DE2516111C2 - Zerkleinerungsvorrichtung, insbesondere zur Verarbeitung von Papier und Kunststoffmaterial - Google Patents

Zerkleinerungsvorrichtung, insbesondere zur Verarbeitung von Papier und Kunststoffmaterial

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Description

Die Erfindung betrifft eine Zerkleinerungsvorrichtung mit einem Schneid- und/oder Reißwerk, insbesondere zur Verarbeitung von Papier und Kunststoffmaterial einschließlich Einweg-Trinkbechern, anderem Einweggeschirr und Einweg-Arztspritzen.
Um eine starke Zerkleinerung von Papier und Kunststoffmaterial zu erzielen, werden bisher Zerkleinerungsvorrichtungen verwendet, deren Sehneid- und/oder Reißwerk zur Erzielung sehr kleiner Schneidgutpartikel ausgelegt sind. Solche für eine Feinverarbeitung ausgelegten Zerkleinerungsvorrichtungen sind durch ihre schmalen Schneidscheiben und feinen Reißzähne sehr empfindlich gegen Überlastung und Beschädigung durch im Schneidgut befindliche Metallteile. Sie erfordern eine sehr hohe Leistungsaufnahme bei relativ lang-
samem Materialdurchlauf, so daß solche Zerkleinerungsvorrichtung«! unwirtschaftlich werden. Die Gefahr der Unwirtschaftlichkeit besteht auch bei Zerkleinerungsvorrichtungen, bei denen mehrere Schneid- und/oder Reißwerke hintereinandergeschaltet sind und nacheinander vom Schneidgut durchlaufen werden, wobei in jeder Bearbeitungsstation eine weitere Zerkleinerung erzielt werden soll. Bei diesen Einrichtungen sind die Leistungsaufnahme und der maschinelle Aufwand sowie der Platzbedarf unwirtschaftlich hoch.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zerkleinerungsvorrichtung zu schaffen, die mit geringem maschinellem Aufwand und mit relativ geringer Leistungsaufnahme dennoch eine relativ feine Zerkleinerung des in sie eingegebenen Papier- und Kunststoffmaterials mit variierbarem Zerkleinerungsgrad erlaubt
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Schneid- und/oder Reißwerk innerhalb eines das zu verarbeitende Gut aufnehmenden, zwecks wiederholter Zuführung des Schneidguts in das Schneid- und/oder Reißwerk in eine Drehbewegung versetzbaren Gehäuse angeordnet ist
Das nur für eine Grobzerkleinerung auszulegende Schneid- und/oder Reißwerk hat den Vorteil daß seine Werkzeuge einfacher herstellbar und zu montieren sind und daß es eine relativ geringe Leistungsaufnahme hat Daß trotzdem eine sehr feine Zerkleinerung des Materials stattfindet wird dadurch erreicht, daß durch das bewegte Gehäuse das zu zerkleinernde Material mehrmals dem Schneid- und/oder Reißwerk zugeführt und dabei jedesmal auch in dem für eine Grobzerkleinerung ausgelegten Schneid- und/oder Reißwerk weiter zerkleinert wird. Mittels einer Zeitschaltvorrichtung kann dem Schneidwerk und dem drehbaren Gehäuse eine empirisch festgelegte Laufdauer vorgegeben werden, nach welcher das zu verarbeitende Material die Zerkleinerungswerkzeuge so häufig passiert hat daß der gewünschte Zerkleinerungsgrad erreicht worden ist.
Die weitere Zerkleinerung des Materials kann begünstigt werden durch Quernuten in den Schneidscheiben, die, wenn das zu zerkleinernde Material bereits Streifenform angenommen hat, diese Streifen in sich aufnehmen, so daß ihre einseitig oder doppelseitig über die Scheiben vorstehenden Teile beim nächsten Eintauchen von den Kanten der Gegenscheibenmesser abgeschert werden. Auch bei einem leichten Flankenspiel der Messer können sich die in der Nut befindlichen Streifen nicht verdrehen oder zwischen den Scheiben hindurchschlüpfen und dem Abschervorgang nicht ausweichen.
Die Drehachsen df.r Schneid- oder Reißorgane des Schneid- und/oder Reißwerks und die Drehachse des Gehäuses können parallel oder schräg zueinander verlaufen, wobei letzteres die wiederholte Schneidgutzufuhr zu einem relativ kurzen und nicht die ganze Tiefe der Trommel einnehmenden Schneidwerk erleichtert. Das Schneid- und/oder Reißwerk kann zentral oder exzentrisch im drehbar gelagerten Gehäuse angeordnet sein. Besonders vorteilhaft für die Konstruktion der gesamten Zerkleinerungsvorrichtung und für das Auswechseln der Zerkleinerungsorgane ist die Anordnung der Schneid- und Reißwerkzeuge auf fliegend gelagerten Wellen, die in den Innenraum des bewegten Gehäuses ragen, das zweckmäßig als Trommel mit inneren peripheren Mitnehmerstegen für das Schneidgut und mit einer stirnseitigen verschließbaren Öffnung ausgebildet ist. Die Mitiiehmerstege können geschränkt sein, so daß sie eine Förderwirkung in axialer Richtung auf das Schneidgut ausüben; in der einen Drehrichtung in Richtung auf das Schneidwerk und in der entgegengesetzten Drehrichtung in Richtung auf die Eingabe- und Auswurföffnung der Trommel. Die Trommel kann staubdicht verschließbar sein, wobei das drehbare Gehäuse zusammen mit dem Schneid- und/oder Reißwerk um eine horizontale Achse verschwenkbar sein kann, was das Leeren der Trommel erleichtert.
Die vorzugsweise um eine mindestens annähernd horizontale Achse rotierende Trommel kann auch als Siebtrommel ausgebildet sein, die beispielsweise mehrwandig aus mindestens zwei konzentrisch zueinander angeordneten Trommelschalen gebildet ist die in Unrfangsrichtung relativ zueinander begrenzt verschiebbar gela-, gen und feststellbar angeordnet sind und unterschied-Hch große Sieböffnungen aufweisen. In diesem Falle erfolgt ein selbsttätiges Ausfallen des Schneidgutes durch den Siebmantel der Trommel in einen unterhalb der Siebtrommel befindlichen Auffangraum oder eine Absaugkammer, sobald das Schneidgut durch das ständige Repassieren eine bestimmte Feinheit erreicht hat
Die Trommel kann in ihrer Ausbildung sowohl als geschlossene ab auch als Siebiromnipl mittels außen an ihrer Umfangsfläche anliegender Führungsrollen oder Walzen gehalten und mindestens zusätzlich geführt sein, von denen mindestens eine angetrieben ist Zweckmäßig kann auf der Außenseite des Trommelmantels mindestens ein Riemenband, beispielsweise ein aufgespannter Keilriemen, angeordnet sein, mit welchem Führungs- und Antriebsrollen geräuschgedämpft zusammenwirken.
Nachfolgend werden zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes anhand der schematischen Zeichnungen näher erläutert. Im einzelnen zeigt
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch eine Zerkleinerungsvorrichtung mit einer um eine horizontale Achse rotierenden Trommel;
F i g. 2 eine Zerkleinerungsvorrichtung, die in einem Gestell verschwenkbar angeordnet ist;
F i g. 2a einen schematischen Querschnitt durch das Schneid- und Reißwerk;
Fig.2b eine Teildraufsicht auf das Schneid- und R -ißwerk;
Fig.3 eine Zerkleinerungsvorrichtung mit einer Siebtrommel im Schnitt entlang der Linie IH-III in Fig.
4;
F i g. 4 einen Längsschnitt durch die Zerkleinerungsvorrichtung mit Siebtrommel entlang der Linie IV-IV in Fig.3;
Fig. 5 + 6 einen schematischen Teilquerschnitt durch eine doppelwandige Siebtrommel bei zwei verschiedenen Relativstellungen der beiden Trommelschalen;
F i g. 7 einen Ausschnitt aus der Wandung einer Siebtrommel.
F i g. 1 zeigt in schematischer Form die wichtigsten Teile einer Zerkleinerungsvorrichtung, chne ein Traggestell oder ein Gehäuse, in welchem die Vorrichtung gehalten ist. Das Schneid- und/oder Reißwerk 10 der Vorrichtung besteht aus zwei fliegend gelagerten horizontalen Wellen 11 und 12, auf denen jeweils in an sich bekannter Weise Zahnscheiben 13 mittels Spannmuttern 14 und 15 axial verspannt sind. Die Zahnscheiben der beiden Wellen 11 und 12 stehen aar Lücke zueinander und überlappen sich in bekannter Weise im Schneidbereich. Die Wellen 11 und 12 sind in einem ortsfesten Getriebegehäuse 16 gelagert und werden über sine als Schwungrad ausgebildete Riemenscheibe 17 und Antriebsriemen 18 von einem ebenfalls stationär angeord-
neten Elektromotor 19 aus angetrieben. Wie aus F i g. 2a ersichtlich ist, sind die Zahnscheiben 13 des Schneidwerks mit einer groben Zahnung und mit Quernuten 34 versehen, welche das Erfassen von querliegenden Schneidgutstreifen 35, -stäbchen 36 oder -röhrchen und ihr Einbringen in den Zerkleinerungsbereich in der eingangs genannten Weise begünstigen.
Das Schneid- und/oder Reißwerk 10 ragt in den Innenraum 20 einer zylindrischen Trommel 21, die über ein schematisch angedeutetes Kugellager 22 auf dem Getriebegehäuse 16 um eine horizontale Achse drehbar gelagert ist. Die Trommel 21 ist im Innern mit peripheren Mitnehmerstegen 33 und auf der dem Getriebegehäuse 16 gegenüberliegenden Stirnseite mit einer Öffnung 22 versehen, die mittels eines stationären Deckels 23 staubdicht verschließbar ist. Durch den stationären Deckel 23 ragt ein Einfülltrichter 24 hindurch bis in den Bereich des Schneidwerks 10. Er kann gleichzeitig zum Bemessen der Schneidgutchargen dienen, die durch ihn in die rotierende Trommel 21 eingegeben werden.
Auf der äußeren Trommelmantelfläche sind zwei Keilriemenringe 25 befestigt, mit denen jeweils mehrere, beispielsweise drei, gleichmäßig über den Umfang der Trommel verteilte Stütz- und Führungsrollen 26 und 27 zusammenwirken. Die Stützrollen 26 sind auf stationären Wellen 28 gelagert und bewirken eine stabile Abstützung der Trommel 21, der die Drehbewegung durch die in F i g. 1 unten dargestellte Stützrolle 27 erteilt wird, die auf einer vom Motor 19 angetriebenen Welle 29 befestigt ist und zusammen mit dem Keilriemenring 25 einen Reibradantrieb bildet.
Fig. 2 zeigt eine Zerkleinerungsvorrichtung, die in einem Maschinengestell 30 um eine horizontale Achse 31 verschwenkbar gelagert ist. Die rotierende Trommel 2V ist von einem Gehäuse 32 umgeben und durch einen Deckel 23'verschließbar. Der Antrieb wird durch einen Fianschmoior i9"' bewirkt, eier an dem rnitverschiverik baren Getriebegehäuse 16' angeordnet ist. Die Verschwenkbarkeit der Trommel begünstigt sowohl den Betrieb der Vorrichtung als auch das Entleeren der Trommel 21.
Das zu zerkleinernde Material, beispielsweise der Inhalt eines oder mehrerer Papierkörbe, wird über den Trichter 24 oder durch die Öffnung 22 in den Innenraum 20 der Trommel 21 oder 2V geschüttet. Anschließend wird durch Inbetriebnahme des Elektromotors 19, 19' sowohl das Schneid- und/oder Reißwerk 10 angetrieben als auch die Trommel 21, 2Γ in Drehung versetzt. Bei der Drehung der Trommel wird mit Hilfe der Mitnehmerstege 33 das zu zerkleinernde Material über das Schneid- und Reißwerk 10 angehoben, so daß es immer wieder in den Einzugsbereich der Zerkleinerungswerkzeuge gelangt. Über eine nicht dargestellte Programmschalteinrichtung werden die Trommel und das Schneidwerk so lange bewegt, bis das Schneidgut ausreichend oft von den Zahnscheiben 13 erfaßt und auf eine gewünschte Feinheit zerkleinert worden ist Anschließend wird die Trommel entleert, was bei der in F i g. 2 dargestellten Maschinenkonstruktion durch ein Verschwenken der Zerkleinerungsvorrichtung um die Achse 31 bewirkt wird. Außerdem kann bei einer Schrägstellung oder Schränkung der Mitnehmerstege 33 bei einer Umkehrung der Drehrichtung des Antriebsmotors 19 ein Auswerfen des Schneidguts aus der geöffneten Trommel erreicht werden.
Die F i g. 3 bis 7 zeigen eine Zerkleinerungsvorrichtung, bei welcher die Trommel als Siebtrommel ausgebildet ist. Innerhalb eines Gehäuses 41 ist die Siebtrommel 42 konzentrisch zu einem auf den beiden Scheibenmesserwellen 43 und 44 gebildeten Schneidwerk angeordnet. Das Schneidwerk könnte aber auch exzentrisch in der unteren Trommelhälfte angeordnet sein.
Die Siebtrommel ist auf ihrer zylindrischen Außenwand mit nicht dargestellten Sieböffnungen versehen und weist auf der Innenseite dieser Wandung in gleichmäßigen Abständen als Mitnehmerstege wirkende Querflügel 45 auf, mit denen das im unteren Teil der
ίο Trommel anfallende Gut nach oben in den Einzugsbereich eines aus mindestens zwei Schrägwänden 46 und 47 gebildeten Auffangtrichters gefördert wird. Das Schneidgut wird über einen Einfülltrichter 48, der in eine Einwurföffnung 53 in der Seitenwand der Siebtrommel 42 hineinragt, in das Schneidwerk der Siebtrommel 42 eingegeben.
Die Siebtrommel ist auf einer hohlen Antriebswelle 50 fliegend gelagert und außerdem im Gehäuse 41 mitieis, dreier, gleichmäßig über ihren Umfang verteilter und gegen ihre zylindrische Außenfläche anliegender Rollen 51 abgestützt. Sie könnte auch über solche Stützrollen 51 angetrieben werden. Der Antrieb der beiden Schneidmesserwalzen 43 und 44 des Schneidwerks erfolgt über eine konzentrisch zur Hohlwelle 50 angeordnete Antriebswelle 52. Der Antrieb sämtlicher rotierender Teile erfolgt in nicht näher dargestellter Weise mittels eines oder zweier Elektromotoren, die — wie in der Zeict-fljng angedeutet — die rotierenden Teile über Keilriemen oder aber über ein Getriebe antreiben können. Unterhalb der Siebtrommel ist im Gehäuse 41 eine Abfallkammer 54 angeordnet, deren schräge Bodenwände 55 und 56 in einem Absaugkanal 57 enden.
Das zu zerkleinernde Gut, beispielsweise Akten, wird in den Schütttrichter 48 eingeworfen und fällt durch den Schacht 49 in die Siebtrommel 42 hinein. Ein Teil des Papiers gelangt unmittelbar zwischen die Schrägwände 4g unrj 47 Hes Auffangtrichters und damit direkt in das Schneidwerk 43, 44 und wird sofort zu Schnitzeln vorzerkleinert. Der in die Siebtrommel 42 abfallende Teil
'to der eingeworfenen Papiere wird zusammen mit den aus dem Schneidwerk abfallenden, die Sieböffnungen aber wegen Übergröße nicht passierenden Schnitzeln durch die Mitnehmerstege 45 bis über die Auffangvorrichtung 46,47 hochgefördert, fällt in das Schneidwerk 43,44 ab und wird zerkleinert. Dieser Kreislauf des Schneidgutes in der Trommel hält so lange an, bis die im Schneidwerk 43, 44 erzeugten Schnitzel so klein sind, daß sie durch die Öffnungen der Siebtrommel nach unten in die Abfallkammer 54 ausfallen und mit Hilfe eines nicht dargestellten Ventilators durch den Kanal 57 in eine Speicherkammer oder zu einer Verbrennungsstelle ^&gesaugt werden.
Gemäß der Erfindung kann die Trommel aus zwei oder auch mehr konzentrisch zueinander angeordneten Trommelschalen bestehen. In den F i g. 5 und 6 ist ein Querschnitt durch einen Teil einer doppelwandigen Siebtrommel dargestellt, die aus einer äußeren Trommelschale 51 und einer inneren Trommelschale 62 besteht Die beiden Trommelschalen 61 und 62 können in Umfangsrichtung mittels einer nicht dargestellten Vorrichtung um einen kleinen Winkelbetrag gegeneinander verschoben und festgestellt werden. Beide Trommelschalen sind gemäß F i g. 7 mit in Richtung ihrer Mantellinien verlaufenden Sieblochreihen versehen, wobei mit gleichem Mittelpunktabstand jeweils eine Reihe größerer Sieblöcher 63 mit einer Reihe kleinerer Sieblöcher 64 abwechselt Beide Siebtrommeln 61 und 62 sind völlig gleich ausgebildet also mit gleichartigen Sieböffnungen
7
63 und 64 in gleicher Anordnung versehen.
Bei der Relativstellung der beiden Trommelschalen 61 und 62 gemäß Fig.5 liegt jeweils ein kleines Sicbloch der einen Trommclschale vor oder hinter einem großen Siebloch 63 der anderen Tromnielschale. Dies ·> bedeutet, daß aus der Trommel nur Schnitzel ausfallen können, die quer zur Austrittsriehtung einen Durchmesser anweisen, der kleiner ist als der Durchmesser der kleinen Sieblöcher 64.
Bei der Stellung gemäß F i g. b sind die beiden Trommelschalen 61 und 62 gegenüber der Stellung nach F i g. 5 um eine Lochteilung gegeneinander verschoben, so daß jeweils eine große Sieböffnung 63 der einen Trommelschale einer großen Sieböffnung 63 der anderen Trommelschale und jeweils eine kleine Sieböffnung der einen Trommelschale einer kleinen Sieböffnung der anderen Trommelschale gegenüberliegt. In dieser Stellung können auch größere Schnitzel aus der Trommel ausfallen, deren Durchmesser quer zur Austrittsrichtung kleiner als der Durchmesser der groUen Sieblöchcr
63 ist. !
: j
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen :|
30
35
40
45
55
bO
fa5

Claims (21)

Patentansprüche:
1. Zerkleinerungsvorrichtung mit einem Schneid- und/oder Reißwerk, insbesondere zur Verarbeitung von Papier und Kunststoffmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneid- und/oder Reißwerk (10; 43/44) innerhalb eines das zu verarbeitende Gut aufnehmenden, zwecks wiederholter Zuführung des Schneidguts in das Schneid- und/oder Reißwerk in eine Drehbewegung versetzbaren Gehäuses (21,42) angeordnet ist.
2. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneid- und/oder Reißwerk (10; 43/44) für alle Grobzerkleinerung ausgelegt ist.
3. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachsen der Schneid- und Reißorgane des Schneidund/oüir Reißwerks (10; 43/44) und die Drehachse des Gehäuses (21.42) parallel zueinander verlaufen.
4. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneid- und/oder Reißwerk (10; 43/44) exzentrisch im drehbaren Gehäuse (21,42) angeordnet ist
5. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das drehbare Gehäuse (21) mit dem Schneid- und/oder Reißwerk (10) um eine horizontale Achse (31) verschwenkbar angeordnet ist.
6. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachsen des iichneiü- und/oder Reißwerks (10; 43, 44) und des Gdiärses (21, 42) in Arbeitsstellung mindestens annähernd horb. jntal gerichtet sind.
7. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachsen des Schneid- und/oder Reißwerks (10; 43, 44) und des Gehäuses (21, 42) in Arbeitsstellung schräg zueinander verlaufen.
8. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die gezahnten oder ungezahnten Scheibenmesser (13) des Schneid- und/oder Reißwerks (10; 43, 44) an ihrem Umfang mit Quernuten (34) versehen sind.
9. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (21, 42) als Trommel mit inneren peripheren Mitnehmerstegen (33,45) und einer stirnseitigen Eingabe- und Ausgabeöffnung (22, 53) ausgebildet ist.
10. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 9. dadurch gekennzeichnet, daß die peripheren Mitnehmerstege (33,45) geschränkt sind, dergestalt, daß sie schräg zu Radialebenen verlaufen und in der einen Drehrichtung eine Bewegung des Schneidgutes in Richtung auf die andere Stirnseite der Trommel (21,42) bewirken.
11. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Gehäuses (42) oberhalb des Schneid- und/oder Reißwcrks (43. 44) ein stationärer Auffangtrichter (46, 47) zur Erleichterung der wiederholten Materialzufuhr zum Schneid- und/oder Reißwerk angeordnet ist. t>5
12. Zerkleinerungsvorrichtung nach einen"· der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneid- und/oder Rciljwcrkzcugc (13) auf fliegend
gelagerten Wellen (11,12) angeordnet sind.
13. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet daß die axiale Länge des Schneid- und/oder Reißwerks (10; 43,44) kleiner als die Trommeltiefe ist.
14. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das als kreiszylindrische Trommel ausgebildete Gehäuse (21) mittels außen an seiner Urr fangsfläche anliegender Führungsrollen oder Walzen (26,51) gehalten und mindestens zusätzlich geführt ist, von denen mindestens eine angetrieben ist.
15. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Außenseite des Trommelmantels mindestens ein durch einen Riemen (25) gebildeter Laufkranz angeordnet ist, mit welchem Führungs- und Antriebsrollen (26, 27) zusammenwirken.
16. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse als Siebtrommel (42) ausgebildet ist.
17. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebtrommel (42) aus auswechselbaren Siebsegmenten zusammengesetzt ist
18. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 16 und/oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebtrommel (42) mehrwandig aus mindestens zwei konzentrisch zueinander angeordneten Trommelschalen (61, 62) besteht, die in Umfangsrichtung relativ zueinander begrenzt verschiebbar gelagert und feststellbar angeordnet sind und unterschiedlich große Sieböffnungen (63,64) aufweisen.
19. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Siebtrommel (42) ein Auffangraum oder eine Absaugkamnier (54) vorgesehen ist, in welchem oder welche das zerkleinerte und ausgesiebte Schnittgut ausfällt.
20. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das drehbare Gehäuse (21, 42) mindestens stellenweise durchsichtige Wandungen aufweist.
21. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer Zeitschaltvorrichtung an sich bekannter Ausführungsform gekoppelt ist. mit welcher eine vorgegebene Laufdauer von Schneidwerk (10; 43, 44) und dre'nbarem Gehäuse (21,42) einstellbar ist.
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