DE428535C - Stetig betriebene Anlage zur Erzeugung von Gas und Koks - Google Patents

Stetig betriebene Anlage zur Erzeugung von Gas und Koks

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DE428535C
DE428535C DEK92479D DEK0092479D DE428535C DE 428535 C DE428535 C DE 428535C DE K92479 D DEK92479 D DE K92479D DE K0092479 D DEK0092479 D DE K0092479D DE 428535 C DE428535 C DE 428535C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B5/00Coke ovens with horizontal chambers
    • C10B5/10Coke ovens with horizontal chambers with heat-exchange devices

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Stetig betriebene Anlage zur Erzeugung von Gas und- Koks. In dem deutschen Patent 174323 ist der Gedanke enthalten, die einzelnen Heizzüge eines Koksofens derart mit dem zu diesem Zweck darunter in der Längsachse der Ofenkammer angeordneten Wärmespeichern in Beziehung zu setzen, daß eine unmittelbare gegenseitige Einwirkung gegeben ist. Dieser grundsätzliche Gedanke ist als "Parallelschaltung« bezeichnet worden und hat sich in dieser Form als außerordentlich fruchtbar erwiesen. Es ist auch schon versucht worden, den gleichen Gedanken auf Öfen mit senkrechten und namentlich stetig betriebenen Ofenkammern zur Leuchtgaserzeugung zu übertragen, und zwar in Gestalt der Patente 275329 und 275699, indem die die Ofenkammern einschließenden wagerechten Heizzüge an die unmittelbar seitlich angeordneten Wärmespeicher angeschaltet wurden. Diese Anpassungsform hat sich jedoch nicht als zweckmäßig erwiesen, und zwar sowohl deshalb, weil die wagerechten Heizzüge für die Beheizung senkrechter, stetig betriebener Ofenkammern nicht günstig sind und zweitens, weil bei der wagerechten Beaufsahlagung der Wärmespeicher die Dichmannsche Regel nicht erfüllt wird. Nach dieser Regel sollen nämlich die vorzuwärmenden Verbrennungsmedien (Luft, Gas) von unten nach oben durch das feuerfeste Gitterwerk der Wärmespeicher strömen, während umgekehrt die abzukühlenden Abhitzegase die Wärmespeicherfüllung von oben nach unten durchströmen müssen.
  • Man ist deshalb von diesen Patenten 275329 und 275699 wieder abgekommen, um die Ofenform nach dem Patent 357355 aufzugreifen, bei der zunächst senkrechte, abwechselnd von oben nach unten und unten nach oben beflammte Heizzüge benutzt werden und bei der die Wärmespeicher unter Verzicht auf die Durchführung des Gedankens der Parallelschaltung so angeschlossen sind, daß jeweilig unter Erfüllung der Dichmannschen Regel die Beheizung im Zugwechsel durchgeführt werden kann.
  • Die Erfindung baut sich nun auf der Erkenntnis auf, daß man die gemäß der oben gestreiften Entwicklung insgesamt angestrebten Vorzüge dann in besonders guter Weise erreichen kann, wenn man die jeweilig zu mehreren in einer Flucht angeordneten Ofenkammern so durch mit den zugehörigen Wärmespeichern inParallelschaltung stehende Heizwände trennt, daß die einzelnen Destillationskammern in den durch den Zugwechsel bedingten Betriebsstufen in ihren senkrechten Heizzügen abwechselnd von oben nach unten und unten nach oben beflammt werden. Dabei hat der Umstand, daß das untere Ende der Ofenkammern durch die im Sinne des Patentes 174323 betriebenen Wärmespeicher umschlossen sind, eine ganz besondere Bedeutung: Schon in dem Patent 174323 war betont worden, daß die von den vorzuwärmenden Verbrennungsmedien und von der abzuführenden Abhitze in senkrechten Parallelströmen beaufschlagten Wärmespeicher auf Grund ihrer gleichmäßig nach unten abnehmenden Temperatur einen vorzüglichen Wärmeschutz darstellen. Im vorliegenden Falle tritt insofern noch eine besondere Wirkung ein, als diese gleichmäßig nach unten in der Temperatur abnehmenden Wärmespeicher eine natürliche Abkühlzone für den stetigen Betrieb der senkrechten Ofen entsprechend dem allmählich vorrückenden Kokskuchen darstellen.
  • In der Zeichnung ist in räumlicher Darstellung eine Ofenanlage nach der Erfindung im Schnitt wiedergegeben.
  • Die beiden Destillationskammern A und B liegen in einer Ebene hintereinander und werden in bekannter Weise oben stetig mit grüner Kohle beschickt, während am unteren Ende der fertige Koksabgezogen wird. Die Destillationskammern A und B sind von den Heizzügen C eingeschlossen, die durch die mittlere Trennwand D in zwei durch den oberen Horizontalkanal E wieder verbundene Gruppen unterteilt sind. An ihrem unteren Ende stehen die Heizzüge C mit den Regeneratoren F und G in Verbindung, die abwechselnd zur Vorwärmung von Luft und Gas oder durch Speicherung der Abwärme dienen. Das Gas und die Luft werden den Wärmespeichern F und G durch Kanäle H und I zugeführt, durch die auf der andern Seite die Abhitze abgeführt wird.
  • In der einen Betriebsstufe werden die in den Wärmespeichern F und G vorgewärmten Verbrennungsstoffe nach ihrem gemeinsamen Eintritt in die Heizzüge C verbrannt, um gleichmäßig aufsteigend die Destillationskammer A und B zu beheizen. Die durch den Kanal E gesammelten Abhitzegase werden auf die der zweiten Destillationskammer B zugeordneten Heizzüge C verteilt, um in diese abwärts zu strömen und in die Wärmespeicher F und G dieser Seite einzutreten, die sie durch die Kanäle H und I verlassen. Nach etwa einer halben Stunde wird die Zugrichtung umgekehrt, so daß jetzt die Beheizung der Destillationskammern A und B in entgegengesetzter Richtung erfolgt. Entsprechend der Betriebsweise der Wärmespeicher F und G erhalten diese im Beharrungszustand eine in wagerechten Schichten gleichmäßig von oben nach unten abnehmende Temperatur, womit diese eine ganz besonders gut geeignete Zone für die Abkühlung des die Destillationskammern allmählich durchwandern-. den Koks darstellen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANspRUcH: Stetig betriebene Anlage zur Erzeugung von Gas und Koks mit senkrechten Ofenkammern, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Destillationskammern (A) und (B) derart zwischen durch einen oberen Horizontalkanal (E) zu Gruppen zusammengefaßte Heizzüge (C) und mit diesen in unmittelbarer Parallelschaltung stehende Wärmespeicher (F) und (G) eingeschaltet sind, daß die Beheizung der Destillationskammern abwechselnd in der Richtung von oben nach unten und unten nach oben erfolgt und gleichzeitig durch die in ihrer Temperatur gleichmäßig nach unten abnehmenden Wärmespeicher (F) und (G) eine Abkühlzone für den zuzuführenden Koks gebildet wird.
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