DE42260C - Herstellung von Sicherheitspapier - Google Patents

Herstellung von Sicherheitspapier

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DE42260C
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Germany
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colors
security paper
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Expired
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DENDAT42260D
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A. ZEISS in Berlin W., Charlottenstr. 68
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Publication of DE42260C publication Critical patent/DE42260C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42DBOOKS; BOOK COVERS; LOOSE LEAVES; PRINTED MATTER CHARACTERISED BY IDENTIFICATION OR SECURITY FEATURES; PRINTED MATTER OF SPECIAL FORMAT OR STYLE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; DEVICES FOR USE THEREWITH AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; MOVABLE-STRIP WRITING OR READING APPARATUS
    • B42D25/00Information-bearing cards or sheet-like structures characterised by identification or security features; Manufacture thereof
    • B42D25/20Information-bearing cards or sheet-like structures characterised by identification or security features; Manufacture thereof characterised by a particular use or purpose
    • B42D25/29Securities; Bank notes

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  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Accounting & Taxation (AREA)
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  • Color Printing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 54: Papiererzeugnisse.
Auf dem Papier wird ein Aufdruck mit drei Farben oder Tinten, zwei sichtbaren und einer unsichtbaren oder maskirten· bewirkt. Die zwei sichtbaren Tinten sind von gleicher Nuance, verhalten sich aber chemisch verschieden, indem die eine echt Und die andere unecht ist. Der Aufdruck kann sowohl in einem gemusterten Untergrund als in Text bestehen. Wird nup versucht, mittelst der üblichen Radirflüssigkeiten den Inhalt auszulöschen, so wird die unechte Farbe aufgenommen und läfst dabei ein von ihr bedecktes, durch Weglassen des echten Druckes ^erzeugtes Zeichen, Wort oder Satz erscheinen, während gleichzeitig die bis dahin unsichtbare Färbung in dunkler Nuance entwickelt wird.
Die Zeichen und Worte können so hergestellt werden, dafs man sie auf den in zwei ähnlichen Farben hergestellten Untergrund mit einer Tinte oder Farbe druckt, welche aus einer Mischung von. in Gummiwasser, Fetten oder Firnissen verriebenem Bleiweifs oder Zinkweifs mit 25 bis 30 pCt. Kobaltchlorür oder zweckmäfsiger schwefelsaurem Manganoxyd besteht. Dieser Aufdruck wird am zweckmäfsigsten an den Stellen angebracht, auf welche die Zahlen, Daten, Unterschriften oder sonstige Zeichen : geschrieben werden. . ·
Anstatt des Grundes kann man auch den Text des Papiers mittelst zweier Farben aufdrucken, welche einander dem Ton nach ähnlich, in ihrem chemischen Verhalten aber verschieden, d. h. echt und unecht sind.
Als solche echte Farben für Grund bezw. Text benutzt der Erfinder Kobaltblau, Berliner Blau, Zinnober, Ocker, Rufsschwarz, Chromgelb, Chromorange, Chromgrün u. s. w.
Als unechte Farben kommen in Betracht Anilinblau, Indigo, Anilinroth, Cochenillelack, Ponceau, Azofarben, Bismarckbraun, Anilingrau, Holzgelb, Holzorange u. s. w.
Als für gewöhnlich unsichtbare Farbe combinirt der Erfinder mit den obigen echten Farben Kobaltchlorür oder schwefelsaures Manganoxyd, von denen er 20 bis 30 pCt. unter erstere mischt. Unter der Einwirkung chlorhaltiger Radirflüssigkeiten entwickeln diese Salze bekanntlich eine schwarzbraune Färbung. Um ein Fortnehmen durch alkalische Flüssigkeiten zu verhüten, werden unter die Tinten Pyrogallussäüre oder Gallussäure gemischt, welche bei der Berührung mit Alkalien und auch mit Chlor Braunfärbung entwickeln.
Zur Bereitung von Sicherheitstinten, welche durch Berühren mit sauren Reagentien Farbenerscheinungen auftreten lassen, kann man auch Benzylroth benutzen, welches bei der geringsten Berührung mit Säuren in Blauschwarz übergeht. Oder der Erfinder mischt mit den gewöhnlichen Druckerfarben, um sie zu verdecken, ein Naphtylaminsalz, Diphenylamin oder oxalsaures Anilin oder deren Homologen unter Beigabe eines oxydirenden Salzes, wie chlorsaures Kali, salpetrigsaures Natron, Vanadiumsalz u. s. w. In diesem Falle entstehen durch Berührung mit Säuren, entgegengesetzt der Absicht des Fälschers, dunkle echte Färbungen. Derartige Tinten müssen indefs mit fetten Firnissen hergestellt werden.
Den Unsichtbaren Aufdruck benutzt der Erfinder auch, um auf Werthpapieren, wie Actien,
Obligationen, Coupons u. s. w., die Numerirung. gegen Fälschung zu schützen, indem er zu deren Druck Farben bezw. Tinten anwendet, die mit gegen Alkalien reagirenden Farbstoffen, wie Alizarin, Purpurin, Blauholz, Rothholz, Orseille, Phenol, Phtalei'n, hergestellt sind, indem diese in einer Menge von 20 bis 30 pCt. unter die gewöhnliche Schwärze oder andere Farbe gemischt werden. Bringt man auf die mit derartigen Schutztinten gedruckten Nummern Alkalilösung, so entsteht sofort eine lebhafte bleibende Färbung. Auch kann man der zur Numerirung benutzten Schwärze 20 bis 30 pCt. trockenes Alizarin beimischen.
Damit die in beschriebener Weise hervorgerufene Farbenveränderung nicht durch Radiren oder Waschen wieder entfernt .werden kann, ohne Spuren zu hinterlassen, wird die ganze Oberfläche des Papiers, wie eingangs angegeben, durch Gaufriren mit einem gemusterten Aufdruck versehen.
Den unsichtbaren Aufdruck kann man auch so herstellen, dafs man zunächst einen Aufdruck herstellt, welcher aus fertigem Ferrocyanmangan, welches in einer mit Glucose oder Glycerin versetzten Gummilösung verrieben ist, oder aus mit der gleichen Substanz vermischten äquivalenten Theilen von gut getrocknetem (krystallwasserfreiem) Ferrocyankalium und schwefelsaurem Mangan besteht. Diesen Aufdruck bedeckt man mit in Fett oder Firnifs verriebenem schwefelsauren Eisenoxyd. Beim Betupfen mit sauer reagirenden Radirmitteln entwickelt sich Berliner Blau.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Unter Benutzung des im Patent No. 32403 beschriebenen Verfahrens die Verwendung von fertigem Ferrocyanmangan oder Ferrocyankalium und schwefelsaurem Mangan zur Herstellung von unsichtbarem Aufdruck auf.Sicherheitspapieren.
DENDAT42260D Herstellung von Sicherheitspapier Expired DE42260C (de)

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DE42260C true DE42260C (de) 1900-01-01

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2620146A1 (fr) * 1987-09-03 1989-03-10 Arjomari Prioux Moyen, papier et document de securite contre la falsification par agent chimique et la contrefacon

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