DE43701C - Regulirvorrichtung für Schiffs- und Landdampfmaschinen - Google Patents
Regulirvorrichtung für Schiffs- und LanddampfmaschinenInfo
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- DE43701C DE43701C DENDAT43701D DE43701DA DE43701C DE 43701 C DE43701 C DE 43701C DE NDAT43701 D DENDAT43701 D DE NDAT43701D DE 43701D A DE43701D A DE 43701DA DE 43701 C DE43701 C DE 43701C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
- B63H21/00—Use of propulsion power plant or units on vessels
- B63H21/21—Control means for engine or transmission, specially adapted for use on marine vessels
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die in beiliegender Zeichnung dargestellte Erfindung soll bei Schiffsmaschinen den Dampfeintritt
und dadurch die Umdrehungen der Kurbelwelle so reguliren, dafs die Drosselklappe
geschlossen wird, wenn die Schiffsschraube bei bewegter See sich aus dem Wasser
hebt, dagegen aber geöffnet wird, sobald der Hintersteven tiefer eintaucht. Zu diesem Zweck
ist im Tunnel am hinteren Ende des Schiffes ein Seeventil V, Fig. 13, 14 und 16, angebracht,
durch welches das Wasser von Aufsenbord in den Einlafscylinder E treten und einen
in dem letzteren luftdicht schliefsenden beweglichen Kolben heben kann.
Von dem Cylinder E geht ein Rohr R längs
des Schiffes nach dem in der Nähe der Drosselklappe des Hauptdampfrohres angebrachten
Luftcylinder L, Fig. 15 und 16. In demselben bewegt sich ein ebenfalls luftdicht schliefsender
Kolben, Fig. 3 und 4, welcher mit seiner unteren Seite die in dem Rohr R befindliche
Luftsäule gegen die äufsere Luft absperrt, während die obere Kolbenseite durch Löcher
im Deckel des Cylinders L mit der äufseren Luft in Verbindung steht.
Der Kolben des Einlafscylinders E wird durch Gewichtsscheiben g so ausbalancirt, dafs
derselbe bei horizontaler Lage des Schiffes durch den von aufsen wirkenden Wasserdruck
auf der Mitte seines Hubes getragen wird. Sobald nun der Hintertheil des Schiffes sinkt,
mufs sich der Kolben heben und die darüber in dem Rohr R vorhandene Luft zusammendrücken,
wodurch wiederum ein Steigen des Kolbens im Luftcylinder L veranlafst wird.
Wird aber der Hintertheil des Schiffes aus dem Wasser gehoben, so wird der erwähnte Vorgang
ein umgekehrter sein und der Kolben im Luftcylinder fallen.
Die Kolbenstange k des letzteren bewegt mittelst einer eigenartigen Steuerung den Vertheilungsschieber
eines kleinen Dampfcylinders, Fig. ι und 2, dessen Kolbenstange durch Hebel
und Gestänge die Drosselklappe des Hauptdampfrohres öffnet bezw. schliefst.
Die erwähnte Steuerung besteht aus dem Hebel /1, Fig. 10 bis 12. welcher einerseits
durch das Auge α mit dem Gleitkopf der Kolbenstange k scharnierartig verbunden ist, andererseits
mit dem gabelförmigen Theile η um einen festen Zapfen \ schwingt.
Letzterer befindet sich in einem an dem Dampfcylinder angebrachten Arme b. In den
Schenkeln der Gabel η sind Schlitze s vorgesehen,
welche eine um den Zapfen \ drehende, sowie eine seitliche Bewegung der Gabel gestatten.
Der mittlere Theil des Hebels h ist cylindrisch ausgebohrt und dient zur Aufnahme
der Stange p, einer zweiten Gabel o, deren ; Schenkel in Ausfräsungen der Schenkel der
Gabel η verschiebbar gelagert sind.
Die gegen einen Ansatz der Stange _p drückende
Schraubenfeder f giebt der Gabel 0 und dem in derselben befestigten Stifte t eine elastische
Führung in der Achsenrichtung des Hebels h. Der Stift f greift in einen Einschnitt d des
Schieberstangenkopfes q, Fig. 5 und 6, welchem zwischen den Schenkeln der Gabel η der feste
Zapfen \ ebenfalls zur Führung dient.
Die auf den Stift t reducirte Bewegung der Kolbenstange k pflanzt sich auf die Schieberstange
q und somit auf den Dampfschieber r
fort, Fig. 5 bis 9, dessen äufsere Ränder dem durch das Rohr i einströmenden Dampfe den
betreffenden Dampfkanal öffnet oder schliefst, während der verbrauchte Dampf durch den
entlasteten Schieber und das Rohr e entweicht.
Der in der Gabel η befestigte Stift χ drückt beim Hochgange des Luftkolbens k
kurz vor Beendigung des Hubes und nachdem der Stift t aus dem Einschnitt der
Schieberstange q herausgetreten ist, auf eine an der letzteren angeordnete schiefe Ebene y,
Fig. 5, wodurch 'der Rückgang des Schiebers in seine Mittelstellung und dadurch der Dampfabschlufs
veranlafst wird. Beim Niedergange des Luftkolbens und während dessen erster Hubhälfte bleibt der Schieber in der Mittelstellung
und hält beide Dampfkanäle geschlossen, danach tritt der Stift t wieder in
Function und nimmt den Schieber mit nach unten. In dieser Stellung beharrt derselbe, so
lange der Luftkolben k seine Lage nicht verändert, und bleibt daher der obere Kanal dem
Dampfeintritt geöffnet und somit die obere Seite des Dampfkolbens unter Druck bezw.
die Drosselklappe geschlossen, so lange der Widerstand der aus dem Wasser gehobenen
Schraube ein geringer ist.
Fig. 17 und 18 veranschaulichen die Anwendung
der Erfindung bei einer stationären Dampfmaschine. Hier wird durch die Excenterstange
der Kolben einer kleinen Luftpumpe u bewegt, in welcher je nach dem schnelleren
oder langsameren Gang der Maschine die Luft mehr oder weniger comprimirt wird und durch
das Rohr R nach dem Luftcylinder gelangt, dessen Construction und Wirkungsweise oben
beschrieben ist.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Regelvorrichtung für Schiffsmaschinen, bestehend aus einem Einlafscylinder E und einem Luftcylinder L, welche durch ein Rohr R mit einander verbunden sind und deren Kolben eine Luftsäule einschliefsen, welche durch die Bewegung des Schiffes mehr oder weniger zusammengeprefst wird, wodurch der Kolben im Luftcylinder gehoben oder gesenkt wird.
- 2. Bei der unter 1. dargestellten Regulirvorrichtung:a) die Reduction der Bewegung der Kolbenstange k auf die des Dampfschiebers r durch den einarmigen Hebel Ii in Verbindung mit der eigenartig geformten Schieberstange q, so dafs der Schieber beim Hochgange des Kolbens kurz vor Beendigung des Hubes die Dampfkanäle absperrt, beim Niedergange aber den Dampfeintritt nach der oberen Kolbenseite offen läfst;b) der gabelförmige Steuerungshebel h, in dessen Bohrung die den Stift t tragende Gabel ο elastisch gelagert ist.
- 3. Zur Nutzbarmachung der unter 1. dargestellten Regulirvorriehtung für stationäre Dampfmaschinen die Verbindung derselben mit einer Luftcompressionspumpe 11, welche durch die Dampfmaschine getrieben wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE43701C true DE43701C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=318999
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT43701D Expired DE43701C (de) | Regulirvorrichtung für Schiffs- und Landdampfmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE43701C (de) |
-
0
- DE DENDAT43701D patent/DE43701C/de not_active Expired
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