DE540397C - Verfahren zur Befestigung des Kloeppels in einem Isolator aus keramischem Werkstoff - Google Patents
Verfahren zur Befestigung des Kloeppels in einem Isolator aus keramischem WerkstoffInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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- H01B17/00—Insulators or insulating bodies characterised by their form
- H01B17/02—Suspension insulators; Strain insulators
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Description
Zweck der Erfindung ist, in Isolatoren aus keramischem Werkstoff, ζ. Β. Porzellan, eine
Klöppelbefestigung herzustellen, bei welcher ein Zersprengen des Isolierkörpers bei Zugbeanspruchung
nicht eintreten kann, das Befestigungsmittel nicht ausschmilzt (wie Weichmetalleinguß)
und eine besondere Abstützung des Klöppelkopfes (durch Federring, Keil ο. dgl.) in der Höhlung des Isolierkörpers in
Fortfall kommt. Das neue Verfahren besteht im wesentlichen darin, daß nach dem Einsetzen
des aus schwer schmelzbarem Metall bestehenden Klöppels in den vorher gargebrannten
Isolierkörper dessen Höhlung oder ein Teil derselben mit einer keramischen Masse, die bei niedrigerer Temperatur als die
Masse des Isolierkörpers sintert, gefüllt und hierauf die Füllmasse durch Dichtbrennen mit
dem Isolierkörper verbunden wird.
Es ist bekannt, im Hohlraum eines Porzellankörpers einen keramischen Körper von
geringerer Schwindung· durch Aufschrumpfen zu befestigen, indem beide Körper im Trokkenzustand
ineinandergebracht xmd durch gemeinsames Brennen zusammengeschlossen werden.
Demgegenüber wird nach der vorliegenden Erfindung erst der äußere Körper bei hoher Temperatur fertiggebrannt, dann der
Klöppel eingesetzt, hierauf die Verbindungsmasse eingefüllt und schließlich diese gebrannt
bis zur Sinterungstemperatur, die tiefer liegt als die Garbrenntemperatur des Isolierkörpers
und als der Schmelzpunkt des Klöppelmetalls.
Bei der Ausführung der Erfindung wird' entweder der Klöppel von unten in den Isolierkörper
eingeführt und der Zwischenraum der Körperhöhlung mit der keramischen Verbindungsmasse
ausgefüllt, oder es wird der Isolierkörper mit einer oben offenen Höhlung hergestellt, der Klöppel von oben einge- ,Q
setzt und nur der Raum über dem Klöppelkopf mit der keramischen Masse gefüllt, gegebenenfalls
unter Einfügung eines vorher gargebrannten Porzellanstöpsels. Porzellanisolatoren
mit oben offenem Klöppelloch sind 4g an sich bekannt. Neu ist im vorliegenden FaIL-daß
die Füllmasse über dem Klöppelloch durch Dichtbrennen mit der vorher bereits gargebrannten
Masse des Isolierkörpers zu einem Ganzen vereinigt wird. Dabei kann die Verbindungsschicht
zwischen Isolierkörper und Kappe aus gleichem Stoff wie die Füllung bestehen und gleichzeitig mit dieser eingebrannt
werden.
Die Zeichnung veranschaulicht zwei Ausführungsarten der Erfindung mittels je einer
Schnittansicht des Isolators, in welchem der Klöppel !erfindungsgemäß befestigt ist.
Bei der ersten Ausführungsart der Erfindung (Abb. 1) wird in das Loch des gargebrannten
keramischen Isolierkörpers α der,
Metallklöppel b in bekannter Weise von unten so eingeführt, daß sein Kopfö' in den verbreiterten
Teilß' des Loches eintritt. Gemäß der Erfindung werden Kopf und Hals des
Klöppels folgendermaßen in dem Körper a
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befestigt: Der Raum zwischen dem Klöppel δ und der Innenwand des Loches in dem Körpern
wird mit einer keramischen Masse c ausgegossen, deren Sinterungstemperatur dem
Feuerbeständigkeitsgrad des Klöppels angepaßt ist. Hierauf wird das Ganze im keramischen
Brennofen so hoch gebrannt, bis die Masse c gargebrannt (gesintert) ist. Die Masse-C muß
so beschaffen sein., daß die Endtemperatur to des Sinterungsbrandes unter der Garbrandtemperatur
des vorher fertiggebrannten Körpers « und natürlich auch unter dem Schmelzpunkt
des Klöppelmetalls liegt. Die Metallkappe d wird mittels der Verbindungsischicht e
auf dem Isolator befestigt, vorzugsweise gleichzeitig mit dem Garbrennen der Füllmasse
c.
Bei der zweiten Ausführungsart der Erfindung (Abb. 2) wird der keramische Isolierkörper
β so hergestellt, daß die den Klöppelkopf aufnehmende Locherweiterung / die Wandung
des Körpers in ihrem oberen Teil vollständig durchsetzt, daß also das Klöppelloch
des Isolators auch nach oben offen ist. Der so ausgebildete Isolierkörper wird in gargebranntem Zustande fertiggestellt. Hierauf
wird der Klöppel δ von oben eingesetzt und sein Kopf δ' auf der Schulter i des Körpers «
aufgelagert. Der Hohlraum über dem Klöppelkopf wird dann mittels einer keramischen
Masse h und eines Stöpsels g ausgefüllt. Die Masse h ist so beschaffen wie die Masse c
(Abb. 1) bei der ersten Erfindungsausführung.
Der Stöpselg besteht aus der gleichen keramischen
Masse wie der Körper« und wird als gargebranntes Stück in die Höhlung/ dieses Körpers eingeführt. Schließlich wird das Ganze
im keramischen Brennofen bis zur Sinterungstemperatur der Masse h gebrannt. Die Be
festigung der Kappet auf dem Körper« mittels
der Verbindungsschichte findet gleichzeitig mit dem Garbrennen der Masse h statt.
Abweichend von der zuletzt beschriebenen Ausführung (Abb. 2) kann unter Fortfall des
Stöpsels υ' die Höhlung/ des Körpers« auch vollständig mit der Masse h ausgefüllt werden.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Verfahren zum Befestigen des Klöppels in einem Isolator aus keramischem Werkstoff, insbesondere Porzellan, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Einsetzen des aus schwer schmelzbarem Metall bestehenden Klöppels (b) in den vorher gargebrannten Isolierkörper dessen Höhlung oder ein Teil derselben mit 'einer bei niedrigerer Temperatur sinternden Masse (c) gefüllt und hierauf diese Masse durch Dichtbrennen mit dem Isolierkörper («) verbunden wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines an sich bekannten Isolierkörpers mit oben offenem Klöppelloch nur der Raum (/) über dem Klöppelkopf (br) mit 'einer leichtsinternden Masse (A), gegebenenfalls unter Einfügung eines vorher gargebrannten Porzellanstöpsels (g), gefüllt und hierauf die Füllmasse durch Dichtbrennen mit dem Isolierkörper (a) verbunden wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Befestigung der Kappe (d) auf dem Isolierkörper («) dienende Verbindungsschicht (e) aus dem gleichen Stoff wie die Füllmasse (c,h) hergestellt und gleichzeitig mit dieser Masse eingebrannt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH120942D DE540397C (de) | 1929-03-23 | 1929-03-23 | Verfahren zur Befestigung des Kloeppels in einem Isolator aus keramischem Werkstoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE540397C true DE540397C (de) | 1931-12-12 |
Family
ID=7173725
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH120942D Expired DE540397C (de) | 1929-03-23 | 1929-03-23 | Verfahren zur Befestigung des Kloeppels in einem Isolator aus keramischem Werkstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE540397C (de) |
-
1929
- 1929-03-23 DE DEH120942D patent/DE540397C/de not_active Expired
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