DE4326352C2 - Fluid-Kanalvorrichtung für Haushaltgeräte - Google Patents
Fluid-Kanalvorrichtung für HaushaltgeräteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fluid-Kanalvorrichtung nach dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Eine derartige Vorrichtung ist bekannt aus der DE-PS 585
372, wobei in einem Leitungsrohr einer Meßapparatur ein zy
lindrisch gebogenes, die Drosselöffnung enthaltendes Blech
eingesetzt ist. Nachteilig dabei ist insbesondere, daß das
durch das Blech gebildete Drosselgerät bei üblichen Haus
halts-Wasserdrücken undicht ist, indem es neben der Drossel
öffnung einen weiteren Wasserweg zwischen der Drossel und
der Wandung des Leitungsrohres bereitstellt.
In einem zum Stand der Technik gehörenden Durchlauferhitzer
sind die für die Funktion des Durchlauferhitzers notwendigen
Teile, Sieb und Wassermengenbegrenzer, zwischen einem Ende
eines Wasserrohrs und einem Stutzen eines Wasserschalters
aufgenommen. Durch die Verschraubung eines Endes des Rohres
an dem Wasserschalter sind das Sieb und der Wassermengenbe
grenzer in ihrer Funktionslage gehalten. Auf entsprechende
Weise sind gemäß der DE 85 21 148 U1 ein Wassermengen-Regel
körper und ein Sieb zwischen zwei getrennten Zulaufrohren
eines Durchlauferhitzers angeordnet.
In einem weiteren zum Stand der Technik gehörenden Durchlau
ferhitzer ist das Sieb in einem Wasserzulaufstutzen eines
Wasserschalters aufgenommen und zusätzlich an anderer Stelle
ein Wassermengenregler zwischen dem Wasserzulauf und dem
Wasserablauf in den Wasserkanal des Wasserschalters einge
baut.
In der zum Stand der Technik gehörenden europäischen Patent
schrift EP 0 047 351 B1 ist eine Fluid-Kupplungsanordnung
geoffenbart, die zwei Fluidleitungen miteinander verbindet.
Zwischen zwei Fluidleitungen können hierbei Vorrichtungen,
wie z. B. ein Filter oder ein Druckregler, fluiddicht ange
ordnet werden. Dabei dient jede dieser Vorrichtungen auch
als ein kurzes Zwischenstück Fluidleitung.
In dem zum Stand der Technik gehörenden Gebrauchsmuster DE-
GM 89 14 647 ist ein Elektroventil, insbesondere zur Steue
rung der Wasserzufuhr in einer Waschmaschine, beschrieben.
Im Wasserkanal, genauer im Einlaßstutzen des Elektroventils,
befinden sich ein Filter und ein Durchflußregler, die in
Wasserdurchflußrichtung hintereinander im Wasserkanal lie
gend, angeordnet sind.
Beim obengenannten Stand der Technik besteht der Nachteil,
daß bei Einbau, Wartung oder Austausch von Sieb oder Filter
und Drosselgerät der Flüssigkeits- oder Gaskanal aufgetrennt
werden muß. Nur so sind dann beide meist umständlich und
einzeln aus dem Fluidkanal zu entnehmen. Dies ist besonders
bei schlecht zugänglich montierten Geräten mühsam.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung die genannten
Nachteile zu beseitigen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß
ein Sieb und das Drosselgerät zusammen mit dem beide tragen
den Stopfen eine kraft- oder formschlüssig verbundene Bau
einheit bilden, und daß das Sieb und das Drosselgerät durch
den Stopfen längs der Strömungsrichtung des Fluids in der
Funktionslage im Fluidkanal gehalten sind.
Dadurch ist zum einen eine kompakte Baueinheit gegeben, die problemlos mon
tier- und demontierbar ist, und zum anderen kann mittels des
Stopfens das Drosselgerät dichtend an das Sieb bzw. das Sieb
dichtend an die Innenwandungsteile des Kanals gepreßt wer
den.
Die Austauschbarkeit und Wartung von Sieb und Drosselgerät
läßt sich dadurch verbessern, daß unmittelbar hinter dem
Fluidzulauf im Fluidkanal ein Absperrglied angeordnet ist.
Um dieses definiert und problemlos öffnen zu können, sind
zwei Anschläge für den Absperrgliedhebel vorteilhafterweise
vorgesehen.
Damit das Sieb und das Drosselgerät zusammen mit dem Stopfen
bedienerfreundlich aus dem Fluidkanal entnommen werden kön
nen, ist der Fluidablauf im rechten Winkel zum Fluidzulauf
angeordnet, wobei der Stopfen die Wandung des Fluidkanals im
zum Betrieb montierten Zustand von der Vorderseite her
durchdringt. Dem gleichen Zweck dient, daß das Sieb, das
Drosselgerät und der Stopfen eine kraft- oder formschlüssig
verbundene Baueinheit bilden. Um einen fehlerhaften Einbau
dieser Baueinheit zu verhindern, ist ein Zusammenbau und ein
Einbau dieser Baueinheit konstruktiv bedingt nur möglich,
wenn das Drosselgerät funktionsrichtig zwischen das Sieb und
den Stopfen eingelegt ist. Die Anordnung des Siebs zwischen
dem Fluidzulauf und dem Drosselgerät gewährleistet in vor
teilhafter Weise, daß das Drosselgerät vor Verschmutzung ge
schützt ist. Bevorzugt ist die Schnappverbindung von Sieb
und Stopfen in im Fluidkanal eingebauten Zustand durch die
Innenwandung des Fluidkanals gesichert. In einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel ist der Stopfen aus Kostengründen aus
Kunststoff hergestellt.
Die vorliegende Erfindung wird in der folgenden Beschreibung
anhand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den bei
liegenden Figuren erläutert, in welchen
Fig. 1 und Fig. 2 zwei Ansichten eines Wasseranschlußteiles gemäß
der Erfindung zeigen und
Fig. 3 eine Detailansicht von Fig. 1 ist.
In den Fig. 1, 2 und 3 ist ein Wasseranschlußteil,
insbesondere für einen Durchlauferhitzer, gezeigt.
Das Wasseranschlußteil besitzt einen Wasserkanal 1′, einen Wasserzulauf 2′, ei
nen Wasserablauf 3′, ein Sieb 4′, einen Durchflußbegrenzer
5′ und einen Stopfen 6′. Dabei handelt es sich um ein, aus
einem Preßgesenk hergestelltes Messingteil, das spanend be
arbeitet wurde. Alle darin befindlichen Übergänge verschie
dener Innendurchmesser sind strömungsgünstig ausgeführt.
Nach Fig. 1 und Fig. 2 befindet sich in unmittelbarer Nähe
des Wasserzulaufs 2′ ein walzenförmiges Absperrglied 7, des
sen mögliche End-Stellungen - auf und zu - durch einen An
schlag 9 für einen Absperrgliedhebel 8 vorgegeben sind. Mit
Hilfe des Absperrglieds 7 kann der Wasserkanal 1′ bei War
tungsarbeiten geschlossen werden. Eine mit einer Kappe 10
verschließbare Öffnung 11 erweitert die Anwendungsmöglich
keiten des erfindungsgemäßen Anschlußteils. Die Öffnung 11
kann als Zulauf für eine untergebaute Armatur verwendet wer
den. Der Wasserablauf 3′ ist im rechten Winkel zum Wasserzu
lauf 2′ angeordnet. Deshalb kann der Stopfen 6′ auf einfache
Weise, die Kanalwandung verschließend, in den Wasserkanal 1′
eingebracht werden, wie in Fig. 3 gezeigt wird.
In Fig. 3 ist ein erfindungsgemäßer Aufbau und Einbau des
Siebs 4′, des Durchflußbegrenzers 5′ und des Stopfens 6′ in
das Wasseranschlußteil der Fig. 1 gezeigt. Dabei ist der Durchflußbegrenzer
5′ zwischen das Sieb 4′ und den Stopfen 6′, die beide im
Längsschnitt dargestellt sind, eingelegt. Der Stopfen 6′ ist
in die Wandung des Wasserkanals 1 eingeschraubt und ver
schließt diese mit Hilfe eines O-Rings 12. Das Sieb 4′ ist
durch eine Schnappverbindung mit dem Stopfen 6′ in der Funk
tionslage im Wasserkanal 1′ gehalten. Dabei rasten über den
gesamten Umfang des Siebs 4′ gleichmäßig verteilt ausgeform
te Schnapparme 13 auf eine ringförmige Auswölbung 14 des
Stopfens 6′. Diese Schnappverbindung ist zusätzlich durch
eine Innenwandung 15 des Wasserkanals 1′ gesichert, wenn der
Stopfen 6′ in den Wasserkanal 1′ eingebaut ist.
Das Herstellen der Schnappverbindung und das Einschrauben
des Stopfens 6′ in die Kanalwandung ist konstruktiv bedingt
nur möglich, wenn der Durchflußbegrenzer 5′ funktionsrichtig
zwischen das Sieb 4′ und den Stopfen 6′ eingelegt ist.
Das Sieb 4′ und der Durchflußbegrenzer 5′ können auch auf
andere Art kraft- oder formschlüssig an dem Stopfen 6′ befe
stigt sein oder zwischen dem Stopfen 6′ und Innenwandungs
teilen mit verschiedenen Durchmessern eingeklemmt sein.
Das Sieb 4′, der Durchflußbegrenzer 5′ und der Stopfen 6′
sind aus Kunststoff hergestellt. Dadurch ergibt sich insbe
sondere bei der Herstellung des Stopfens 6′ im Vergleich zu
einem Metallstopfen eine deutliche Kostenersparnis und zu
sätzlich der Vorteil, daß der Stopfen als ein Teil herge
stellt ist. Der Stopfen 6′ ist so ausgeformt, daß er den
Wasserfluß von dem Durchflußbegrenzer 5′ oder Sieb 6′ zu dem
Wasserablauf 3′ nicht nachteilig beeinflußt. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel ist dies dadurch erreicht, daß der Stop
fen 6′ dem durch den Durchflußbegrenzer 5′ durchströmenden
Wasser offene Wasserdurchtrittsquerschnitte anbietet, die
erstens schon jeweils einzeln im Vergleich zu dem Wasser
durchtrittsquerschnitt des Durchflußbegrenzers 5′ groß sind
und zweitens an ihren Rändern jeweils ein strömungsgünstiges
Profil aufweisen. Im Ausführungsbeispiel ist dies dadurch
realisiert (nicht gezeigt), daß der obere Teil des Stopfens
6′ durch säulenförmige Zwischenteile 16 mit dem unteren Teil
des Stopfens 6′, der die ringförmige Auswölbung 14 aufweist,
verbunden ist.
Die erfindungsgemäße Fluid-Kanalvorrichtung ist nicht auf
ein Wasseranschlußteil für Durchlauferhitzer beschränkt,
sondern sie kann auch beispielsweise als Kanalstück Wasser
schalter oder Ventil realisiert sein. Auch ist eine Anwen
dung im Zusammenhang mit anderen Haushaltsgeräten, wie z. B.
Geschirrspülmaschinen und Waschvollautomaten, möglich.
Claims (12)
1. Fluid-Kanalvorrichtung für Haushaltsgeräte, insbesonde
re für Durchlauferhitzer, bestehend aus einem Fluidka
nal mit einem Fluidzulauf und einem Fluidablauf, einem
die Wandung des Fluidkanal verschließend durchdringen
den Stopfen und einem diesem räumlich zugeordneten, im
Fluidkanal angeordneten Drosselgerät, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Sieb (4′) und
das Drosselgerät (5′) zusammen mit dem beide tragen
den Stopfen (6′) eine kraft- oder formschlüssig ver
bundende Baueinheit bilden, und daß das Sieb (4′)
und das Drosselgerät (5′) durch den Stopfen (6′)
längs der Strömungsrichtung des Fluids in der Funkti
onslage im Fluidkanal (1′) gehalten sind.
2. Fluid-Kanalvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Absperrglied (7) unmittelbar hinter
dem Fluidzulauf (2′) im Fluidkanal (1′) angeord
net ist.
3. Fluid-Kanalvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Absperrgliedhebel (8) des Absperr
gliedes (7) sowohl in einer "Absperrglied geöffnet"-
als auch in einer "Absperrglied geschlossen"-Position
einen Hebelanschlag (9) besitzt.
4. Fluid-Kanalvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen der Position des Absperr
gliedes (7) und der Position des Siebes (4′) im
Fluidkanal (1′) dieser eine mit einer Kappe (10)
verschließbare Öffnung (11) besitzt.
5. Fluid-Kanalvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Fluidablauf
(3′) im rechten Winkel zum Fluidzulauf (2′) ange
ordnet ist.
6. Fluid-Kanalvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stopfen
(6′) die Wandung des Fluidkanals (1′) im zum Betrieb
montierten Zustand von der Vorderseite her durchdringt.
7. Fluid-Kanalvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stopfen
(6′) aus Kunststoff ist.
8. Fluid-Kanalvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sieb (4′)
zwischen dem Fluidzulauf (2′) und dem Drosselgerät
(5′) angeordnet ist.
9. Fluid-Kanalvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sieb (4′)
auf den Stopfen (6′) aufgeschnappt ist.
10. Fluid-Kanalvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Sieb (4, 4′) auf den Stopfen
(6′) nur aufschnappbar ist, wenn das dazwischen einlegte
Drosselgerät (5′) funktionsrichtig eingelegt ist.
11. Fluid-Kanalvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, da
durch gekennzeichnet, daß die Schnappverbindung vom
Sieb (4′) und dem Stopfen (6′) bei in den Fluid
kanal (1′) eingebauten Zustand durch die Innenwan
dung des Fluidkanals (1′) gesichert ist.
12. Fluid-Kanalvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stopfen
(6′) die Wandung des Fluidkanals (1′) nur verschlie
ßend durchdringt, wenn das eingelegte Drosselgerät
(5′) funktionsrichtig eingelegt ist.
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