DE428533C - Einrichtung an Walzwerken zur Aufnahme des Seitenschubes der Walzen - Google Patents

Einrichtung an Walzwerken zur Aufnahme des Seitenschubes der Walzen

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DE428533C
DE428533C DEP49954D DEP0049954D DE428533C DE 428533 C DE428533 C DE 428533C DE P49954 D DEP49954 D DE P49954D DE P0049954 D DEP0049954 D DE P0049954D DE 428533 C DE428533 C DE 428533C
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rollers
roller
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Heinrich Kurz
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HUETTENBETR
Phoenix AG
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HUETTENBETR
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B31/00Rolling stand structures; Mounting, adjusting, or interchanging rolls, roll mountings, or stand frames
    • B21B31/16Adjusting or positioning rolls
    • B21B31/18Adjusting or positioning rolls by moving rolls axially
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B2273/00Path parameters
    • B21B2273/22Aligning on rolling axis, e.g. of roll calibers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

  • Einrichtung an Walzwerken zur Aufnahme des Seitenschubes der Walzen. Bei Walzwerken muß bekanntlich zur Erzielung eines genauen Walzgutes die Seitenverschiebung der Walzen nach Möglichkeit aufgehoben werden. Man hat zu diesem Zweck bereits vorgeschlagen, die Walzenränder zweier benachbarter Walzen mit entgegengesetztem Längsschub unmittelbar aufeinander sich abwälzen zu lassen, so daß der eine Walzenrand das Widerlager des anderen bildet und daher der Längsschub der einen `Falze durch den entgegengesetzten Längsschub der anderen Walze zum größten Teile aufgehoben wird. Dabei sind die Berührungsstellen der gegeneinander wirkenden Flächen verhältnismäßig klein, da ihre Berührungsfläche nur gleich der Überschneidung der beiden Ränder ist. Besonders klein ist diese Berührungsfläche, wenn den Walzenrändern die Form von Kegelflächen "gegeben wird, da dann die Berührung fast nur auf einer Linie stattfindet. Der an dieser schmalen Berührungs= stelle entstehende spezifische Druck ist demgemäß sehr groß, besonders bei Walzwerken zur Herstellung von Rillenschienen, bei denen in Richtung der Längsachse der Walzen noch besondere Druckrollen wirken. Die Walzen erleiden daher einen schnellen Verschleiß, so daß das Walzgut in kurzer Zeit ungenau wird und die Walzen abgedreht bzw. ausgewechselt werden müssen.
  • Nach der Erfindung sind diese Übelstände dadurch wesentlich verkleinert, daß zwischen die gegeneinander wirkenden Druckflächen der Walzenränder Widerlagsstücke mit senkrecht zur Längsachse der Walzen stehenden Druckflächen eingeschaltet sind. Die Widerlagsstücke können so ausgebildet sein, daß sie auf einer größeren Fläche an den Walzenrändern anliegen als die Überschneidung der beiden Umfangskreise der Räder ausmacht. Der spezifische Flächendruck ist dementsprechend kleiner, so daß der Verschleiß nicht so schnell eintritt und das Walzgut während einer längeren Betriebsdauer genau bleibt.
  • Die Einschaltung dieser Widerlagsstücke gestattet, bei eingetretenem Verschleiß der Walzenränder die zugehörigen Walzen zur Wiederherstellung der genauen Walzprofile in ihre richtige gegenseitige Lage zurückzubringen, indem die beiderseits von den Walzenrändern gefaßten Widerlagsstücke mit in der Lfingsrichtung der Walzen durch Druckmittel nachstellbaren Druckstücken versehen sind. Eine durch Verschleiß eingetretene Längsverschiebung der Walzen kann durch Nachstellung der Druckstücke restlos aufgehoben werden, so daß die Herstellung eines genauen Walzgutes gesichert ist.
  • Die Widerlagsstücke können als Balken ausgebildet sein, die seitlich parallel zur Verbindungslinie der Walzen zwischen Walzenrändern von mindestens zwei benachbarten Walzen mit entgegengesetztem Längsschub greifen. Die Berührungsflächen zwischen Balken und Walzen können dabei groß gehalten werden, indem z. B. die Balken die Walzen nach Art eines endlosen Bandes umschlingen. Die Balken bilden aber auch ein starkes Widerlager, das den Seitenschub gut aufnimmt, insbesondere, wenn die Balken, wie bei einem Triowalzwerk, über drei übereinanderliegende Walzen durchgehen, von denen die mittlere entgegen den beiden anderen Walzen längsverschoben wird.
  • Um die Walzen zur Wiederherstellung der genauen Walzprofile nachstellen zu können, sind zweckmäßig in den Haltebalken Druckstücke vorgesehen, die in der Längsrichtung der Walzen verschiebbar sind und durch in eine Aussparung des Balkens eingelegte Keile o. dgl. gegen die Druckflächen der Walzenränder gedrückt werden.
  • Die Balken können feststehend angeordnet, z. B. am Walzenständer befestigt sein. Vorteilhaft werden sie aber von den Walzen selbst getragen. Hierdurch ist die Bauart der Einrichtung vereinfacht, ohne daß die günstige Wirkung der Balken zur Aufnahme des Seitenschubs beeinträchtigt ist.
  • Um Verwindungen oder Abbiegungen der Widerlagsstücke nach Möglichkeit zu vermeiden, sind an jeder Walze zwei Räder vorgesehen, zwischen welche die Widerlagsstücke zum Teil eingreifen. Der in der Schubrichtung hinten liegende Walzenrand bildet dann für das Widerlagsstück selbst ein gutes Widerlager, das einer Formänderung des Widerlagsstückes entgegenwirkt.
  • Bei dieser Einschaltung der Widerlagsstücke zwischen Walzenränder einer und derselben Walze hat die Einstellung der einen Walze auch eine Einstellung der anderen, durch das Widerlagsstück mit ihr n Eingriff stehenden Walze zur Folge. Um für den Fall, daß eine Walze im Kaliber schneller verschleißt als die andere, die Einstellung der Walzen unabhängig voneinander vornehmen zu können, sind die mit den Druckflächen versehenen Walzenränder an den benachbarten Walzen versetzt zueinander angeordnet, und die Widerlagsstücke werden einerseits von dem Rand der einen Walze und andererseits von dem Rand der benachbarten Walze eingefaßt. Durch Einbau eines in der Längsrichtung der Walzen stärkeren Widerlagsstückes oder durch Nachstellung desselben kann dann die Walze, bei der ein größerer Verschleiß eingetreten ist, gegenüber den anderen Walzen so verschoben werden, daß bis zu einem gewissen Grade das richtige Walzprofil wieder hergestellt wird. Diese Einstellungsmöglichkeit ist für Triowalzwerke von besonderer Bedeutung, da bei diesem Walzwerk sich die mittlere Walze mehr ausdehnt als die Ober- und Unterwalze.
  • Die Bedienung der Widerlagsstücke bei der Nachstellung ist besonders leicht durchführbar, wenn die Widerlagsstücke in den Raum zwischen zwei benachbarte Walzen mit entgegengesetztem Längsschub angeordnet sind. Die Nachstellglieder für die Widerlagsstücke, die von irgendeinem feststehenden Teil des Walzwerkes getragen werden können, sind dann gut zugängig. Vorteilhaft dienen die Widerlagsbalken selbst als Träger für die in dem Raum zwischen den Walzen angeordneten Widerlagsstücke, wodurch die Bauart der Einrichtung weiter vereinfacht ist.
  • Zur Nachstellung bestehen die Widerlagsstücke bei der Anordnung zwischen zwei benachbarten Walzen zweckmäßig aus zwei als Doppelkeil wirkenden Druckplatten mit dazwischen liegendem Keil. Um für den Fall eines Bruches der zur Verstellung der Keile o. dgl. dienenden Bolzen ein Einklemmen der Widerlagsstücke zu verhüten, welches infolge der Mitnahme dieser Stücke durch die Walzen dann eintreten könnte, sind in den BalkenSicherungsleisten gelagert, welche die Widerlagsstücke nach den Walzen zu mit Anschlägen umfassen. Einerseits dienen diese Anschläge dann als Träger für die Widerlagsstücke, um die Walzen von deren Eigengewicht zu entlasten, während die Anschläge andererseits -eine Drehung der Widerlagsstücke in der senkrechten Querschnittebene der Walzen verhindern, falls die Widerlagsstücke bei einem Bruch .der Bolzen mit der Ober- oder Unterwalze in Berührung kommen sollten.
  • Die Drehung der Walzen kann noch zur Nachstellung der Widerlagsstücke dadurch herangezogen werden, daß bei deren Zusammensetzung aus zwei keilförmigen Druckplatten die eine sich mit Anschlägen gegen die benachbarten Wälzen legt und die andere, von Hand nachstellbare Druckplatte mit ersterer so zusammenwirkt, daß sie bei der Nachstellung durch die Drehung der Walzen einen Längsschub in ihrer Anzugsrichtung erhält.
  • Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der Einrichtung nach der Erfindung dargestellt.
  • Abb. i zeigt die teilweise im Schnitt gezeichnete Vorderansicht eines Triowalzwerkes. Abb. 2 ist ein senkrechter Querschnitt nach der Linie A-B der Abb. i und Abb. 3 ein wagerechter Schnitt nach der Linie C-D der Abb. 2. Abb. 4 bis 6 zeigen bei einer Abänderungsform die entsprechende Ansicht und die Schnitte nach den Linien E -F der Abb. 4 und G-H der Abb. 5. Abb. 7 zeigt einen Teil der Abb. i in größerem Maßstabe in einer anderen Ausführungsform. Abb. 8 und g sind Schnitte nach den Linien j-K und L-A7 der Abb. 7. Abb. io ist ein senkrechter Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform und Abb. ii ein wagerechter Querschnitt nach der Linie 0-P der Abb. io.
  • Bei dem in Abb. z bis 3 dargestellten Triowalzwerk sind in der üblichen Weise drei Walzen 1, 2, 3 in Walzenständern 4 gelagert. Die Zapfen 5 der Walzen laufen in Buchsen 6 der Einbaustücke 7, die durch mittels Bügel 8 sich abstützende Schrauben g gehalten sind. Die oberste Walze i wird durch den beim Walzen z. B. der Schiene io (Abb. i) auftretenden Längsschub in der gleichen Richtung wie die unterste Walze 3 im Sinne der eingezeichneten Pfeile mit dem Rand ii gegen die Buchse 6 gedrückt, während die mittlere Walze 2 einer Längsverschiebung in entgegengesetzter Richtung ausgesetzt ist.
  • An jeder Walze 1, 2, 3 sind erfindungsgemäß zwei Walzenränder ii vorgesehen, die im Abstand voneinander stehen und gleichen Durchmesser haben. An den einander gegenüberliegenden Seiten sind die Walzenränder ii mit Druckflächen 12 versehen, die senkrecht zur Längsachse der Walzen 1, ä, 3 stehen. Von den Walzen wird ein Rahmen getragen, der aus zwei senkrechten Balken 13 besteht, die oben und unten durch wagerechte Verbindungsstücke 14 zusammengehalten sind, von denen das obere durch Keile 15 befestigt ist. Der Rahmen 13, 14 stützt sich auf die oberste Walze i mittels einer Lagerschale 16. Auch unten ist eine Lagerschale i6 angeordnet, um Bewegungen des Rahmens in der Senkrechtebene bis - auf ein geringes Maß (Walzensprung) zu verhüten. Die Balken 13 greifen zwischen die Walzenränder ii jeder Walze 1, 2, 3, gehen also über alle Walzen parallel zu deren Verbindungslinie durch.
  • In dem Raum zwischen den Walzen i und 2 und den Rändern ii dieser Walzen sowie im Raume zwischen den Walzen :z und 3 und den zugehörigen Rändern ii sind Widerlagsstücke angeordnet, die von dem Rahmen 13, 14 getragen werden. Die Widerlagsstücke bestehen bei der dargestellten Ausführungsform aus zwei Keilen 17 (Abb. 3), die als Doppelkeil zusammenwirken. Die zum Anzug dieser Keile dienenden Schrauben 18 sind durch die Balken 13 hindurchgeführt, so daß sie von außen bequem einstellbar sind. Die Keile 17 -erhalten zweckmäßig an den Flächen, mit denen sie an den Druckflächen 1ä der Walzenränder ii anliegen, eine Bekleidung mit härteren Baustoffen, z. B. mit Rotgußplatten ig.
  • Um bei einem Bruch der Schrauben 18 eine Drehung der Widerlagsstücke 17 in der senkrechten Querschnittsebene der Walzen 1, 2, 3 zu verhüten, sind an der Innenseite der Balken13 Nuten 2o vorgesehen (Abb. 2 und 3), in welche Leisten 21 eingreifen. Diese Leisten sind mittels Schrauben 22 an den Balken 13 nach der mittleren Walze 2 hin einstellbar befestigt und mit Knaggen 23 versehen. Auf den unteren Knaggen ruhen die Keile =7 auf, um die Walzen vom Eigengewicht der Keile zu entlasten, während oberhalb der Keile zwischen diesen und den Knaggen 23 ein dem Walzensprung entsprechendes Spiel belassen ist. Zur Sicherung ihrer Lage stehen die Leisten mittels Nasen mit einem Zwischenstück 24 in Eingriff, das durch eine Schraube 25 am Balken 13 befestigt ist.
  • Die Widerlagsstücke 17 liegen hiernach zur Hälfte zwischen zwei Walzenrändern ii der einen Walze und zur anderen Hälfte zwischen zwei Walzenrändern ii der benachbarten Walze. Die Balken 13 sind so stark ausgeführt, daß sie sich gegen die Druckflächen 12 der W alzenrändei# j :i dicht anlegen, ebenso sind die Schrauben 18 der Keile 17 so angezogen, daß sich die Platten ig gegen die Flächen 12 dicht anlegen.
  • Der beim Walzen auftretende Längsschub der Walzen i und ,; wird daher durch den entgegengesetzt wirkenden Längsschub der mittleren Walze 2 zum Teil aufgehoben, und zwar mittels der Druckflächen =2 der Walze 2. Dabei gleiten die Druckflächen 12 auf dem Balken 13, den Platten ig der Widerlagsstücke 17, den Lagerschalen 16 und den Knaggen 23. Alle diese Teil dienen als Widerlager und sind an einer Abbiegung oder Verwindung dadurch verhindert, daß sie zwischen je zwei Walzenränder ii der gleichen Walze i bzw. 2 bzw. 3 gefaßt sind. Die Berührungsfläche zwischen den Walzen und den Widerlagern ist somit verhältnismäßig groß, so daß der spezifische Auflagerdruck entsprechend klein ist. Demzufolge ist auch der Verschleiß klein, so daß ein Abdrehen oder eine Auswechselung der Walzen zur Wahrung eines genauen Walzenprofils erst nach langer Betriebsdauer erforderlich ist. Sollte einmal ein Bolzen 18 brechen, so würde eine Drehung der Widerlagsstücke 17, die eine Klemmung zur Folge haben könnte, dadurch verhütet sein, daß sich die Keile 17 gegen die Knaggen 23 legen, die feststehende Anschläge bilden. Wird ein Abdrehen der Walzen i, 2, 3 erforderlich, so wird ein schmaleres Zwischenstück 24 eingesetzt, und die Sicherungsleisten 21 werden nach der mittleren Walze 2 hin verschoben.
  • Bei dem unvermeidlichen Verschleiß an den Druckflächen i2 der Walzenränder =i und den mit diesen zusammenwirkenden Widerlagern tritt natürlich nach einer gewissen Betriebsdauer ein seitliches Spiel zwischen den Walzenrändern =i und den Balken 13, den Druckplatten =g, den Lagerschalen 16 und den Knaggen 23 ein. Um dann die Walzen i, 2, 3 wieder in ihre Anfangslage zurückschieben zu können, bei der ein einwandfreies genaues Walzprofil erzeugt wird, brauchen nur die Schrauben 18 so weit angezogen zu werden, bis das seitliche Spiel zwischen den Druckflächen i2 und den Platten =g verschwunden ist. Denn durch das Anziehen der Schrauben werden die Widerlagsstücke 17 in der Längsrichtung der Walzen vergrößert. Die Walzen i und 3 wandern dabei nach rechts und die Walze 2 wandert entsprechend nach links.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 4 bis 6 sind die Ränder =i an den Walzen i, 2, 3 versetzt zueinander vorgesehen, was den besonderen Vorteil hat, daß die mittlere Walze 2 gegenüber der oberen und der unteren Walze verstellt werden kann unter Wahrung des geringen spezifischen Auflagerdruckes zwischen den Walzenrändern und den Widerlagern.
  • Zugleich zeigt diese Abänderungsform der Einrichtung eine andere Ausführungsform der in dem Raum zwischen zwei übereinanderliegenden Walzen angeordneten Widerlagsstücke. Diese bestehen aus zwei mit Druckplatten =g versehenen Keilstücken 26. zwischen denen ein durch eine Schraube 27 anziehbarer Keil 28 liegt (Abb. 6).
  • Dehnt sich die mittlere Walze 2 infolge der doppelten Benutzung beim Walzen mehr aus als die Walzen i und 3, so daß sie sich entsprechend mehr längt, so kann die dadurch eintretende Profilverzerrung des `Falzgutes, z. B. der Schiene =o, durch Anziehen der Schrauben 27 behoben werden. Die Profilverzerrung macht sich natürlich noch stärker bei den Fertigkalibern bemerkbar, die auf der in der Zeichnung nicht dargestellten rechten Seite des Walzgerüstes liegen. Die Widerlagsstücke 26, 28 werden dadurch in der Längsrichtung der Walzen vergrößert, was zur Folge hat, daß, wenn die Walzen i und 3 nicht mehr nach rechts verschiebbar sind, die mittlere Walze 2 allein weiter nach links verschoben wird, bis das genaue Profil wieder hergestellt ist. Die Walze 2 kann also hierbei unabhängig von den Walzen i und 3 verstellt werden.
  • Nach einmal eingetretener Abnutzung der Balken 13 usw. würden nur noch die Widerlagsstücke mit den Walzenrändern =i zusammenwirken. Sollen auch die Balken 13 wieder als Widerlager mitwirken, so werden sie mit nachstellbaren Druckplatten versehen, wie sie Abb.7 bis g zeigen.
  • An den freiliegenden Seitenflächen der Balken 13 sind in gleicher Flucht mit den Walzen i, 2, 3 Aussparungen 29 vorgesehen. Ferner hat der Balken an einer der Flächen, die mit den Druckflächen 12 der Walzenränder =i zusammenwirken, eine Aussparung 30, in die eine z. B. aus Bronze bestehende Druckplatte 31 eingesetzt ist, welche mit einem keilförmigen Teil 32 in die Aussparung 29 hineinragt und mit einem Flansch 33 in dem Balken 13 so versenkt liegt, daß sie in der Längsrichtung der Balken keine Verschiebung ausführen kann. In dem Raum zwischen der Druckplatte 31 und der gegenüberliegenden Wandung des Balkens 13 wird in die Aussparung 29 ein Keil 34 eingelegt, der von oben festgetrieben werden kann. Um ein Herausfallen dieses Keils zu verhüten, können Haltestifte 35 am Balken 13 befestigt sein. Ferner sind zweckmäßig die mit den Walzenrändern =i und den Walzen i, 2, 3 in Berührung kommenden Flächen der Balken 13 mit Bronzeplatten =g versehen.
  • Während des Betriebes wirkt der Keil 34 durch seine eigene Schwere dahin, daß die Druckplatte 31 ständig . an der gegenüberliegenden Druckfläche i2 des Walzenrandes =i anliegt. Nach eingetretenem Verschleiß der Walzen brauchen nur die Keile 34 bei den einzelnen Walzen angezogen zu werden, um zu bewirken, daß diese wieder in ihre richtige gegenseitige Lage zurückkehren.
  • Die Ausführungsform nach Abb. =o und =i unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Abb. i bis 3 dadurch, daß die Leisten zur Sicherung der Lage der zwischen den Walzen angeordneten Widerlagsstücke zur Nachstellung herangezogen werden.
  • Die Widerlagsstücke bestehen aus zwei keilförmigen Körpern 36, 37, von denen der Keil 36 am einen Ende mit Knaggen 38 versehen ist, die sich mit Anschlagflächen 39 gegen die benachbarten Walzen, z. B. die mittlere Walze 2 und die untere Walze 3, legen. Der keilförmige Körper 36 erstreckt sich fort über die ganze Länge des Raumes zwischen den beiden Balken 13 und wird am anderen Ende durch die mit den Knaggen 23 versehene Sicherungsleiste 21 getragen. In einer, schwalbenschwanzförmigen Nut des keilförmigen Körpers 36 ist der Keil 37 verschiebbar, der an seinem dicken Ende mit einer durch den Balken 13 hindurchgeführten Schraube qo versehen ist, die von außen angezogen werden kann.
  • Sollen die Walzen bei eingetretenem Verschleiß nachgestellt werden, so lockert man die Mutter der Schraube qo entsprechend. Der Keil 37 erhält dann z. B. durch die Walzen 2 und 3 einen Längsschub in seiner Anzugsrichtung, da sie ihn durch Reibung mitzunehmen suchen. Der Keil 36 kann sich nicht verschieben, da sich die an ihm vorgesehenen Knaggen 38 an die Walzen legen. Es findet somit eine gewisse selbsttätige Nachstellung der Walzen statt. Zur Erzielung dieser Wirkung müssen die Knaggen 38 und die Schraube 40 bei dem zwischen den Walzen i und 2 angeordneten. Widerlagsstück entgegengesetzt zu ihrer Anordnung bei dem Widerlagsstück zwischen den Walzen 2 und 3 liegen, da die Drehrichtung dieser Walzen an der Berührungsstelle mit dem Keil 37 die entgegengesetzte ist.
  • Im Bedarfsfalle können auch die Balken 13, insbesondere bei der Anordnung der nachstellbaren Druckstücke gemäß Abb. 7 bis g, allein als Widerlager dienen. Ferner brauchen die Balken nicht von den Walzen getragen zu sein, können vielmehr unabhängig von diesen verankert werden. Die zwischen den Walzen angeordneten Widerlagsstücke können ebenfalls in von den Balken unabhängigen Trägern gelagert sein. Auch sind die Druckmittel zur Vergrößerung der Widerlager in der Längsrichtung der Walzen nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung an Walzwerken zur Aufnahme des Seitenschubs der Walzen mittels gegeneinander wirkender Walzenränder, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die gegeneinander wirkenden Druckflächen (12) der Walzenränder (ii) zweier Walzen (i, 2 bzw. 2, 3) Widerlagsstücke (13 bzw. 17) mit senkrecht zur Längsachse der `Falzen stehenden Druckflächen eingeschaltet sind.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiderseits von den Walzenrändern (ix) eingefaßten Widerlagsstücke (13, 17) mit in der Längslichtung der Walzen durch Druckmittel nachstellbaren Druckstücken versehen sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlagsstücke als Balken (13) ausgebildet sind, die seitlich parallel zur Verbindungslinie der Walzen (i, 2, 3) zwischen Walzenrändern (ii) von mindestens zwei beachbarten Walzen mit entgegengesetztem Längsschub greifen. q..
  4. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Balken (13) Druckstücke (31) angeordnet sind, die in der Längsrichtung der Walzen verschiebbar sind und durch in eine Aussparung (29) des Balkens eingelegte Keile (3q.) o. dgl. gegen die Druckflächen (i2) der Walzenränder (ii) gedrückt werden.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Walze (i bzw. 2 bzw. 3) zwei Ränder (ii) vorgesehen sind, zwischen welche die Widerlagsstücke (13, 17) zum Teil eingreifen.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Druckflächen (12) versehenen Walzenränder (ii) an den benachbarten Walzen (i, 2 bzw. 2, 3) versetzt zueinander angeordnet und die Widerlagsstücke (13, 17) einerseits von dem Rand der einen Walze und andererseits von dem Rand der benachbarten Walze eingefaßt sind.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlagsstücke in den Raum zwischen zwei benachbarten Walzen (i, 2 bzw. 2, 3) mit entgegengesetztem Längsschub angeordnet sind. B. Einrichtung nach Anspruch i bis 7, c`ladurch gekennzeichnet, daß die Balken (13) als Träger für die in dem Raum zwischen den Walzen angeordneten Widerlagsstücke (i7) dienen. g. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlagsstücke aus zwei als Doppelkeil wirkenden Druckplatten (17) bestehen. io. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlagsstücke aus zwei keilförmigen Druckplatten (26) mit dazwischen liegendem Keil (28) bestehen. ii. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in den Balken (13) Sicherungsleisten (21) gelagert sind, welche die Widerlagsstücke nach den Walzen (1,:2 bzw. 2, 3) zu mit Anschlägen (23) umfassen. i2. Einrichtung nach Anspruch -7, dadurch gekennzeichnet, daß bei Zusammensetzung der Widerlagsstücke aus zwei keilförmigen Druckplatten (36, 37) die eine (36) sich mit Anschlägen (38, 39) gegen die benachbarten Walzen (i, 2 bzw. 2, 3) legt und die andere, von Hand einstellbare Druckplatte (37) mit ersterer so zusammenwirkt, daß sie bei der Nachstellung durch die Drehung der Walzen einen Längsschub in ihrer Anzugsrichtung erhält.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE740979C (de) * 1935-07-28 1943-11-02 Peter Eyermann Vorrichtung zur Aufnahme des Seitenschubes der Walzen von Walzwerken
EP0023825A1 (de) * 1979-08-03 1981-02-11 Nippon Steel Corporation Verfahren zum Walzen von Eisenbahnschienen und Profilen ähnlicher Form durch Universalwalzen

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