DE427649C - Verfahren zur Beeinflussung der Benetzbarkeit der einzelnen festen Bestandteile eines Erztruebegemisches - Google Patents

Verfahren zur Beeinflussung der Benetzbarkeit der einzelnen festen Bestandteile eines Erztruebegemisches

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DE427649C
DE427649C DEM72920D DEM0072920D DE427649C DE 427649 C DE427649 C DE 427649C DE M72920 D DEM72920 D DE M72920D DE M0072920 D DEM0072920 D DE M0072920D DE 427649 C DE427649 C DE 427649C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
    • B03D1/00Flotation
    • B03D1/001Flotation agents
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
    • B03D2203/00Specified materials treated by the flotation agents; Specified applications
    • B03D2203/02Ores
    • B03D2203/04Non-sulfide ores

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  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Beeinflussung der Benetzbarkeit der einzelnen festen Bestandteile eines Erztrübegemisches. Es ist bekannt, zum Zweck der Beeinflussung der Benetzbarkeit der einzelnen festen Bestandteile einer Erztrübe bei .einem Schaumschwimmverfahren permanente Gase in das Schwimmbad einzuleiten. Im allgemeinen wurde bisher die Anschauung vertreten, die Kohlensäure besitze die betreffende beeinflussend Eigenschaft nicht.
  • Demgegenüber hat die Erfinderin bei Untersuchungen der bisher gültigen allgemeinen Regel festgestellt, daß Kohlensäur° in dem beschriebenen Sinne bei der Schaumschwimmaufbereitung eines bestimmten Erzes, nämlich des Kassiterit mit besonderer Gangart, wie Fel.dspath, C-hlorit, Turmalin, doch mit günstigem Erfolg anwendbar ist. Auf dieser Entdeckung fußend, wurde ein gangbarer Weg zur Gewinnung eines besonders reinen Erzkonzentrates gefunden.
  • Es ist allerdings bei einem früheren Aufbereitungsverfahren, das aber nicht ein Schaumschwimmverfahren ist, bekannt geworden, Kohlensäure auf in dem Erz gegenwärtige kolloide Kieselsäure einwirken zu lassen, um von ihr umhülltes Zinnoxyd freizulegen.
  • Demgegenüber soll bei dem Verfahren nach der Erfindung die Kohlensäure auf die den Schaumschwzmmverfahren regelmäßig zug runde gelegten verhältnismäßig grobkörnigen, sandigen Gangartteilchen einwirken. Demgemäß besteht der Erfindungsgegenstand in einem `'erfahren zur Beeinflussung der Benetzbarkeit der einz°Inen festen Bestandteile eines Erztrübegemisches durch Einleitung von Gasen in Verbindung mit einem Schaumschwimmverfahren zur Aufbereitung von Kassiteriterzen und Erzen mit ähnlicher Gangart, bei dem erfindungsgemäß in die im übrigen säurefreie Trübe während des Rü.hrens und Belüftens Kohlensäuregas zum Zwecke der Verhinderung des Aufschwimmens der Gangart eingeführt wird, wobei die Kohlensäure auch auf die nicht kolloide Gangart unmittelbar einwirkt, die Erzteilchen aber im wesentlichen unbeeinflußt läßt.
  • Im folgenden werden beispielsweise einige Arten. der Ausführung des neuen Verfahrens ltesonders zur Behandlung von Kassiteriten beschrieben.
  • Das fein gepulverte Erz wird mit Wasser gemischt in die Schaumschwimmvorrichtung eingeführt, welche beispielsweise eine Belüftung von unten ermöglicht. Vorzugsweise wird als Schäummittel Olsäure oder ihre nahen Verwandten oder ihre Verbindungen, wie Seife, verwendet. Kohlens<iuregas wird dann in die Trübe eingeführt. Beispielsweise kann sie durch die Belüftungswege eingeführt werden. Wenn die Trübe vor der Eintragung des Schäummittels gerührt wird, kann das Kohlensäuregas schon während dieses vorbereitenden Rührens eingeführt werden. In jedem Fall wird das Kohlensäuregas während des Rührens und Belüftens der mit dem Schäummittel gemischten Trübe eingeführt. Die schwache Säure, wie Kohlensäure, kann nur zur Einwirkung auf die Gangart ohne Wirkung als Schwimmittel- verwendet werden, jedoch ist es vorzuziehen, das Kohlensäuregas in Blasen durch die Trübe gehen zu lassen, so daß es sowohl als Schwimmittel wie als Mittel zur Beeinflussung -der Gangart dient. Beispiel I. Kassiteriterz, enthaltend o,435 Prozent Zinn, beispielsweise Kassiterit in Verbindung mit Arsenpyriten, Kupferpyriten. Quarz, Glimmer, Feldspat, Chlorid, Schörl o. dgl. wurde in einer Menge von 5oo g mit einer Körnung von o, i 6 mm Höchstdurchmesser mit 25009 Wasser gerührt, welches 1,8 kg ölsäure auf die Tonne Erz enthielt.
  • Während des Rührens und Belüftens wurde ein Strom von Kohlensäure von unten eingeblasen. Die Konzentrate wogen 67 g und. enthielten 2,94 Prozent Zinn, was einer Ausbeute von 90,5 Prozent des gesamten Zinns entspricht. Auch hier enthielten die Rückstände nur Spuren von Zinn. Beispiel 11. Ein Produkt von mittlerer Güte aus einem Zinnbergwerk mit einem Gehalt von 472 Prozent Zinn wurde behandelt. Dieses Erz enthielt höhere Anteile von eisenhaltigen Silikaten als das vorige. Nachdem Kohlensäure von unten eingeblasen wurde, enthielten die Konzentrate 8,61 Prozent Zinn entsprechend einer Ausbeute von 65 Prozent des gesamten Zinns. Die geringe Ausbeute in diesem Fall ist auf das Vorhandensein von Zinnoxydteilen mit daran haftendem Gestein zurückzuführen.
  • In den gezeigten Ausführungsbeispielen ist nur von Kassiteriterzen die Rede, aber der Erfindungsgegenstand ist auch auf andere Oxyderze anwendbar, beispielsweise auf Wolframerze, ferner auf oxydierte Zink- und Bleierze, welche beispielsweise Silikate oder Karbonate des Zink und Blei enthalten; schließlich auch auf Kupferoxyderze.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH: Verfahren. zur Beeinflussung der Benetzbarkeit der einzelnen festen Bestandteile eines Erztrübegemisches durch Einleitung von Gasen in Verbindung mit einem Schaumschwinunverfahren zur Aufbereitung von Kassiteriterzen und Erzen mit ähnlicher Gangart, dadurch gekennzeichnet, daß in die im übrigen säurefreie Trübe während des Rührens und Belüftens Kohlens,äuregas zum Zwecke der Verhinderung des Aufschwimmens der Gangart eingeführt wird, wobei die Kohlensäure auch auf die nicht kolloide Gangart unmittelbar einwirkt, die Erzteilchen aber im wesentlichen unbeeinflußt läßt.
DEM72920D 1920-04-20 1921-03-13 Verfahren zur Beeinflussung der Benetzbarkeit der einzelnen festen Bestandteile eines Erztruebegemisches Expired DE427649C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3035486A (en) * 1959-05-04 1962-05-22 Bausch & Lomb Illuminating means for opaque materials

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