DE433489C - Verfahren zur Herstellung eines Naehr- und Heilmittels aus Knochenmehl - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Naehr- und Heilmittels aus Knochenmehl

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DE433489C DER59306D DER0059306D DE433489C DE 433489 C DE433489 C DE 433489C DE R59306 D DER59306 D DE R59306D DE R0059306 D DER0059306 D DE R0059306D DE 433489 C DE433489 C DE 433489C
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    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K33/00Medicinal preparations containing inorganic active ingredients
    • A61K33/06Aluminium, calcium or magnesium; Compounds thereof, e.g. clay

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Nähr- und Heilmittels aus Knochenmehl. Das nach den bisherigen Verfahren zubereitete Knochenmehl zu Hcilzwecken enthält überwiegend anorganische Verbindungen, von welchen die Verdauungsorgane nur einen geringen Bruchteil aufnehmen und welche itn Körper zum über@-iegenden Teile nur ein; Heizung der Verdauungsorgane herheiführen und den Körper zum allergrößten Teile uriausgenutzt verlassen. Die bisherigen Knochenmehle erreichen daher ihren Zweck nicht. Die Erfindung besteht nun in einem Verfahren zur Herstellung eines Nähr- .und Heilmittels aus Knochenmehl, durch welches diesen Mängeln abgeholfen wird. Der Erfindung gemäß wird das Knochenmehl so behandelt, daß es möglichst sämtliche organische Verbindungen der Knochen in einer für die Verdauung geeigneten Form beibehält; ein solches Knochenmehl wird von den Verdauungsorganen fast vollst'-indig assimiliert und verdaut.
  • Die Erfindung besteht darin, daß entfettete und zerkleinerte Knochen mit einer zum vollständigen Auflösen des in ihnen enthaltenen phosphorsauren Calciums unzureichenden Menge verdünnter Schwefelsäure (3o bis 35° Be) teilweise aufgeschlossen werden, worauf ein Teil (etwa io Prozent) des Produktes einem zweckmäßig mit Getreidekeimen, Malz samt Keimen und Bierhefe angestellten Gäransatz zugesetzt wird, dessen Einwirkung er eine Zeitlang (2 bis 4 Stunden) ausgesetzt bleibt, wonach der gärenden Masse der Rest des Knochenmehles hinzugefügt und deren Einwirkung eine weitere Zeitlang (z. B. 2 bis .i Stunden) überlassen wird. Beispiel. Auf ioo kg Knochenmehl, welches durch Mahlen von bloß entfetteten Knochen hergestellt wurde untl daher nicht entleimt ist. werden io bis 2o kg Schwefelsäure von 6o° Be, verdünnt auf 3o bis 35° Be, genommen. Die Einwirkung dauert 2 bis 3 Tage, wonach das auf diese Weise teilweise aufgeschlossene Knochenmehl getrocknet wird.
  • Zur Hefegärung werden, auf ioo kg von teilweise aufgeschlossenem Knochenmehl gerechnet, etwa io kg gemahlene Getreidekeime, etwa 15 kg gemahlenes Malz samt Keimen und etwa 2o kg Melasse verwendet, welches Gemisch mit etwa 4.o bis 6o kg flüssiger Bierhefe angestellt wird. Hierzu werden etwa io kg des oben angeführten, teilweise aufgeschlossenen Krochemnehles zugesetzt. Der ganze Gäransatz wird unter zeitweisere Umrühren etwa 2 bis 4 Stunden lang gären gelassen, wonach die verbleibenden go kg des teilweise aufgeschlossenen Knochemnehles hinzugefügt werden und das Ganze weitere 2 bis 4 Stunden lang stehen: gelassen wird. Vorteilhafterweise werden dann noch weitere io kg Getreideleime und etwa 15 Prozent gemahlenes Malz zugesetzt, die Masse wird gut durchgearbeitet, wieder stehengelassen und bei mäßiger Temperatur (ungefähr d.o° C) in einer Kohlensäur.eatmosphäre getrocknet.
  • Durch die Einwirkung der Bierhefe, der gärenden Getreidekeime und des gequetschten Malzes (samt Keimen) tritt eine Aufspaltung des Leimes im teilweise aufgeschlossenen Knochenmehl ein, wodurch der Leim in einfachere, der Verdauung zugänglichere Formen übergeht. Praktische Versuche ergaben, daß auch die Kalk- und Phosphorverbindungen der Knochen nach einer solchen Behandlung leicht verdaulich sind. Das Produkt ist dabei sehr reich an Vitaminen, welche bei diesem Arbeitsverfahren in keiner Weise schädlich beeinflußt und bis in das Enidprodukt ungeschwächt erhalten werden.
  • Das -nach dem beschriebenen Verfahren hergestellte Knochenmehl wird vollständig verdaut, wodurch es auch erklärlich ist, daß eine sehr geringe Menge davon genügt, um überraschende Heilerfolge zu erzielen, insbesondere bei Rachitis, Knochenerweichung und anderen Krankheiten der Haustiere, die auf einen Mangel von Vitaminen zurückgeführt werden können.

Claims (1)

  1. PATENT-ANspRUcii: Verfahren zur Herstellung eines Nähr-und Heilmittels aus Knochenmehl, dadurch gekennzeichnet, daß entfettete und zerkleinerte Knochen mit einer zum vollständigen Auflösen des in ihnen enthaltenen phosphorsaurenCalciums unzureichenden Menge verdünnter Schwefelsäure (3o bis 35' B6) teilweise aufgeschlossen werden, worauf ein Teil (etwa io Pro-7.,ent) des Produktes einem zweckmäßig mit Getreidekeimen, Malz samt Keimen und Bierhefe angestellten Gäransatz zugesetzt wird, dessen Einwirkung er eine Zeitlang (2 bis 4. Stunden) ausgesetzt bleibt, wonach der gärenden Masse der Rest des Knochenmehles hinzugefügt und deren Einwirkung eine weitere Zeitlang (z. B. 2 bis 4 Stunden) überlassen wird.
DER59306D 1923-07-20 1923-08-29 Verfahren zur Herstellung eines Naehr- und Heilmittels aus Knochenmehl Expired DE433489C (de)

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