DE415295C - Schutzvorrichtung - Google Patents

Schutzvorrichtung

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DE415295C
DE415295C DET29594D DET0029594D DE415295C DE 415295 C DE415295 C DE 415295C DE T29594 D DET29594 D DE T29594D DE T0029594 D DET0029594 D DE T0029594D DE 415295 C DE415295 C DE 415295C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G43/00Control devices, e.g. for safety, warning or fault-correcting
    • B65G43/04Control devices, e.g. for safety, warning or fault-correcting detecting slip between driving element and load-carrier, e.g. for interrupting the drive

Landscapes

  • Mechanical Operated Clutches (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

  • Schutzvorrichtung. Vorrichtungen, die bei stillstehendem Gurt eine Unterbrechung "des Antriebes selbsttätig herbeiführen sollen, um Brand oder Unfälle zu verhüten (letztere besonders, wenn der Arbeiter es unternimmt, mit der Hand dem stokkenden Gurt nachzuhelfen), sind bekannt. Die bekannten Vorrichtungen dieser Art beruhen entweder auf 'der Verwendung von leicht schmelzbaren Elementen, Kontakten oder ähnlichen Mitteln, nach deren Schmelzen erst die Stillsetzung des Antriebes bewirkt wird, od- r auf der Verwendung ausschließlich mechanisch wirkender Mittel, die bei Eintritt der Brand-oder Unfallsgefahr, unter Benutzung von Fest-und Leerscheiben, die Unterbrechung des Antriebes veranlassen soll.
  • Bei der erstgenannten Art muß eine Erhitzung, die Quelle der Funkenbildung, schon eingetreten sein, ehe die Ausrückvorrichtung in Wirksamkeit tritt. Bei der zweiten Art ist die Zuverlässigkeit des Funktionierens teils durch das umständliche Überleiten des Riemens von der Festscheibe auf die Leerscheibe, teils durch die wechselnde Wirkung von Fest- und Leerscheiben überhaupt, sehr in Frage gestellt. Denn die Zeit des überganges von der einen Wirkung zur andern birgt die Hauptgefahr des Anbrennens des Gurtes, mithin der Funkenbildung, in sich.
  • Die den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung unterscheidet sich im wesentlichen von den bekannten, den vorhin erwähnten Zwecken dienenden Schutzvorrichtungen dadurch, daß der Gurt mit Widerlagern ausgerüstet ist, die eine innerhalb der Gurtscheibe angebrachte Kupplung bei Stillstand des Gurtes in der Weise plötzlich ausrücken, daß nunmehr nur die von der Riemenscheibe angetriebene Welle weiterläuft. Diese Widerlager können zweckmäßig an dem Gurt zwischen Becher und Gurt, beide gleichzeitig verbindend, befestigt sein.
  • Um die Sicherheit der Ausrückung zu erhöhen und bei längerem Betriebe -das Entstehen von Verbiegungen der Widerlager und Klemmungen in den Gelenken infolge einseitiger Anbringung der Kupplungseinrichtung zu vermeiden, empfiehlt es sich, wie die Zeichnung zeigt, die Widerlager und das Hebelwerk der Kupplung doppelt, d. h. auf beiden Stirnseiten der Gurtscheibe, anzuordnen. In den Ausführungsbeispielen der Erfindung besteht das Hauptelement der Kupplung in einem ZVinkelhebel, der mit einem oder auch mehreren Zähnen in eine Nut der Gurtscheibennabe faßt. Dieser Winkelhebel ist so gelagert und gestaltet, daß ein auf ihn einwirkender Gelenkhebel entweder in der Ausrückstellung oder in der Einrückstellung in Totpunktlage -kommt und dadurch die Unverrückbarkeit der Vorrichtung in der jeweiligen Stellung vollständig sichert.
  • Die Zuverlässigkeit dieser Vorrichtung läßt, wie auch durch eingehende Versuche festgestellt ist, nichts zu wünschen übrig. Die Plötzlichkeit der Ausrückung ist dadurch verbürgt, daß die mit dem Gurt verbundenen Widerlager nur die Winkeldrehung eines Hebels um etwa 4.o° zu vollziehen haben, um den Kupplungszahn aus seiner Nut herauszuheben.
  • Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt. Es ist Abb. i die Stirnansicht der Gurtscheibe, Abb.2 ein senkrechter Schnitt nach der Linie a-b der Abb. i, wobei die rechtsseitige Hälfte die innere Einrichtung der Gurtscheibe in der Ansicht zeigt, Abb.3 die Stirnansicht einer zweiten Aus-.führungsform, Abb..I ein senkrechter Schnitt nach der Linie c-d der Abb. 3 mit rechtsseitiger Teilansicht. Die Welle i ist, wie üblich, im Elevatorkopf gelagert und wird von einer nichtgezeichneten Scheibe durch Riemen o. dgl. in Umlauf gesetzt. Auf die Welle z ist zweckmäßig eine mit Bünden 3 zu beiden Seiten versehene Büchse 2 geschraubt, auf der die Nabe q. der Gurtscheibe 5 lose sitzt. Um die Nabe .4 auf die Büchse zu bringen, ist die letztere in der Mitte geteilt. Die Gurtscheibe 5 (genannt Kopfscheibe im Gegensatz zur nichtgezeichneten unteren 'Gurtscheibe im Fuße des Elevators) besitzt eine mittlere Wand 6, in die verschiedene Bolzen der Ausrückvorrichtung fest eingesetzt sind.
  • Der die Becher oder Schöpfer 8 tragende endlose Gurt 7 ist um die Kopf- und Fußscheibe gespannt und mit in gewissen Abständen voneinander entfernten, als Widerlager dienenden Nasen 9 versehen, die die Enden einer quer auf dem Gurt befestigten schmalen Platte io bilden. Bei solcher Ausführung können die Platten i o zwischen einen Becher ° und den Gurt zu liegen kommen und mit diesen Teilen zusammen, wie aus Abb. i und 2 zu ersehen, verschraubt sein. Die Widerlager können aber auch unabhängig von den Bechern auf dem Gurt 7 angebracht sein und eine von der Zeichnung abweichende Form erhalten, wenn sie nur den ihnen zu@"-edachten Zweck erfüllen.
  • Im Bund 3 der Büchse 2 befindet sich eine Nut i i, in die ein Zahn 12 eines um den Bolzen 13 schwingenden Winkelhebels 14, 15 faßt. Der Arm 14. ist an eine Rückzugsfeder 16 angelenkt, und der Arm 15 liegt unter einem Hebel 17, dessen Stützbolzen 18, wie der Bolzen 13, in der Scheibenwand 6 gelagert ist, und dessen anderer Endzapfen i9 an eine Schubstange 2o angelenkt ist, die ihrerseits mit dem Zapfen 21 eines um den gleichfalls mit der Scheibe 5 oder ihrer Nabe .I ortsfest verbundenen Bolzen 22 schwingenden Daumenhebels 23 gelenkig verbunden ist.
  • Die Gurtscheibe 5 ist zweckmäßig durch eine Masse 2.I ausbalanciert. Wie schon in der Einleitung hervorgehoben war, ist es vorteilhaft; die Widerlager, den Winkelhebel und alle zugehörigen Elemente doppelt, und zwar in gleichen Abständen von der Mittelwand 6, anzubringen.
  • Wenn bei normalem Betriebe der Gurt 7 und die Scheibe 5 mit der gleichen Geschwindigkeit laufen, begegnen sich die Widerlager 9 des Gurtes und der Daumenhebel 23 nicht; selbst bei geringem Rutschen des Gurtes 7 ist ein Ausrücken nicht möglich, weil der Hebel 23 sowie die Teile 9 keilförmige Enden haben und bei nur geringem Gleiten des Gurtes auf der Scheibe 5 bei einem Zusammentreffen der Daumenhebel 23 etwas nachgeben kann. Anders verhält es sich bei einem Stehenbleiben des Gurtes als Folge einer Verstopfung im Elevator oder eines anderen Grundes. In diesem Falle stellt das jeweils in Betracht kommende Widerlager 9 dem Hebel 23 einen ortsfesten Widerstand entgegen, und da. dieser Hebel durch die sich weiter in der gezeichneten Pfeilrichtung drehende Scheibe 5 mitbewegt wird, so wird er um den Bolzen 22 in die strichpunktierte Lage geschwenkt. Hierbei nimmt er die Schubstange 2o und diese den Hebel 17 mit. Der letztere drückt den Arm 15 des Winkelhebels nieder, und der Arm 14 bewegt den Zahn 12 aus der Nut i i heraus. Dadurch ist die Kupplung ausgerückt; die Scheibe 5 steckt lose auf der Büchse 2, und die Welle i dreht sich allein weiter. Wie aus der strichpunktiert gezeichneten Ausrückstellung ersichtlich, befinde%- sich der Hebel 17 in der Endstellung in Totpunktlage, demzufolge kann die Rückzugsfeder 16 den Kupplungszahn. 12 nicht früher wieder in die Nut i i zurückbringen, als bis von Hand oder auf andere Weise die ganze Vorrichtung wieder in die Anfangsstellung (Einrückstellung) zurückgebracht wird.
  • Da die '@Viderlager 9 den Rand der Scheibe von beiden Seiten umfassen, so wird durch sie der Gurt ständig .auf der Scheibe geführt und ein seitliches Schleifen desselben und somit eine Brandgefahr aus diesem Grunde gleichfalls vermieden.
  • Die Ausführungsform gemäß Abb.3 und 4 weicht von der beschriebenen in der Hauptsache dadurch ab, daß der Hebel 14 a vereinfacht ist und mit seinem Zahn 12, statt von unten, von oben in die Nut i i des Bundes 3 der Büchse '2 greift. Hierbei besitzt er ein Langloch 25 zur Aufnahme eines Zapfens 26 des um den Bolzen 22a schwingenden Daumenhebels z3a. Dadurch fällt die Schubstange 2o im ersten Ausführungsbeispiel fort. Der als Gelenkhebel wirkende Arm 17a des Hebels 23a nimmt in diesem Falle Totpunktlage ein, wenn die Kupplung eingerückt ist.

Claims (6)

  1. PATE I@,TT-ANSPRÜ CHE: i. Schutzvorrichtung für Gurtbecherwerke o. dgl. mit selbsttätiger Abstellung des Antriebes bei stillstehendem Gurt, dadurch gekennzeichnet, daß der Gurt mit Widerlagern ausgerüstet ist, die bei Stillstand des letzteren eine innerhalb der Gurtscheibe (Kopfscheibe ) angebrachte, den Scheibenkranz oder-die Scheibennabe mit der M'elle verbindende Kupplung auslösen.
  2. 2. Schutzvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Gurt befestigte Widerlager (9) bei Stillstand des ersteren einem Daumenhebel (23) ortsfesten Widerstand entgegensetzen, demzufolge dieser zu einer Schwingbewegung veranlaßt wird, die die Ausrückung der Kupplung innerhalb der Gurtscheibe bewirkt.
  3. 3. Schutzvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die innerhalb der Gurtscheibe befindliche Kupplung eine Zahnkupplung ist, die mit dem Daumenliebel (23) in Bewegungszusammenhang stent.
  4. Schutzvorrichtung nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnkupplung aus einem @Vinlzelliebel (1.1, 15) besteht, dessen Zahn (12) (oder mehrere Zähne) in die Nut (i i) des Bundes (31 einer der Scheibenkranznabe (.l) als Lager dienenden Büchse (2) faßt, dieser Winkelliebel unter der Wirkung einer Rückzugsfeder (16) steht, und seine Bewegung durch einen mit dem Daumenhebel (23) verbundenen Auslösehebel (17) derart erhält, daß zu dem Winkelhebel der Auslösehebel nach der Ausrückung in Totpunktlage kommt.
  5. 5. Schutzvorrichtung nach Anspruch i, 3 und ¢, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrhebel ein einarmiger, mit einem zur Aufnahme eines Zapfens (26) des Daumenhebels (23a) bestimmten Langloch (25) versehener Hebel (i4a) ist, dessen Zahn (12) in der Nut (i i) des Büchsenbundes (3) bei gekuppelter Stellung durch die Totpunktlage eines auf den Sperrhebel drückenden Armes (17(1) des Daumenhebels (23a) festgehalten wird.
  6. 6. Schutzvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlager (9) umgebogene Enden von Platten (io) bilden, die auf dem Gurt befestigt sind. 7: Schutzvorrichtung nach Anspruch i und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die `i.'iderlager (9) mit ihren Platten (1o) zwischen Gurt (5) und je einen Becher oder Schöpfer (8) zu liegen kommen, und alle drei Teile zusammen durch Schrauben oder Nieten vereinigt sind. B. Schutzvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung der NViderlager und der gesamten Kupplung in gleichem Abstande von der Zwischenwand (6) der Gurtscheibe --auf dieser doppelt angebracht ist.
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