DE4138734C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung beider Längsseiten von in Längsrichtung geförderten Schnitthölzern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung beider Längsseiten von in Längsrichtung geförderten SchnitthölzernInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bearbei
tung beider Längsseiten von in Längsrichtung geförderten
Schnitthölzern und auf eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens.
Schnitthölzer sind Holzerzeugnisse, z. B. Bretter, Bohlen,
Kanthölzer oder Balken, die mit Sägemaschinen durch Auftren
nen von Rundholz parallel zur Stammachse hergestellt wer
den.
Bei der Weiterverarbeitung der verschiedenen Schnitthölzer
treten Probleme auf, z. B. beim Verleimen besäumter Bretter
zu Platten. Bei dieser Plattenverleimung bilden sich häufig
Spitzfugen.
Spitzfugen sind fehlerhafte Fügekanten, die dadurch gebil
det werden, daß die Fugen an den beiden Enden nicht dicht
sind. Dies führt zu einer fehlerhaften oder ungenügenden
Verleimung an den Plattenoberflächen, da einzelne Bretter
im Bereich ihrer Längsseiten nicht exakt gerade sind.
Derartige Spitzfugen entstehen dadurch, daß die Schnitthöl
zer im Bereich der Bearbeitungswerkzeuge für ihre Längskan
ten nicht ausreichend geführt werden. Ein Entspannen der
Schnitthölzer nach einem ersten Bearbeitungswerkzeug und
ein erneutes Einspannen in einem zweiten Bearbeitungswerk
zeug führt zu Ungenauigkeiten der Führung, insbesondere bei
verzogenen Schnitthölzern.
In Hobel- oder Kehlmaschinen werden die Werkstücke mittels
seitlicher Andruckrollen an einem Lineal ausgerichtet und
durch von oben wirkende Vorschubrollen am Bearbeitungswerk
zeug vorbeigeführt. Im Bereich des Werkzeuges ist das
Seitenlineal unterbrochen. Gebogene oder verzogene Werk
stücke laufen von der Führung auf der Einlaufseite ab und
in das Werkzeug hinein, bis die Führung auf der Auslaufsei
te wirksam wird. Diese Arbeitsweise ist bei Kehlmaschinen
nur für Zerspaner mit einem Durchmesser unter 350 mm mög
lich, da bei einem größeren Durchmesser die seitlichen
Führungslineale einen zu großen Abstand haben müßten und
damit eine genaue Geradführung der Werkstücke nicht mehr
gegeben ist.
Eine Verbesserung der Führung wurde beispielsweise durch
Nutentische versucht. In einer ersten Bearbeitung wird auf
der Brettunterseite ein Nutenprofil eingebracht, und das
Werkstück wird dann, in diesen Nuten geführt, an dem Bear
beitungswerkzeug vorbeigefördert. Sollen Werkstücke mit un
terschiedlichen Breiten aufeinander folgend bearbeitet
werden, so muß das Bearbeitungswerkzeug nach jedem Werk
stück automatisch verstellt werden. Im Bereich des Bearbei
tungswerkzeuges dürfen dann keine oder nur der minimalen
Holzbreite entsprechende Andrück- oder Vorschubrollen
angeordnet sein. Bei breiten Werkstücken fehlt damit eine
optimale Führung auf der gesamten Breite, und dies führt
auch bei Nutentischen zu den vorstehend aufgeführten Proble
men, da der Verzug der Werkstücke nicht ausgeglichen werden
kann.
Zum Verleimen von Harthölzern in Fugenverleimanlagen ist
eine durch Sägen bearbeitete Oberfläche günstiger als eine
durch Hobelköpfe bearbeitete. Eine derartige Bearbeitung
erfordert aber eine noch größere Unterbrechung der Seiten
führung bzw. des Oberdruckes, so daß die Führungsfehler
noch verstärkt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren
zur Bearbeitung beider Längsseiten von in Längsrichtung ge
förderten Schnitthölzern und eine Vorrichtung zur Durchfüh
rung dieses Verfahrens zur Verfügung zu stellen, mit denen
Schnitthölzer unterschiedlicher Breite und Länge in unmit
telbarer Folge hintereinander auf beiden Seiten exakt
parallel bearbeitet werden können. Der Begriff Bearbeitung
umfaßt Besäumen und Profilieren.
Erfindungsgemäß werden die Schnitthölzer auf ihrer gesamten
Länge und Breite bis auf den seitlichen unebenen Überstand
zwischen dem Kettenförderer oder Auflagetisch und der
Oberdruckvorrichtung der ersten Bearbeitungsmaschine kraft
schlüssig eingespannt, derart eingespannt dem ersten Bear
beitungswerkzeug zur Bearbeitung der einen Längsseite
zugeführt. An die erste Bearbeitungsmaschine mit dem ersten
Bearbeitungswerkzeug schließt sich unmittelbar die zweite
Bearbeitungsmaschine mit dem zweiten Bearbeitungswerkzeug
an, so daß die kraftschlüssig eingespannten Schnitthölzer
ohne Aufheben oder im wesentlichen ohne Aufheben der kraft
schlüssigen Einspannung dem zweiten Bearbeitungswerkzeug
zum Bearbeiten der anderen Seite der Schnitthölzer zuge
führt werden können.
Der Schlitz zwischen den Einspannvorrichtungen, der sich
durch den Trum der Bänder ergibt, kann durch eine Werkstück
auflage von unten und durch eine Druckplatte von oben
zwischen den Bändern geschlossen werden.
Mit einer Abtastvorrichtung wird die Breite des zu bearbei
tenden Werkstückes an dem Bearbeitungswerkzeug der ersten
Bearbeitungsmaschine erfaßt. Das erhaltene Ergebnis dient
zur Verstellung der beiden Bearbeitungsmaschinen zueinan
der. So kann die zweite Bearbeitungsmaschine gegenüber der
feststehenden ersten Bearbeitungsmaschine verfahren werden.
Während die zweite Bearbeitungsmaschine für die Aufnahme
des Schnittholzes vorbereitet wird, wird das vorherige
Schnittholz mit dem zweiten Bearbeitungswerkzeug bearbei
tet.
Die Verschiebung der Bearbeitungsmaschinen zueinander quer
zur Förderrichtung muß abgeschlossen sein, bevor die Vorder
kante des Werkstückes die Bearbeitungsmaschine mit dem
zweiten Bearbeitungswerkzeug erreicht hat.
Mit Vorteil wird durch dieses Verfahren das Werkstück
optimal eingespannt, auf beiden Längsseiten derart bearbei
tet, daß diese Längsseiten parallel eben bearbeitet oder pa
rallel profiliert werden. Die Parallelität dieser Seitenflä
chen oder Profile ist dabei unabhängig von Ungenauigkeiten
der Rohlinge hinsichtlich Dicke und Verzug.
Mit Vorteil werden die Breiten der Schnitthölzer gemessen
und die Meßwerte zur Einstellung der Bearbeitungsbreiten
der Bearbeitungswerkzeuge verwendet. Es besteht die Möglich
keit, unterschiedliche Werkstücke durch Verstellen der
Abstände der Bearbeitungswerkzeuge zueinander mittels einer
elektronischen Steuerung durch gespeicherte Programme zu
erzielen.
Es können Schnitthölzer unterschiedlichster Breite nachein
ander bearbeitet werden. Selbst ein Verstellen der Abstände
von minimaler zu maximaler Breite ist gesichert.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht, in unmittelbarer
Folge Hölzer gleicher oder unterschiedlicher Länge, bei
spielsweise von 200 mm bis 2000 mm, sowie unterschiedlicher
Breite, beispielsweise von 20 mm bis 200 mm, zu bearbeiten.
Die Werkstücke können in der Dicke vorgehobelt oder säge
rauh sein und Dicketoleranzen aufweisen. Das Verfahren
ermöglicht insbesondere, Harthölzer zu bearbeiten, die sich
dann in Fugenverleimanlagen problemlos zu Platten zu verlei
men lassen.
Ferner können mit dem erfindungsgemäßen Verfahren Werk
stücke, die für die Fensterherstellung vorgesehen sind, mit
unterschiedlichen Profilen und Breiten hergestellt werden,
ohne Umrüstzeiten in Kauf nehmen zu müssen.
Die Schnitthölzer können mit Vorteil vor der Führung in die
erste Bearbeitungsmaschine auf ihrer gesamten Länge kraft
schlüssig eingespannt werden. Die Schnitthölzer werden dann
während der Längsförderung zum ersten Bearbeitungswerkzeug
auch auf ihrer gesamten Breite kraftschlüssig eingespannt.
Die kraftschlüssig eingespannten Schnitthölzer werden so
aus dem zweiten Bearbeitungswerkzeug herausgefördert.
Es besteht somit die vorteilhafte Möglichkeit, die Schnitt
hölzer auf ihrer gesamten Länge und Breite kraftschlüssig
einzuspannen und so eingespannt zu bearbeiten. Die Einspan
nung bleibt kraftschlüssig oder im wesentlichen kraftschlüs
sig, bis die Bearbeitung der beiden Längsseiten beendet
ist.
Eine derartige Bearbeitungsweise ist insbesondere beim
Besäumen von Werkstücken, die später in Fugenverleimanlagen
zusammengefügt werden, vorteilhaft. Gute Ergebnisse werden
mit sägerauhen und/oder verzogenen unebenen Schnitthölzern
erzielt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens weist eine erste Bearbeitungsmaschine auf, an
die sich in Förderrichtung eine zweite Bearbeitungsmaschine
anschließt. Beide relativ zueinander quer zur Förderrich
tung verschiebbare Bearbeitungsmaschinen verfügen über
Einspannvorrichtungen, die sich über die gesamte Länge der
Bearbeitungsmaschinen erstrecken, und über auf den gegen
überliegenden Seiten angeordnete Bearbeitungswerkzeuge,
wobei im Bereich des Bearbeitungswerkzeuges der ersten
Bearbeitungsmaschine eine Abtastvorrichtung zur Erfassung
der Breite der Schnitthölzer vorgesehen ist.
Bei einer Variante der Erfindung wird die zweite Bearbei
tungsmaschine gegenüber der feststehenden ersten Bearbei
tungsmaschine verfahren. An der Längsförderbahn ist auf der
anderen Seite ein zweites Bearbeitungswerkzeug angeordnet.
Mit Vorteil ermöglicht die Quereinstellung eine exakte
Anpassung an unterschiedliche Breiten. Zumindest eines der
beiden Bearbeitungswerkzeuge ist horizontal und/oder verti
kal verstellbar. Die Breiten der beiden Bearbeitungsmaschi
nen sind vorzugsweise gleich.
Zwischen dem Auslauf der ersten Bearbeitungsmaschine und
dem Einlauf der zweiten Bearbeitungsmaschine können Werk
stückauflagen und obere Druckplatten angeordnet sein. Die
Werkstückauflage und die obere Druckplatte schließen die
Lücke zwischen den beiden Längsförderbahnen und Oberdruck
bahnen.
Mit Vorteil weist jede Bearbeitungsmaschine einen Kettenför
derer oder einen Auflagetisch und eine darüber höhenver
stellbar angeordnete Oberdruckvorrichtung auf. Der Ketten
förderer ist mit Kettenplatten ausgerüstet, die eine struktu
rierte Oberfläche, insbesondere eine Gummi- oder Kunststoff
beschichtung, eine Feilriffelung oder dergleichen aufwei
sen.
Die Oberdruckvorrichtung ist als seitenstabile Kette oder
Band oder als Druckrollenbahn ausgebildet.
Der Kettenförderer ist seitenstabil geführt, so daß höhere
Betriebsgeschwindigkeiten erzielt werden können.
Die Bearbeitungswerkzeuge sind, je nachdem, ob besäumt oder
profiliert werden soll, als Zerspan-, Hobel- oder Fräsein
heit ausgebildet.
Wenn Schnitthölzer für Fugenverleimanlagen besäumt werden
sollen, werden mit Vorteil der Abstand zwischen dem Einlauf
der ersten Bearbeitungsmaschine und dem ersten Bearbeitungs
werkzeug, der Abstand zwischen beiden Bearbeitungswerkzeu
gen und der Abstand zwischen dem zweiten Bearbeitungswerk
zeug und dem Auslauf der zweiten Bearbeitungsmaschine zumin
dest gleich der maximalen Länge der Schnitthölzer gewählt.
Vor der ersten Bearbeitungsmaschine ist eine Zuführstation
angeordnet. Desgleichen ist hinter der zweiten Bearbeitungs
maschine eine Austragstation angeordnet. Dabei kann die
Zuführungsstation als manueller Auflagetisch, halbautomati
sches Magazin oder vollautomatische Winkelübergabe ausgebil
det sein.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung soll unter Bezugnahme
auf die Figuren der Zeichnung erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Bearbeitungs
vorrichtung;
Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf diese Vorrichtung;
Fig. 3 die Übergabestelle zwischen den Bearbeitungsmaschi
nen.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung weist
eine erste Bearbeitungsmaschine 1 auf. Diese Bearbeitungsma
schine 1 ist stationär an einem Maschinengestell 17 gela
gert. Die Bearbeitungsmaschine 1 besteht beim dargestellten
Ausführungsbeispiel aus einem Kettenförderer 9, über dem
heb- und senkbar eine Oberdruckvorrichtung 11 angeordnet
ist. Anstatt des Kettenförderers 9 kann auch ein Auflage
tisch vorgesehen sein. Die Oberdruckvorrichtung 11 ist
seitenstabil ausgeführt und weist eine Kette oder ein Band
oder eine Druckrollenbahn auf. Beim dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel ist diese als heb- und senkbarer Endlosförde
rer ausgebildet.
In der ersten Bearbeitungsmaschine 1 ist ein Bearbeitungs
werkzeug 2 vorgesehen. Dieses Bearbeitungswerkzeug 2 ist am
Ständer 18 des Maschinengestells 17 höhenverstellbar ange
ordnet.
Das Bearbeitungswerkzeug 2 der ersten Bearbeitungsmaschine
1 ist, wie Fig. 2 zeigt, auf der einen Seite der Längsför
derbahn 5 angeordnet.
Unmittelbar an die erste Bearbeitungsmaschine 1 schließt
sich eine zweite Bearbeitungsmaschine 3 an. Diese Bearbei
tungsmaschine 3 ist, wie Fig. 1 zeigt, an einem Maschinenge
stell 21 montiert. Das Maschinengestell 21 ist auf Führun
gen 22 quer zur Längsförderrichtung verfahrbar. Am Maschi
nengestell 21 ist auf der anderen Seite der Längsförderbahn
5, das heißt auf der dem Bearbeitungswerkzeug 2 gegenüber
liegenden Seite, ein Bearbeitungswerkzeug 4 angeordnet.
Diese querverschiebbare Bearbeitungsmaschine 3 weist einen
Kettenförderer 10 oder einen Auflagetisch auf und eine Ober
druckvorrichtung 12, die ebenfalls heb- und senkbar ist.
Die Ausführung dieser Teile ist die gleiche, wie bei der Be
arbeitungsmaschine 1.
Zwischen der ersten Bearbeitungsmaschine 1 und der zweiten
Bearbeitungsmaschine 3, die unmittelbar nacheinander ange
ordnet sind, sind zum Schließen der sich ergebenden Lücke
unten eine Werkstückauflage und oben unter Federdruck
stehende Platten 25 vorgesehen.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist vor der ersten Be
arbeitungsmaschine 1 eine Zuführstation 15 vorgesehen und
hinter der zweiten Bearbeitungsmaschine 3 eine Austragstati
on 16.
Hölzer unterschiedlicher Breite werden über die Zuführsta
tion 15 in den Einlauf 13 der ersten Bearbeitungsmaschine 1
eingeführt. Wenn beispielsweise Bretter besäumt werden, die
zu Platten verleimt werden sollen, werden die Bretter in
der ersten Bearbeitungsmaschine 1 zwischen dem Kettenförde
rer 9 und der Oberdruckvorrichtung 11 kraftschlüssig über
die gesamte Länge und Breite bis auf den unebenen Überstand
auf der zu bearbeitenden Seite kraftschlüssig eingespannt.
Nachdem die Werkstücke kraftschlüssig eingespannt sind,
laufen die Bretter in das Bearbeitungswerkzeug 2 ein und
werden auf einer, Seite besäumt. Sie werden während des
Durchlaufs durch dieses Bearbeitungswerkzeug 2 kraftschlüs
sig eingespannt gehalten und treten aus dem Auslauf 7 der
feststehenden ersten Bearbeitungsmaschine 1 aus und werden
unmittelbar vom Einlauf 8 der verstellbaren zweiten Bearbei
tungsmaschine 3 erfaßt und, ohne die kraftschlüssige
Einspannung aufzuheben, weiter gefördert. Die kraftschlüssi
ge Einspannung beim Übergang von der erste Bearbeitungsma
schine 1 zur zweiten Bearbeitungsmaschine 3 wird durch ober
halb des sich ergebenden Schlitzes angeordnete, unter Feder
druck stehende Platten 25 unterstützt. Die Platten 25
drücken das zu bearbeitende Werkstück gegen eine unten
angeordnete Werkstückauflage.
Dabei werden die Werkstücke aus dem Bearbeitungswerkzeug 2
der ersten Bearbeitungsmaschine 1 heraus und in das Bearbei
tungswerkzeug 4 dem zweiten Bearbeitungsmaschine 3 hineinge
fördert. Exakt eingespannt werden sie parallel auf der
anderen Seite besäumt, so daß genau parallele Seitenflächen
entstehen. Eine Ausbildung von Spitzfugen beim nachfolgen
den Plattenverleimen wird dadurch vermieden. Die Bretter
werden, exakt gehalten, durch das Bearbeitungswerkzeug 4
hindurch und aus diesem heraus zur Austragstation 16 geför
dert.
Während der Bearbeitung des Werkstückes in dem ersten Bear
beitungswerkzeug 2 wird über eine Abtastvorrichtung 26 die
Breite des Werkstückes abgenommen. Mit dem erhaltenen Wert
wird das Maschinengestell 21 der zweiten Bearbeitungsmaschi
ne 3 mit dem zweiten Bearbeitungswerkzeug 4 auf den Führun
gen 22 quer zur Längsförderbahn 5 verschoben, so daß der
nunmehr eingestellte Querabstand zwischen den Bearbeitungs
werkzeugen 2 und 4 der erforderlichen Bearbeitungsbreite
für das Werkstück entspricht.
Die Verschiebung des Maschinengestells 21 mit dem zweiten
Bearbeitungswerkzeug 4 muß in dem Moment abgeschlossen
sein, an dem die Vorderkante des auf der einen Seite bear
beiteten Werkstückes, von dem die Breite mit der Abtastvor
richtung 26 ermittelt wurde, aus der ersten Bearbeitungsma
schine 1 in die zweite Bearbeitungsmaschine 3 übertritt.
Claims (13)
1. Verfahren zur Bearbeitung beider Längsseiten von in
Längsrichtung geförderten, unterschiedlich breiten Schnitt
hölzern durch zwei in Längsrichtung hintereinander angeord
neten Bearbeitungsmaschinen, wobei die Schnitthölzer wäh
rend der Bearbeitung kraftschlüssig geführt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schnitthölzer auf ihrer gesamten Länge und Breite bis
auf den unebenen Überstand auf der Bearbeitungsseite schon
vor einer ersten Bearbeitungsstation kraftschlüssig einge
spannt sind und derart eingespannt der ersten Bearbeitungs
station zur Bearbeitung der einen Längsseite zugeführt
werden, wobei auch die Breite der Schnitthölzer erfaßt
wird, und die Schnitthölzer fortlaufend weiter im wesentli
chen ohne Aufheben der kraftschlüssigen Einspannung in eine
zweite Bearbeitungsmaschine mit einer zweiten Bearbeitungs
station zur Bearbeitung der anderen Längsseite gefördert
werden, wobei die beiden Bearbeitungsmaschinen relativ zu
einander vor der Übergabe der Schnitthölzer aus der ersten
Bearbeitungsmaschine in die zweite Bearbeitungsmaschine auf
die Bearbeitungsbreite des aus der ersten Bearbeitungsma
schine austretenden Schnittholzes verfahren werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die zweite Bearbeitungsmaschine gegenüber der feststehen
den ersten Bearbeitungsmaschine verfahren wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine
erste Bearbeitungsmaschine (1) vorgesehen ist, an die sich
in Förderrichtung eine zweite Bearbeitungsmaschine (3)
anschließt, und daß beide Bearbeitungsmaschinen (1, 3)
Einspannvorrichtungen (Kettenförderer 9, 10; Oberdruckein
richtung 11, 12), die sich über die gesamte Länge der Bear
beitungsmaschinen (1, 3) erstrecken, und auf gegenüberliegen
den Seiten angeordnete Bearbeitungswerkzeuge (2, 4) aufwei
sen und daß die beiden Bearbeitungsmaschinen (1, 3) relativ
zueinander quer zur Förderrichtung verschiebbar sind und
daß im Bereich des Bearbeitungswerkzeuges (2) der ersten
Bearbeitungsmaschine (1) eine Abtastvorrichtung zur Erfas
sung der Breite der Schnitthölzer vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest eine der beiden Bearbeitungsstationen (2, 4) hori
zontal und/oder vertikal verstellbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Breite der beiden Bearbeitungsmaschinen (1, 3)
gleich ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Auslauf (7) der ersten
Bearbeitungsmaschine (1) und dem Einlauf (8) der zweiten
Bearbeitungsmaschine (3) eine untere Werkstückauflage und
eine darüberliegende gefederte Druckplatte (25), die mit
der jeweiligen Oberdruckeinrichtung (11, 12) gemeinsam in
der Höhe verstellt wird, bei (6) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Bearbeitungsmaschine einen Ketten
förderer (9, 10) oder Auflagetisch und eine darüber höhen
verstellbar angeordnete Oberdruckeinrichtung (11, 12)
aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kettenförderer (9) Kettenplatten mit strukturierter
Oberfläche, insbesondere Gummi- oder Kunststoffbeschich
tung, Feilriffelung oder dergleichen aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Oberdruckeinrichtung (11, 12) als
seitenstabile Kette oder Band oder Druckrollenbahn ausgebil
det ist.
10. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 7 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß der Kettenförderer (9) sei
tenstabil geführt ist.
11. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 3 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß die Bearbeitungsstationen
(2, 4) als Zerspaner, Hobel- oder Fräseinheit ausgebildet
sind.
12. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 3 bis
11 zum Besäumen von Schnitthölzern für Fugenverleimanlagen,
dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen dem Ein
lauf (13) der ersten Bearbeitungsmaschine (1) und der
ersten Bearbeitungsstation (2), der Abstand zwischen den
beiden Bearbeitungsstationen (2, 4) und der Abstand zwi
schen der zweiten Bearbeitungsstation (4) und dem Auslauf
(14) der zweiten Bearbeitungsmaschine (3) zumindest gleich
der maximalen Länge der Schnitthölzer sind.
13. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 3 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß vor der ersten Bearbeitungs
maschine (1) eine Zuführstation (15) und/oder hinter der
zweiten Bearbeitungsmaschine (3) eine Austragstation (16)
angeordnet sind.
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