DE418378C - Schlagwetteranzeiger - Google Patents
SchlagwetteranzeigerInfo
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- DE418378C DE418378C DEG61182D DEG0061182D DE418378C DE 418378 C DE418378 C DE 418378C DE G61182 D DEG61182 D DE G61182D DE G0061182 D DEG0061182 D DE G0061182D DE 418378 C DE418378 C DE 418378C
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- methane
- firedamp
- platinum
- noble metal
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- Expired
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N21/00—Investigating or analysing materials by the use of optical means, i.e. using sub-millimetre waves, infrared, visible or ultraviolet light
- G01N21/62—Systems in which the material investigated is excited whereby it emits light or causes a change in wavelength of the incident light
- G01N21/71—Systems in which the material investigated is excited whereby it emits light or causes a change in wavelength of the incident light thermally excited
- G01N21/716—Systems in which the material investigated is excited whereby it emits light or causes a change in wavelength of the incident light thermally excited by measuring the radiation emitted by a test object treated by combustion gases for investigating the composition of gas mixtures
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Description
- Schlagwetteranzeiger. In der Patentschrift q.ro66r ist ein Schlagwetteranzeiger beschrieben, der darauf b:@ruh" daß ein durch den elektrischen Strom vorgewärmter Draht aus ka;alytisch wirkendem 'Material sichtbar aufglüht, wenn er in brennbare Gase enthaltende Luft gebracht wird.
- Der Versuch zeigt nun, daß bei Benutzung von reinem Platin als katalytischen Körper die Wirkung sehr gut ist, wenn der Luftwasserstoff oder ein Gemisch von Wasserstoff und Methan, wie es das Leuchtgas dars'ellt, beigemengt ist. Beseht die Beimengung zur Luft aber aus reinem Methan, wie dies bei schlagenden Wettern meistens der Fall ist, so versagt reiner Platindraht fast immer ganz. Hin und wieder tritt allerdings bei einem Methangehalt über 4. Prozent ein Aufleuchten des Drahtes an einer irgendwie, etwa durch eine kleine Verdünnung ausgezeichneten Stelle cin. Die Erwärmung einer solchen Stelle im Draht ist dann aber so stark, daß er für gewöhnlich an dieser Stelle durchschmilzt.
- Diesem Übelstande wird gemäß der Erfindung dadurch abgeholfen, daß der Platindraht an eincm oder an einigen Punkten präpariert wird. Diese Präparierung bcsteht darin, daß besonders wirksame Edelmetalle, wie Platin oder auch Palladium in besonderer Art auf dein Draht niedergeschlagen werden. Es hat sich gezeigt, daß der Niederschlag am besten gelingt, wenn er durch Eindampfen eines Tropfens einer Salzlösung des Edelmetalls an dem g:üherrden Draht hervorgebracht wird. Ein solch präparierter Draht leuchtet je nach der Stärke des Niederschlags entweder an den Stellen, an welchen er präpariert ist, bzw. dicht neben den Stellen auf, oder aber er wird hochempfindlich gerade an den Stellen, an welchen kein Niederschlag erfolgt ist. In reiner Luft wird ein solcher Draht durch den elektrischen Strom in gleichmäßige Glut gebracht. Unter Umständen glühen nur die Stellen, an welchen die Präparierung stattgefunden hat, weniger hell. Wird aber der Draht in methanhaltige Luft gebracht,-so wird entweder der vorher dunkler glühende Teil, jetzt der heller glühende, oder der Draht wird an irgendeiner anderen Stelle im Gegensatz zu seinem übrigen Teil besonders hell glühen. Der Unterschied, der demnach in dem Glühzustand des Drahtes an verschiedenen Punkten eintritt, ist selbst für ein ungeübtes Auge gut wahrnehmbar und somit ein vorzügliches Zeichen, um die Anwesenheit von Methan festzustellen. Wird z. B. ein Pla-indrahtbügel nur an der Spitze präpariert und durch den elektrischen Strom so weit vorgewärmt, daß in reiner Luft die Spitze gar nicht, die Schenkel aber gerade erst sichtbar werden, so ist schon bei 2 Prozent Methanbeimischung zur Luft die Spitze der viel hellere Teil als die Schenkel des Drahtbügels. Bei Methanbeimischungen von .1 bis io Prozent dagegen leuchten einzelne Teile dieses Drahtes weißglühend auf, während andere Teile verhältnismäßig dunkel bleiben, wenn der Strom so eingestellt ist, daß er vorher den Draht auf dunkle Rotglut brachte.
- Die Erklärung des ganzen Vorganges liegt voraussichtlich in folgendem: Durch den Edelmetallniedersc hlag auf dem Draht wird eine teilweise Zersetzung des Methans bewirkt und der dabei frei werdende Wasserstoff wird intensiv von dem Draht aufgenommen und verbrennt dann bci der verhältnismäßig tiefen Temperatur unter Verbindung mit dem Sauerstoff der Luft an dem Draht. Ist die dadurch entstehende Erwärmung des Drahtes genügend stark, so tritt auch eine Verbrennung des ausgeschiedenen. Kohlenstoffes ein, und der Draht erscheint in Weißglut bzw. scheinen sich kleine F1ämmchen auf -dein Draht anzusetzen, die dasselbe Aussehen haben, als wenn der Draht an den Punkten in heller Weißglut erglüht.
- Bei der eintretLnden Weißglut des Drahtes entsteht indes noch die Gefahr, daß der Draht durchschmilzt. Da im Gegensatz zu einer Beimischung von `Vasserstoff eine Entzündung und Flammenbildung des reinen Methanluftgemisches nicht regelmäßig stattfindet, und das periodische Dunklerwerden des Drahtes, wie in dem Hauptpatent beschrieben, ebenfalls nicht eintritt, nimmt die Temperatur des Drahtes an der aufleuchtenden Stelle so lange zu, bis der Draht an dieser Stelle schmilzt.
- Dieser Nachteil wird erfindungsgemäß durch die Legierung des Platindrahtes mit einem Edelmetall, das einen höheren Schmelzpunkt hat als Platin, z. B. Iridium, Osmium oder Ruthenium, beseitigt, womit gleichzeitig der Vorteil verbunden ist, daß dadurch die Empfindlichkeit des Drahtes erhöht wird, so daß er bereits bei einem ganz geringen Prozent-Behalt der Luft an Methan gut sichtbar aufleuchtet.
- Das Durchbrennen des Drahtes läßt sich überdies auch noch durch eine entsprechende Bemessung seines Querschnittes vermeiden. Die Drahtstärke ist von besonderer Wichtigkeit, denn ist der Draht zu dünn, so kann sich die Wärme von der aufleuchtenden Stelle über die benachbarten Stellen des rr.Drahtes nur wenig verteilen; ist dagegen der Draht zu dick, so verteilt sich die Wärme derart stark, daß die Unsymmetrie des Leuchtzustandes der verschiedenen Drahtstellen für das Auge nicht wahrnehmbar ist. Der Versuch hat ergeben, daß eine Drahtstärke von o,o6 bis o,oä mm die geeignetste ist.
Claims (3)
- PATENT-ANSPRÜCHE: i. Schlagwetteranzeiger nach Patent 4 i o66 i, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks höherer Empfindlichkeit des Glühdrahtes gegen Schlagwet:er, insbesondere Methan, entweder der dünne Platindraht an einigen Punkten besonders präpariert wird durch Aufbringen eines besonders wirksamen Edelmetalls, wie z. B. Platin, Palladium, in passender Form oder daß der Glühdraht selbst aus einer Legierung des Platins mit Edelmetallen, wie Osmium, Ruthenium, hergestellt wird.
- 2. Schlagwetteranzeiger nach Anspruch i: dadurch gekennzeichnet, daß der Glühdraht zwecks guten Aufleuchtens zum Anzeigen des Grades der Methanbeimengung zur Luft in einer Stärke von o,o6 biss o,oS mm gewählt wird.
- 3. Verfahren zur Präparierung des Glühdrahtes gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufbringen des Edelmetalls, durch Eindampfen eines Tropfens einer Salzlösung dieses Edelmetalls auf dem zum Glühen gebrachten Draht geschieht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG61182D DE418378C (de) | 1924-04-10 | 1924-04-10 | Schlagwetteranzeiger |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG61182D DE418378C (de) | 1924-04-10 | 1924-04-10 | Schlagwetteranzeiger |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE418378C true DE418378C (de) | 1925-09-04 |
Family
ID=7132658
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG61182D Expired DE418378C (de) | 1924-04-10 | 1924-04-10 | Schlagwetteranzeiger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE418378C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1107139B (de) * | 1958-03-26 | 1961-05-18 | Markes & Co Kommanditgesellsch | Fernbedienungseinrichtung fuer Spielzeuge |
-
1924
- 1924-04-10 DE DEG61182D patent/DE418378C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1107139B (de) * | 1958-03-26 | 1961-05-18 | Markes & Co Kommanditgesellsch | Fernbedienungseinrichtung fuer Spielzeuge |
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