DE4229640C2 - Verfahren zum Auftragen von Cyanacrylat-Klebstoffen - Google Patents

Verfahren zum Auftragen von Cyanacrylat-Klebstoffen

Info

Publication number
DE4229640C2
DE4229640C2 DE4229640A DE4229640A DE4229640C2 DE 4229640 C2 DE4229640 C2 DE 4229640C2 DE 4229640 A DE4229640 A DE 4229640A DE 4229640 A DE4229640 A DE 4229640A DE 4229640 C2 DE4229640 C2 DE 4229640C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solvent
acidified
cannula
drops
adhesive
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE4229640A
Other languages
English (en)
Other versions
DE4229640A1 (de
Inventor
Tomas Meinen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE4229640A priority Critical patent/DE4229640C2/de
Priority to DE59307807T priority patent/DE59307807D1/de
Priority to AT93114173T priority patent/ATE161033T1/de
Priority to EP93114173A priority patent/EP0585949B1/de
Publication of DE4229640A1 publication Critical patent/DE4229640A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE4229640C2 publication Critical patent/DE4229640C2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06KGRAPHICAL DATA READING; PRESENTATION OF DATA; RECORD CARRIERS; HANDLING RECORD CARRIERS
    • G06K19/00Record carriers for use with machines and with at least a part designed to carry digital markings
    • G06K19/06Record carriers for use with machines and with at least a part designed to carry digital markings characterised by the kind of the digital marking, e.g. shape, nature, code
    • G06K19/067Record carriers with conductive marks, printed circuits or semiconductor circuit elements, e.g. credit or identity cards also with resonating or responding marks without active components
    • G06K19/07Record carriers with conductive marks, printed circuits or semiconductor circuit elements, e.g. credit or identity cards also with resonating or responding marks without active components with integrated circuit chips
    • G06K19/077Constructional details, e.g. mounting of circuits in the carrier
    • G06K19/07745Mounting details of integrated circuit chips
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J4/00Adhesives based on organic non-macromolecular compounds having at least one polymerisable carbon-to-carbon unsaturated bond ; adhesives, based on monomers of macromolecular compounds of groups C09J183/00 - C09J183/16

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auftragen von Cyan­ acrylat-Klebstoffen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Cyanacrylat-Klebstoffe bestehen aus Methyl-Äthyl- und Butylestern der Cyanacrylsäure, wobei man zur Viskositäts­ einstellung zusätzlich lösliche und verträgliche Polymere zu­ gibt. Meist reicht zur Polymerisation dieser Klebstoffe die Luftfeuchtigkeit bzw. die Oberflächenfeuchtigkeit auf dem Substrat aus, auf welchem der Klebstoff angewendet wird. Die Polymerisationsreaktion verläuft sehr schnell, so daß diese Klebstoffe im allgemeinen auch als "Sekundenkleber" bezeich­ net werden.
Die schnelle Reaktion mit Wasser bzw. der Luftfeuchtigkeit, die - wenn man keine besonderen Vorkehrungen trifft - überall anzutreffen ist, bringt es aber mit sich, daß in der Serien­ produktion Schwierigkeiten auftreten. Insbesondere sind die Standzeiten der verwendeten Auftragskanülen relativ niedrig bzw. nicht vorhersehbar. Bereits geringe Kontaminationen der Kanülen können zu abrupten Polymerisationsreaktionen führen, so daß die Kanülen dann nicht mehr verwendbar sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Auftragen von Cyanacrylat-Klebstoffen der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß eine sichere und punkt- sowie mengengenaue Klebstoffdosierung über längere Zeiträume sichergestellt wird.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Patentanspru­ chs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Überraschenderweise hat es sich gezeigt, daß Kanülen, die durch das erfindungsgemäße Verfahren passiviert wurden, er­ heblich längere Standzeiten haben, als unpassivierte Kanülen. Diese Standzeiten kann man dadurch erhöhen, daß man die Kanü­ len während längerer Arbeitspausen im (selben) angesäuerten Lösungsmittel aufbewahrt.
Als Lösungsmittel wird vorzugsweise Aceton oder auch ein we­ niger leicht flüchtiges Lösungsmittel verwendet, wie dies die Hersteller von Cyanacrylat-Klebstoffen zu diesem Zweck ange­ ben. Dieses Lösungsmittel wird vorzugsweise mit Phosphorsäure angesäuert, wobei - bei Verwendung von Aceton - auf etwa 100 ml einige Tropfen, vorzugsweise 3 bis 4 Tropfen Phosphorsäure zugegeben werden.
Überraschenderweise kann eine so passivierte Kanüle auch aus Stahl bestehen. Während bisher Stahlkanülen auch bei größter Reinlichkeit (wasserfreies Arbeiten) nur 1 bis 2 Stunden Standzeit aufwiesen, ist eine erfindungsgemäß passivierte Stahlkanüle praktisch unbegrenzt brauchbar. Stahlkanülen ha­ ben aber gegenüber solchen aus Kunststoff den Vorteil, daß ihre Fertigungstoleranzen geringer und ihre Stabilität höher sind. Dadurch kann die Auftragsgenauigkeit sowohl hinsicht­ lich der Auftragsmenge als auch der Klebstoffpositionierung erheblich gesteigert werden, was insbesondere beim automati­ sierten Aufkleben von sehr kleinen Gegenständen von Vorteil ist.
Als von Vorteil wird auch die Ausgestaltung des erfin­ dungsgemäßen Verfahrens nach Anspruch 10 betrachtet, da mit diesem Verfahren hergestellte IC-Karten eine festere Verbindung zwischen dem Mikrochip und dem Kartenmaterial aufweisen und das Austreten überflüssigen Klebstoffs (über die Chip-Ränder) oder das Verkleben an Stellen, wo eine Verklebung nicht gewünscht ist (zwischen Chip-Oberfläche und Kartenmaterial) sicher vermieden werden kann.
Zur Herstellung des angesäuerten Lösungsmittels tropft man in das Lösungsmittel Cyanacrylat-Klebstoff und beobachtet die Tropfen. Gleichzeitig gibt man eine Säure (tropfenweise) zu. Solange das Lösungsmittel noch nicht genügend angesäuert ist, verändern die Tropfen ihre Konsistenz beim Absinken im Lösungsmittel; sie werden Gel-artig. Sobald diese Veränderung nicht mehr zu beobachten ist, unterbricht man die Säure­ zugabe, so daß man dann eine minimale Säuremenge im Lösungs­ mittel hat. Dadurch aber ist gewährleistet, daß eine Kontami­ nation der zu verklebenden Oberflächen mit Säure nicht mehr auftritt bzw. derart gering ist, daß keine ernsthaften Schä­ digungen der zu verklebenden Oberflächen mehr auftreten.
Wenn man die Kanüle während der Arbeitspausen im angesäuerten Lösungsmittel aufbewahrt, so bläst man sie vorzugsweise vor einem nächsten Auftrags-Vorgang frei, wobei man Cyanacrylat- Klebstoff über eine gewisse Zeitdauer hinweg durch die Kanüle strömen läßt und verwirft.

Claims (10)

1. Verfahren zum Auftragen von Cyanacrylat-Klebstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebstoff mittels einer Kanüle aufgetragen wird, die, bevor sie mit dem Klebstoff zum ersten Mal in Be­ rührung gebracht wird, in einem angesäuerten Lösungsmittel passiviert wird, und daß der Klebstoff ggfs. über eine gewisse Zeitdauer hinweg durch die Kanüle strömen gelassen und verworfen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel wasserfrei ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das angesäuerte Lösungsmittel hergestellt wird, indem in das Lösungsmittel Cyanacrylat-Klebstoff getropft, die Konsistenz der Tropfen nach einem oder über einen definierten Zeitraum ermittelt und so lange eine Säure zugegeben wird, bis die Tropfen ihre Konsistenz durch das Eintropfen in das Lösungsmittel nicht mehr verändern.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanüle während einer Arbeitspause im angesäuerten Lösungsmittel aufbewahrt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Passivierung durch Einlegen in das angesäuerte Lösungsmittel und/oder Durchspülen mit dem angesäuerten Lösungsmittel durchgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel Aceton ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel mit Phosphorsäure angesäuert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in 100 ml Aceton einige Tropfen, vorzugsweise 3-4 Tropfen, Phosphorsäure enthalten sind.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanüle aus Stahl gefertigt ist.
10. Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem ein Mikrochip in eine Kunststoffkarte geklebt wird.
DE4229640A 1992-09-04 1992-09-04 Verfahren zum Auftragen von Cyanacrylat-Klebstoffen Expired - Fee Related DE4229640C2 (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE4229640A DE4229640C2 (de) 1992-09-04 1992-09-04 Verfahren zum Auftragen von Cyanacrylat-Klebstoffen
DE59307807T DE59307807D1 (de) 1992-09-04 1993-09-03 Verfahren und Vorrichtung zum Verarbeiten und Auftragen von Cyanacrylat-Klebstoffen
AT93114173T ATE161033T1 (de) 1992-09-04 1993-09-03 Verfahren und vorrichtung zum verarbeiten und auftragen von cyanacrylat-klebstoffen
EP93114173A EP0585949B1 (de) 1992-09-04 1993-09-03 Verfahren und Vorrichtung zum Verarbeiten und Auftragen von Cyanacrylat-Klebstoffen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE4229640A DE4229640C2 (de) 1992-09-04 1992-09-04 Verfahren zum Auftragen von Cyanacrylat-Klebstoffen

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE4229640A1 DE4229640A1 (de) 1994-03-10
DE4229640C2 true DE4229640C2 (de) 1996-11-21

Family

ID=6467276

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE4229640A Expired - Fee Related DE4229640C2 (de) 1992-09-04 1992-09-04 Verfahren zum Auftragen von Cyanacrylat-Klebstoffen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE4229640C2 (de)

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3527224A (en) * 1967-09-05 1970-09-08 American Cyanamid Co Method of surgically bonding tissue together
JPS5853676B2 (ja) * 1979-12-24 1983-11-30 東亞合成株式会社 接着剤組成物
CA1162562A (en) * 1981-09-30 1984-02-21 Luis R. Lizardi Msa/so.sub.2 stabilization system
DE4109105A1 (de) * 1991-03-20 1992-09-24 Henkel Kgaa Saeurestabilisierter cyanacrylsaeureester

Also Published As

Publication number Publication date
DE4229640A1 (de) 1994-03-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2534935C2 (de) Blutgefäßprothese
DE69433893T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer hydrophilen Beschichtung auf einer Oberfläche nach diesem Verfahren hergestellter medizinischer Artikel
DE3631397C2 (de)
DE1769498C3 (de) Tinte für Registriergeräte
DE2308353A1 (de) Transportabler behaelter fuer bakterienkulturen
DE2736303C3 (de) Verwendung einer Mischung auf Basis von Acrylsäuremonomer als schnellhärtendes Klebstoffgemisch
DE69800424T2 (de) Mit einem Pinsel versehener Behälter für einen Cyanoacrylat-Klebstoff
EP0352442B1 (de) Wasserlöslicher Haftkleber auf Polyvinylcarbonsäurebasis seine Herstellung und seine Verwendung
DE4229640C2 (de) Verfahren zum Auftragen von Cyanacrylat-Klebstoffen
DE1669761A1 (de) Einfuehrungsvorrichtung
DE1918743B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Selbstklebebändern
DE2715501C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines Klebstoffes aus tierischem Blut oder aus Blutbestandteilen
DE69502369T2 (de) Verfahren zum Heissverbinden und Verkleben von Substraten, wovon mindestens eines porös ist
DE3907667A1 (de) Acrylischer zwei-komponenten-kleber
DE3500283A1 (de) Klebestift
DE69726171T2 (de) Abgabevorrichtung für ein mehrkomponentiges material
EP0585949B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verarbeiten und Auftragen von Cyanacrylat-Klebstoffen
DE746751C (de) Verfahren zur Herstellung von Massen fuer Verbandstoffe, Binden u. dgl., die hydraulisch abvbindende Pigmente sowie Bindemittel enthalten
DE2845089A1 (de) Aus zwei haertbaren komponenten bestehendes orthodontisches klebemittel, das zum verbinden einer klammer aus metall oder kunststoff mit dem zahnschmelz geeignet ist, sowie verfahren zum verkleben einer metall- oder kunststoffklammer mit zahnschmelz
DE60010461T2 (de) Phytosanitäre zusammensetzung die einen wasserlöslichen wirkstoff und ein modifiziertes öl enthält
DE69527551T4 (de) Zusammensetzung zur grundierung und adhäsion an zahnstrukturen
DE906752C (de) Verfahren zum Verkleben und Verkitten von organischen und anorganischen Materialien
DE3740324C2 (de) N-substituierte Carbonsäureamide, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung
DE611031C (de) Hilfsmittel zum Wachsen von Skiern
DE2442083A1 (de) Verfahren zur herstellung einer klebverbindung, insbesondere zwischen dem oberteil und der laufsohle von schuhen

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee