DE438570C - Regelverfahren zur Verminderung der Leerlaufverluste bei zeitweise vom Netz abgeschalteten Kreiselverdichtern - Google Patents

Regelverfahren zur Verminderung der Leerlaufverluste bei zeitweise vom Netz abgeschalteten Kreiselverdichtern

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DE438570C
DE438570C DEA44680D DEA0044680D DE438570C DE 438570 C DE438570 C DE 438570C DE A44680 D DEA44680 D DE A44680D DE A0044680 D DEA0044680 D DE A0044680D DE 438570 C DE438570 C DE 438570C
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compressor
pressure
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DEA44680D
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BBC Brown Boveri AG Germany
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BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04DNON-POSITIVE-DISPLACEMENT PUMPS
    • F04D27/00Control, e.g. regulation, of pumps, pumping installations or pumping systems specially adapted for elastic fluids
    • F04D27/02Surge control
    • F04D27/0292Stop safety or alarm devices, e.g. stop-and-go control; Disposition of check-valves

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

  • Regelverfahren zur Verminderung der Leerlaufverluste bei zeitweise vom Netz abgeschalteten Kreiselverdichtern. in verschiedenen -=Betrieben, . wie- ;z. B. Bessemeranlagen; werden Kreiselverdichter nur periodisch gebraucht; -indem zwischen Blasperiöden -eine Ruhepause eingeschaltet ist, -während welcher der Verdichter leer läuft. In solchen Fällen spielen- die Leerlaufverluste des Verdichters - für die Betriebskosten eine erhebliche Rolle: und werden nach Möglichkeit herabgesetzt: Bei Dampfturbinenantrieb geschieht dies dadurch, daß. die Drehzahl sehr stark heruntergesetzt wird; auch bei elektrischem Antrieb ist die Drehzahlregulierung möglich, aber sehr teuer.
  • Es ist nun erstens bekannt, Kreiselverdichter in den Leerlaufperioden auf Saug- und Druckseite abzuschließen und durch besondere Mittel, wie Vakuumpumpen mit oder ohne besonderen Vakuumbehälter, luftleer zu machen. Man erreicht hierdurch den Vorteil, daß die Leerlaufleistung bei voller Drehzahl bei einer beispielsweisen Herabsetzung des Druckes auf 1/1o des ursprünglichen statt 30 Prozent der Vollastleistung nur noch etwa 3 Prozent beträgt. Es ist zweitens auch bekannt, die Leerlaufleistung dadurch herabzusetzen, daß der Saugstutzen abgeschlossen und der Druckraum mit der Atmosphäre verbunden wird, so daß der Kompressor vermöge seines eigenen Kompressionsverhältnisses einen Unterdruck im Gehäuse schafft.
  • Ebenfalls bekannt ist ein kombiniertes Verfahren vorgenannter Maßnahmen zwecks Erzeugung höchster Vakua im leerlaufenden Verdichterteil, darin bestehend, daß man die Druckseite des Verdichters bei geschlossener Saugleitung mit der Vakuumpumpe in Verbindung bringt, womit erreicht wird, daß der Verdichter dieses von der Vakuumpumpe erzeugte Vakuum durch sein eigenes Saugvermögen fortschreitend von der Druck- nach der Saugseite verstärkt. Kann z. B. die Vakuumpumpe einen Druck von o,i Atm. auf Druckseite aufrechterhalten und erzeugt der Verdichter ein Druckverhältnis von 3, so beträgt der Druck auf der Saugseite nur noch 0,03 Atm. oder der mittlere Druck und die Leerlaufleistung nur 0,033 # 30 Prozent - rund i Prozent. Diese Verminderung der Leerlaufleistung kann deswegen besonders bei Kreiselverdichtern erzielt werden, weil deren Leerlaufleistung zur Hauptsache in Ventilationsarbeit besteht, die sich mit dem absoluten Druck des eingeschlossenen Mediums ändert, während bei Kolbenverdichtern die Leerlaufverluste lediglich eine Folge mechanischer Reibung sind, die bei sinkendem Arbeitsdruck nicht in gleichem 'Maße zurückgeht.
  • Es ist jedoch noch eine weitere Verbesserung möglich, die Gegenstand vorliegender Erfindung ist. Bei zeitlich kurzen Betriebsänderungen, wie sie beispielsweise beim Blasen von Bessemerbirnen auftreten, ist eine möglichst rasche Herstellung des Vakuums notwendig, damit der erzielbare Gewinn während der ganzen Dauer des eingeschränkten Betriebes ausgenutzt werden kann. Es wird dies dadurch erreicht, daß vor der Evakuierung eine Entleerung des Verdichters nach der Atmosphäre erfolgt und erst hierauf der Verdichter mit einem Vakuumbehälter verbunden wird, in den sich der Inhalt des ersteren in kürzester Zeit weiter entleeren kann. Die weitere Evakuierung des Verdichters und des Behälters kann durch eine Luftpumpe geschehen. Damit das «eitere Evakuieren des Verdichters wegen der Anwesenheit des Vakuumbehälters nicht verlangsamt wird, kann letzterer nach erfolgtem Druckausgleich ausgeschaltet werden, so daß die Vakuumpumpe nur noch den Verdichterinhalt weiter zu evakuieren hat. Während der normalen Arbeitsperiode des Verdichters wird die Vakuumpumpe auf den Vakuumbehälter geschaltet, so daß letzterer von dem vorgehend eingeleiteten Ausgleichdruck wieder auf das höchste Vakuum vorbereitet wird. Diese Akkumuliervorrichtung hat neben dem Vorteil verkürzter Evakuierzeit noch den weiteren Vorteil betriebstechnischer Art, indem die Pumpe kontinuierlich durchlaufen kann, was besonders bei oft vorzunehmender Lhnschaltung von großem Wert ist. Die Leistung der Vakuumpumpe selbst ist von sehr untergeordneter Größe. Soll dieselbe beispielsweise einen Ausgleichdruck von o,5 Atm. auf o,i Atm. herunterbringen, so hat sie beim Herausdrücken gegen Atmosphäre ein Druckverhältnis zu überwinden, das zwischen und schwankt. Die isothermetische Verdichtungsarbeit pro io m' angesaugte Luft pro Minute beträgt dabei in P. S. oder unter Einrechnung eines isothermischen Wirkungsgrades von 5o Prozent etwa 15 bis io P. S. Es dürfte nun nicht schwer sein, bei dem gewählten Endvakuum von 9o Prozent - o, i Atm. die Undichtheitsverluste an Stopfbüchsen und Absperrorganen eines z. B. ioooP..S.-Verdichters auf die angenommenen 1o mg/Min. zu beschränken, so daß die Leitung der Vakuumpumpe nur etwa 1,5 bis i Prozent derjenigen des Hauptverdichters betragen würde. Unter Einrechnung der unveränderlich bleibenden Lagerreibung von etwa i Prozent wäre somit die totale Leerlaufleistung in obigem Falle etwa 2,5 bis 2 Prozent. Der Evakuiervorgang nimmt bei einem solchen Vakuum Beharrung an, bei dem die Undichtheitsmenge mit der Förderfähigkeit der Vakuumpumpe ins Gleichgewicht kommt.- Durch ein besonders ausgebildetes Umstellorgan können die vorstehend geschilderten Umschaltungen mit einem einzigen Handgriff eingeleitet werden, so daß an die Bedienung keine besonderen Anforderungen gestellt werden und falsche Manipulationen ausgeschlossen sind.
  • Abb. i zeigt eine beispielsweise Anordnung de; Erfindungsgegenstandes. t sei z. B. die N iederdruckstufe und 2 die Hochdruckstufe eines Verdichters, welche Stufen von dem gemeinsamen Antriebsmotor 3 angetrieben werden. Die Hochdruckstufe 2 -werde nur zeitweise gebraucht und soll während dieser Zeit von Drucknetz 5 abgeschaltet werden, z. B. durch Organ 7 und Rückschlagklappe 9. Im normalen Betrieb geht das zu verdichtende, im Saugstutzen d. eintretende Medium durch 1 iederdruckstufe r und bei offenem Schieber 7 durch Hochdruckstufe 2 über Leitung 8 und Rückschlagklappe 9 in die Druckleitung 5, wobei die Rückschlagklappe 6 sich selbsttätig schließt. Durch Schließen von Schieber 7 wird die Hochdruckstufe 2 an der Förderung behindert, das zu verdichtende Medium geht von der \ iederdruckstufe über Rückschlagklappe 6 direkt in die Druckleitung 5, wobei die Rückschlagklappe 9 selbsttätig schließt, so daß die Hochdruckstufe 2 leer mitläuft. Nun wird das Umstellorgan i i aus der Anfangsstellung I (Abb. 2) so verdreht, daß der abgeschaltete Hochdruckzylinder 2 über Leitung io und Öffnung 16 mit der Atmosphäre in Verbindung kommt (Stellung II der Abb. 2), so daß sich der Hochdruckzylinder auf Atmosphärendruck entspannen kann. Wird nun das -Umstellorgan i i weiter gedreht, so daß die Verbindung 16 mit der Atmosphäre unterbrochen und die Leitung io über Leitung 12 mit dem Vakuumbehälter 14 in Verbindung kommt (Stellung III der Abb. 2), welcher durch die Vakuumpumpe 15 unter Vakuum gehalten wurde, so tritt eine «eitere Entspannung des Hochdruck-Verdichterinhaltes infolge Druckausgleichs ein, die Leerlaufleistung des Hochdruckverdichters wird also weiter vermindert. Durch weiteres Drehen des Umschaltorganes i i wird nun der Vakuumbehälter abgeschaltet und Verbindung von Leitung io mit der Saugleitung 13 der Vakuumpumpe hergestellt (Stellung IV der Abb. 2), die den Hochdruckzylinder auf das maximal mögliche Vakuum evakuiert, was dank der vorgenommenen Abschaltung des Vakuumbehälters in kürzester Zeit vor sich gehen kann. Soll der Hochdruckzylinder wieder arbeiten, o wird das Umschaltorgan i i in umgekehr.-ter Richtung betätigt, wobei der Behälter 14 zuerst wieder mit der Vakuumpumpe und mit dem Hochdruckzylinder in Verbindung kommt und wobei ein Druckausgleich rückwärts gegen den Verdichter eintritt; die weitere Drehung des Umschaltorgans i i verbindet den Verdichter mit der Atmosphäre unter weiterer Druckerhöhung, und schließlich wird auch Öffnung 16 abgeschlossen (Stellung I der Abb. 2), worauf der Verdichter wieder mit Organ ; auf normale Förderung geschaltet wird. Für den Fall, daß das zu verdichtende Medium nicht ins Freie austreten darf. können die Austrittsöffnungen i6 und 17 mit der Saugleitung .4 des Niederdruckverdichters i verbunden werden, wie in Abb. i punktiert angedeutet.
  • Als Vakuumpumpe kann eine Kolbenpumpe, eine Rotationspumpe oder ein Strahlapparat benutzt werden. Es kann dafür ge-##orgt werden, daß die Vakuumpumpe nach Erreichung des höchsten Vakuums im \Takttumbehälter selbsttätig abgestellt und bei abnehmendem Vakuum wieder angelassen wird, damit dieselbe nicht unnötig im Betrieb bleibt.
  • Diese Vorrichtung kann nicht nur für die in Abb. i gezeigte Schaltung von Verdichterstufen, sondern auch für beliebige andere Verdichteranordnungen angewendet werden. So kann z.B. auch die Niederdruckstufe eines mehrstufigen Verdichters oder einer von zwei parallel geschalteten Verdichtern zeitweise von der Förderung abgeschaltet und evakuiert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Regelverfahren zur Verminderung der Leerlaufverluste bei zeitweise vom Netz abgeschalteten Kreiselverdichtern durch Entleerung des Inhalts des abgeschalteten Verdichters nach der Atmosphäre oder nach der Saugseite und darauffolgende Evakuierung des Verdichters mittels an die Druckseite des Verdichters angeschlossener Vakuumpumpe, dadurch gekennzeichnet, daß nach der erfolgten Entleerung der Verdichter nach Abschluß von der Atmosphäre oder von der Saugseite erst mit einem Vakuumbehälter und nach erfolgtem Druckausgleich zwischen Verdichter und Vakuumbehälter unter Abschluß des letzteren mit der Vakuumpumpe in Verbindung gebracht wird.
DEA44680D 1925-04-07 1925-04-07 Regelverfahren zur Verminderung der Leerlaufverluste bei zeitweise vom Netz abgeschalteten Kreiselverdichtern Expired DE438570C (de)

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DE438570C true DE438570C (de) 1926-12-22

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