrichstrafse 150
Publication of DE4393C publication Critical patent/DE4393C/de
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/225Fastening prostheses in the mouth
    • A61C13/267Clasp fastening

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)

Description

1878.
SCHRÖDER in BERLIN.
FederzahngebiPs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. März 1878 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine neue Construction von Federgebissen und das Verfahren ihrer Herstellung.
Diese Federgebisse unterscheiden sich im wesentlichen vor den bisher gebräuchlichen dadurch, dafs die Gaumenplatte aus zwei Lagen besteht, deren eine Gold, die andere vulcanisirter Kautschuk ist. Beide Lagen werden auf eigenthümliche Weise so verbunden, dafs sie dann völlig ein einziges Ganzes bilden, welches sich genau, wie auch die alten Gebisse, an den Gaumen anschliefst und die zu ersetzenden Zähne in richtiger Lage trägt. Hierdurch gewinnt die Gaumenplatte viel mehr Festigkeit, so dafs ihre Stärke ganz bedeutend reducirt werden kann und sie im Munde weniger incommodirt.
Mit der aus zwei Lagen bestehenden, den Gaumen bildenden Gaumenplatte sind in richtiger Lage einige eigenthümliche Piatinafedern fest verbunden, welche jede einen der noch vorhandenen Zähne an ihrem Halse (zwischen Zahnhals und Zahnfleisch) federnd umfassen und auf diese Weise dem ganzen Gebisse zur Befestigung . dienen. Infolge dessen kann die Gröfse der Gaumenplatte eines solchen Gebisses bis aufs äufserste beschränkt werden, da man die Saugekraft desselben ganz entbehren kann. Da diese Piatinafeder, welche den vorhandenen Zahn umfafst, nicht steif, sondern eben leicht federnd ist, so greift sie beim Einsetzen oder Herausnehmen des Gebisses, wobei sie den Zahn leicht streift, dessen Email nicht an, bietet also keine Gelegenheit zur Verschlechterung des gesunden Zahnes.
In der beiliegenden Zeichnung ist
Fig. ι eine Oberansicht des Gypsmodells eines Oberkiefers mit eingesetztem Gebifs;
Fig. 2 eine Oberansicht des eingesetzten Gebisses ;
Fig. 3 ein Querschnitt in der Richtung A-B von Fig. ι;
Fig. 4 eine Seitenansicht des Oberkiefers mit eingesetztem Gebifs.
Fig. 5 und 6 sind Details, welche die Anordnung der Befestigung des vulcanisirten Gummis auf der Goldplatte zeigen.
Die künstlichen Zähne sind mit a, die natürlichen mit b bezeichnet.
Das neue Verfahren zur Herstellung dieser Gebisse besteht aus zwei Theilen: a) die Anfertigung der Piatinafedern; b) die Anfertigung der aus zwei Lagern bestehenden Gaumenplatte und deren Verbindung mit den Federn und künstlichen Zähnen.
a) Die Anfertigung der Federn.
Nach Herstellung eines guten, harten Gypsmodelles beginnt man mit der zweckmäfsigen Vertheilung der dem Stücke zugedachten PIatinafedern e e. Wieviel deren anzuwenden und an welchen Stellen mufs natürlich dem Geschicke und Urtheil des Arbeiters überlassen werden, da dies sich ganz nach der Vertheilung etwa noch vorhandener Zähne richtet. Selbstverständlich wird man suchen, dieses Befestigungsmittel an gegenüberstehenden, möglichst von einander entfernten Punkten des Gebisses gleichmäfsig zu vertheilen.
Die Federn, von der Gestalt, wie sie bei e, Fig. 2 bis 6, zu sehen, werden aus reinem Platinblech von etwa '/2 mm Stärke hergestellt, welches in schmale Streifen geschnitten wird. Diese Streifen werden mit der Flachzange dann geglättet und dadurch theilweise auch noch mehr gehärtet und an betreifenden Stativzähnen in die aus der Zeichnung ersichtliche federnde Gestalt gebracht. Bei dieser Arbeit erhält geglühtes Platinblech von selbst die ihm als Streifen zum Federn nothwendige Härte.
b) Anfertigung der Gaumenplatte bezw. des
Gebisses.
Es folgt dann in gewöhnlicher Weise das Aufschleifen der Zähne, das Tiefersetzen derselben durch unbedeutende Rasuren am Gypsmodell, das Herstellen des gesammten .Guttapercha- oder Wachs-Modells in beliebig kleinem Format, da Saugkraft der Platte fast ganz unnöthig ist und die gleichmäfsige Rasur am Schlufs der Platte die Sicherheit des genauen Anschlusses am Gaumen ermöglicht. Aufser auf Kleinheit der Platte achte man schon beim Modell darauf, dafs die Platte möglichst dünn werde. Befriedigt das Ersatzmodell, so wird dasselbe eingegypst, und man hat erst vor dem Stopfen dem neuen Federsystem Rechnung zu tragen.
Auf ein sauber gereinigtes, zum Stopfen fertiges Gypsmodell, wie es in Fig. 1 und 4 bezeichnet ist, und welches leicht erwärmt, mindestens ganz trocken sein mufs, wird nun eine

Claims (6)

  1. Goldplatte c von der Stärke eines mäfsig dicken Papierblattes, die! nach einem Papiermodell vorher zugeschnitten1 worden ist, gedruckt. Die Platte mufs aus 20-karätigem Gold ohne Kupferzusatz bestehen. Dieselbe darf keine Risse haben, mufs überall gleich stark sein und vor dem Gebrauch sauber gereinigt werden.
    Liegt nun die Goldplatte überall genau an, so fixirt man dieselbe durch Einstecken rothgoldener Drahtstifte von der Form/ von Fig. 5 der beiliegenden Zeichnung, in deren Kopf sich eine runde Oese g gleicher Drahtstärke einschieben läfst. Diese rothgoldenen Stifte mit losen Oesen g gehen leicht durch die weichere Goldplatte c in den Gyps hinein und dienen so zum Fixiren der durch den Fingerdruck angehaltenen Platte und zur Verbindung mit der darüber befindlichen Kautschuklage d. Alsdann werden alle Seiten, Ecken und Kanten der Platte nach oben gebogen und die ganze Platte wird mit dem Löthrohr leicht geglüht, wodurch sie sich noch besser an den Gyps anlegt. Man vermeide jedoch die eingesteckten Stifte und die im Gyps gebliebenen Platinfedern zu treffen.
    Die Goldplatte geht nur bis zum Anfange der Rasur und nicht weiter, damit man etwa zu viel ausgenommenen Schlufs abfeilen kann; darauf folgt, wie gewöhnlich, das Stopfen und Vulcanisiren. .
    Nach gründlicher Reinigung werden dann die an der Gaumenseite überstehenden Stiftspitzen abgekniffen und vorsichtig befeilt. Die beiden Arme der Platinfedern e müssen dann durch Aussägen von dem ihre freie Bewegung sonst hindernden Gaumenplattentheil befreit werden, worauf das Stück auf das Modell aufgepafst wird und schliefslich die übliche Ausarbeitung folgt. Es ist hierbei der Kautschuk so weit abzufeilen, dafs die Köpfe der durchgehenden Rothgoldstifte möglichst zum Vorschein kommen. Zuletzt wird der Kautschuk und das Gold in üblicher Weise polirt.
    Die Vorzüge des nach diesem Verfahren hergestellten Gebisses sind folgende:,
    i. Eine Entzündung des Gaumens durch Kautschuk kann nicht stattfinden, Hitze und Trockensein der Zunge und Schleimhaut werden vermieden.
  2. 2. Die nothwendige Platte kann auf ein Minimum reducirt werden.
  3. 3. Das Ersatzstück sitzt sofort und dauernd ohne Saugkasten fest, das lästige Abklappen ist unmöglich.
  4. 4. Das Stocken der Naturzähne, hervorgerufen durch das Anliegen des Kautschuks, dessen Wärmeentwickelung, sowie durch gebräuchliche Metall- bezw. Kautschukklammern fällt fort.
  5. 5. Die Piece hat bei vermehrter Haltbarkeit höchstens das halbe Gewicht der gewöhnlichen Kautschukstücke und hat ein besseres Ansehen.
  6. 6. Eine Befestigung des Ersatzstückes ist von aufsen nirgends sichtbar und wird Patient auf keine Weise belästigt.
    Patent-AνSprüche:
    1. Ein Gebifs mit einer aus zwei Lagen bestehenden Gaumenplatte, derartig, dafs die eine dem Gaumen zugekehrte Lage aus Gold, c, die andere Lage dagegen aus Kautschuk, d, besteht, welche beide Lagen durch eine Anzahl durchsetzende Stifte aus Rothgold, /, verbunden sind, so dafs die so gebildete Gaumenplatte bei entsprechend geringer Stärke dennoch genügende Festigkeit besitzt.
    2. Die oben erläuterten, in beiliegender Zeichnung, Fig. 2 und 6, mit e bezeichneten Piatinafedern, um das Gebifs dadurch an den noch vorhandenen Zähnen um so besser zu befestigen, ohne diese Zähne anzugreifen, so dafs dadurch die Gröfse der Gaumenplatte bedeutend vermindert werden kann.
    3. Die Combination eines Gebisses mit einer Gaumenplatte von der unter 1 geschilderten Eigenthümlichkeit, in Verbindung mit den unter 2 geschilderten eigenthümlichen Federn.
    4. Die Anwendung der in Fig. 5 mit / und g bezeichneten Rothgoldstifte mit Oesen zur Verbindung einer Goldplatte c, mit da-
    , rüber befindlicher Kautschuklage d, die dann vulcanisirt wird, sowie auch das Verfahren, um diese beiden Lagen durch Stifte mit einander zu verbinden.
    5. Das oben beschriebene Verfahren zur Erzeugung der aus den beiden Lagen gebildeten Gaumenplatte sowie des ganzen Gebisses; alles im wesentlichen so und zu dem Zwecke, wie oben beschrieben und in der beiliegenden Zeichnung dargestellt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT4393D Federzahngebifs Active DE4393C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4995811A (en) * 1987-11-12 1991-02-26 Cecconi Bert T Component part removable partial denture and method for designing and making same

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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