DE4331940C1 - Umhängenadel - Google Patents

Umhängenadel

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Kurt Dipl Ing Wiedenhoefer
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    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
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Description

Die Erfindung betrifft eine Umhängenadel mit einer an einem Ende seitlich an dem Nadelschaft befestigten Umhän­ gefeder und mit einem auf der Nadelschaftoberseite an­ geordneten länglichen Auswahlteil, das im Bereiche seines einen Endes an einer Kupplungsstelle mit dem Nadelschaft formschlüssig starr gekuppelt ist, wobei der Nadelschaft an der Kupplungsstelle wenigstens eine in Querrichtung durchgehende Ausnehmung aufweist, in die das Auswahlteil mit einem entsprechenden Kupplungsteil eingefügt ist.
Umhänge- oder Transfernadeln sind in der Praxis in einigen Ausführungsformen gebräuchlich. Sie dienen dazu, Maschen von einer Nadel auf eine benachbarte Nadel eines anderen Nadelbettes zu übertragen. Sie sind typischerweise mit einer in der Praxis häufig auch als Spreiz-, Breithalte- oder Kastenfeder bezeichneten Umhängefeder versehen, die in Gestalt einer Blattfeder ausgebildet und mit einem Ende seitlich an dem Nadelschaft befestigt ist. Ein Beispiel für eine solche Umhängenadel ist in der DE-PS 31 45 708 beschrieben, wobei gleichzeitig auch der Maschenumhänge­ vorgang kurz erläutert ist.
Beispielsweise aus der DE-PS 29 03 164 ist es bekannt, Umhängenadeln mit einem länglichen Auswahlteil auszurü­ sten, das auf der Oberseite des Nadelschaftes oder -kör­ pers liegend mit diesem an einer Kupplungsstelle einenends starr verbunden ist, während es an seinem anderen Ende einen Steuerfuß trägt. In der Strickmaschine vorhandene Nadelauswahleinrichtungen erlauben es, das Auswahlteil der Umhängenadel an seinem freien Ende mustergemäß von der Nadelschaftkante abzuheben, um damit den normalerweise außer Eingriff mit den Schloßteilen stehenden Steuerfuß mit dem Strickschloß in Eingriff zu bringen. Das Auswahl­ teil kann einenends einstückig an den Nadelschaft ange­ formt sein, was aber zu einer geometrisch komplizierten Form der Umhängenadel führt, die die Herstellung erschwert und teuer macht. Es ist deshalb bekannt, die eigentliche Nadel mit dem Nadelschaft und das Auswahlteil als zwei getrennte Teile herzustellen, die an einer Kupplungsstelle des Nadelschaftes formschlüssig starr miteinander gekup­ pelt werden. Zu diesem Zwecke ist der Nadelschaft im Bereiche der Kupplungsstelle mit wenigstens einer quer durchgehenden entsprechend gestalteten Aussparung ver­ sehen, in die das Auswahlteil mit einem entsprechend geformten Kupplungsteil von der Seite her eingefügt ist, derart, daß eben die angestrebte starre Kupplung zwischen dem Ende des Auswahlteiles und dem Nadelschaft gewähr­ leistet ist.
Bei dieser zweiteiligen Ausführung der Umhängenadel halten die Seitenwände der die Umhängenadel aufnehmenden Füh­ rungsnut des Nadelbettes das Umhängeteil und den Nadel­ schaft an der Kupplungsstelle seitlich zusammen oder mit anderen Worten, sie sollen verhindern, daß sich das Aus­ wahlteil an der Kupplungsstelle seitlich gegenüber dem Nadelschaft so weit verschiebt, daß es von dem Nadelschaft frei kommt. Eine solche Entkupplung des Auswahlteiles von dem Nadelschaft während des Strickvorganges würde zu beträchtlichen Folgeschäden an anderen Nadeln und Aus­ wahlteilen sowie an den Nadelbetten und Schloßteilen führen.
Praktisch bedeutet dies, daß beträchtliche Anforderungen hinsichtlich geringer seitlicher Toleranzen zwischen dem Nadelschaft und dem Auswahlteil sowie den benachbarten Seitenwänden der Führungsnut erfüllt oder aber besondere Vorkehrungen an der Strickmaschine getroffen werden müs­ sen, um ein solches unerwünschtes Entkoppeln des Auswahl­ teiles von dem Nadelschaft mit Sicherheit zu verhindern.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine aus einem Nadelschaft oder -körper und einem Auswahlteil zusammen­ gesetzte zweiteilige Umhängenadel zu schaffen, die sich durch eine erhöhte Sicherheit gegen seitliches Entkuppeln des Auswahlteiles von dem Nadelschaft auszeichnet.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die eingangs genannte Umhän­ genadel erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß das Auswahlteil im Bereiche der Kupplungsstelle durch die Umhängefeder seitlich geführt ist.
Dazu ist in einer bevorzugten Ausführungsform die Anord­ nung derart getroffen, daß die Umhängefeder ein über die Nadelschaftkante vorragendes Führungsteil für das Aus­ wahlteil aufweist, wobei das Auswahlteil an einem oberhalb der Umhängefeder liegenden Abschnitt mit Vorteil eine seitliche Aussparung aufweist, in die das Führungsteil eingreift.
Das Führungsteil selbst kann nach Art eines schmalen Mantelfußes ausgebildet sein, der einstückig an die durch eine Blattfeder gebildete Umhängefeder angeformt, d. h. angestanzt ist. Die Umhängefeder ist mit ihrem an dem Nadelschaft befestigten Ende in der Regel versenkt, d. h. in einer seitlichen Vertiefung des Nadelschaftes angeord­ net.
Dadurch, daß bei der neuen Umhängenadel das Auswahlteil an der Kupplungsstelle durch die Umhängefeder seitlich ge­ führt und gehalten ist, ist ein seitliches Ausweichen des Auswahlteiles während des Strick- oder Maschenumhängevor­ ganges mit Sicherheit verhindert, so daß auch ein Entkop­ peln des Auswahlteiles von den Nadelschaft mit dem daraus resultierenden Folgeschäden nicht zu befürchten ist. Dieser Vorteil wird ohne zusätzliche Erschwernis des Herstellungsvorganges der Umhängenadel erzielt, während gleichzeitig die Kupplungsstelle und die Umhängefeder nahezu ortsgleich liegen, mit dem Ergebnis, daß sich eine entsprechende kurze Bauweise der Nadelbetten und Strick­ schlösser der Strickmaschine erzielen läßt, die wiederum eine entsprechende Kostenersparnis auch auf der Maschinen­ seite mit sich bringt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegen­ standes der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Umhängenadel gemäß der Erfindung in einer Seitenansicht und im Ausschnitt,
Fig. 2 die Umhängenadel nach Fig. 1 in der Draufsicht und
Fig. 3 die Umhängenadel nach Fig. 1 in einem vergrößer­ ten Ausschnitt unter Veranschaulichung der Kupp­ lungsstelle zwischen dem Auswahlteil und dem Nadelschaft.
Die aus Stahl gestanzte Umhängenadel weist einen Nadel­ schaft 1 auf, der am Nadelkopf mit einem Nadelhaken 2 und einem Längsschlitz 3 versehen ist, in welchem eine mit dem Nadelhaken 2 zusammenwirkende Nadelzunge 4 schwenkbar gelagert ist. An dem dem Nadelhaken 2 gegenüberliegenden Ende ist der Nadelschaft 1 mit einer Federbiegung 5 ausge­ bildet, die sich über eine seitliche Auskehlung 6 an den Nadelschaft 1 anschließt.
An dem Nadelschaft 1 ist an einer Seite eine als Blatt­ feder ausgebildete Umhängefeder 7 angeordnet, die ein im wesentlichen rechteckiges Federteil 8 und einen daran angeschnittenen Federarm 9 geringerer Höhe aufweist, der mit seinem schmalen Ende 10 in eine seitlich an dem Nadel­ schaft 1 im Bereich der Kehle 11 angeordnete Längsnut 12 eingreift. Die Umhängefeder 7 ist in der aus Fig. 2 er­ sichtlichen Weise aus der Ebene der zugehörigen Seite des Nadelschaftes 1 herausgebogen und mit einem parallel zu dem Nadelschaft 1 ausgerichteten Endbereich 13 des Feder­ teils 8 in eine nutartige seitliche Vertiefung 14 des Nadelschaftes 1 eingefügt, in der der Endbereich 13 durch eine in eine randseitige Ausnehmung 15 des Endbereiches eingreifende Prägewarze 16 des Nadelschaftes axial festge­ legt und durch vier jeweils paarweise beidseitig der Ausnehmung 15 angeordnete randseitige Verstemmungen 17 lagefest fixiert ist.
In dem Bereich oberhalb der Prägewarze 16 ist das Feder­ teil 8 mit einem angeschnitten schmalen Führungsfuß 18 nach Art eines Nadelfußes versehen, der durch eine ent­ sprechende Aussparung in der die Nut 14 zur Nadeloberseite hin begrenzenden Wandung des Nadelschaftes 1 über die Nadelschaftoberkante 20 vorragt. Die Tiefe der Nut 14 ist im übrigen derart gewählt, daß das Federteil 8 im wesent­ lichen eben mit der zugehörigen Seitenwand des Nadelschaf­ tes 1 abschließt.
Auf den Nadelschaft 1 ist oben ein längliches elastisches Auswahlteil 21 aufgesetzt, das an seinem einen Ende einen Steuerfuß 22 trägt und an seinem anderen Ende an einer Kupplungsstelle 22 mit dem Nadelschaft 1 formschlüssig starr gekuppelt ist. In einem an die Kupplungsstelle 22 anschließenden Bereich ist der Nadelschaft 1 auf seiner Oberseite bei 23 zurückgesetzt, so daß das den Steuerfuß 22 tragende Ende des Auswahlteiles 21 bezüglich der Nadel­ schaftoberkante begrenzt auf und ab bewegbar ist. Die Anordnung ist dabei derart getroffen, daß das Auswahlteil 21 unter der Wirkung seiner Vorspannung normalerweise mit seinem den Steuerfuß 22 tragenden freien Ende auf der Nadelschaftoberseite aufliegt. Bei in die Strickmaschine eingesetzter Umhängenadel ist in diesem in Fig. 1 gestri­ chelt dargestellten Zustand der Steuerfuß 22 unwirksam.
Um den Steuerfuß 22 wirksam zu machen, d. h. ihn in Ein­ griff mit den nicht weiter dargestellten Schloßteilen der Strickmaschine zu bringen, wird ein in Fig. 1 bei 24 angedeutetes keilförmiges Steuerteil einer ebenfalls nicht veranschaulichten Auswahleinrichtung der Strickmaschine im Bereiche des Steuerfußes 22 zwischen die Nadelschaftober­ kante und die Unterkante des Auswahlteiles 21 eingescho­ ben, so daß der an seinem anderen Ende an der Kupplungs­ stelle 22 starr an dem Nadelschaft 1 befestigte Auswahl­ teil 21 elastisch um das Maß nach oben bewegt wird, das erforderlich ist, um den Steuerfuß 22 in den zugehörigen Schloßkanal einzuführen. Dieser Zustand ist in Fig. 1 mit den ausgezogenen Linien dargestellt.
Das aus Federstahl bestehende Auswahlteil 21 weist die gleiche Dicke (Pressung) wie der Nadelschaft 1 auf. Im eingebauten Zustand ist es ebenso wie der Nadelschaft 1 zwischen den Seitenwänden der die Umhängenadel jeweils aufnehmenden Führungsnut des Nadelbettes seitlich geführt, wobei die Federbiegung 5 zu der der Umhängefeder 8 gegen­ überliegenden Seite weist und bestrebt ist, den Nadel­ schaft 1 und das Auswahlteil 21 im Bereiche der Kupplungs­ stelle 22 auf der der Umhängefeder 7 gegenüberliegenden Seite gegen die Führungsnutseitenwand anzupressen.
Die Ausbildung der Kupplungsstelle 22 zwischen dem Aus­ wahlteil 21 und dem Nadelschaft 1 ist insbesondere aus Fig. 3 zu entnehmen:
Ersichtlich ist die Kupplungsstelle 22 in dem Bereich unmittelbar über und neben dem Endbereich 13 des Feder­ teils 8 der Umhängefeder 7 angeordnet, was für die Strick­ maschine den Vorteil geringen Platzbedarfs für die Schlös­ ser und Nadelbetten mit sich bringt.
An der Kupplungsstelle 22 ist unmittelbar hinter dem Federteil 8 in dem Nadelschaft 1 eine in Querrichtung durchgehende etwa L-förmige Aussparung 25 vorgesehen, die sich zu der Nadelschaftoberseite hin öffnet und einen etwa parallel zum Nadelschaftrücken 26 orientierten nutenförmi­ gen Bereich 27 aufweist. In die Aussparung 25 ist ein an dem Auswahlteil 21 angeformtes entsprechend dem Umriß der Aussparung 25 gestaltetes L-förmiges Kupplungsteil 28 im Schiebesitz seitlich eingefügt, während ein sich an das Kupplungsteil 28 anschließender Endabschnitt 29 des Aus­ wahlteiles 21 oberhalb des Federteiles 8 sich gegen die Nadelschaftoberkante 20 abstützt. Der Endabschnitt 29 ist endseitig bei 30 angeschrägt und in einer entsprechend gestalteten Rastausnehmung 31 des Nadelschaftes 1 hinter­ griffig verriegelt. Wie die Fig. 1 und 3 zeigen, ist dabei der Nadelschaft 1 derart gestaltet, daß sich an der Kupp­ lungsstelle eine durchgehende gerade Oberkante des Aus­ wahlteils 21 und des Nadelschaftes bei 32 ergibt.
In dem Endabschnitt 29 des Auswahlteiles 21 ist seitlich eine nutartige Aussparung 33 eingearbeitet, die sich nach unten zu öffnet und in der der Führungsfuß 18 der Umhänge­ feder 7 aufgenommen ist. Die Tiefe der Aussparung 33 ist derart gewählt, daß im montierten Zustand der Endabschnitt 29 des Auswahlteiles 21 mit dem Boden der Aussparung 33 seitlich gegen den Führungsfuß 18 abgestützt ist.
Auf diese Weise wirkt der Führungsfuß 18 als seitliches Führungsteil oder als seitlicher Anschlag für den End­ abschnitt 29, d. h. für das Auswahlteil 21 an der Kupp­ lungsstelle 22 in dem Bereich zwischen dem Kupplungsteil 28 und der Rastausnehmung 31. Wenn deshalb beim Strick- oder beim Maschenumhängevorgang auf den Nadelschaft oder das Auswahlteil eine seitlich wirkende Kraft ausgeübt wird, die bestrebt ist, das Auswahlteil 21 seitlich gegen den Nadelschaft 1 zu verschieben - und damit die Kupplung zwischen diesen beiden Teilen an der Kupplungsstelle 22 zu lösen - wird diese Kraft von dem Boden der Aussparung 33 und von dem Führungsfuß 18 aufgenommen. Da die ganze Umhängenadel, d. h. der Nadelschaft 1 und das Auswahlteil 21 durch die Federbiegung 5 auf der der Umhängefeder 7 gegenüberliegenden Seite mit elastischer Vorspannung gegen die entsprechenden Führungsnutseitenwand des Nadelbettes angedrückt sind, ist eine Entkopplung zwischen dem Aus­ wahlteil 21 und dem Nadelschaft 1 auch bei verhältnismäßig großen Toleranzen der Führungsnut und der Schloßteile der Strickmaschine ausgeschlossen.

Claims (6)

1. Umhängenadel mit einer an einem Ende seitlich an dem Nadelschaft befestigten Umhängefeder und mit einem auf der Nadelschaftoberseite angeordneten länglichen Auswahlteil, das im Bereiche seines einen Endes an einer Kupplungsstelle mit dem Nadelschaft formschlüs­ sig starr gekuppelt ist, wobei der Nadelschaft an der Kupplungsstelle wenigstens eine in Querrichtung durchgehende Ausnehmung aufweist, in die das Auswahl­ teil mit einem entsprechenden Kupplungsteil eingefügt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Auswahlteil (21) im Bereiche der Kupplungsstelle (22) durch die Umhän­ gefeder (7) seitlich geführt ist.
2. Umhängenadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhängefeder (7) ein über die Nadelschaft­ oberkante (20) vorragendes Führungsteil (18) für das Auswahlteil (21) aufweist.
3. Umhängenadel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Auswahlteil (21) an einem oberhalb der Umhän­ gefeder (7) liegenden Abschnitt (29) eine seitliche Aussparung (33) aufweist und daß das Führungsteil (18) in die Aussparung (33) eingreifend angeordnet ist.
4. Umhängenadel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Führungsteil (18) nach Art eines schmalen Nadelfußes ausgebildet ist.
5. Umhängenadel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhängefeder (7) mit ihrem an dem Nadelschaft (1) befestigten einen Ende (13) in einer seitlichen Vertiefung (14) des Nadelschaftes (1) angeordnet ist.
6. Umhängenadel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Nadelschaft (1) end­ seitig eine Federbiegung (5) aufweist, durch die der Nadelschaft (1) und das Auswahlteil (21) auf der der Umhängefeder (7) gegenüberliegenden Seite gegen die benachbarte Seitenwand der Führungsnut des Nadelbet­ tes unter elastischer Vorspannung anpreßbar sind.
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