DE422977C - Verfahren zur Herstellung elektrischer Isolatoren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung elektrischer IsolatorenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
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Description
Die Herstellung elektrischer Isolatoren leidet unter der Schwierigkeit, daß beim
Brennen der Porzellankörper innere mechanische Spannungen auftreten, die zu Rissen und
anderen die Isolierfähigkeit beeinträchtigenden Deformierungen führen. Man ist daher
bestrebt, dem Scherben möglichst gleichmäßige Wandstärke zu geben, doch läßt sich
dies nicht ohne weiteres in allen Teilen des Porzellankörpers durchführen. Als an sich
geeignetes Mittel zu diesem Zweck hat sich die Anordnung von Hohlräumen in den stärkeren
Körperteilen und die Anordnung von Zwischenstegen erwiesen, jedoch bietet sich
hier wieder die Schwierigkeit, daß die in den Hohlräumen eingeschlossene Luft sich infolge
der Erhitzung beim Brennen sehr stark ausdehnt und einen hohen Druck auf die umschließenden
Wandungsteile ausübt, durch den die eingesetzten Zwischenstege herausgedrängt werden, schädliche Kanäle im Isolierkörper
und sonstige Deformierungen und Schwächungen des Porzellanmantels entstehen, was eine Herabsetzung der Isolierfähigkeit
zur Folge hat.
Nach der Erfindung werden diese Unvollkommenheiten dadurch beseitigt, daß der im
Isolierkörper vorgesehene Hohlraum durch einen isolierenden Stoff ausgefüllt wird, der
möglichst wenig schwindet oder eine vom Stoff des Isolierkörpers möglichst wenig abweichende
oder gleiche Ausdehnungszahl auf-
weist. So wild beispielsweise der geformte und getrocknete Isolierkörper an seinem Kopf
oder in seinem Zwischensteg mit einer öffnung versehen und durch diese feines Porzellanmehl
eingefüllt. Diese Füllung verdrängt die im Hohlraum befindliche Luft, so daß nach Verschließen der öffnung beim
Brennen ein innerer, die Wandungen des Por-· zellankörpers deformierender Druck nicht
ίο auftreten kann. Statt des Porzellanmehls
kann auch ein gebrannter Porzellankörper eingeführt werden,· der dem Hohlraum in
seiner Form angepaßt ist und ihn möglichst vollständig ausfüllt. In beiden Fallen tritt
beim Brennen weder ein Sintern noch ein Ausdehnen des Füllkörpers auf. Außerdem
ist aus dem Hohlraum die Luft verdrängt, so daß beim Brennen schädliche Gasdrucke
im Innern des Isolierkörpers nicht auftreten können.
Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung im Längsschnitt
dargestellt. Abb. ι bis 3 zeigen die Porzellankörper
für Freileitungsisolatoren, Abb. 4 für
Stabisolatoren und Abb. 5 für Stü+zisolatoren
mit Kopf- und Fußarmatur.
Nach Abb. 1 ist der Isolierkörper a mit
einem inneren Hohlraum versehen, der durch einen Steg b in zwei Einzelräume c und d
unterteilt ist. Der untere Raum c dient zur Aufnahme der. Verankerungsteile für die Isolatorstütze,
der obere Raum d zur Aufnahme eines Füllkörpers e und steht durch eine öffnung
/ im Steg b mit dem unteren Raum c in
Verbindung. Nach dem -Trocknen des geformten Isolierkörpers wird, wie in der Zeichnung
angedeutet ist, der' obere Hohlraum d mit Porzellanmehl völlig ausgefüllt, das den
Füllkörper e bildet, worauf die Öffnung f
durch einen Stopfen aus Porzellanmasse verschlossen wird. Beim Brennen verhält sich
die Füllung e völlig indifferent, während sie beim gebrannten Isolator den Porzellanweg
zwischen dem stromleitenden Teil und der Stütze verlängert, also die Durchschlagssicherheit
erhöht.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 2 befindet sich die Öffnung / im Kopf des Isolierkörpers
a, so daß der Steg b undurchbrochen bleiben kann. Wird der Hohlraum d vor
dem Brennen mit Porzellanmehl e gefüllt, so wird der die öffnung/ verschließende Stopf en
nach dem Einsetzen zusammen mit dem Isolierkörper α glasiert und gebrannt.
Wie Abb. 3 zeigt, kann der Isolierkörper a auch ohne Steg im Innern sein, wenn der
Füllkörper e aus einer in sich zusammenhaftenden oder beim Brennen zusammensinternden
Masse besteht. Im ersten Falle wird der Füllkörper zweckmäßig aus einem den Hohlraum
völlig ausfüllenden gebrannten Porzellankörper gebildet, 'der in geeigneter Weise
mit der Innenwandung des Hohlraumes d verbunden oder durch eine in den unteren Hohlraum
c eingeführte Stütze an seinem Platze gehalten wird, im zweiten Falle kann der
Füllstoff, wie Porzellanmehl o. dgl., durch Vermischung mit Glasur oder einem Porzellanschlicker
zu einer plastischen Masse umgewandelt und in den Hohlraum eingedrückt
werden. Beim Brennen entsteht dann ein mit dem Mantel des Isolierkörpers sich innig verbindender Füllkörper von der
gleichen Ausdehnungszahl des Isolierkörpers.
Bei einem Stabisolator nach Abb. 4 wird 7i eier Innenraum durch einen Steg b 111 zwei
Einzelräume getrennt, von denen der untere c nach unten, der obere d nach oben offen ist.
Letzterer wird dann in der beschriebenen Weise mit dem Füllkörper e versehen, der 8c
dann auf dem Steg b ruht.
Bei einem Stützisolator nach Abb. 5 wird der Innenraum des Isolierkörpers α durch
einen Steg b in zwei Einzelräume c und d getrennt, von denen der untere c zur Aufnähme
der Verankerungsteile für die Fußarmatur, der obere d zur Aufnahme der Verankerungsteile
für die Kopfarmatur dient. Hier ist der obere Teil des unteren Hohlraumes c mit dem Füllkörper e ausgefüllt,
und zwar entweder nach Art der Abb. 3 oder auch unter Verwendung eines zweiten Steges
b'.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung elektrischer Isolatoren mit innerem Hohlraum,
dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum beim Brennen mit einem Füllkörper ioc
aus isolierender, sich in der Hitze nicht ausdehnender Masse ausgefüllt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Ausfüllung des Hohlraums
durch Porzellanmehl.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Porzellanmehl
durch Vermischen mit Glasur oder einem Schlicker zu einer plastischen Masse umgebildet ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Ausfüllung des Hohlraums durch einen gebrannten Porzellankörper.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED46931D DE422977C (de) | 1924-12-31 | 1924-12-31 | Verfahren zur Herstellung elektrischer Isolatoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED46931D DE422977C (de) | 1924-12-31 | 1924-12-31 | Verfahren zur Herstellung elektrischer Isolatoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE422977C true DE422977C (de) | 1925-12-17 |
Family
ID=7050058
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED46931D Expired DE422977C (de) | 1924-12-31 | 1924-12-31 | Verfahren zur Herstellung elektrischer Isolatoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE422977C (de) |
-
1924
- 1924-12-31 DE DED46931D patent/DE422977C/de not_active Expired
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