Die Erfindung betrifft ein Radausrichtsystem zur Messung von Ausrichtwinkeln von Rädern,
die ein Fahrzeug auf einer laufenden Oberfläche tragen. Die Erfindung betrifft zudem ein
Erfaßsystem für ein Spurwinkelsignal zur Erfassung/Messung des Spurwinkels eines Paars
ein Fahrzeug tragender Räder zum Fahren auf einer darunterliegenden Oberfläche.
Radausrichtsysteme der hier angesprochenen Art sind aus den Druckschriften US 4,319,838,
DE 29 26 337 A1, DE 41 42 973 A1 und US 4,239,389 bekannt.
Ein Radausrichtsystem der hier angesprochenen Art ist zudem in der Druckschrift US 4,594,789
beschrieben. Das Radausrichtsystem dieser Druckschrift weist eine Mehrzahl von
Sensoren sowie eine verarbeitende Rechnereinheit auf. Bei diesem Radausrichtsystem sind
die präzise Erfassung der Ausrichtwinkel der Räder durch die Sensoren wie auch die optimale
Weiterverarbeitung der dadurch bewirkten Signale durch die Rechnereinheit nicht
gewährleistet.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Radausrichtgerät der hier angesprochenen Art
bereitzustellen, bei dem sowohl die präzise Erfassung der Ausrichtwinkel der Räder wie auch
die optimale Weiterverarbeitung der dadurch bewirkten Signale gewährleistet sind.
Die Aufgabe wird durch ein Radausrichtsystem zur Messung von Ausrichtwinkeln von
Rädern, die ein Fahrzeug auf einer laufenden Oberfläche tragen, gelöst, wobei das
Radausrichtsystem umfaßt: eine Systemfunktionskontrolleinrichtung zum Liefern von
Systemarbeitsinstruktionen und zum Empfangen von Ausrichtwinkeldaten,
Winkelmeßeinrichtungen, die an wenigstens zwei der das Fahrzeug tragenden Räder montiert
sind, zum Liefern von Winkelmeßsignalen, die den Winkel zwischen den Ebenen der
tragenden Räder und einer Referenzrichtung angeben, wobei die Winkelmeßeinrichtungen
Signal-Amplituden-Abtasteinrichtungen aufweisen, um die Winkelsignalmessung zu
ermöglichen, eine Sensor- und Systemschnittstellenkontrolleinrichtung zum Empfangen und
zur Vorverarbeitung der Winkelmeßsignale und externer Systemkontrolleingaben und zur
Ermöglichung von Datenflüssen in zwei Richtungen zwischen den Winkelmeßeinrichtungen,
der Sensor- und Systemschnittstellenkontrolleinrichtung und der Systemfunktions
kontrolleinrichtung und eine Graphikkontroll- und eine Anzeigeeinrichtung zum Empfang
und zur Darstellung von gemessenen Ausrichtwinkeldaten.
Die Aufgabe wird zudem durch ein Radausrichtsystem zur Messung von Ausrichtwinkeln von
Rädern, die ein Fahrzeug auf einer laufenden Oberfläche tragen, gelöst, wobei das
Radausrichtsystem umfaßt: eine Systemfunktionskontrolleinrichtung zum Liefern von
Systemarbeitsinstruktionen und zum Empfangen von Ausrichtwinkeldaten,
Winkelmeßeinrichtungen, die an wenigstens zwei der das Fahrzeug tragenden Räder montiert
sind, zum Liefern von Winkelmeßsignalen, die den Winkel zwischen den Ebenen der
tragenden Räder und einer Referenzrichtung angeben, wobei die Winkelmeßeinrichtungen
Spurwinkelmeßeinrichtungen aufweisen, um die Winkelsignalmessung zu ermöglichen, eine
Sensor- und Systemschnittstellenkontrolleinrichtung zum Empfangen und zur
Vorverarbeitung der Winkelmeßsignale und externer Systemkontrolleingaben und zur
Ermöglichung von Datenflüssen in zwei Richtungen zwischen den Winkelmeßeinrichtungen,
der Sensor- und Systemschnittstellenkontrolleinrichtung und der Systemfunktions
kontrolleinrichtung und eine Graphikkontroll- und eine Anzeigeeinrichtung zum Empfang
und zur Darstellung von gemessenen Ausrichtwinkeldaten, wobei die Winkelmeßeinrichtung
ferner umfaßt: eine Einrichtung zur Projizierung einer Mehrzahl von Lichtstrahlen mit einer
vorbestimmten Trägerfrequenz zu bekannten aufeinanderfolgenden Zeitintervallen und in
bekannter Orientierung relativ zu der Ebene von einem der wenigstens zwei tragenden Räder,
in bekannter Ausrichtung relativ zu der Ebene des anderen der wenigstens zwei Tragräder und
in dem Weg der Mehrzahl von Lichtstrahlen montierte Lichtstrahlempfangseinrichtungen,
wobei ein Winkelausgangssignal bei Empfang eines der Lichtstrahlen geliefert wird, eine
Hochpaßfiltereinrichtung, angeschlossen zum Empfang des Winkelausgangssignals, wobei
das Hochpaßfilter ein Durchgangsband im wesentlichen oberhalb der Rauschfrequenzen des
Umgebungslichtes hat, und die Trägerfrequenz einschließt, so daß das Winkelausgangssignal
im wesentlichen rauschfrei durchgelassen wird, eine Einrichtung zum Erfassen des im
wesentlichen rauschfreien Winkelausgangssignals und zum Speichern eines seiner Amplitude
entsprechenden Signals und eine Kontrolleinrichtung zum Empfang des der Amplitude
entsprechenden gespeicherten Signals und zum Löschen dieses gespeicherten Signals, bevor
der nächstfolgende projizierte Lichtstrahl durch die Lichtstrahlempfangseinrichtung erfaßt
wird.
Schließlich wird die Aufgabe auch durch ein Erfaßsystem für ein Spurwinkelsignal zur
Erfassung/Messung des Spurwinkels eines Paars ein Fahrzeug tragender Räder zum Fahren
auf einer darunterliegenden Oberfläche gelöst, bei welchem eine Mehrzahl von Lichtstrahlen
mit einer vorbestimmten Trägerfrequenz zu bekannten aufeinanderfolgenden Zeiten und unter
bekannten Winkeln auf die Ebene eines der Räder des Räderpaares projiziert werden und ein
Lichtstrahlempfänger in bekannter Position in dem Weg der Mehrzahl von Lichtstrahlen
montiert ist und ein Winkelausgangssignal erzeugt, welches den Empfang von einem der
Lichtstrahlen anzeigt, umfassend: eine Hochpaßfiltereinrichtung, angeschlossen zum
Empfang des Winkelausgangssignals mit einem Durchgangsband im wesentlichen oberhalb
der Rauschfrequenzen des Umgebungslichts und beinhaltend die Trägerfrequenz, um ein
Ausgangssignal des Hochpaßfilters zu bewirken, welches dem Winkelausgangssignal
entspricht, eine Einrichtung zum Erfassen des Ausgangssignals des Hochpaßfilters und zum
Speichern eines seiner Amplitude entsprechenden Signals, eine Steuereinrichtung zum
Empfangen und zum Löschen des gespeicherten, der Amplitude entsprechenden Signals,
bevor der nächstfolgende Lichtstrahl von dem Lichtstrahlempfänger erfaßt wird und eine
Signal-Amplituden-Abtasteinrichtung zur Weiterleitung des Spurwinkelsignals.
Aufgrund des Aufbaus des Radausrichtungssystems, insbesondere aufgrund der
Wirkungsweise von deren Sensor- und Systemschnittstellenkontrolleinrichtung, sowie der
Funktionsweise des Erfaßsystems sind sowohl die präzise Erfassung der Ausrichtwinkel der
Räder wie auch die optimale Weiterverarbeitung der dadurch bewirkten Signale gewährleistet.
Weitere Ausführungsbeispiele und deren Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung der
Zeichnung.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, und zwar
zeigen:
Fig. 1 ein Blockdiagramm der vorliegenden Erfindung,
Fig. 1A ein anderes Blockdiagramm der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 zeigt in perspektivischer Ansicht die relativen Montageposi
tionen der Neigungsmesser für Sturz und Lenkachsennei
gung,
Fig. 3 ein Blockdiagramm des erfindungsgemäßen Spurmeßschalt
kreises,
Fig. 4 ein Diagramm zu der Messung des Signals, welches mit
dem Schaltkreis nach Fig. 3 erzeugt wird,
Fig. 5 eine Frontansicht zur Veranschaulichung einer Gestellver
schiebung,
Fig. 6 ist eine Draufsicht auf ein Paar von ein Fahrzeug tragen
den Rädern, die durch eine starre Achse verbunden sind,
Fig. 6A eine Draufsicht auf eine Federschäkelplatte,
Fig. 7 ein Diagramm eines symmetrischen Radaufhängungsbauteils,
Fig. 7A einen zu der Radaufhängung nach Fig. 7 gehörenden
Graph,
Fig. 8 eine Darstellung einer anderen Radaufhängung,
Fig. 8A einen zu der Radaufhängung nach Fig. 8 gehörenden
Graph,
Fig. 9 eine Darstellung noch einer anderen Radaufhängung,
Fig. 9A einen zu der Radaufhängung nach Fig. 9 gehörenden
Graph,
Fig. 10 eine Veranschaulichung einer Anzeige für eine Radausricht
messung,
Fig. 11 eine Veranschaulichung einer anderen Darstellungsart einer
Radausrichtmessung,
Fig. 12 noch eine andere Anzeigeart einer Radausrichtmessung, und
Fig. 13 eine weitere Anzeigeart einer Radausrichtmessung.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden
näher beschrieben. Das Radausrichtsystem entsprechend der vorliegenden
Erfindung ist in der Lage, die charakteristischen Werte der Ausrichtung
für alle vier Räder, die ein Fahrzeug auf einer darunterliegenden Ober
fläche tragen, zu messen. Die Bedeutung einer korrekten Ausrichtung von
Rädern ist gut bekannt und eine Diskussion darüber soll hier nicht
vorgenommen werden. Ein Radausrichtsystem, bei welchem die hier
vorgeschlagenen Verbesserungen nützlich sein würden ist beschrieben in
der US-PS 4,761,749. In diesem Patent wird ein Radausrichtsystem
beschrieben zur Ausrichtung von Rädern an einem vierrädrigen Fahrzeug,
wobei das System Ausrichtköpfe zur Montage auf jedem der vier Räder
umfaßt, um Ausrichtdaten über das jeweilige Rad, auf dem das System
montiert ist, zu erhalten, sowie eine Systemkonsole, um die Daten zu
empfangen, aufzubereiten und zum Speichern und/oder Anzeigen der
Daten je nach Bedarf. Die Sensoren zur Messung der Ausrichtgrößen an
jedem auf ein Rad montierten Ausrichtkopf umfassen Neigungsmesser 11
und 12, die in orthogonalen Ebenen 13 und 14 montiert sind, wie in
Fig. 2 der vorliegenden Zeichnung zu sehen ist. Die Ebene 13 ist eine
vertikale Ebene, die quer zu den das Fahrzeug tragenden Rädern an
geordnet ist, und Ebene 14 ist eine vertikale Ebene, die in Längsrichtung
der tragenden Räder angeordnet ist. Fig. 2 zeigt diese Beziehung zusätz
lich zur Veranschaulichung einer dritten orthogonalen Ebene 16. Ebene
13 ist bekannt als die Ebene des Sturzes, der Längsachsenneigung und
des eingeschlossenen Winkels, wohingegen die Ebene 14 bekannt ist als
die Nachlaufebene, weil die erwähnten Messungen in diese Ebenen
projiziert werden. Ebene 16 ist bekannt als die Spurlaufebene, in welcher
Spurmessungen für die vier Räder gemacht werden.
Fig. 1 zeigt zwei Blöcke 17 und 18 mit "Köpfe" benannt. Diese Blöcke
bedeuten die einzelnen auf Räder montierten Ausrichtungsköpfe, welche
die Instrumente zur Messung der Ausrichtwinkel tragen, wie z. B. den
Sturzneigungsmesser 11 und den Neigungsmesser 12 für die Lenkachsen
neigung. Die auf die Räder montierten Ausrichtungsköpfe umfassen auch
eine Spurmeßvorrichtung, welche im Prinzip offenbart ist in der oben
erwähnten US-PS 4,761,749 ebenso wie in der US-PS 4,180,326. Wie
ebenso in Fig. 1 zu erkennen ist, können die Köpfe entweder durch
Verbindungsleitungen 19 oder durch Infrarot- oder Radiofrequenz-Daten
übermittlung 21 mit einem Kontrollbaustein 22 mit Sensorschnittstelle des
beschriebenen Ausrichtungsmeßsystems verbunden sein. Eine Tastatur 23,
ein optischer Systemkontrollsensor 24 und ein Lautsprecher 26 sind
ebenfalls mit dem Kontrollbaustein mit Sensorschnittstelle verbunden.
Eine Systemkontrolle 27 ist ebenfalls dargestellt. Der Kontrollbaustein 22
mit Sensorschnittstelle arbeitet als ein Vermittler für digitale und analoge
Systemeingangssignale, für serielle Weiterleitung von Daten und digitalen
System- oder Kontrollausgangssignalen zwischen der Systemkontrolle 27
und den Komponenten 17, 18, 23, 24 und 26. Die Systemkontrolle 27
umfaßt RAM, ROM, eine Tastaturkontrolle, einen Mikroprozessor und
zugehörige logische Schnittstellen und eine Computerarchitektur.
Es sollte festgehalten werden, daß ein Computer für allgemeine Zwecke,
wie er zu der Systemkontrolle 27 gehört, nicht für eine schnelle Daten
annahme und Verarbeitung bestimmt ist. Einer bis vier serielle Datenein
gabeanschlüsse sind üblich, was es notwendig macht, die Daten in einem
Multiplexverfahren zu lesen, zu speichern und abzurufen. Dies ist ein
relativ langsamer Vorgang. Der Kontrollbaustein 22 mit Sensorschnittstelle
empfängt Daten von den Systemsensoren und führt eine Vorverarbeitung
der Daten durch zur Darstellung auf einen Systembildschirm, so daß eine
sofortige Datenanzeige verfügbar ist. Dies befreit das Kontrollsystem 27
von der harten Arbeit des Umwandelns und Verarbeitens der Rohdaten
von den Systemsensoren und überläßt diesem andere einfachere Auf
gaben, wie z. B. die Berechnung von Ausrichtgrößen, Durchführung einer
Kalibrierung, Betrieb eines Expertensystems, etc. So bewirkt der Kontroll
baustein 22 mit Sensorschnittstelle eine gut definierte Funktion mit hoher
Geschwindigkeit und Leistung zwischen der Systemkontrolle 27 und den
verschiedenen Ausrichtsensoren und Kontrollen, die in dem Ausricht
system vorhanden sind.
Wie aus Fig. 1A erkennbar ist, enthält der Kontrollbaustein 22 mit
Sensorschnittstelle einen elektrischen, löschbaren, programmierbaren Lese-
Speicher 80 (EEPROM) und programmierbare Lese-Speicher 81 (PROM)
nur für den Gebrauch durch den Host-Rechner. Ein beliebig zugreifbarer
Speicher 82 mit zwei Ausgängen (RAM) ist vorhanden, um für die
Kommunikation zwischen einem Schnittstellenmikroprozessor 83 und der
Systemkontrolle 27 zu sorgen. Die Schnittstellenkarte hat zusätzlich zu
dem RAM ein EEPROM 84 zum Empfang von ladbaren Programmen
und Kalibrierungsfaktoren und ein PROM 85 zur Aufnahme des Haupt
arbeitsprogramms.
Ein oktaler UART (Universeller asynchroner Empfänger-Sender) 86 stellt
acht Verbindungskanäle zur Verfügung, welche programmierbar sind.
Diese Kanäle werden - benutzt, um mit ferngesteuerten Sensoren zu
kommunizieren, wie z. B. die in den Köpfen 17, 18 oder jeglichen Peri
pheriegeräten, die dem Ausrichtsystem angegliedert sind. Daten können
auf diesen Kanälen sowohl gesendet wie auch empfangen werden. Ein
Digital-Analog Wandler 87 ist mit einem Tonverstärker 88 über eine
digitale Lautstärkenkontrolle 89 verbunden, welche ein elektrisch lösch
bares Potentiometer ist. Ein weiter Bereich von Klängen kann daher
durch den Mikroprozessor 83 erzeugt werden, und außerdem können
externe Audio-Eingangssignale zu einem Audio-Ansgangssignal verarbeitet
werden.
Der Kontrollbaustein 22 mit Sensorschnittstelle empfängt analoge oder
digitale Sensorausgangssignale und erzeugt digitale Ausgangskontrollsigna
le. Software kann über den RAM 82 mit zweifachem Ausgang in den
EEPROM 84 geladen werden, was einfache Leistungssteigerungen bzw.
Verbesserungen am Betriebsort ermöglicht, ohne die Komponente mit
integrierten Schaltkreisen in dem System zu verändern. Ein ferngesteuer
ter Empfangssektor 90 ist vorgesehen, um digitale Ausgangssignale von
dem optischen Sensor 24 zu empfangen oder andere digitale Eingangs
signale des Ausrichtsystems.
Fig. 1 zeigt auch eine Kontrolleinrichtung 28 für ein "Compact Disc"
(CD) ROM, welches mit der Systemkontrolle 27 verbunden ist. Das CD
ROM-Kontrollsystem ist mit einem CD Antrieb 29 verbunden, der die
mechanische Abtastung ermöglicht. Audio-Ausgangssignale von einer CD-
Platte werden zu dem Kontrollbaustein 22 mit Sensorschnittstelle geleitet,
der die Audio-Signale zu zugehörigen Lautsprechern 26 führt.
Eine TM Video-Graphikschaltung (VGA) Kontrolle 31 ist mit der Sy
stemkontrolle 27 verbunden und wird von der Systemkontrolle gesteuert,
um Anzeigen auf einem Monitor 32 zu erzeugen. Auch sind mit der
Systemkontrolle 27 eine Festplatte, ein Plattenlaufwerk und eine Ein
gangs Ausgangs-Kontrolle 33 verbunden. Die Kontrolle 33 steuert einen
Festplattenantrieb 34 und einen Diskettenlaufwerkantrieb 36, welche
weitere Eingaben in das System ermöglichen. Die Kontrolle 33 steuert
auch einen Drucker 37 und einen Eingangs-Ausgangs-Verbindungsanschluß
38.
Während die Neigungsmesser 11 und 12 eine vertikale Referenz für
bestimmte Radausrichtmessungen liefern, wird die Spurmessung in der
Ebene 16 von Fig. 2 aufgenommen, wobei auf die Fig. 3 der vorliegen
den Zeichnung zur Beschreibung der in dieser Anmeldung beschriebenen
Verbesserungen der Spurmessung Bezug genommen wird. Wie in den
oben zitierten Patenten beschrieben, ist eine Struktur vorgesehen zur
Projektion einer Mehrzahl von Lichtstrahlen mit einer vorbestimmten
Trägerfrequenz in einer Folge von bekannten Zeitpunkten und mit einer
bekannten Winkelorientierung relativ zu der Ebene eines Rades, auf
welchem so ein Projektor montiert ist. Ein Lichtstrahlempfänger 39 ist in
Fig. 3 gezeigt, welcher diejenigen der Lichtstrahlen empfängt, die in
nerhalb des Sichtfeldes des Empfängers sind. Die Trägerfrequenz des
Lichtstrahles ist etwa 16000 Hertz und der empfangene Lichtstrahl wird
an Hand seiner bekannten Aussendezeit identifiziert. Daher ist der
Winkel des projizierten Strahls zu der Radebene, auf der der Projektor
montiert ist, bekannt. Als Ergebnis ist der Winkel der Ebene des Rades,
auf dem der Projektor montiert ist, relativ zu einer Referenzrichtung
bekannt, wenn die empfangenen Signale des Lichtstrahls analysiert wer
den, um zu bestimmen, welche der Strahlen die am direktesten auf
treffenden aus der Mehrzahl von Lichtstrahlen sind.
Der Empfänger 39 empfängt zwischen drei und fünf der projizierten
Lichtstrahlen zu jedem Zeitpunkt. Wie im unteren Teil der Fig. 4 der
Zeichnung zu sehen ist, ist der durch die 16000 Hertz Trägerfrequenz
dargestellte Lichtstrahl, der zur Zeit t1 beginnt, nicht der erste oder am
direktesten auftreffende Strahl. Da der Lichtstrahl, welcher zum Zeitpunkt
t4 angeschaltet wird, näher an einem direkten Auftreffen auf den
Empfänger 39 ist, ist dies der Strahl, der zu einem Zeitpunkt t8 an
kommt, und der der hauptsächlich auf den Empfänger 39 auftreffende
Strahl ist. Dies ist erkennbar durch die höhere Amplitude des empfange
nen Signals, was am besten erkennbar in der im wesentlichen recht
eckigen Signaldarstellung im oberen Teil der Fig. 4 vom Zeitpunkt t9
zum Zeitpunkt t10 mit einer Signalhöhe von V3 ist.
Das empfangene Signal beim Empfänger 39, welches die 16000 Hertz-
Trägerfrequenz enthält, wird zu einem Hochpaßfilter 41 geleitet, welches
niederfrequentes Rauschen des Lichtes entfernt. Das empfangene Signal
mit der 16000-Hertz-Frequenz liegt deutlich oberhalb der Empfindlich
keitsschwelle des Filters und deutlich innerhalb des Durchlaßbandes. Das
gefilterte Signal, welches das 16000-Hertz-Signal des empfangenen
Lichtstrahls enthält, wird zu einem variablen Verstärker geleitet, der den
am direktesten oder hauptsächlich auftreffenden Lichtstrahl herausfindet.
Der variable Verstärker umfaßt ein elektrisch gesteuertes Potentiometer
42 am Eingang, weiches von einem Mikroprozessor 43 in dem Spursi
gnalmeß- und Kontrollschaltkreis kontrolliert wird. Das elektrisch gesteu
erte Potentiometer 42 ist mit dem Eingang eines Breitbandverstärkers 44
verbunden, um dessen Verstärkung zu kontrollieren. Die Verstärkung
wird für die erste Abtastung der durch die empfangenen Lichtstrahlen
erzeugten Signale festgelegt. Jedes Signal wird digitalisiert und gespei
chert, wie im folgenden beschrieben. Das höchste gespeicherte Signal der
ersten Abtastung wird ausgewählt. Wenn die Verstärkung des Verstärkers
das höchste empfangene Signal nicht in den Bereich eines Fensters von
2 bis 4 1/2 Volt bringt, berechnet der Mikroprozessor einen neuen
Verstärkungsfaktor und regelt das elektrisch gesteuerte Potentiometer 42
zur Anpassung des Verstärkungsfaktors auf einen solchen Wert, daß das
höchste verstärkte Ausgangssignal innerhalb dieses Fensters liegt. Die
übrigen empfangenen Signale werden dann mit dem neuen festgelegten
Wert verstärkt und bewirken niedrigere Werte, wie in dem unteren Teil
von Fig. 4 erkennbar ist, abhängig davon, wie schräg sie auf den Sensor
39 treffen. Das elektrisch gesteuerte Potentiometer 42 ist im Handel
erhältlich. Diese Ausführungsform erlaubt dem Abstandskreis die
Verarbeitung von empfangenen Lichtstrahlen für die Spurweite und den
Radstand, während die Verstärkung jeweils für die Spurweite und die
Radstandsmessung optimiert wird, um dadurch direkter interpretierbare
Meßsignale zu erhalten.
Ein Halbwellengleichrichter 46 richtet das gefilterte und verstärkte 16000-
Hertz-Ausgangssignal von dem Empfänger 39 gleich, so daß nur die eine
Hälfte des im unteren Teil der Fig. 4 gezeigten Signals übrig bleibt. Das
gleichgerichtete Halbwellensignal wird in einem Kondensator C in Fig. 3
gespeichert, wie dargestellt durch die Signalamplituden V1, V2, V3 und
V4 in Fig. 4. Man kann sehen, daß das Hochpaßfilter 41 dem Halbwel
lengleichrichter 46 ein verstärktes Signal liefert, dessen Amplitude von
dem Haltekondensator C innerhalb von weniger als drei Zyklen der
Trägerfrequenz abgetastet wird. Die Periode eines Zyklus ist 62,5 Mikro
sekunden. Daher wird die volle Amplitude des aus einem empfangenen
Lichtstrahlsignals resultierenden Signals an dem Kondensator C in weni
ger als 200 bis 250 Mikrosekunden aufgenommen. Als Ergebnis ähneln
die gespeicherten Signale V1, V2, V3 und V4 in der oberen Hälfte von
Fig. 4 annähernd Rechtecksignalen. Das im wesentlichen rechteckige
Signal, welches vom Zeitpunkt t9 zum Zeitpunkt t10 in Fig. 4 auftritt,
ergibt sich aus dem am direktesten auftreffenden Lichtstrahl auf den
Empfänger 39 und ist deshalb, zusammen mit den Signalen, die aus
zeitlich benachbarten empfangenen Lichtstrahlen resultieren (Signale V1,
V2, V4), Anzeige für den Winkel der Ebene des Rades, auf welchem der
Lichtprojektor montiert ist, relativ zu einer vorgegebenen Referenzrich
tung.
Der Schaltkreis in Fig. 3 hat einen Transistor Q, der parallel zum
Speicherkondensator C geschaltet ist. Wenn der Mikroprozessor den
Transistor in leitenden Zustand versetzt, wird die Ladung des Speicher
kondensators unmittelbar abgeleitet. In diesem Zustand ist der Kondensa
tor verfügbar, um ein neues Signal zu speichern, welches von dem
nächsten empfangenen Lichtstrahl erzeugt wird.
Die Art, in welcher der Schaltkreis von Fig. 3 funktioniert, wird nun in
Verbindung mit dem Diagramm in Fig. 4 beschrieben. Ein erster Licht
strahl wird vom Empfänger 39 zu einem Zeitpunkt t0 (Fig. 4) empfan
gen, und der Transistor Q wird von dem Mikroprozessor 43 zum Zeit
punkt t1 in einen nichtleitenden Zustand versetzt. Der Kondensator C
wird von dem 16000 Hertz-Signal zu einer Spannungsamplitude V1
innerhalb von etwa 3 Zyklen aufgeladen, und ein im wesentlichen recht
eckiges Signal beginnt zu einer Zeit t1. Die Spannung V1 wird von
einem Analog/Digital Wandler (A/D) 47 digitalisiert und zu einem
Mikroprozessor 43 übertragen. Zum Zeitpunkt t2 wird der Transistor von
dem Mikroprozessor 43 in leitenden Zustand versetzt und der Rechteck
impuls bei V1 wird beendet (oberer Teil von Fig. 4). Der erste Licht
strahl wird etwa zur Zeit t3 (unterer Teil von Fig. 4) ausgeschaltet. Zum
Zeitpunkt t4 wird der nächste Lichtstrahl angeschaltet und zum Zeitpunkt
t5 versetzt der Mikroprozessor 43 den Überbrückungstransistor Q in den
nichtleitenden Zustand. Die Speicherung des aus dem Empfang des näch
sten Lichtstrahls resultierenden Signals am Kondensator C beginnt zu
einem Zeitpunkt t6 und erreicht den vollen Wert der Amplitude V2
innerhalb von ein paar Zyklen der Trägerfrequenz und wird von dem
Kondensator C als eine im wesentlichen rechteckige Welle gehalten. Das
Signal V2 wird zu dem A/D-Wandler 47 geleitet, digitalisiert und zum
Mikroprozessor 43 weitergeleitet zur Speicherung und zur weiteren
Verwendung in Verbindung mit dem Arbeitsprogramm des Ausrichters.
Zu einer Zeit t7, wenn der Mikroprozessor 43 den Überbrückungstransi
stor Q in den leitenden Zustand versetzt, wird der Kondensator C
entladen.
Der zweite empfangene Lichtstrahl wird kurz danach abgeschaltet und
der dritte zu empfangene Lichtstrahl zum Zeitpunkt t8 eingeschaltet. Der
Überbrückungstransistor Q wird von dem Mikroprozessor 43 aus dem
leitenden Zustand genommen und der Kondensator C beginnt sich zum
Zeitpunkt t9 aufzuladen. Die Spannung V3 wird auf dieselbe Weise
erhalten wie die Spannungen V1 und V2. Die abgetastete Spannungs
amplitude wird einem Analog/Digital Wandler 47 zugeführt, der einen
der Amplitude V3 entsprechenden digitalen Wert dem Mikroprozessor 43
zuführt. Dieser Prozeß wird für jedes Signal durchgeführt, welches durch
Empfang von einem der Mehrzahl von Lichtstrahlen hervorgerufen wird.
Im Ergebnis können die Signalhöhen von dem Mikroprozessor oftmals
aktualisiert werden, welches die Wahrscheinlichkeit für eine genaue
Messung des Systems erhöht.
Der Hochpaßfilter 41 verbessert die Ansprechzeit des Abstandsmeßkrei
ses, so daß eine genaue Messung der Amplitude des von dem empfange
nen Lichtstrahl erzeugten Signals in weniger als 250 Mikrosekunden
durchgeführt wird. Früher enthielt das Abstandsmeßsystem ein Bandpaßfil
ter und brauchte ungefähr 2500 Mikrosekunden, um das von einem
empfangenen Lichtstrahl erzeugte Signal aufzunehmen. Im Ergebnis war
die Frequenz zum Aktualisieren der Daten begrenzt. Nun ist es möglich,
die Daten in dem System öfter zu aktualisieren und daher eine glattere
und genauere Messung zu erzielen. Das glattere oder reinere empfangene
Signal erlaubt die Umsetzung in eine Digitalzahl von 10 Bit, während
früher eine Digitalzahl von 8 Bit erhalten wurde. Dies ermöglicht eine
Verbesserung der Genauigkeit um einen Faktor 4 (von 256 auf 1024).
Gelegentlich tritt es auf, daß eine Struktur auf einem Fahrzeug zwischen
zwei einzeln aufgehängten Rädern sich seitlich verschieben kann, was
einen unausgerichteten Zustand der Räder verursacht. Wenn solch eine
Verschiebung möglicherweise aufgetreten ist, ist es hilfreich, dies festzu
stellen und eine Neupositionierung des verschobenen Teiles vor der
Einstellung der Radausrichtung in Betracht zu ziehen, um dadurch die
Einstellung auf die spezifizierten Ausrichtwerte viel Meiner und deshalb
leichter zu machen. So ist z. B., unter Bezugnahme auf Fig. 5, ein Paar
einzeln aufgehängter Vorderräder 51 und 52 in gestrichelten Linien
gezeigt, welche an unteren Radaufhängungen 53 und 54 aufgehängt sind,
welche sich innenseitig von den Rädern erstrecken. Die tatsächliche
Aufhängung ist unterdrückt, um die Klarheit der Zeichnung zu erhöhen.
Zwischen den inneren Enden der unteren Radaufhängungen 53 und 54
liegt ein starres Verbindungsglied, in diesem Falle ein Motorgestell 56.
In gestrichelten Linien sind die unteren Aufhängungen und das Gestell
nach rechts verschoben in Fig. 5 dargestellt, so daß der Sturz des linken
Rades in der Figur positiv ist und der Sturz des rechten Rades in der
Figur negativ ist. Wie dargestellt, ist die Lenkachsenneigung 57 für das
linke Rad in der Figur negativ und die Lenkachsenneigung 58 für das
rechte Rad ist positiv. Der obere Befestigungspunkt, der die Lenkachsen
neigung auf jeder Seite des Fahrzeugs definiert, ist als stabil zu erkennen
und an dem Fahrzeugkörper 59 befestigt. Man kann sehen, daß es
schwierig sein würde, die Räder in diesem Zustand auszurichten, um die
spezifizierten Werte für den Sturz und die Lenkachsenneigung zu erhal
ten. Der in Fig. 5 gezeigte Zustand tritt generell als Ergebnis eines
Stoßes, den das Fahrzeug erlitten hat, auf und sollte korrigiert werden
vor dem Versuch die Räder zum Erhalt der spezifizierten Ausrichtwerte
einzustellen. Bei dieser Gelegenheit werden geeignete Bolzen oder Halte
rungen gelöst und eine Brechstange benutzt, um das Gestell 56 seitlich
nach links in Fig. 5 zu bewegen, um deren normale neutrale mit durch
gezogenen Linien dargestellte Position zu erreichen. Als Ergebnis nehmen
die Räder 51 und 52 eine neutrale Position bezüglich des Sturzes ein,
von der aus eine Einstellung auf einen spezifizierten Radsturz sehr viel
einfacher wird. Auch die Lenkachsenneigungen 57 und 58 haben eine
normalere, mit durchgezogenen Linien dargestellte Position eingenommen,
von der aus eine Einstellung der Lenkachsenneigung oder des einge
schlossenen Winkels direkt erreichbar ist. Wenn der Sturz von der einen
Seite zur anderen verschieden ist und wenn die abgelesenen Werte der
Lenkachsenneigung von einer Seite zur anderen des Fahrzeugs verschie
den 'sind und wenn die Differenzen im Vorzeichen unterschiedlich sind
und ungefähr gleich in der Größe, wird eine Verschiebung des Gestells
angezeigt und es wäre angebracht, die seitliche Position des Gestells vor
dem Versuch der zusätzlichen Einstellung der Radausrichtung einzustellen.
Auf diese Weise können die Werte für den Sturz und die Lenkachsen
neigung für jedes Paar von unabhängig aufgehängten Rädern überprüft
werden, um zu sehen, ob es angebracht ist, die seitliche Position eines
starren Verbindungsgliedes, welches sich zwischen den Rädern erstreckt,
einzustellen.
Fig. 6 zeigt ein Paar von ein Fahrzeug tragenden Rädern 61 und 62, die
durch eine starre Achse 63 verbunden sind. Die starre Achse ist an
einem Chassis mittels einem Paar Federn 64 und 66 aufgehängt mittels
Federschäkel 67, welche die starre Achse umfassen und an Schäkelplatten
68 angebracht sind, welche an den Federn 64 und 66 befestigt sind. Die
geometrische Mittellinie 65 des Fahrzeuges ist durch eine Linie durch die
Mittelpunkte zwischen dem Vorderradpaar und dem Hinterradpaar definiert.
Wenn die Ebenen der Räder 61 und 62 nicht parallel zu der
Mittellinie 65 sind, muß die gesamte Achse 63 und die Radaufhängung
um einen Winkel α verschoben werden, wie in Fig. 6 gezeigt.
Als Anweisung für einen Mechaniker, die Achse ohne mehrere iterative
Schritte zu verschieben, kann das System ihm die Größe der Nachstel
lung der Schäkelplatten, die erforderlich ist, vorhersagen. Auf diese
Weise kann er die Montagelöcher um einen geeigneten Wert verlängern
und mit einer Iteration die Achsen und die Laufrichtung der Räder in
die richtige Ausrichtung mit der Mittellinie des Fahrzeuges schieben.
Die Einstellung der Räder 61 und 62 in Fig. 6 kann durch das hier
beschriebene System durchgeführt werden, indem die Spurweite zwischen
den Rädern 61 und 62 gemessen und zweigeteilt wird, um die Spur der
Räderlaufrichtung zu erhalten, welche den Winkel a mit der geome
trischen Mittellinie 65 des Fahrzeugs bildet. Der Abstand W zwischen
den Federn 64 und 66 ist bekannt oder gemessen. Die Berechnung L = W
sin α wird dann durchgeführt, wobei L die Verlängerung der Löcher 69
in Fig. 6A ist. Durch Ermittlung der Dimension L und Verlängerung der
Löcher in einer der Schäkelplatten 68 um diese Dimension können die
starre Achse und die daran befestigten Räder 61, 62 in einen solchen
Winkel verschoben werden, daß die Radlaufrichtung nun auf die geome
trische Mittellinie 65 ausgerichtet ist. Es sollte festgehalten werden, daß
die Länge L für die Verlängerung der Löcher 69 auch zur Hälfte auf
der einen Seite und zur anderen Hälfte auf der gegenüberliegenden Seite
des Fahrzeuges vorgenommen werden kann, wodurch dieselbe Korrektur
der Radspuren erreicht werden körnte. Die Länge L ist in Fig. 6A
dargestellt als sich erstreckend in einer Richtung von dem Loch 69 für
die Drehung der Laufrichtung in eine Richtung und in entgegengesetzter
Richtung vom Loch 69 für eine Drehung der Laufrichtung der Räder 61
und 62 in entgegengesetztem Sinn. Es ist offenbar, daß die Korrektur
des in Fig. 6 gezeigten Zustandes auf der linken Seite der Schäkelplatte
68 gemacht werden muß, indem Loch 69 rückwärts verlängert wird, wie
in Fig. 6A bei Lr gezeigt. Alternativ könnte der Zustand von Fig. 6
korrigiert werden, indem die Löcher 69 zur einen Hälfte Lr in der
linken Schäkelplatte verlängert werden und zur anderen Hälfte Lf (vor
wärts) in der rechten Schäkelplatte.
Das hier beschriebene Ausrichtsystem kann zur Einstellung von Sturz,
Lenkachsenneigung und/oder eingeschlossenem Winkel (der Winkel
zwischen Lenkachsenneigung und Sturz) benutzt werden, während das
Fahrzeug angehoben ist und während die Anzeige Werte anzeigt, die
solchen Werten entsprechen, die sich ergeben würden, wenn die Fahr
zeugräder auf eine darunterliegende Oberfläche abgesetzt wären. Früher
war es Praxis, das Fahrzeug anzuheben, die Lenkachsenneigung durch
eine Bewegung eines lenkbaren Rades und Berechnung zu bestimmen,
das Fahrzeug abzusenken, die Änderung des bei angehobenem und
abgesenktem Fahrzeug abgelesenen Sturzes anzusehen und die Lenk
achsenneigung mit der Änderung des abgelesenen Sturzes zu korrigieren.
Wie hier vorgeschlagen wird, körnen die Lenkachsenneigung, der einge
schlossene Winkel und der Sturz gemessen werden, indem die lenkbaren
Räder geradeaus gelenkt werden und der vom Sturzneigungsmesser (Teil
11 in Fig. 2) abgelesene Wert gespeichert wird. Es ist ein normales
Vorgehen, dann die Bremsen anzuziehen und die Köpfe in Rotations
richtung der Räder zu blockieren und das Fahrzeug von der darunter
liegenden Oberfläche abzuheben. Zu diesem Zeitpunkt wird die Ände
rung des Ablesewertes für den Sturz beobachtet und als Delta-Sturz
gespeichert.
Die Lenkachsenneigung wird bei angehobenen Rädern gemessen, indem
von einem bekannten linken Lenkwinkel, bei dem ein Meßwert von dem
Neigungsmesser (Teil 12 in Fig. 2) für die Lenkachsenneigung genommen
wird, in eine bekannte rechte Richtung gelenkt wird, in dem eine weitere
Ablesung des Neigungsmessers für die Lenkachsenneigung abgenommen
wird. Die Lenkachsenneigung wird von den rechts und links abgenomme
nen Ablesewerten berechnet, wie dem Durchschnittsfachmann auf diesem
Gebiet bekannt ist. Danach wird eine geänderte Lenkachsenneigung und
ein geänderter Wert für den eingeschlossenen Winkel berechnet, wobei
der bei angehobenem Fahrzeug gespeicherte Wert Delta-Sturz verwendet
wird. Die geänderte Lenkachsenneigung und der Wert des eingeschlosse
nen Winkels werden gespeichert. Die Räder werden geradeaus gelenkt
und der Ablesewert für den Sturz (schon von der Ablesung vor Anheben
des Fahrzeugs bekannt) wird wiederhergestellt. Zu diesem Zeitpunkt
liegen die Werte für den Sturz und die Lenkachsenneigung so vor, als
ob das Fahrzeug auf die darunterliegende Oberfläche abgesenkt wäre.
Die Ablesewerte werden untersucht, um zu sehen, ob irgendeine Ein
stellung des Gestells erforderlich ist, entsprechend der vorangegangenen
Beschreibung der Fig. 5. Falls eine Einstellung des Gestells erforderlich
erscheint und falls der Bearbeiter das Gestell nachzustellen wünscht,
erfolgt dies wie für Fig. 5 beschrieben. Zu diesem Zeitpunkt werden die
Lenkachsenneigung, der eingeschlossene Winkel und der Sturz mit sol
chen Werten dargestellt, als wäre das Fahrzeug auf die darunterliegende
Oberfläche abgesetzt, und die Werte werden in dem angehobenen Zu
stand eingestellt, wobei die für den abgesetzten Zustand abgelesenen
Werte benutzt werden.
Wenn der eingeschlossene Winkel fixiert ist, welches der üblichste Fall
ist, wird der eingeschlossene Winkel als fixiert dargestellt und die Lenk
achsenneigung und der Sturz werden als veränderliche Werte angezeigt.
Ein veränderlicher Wert auf einer Anzeige oder einem Bildschirm ist ein
Wert, welcher sich auf der Anzeige ändert, wenn eine Einstellung an
dem Wert vorgenommen wird. Ein eingefrorener oder fixierter Wert ist
ein Wert, welcher sich auf der Ausrichtwertanzeige nicht ändert, wenn
eine Einstellung vorgenommen wird. Wenn der eingeschlossene Winkel
einstellbar ist, zeigt die Anzeige die Lenkachsenneigung als fixiert und
den eingeschlossenen Winkel und den Sturz als veränderliche Werte.
Danach werden die Einstellungen vorgenommen. Die Werte für Lenk
achsenneigung, eingeschlossenen Winkel und Sturz nach der Einstellung
werden gespeichert. Das Fahrzeug wird dann abgesenkt, um auf der
darunterliegenden Oberfläche zu ruhen, und die Änderung des Wertes
für den Sturz vom angehobenen zum abgesenkten Zustand wird beobach
tet. Falls sich eine Änderung zwischen dem Wert in angehobener und
abgesenkter Position infolge der Absenkung des Fahrzeuges auf die
darunterliegende Oberfläche ergibt, sollte diese Änderung in die Rech
nung einbezogen werden, um die Ablesewerte für die Lenkachsenneigung
und den Sturz zu korrigieren, da dies die letzte verfügbare Information
ist. Falls als Ergebnis einer solchen Korrektur ein Ausrichtwert außerhalb
der Spezifikation zu liegen kommt, gibt es die Möglichkeit, den Vorgang
der Einstellung der angehobenen Messung zu wiederholen und dabei die
abgesenkten Werte zu benutzen, oder die Ausrichtwerte bei abgesenktem
Fahrzeug einzustellen.
Unter Bezugnahme auf Fig. 7 ist nun ein Aufhängeteil 71 gezeigt,
welches eine Radanordnung auf einem Lenkzapfen 72a und einer Spindel
72b, welche gestrichelt dargestellt sind. Eine Radanordnung ruht
auf der Spindel 72b, und die Spitze der Lenkachse ist, wie aus Fig. 7
ersichtlich, durch einen Punkt P dargestellt. Ein vorderes Ende F und
ein hinteres Ende R des Aufhängungsteils 71 sind gezeigt. Das Teil 71
ist üblicherweise als ein "A"-Arm bezeichnet und ist von symmetrischer
Gestalt, wie in Fig. 7 zu sehen ist. Eine Änderung der Einstellung an
dem Punkt F durch Einfügen oder Entfernen von Abstandsstücken zwi
schen dem Fahrzeug und dem Teil 71 an dem Punkt F ergibt an dem
Punkt P eine Bewegung in Richtung Ft. In ähnlicher Weise bewegt das
Hinzufügen oder Entfernen von Abstandsstücken am Einstellpunkt R den
Punkt P in die Richtung Rt. Fig. 7A zeigt in einem Graph die Ände
rung des Sturzes als Funktion der Änderung des Nachlaufs, indem die
Bewegung von Ft und Rt für bestimmte Einstellungen bei F oder bei R
entsprechend gezeigt wird. Es ist bekannt, daß diese Bewegungen unge
fähr um 90 Grad auseinanderliegen. Falls es gewünscht wird, eine Ände
rung des Sturzes und eine Änderung des Nachlaufes, wie durch den mit
"SPEC' bezeichneten Punkt im Graph der Fig. 7A dargestellt, zu erhalten,
dann ist es bekannt, daß eine Einstellung von Ft1 und Rt1 gemacht
werden kann, um den gewünschten Sturz und den gewünschten Nachlauf
zu erhalten.
In ähnlicher Weise bewegt der "A"-Arm 73 von Fig. 8, der den Punkt P
auf der Lenkachse einer Radaufhängung hat, den Punkt P in die Rich
tung von Ft bei Einstellungen durch Einfügen von Abstandsstücken bei
Punkt F und in die Richtung von Rt für Einstellungen durch Einfügen
von Abstandsstücken bei Punkt R Richtungen für "innen", "außen" und
"vorwärts" sind in Fig. 8 gezeigt und treffen ähnlich für die Fig. 7 und
9 zu. Als Ergebnis zeigt der Graph von Fig. 8A die Einstellungen und
Auswirkungen auf die Änderung des Sturzes und die Auswirkungen auf
die Änderung des Nachlaufs wie zu Fig. 7A erklärt. In gleicher Weise
müssen Einstellungen für eine Änderung von Sturz und Nachlauf ent
sprechend dem Punkt "SPEC" im Graphen der Fig. 8A bei den Punkten
F und R des "A"-Arms 73 vorgenommen werden, um die Änderungen
Ft2 und Rt2 zu erreichen, wie aus Fig. 8A zu sehen.
In Fig. 9 ist ein "A"-Arm 74 in noch einer anderen Konfiguration zu
sehen. Die Konfiguration des "A"-Arms 74 ermöglicht Verschiebungen in
den Richtungen Ft und Rt für Einstellungen an den entsprechenden
Punkten F und R. Um eine Änderung von Sturz und Nachlauf entspre
chend dem Punkt "SPEC" im Graph der Fig. 9A zu erreichen, ist es
notwendig, den Punkt F einwärts zu verstellen, um die Bewegung von
Punkt P über den Abstand Ft3 zu erreichen und den Punkt R einwärts
zu bewegen, um die Bewegung des Punktes P über den Abstand Rt3 zu
erreichen.
Das vorher Gesagte macht deutlich, daß die Reaktion auf die Einstellung
eines Radaufhängungsteils, wie z. B. eines "A"-Armes, einem Einsteller
(F oder R) benutzt werden kann, um die Wirkung der Einstellung auf
den anderen Einsteller (R oder F) vorherzusagen, weil die Reaktionen
zu Einstellungen um 90° versetzt sind, wie aus den Fig. 7 bis 9A zu
ersehen ist. Durch Veranlassung einer gewissen Bewegungsgröße von
jedem Einsteller wird die Reaktion der Aufhängung gemessen und das
hier beschriebene System berechnet eine vorhergesagte Reaktion für den
anderen Einsteller. Diese vorhergesagten Reaktionen werden dann be
nutzt, um den Bearbeiter durch den Einstellprozeß für Sturz und Nach
lauf zu leiten, trotz der Tatsache, daß die Einsteller untereinander
abhängige Wirkungen auf die zu korrigierenden Winkel von Sturz und
Nachlauf haben. Unter Bezugnahme auf Fig. 7A wird ein Bearbeiter
beispielsweise davon informiert, daß eine Einstellung (insbesondere Größe
eines Abstandsstückes oder Einstellung einer Nocke) bei F gemacht
werden muß, um eine Verschiebung der Aufhängung durch Ft1 zu erhal
ten, und daß eine andere Einstellung bei R gemacht werden muß, um
eine Verschiebung nach Rt1 zu erhalten. Die beschriebene Methode
erfordert als Konsequenz, daß Sturz und Nachlauf kontinuierlich gemes
sen werden und daß einer der Einsteller bewegt und die Wirkungen von
dem hier beschriebenen Ausrichtsystem überwacht werden. Danach sagt
das Ausrichtsystem die Wirkungen auf andere Einsteller vorher und
berechnet die notwendigen Bewegungen für jeden Einsteller (insbesondere
die Größe von Abstandsstücken), die zu einer Einstellung der Aufhän
gung auf die vorgegebenen oder Spezifikationswerte führen. Als ein
zusätzliches Beispiel im Hinblick auf das Aufhängungsteil 74 von Fig. 9
sind eine einwärts gerichtete Einstellung an Punkt F von Ft3 und eine
einwärts gerichtete Einstellung an Punkt R von Rt3 notwendig, um an
dem gewünschten Punkt "SPEC" anzukommen. Der Bearbeiter wird von
der Systemanzeige durch die geeigneten Einstellungen geführt, so daß er
den Wert bei "SPEC" für Sturz und Nachlauf beim ersten Versuch
unterschiedlicher Einstellungen zum einen bei F und zum andern bei R
erreichen kann. Die Sensorausgangssignale werden während der Einstel
lung überwacht und mit den vorhergesagten Ausgangswerten verglichen.
Wenn sie wie vorhergesagt sind oder innerhalb akzeptabler Toleranzen
dazu liegen, wird eine Weiterführung des Verfahrens zugelassen. Wenn
der Vergleich anzeigt, daß wahrscheinlich ein Fehler auftreten wird, wird
der Bearbeiter gewarnt und dazu geführt, den Fehler zu finden. Die
beschriebene Technik ist anwendbar bei Aufhängungen, die einstellbare
untere Haltearme als Radaufhängungsteil haben, obwohl Einstellungen
Reaktionen mit entgegengesetztem Vorzeichen erzeugen können.
Übergehend zu den Fig. 10 bis 13 der Zeichnung werden verschiedene
Darstellungsformen der Anzeige für das hier beschriebene Radausricht
system vorgestellt. In Fig. 10 sind Darstellungen von Meßgeräten 75 auf
der Anzeige vorgesehen, welche mit den entsprechenden Ausrichtgrößen,
Sturz, Nachlauf, Spurweite, Lenkachsenneigung (SAI), eingeschlossener
Winkel (IA), etc. bezeichnet sind und einen Zeiger 76 sowie eine stark
gefärbte Linie haben, um den akzeptablen Bereich für eine Einstellung auf
dem Meßgerät zu illustrieren. Wie in Fig. 10 zu sehen ist, werden alle
Größen, einschließlich Quersturz, Quernachlauf,
totale Spurbreite und Rückwärtsversatz für die Vorderräder des
Fahrzeugs gezeigt, und zwar werden alle Werte als veränderliche Werte
dargestellt oder als Werte, die sich mit der Einstellung einer Größe
verändern, ebenso wie der Wert von jeder davon abhängigen Größe. Fig.
11 enthält die gleiche Information wie die Anzeige von Fig. 10, mit der
Ausnahme, daß die Ausrichtinformation auf der Anzeige in alphanumeri
scher Form dargestellt ist. In Fig. 12 ist eine Anzeige gezeigt, in der
dieselbe Information wie in den Anzeigen der Fig. 10 und 11 vorgesehen
ist, mit der Ausnahme, daß die Information durch den Gebrauch von
ausrichtbaren Lichtbalken 78 und Text dargestellt wird. In jeder der
Anzeigen der Fig. 10, 11 und 12 sind alle Ausrichtgrößen veränderliche
Größen.
In der Anzeigeausführung in Fig. 13 der Zeichnung sind Ausrichtgrößen
für ein Fahrzeug mit vorderen und hinteren lenkbaren Rädern gezeigt,
wobei die Meßgeräteform (Teile 75, 76 und 77) von Fig. 10 verwendet
ist, wobei Sturz, Nachlauf, Spurbreite, Lenkachsenneigung oder einge
schlossener Winkel, Quersturz, Quernachlauf und totale Spurbreite für
vordere und hintere Radpaare gezeigt sind. Der rückwärte Versatz für
die Fronträder und der Schubwinkel für die hinteren Räder sind in Fig.
13 gezeigt. Alle in der Anzeige von Fig. 13 dargestellten Werte sind
veränderliche Werte, die Gegenstand von Änderungen sein körnen bei
Einstellung der charakteristischen Ausrichtungsgrößen selbst oder jeder
damit zusammenhängenden Ausrichtungsgröße.