DE42235C - Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung von Hohlgüssen für Metallröhren - Google Patents
Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung von Hohlgüssen für MetallröhrenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B22C9/22—Moulds for peculiarly-shaped castings
- B22C9/24—Moulds for peculiarly-shaped castings for hollow articles
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 31: Giesserei und Formerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ag. März 1887 ab.
Das vorliegende Verfahren, aus ,schmied- und walzbaren Metallen Hohlgüsse herzustellen,
die für 'die Fabrikation von Röhren geeignet sind, beruht auf dem ungleichmäfsigen Erstarren
des Metalles beim Abkühlen. Von diesem Umstände wird Gebrauch gemacht,
Hohlgüsse von wesentlich cylindrischer Form mit überall gleich dicker Wandung ohne Zuhülfenahme
von besonderen Kernstücken in der Form für den genannten Zweck herzustellen. Als Formen kommen Schalen zur
Anwendung, deren Construction eine derartige ist, dafs das in dieselben einzugiefsende Metall
auf der ganzen Höhe der Schale, soweit diese für die rohen Hohlgüsse als Form dienen
soll, ringsum zu einem Mantel von überall gleichmäfsiger Dicke erstarren kann. Das Verfahren
besteht darin, dafs man den noch flüssigen Kern des Metalles nach einem derartigen
Erstarren des Manteltheiles am unteren Theil der Schale aus- bezw. abfliefsen läfst.
Eine gleichmä'fsige Dicke in der Wandung der Hohlgüsse erreicht man dadurch, dafs man die
Wandung der Schale, vorausgesetzt, dafs das Eingiefsen von oben her erfolgt, oben dicker
als unten wählt, so dafs durch stärkere Wärmeleitung am oberen Theil ein entsprechend
schnelleres Abkühlen des eingegossenen Metalles eintritt und demgemäfs ein Mantel desselben
zum Erstarren gebracht wird, der überall von ■gleichmäfsiger Dicke ist. Es läfst sich derselbe
Zweck aber auch durch eine entsprechend geregelte Kühlung der Schale erreichen. Eine
derart wirkende Schale stellt die beiliegende Zeichnung dar. Damit die Wand des herzustellenden
Hohlgusses am oberen wie am unteren Ende dieselbe Dicke erhält, hat die
Schalenwand eine nach unten hin allmälig abnehmende Dicke erhalten. Die dickeren Theile
der Schalen wand leiten die Wärme schneller als die dünneren und bewirken dadurch, dafs
eine gewisse Zeit nach dem Giel'sen der der Schalenwand zunächst liegende Theil des
flüssigen Metalles auf der ganzen Höhe der Schale zu einem Mantel von gleichmäfsiger
Dicke erstarrt. Ein schnelleres Abkühlen irgend eines Theiles der Schale könnte auch in anderer
Weise erzielt werden, z. B. durch Abkühlen mit Wasser. Es mufs nur dafür gesorgt
werden, dafs das Abkühlen des oberen Theiles der Schale schneller stattfindet als das
Abkühlen des unteren Theiles. Der flüssig bleibende Metallkern wird von unten aus dem
derart gewonnenen erstarrten Mantel entfernt.
Dieses erreicht man dadurch, dafs zwei oder mehr Schalen CC1C2... (Fig. 1 , 2 und 3)
durch ein gemeinsames Bodenstück D in Communication mit einander gebracht werden, so
dafs das Anfüllen und das Entleeren sämmtlicher Schalen gleichzeitig stattfindet. Das
Metall wird in diejenige Schale eingegossen, welche die Mitte der Schalengruppe einnimmt.
Um die flüssigen Kerne abfliefsen zu lassen, entfernt man eine der Schalen von dem gemeinsamen
BodenslUck D, es fliefsen dann die Kerne durch das Bodenstück und die durch
die Wegnahme der einen Schale C in demselben entstandene Oeffnung d, Fig. 3, ab.
Natürlich mufs der Rauminhalt dieses Bodenstückes D ein solcher sein, dafs das in demselben
befindliche Metall während der langen Zeit flüssig erhalten wird. Um dasselbe zu er-
reichen, kann man aber auch das Bodenstück mit einer Ausfütterung t von feuerfestem,
schlecht wärmeleitendem Material versehen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei der Herstellung von Hohlgüssen für die Fabrikation von Röhren die neben einander aufgestellten Schalenformen C C1 C2, Fig. ι bis 3, welche durch ein gemeinsames Bodenstück D mit einander communiciren, so dafs nach dem Anfüllen der Schalen und dem Erstarren des Metallmantels durch einfache Fortnahme einer Schale der. Abflufs des in dem erstarrten Mantel noch verbliebenen flüssigen Metalles ohne Umstülpen der Schalen eintreten kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE42235C true DE42235C (de) |
Family
ID=317653
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT42235D Expired - Lifetime DE42235C (de) | Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung von Hohlgüssen für Metallröhren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE42235C (de) |
-
0
- DE DENDAT42235D patent/DE42235C/de not_active Expired - Lifetime
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