DE4237683C2 - Zerkleinerungsvorrichtung für lange Späne - Google Patents
Zerkleinerungsvorrichtung für lange SpäneInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zerkleinerungsvorrich
tung für lange Späne gemäß dem Oberbegriff des An
spruches 1.
Bei der industriellen Fertigung von Rohren fallen
in der Regel lange Metallspäne an. Diese ergeben
sich daraus, daß nach dem Verschweißen eines Rohres
die Schweißnaht von der Rohroberfläche abgeschabt
wird und sich hierbei ein an sich unendlich langer
Metallspan ergibt. Insbesondere bei der Rohr
herstellung stellt der Anfall dieser Späne ein
großes Problem dar, da es sich bei dem Spanmaterial
um einen großvolumigen Abfall handelt, der in
großen Mengen anfällt und entsorgt werden muß. Da
diese Späne relativ scharf sind, besteht im übrigen
ein erhebliches Verletzungsrisiko für Personen, die
mit diesen Spänen in Kontakt kommen. Neben der
Rohrherstellung fallen Späne aber auch in anderen
Industriebereichen, z. B. bei der Kunststoffher
stellung an. Auch diese Späne stellen einen großvolumigen
Abfall dar, der entsorgt werden muß.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf eine
Zerkleinerungsvorrichtung, bei der kontinuierlich
Späne an einem Zerkleinerungsmesser seinem Gegen
messer zugeführt und abgeschnitten werden. Eine
solche Materialzerkleinerungsvorrichtung ist für
Innenspäne längsnahtgeschweißter Rohre bereits be
kannt (DE-PS 40 28 372). Hierbei wird der zuge
führte Span in einem umschließenden Schneidring und
einem rotierenden Messerkopf zerschnitten, dessen
Achse parallel und versetzt zur Achse des
Schneidringes angeordnet ist, wobei der durch die
rotierenden Messer beschriebene Schneidquerschnitt
den Querschnitt des Schneidringes mindestens teil
weise überdeckt.
Eine solche Zerkleinerungsvorrichtung hat gegenüber
dem Abschlagen, Brechen oder Stanzen des Spanes bei
der Zerkleinerung den Vorteil, daß kein großer
Kraftaufwand nötig wird, der sich in einer hohen
Materialbeanspruchung der Zerkleinerungsvorrichtung
und einem schnellen Verschleiß der Werkzeuge be
merkbar macht. Außerdem ist die beim Abschlagen
oder Stanzen auftretende starke Wärmeentwicklung,
welche die Arbeitsplatzbedingungen belastet, ver
mieden. Beim Abschlagen oder Stanzen werden in der
Regel großvolumige Geräte erforderlich, die auf
grund des hohen Kraftaufwandes große Antriebsmoto
ren notwendig machen. Sie sind dementsprechend um
ständlich zu handhaben. Schließlich ist die Zer
kleinerungsleistung auch relativ begrenzt.
Die Erfindung geht einen anderen Weg.
Die Schneidvorrichtung soll mit ziehendem Schritt Arbeitslärm
verringern, höhere Standfestigkeit der Messer erreichen
und geringere Antriebsleistung benötigen. Die Lösung dafür ist
im Anspruch 1 wiedergegeben. Wei
tere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Erfindungsgemäß rotiert der Körper des Zerkleine
rungsmessers derart, daß ein zugeführter Span ent
lang der schiefen Ebene bis an die Gegenschneide
des Gegenmesser geführt wird und dort anstößt.
Liegt der Span dann an der Gegenseite an, wird er
vom oberen Bereich der schiefen Ebene abgeschnit
ten.
Durch dieses Schneiden werden die Nachteile
des Abschlagens, Brechens oder Stanzens im wesent
lichen vermieden und beim Abschneiden durch den
oberen Bereich der schiefen Ebene und die Gegen
schneide der erforderliche Kraftaufwand für das
Zerschneiden des Spans verringert, da der Span
nicht mehr punktförmig, sondern über einen verlän
gerten Bereich beansprucht wird. Dadurch wird die
Beanspruchung des Zerkleinerungsmessers und des Ge
genmessers und folglich deren Verschleiß vermin
dert. Wichtig ist, daß beim Schneiden nur eine sehr
geringe Lärmentwicklung auftritt und daß die Zer
kleinerungsleistung des rotierenden Zer
kleinerungsmessers relativ hoch ist. Insbesondere
eignet sich deshalb die Erfindung für die
kontinuierliche Zuführung des Spanmaterials und
dessen kontinuierliche Zerkleinerung.
Um die beim Zerkleinerungsvorgang erforderliche
Kraft so gering wie möglich zu halten, ist außerdem
vorgesehen, daß die schiefe Ebene des Mantels in
ihrem oberen Bereich eine gegenüber dem unteren Be
reich geringere Steigung in Bezug auf die Gegen
schneide aufweist. Diese besondere Ausbildung der
schiefen Ebene mit sich ändernder Steigung hat den
Vorteil, daß der Bereich, in dem der Schneidevor
gang stattfindet, relativ flach ist und somit über
einen längeren Bereich stattfindet. Die hierfür
erforderliche Kraft ist dementsprechend gering.
Insgesamt kann festgestellt werden, daß je kleiner
die Steigung im oberen Bereich ist, desto länger
dauert der Schneidevorgang und umso weniger Kräfte
sind erforderlich. Daher sind natürlich auch nur
Motoren mit geringer Leistung erforderlich, die
kleiner bauen, was eine Zerkleinerungsvorrichtung
handlicher macht.
Es hat sich bei Versuchen gezeigt, daß sich eine
besonders gute Zerkleinerungsleistung dann ergibt,
wenn die schiefe Ebene in ihrem unteren Bereich un
ter einem Winkel von 0 bis 60° und in ihrem oberen
Bereich unter einem Winkel von 5 bis 30° zur Gegen
schneide verläuft.
In weiterer Ausgestaltung des Zerkleinerungsmessers
fällt die schiefe Ebene unmittelbar im Anschluß an
ihren höchsten Punkt vorzugsweise sägezahnartig auf
einen unteren Punkt ab. Diese Ausbildung hat den
Vorteil, daß durch den sofortigen Abfall der schie
fen Ebene im Anschluß an den höchsten Punkt der
zwischen der Gegenschneide und dem Zerkleinerungs
messer ausgebildete Zuführungsspalt relativ groß
ist und somit ein zu zerkleinernder Span relativ
leicht eingeführt bzw. zugeführt werden kann.
Der Zuführspalt kann dann noch weiter vergrößert
werden, wenn sich an den unteren Punkt ein Bereich
anschließt, der parallel oder unter einem kleinen
Winkel zur Gegenschneide verläuft.
Der Mantel des Zerkleinerungsmessers hat vorzugs
weise eine kreisförmige Grundfläche und ist, wie
der gesamte Körper, rotationssymmetrisch ausgebil
det. Beim Betrieb ergeben sich daher keine Unwuch
ten, so daß problemlos hohe Drehgeschwindigkeiten
bzw. hohe Drehzahlen erreicht werden können und so
mit eine gesteigerte Zerkleinerungsleistung erzielt
werden kann. Rotationssymmetrie des Körpers bedeu
tet aber auch, daß wenigstens zwei schiefe Ebenen
vorhanden sind. Bei einer bevorzugten Ausführungs
form sind drei schiefe Ebenen im Mantel vorgesehen.
Neben rotationssymmetrischen Anordnungen versteht
es sich, daß selbstverständlich auch Schneiden bzw.
Ausführungen denkbar sind, in denen keine Rota
tionssymmetrie des Körpers gegeben ist. Dies ist
beispielsweise dann der Fall, wenn nur eine schiefe
Ebene vorhanden ist oder mehrere schiefe Ebenen
derart unterschiedlich zueinander beabstandet sind,
daß sich keine Rotationssymmetrie ergibt. Da die
Größe der Unwuchten abhängig von der Masse des Mes
sers und der Drehzahl ist, können auch bei ent
sprechend geringen Massen und geringen Drehge
schwindigkeiten Unwuchten toleriert werden.
Da der untere Bereich der schiefen Ebene an sich
lediglich zur Zuführung des Spanes zum oberen Be
reich dient und der eigentliche Schneidvorgang mit
dem oberen, flacheren Bereich der schiefen Ebene
vorgenommen wird, ist weiterhin vorteilhafterweise
vorgesehen, daß im oberen Bereich der schiefen
Ebene eine Tasche für eine einsetzbare gehärtete
Schneide vorgesehen ist. Somit kann der Verschleiß
des Zerkleinerungsmessers und insbesondere des ei
gentlichen Schneidebereiches, d. h. des oberen Be
reiches der schiefen Ebene, relativ gering gehalten
werden. Läßt die Zerkleinerungsleistung im Betrieb
erkennbar nach, so wird, ohne daß es erforderlich
ist, einen neuen Körper einzusetzen, lediglich die
gehärtete Schneide ausgetauscht bzw. nachgestellt,
was insgesamt sehr kostengünstig ist.
Wird die Erfindung auf die eingangs als bekannt
vorausgesetzte Zerkleinerungsvorrichtung angewandt,
so empfiehlt es sich, von den Merkmalen des Anspru
ches 9 Gebrauch zu machen. Die Drehrichtung des
rotierenden Zerkleinerungsmessers und dessen Anord
nung sowie die des Gegenmessers erfolgen dabei so,
daß zwischen dem rotierenden Zerkleinerungsmesser
und der Führungs- und Gegenschneide der Zuführungs
spalt sich bei der Drehung des Zerkleinerungsmes
sers periodisch öffnet und schließt. Dabei bewegt
sich ein in den Zuführungsspalt eingeführter Span
durch die schiefe Ebene des sich drehenden
Zerkleinerungsmessers entlang der Führungsschneide,
bis der Span an die Gegenschneide anstößt. Bei wei
terer Drehung des Zerkleinerungsmessers schließt
sich der Spalt und schneidet den Span ab. Ist der
Schneidevorgang beendet, ergibt sich unmittelbar
nach dem Abschneiden des Spanes ein neuer Zufüh
rungsspalt, in den Spanmaterial eingeführt wird.
Die ganze Anlage gewährleistet eine hohe Zerkleine
rungsleistung bei geringer Lärmentwicklung und kann
relativ klein gebaut werden, da nur geringe Kräfte
zur Zerkleinerung notwendig sind, so daß starke
Antriebsmotoren also nicht erforderlich werden. In
weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ro
tiert das Zerkleinerungsmesser etwa spielfrei am
Gegenmesser. Die Führungsschneide kann somit paral
lel, aber auch in einem spitzen Winkel zur
Drehachse des Körpers verlaufen, wobei zumindest
das obere Ende der schiefen Ebene, wie erwähnt,
spielfrei zur Gegenschneide angeordnet ist. Zur
Schließung des Spaltes ist es außerdem erforder
lich, daß zumindest der höchste Punkt der schieben
Ebene mit der Gegenschneide ausgefluchtet ist oder
über diese übersteht.
Zur sicheren Festlegung eines Spans in Winkel zwi
schen Gegenschneide und Führungsschneide ist vor
teilhafterweise vorgesehen, daß die Gegenschneide
und die Führungsschneide etwa rechtwinklig zueinan
der verlaufen.
Wenn der obere Bereich der schiefen Ebene des Man
tels und/oder die Gegenschneide aus einem gehär
teten Material bestehen, ist mit langen Standzeiten
und einem hohen Wirkungsgrad der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zu rechnen. Wenn die Gegenschneide dar
überhinaus nachstellbar ausgebildet ist, kann die
Leistung noch weiter erhöht werden, da nicht nach
jeder Abnutzung die Gegenschneide ausgewechselt
werden muß, sondern einfach nachgestellt werden
kann
Weitere Merkmale, Ziele, Vorteile und Anwendungs
möglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausfüh
rungsbeispielen anhand der Zeichnungen und aus der
Zeichnung selbst.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht von Teilen einer
erfindungsgemäßen Materialzer
kleinerungsvorrichtung,
Fig. 2 bis 5 perspektivische Rückansichten der Vor
richtung aus Fig. 1, die die Abfolge des
Materialzerkleinerungsvorganges zeigen,
Fig. 6a bis 6f schematische Darstellungen des
Ablaufes des Zerkleinerungsvorganges,
Fig. 7 bis 9 perspektivische Ansichten verschie
dener nichtrotationssymmetrischer Schneid
messer und
Fig. 10 ein weiteres rotationssymmetrisches
Schneidmesser mit drei schiefen
Ebenen.
Die erfindungsgemäße Materialzerkleinerungsvorrich
tung weist ein Zerkleinerungsmesser 10 und ein ins
gesamt mit 11 bezeichnetes Gegenmesser auf. Des
weiteren ist die erfindungsgemäße Zerkleinerungs
vorrichtung mit einer nicht dargestellten Spanzu
führeinrichtung versehen. Hierbei kann es sich um
zwei gegenläufig rotierende Rollen handeln, welche
Spanmaterial der Zerkleinerungseinrichtung aus Zer
kleinerungsmesser und Gegenmesser zuführen. Die Art
der Zuführung und die verschiedenen Möglichkeiten
der Zuführung sind dem Fachmann jedoch bekannt, so
daß hierauf nicht näher eingegangen werden muß.
Bei der folgenden Beschreibung der insgesamt mit 12
bezeichneten Zerkleinerungseinrichtung wird im fol
genden auf die Fig. 1 bis 5 Bezug genommen. Das
Zerkleinerungsmesser ist als rotationssymmetrischer
Körper ausgebildet, der sich an sich in zwei Berei
che 13, 14 teilt, die voneinander über ein schei
benartiges Element 15 voneinander getrennt sind.
Bei dem Bereich 13 handelt es sich um einen langge
streckten Konus 16, der dazu vorgesehen ist, in ein
Futter o. dgl. eingespannt zu werden. Statt des
Konusses 16 kann selbstverständlich auch ein zylin
drischer Bereich vorgesehen sein, welcher zum
Betrieb mit einer Antriebseinheit verbunden wird,
so daß das Zerkleinerungsmesser in Pfeilrichtung X
gedreht werden kann. Auf die Darstellung der Anord
nung eines Einspannfutters und eines Antriebes ist
in den Fig. 1 bis 5 der Übersichtlichkeit halber
verzichtet worden.
Der andere Bereich 14 des Zerkleinerungsmessers 10
ist als Mantel 17 ausgebildet, der im dargestellten
Ausführungsbeispiel drei schiefe Ebenen 18, 19, 20
aufweist.
Ausgehend von Fig. 1 ist vor dem Zerkleinerungsmes
ser 10 das Gegenmesser 11 angeordnet. Das Gegen
messer 11 weist eine Führungsschneide 21 und eine
Gegenschneide 22 auf. Die Schneidkanten der Schnei
den 21, 22 verlaufen etwa im rechten Winkel zuein
ander. Führungsschneide 21 und Gegenschneide 22
sind in einem Halteblock 23 gehalten, wobei die Ge
genschneide mit ihrer unteren Fläche unmittelbar an
der Führungsschneide 21 anliegt. Des weiteren ist
die Anordnung der zum Zerkleinerungsmesser 10 zuge
wandten Flächen der Schneiden 21, 22 gewölbt und
der äußeren Form des Zerkleinerungsmessers 10 ange
paßt. Die Anordnung der Messer 10 und 11 ist der
art, daß das Zerkleinerungsmesser 10 etwa spielfrei
an dem Gegenmesser 11 entlang rotiert. Die Spiel
freiheit ist jedoch nur im Bereich der Schneidkan
ten der Messer 10 und 11 gegeben.
Jede der schiefen Ebenen 18, 19, 20 ist identisch
ausgebildet, so daß im folgenden lediglich auf die
schiefe Ebene 20 eingegangen wird. Diese ist in
zwei Bereiche, einen unteren Bereich 24 und einen
oberen Bereich 25, aufgeteilt. In Bezug auf die
Gegenschneide 22 weist der untere Bereich 24 einen
Winkel von etwa 45° auf. Dieser Winkel kann jedoch
variieren und liegt vorzugsweise zwischen 30 und
60°. In ihrem oberen Bereich 25 weist die schiefe
Ebene eine erheblich geringere Steigung auf. Der
Winkel liegt hierbei bei etwa 20° zur Gegenschneide
22, kann jedoch in vorteilhafter Weise auch zwi
schen 5 und 30° zur Gegenschneide variieren. Im
Anschluß an den höchsten Punkt 26 des oberen
Bereichs 25 der schiefen Ebene 20 fällt diese auf
einen unteren Punkt 27 steil ab. Auf dem Niveau des
unteren Punktes 27 verläuft ein im wesentlichen zur
Gegenschneide 22 paralleler, ebener Bereich 28. An
den Bereich 28 schließt sich wiederum der untere
Bereich der schiefen Ebene an.
Der Mantel 17 weist an sich eine insgesamt kreis
förmige Grundfläche auf, wobei für die Herstellung
der schiefen Ebenen 18, 19, 20 und der ebenen
Bereiche 28 entsprechende Abschnitte aus dem Mantel
ausgenommen worden sind. Des weiteren ist im obe
ren, flachen Bereich der schiefen Ebenen 18, 19, 20
jeweils eine Tasche 29 vorgesehen, in die eine
nicht dargestellte Schneidplatte eingesetzt und
befestigt werden kann. Die Schneidplatte, wie auch
der obere Bereich 25, die Führungsschneide 21 und
die Gegenschneide 22 können aus einem gehärteten
Material bestehen.
Aus der Draufsicht aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß
zwischen dem Zerkleinerungsmesser 10 und dem Gegen
messer 11 ein an sich dreieckartiger Zuführspalt 30
ausgebildet ist. In dem Zuführspalt befindet sich
ein punktartig angedeuteter Span 31, der von der
nicht dargestellten Spanzuführeinrichtung dem
Zuführspalt zugeführt worden ist. Der Span 31 liegt
auf der Führungsschneide 21 auf und wird über den
sich drehenden Körper, d. h. durch den Kontakt mit
dem unteren Bereich 24 der schiefen Ebene auf der
Führungsschneide 21 in Richtung auf die Gegen
schneide 22 verschoben. Während dieses Verschiebens
findet allenfalls ein Anritzen des Spanes, jedoch
noch kein Abschneiden statt. In Fig. 2 hat sich der
Zuführspalt 30 bereits erheblich verengt. Der Span
31 ist über den unteren Bereich 24 der schiefen
Ebene 20 bis gegen die Schneidkante der Führungs
schneide 22 gedrückt worden und liegt an dieser an.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß der Schneidvorgang
des Spanes 31 bereits begonnen hat. Der Spalt 30
ist unter einem spitzen Winkel zwischen dem oberen
Bereich 25 und der Schneidkante der Gegenschneide
22 bereits geschlossen. Während Fig. 4 noch ein
Zwischenstadium beim Schneiden zeigt, ist in Fig. 5
der Schneidvorgang abgeschlossen. Der obere Bereich
25 bewegt sich von der Gegenschneide 22 wieder weg
und es entsteht ein neuer großer Zuführspalt 30, in
den der Rest des Spanes 31 über die
Spanzuführeinrichtung eingeführt wird.
Zur Nachstellung der Gegenschneide 22 weist diese
in ihrem oberen Bereich eine Nut 32 auf. Des weite
ren ist eine entsprechende Nut 33 im oberen Bereich
des Halteblockes 23 vorgesehen. In die Nuten 32, 33
greifen Füße 34, 35 einer insgesamt U-förmig ausge
bildeten Pratze 36. Die Pratze 36 ist über eine
Verschraubung 37 an dem Halteblock 23 befestigt.
Zum Nachstellen der Gegenschneide wird die Ver
schraubung 37 gelöst und die Gegenschneide 22 ent
lang bzw. auf der Führungsschneide in Richtung auf
den Zuführspalt 30 hin verschoben. Daraufhin wird
die Verschraubung erneut angezogen.
Bei der Darstellung der Fig. 6a bis 6f handelt es
sich um einen in der Ebene abgerollten Mantel, der
den ebenen Bereich und die schiefe Ebene im einzel
nen zeigt. Die Pfeilrichtung Y zeigt die Bewegung
des abgerollten Mantels an, die sich bei der Rota
tion ergibt.
In den Fig. 6a bis 6f ist die Abfolge des Schneid
vorgangs im einzelnen schematisch näher darge
stellt. In Fig. 6a hat der Zuführspalt 30 fast sei
nen maximalen Querschnitt. Zur linken Seite hin
wird er von der Führungsschneide 21 begrenzt nach
oben hin von der Gegenschneide 22, nach unten hin
von dem ebenen Bereich 28 und zur rechten Seite hin
durch die schiefe Ebene 20. Der Span 31 kann sich
in diesem Stadium an sich an jeder Stelle des Spal
tes 30 befinden.
In Fig. 6b hat sich der Mantel 17 bereits in Pfeil
richtung Y bewegt, so daß der Span 31, der an der
Schneidkante der Führungsschneide 21 anliegt, nun
bereits in den unteren Bereich 24 der schiefen
Ebene 20 übergeht. Um den Übergang vom ebenen
Bereich 28 in den unteren Bereich 24 der schiefen
Ebene 20 zu erleichtern, kann dieser Übergang abge
rundet sein, was nicht näher dargestellt ist.
Ersichtlich hat sich in Fig. 6b die Fläche des Ein
führspaltes 30 gegenüber Fig. 6a bereits erheblich
verkleinert.
Fig. 6c zeigt den Span 31, wie dieser durch die
Bewegung des Mantels in Pfeilrichtung Y entlang der
Führungsschneide 21 in Pfeilrichtung Z, d. h. auf
die Gegenschneide 22 zu bewegt wird. In Fig. 6d hat
sich der Zuführspalt 30 weiter erheblich ver
kleinert. Der Span 31 ist im oberen Bereich 25 der
schiefen Ebene 20 angelangt. In diesem Stadium
beginnt der eigentliche Schneidvorgang. Hierbei
wird der Span durch die Bewegung des Mantels 17 in
Pfeilrichtung Y von dem oberen Bereich 25 der
schiefen Ebene 20 gegen die Gegenschneide 22 und
die Führungsschneide 21 gedrückt. Damit der eigent
liche Schneidvorgang vom oberen Bereich der schie
fen Ebene vorgenommen werden kann, entspricht die
Spaltbreite des Zuführspalts zu Beginn des oberen
Bereichs, d. h. am Übergang vom unteren zum oberen
Bereich, wenigstens dem lichten Durchmesser des zu
zerkleinernden Spans 31. Vorzugsweise ist der Spalt
an dieser Stelle etwas größer.
In Fig. 6e ist der Spalt 30 fast geschlossen und
der Schneidvorgang so gut wie abgeschlossen, wäh
rend in Fig. 6f ein Teil des Spanes 31 nunmehr
abgeschnitten ist und ausgetragen wird, und bedingt
durch die Zuführung der Zuführeinrichtung neues
Spanmaterial 31 in den sich nun wieder öffnenden
Spalt 30 eingeführt wird. An die Darstellung der
Fig. 6f schließt sich wieder der in Fig. 6a
gezeigte Zustand an, da es sich hierbei um einen
periodischen Vorgang handelt.
Durch unterschiedliche Drehzahlen des Zerkleine
rungsmessers 10, Durchmesser des Mantels 17, Anzahl
der schiefen Ebenen und auch durch die Geschwindig
keit der Spanzuführeinrichtung kann die Länge des
zerkleinerten bzw. abgeschnittenen Spanes bestimmt
werden. Die letztgenannten Parameter sind in der
Regel so abzustimmen, daß ein Span, nachdem er in
den Zuführspalt eingetreten ist, abgeschnitten
wird, bevor er die gegenüberliegende Mantelinnen
fläche erreicht. Dies könnte möglicherweise zu Ver
klemmungen im Mantel führen.
In den Fig. 7, 8 und 9 sind jeweils drei Zer
kleinerungsmesser dargestellt, die nicht rotations
symmetrisch sind. Sämtliche der drei gezeigten Mes
ser weisen jeweils nur eine schiefe Ebene auf. Bei
dem in Fig. 7 gezeigten Zerkleinerungsmesser setzt
sich die schiefe Ebene um eine gesamte Umdrehung,
also 360° fort. Die schiefe Ebene gliedert sich in
den unteren Bereich 24, der auch als Materialzu
fuhrbereich gezeichnet werden kann und in den obe
ren Bereich 25, der als Schneidbereich bezeichnet
werden kann. Das Schneidmesser 10 aus Fig. 8 weist
demgegenüber keinen Spanzufuhr- oder unteren
Bereich 24 auf und geht von dem ebenen Bereich 28
gleich in den Schneidbereich 25 über. Bei dem in
Fig. 9 gezeigten Zerkleinerungsmesser 10 ist sowohl
eine ebener Bereich 28 als auch ein Spanzufuhr- oder
unterer Bereich der schiefen Ebene und
schließlich auch ein oberer oder Schneidbereich 25
vorhanden.
Das in Fig. 10 gezeigte Zerkleinerungsmesser mit
drei schiefen Ebenen unterscheidet sich von dem
Schneidmesser aus den Fig. 1 bis 5 dahingehend, daß
hier kein Spanzufuhr- oder unterer Bereich 24 vor
gesehen ist und der ebene Bereich 28 gleich in den
Schneid- bzw. oberen Bereich 25 übergeht.
Es versteht sich, die in den Fig. 7 bis 10
gezeigten Zerkleinerungsmesser 10 ebenfalls in
ihrem oberen Bereich mit einer gehärteten Schneide
versehen sind, die jedoch nicht näher dargestellt
ist.
Bezugszeichenliste
10 Zerkleinerungsmesser
11 Gegenmesser
12 Zerkleinerungseinrichtung
13 Bereich
14 Bereich
15 Element
16 Konus
17 Mantel
18 schiefe Ebene
19 schiefe Ebene
20 schiefe Ebene
21 Führungsschneide
22 Gegenschneide
23 Halteblock
24 unterer Bereich
25 oberer Bereich
26 höchster Punkt
27 unterer Punkt
28 ebener Bereich
29 Tasche
30 Zuführspalt
31 Span
32 Nut
33 Nut
34 Fuß
35 Fuß
36 Pratze
37 Verschraubung
X Pfeilrichtung
Y Pfeilrichtung
Z Pfeilrichtung
11 Gegenmesser
12 Zerkleinerungseinrichtung
13 Bereich
14 Bereich
15 Element
16 Konus
17 Mantel
18 schiefe Ebene
19 schiefe Ebene
20 schiefe Ebene
21 Führungsschneide
22 Gegenschneide
23 Halteblock
24 unterer Bereich
25 oberer Bereich
26 höchster Punkt
27 unterer Punkt
28 ebener Bereich
29 Tasche
30 Zuführspalt
31 Span
32 Nut
33 Nut
34 Fuß
35 Fuß
36 Pratze
37 Verschraubung
X Pfeilrichtung
Y Pfeilrichtung
Z Pfeilrichtung
Claims (14)
1. Zerkleinerungsvorrichtung für lange Späne mit
einem rotierenden Zerkleinerungsmesser (10) und
einem Gegenmesser (11) mit einer Gegenschneide
(22) für den zugeführten Span, dadurch gekenn
zeichnet, daß der rotierende Körper des Zer
kleinerungsmessers (10) an einem Ende einen
Mantel (17) mit wenigstens einer schiefen Ebene
(18, 19, 20) aufweist, die zur Führung eines
Spans bis zum Anstoß an die Gegenschneide (22)
und mindestens mit ihrem oberen Bereich (25)
zum Abschneiden des der Gegenschneide (22) an
liegenden Spanes (31) dient.
2. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß die schiefe Ebene
(18, 19, 20) in ihrem oberen Bereich (25) eine
gegenüber dem unteren Bereich (24) geringere
Steigung im Bezug auf die Gegenschneide (22)
aufweist.
3. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 1 und
2, dadurch gekennzeichnet, daß die schiefe
Ebene (18, 19, 20) in ihrem oberen Bereich (24)
unter einem Winkel von 0 bis 60° und in ihrem
oberen Bereich (25) von 5 bis 30° zur Gegen
schneide (32) verläuft.
4. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem oder meh
reren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die schiefe Ebene (18, 19,
20) unmittelbar im Anschluß an ihren höchsten
Punkt (26) sägezahnartig auf einen unteren
Punkt (27) abfällt.
5. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 4, da
durch gekennzeichnet, daß sich an den unteren
Punkt (27) ein Bereich (28) anschließt, der
parallel oder unter einem kleinen Winkel zur
Gegenschneide (22) verläuft.
6. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem oder meh
reren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Mantel (17) eine kreis
förmige Grundfläche aufweist.
7. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem oder meh
reren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Körper rotationssymme
trisch ausgebildet ist.
8. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem oder meh
reren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß im oberen Bereich (25) der
schiefen Ebene (18, 19, 20) eine Tasche (29)
für eine einsetzbare, gehärtete Schneide vorge
sehen ist.
9. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem oder meh
reren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß das mit der Gegenschneide (22)
versehene Gegenmesser eine Führungsschneide
(21) aufweist und die Schneiden (21, 22) wink
lig zueinander unter Bildung eines sich bei der
Rotation des Zerkleinerungsmessers (10) peri
odisch öffnenden und in einem Winkel zwischen
der Gegenschneide (22) und der Führungsschneide
(21) schließenden Zuführungsspaltes (30) zwi
schen dem rotierenden Körper des Zerkleine
rungsmessers (10) und der Gegenschneide (22)
angeordnet sind, wobei die Schließung des Zu
führungsspaltes zum Abschneiden des zwischen
der Gegenschneide (22) und der Führungsschneide
(21) festliegenden Spanes (31) dient.
10. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 9, da
durch gekennzeichnet, daß die Führungsschneide
(21) parallel oder unter einem spitzen Winkel
zur Drehachse des Körpers und zumindest der
höchste äußere Punkt (26) der schiefen Ebene
etwas spielfrei zur Gegenschneide (22) derart
angeordnet ist, daß zumindest der höchste
äußere Punkt (26) der schiefen Ebene mit der
Gegenschneide ausgefluchtet ist oder über diese
übersteht und den Zuführspalt (30) zwischen der
schiefen Ebene (18, 19, 20) und der Gegen
schneide (22) bei der Drehung des Körpers des
Zerkleinerungsmessers (10) schließt.
11. Zerkleinerungsvorrichtung nach den Ansprüchen 9
oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegen
schneide (22) rechtwinklig zur Führungsschneide
(21) verläuft.
12. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der An
sprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der obere Bereich (25) der schiefen Ebene
und/oder die Gegenschneide (22) aus gehärtetem
Material bestehen.
13. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem oder meh
reren der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Gegenschneide (22) nachstell
bar ist.
14. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem oder meh
reren der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Spaltbreite des Zuführspaltes
(30) zu Beginn des oberen Bereiches (25) wenig
stens dem lichten Durchmesser des zu zerklei
nernden Spanes (31) entspricht oder größer ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4237683A DE4237683C2 (de) | 1992-10-01 | 1992-11-07 | Zerkleinerungsvorrichtung für lange Späne |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4233009 | 1992-10-01 | ||
| DE4237683A DE4237683C2 (de) | 1992-10-01 | 1992-11-07 | Zerkleinerungsvorrichtung für lange Späne |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4237683A1 DE4237683A1 (de) | 1994-04-07 |
| DE4237683C2 true DE4237683C2 (de) | 1996-01-18 |
Family
ID=6469381
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4237683A Expired - Fee Related DE4237683C2 (de) | 1992-10-01 | 1992-11-07 | Zerkleinerungsvorrichtung für lange Späne |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4237683C2 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2925030C2 (de) * | 1979-06-21 | 1986-04-30 | Al Wood Dale Ill. Kaczmarek | Vorrichtung zum Zerkleinern von Abfall wie Drehspähnen o.dgl. |
| DE4028372C1 (de) * | 1990-09-07 | 1991-09-12 | Hoesch Ag, 4600 Dortmund, De |
-
1992
- 1992-11-07 DE DE4237683A patent/DE4237683C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4237683A1 (de) | 1994-04-07 |
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