DE415647C - Ophthalmologisches Instrument mit einer Vorrichtung zum Registrieren der Messergebnisse - Google Patents

Ophthalmologisches Instrument mit einer Vorrichtung zum Registrieren der Messergebnisse

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DE415647C
DE415647C DEB113559D DEB0113559D DE415647C DE 415647 C DE415647 C DE 415647C DE B113559 D DEB113559 D DE B113559D DE B0113559 D DEB0113559 D DE B0113559D DE 415647 C DE415647 C DE 415647C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B3/00Apparatus for testing the eyes; Instruments for examining the eyes
    • A61B3/10Objective types, i.e. instruments for examining the eyes independent of the patients' perceptions or reactions
    • A61B3/14Arrangements specially adapted for eye photography

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Description

  • Ophthalmologisches Instrument mit einer Vorrichtung zum Registrieren der 1Vleßergebnisse. Den bisher im allgemeinen Gebrauch befindlichen ophthalmologischen Instrumenten verschiedener Art haftet noch eine gewisse Unvollkommenheit an, die darin besteht, daß der Untersuchende nach erfolgter Einstellung des Instrumentes Art und Größe der Fehlsichtigkeit an verschiedenen Skalen ablesen und die Meßergebnisse aufschreiben muß.
  • Ganz abgesehen davon, daß sich hierbei leicht Fehler und Irrtümer einschleichen können, hat dies Verfahren auch sonst allerlei Unbequemlichkeiten im Gefolge.
  • Die ophthalmologischen Messungen werden häufig im verdunkelten Raum vorgenommen, so daß der Untersuchende bei der Ablesung der Skalen diese beleuchten muß. Ist schon die dadurch bedingte Unterbrechung der Untersuchungstätigkeit störend, so wird die Behinderung für den Untersuchenden noch weiter dadurch verstärkt, daß die Dunkeladaption seiner Augen, die für manche Messungen unerläßlich ist, durch das wiederholte Einschalten der Beleuchtung beeinträchtigt wird.
  • Nun sind zwar Anordnungen bekannt geworden, welche ein automatisches Aufzeichnen der Untersuchungsergebnisse ermöglichen. Bei diesen Anordnungen handelt es sich jedoch nicht um ein Instrument zur zahlenmäßigen Registrierung eines korrigierbaren Sehfehlers, sondern zur flächenhaften Untersuchung der Beschaffenheit der Netzhaut oder zur Aufzeichnung der Sehfehler in Form einer graphischen Darstellung, aus der dann erst die zahlenmäßigen Größen ermittelt werden müssen.
  • Die vorliegende Erfindung hat deshalb ophthalmologische Meßinstrumente zum Gegenstand, bei denen das gefundene Meßergebnis unmittelbar rezeptmäßig oder wenigstens rezeptähnlich registriert werden kann, z. B. auf einem Papierstreifen. Zu diesem Zweck ist eine mechanische Registriervorrichtung so mit den Einstellorganen des Instrumentes gekuppelt, daß lediglich durch Betätigung eines Apparatteiles (Hebel, Taste o. dgl.), die beispielsweise auch elektrisch oder elektromagnetisch bewirkt werden könnte, die Registrierung erfolgen kann.
  • Die besondere Ausführungsform der mechanischen Schreibvorrichtung ist für den Erfindungsgedanken unerheblich, da derartige Einrichtungen, z. B. bei Kontrollkassen und Schreibmaschinen, an sich bekannt sind; im übrigen muß die Schreibvorrichtung den verschiedenen Instrumentenarten (Ophthalmometer, Keratometer u. dgl.) in jedem Falle besonders angepaßt werden.
  • Bei Augenuntersuchungen ist im allgemeinen eine doppelte Messung nötig, nämlich am rechten und linken Auge des Patienten. Damit auch hierbei keine Verwechslung eintritt, die im verdunkelten Raum besonders leicht vorkommen kann, wird die Schreibvorrichtung mit gewissen Teilen des Instrumentes zwangläufig verbunden, deren Stellung entsprechend dem rechten oder linken Patientenauge in bezug auf den Apparat verschieden ist. Kuppelt man z. B. die Schreibvorrichtung mit der bei stationären Instrumenten in der Regel vorgesehenen Kinnstütze, dann überträgt sich deren relative Lage zum Instrument auch auf die Schreibvorrichtung, und aus der registrierten Messung ist ohne weiteres ersichtlich, für welches Auge die Messung stattgefunden hat.
  • Bei anderen Instrumenten werden Marken eingeschaltet, die der Patient zu beobachten hat, und die gewöhnlich für das rechte und linke Auge eine besondere Lage haben. Auch hierbei läßt sich die Einschaltung der jeweiligen Marken mit der Schreibvorrichtung zu dem gleichen, oben beschriebenen Zweck verbinden.
  • Dem folgenden Ausführungsbeispiel ist eine gebräuchliche Bauart des Ophthalmometers zugrunde gelegt. Auf der Zeichnung sind die wesentlichen Teile der Schreibvorrichtung dargestellt. Sie befinden sich alle an dem Gehäuse a (Abb. i und z) der Beleuchtungslampe für die Einstellmarke M. Abb. i ist ein Aufriß und Abb. a ein Seitenriß, teilweise geschnitten. Die Einstellmarke M ist bekanntlich drehbar, um die Lage der astigmatischen Achsen bestimmen zu können. Die Ablesung erfolgt an einer entsprechend dem Taboschema 18o' umfassenden Gradteilung, die sich außerhalb des Lampengehäuses auf einer mit dem Triebknopf für die Meridianeinstellung gekuppelten oder, wie in Abb. i und a, zugleich als Triebknopf dienenden Kreisscheibe b befindet. Bei der Erfindung wird nun beispielsweise der Rand oder ein entsprechender Teil des Randes dieser Teilscheibe mit erhabenen Schrift- und Einteilungszeichen versehen, wie sie den bei Schreibmaschinen üblichen entsprechen.
  • In dem Ausführungsbeispiel ist die Scheibe zylindrisch gestaltet und sind die Schriftzeichen auf der unteren Hälfte des Zylindermantels angeordnet; vgl. Abb.3, in der ein kleines Stück dieser Teilung in die Zeichenebene abgewickelt wiedergegeben ist. Vor der Scheibe b ist eine Schneide s, etwa an einem Querstück g, angeordnet, die gegenüber den Ziffern des Letternrandes genau dieselbe Stellung einnimmt wie die übliche Ablesemarke m gegenüber der Gradeinteilung der Scheibe b. Preßt man unter Zwischenschaltung eines Farbbandes f ein Papier p von entsprechender Breite von unten gegen die Scheibe b und die Schneide s, so erhält man z. B. den in Abb. ¢ dargestellten Abdruck, bei dem die dem Abdruck der Schneide s gegenüberliegende Gradzahl abzulesen ist.
  • Die Erfindung soll sich auch auf Konstruktionen erstrecken, bei denen die Schriftzeichen nicht unmittelbar an der Einstellscheibe sich befinden, sondern mittelbar durch diese gesteuert werden.
  • Die Scharfeinstellung des Markenbildes auf dem Augenhintergrund erfolgt bekanntlich durch Verschiebung des ganzen Gehäuses a in der Zeichenebene der Abb. i gegenüber dem links von Abb. i zu denkenden abbildenden System.
  • Befestigt man nun an diesem System bzw. seinem Träger einen wagerechten Stab i, der auf seiner Unterseite abdrückbare Dioptrienzahlen trägt, so werden auch diese auf dem Papier p abgedrückt.
  • Zu beiden Seiten der Einstellmarke M befinden sich bekanntlich Visiermarken für das rechte und linke Auge des Patienten. Beim Übergang von einem Auge auf das andere muß stets die eine der beiden Visiermarken verdeckt, die andere freigegeben werden. Mit dem dazu nötigen Bewegungsmechanismus läßt sich auf an sich bekannte Weise eine Registriervorrichtung o (Abb. z) kuppeln, die auf der Unterseite rechts ein »r« und links ein »d« trägt. Diese beiden Zeichen sind so angeordnet, daß das jeweils nicht in Betracht kommende Zeichen außerhalb des Farbbandes f und Papierstreifens p zu liegen kommt und nur das Zeichen zum Abdruck gelangt, das dem jeweils untersuchten Auge entspricht.
  • Ein vollständiger Abdruck aller bei einer Einstellung aufzuzeichnenden Werte würde demnach z. B. der Abb. 5 entsprechen.
  • Das Andrücken des Papiers kann auf verschiedene Weise, so durch einen Elektromagneten, durch Federn usf. erfolgen; am einfachsten durch einen Hebel, den der Untersuchende scherenartig gegen einen feststehenden Griff herabdrückt.
  • Bei der Rückkehr in die Ruhelage setzt die Druckvorrichtung zwei Walzen w (Abb. z) oder eine andere geeignete Mitnehmevorrichtung in Bewegung, welche das Papierband p um das Stück L (Abb. a) herauszieht, so daß ein unbedrucktes Stück unter die Zeichen zu liegen kommt. Für jedes astigmatische Auge sind zwei Ablesungen zu machen. Die vollständigen Aufzeichnungen für einen Patienten mit beiderseitigem Astigmatismus würden also beispielsweise wie Abb.6 aussehen.
  • Nach dem Abdrucken der letzten -Einstellung wird unmittelbar hinter den Rollen w bei tt durch eine Schneidevorrichtung das bedruckte Stück des Papierstreifens abgetrennt, auf dein nunmehr das vollständige Untersuchungsergebnis in rezeptähnlicher Weise niedergeschrieben ist.
  • Das Farbband f wird, wie bei Schreibmaschinen, nach jedem Druck um ein kleines Stück von einer Rolle auf eine andere gewickelt. Die Bewegung dieser Rollen R wird ebenfalls durch die Rückkehr der Druckvorrichtung in ihre Ruhelage bewirkt.
  • Das Papierband p wird einer Rolle P entnommen, die ebenfalls an dem Gehäuse a angebracht ist.
  • Statt einer fortlaufend sich abwickelnden Papierrolle kann man auch Papierblöcke verwenden.
  • Es ist ohne Schwierigkeiten möglich, die Schreibanordnung so zu gestalten, daß sie außer der Erstschrift einen Durchschlag oder mehrere liefert.
  • Die beschriebene Vorrichtung zur Aufzeichnung der gemessenen Werte läßt sich auch bei anderen ophthalmologischen Instrumenten als dem dem Ausführungsbeispiel zugrunde gelegten Ophthalmometer mit sinngemäßen Änderungen anwenden, wie z. B. bei dem Schiötz-Javalschen Keratometer usf.

Claims (1)

  1. PATEN T-ANSPRÜCHE: i. Ophthalmologisches Instrument mit einer Vorrichtung zum Registrieren der Meßergebnisse, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellvorrichtungen des Instrumentes für den Meridian, in dem die Messung erfolgen soll, und für die Bestimmung der Refraktionszustände des untersuchten Auges besondere Registriervorrichtungen (b, s, t) tragen oder antreiben, die so angeordnet sind, daß durch die Betätigung eines die Registrierung bewirkenden Apparateteiles (Hebel, Taste o. dgl.) die jeweiligen Stellungen der vom Beobachter eingestellten Meßeinrichtungen vorzugsweise zahlenmäßig auf einem Schriftträger nach Art eines Rezeptes vermerkt werden. a. Ophthalmologisches Instrument nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Einstellung auf das rechte bzw. linke Auge des Patienten vorgesehenen Instrumententeile (Kinnstütze, Beobachtungsmarke u. dgl.) mit einer Registriervorrichtung (o) gekuppelt sind, die den beiden Augen entsprechende unterschiedliche Zeichen gleichzeitig bei Registrierung der Meßergebnisse auf den Schriftträger aufzeichnet.
DEB113559D 1924-04-03 1924-04-03 Ophthalmologisches Instrument mit einer Vorrichtung zum Registrieren der Messergebnisse Expired DE415647C (de)

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