DE4261C - Mechanismus zum selbstthätigen, durch den Regulator beeinflufsten Oeffnen und Schliefsen des Wasserzulasses an Wassersäulenmaschinen - Google Patents
Mechanismus zum selbstthätigen, durch den Regulator beeinflufsten Oeffnen und Schliefsen des Wasserzulasses an WassersäulenmaschinenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F03—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F03C—POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINES DRIVEN BY LIQUIDS
- F03C1/00—Reciprocating-piston liquid engines
- F03C1/08—Distributing valve-gear peculiar thereto
- F03C1/16—Speed controlling, equalising or cushioning
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Description
PATENTSCHRIFT
Klasse 88.
JOSEF WINTER in GRAZ.
Mechanismus zum selbsttätigen, durch den Regulator beeinflursten Oeffhen und Schliersen des
Wasserzulasses an Wassersäulenmaschinen.
' . ' ' Patentirt im Deutschen' Reiche vom 21. April 1878 ab.
Längste Dauer: 31. Mai 1892.
.,-Durch diese Vorrichtung soll sowohl die
Erhaltung der gleichen Umdrehungszahl bei wechselndem Widerstand, als auch die Wasserersparung
in dem Fall, dafs die Maschine nur mit einem Theil der Kraft arbeitet, erreicht
werden. .. Der Mechanismus ist zunächst" für Wassersäulenmaschinen bestimmt und beruht
auf folgendem Grundgedanken. Die hin-und hergehende Bewegung des Kolbens wird auf
eine Schwungradwelle übertragen, und wenn die Geschwindigkeit des Schwungrades den
Normalwerth zu übersteigen beginnt, schliefst sich die Wassereinströmung ganz, und das
Schwungrad geht durch sein Beharrungsvermögen allein weiter. Sobald die Geschwindigkeit
aber unter den Normalwerth zu sinken anfängt,' öffnet sich die Wassereinströmung wieder vollständig
und bleibt so lange ganz offen, als die Geschwindigkeit sich innerhalb der normalen
Grenzen hält. Auf diese Weise bleibt die Umdrehungszahl pro Minute constant, die Kraft
des Wassers wird nicht gebrochen, und die Wassermenge wird entsprechend geringer, wenn
der Kraftbedarf abnimmt.
In Fig. ι ist eine Ansicht, in Fig. 2 ein
Grundrifs, in Fig. 3 ein Höhendurchschnitt von einer derartigen Maschine mit liegendem Cylinder
dargestellt. Es ist A der Arbeitscylinder mit dem Treibkolben B, dessen Bewegung
mittelst der Kolbenstange C, der Geradführung und- der Kurbelstange D auf die Kurbel E, die
Welle F und das Schwungrad G übertragen wird, mit welch letzterem noch eine Riemscheibe
in Verbindung gesetzt werden kann.
Neben dem Arbeitscylinder A, Fig. 2 und 3, liegt der Steuerungscylinder P, in welchen das
Kraftwasser durch die seitliche Oeffnung X eintritt. Den wechselnden Ein- und Austritt des
Wassers durch die Kanäle M und N vermitteln die zwei gleich grofsen und mit einander verbundenen
Vertheilungskolben H und J, welche vermittelst eines Kreisexcenters P1 und der
Excenterstange O hin- und herbewegt werden. Der Wasseraustritt erfolgt bei L seitwärts und
durch eine Oeffnung bei K nach aufwärts in einen Kasten Q, Fig. 1 und 2, von wo es
durch das Rohr i? abfliefst.
...An den Steuerungscylinder P schliefst sich der Regulirungscylinder V an, der bei W einen
etwas kleineren Durchmesser erhält. In diesem
Doppelcylinder bewegen sich der Absperrkolben T und sein kleinerer Gegenkolben U,
beide mit einander verbunden und ■ durch die Stange h in den Winkelhebel i k I eingehängt.
Das Kraftwasser gelangt durch ein' Rohr:7/,
Fig. ι und 3, in den Windkessel und von da durch den senkrechten Kanal Y, Fig. 2 und 3,
in den Cylinder V zwischen die Kolben T und U und drückt diese vermöge des Ueberdr'uckes
auf T stets nach rechts, so dafs der Wassereintritt bei X immer ganz offen steht.
-Reicht der Ueberdruck des Wassers auf T
nicht ■ aus,'" die Kolbenreibung zu überwinden, so mufs eine Feder an dem Hebel i nachhelfen.
Es ist zweckmäfsig, den Kolben T auf der Innenseite etwas schräg anzufeilen, um den
zu plötzlichen Wassereintritt und Stofs zu vermeiden, wenn der Kolben. T über die Oeffnung
X geht.
Der Winkelhebel ikl legt sich mittelst einer
Rolle / fortwährend an ein Stufenexcenter m an, welches von der Schwungradwelle P aus
durch' die Zahnräder η und ο umgedreht wird.
Die Räderübersetzung wird so gewählt, dafs der Stufenansatz m den Hebel Iki und die
Kolben T U dann zurückzieht, wenn der Treibkolben B in einem todten Punkt sich befindet,
wodurch der Absperrkolben T links von der Oeffnung X zu stehen kommt und den Wassereintritt
einen Moment schliefst, ihn aber sogleich wieder öffnet; sobald der Ansatz m über
die Rolle / hinweggegangen ist. Dies wiederholt sich je nach der Räderübersetzung in
jedem zweiten, dritten und vierten todten Punkt des Treibkolbens.
Ein Schwungkugelregulator p, der mit der Welle F durch Kegelräder q verbunden ist,
greift dann ein, wenn die Geschwindigkeit zu grofs oder zu klein wird. Die Hülse des Regulators
setzt einen Hebel r und von diesem aus mittelst der Stange ί den zweiarmigen
Hebel t u in Bewegung, an welch letzterem ein verstellbarer Sperrhaken ti und ein Gegengewicht
w angebracht sind. Geht die Maschine
zu schnell, so senkt sich der ganz frei spielende Haken u und fallt bei υ in den zurückgezogenen
Hebel i ein, hält ihn fest und schliefst den Wassereintritt bei X ganz ab, weil T links steht.
Die Maschine geht leer weiter, saugt Wasser durch die Oeffnung S aus dem Kasten Q und
treibt es bei L und K wieder in den Kasten zurück. Sinkt die Geschwindigkeit unter den
Normalwerth, so hebt sich ti, der Hebel / wird
bei ν wieder frei, und der Kolben T geht nach rechts von der Oeffnung X, wodurch der
Wasseremtritt wieder ganz geöffnet wird.
Während der Absperrung drückt der Ansatz m die Rolle / immer etwas nieder, bewegt
den Hebel bei ν etwas zurück, lüftet den Haken u und gestattet diesem ohne den geringsten
Widerstand, sich zu heben und den Wasseremtritt im todten Punkt des Treibkolbens
wieder zu öffnen.
Das Gegengewicht w läfst sich verstellen und dadurch die Umdrehung der Schwungradwelle
innerhalb gewisser Grenzen verändern.
Der Raum vor dem Gegenkolben U ist durch einen Deckel abgeschlossen und steht durch
ein kleines Rohr Z1 Fig. ι und 2, mit dem
Auslaufkasten Q in Verbindung, um das in W angesammelte Wasser abzuleiten.
An dem Windkessel e befindet sich ein Wasserstandsglas f, welches die Luftmenge im
Innern anzeigt. Mit Luft gefüllt wird der Kessel auf eine der bekannten Arten, am einfachsten
dadurch, dafs man eine kleine Handluftpumpe durch einen Schlauch mit dem Rohransatz g
in Verbindung bringt und die Luft einpumpt.
Ein Absperrschieber a, Fig. 1 und 3, wird
von einer Axe b aus mit dem Handhebel c geöffnet und geschlossen.
Bei χ und y sind an dem Arbeitscylinder
zwei kleine Luftsaugventile angebracht, welche die Entstehung eines Vacuums im Innern des
Cylinders verhindern.
Der Mechanismus läfst sich auch für stehende Maschinen, sowie für Maschinen mit schwingendem
Cylinder anwenden,
Claims (1)
- Pate nt-Anspruch:Die Regulirungskolben T U und deren Verbindung mit der Schwungradwelle und dem Regulator vermittelst eines Stufenexcenters und eines Sperrhakens.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4261C true DE4261C (de) |
Family
ID=283036
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT4261D Active DE4261C (de) | Mechanismus zum selbstthätigen, durch den Regulator beeinflufsten Oeffnen und Schliefsen des Wasserzulasses an Wassersäulenmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4261C (de) |
-
0
- DE DENDAT4261D patent/DE4261C/de active Active
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