DE4306196C2 - Lehrspielzeug für Blinde - Google Patents

Lehrspielzeug für Blinde

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Description

Die Erfindung betrifft Lehrspielzeug für Blinde und Puppenkleider oder Schürzen zum Anbringen an Puppen be­ kannter Art, um diese als Teile für die erfindungsgemäßen Lehrspielzeuge verwenden zu können.
Lehrspielzeug für sehende Kinder, mit denen ein Lehr­ inhalt spielerisch vermittelt werden kann, ist in verschiedenen Ausführungen bekannt.
Ein aus der DE 24 00 386 A1 bekanntes Lehrmittel besteht aus einer Tafel, an der Veranschaulichungselemente unter­ schiedlich angeordnet werden können. Die Veranschaulich­ ungselemente werden, ähnlich wie beim Klettverschluß, mit Hilfe von Fasern an der Tafel befestigt.
Bei einem anderen Lehrspielzeug gemäß der DE 31 52 024 A1, werden verschieden zueinander anordenbare Lernbausteine mit Hilfe von Magneten zu unterschiedlichen Formen zusammengefügt.
Abgesehen von der im ersten Beispiel zur Verwendung als Lehrmittel nötigen Sehfähigkeit sind beide Beispiele auch bezüglich ihrer Befestigung für Blinde ungeeignet, da die Kraftwirkung im wesentlichen nur in eine Richtung wirkt, und die einzelnen Verbindungselemente senkrecht zu der Kraftrichtung leicht verschoben werden können. Blinde können durch ein unbeabsichtigtes Stoßen aus der falschen Richtung ein Veranschaulichungselement oder einen Baustein ver­ schieben oder sogar vom Lehrmittel abtrennen. Besonders bei magnetischer Haftung wird dies allgemein als wesentlicher Nachteil angesehen, so daß magnetische Haftelemente bei Gegenständen für Blinde nicht eingesetzt werden.
Als weiteres Lehrspielzeug beschreibt die EP 0 040 682 A2 eine Puppe, die in der Lage ist, Symbole oder Bilder zu erfassen und diese in sprachlicher Form über eine Sprach­ syntheseelektronik auszugeben. Das Kind lernt über die doppelte Information, Sprache und Aussehen, daß ein Zusammenhang zwischen Symbolen oder Bildern mit der Sprache besteht. Es wird so sprachlich und in seiner visuellen Erkenntnisfähigkeit geschult.
Ein derartiges Lehrspielzeug eignet sich aber wegen der fehlenden Sehkraft nicht für die Ausbildung blinder Kinder. Außerdem ist dieses Lehrspielzeug technisch sehr aufwendig, wodurch nur bei großer Stückzahl eine kostengünstige Herstellung möglich ist. Der Markt für spezielles Blindenspielzeug ist jedoch zu klein, um technisch ähnlich aufwendige Systeme für die Ausbildung blinder Kinder zu fertigen. Für blinde Kinder müssen deshalb wesentlich einfachere Lehrspielzeuge geschaffen werden.
Wesentliches Hilfsmittel zur Ausbildung von Blinden sind Bücher und Schriften in Blindenschrift. Sie gestatten dem Blinden, trotz seines Sehmangels, sich in einer visuell orientierten Welt zurechtzufinden und zu informieren. Des­ wegen wäre es vor allem sinnvoll, Lehrspielzeug zu schaffen, welches Blindenschrift spielerisch vermitteln kann.
Das Erlernen der Blindenschrift ist vor allem bei Blindgeborenen problematisch, da diese gleichzeitig mehrere unterschiedliche Erkenntnisschritte vollziehen müssen, wie weiter unten ausgeführt wird.
Dagegen ist es Blinden, die die Sehkraft während ihres Lebens verloren haben, normalerweise einsichtig, daß sie den Tastsinn statt der Sehkraft einsetzen müssen. Besonders wenn die Blinden älter sind, ist es ihnen aufgrund ihrer Lebenserfahrung bewußt, daß man Begriffe zum Beispiel in Form von geschriebenen Worten oder Symbolen abstrahieren kann. Deshalb ist kein wesentlich neuer Erkenntnisschritt erforderlich, eine Blindenschrift, die sogenannte Braille­ schrift, durch Üben zu lernen.
Der Blinde muß erst den Tastsinn ausbilden, um die Buchstaben als einzelnes zu erfassen, damit er dann die einzelnen Formen der Buchstaben erkennen kann. Dies ist nur im Einzelunterricht möglich.
Aus der DE 35 18 890 A1 ist beispielsweise ein Körper zur Prüfung des Tastvermögens bekannt, bei dem in dem Körper verschiedene Einzelelemente mit ertastbarer Infor­ mation variabel angeordnet werden können. Dieses Gerät kann auch als Trainingsgerät für Blinde eingesetzt werden. Es hat aber den Nachteil, daß immer ein Psychologe oder Blindenlehrer beim Lernen gebraucht wird, was sehr perso­ nalintensiv ist. Ferner ist dieses Gerät kaum für kleinere Kinder verwendbar, da es den Lehrinhalt nicht spielerisch vermitteln kann.
Bei Blindgeborenen besteht gegenüber später Erblindeten ein zusätzliches, schwieriger zu lösendes Problem. Diese Personengruppe hat weder die Erfahrung, wie ein Gegenstand ausgebildet ist, noch ist die Erkenntnis vorhanden, daß die Punkte der Blindenschrift in irgendeinem Zusammenhang mit anderen ertasteten Gegenständen stehen. Vor allem ist dies bei Taubblinden problematisch, da hier außerdem die gedank­ liche Verbindung über das Lernen von Worten fehlt.
Bei diesen Personen muß nicht nur das Ertasten von Gegenständen gelernt werden, sondern es muß zusätzlich die Erkenntnis vermittelt werden, daß die Punkte der Blindenschrift eine Symbolsprache für Dinge sind, die am Gegenstand für das Kind ganz andersartige Tasteindrücke darstellen. Dieser Zusammenhang ist nur schwer zu vermitteln.
Außerdem ergeben sich weitere Komplikationen bei dem Erlernen der Blindenschrift, wie die Erfassung des Zeilenanfangszeichens, das bei Büchern verwendet wird, damit der Blinde erkennt, ob der vorliegende Text richtig herum liegt. Das Erkennen des Zeilenanfangszeichen und seines Sinns bedeutet einen weiteren Abstraktionsgrad, der von den Kindern erst später erfaßt werden kann.
Deswegen kann ein Schüler der Blindenschrift kaum selbstständig lernen. Das bedeutet, man muß sich intensiv um den Schüler kümmern. Die Notwendigkeit des Einzel­ unterrichts macht die Ausbildung kostenintensiv.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Lehrspielzeug zu schaffen, welches es einem blinden Kind gestattet, aufgrund technischer Eigenschaften des Lehrspielzeugs den Tastsinn weitgehend selbstständig auszubilden, den symbolischen Zu­ sammenhang von Schrift und den mit der Schrift bezeichneten Gegenständen deutlich zu machen und das Kind an das Lesenlernen von Blindenschrift spielerisch heranzuführen.
Die Aufgabe wird durch ein Lehrspielzeug gemäß dem Anspruch 1 gelöst. Puppenkleider und Schürzen, um eine handelsübliche Puppe als erfindungsgemäßes Lehrmittel aus­ zustatten, sind in Anspruch 5 angegeben. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Unteransprüchen gekennzeichnet.
Erfindungsgemäß werden an einem Gegenstand Platten oder Folien, die mit Erhebungen versehene sind, lösbar befestigt. Der Gegenstand kann zum Beispiel eine Puppe, ein Stofftier, Spielbausteine oder anderes Spielzeug sein. Die Erhebungen sollen den Tastsinn des Blinden schulen. Wenn sich das blinde Kind mit dem Spielzeug beschäftigt, erfährt es, daß sich an unterschiedlichen Stellen immer die gleichen Erhebungen findet und kann sie dem Spielzeug oder Teilen davon zuordnen. Dadurch, daß die Platten oder Folien von dem Spielzeug entfernt werden können, erfaßt es, daß die Platten nicht zum Spielzeug gehören und kann eine begriffliche Trennung nachvollziehen. Außerdem können in vorteilhafter Weise neue Begriffe zum Weiterlernen angebracht werden.
Die Erhebungen dienen als Informationsträger. Sie können beilspielsweise auf der Platte oder der Folie in Form von Ornamenten oder Bildern ausgebildet sein. Diese Version wird vor allen Dingen für kleinere Kinder gewählt werden.
Für ältere Kinder sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, die Erhebungen als Wort oder Text in Blindenschrift auszubilden. Wenn beispielsweise ein Kind immer am Kopf eine Platte mit dem Wort "Kopf", an der Hand eine Schrift "Hand" usw. findet, kann es das Schriftbild dem Teil­ gegenstand direkt zuordnen. Besonders geeignet ist die Verwendung des Lehrspielzeugs, wenn für ein kleineres Kind erst an den betreffenden Stellen ein Bild der Hand oder des Kopfes angeordnet werden, welches später beim Lesenlernen gegen Begriffe in Blindenschrift ausgetauscht werden.
Diese sich aus der Erfindung ergebende Möglichkeit, Platten altersgemäß unterschiedlich zu verwenden, stellt einen weiteren Vorteil der Lösbarkeit der Befestigung dar.
Eine Weiterbildung der Erfindung ist vor allem bei Ge­ genständen anwendbar, die ein Abspielgerät für Tonträger aufweisen. Es sind z. B. sogenannte sprechende Puppen bekannt, die in ihrem Körper einen einfachen Plattenspieler haben, der einen kleinen Text abspielen kann. Werden auf einem solchen Spielzeug Platten oder Folien angebracht, die ein Bild zum Text oder den Text selbst in Blindenschrift darstellen, dann kann das Kind beim Betasten des Spielzeugs seinen Tastsinn in einfacher Weise ausbilden oder lesen lernen. Es ist zu erwarten, daß das Kind dies besonders gern tut, wenn es an das Spielzeug emotional gebunden ist, wenn es also beispielsweise seine Lieblingspuppe ist.
Die zu ertastenden Informationen auf den erfindungs­ gemäßen Platten oder Folien, beispielsweise ein in Blindenschrift geschriebener Text oder ein durch die Erhebungen gebildetes Reliefbild, können die Information des Tonträgers untermalen, oder der Text auf dem Tonträger kann auf die auf der Folie oder Platte befindliche Information hinweisen.
Neben schulischen Texten können auch Lieder, Gebete, Märchen usw. auf dem Tonträger verwendet werden.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, auch han­ delsübliche Puppen oder Stofftiere mit den erfindungs­ gemäßen Folien auszurüsten. Dazu ist eine Schürze oder ein Kleid vorgesehen, das einfach an der Puppe oder dem Stofftier befestigt werden kann. Die Erhebungen sind auf der Vorderseite der Schürze oder des Kleides angeordnet. Als besonders geeignetes Material erweisen sich für die Prägung von Blindenschrift geeignete Papiere oder dünne Kunststoffolien, die nach im Stand der Technik bekannten Verfahren hergestellt werden können. Üblicherweise wird man zum besseren Ertasten von Erhöhungen steifes Papier nehmen, also Papier mit 150-200 g/cm², vorzugsweise 160-170 g/cm². Da diese Papiere aber für die Schürze oder das Puppenkleid zu steif sein können, wird dann zweckmäßigerweise ein Papier mit Blindenschrift auf der Schürze oder dem Puppenkleid, das vorzugsweise aus Stoff genäht ist, beispielsweise durch Kleben, angebracht. Um die Steifigkeit des Kleides aufgrund des Papiers weiter herabzusetzen, ist es zweckmäßig, das Papier zu unterteilen, beispielsweise zwischen allen Buchstaben. Damit bleibt die Schürze oder das Kleid im wesentlichen elastisch, es ist aber dadurch auch möglich eine gut ertastbare Schrift auf härterem, besser ertastba­ rem Material auf dem Kleid anzubringen.
Als Befestigungsmittel für derartige Schürzen sind Träger geeignet, die einfach über die Gliedmaße der Puppe gezogen werden, damit sie an der Puppe halten. Die Träger sollten im wesentlichen als elastisches Band ausgeführt sein, damit sie auch von einem noch unbeholfenen Kleinkind bei entsprechender Dehnung leicht über den Puppenkörper gezogen werden können. Die Träger können mit der als Schürze dienenden Folie verklebt, vernäht oder verschweißt werden oder an entsprechenden in der Folie vorgesehenen Löchern verknotet werden.
Bei anderen Spielzeugen oder wenn einzelne Gliedmaßen einer Puppe mit erfindungsgemäßen Folien oder Platten versehen werden sollen, ist diese Befestigung nicht ge­ eignet, da die Bänder von einem Spielbaustein auch leicht wieder herunterrutschen können. Eine Befestigung durch Haken, Druckknöpfe Klettverschlüsse oder ähnliches er­ scheint ungeeignet, da entweder das Befestigungsmittel zu fest ist, als daß kleine Kinder mit dem Lehrspielzeug spielerisch umgehen können, oder sie sind so leicht lösbar befestigt, daß sie durch das blinde Kind bei unvorsichtigem Spielen unbeabsichtigt abgestreift werden können.
Um die unterschiedlichen Anforderungen an die Befestigung, nämlich leichte unkomplizierte Lösbarkeit bei gleichzeitigem Schutz vor unbeabsichtigtem Lösen, erfüllen zu können, sieht eine Weiterbildung vor, Platten und den Gegenstand, an dem die Platten befestigt werden sollen, mit einander zugeordnete Erhöhungen und Vertiefungen auszu­ statten, wobei nur eine leicht lösbare Verbindung dazwischen vorzusehen ist.
Befindet sich beispielsweise eine Erhöhung in Form eines geometrischen Prismas an der Platte und ein entsprechender Hohlraum in dem Gegenstand, wie dem Puppenkörper, dann führt nur eine beabsichtigte Kraftwirkung in Richtung der Prismenachse zu einem Lösen der Befestigung Unbeabsichtige Stöße werden an den Mantelflächen der geometrischen Pris­ menformen aufgefangen und das Lösen der Platte vom Gegen­ stand wird verhindert.
Bei entsprechend kleinem Spiel zwischen der Vertiefung und der Erhöhung ergibt sich auch direkt eine Verbindung zwischen Platte und Gegenstand aufgrund der Haftreibung. Es entsteht dann eine der bekannten Nut-Feder Verbindung ähnliche Befestigung, wobei die Erhöhung als Nut und die Vertiefung als Feder angesehen werden kann. Für die leichte Lösbarkeit der Befestigung kann es aber günstiger sein, ein genügend großes Spiel vorzusehen und eine Befestigung auf andere Weise an den Vertiefungen und Erhöhungen zu bewirken, wie später ausführlicher beschrieben wird.
Bei der Ausgestaltung der Erfindung mittels einander angepaßter Erhöhungen und Vertiefungen, muß das Kind auch die Form der Erhöhung bzw. Vertiefung erfühlen, um es in geeigneter Richtung einstecken zu können. Es ergibt sich so vorteilhaft eine neue Spielmöglichkeit, die die Ausbildung des Tastsinns fördert.
Um ein leichteres Einstecken der Erhöhung in die Ver­ tiefung zu gestatten, ist es zweckmäßig, das Spiel zwischen Erhöhung und Vertiefung in dem Bereich von Erhöhung und Vertiefung, die beim Beginn des Zusammensteckens zusam­ menwirken, zu vergrößern, also die Vertiefung nach außen hin zu erweitern oder die Erhöhung nach außen hin ballig oder spitz zu verjüngen. Die erweiterten bzw. verjüngten Bereiche können dann als Führung ausgestaltet sein, um dem blinden Kind ein einfacheres Anbringen der Platte am Gegenstand zu ermöglichen.
Aufgrund der Ausgestaltung der Befestigung mit Erhöhungen und Vertiefungen, beispielsweise in der Form gleicher geometrischer Prismen, ist es auch möglich, die Gestalt der Prismen so auszulegen, daß die Platte nur in eine Richtung eingesteckt werden kann. Das hat den Vorteil, daß das Kind die Platte immer in derselben Stellung am Gegenstand vorfindet und das Lernen von richtungsangebenden Zeichen in Blindenschrift, wie das Zeilenanfangszeichen, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden kann. Das Kind kann dann die Schrift nicht zufälligerweise auf dem Kopf stehend vorfinden.
Die an einer Puppe angeordneten Platten sollten nicht vertauschbar sein, damit beispielsweise eine Platte mit der Aufschrift "Kopf" nicht an der Hand oder dem Fuß befestigt werden kann. Deshalb sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, die Erhöhungen und Vertiefungen unterschiedlich auszugestalten, so daß jede Platte nur an einer bestimmten Position befestigbarbar ist. Das ist dann möglich wenn die Erhöhungen und Vertiefungen in Gestalt von Prismen ausgeführt werden, wobei die Grundfläche der Prismenform an den verschiedenen Positionen unterschiedlich ist.
Um dem Kind ein möglichst leichtes Einführen der Er­ höhungen in die Vertiefungen zu gestatten, ist es, wie oben schon angesprochen, zweckmäßig, ein genügend großes Spiel zwischen beiden vorzusehen. Dann muß aber ein gesondertes Befestigungsmittel verwendet werden. Weiterbildungen bezüglich der Befestigung werden im folgenden beschrieben.
Bei einer Weiterbildung wird eine ähnliche Befestigung benutzt, wie sie bei den bekannten Lego®-Bausteinen Verwendung findet. Dabei sind eine oder mehrere Noppen an Erhöhung oder Vertiefung ausgebildet, die in das zugehörige Gegenstück, Vertiefung oder Erhöhung, eingreifen und dort formschlüssig oder kraftschlüssig durch eine oder mehrere Eingriffshöhlungen befestigbar sind. Bei einer formschlüs­ sigen Verbindung ist die Eingriffshöhlung der Noppe ange­ paßt. Bei einer kraftschlüssigen Verbindung, greifen nur Teile innerhalb der Eingriffshöhlung an der Noppe an und klemmen sie dort fest.
Es können aber auch Gegenstände mit der Erfindung ausgebildet werden, die einen Hohlkörper mit nur einer dünnen Wand darstellen. Vertiefungen der vorher beschrie­ benen Art sind bei derartigen Gegenständen nicht verwendbar, da nicht genügend Material in der Tiefe zur Verfügung steht.
Die entsprechende Weiterbildung der Erfindung sieht vor, die Erhöhung beispielsweise im wesentlichen prismenförmig auszugestalten und in dem Hohlkörper als Vertiefung ein Loch vorzusehen, das die Form der Grundfläche des Prismas der zugeordneten Erhöhung hat. Der Randbereich des Loches wird außerdem elastisch ausgebildet, so daß er sich bei Einschieben der Erhöhung wegbewegt. In der Mantelfläche der prismenförmigen Erhöhung ist eine Nut vorgesehen, in die der Randbereich nach vollständigem Einschieben der Erhöhung hineinrutscht. Durch das Eingreifen des Randbereichs in die Nut wird die Platte an dem Gegenstand befestigt.
Die genannten Beispiele eignen sich besonders für Aus­ führungsformen, die aus Kunststoff hergestellt sind. Sie lassen sich zwar beispielsweise auch bei Holzbausteinen verwenden, die Formgebung ist jedoch bei Holzteilen unge­ eignet für eine kostengünstige Fertigung.
Weiterbildungen sehen daher vor, an Erhöhungen oder Vertiefungen Klettverschlüsse anzukleben oder Magnete und Metalle anzubringen. Auch hier ist eine leichte Lösbarkeit gegeben. Üblicherweise werden magnetische Befestigungen oder Klettverschlüsse als Befestigung bei Gegenständen für Blinde abgelehnt, da ein unbeabsichtigter Stoß die Be­ festigung leicht löst. In diesem Fall verhindert das Ineinandergreifen von Erhöhungen und Vertiefungen aber ein unbeabsichtigtes Auseinanderreißen.
Mit den Weiterbildungen stehen die verschiedensten Be­ festigungsmittel für eine Verwirklichung des erfindungs­ gemäßen Lehrspielzeugs zur Verfügung. Bei Puppen aus Kunststoff können beispielsweise die Befestigung mit Noppen und Eingriffshöhlung an Armen, Beinen, Händen usw. verwendet werden. Da Puppen aus Kunststoff häufig einen Hohlkörper als Bauch haben, lassen sich dort die be­ schriebene Befestigung aufgrund von Noppen oder dem Ein­ griff von dem Randbereich des Hohlkörpers in eine Nut für die zugehörigen Erhöhung leicht verwirklichen.
Erfindungsgemäße Holzbausteine, bei denen die Platten beispielsweise einen Bauplan für ein Gebäude beschreiben, können mit den angesprochenen Klettverschlüssen oder magnetischen Verbindungen verwirklicht werden.
Bei den letztangesprochenen Ausführungsformen der Erfindung kann man aus Kostengründen auch die Platte mit der Erhöhung einstückig aus Kunststoff herstellen. Im Holz wird dann ein entsprechendes Gegenstück ausgefräst. Klettverschlüsse oder magnetische Teile können dann angeklebt werden.
Um Verletzungsgefahr zu vermeiden, ist es zweckmäßig, Kanten und Ecken der Teile zur Befestigung der Platten nicht zu scharf auszuführen. Deswegen werden alle Ecken und Kanten abgerundet.
Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich auch aus den nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen in Ver­ bindung mit den Ansprüchen und der Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäßes Lehrspielzeug in Form einer Puppe mit einer als Schürze ausgebildeten Folie,
Fig. 2 eine Hand einer Puppe gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 3 Ausführungsbeispiel für eine Befestigung zwi­ schen einem Gegenstand und einer erfindungsgemäßen Platte,
Fig. 4 Schnitt durch die Befestigung gemäß Fig. 3,
Fig. 5 Schnitt, ähnlich wie Fig. 4, für ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 6 und 7 Schnitt, ähnlich wie Fig. 4., für weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das Lehrspielzeug ist dabei eine Puppe 10, an der eine Folie 12 mit Blindenschrift lösbar befestigt ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel kann die Puppe 10 handelsüblich sein. Im Ausführungsbeispiel ist die Puppe mit einem Abspielgerät für einen Tonträger, beispielsweise einer Schallplatte ausgerüstet.
In Übereinstimmung mit einer Aufnahme auf dem Tonträger ist ein Text oder eine begleitende Zeichnung in Form eines Reliefbildes auf der Folie 12 durch Erhebungen 14 dar­ gestellt. Ein Blinder kann den Text durch Lesen der Blindenschrift oder das entsprechende den Text begleitende Reliefbild erfühlen.
Die Folie besteht im Ausführungsbeispiel aus Kunststoff einer so großer Dicke, daß sich in diesem Material gut Erhebungen 14 einprägen lassen. Es ist auch möglich, eigene Texte in Blindenschrift durch Durchstechen einer Schablone anzubringen.
Alternativ zu dem Kunststoff läßt sich auch Papier verwenden. Üblicherweise wird man zum besseren Ertasten von Erhöhungen steiferes Papier nehmen, also Papier mit 150-200 g/cm², vorzugsweise 160-170 g/cm². Diese Papiere sind aber für eine Schürze oder das Puppenkleid im allgemeinen zu steif.
Deswegen ist es zweckmäßig bei der Verwendung von Papier der obengenannten Sorte, einen anderen Weg einzuschlagen. Dabei wird ein Papier mit Blindenschrift auf der Schürze oder dem Puppenkleid, das vorzugsweise aus Stoff genäht ist, beispielsweise durch Kleben, angebracht. Um die Steifigkeit des Kleides aufgrund des Papiers herabzusetzen, wird das Papier außerdem unterteilt, beispielsweise zwischen allen Buchstaben. Damit bleibt die Schürze oder das Kleid im wesentlichen elastisch. Es ist aber dadurch auch möglich, eine gut ertastbare Schrift auf härterem, besser ertastbarem Material, wie Papier, auf dem Kleid anzubringen.
Die Folie 12 ist an der Puppe 10 lösbar befestigt. Deshalb kann der Tonträger zusammen mit der Folie aufbewahrt bzw. bei Einlegen eines anderen Tonträgers eine andere, zugehörige Folie 12 an der Puppe 10 befestigt werden.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 wird die Folie 12 an der Puppe 10 durch Träger 16, die über die Arme 20 der Puppe 10 gestreift werden, und ein Gurtband 18, das über die beiden Beine und den Unterleib 22 der Puppe 10 gestreift wird, befestigt. Das Gurtband 18 hält die Folie 12 im Bereich der Hüfte an der Puppe 10.
Die Träger 16 und das Gurtband 18 sind aus elastischem Material gefertigt. Die hohe Elastizität ist eine wesentliche Eigenschaft dieser Ausführungsform. Die Träger 16 und das Gurtband 18 sollen so elastisch sein, daß das Kind das Gurtband 18 so lang ziehen kann, daß es weit über die Beine der Puppe 10 reicht. Das Kind sieht ja beim Überstreifen der Folie 12 die Beine der Puppe 10 nicht, es soll aber trotzdem die Folie 12 leicht befestigen können.
Die Träger 16 und das Gurtband 18 sind im Ausfüh­ rungsbeispiel Gummibänder, die an der Rückseite der Folie 12 verklebt sind. Für eine andere Befestigungsart ist vorgesehen die Träger 16 oder das Gurtband 18 mit der Folie 12 zu vernähen. Für eine andersartige Befestigung können in der Folie 12 auch Löcher vorgesehen sein, durch die die Gummibänder hindurchgeführt und verknotet werden.
Die auf der Folie 12 durch die Erhebung 14 dargestellte Information gehört zum Text auf dem Tonträger, der ein Märchen, ein Gedicht, ein Gebet, ein Lied oder ähnliches sein kann. Die Folien 12 des Ausführungsbeispiels können zusammen mit dem Tonträger als Set für handelsübliche Puppen 10 vertrieben werden. Es ist jedoch auch möglich, eine spezielle Puppe 10, die auch in ihren Abmessungen einen größeren Text auf der Folie 12 zuläßt, zu fertigen und diese mit Folien und Tonträgern zusammen zu vertreiben.
Die Folie 12 zusammen mit den Trägern 16 und dem Gurtband 18 stellt zusammen eine Schürze dar. Es ist aber analog auch möglich, Kleider mit Blindenschrift zu versehen und der Puppe 10 diese dem Tonträger entsprechend anzu­ ziehen.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel werden mit Erhe­ bungen 14 versehene Platten 30 an Teilen des zum Lehr­ spielzeug gehörenden Gegenstands lösbar befestigt. Fig. 2 zeigt als Beispiel die Hand 25 einer Puppe, an der eine Platte 30 mit der durch Erhebungen 14 dargestellten In­ formation "Hand" dargestellt ist. Statt Informationen in Blindenschrift auf die Platte 30 aufzubringen, kann man, wenn nicht das Lesenlernen sondern die Formerkennung ge­ fördert werden soll, auf der Platte 30 durch Erhebungen 14 reliefartig eine Hand darstellen.
Da Blinde aufgrund ihrer fehlenden Sehfähigkeit leicht unbeabsichtigt gegen die Platte 30 stoßen können, muß die Befestigung gegen derartige Stöße sicher genug sein. Diese Forderung widerspricht einer zweiten Forderung, daß die Befestigung auch für kleinere Kinder in geeigneter Weise einfach zu lösen sein soll.
Wie diese entgegengesetzten Forderungen miteinander vereinbart werden können, ist in den Beispielen der Fig. 3 bis Fig. 7 gezeigt.
Fig. 3 zeigt eine Platte 30 von der der beschrifteten Seite gegenüberliegenden Rückseite her. Auf der Rückseite ist eine Erhöhung 34 angebracht, die die Form eines geometrischen Prismas mit dreieckiger Grundfläche 36 hat. Der Gegenstand weist an einer der Platte zugeordneten Position, beispielsweise an der Hand 25 im Beispiel gemäß Fig. 2, eine entsprechende Vertiefung 60 auf, und zwar ebenfalls in der Form eines geometrischen Prismas mit dreieckiger Grundfläche. Die der Vertiefung 60 entsprechende dreieckige Grundfläche ist etwas größer als die der Erhöhung 34. Dadurch kann die Erhöhung 34 leicht in die Vertiefung 60 hineingeschoben werden.
Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß die Platte 30 mit ihrer Erhöhung 34 nur in eine Richtung leicht bewegt werden kann. In alle anderen Richtungen wird ein Stoß durch die dabei aufeinanderwirkenden Mantelflächen der Prismenform von Erhöhung 34 und Vertiefung 60 aufgefangen.
Ein Auseinandernehmen oder Zusammenstecken ist aber nur in Richtung der Achse der prismenförmigen Grundform von Erhöhung 34 und Vertiefung 60 möglich. In dieser Richtung wirkt auch das Befestigungsmittel, das in diesem Beispiel aus einer Eingriffshöhlung 38 und einer Noppe 62 besteht.
Die Noppe 62 und die Eingriffshöhlung 38 sind in Fig. 4 erkennbar, die einen Schnitt durch das Ausführungsbeispiel von Fig. 3 darstellt. In dem dargestellten Ausführungs­ beispiel sind Noppe 62 und Eingriffshöhlung 38 zylindrisch ausgebildet. Zur Befestigung wird die Noppe 62 in die Eingriffshöhlung 30 eingeführt, wo sie aufgrund der Form­ schlüssigkeit festgehalten wird.
Statt der zylindrischen Ausbildung der Eingriffshöhlung 38 können auch elastische oder teilelastische Stege vorgesehen sein, die an der Noppe 62 angreifen, so daß sich eine kraftschlüssige Befestigung ergibt.
Aus Fig. 4 ist zu erkennen, daß zwischen der Erhöhung 34 und der Vertiefung 60 ein Spiel besteht, welches ein einfaches Einführen der Erhöhung 34 in die Vertiefung 60 gestattet. Die Befestigung mittels Noppe 62 und Eingriffshöhlung 38 erfolgt erst, dann wenn die Erhöhung 34 fast vollständig in der Vertiefung 60 eingeführt ist. Damit ist es auch für einen Blinden leicht, die Teile zu­ sammenzuführen.
Um ein noch einfacheres Einführen zu ermöglichen, können die Seiten der Vertiefung 60 oder das äußere Ende der Erhöhung 34 auch so ausgestaltet sein, daß beim ersten Einstecken das Spiel größer ist, also die Vertiefung 60 sich beispielsweise nach außen erweitert, oder die Erhöhung 34 in Einsteckrichtung verjüngt ist.
Schon das Einstecken der Platte 30 an dem Gegenstand stellt für den Blinden eine Schulung des Tastsinns dar. Er muß die Form der Vertiefung 60 und der Erhöhung 34 tastend erfassen sowie die richtige Richtung zum Einstecken be­ stimmen, nur dann ist ein Einstecken möglich.
Statt die Befestigungsart mittels Noppe 62 und Eingriffshöhlung 38 zu wählen, kann man die Mantelflächen der prismaartigen Grundform von Erhöhung 34 und Vertiefung 60 auch eng aneinanderliegend ausbilden und so eine formschlüssige Verbindung schaffen. Das ermöglicht eine einfache Form für die Vertiefung 60 und die Erhöhung 34.
Ein besonderer Vorteil ergibt sich, wenn die dreieckige Grundfläche 36 im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4 ein ungleichseitiges Dreieck darstellt. Dann kann die Erhöhung 34 in die Vertiefung 60 nur in einer Orientierung einge­ führt werden. Diese Maßnahme stellt sicher, daß gelöste und wieder neu angeordnete Platten 30 immer dieselbe Orien­ tierung aufweisen, das darauf geschriebene Wort sich also nicht auf dem Kopf stehend befinden kann. Dann ist das Lernen vom Blindenschrift vereinfacht, da das lernende Kind am Anfang nicht besonders beachten muß, in welcher Orien­ tierung sich die Schrift befindet. Auf das Unterrichten von richtungsanzeigenden Blindenzeichen, wie das Zeilenanfangs­ zeichen, kann deshalb verzichtet werden.
Die Grundfläche kann auch andersartig geformt sein. Bei Gegenständen, an denen mehrere Platten 30 an verschiedenen Positionen befestigt werden sollen, ist vorgesehen, an jeder Position die prismenförmige Vertiefung 60 und Erhöhung 34 mit anderen Grundflächen auszugestalten, so daß jede Platte 60 nur an einer bestimmten Position befestigt werden kann. Damit ist sichergestellt, daß derselbe Schriftzug sich nicht an unterschiedlichen Positionen befinden kann, sondern beispielsweise die Schrift "Hand" nur an der Puppenhand, "Kopf" nur am Puppenkopf usw.. Diese Ausgestaltung sichert also mit technischen Mitteln immer dieselbe Zu­ ordnung.
Fig. 5 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel, das vor allem geeignet ist, Platten an einem Hohlkörper, wie zum Beispiel dem Bauch einer Kunststoffpuppe anzubringen. Bei solchen Gegenständen, steht für eine Vertiefung 60, wie bei den Ausführungsbeispielen von Fig. 3 und 4, nicht genug Material zur Verfügung. Dann ist die Vertiefung gemäß einer Weiterbildung der Erfindung im wesentlichen ein Loch 70.
Auch in diesem Ausführungsbeispiel ist die Platte 30 mit einer Erhöhung 74 versehen. Das Loch 70 und die Erhöhung 74 haben die gleiche oder eine ähnliche Form im Querschnitt, so daß die Platte 30 wie beim vorhergehenden Beispiel nur an einer bestimmten Position und in einer bestimmten Orientierung eingeführt werden kann.
Die Erhöhung 74 hat eine Nut 76, in die die Ränder am Randbereich 72 eingreifen können und so die Erhöhung 74 befestigen. Die Randbereiche 72 des Loches 70 sind elastisch ausgebildet und weichen beim Einstecken der Platte 30 mit der Erhöhung 70 zurück. Wenn die Erhöhung weit genug eingesteckt ist, greifen die Ränder in die Nut 76 ein.
Die Beispiele gemäß Fig. 3 bis 5 sind am einfachsten in Kunststoff auszuführen. Die Formen von Vertiefungen und Erhöhungen können leicht in einer Spritzgußform berück­ sichtigt werden. Für den Einsatz der Erfindung bei Holzspielzeug ist aber die Ausführung gemäß Fig. 4 fertigungsmäßig aufwendig.
Die Verwendbarkeit der Erfindung bei Holz ist aber wünschenswert. Die vorher genannten Beispiele bei Puppen sprechen im wesentlichen Mädchen an. Aber auch mehr tech­ nisch interessierte Kinder sollen mit einem erfindungs­ gemäßen Lehrspielzeug geschult werden können. Es bietet sich an, auch Bausteine, beispielsweise aus Holz, die mit erfindungsgemäßen Platten 30 ausgestattet sind, zur Ver­ fügung zu stellen. Die auf den Bausteinen mit Hilfe der Platten durch Erhebungen 14 angebrachte Information kann dann z. B. Anweisungen, wie einen Bauplan, enthalten. Bei einer derartigen Ausführung bietet die Lösbarkeit der Platten einen weiteren Vorteil, denn die Bauanweisungen können nach Fertigstellung des Bauwerks beseitigt werden.
Fig. 6 und 7 zeigen Ausführungsbeispiele, die auch zur Befestigung bei Holz und holzähnlichen Werkstoffen verwendet werden können. In beiden Beispielen ist an der Platte 30 wieder eine Erhöhung 34 mit einer Prismenform vorgesehen. Der Gegenstand, an dem die Platte 30 befestigt werden soll, hat auch eine Vertiefung 60 mit gleicher Form aber entsprechend großem Spiel, wie schon beim Beispiel von Fig. 3 und 4 ausgeführt wurde. Im Gegensatz zum vorherigen Ausführungsbeispiel, ist aber die Befestigung anders ge­ artet. Im Beispiel von Fig. 6 befindet sich ein Klett­ verschlußstück 80 an der Grundfläche der prismenförmigen Erhöhung 34 und ein entsprechendes Gegenstück 82 ist in der Vertiefung 60 angeordnet. Im Beispiel von Fig. 7 ist ein Magnet 90 in der Erhöhung 34 eingelassen und als Gegenstück befindet sich eine magnetisch wirksame Metallplatte 92 in der Vertiefung 60. Die Metallplatte kann beispielsweise angeklebt sein.
Die in den Fig. 6 und 7 gezeigten Ausführungsbeispiele verlangen nur eine einfache Form der Vertiefungen 60, die beispielsweise aus Holz ohne großen Aufwand ausgefräst werden kann. Auch die Platte 30 und ihre Erhöhungen lassen sich entsprechend aus Holz herstellen. Jedoch ist die Fertigung als einfaches Spritzgußteil wesentlich günstiger, da zu berücksichtigen ist, daß auch noch die Erhebungen 14 für die Beschriftung angebracht werden müssen.
Im Rahmen einer Standardisierung zur kostengünstigeren Herstellung kann man aber auch die Platten 30 mit den Erhöhungen 34 ohne Erhebungen 14 fertigen. Die Anbringung der Erhebungen erfolgt anschließend beispielsweise durch Aufkleben eines mit Blindenschrift versehenen Papiers. Das erlaubt die Fertigung des erfindungsgemäßen Lehrspielzeugs beispielsweise mit Standardformen für unterschiedliche Län­ der. Die unterschiedliche Sprache wird dann durch verschiedene Aufkleber mit Erhebungen 14 berücksichtigt.
Die Befestigung erfolgt in den beiden Beispielen von Fig. 6 und 7 nach Einschieben der Erhebung 34 in die Vertiefung durch Eingriff der Klettverbindung, bzw. durch Magnetkraft. Magnetische Befestigungen oder Klettverschlüs­ se werden im allgemeinen zur Befestigung an Gegenständen für Blinde abgelehnt, da das Vorurteil besteht, daß Blinde die Befestigung durch zufälliges Gegenstoßen zu leicht lösen können. Bei den angegebenen Ausführungsbeispielen ist die zugrundeliegende Voraussetzung jedoch nicht gegeben, da zufällige Stöße in beliebiger Richtung im wesentlichen durch die Mantelflächen der geometrischen Prismenform auf­ gefangen werden. Zum Lösen der Verbindung sind ein exakter Zugriff und eine Bewegung in einer Richtung, nämlich der Prismenachse nötig. Damit ist für die Erfindung durch die Ausführungsbeispiele eine leicht lösbare und dennoch gegen zufällige Stöße weitgehend gesicherte Befestigung gegeben.
Das erfindungsgemäße Lehrspielzeug kann auch schon von sehr kleinen Kindern verwendet werden, die durch Erfühlen der Form der Vertiefungen 60 und der Erhöhungen 34 die richtigen Positionen zum Anbringen finden, wodurch zunächst der Tastsinn geschult wird. Später kann das Lesenlernen durch Erfassen der Information auf den Platten 30 erfolgen. Damit ist das erfindungsgemäße Lehrspielzeug ein besonders vorteilhaftes Hilfsmittel, um blinder Kinder mit der Blindenschrift vertraut zu machen.

Claims (16)

1. Lehrspielzeug für Blinde, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Gegenstand (10, 25), der als Spielzeug, wie eine Puppe oder ein Stofftier, ausgebildet ist, mit Erhebungen (14) versehen Platten (30) oder Folien )12) lösbar befestigt sind, daß Befestigungsmittel an dem Gegenstand (10, 25) und/oder den Platten (30) oder Folien (12) angeordnet sind,
und daß durch die Erhebungen (14) in den Platten (30 oder Folien (12) Informationen ertastbar sind, die dem Gegenstand oder einem Teil davon, an dem die Platten 114) oder Folien (12) befestigt sind, zuzuordnen sind.
2. Lehrspielzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhebungen (14) eine reliefartige Struktur oder ein Ornament ausbilden.
3. Lehrspielzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhebungen (14) auf der Platte (30) oder Folie (12) Buchstaben oder einen Text in Blindenschrift darstellen.
4. Lehrspielzeug nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Gegenstand (10) ein Abspielgerät für einen Ton­ träger aufweist, auf dem den Erhebungen (14) entsprechende Informationen abspielbar sind, oder ein auf dem Tonträger befindlicher Text als reliefartige Bildinformation oder als ein Text in Blindenschrift auf der Platte (30) oder Folie (12) in Blindenschrift enthalten ist.
5. Puppenkleid oder Schürze zur Verwendung für ein Lehr­ spielzeug nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kleid oder die Schürze eine Folie (12) oder ein Papier mit Erhebungen (14) enthält oder aus der Folie (12) oder dem Papier gefertigt ist.
6. Puppenkleid oder Schürze nach Anspruch 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Befestigungsmittel an dem Kleid oder der Schürze angeordnete Träger (16, 18) sind, die über mindestens eines der Glieder (20) der Puppe (10) gezogen werden.
7. Puppenkleid oder Schürze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger (16, 18) elastische Bänder, insbesondere Gummibänder, sind.
8. Lehrspielzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gegenstand (10, 25) ein oder mehrere Ver­ tiefungen (60, 70) oder Erhöhungen (34, 74) hat,
daß an der Platte (30) zugehörige Erhöhungen (34) bzw. Vertiefungen (60, 70) angeordnet sind und
daß Platte (30) und Gegenstand (10, 25) mit Hilfe der Vertiefungen (60, 70) und der Erhöhungen (34, 74) in Eingriff bringbar sind, und Befestigungsmittel (62, 38; 72, 76; 80, 82; 90, 92) zur Befestigung einer Erhöhung (34) an der entsprechenden Vertiefung (60) vorgesehen sind.
9. Lehrspielzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Flächen der mindestens einen Erhöhungen (34) und der dazugehörigen Vertiefung (60) eine formschlüssige Befes­ tigung der Platte (30) am Gegenstand (10, 25) bilden.
10. Lehrspielzeug nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Form der Vertiefungen (60) oder Erhöhungen (34) so ausgebildet ist, daß diese nur in einer Richtung in Eingriff bringbar bzw. befestigbar sind.
11. Lehrspielzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gegenstand (10, 25) mehrere Erhöhungen (34) oder Vertiefungen (60) an verschiedenen Positionen auf dem Gegenstand aufweist, und
daß die Erhöhungen (34) oder Vertiefungen (60) unter­ schiedliche Form haben, so daß jede Platte (30) mit ihrer Vertiefung (60) oder Erhöhung (34) nur an einer bestimmten Position in Eingriff bringbar bzw. befestigbar ist.
12. Lehrspielzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß an der Erhöhung (34) oder der Vertiefung (60) mindestens eine Noppe (62) vorgesehen ist und an der zur Befestigung zusammenwirkenden Vertiefung (60) oder Erhöhung (34) mindestens eine der mindestens einen Noppe (62) entsprechende Eingriffhöhlung (38) ausgebildet ist, für die die mindestens eine Noppe (62) kraft- oder form­ schlüssig eingreifbar ausgestaltet ist.
13. Lehrspielzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gegenstand (10, 25) ein Hohlkörper mit einer dünnen Wand ist,
daß die zur Befestigung der Platte (30) vorgesehene Ver­ tiefung sich am Gegenstand (10, 25) befindet,
daß die Vertiefung ein Loch (70) mit bestimmter Quer­ schnittform ist, welches durch die Wand bis in den Hohlraum reicht,
daß der Gegenstand (10, 25) elastisch ausgebildete Randbereiche (72) am Loch (70) mit bestimmter Querschnitt­ form hat und
daß die zugehörige Platte (30) eine prismenförmige Erhöhung (74) bei größerem Querschnitt mit etwa der gleichen Querschnittsform des Loches (70) hat und eine Nut (76) in einer der Prismenform zugeordneten Mantelfläche vorgesehen ist, in die die Randbereiche (72) am Loch (70) zur Befestigung eingreifen.
14. Lehrspielzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß an der Erhöhung (34) und in der damit zusam­ menwirkenden Vertiefung (60) Klettverschlußteile (80, 82) so angeordnet sind, daß die Vertiefung (60) und die Erhöhung (34), wenn sie miteinander im Eingriff stehen, durch die Klettverschlußteile (80, 82) aneinander be­ festigbar sind.
15. Lehrspielzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß an der Vertiefung (60) oder der Erhöhung (34) ein Magnet (90) angeordnet ist, und an der damit zusam­ menwirkenden Erhöhung (34) oder Vertiefung (60) ein metallisches Gegenstück (92) oder ein weiterer Magnet vorgesehen ist.
16. Lehrspielzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Ecken von Platten (30) oder Erhöhungen (34, 74) abgerundet sind.
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