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Registrierender bzw. indizierender gasanalytischer Apparat für zwei
oder mehrere Analysen bzw. Analysenreihen. Gegenstand der Erfindung ist ein registrierender
bzw. indizierender gasanalytischer Ap-
parat für zwei oder mehrere Analysen
bzw. Analysenreihen, deren Ergebnisse durch zwei oder mehrere Zeiger oder Schreibstifte
auf einem gemeinsamen Diagratnrn registriert werden.
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Es ist dabei für jeden zu bestimmenden Bestandteil ein besonderer
Zeiger oder Schreibstift vorhanden, und das Wesen der Erfindung besteht darin, daß
mindestens ein Zeiger oder Schreibstift gegenüber den übrig en Zeigern oder Schreibstiften
so angeordnet ist, daß die Schreibstifte bei gleichen Gehalten der angezeigten Bestandteile
in der gleichen Bahn, bei verschiedenen Gehalten in verschiedenen Bahnen, laufen.
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Die Erfindung findet hauptsächlich zur
Untersuchung
von Rauchgasen Verwendung, obwohl selbstverständlich ihre Anwendung keinesfalls
hierauf beschränkt ist.
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In den beiliegenden Zeichnungen werden einige Ausführungsformen der
Erfindung dargestellt.
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In der Abb. i wird schematisch ein diskontinuierlicher Apparat dargestellt,
der für drei verschiedene Analysenreihen, z. B. Kohlenoxyd, unverbrannte Gase und
Sauerstoff bestimmt ist. j111 ist das erste Meßgefäß, K eine Umsteuervorrichtung,
C'1, C2, C; vnd Cl Absorptionsgefäße für Kohlendioxyd, O1, O., Reduktionsöfen, L'1
ein Oxydationsofen, M,, M*-' und 1113 zweite Meßgefäße und P1, P,, und P., Registrierungsvorrichtungen.
Abhängig von der Stellung der Unisteuervorrichtung I, die eine bekannte Form haben
kann, wird vom Rohr t ein abgemessenes Gasvolumen durch eine der Leitungen i, 2
oder 3 in eines der Meßgefäße 1l7'2, .'1l und M; eingesaugt oder eingepreit, in
welchen das Volumen wieder gemessen wird und die in bekannter Weise mit Registriervorr
iclitungen P1, P., bzw. 1'., bekannter Art kombiniert sind. In die Leitung i ist
zuerst ein Absorptionsgefäß Cl eingeschaltet, das z. B. Kalilauge enthält und in
welchem Kohlenoxyd absorbiert wird, dann ein Reduktionsofen 01,
der z. B.
fein zerkleinertes Eisen enthält und in welchem der Sauerstoffgehalt der Gase absorbiert
wird, dann ein Oxydationsofen V1, der z. B. K=upferoxyd oder Eisenoxyd enthält und
in welchem der Gehalt an unverbrannten Gasen zu Kohlendioxyd o-xydier t wird, und
schließlich noch ein Absorptionsgefäß Cl, das z. B. mit Kalilauge gefüllt ist, und
in welchem dieses Kohlendioxyd absorbiert wird. -#'on diesem Gefäß heraus ströinen
die Gase zum 1leßgefäß 11i , in welchem sie gemessen werden, und dann wird das Re-°
Stiltat in bekannter Weise durch die Registriervorrichtung P, registriert, die also
den Kohlendioxydgehalt der Gase --}- unv erbrannte Gase + Sauerstoff registriert.
Bei einer anderen Stellung der Umsteuervorrichtung K strömt das im Mergefäß Ml abgemessene
Gasvolumen durch die Leitung 2 hindurch, in welcher (las Absorptionsgefäß C., für
Kohlendioxyd und der Reduktionsofen O., für Sauerstoffabsorption eingeschaltet sind,-
zum i\Zeßgefsiß 17°, in welche=n die Gase wiederum gemessen werden, und dann wird
das Resultat in bekannter Weise durch die Registriervorrichtung P2 registriert,
die also den Gehalt an Kohlendioxyd und Sauerstoff in den Gasen angibt. In der Leitung
3 ist nur das Absorptionsgefäß C., eingeschaltet, und cleshalh gibt die mit dein
Meßgefäß M'.,- verbundene Registriervorrichtung P3 den Kohlendioxy(Igellalt an.
° Der Apparat ist im übrigen in etwa gleicher Weise wie der im Patent 307365 beschriebene
Apparat gebaut, mit dem Unterschied, daß mit ihm eine Sperrvorrichtung kombiniert
ist, welche bewirkt, daß das Registrieren gewissermaßen kontinuierlich wird, iii(lem
der Schreibstift in der eingestellten Stellung bis zum Ende oder bis nahezu dein
E=nde jeder Analyse gesperrt wird.
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Die Registriervorrichtung P1, P2 und P, sind derart angeordnet, daß
deren Schreibstifte die Resultate auf demselben Diagramm registrieren. Ein mit diesem
Apparat aufgenommenes Diagramm wird in Abb. < dargestellt. Von den drei Schreibstiften
registriert der Schreibstift P., den Gehalt an Kohlendioxyd + unverbrannte Gase
-;- Sauerstoff, der Schreibstift den Gehalt an Kohlenclioxvd. Der Unterschied zwischen
den Registrierungen der Schreibstifte P1 und P2 entspricht demnach dem Gehalt an
unverbrannten Gasen und der Unterschied zwischen den Registrierungen der Schreibstifte
p, und prs dem Sauerstoffgehalt. Die Stellung des Schreibstiftes p3 bildet also
den Ausgangspunkt für die Registrierung des Schreibstiftes p., und dieser letztere
Schreibstift p, einen Ausgangspunkt für die Registrierung des Schreibstiftes p1.
Wenn der durch den Schreibstift p1 registrierte Gehalt an unverbrannten Gasen gleich
Null ist, fällt die Stellung dieses Schreibstiftes p., zusammen, und wenn der durch
den letzteren registrierte Sauerstoffgehalt gleich Null ist, fallen die Stellungen
der Schreibstifte p." und zusammen. Wenn weder Sauerstoff noch tinverbrannte Gase
in der Gasmischung vorhanden sind, werden alle Schreibstifte in einer gemeinsamen
Bahn laufen, d. h. alle drei werden den Kohlendioxydgehalt registrieren.
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Die zweiten Meßgefäße M'2 , M und 113 können durch ein gemeinsames
Gefäß ersetzt werden, das dabei durch einen zweckmäßigen, mit der Umsteuervorrichtung
K zwangläufig verbundenen Schalter abwechselnd mit der entsprechenden Registriervorrichtting
P1, P" und P2 in Verbindung gesetzt wird. Die Absorptionsgefäße Cl, C2 und C3 können
auch durch ein gemeinsames Absorptionsgefäß ersetzt werden. Abb. 2 zeigt eine derartige
Abänderung des Apparates, und zwar ist c1,2,: (las gemeinsame Absorptionsgefäß,
11@=; das gemeinsame zweite Meßgefäß und K 1 der finit der Umsteuervor richtung
K zwangläufig verbundene Schalter. Die Umsteuervorrichtung K ist natürlich in diesem
Falle nach dem gemeinsamen Absorptionsgefäß C".. angeordnet.
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Die in Abb. 3 und 4 schematisch dargestellten Apparate sind für zwei
verschiedene Analysen bestimmt, z. B. Bestimmung des. Gehaltes
an
Kohlenoxvd und des Gehaltes an unv erbrannten Gasen in einer Gasmischung. Die Apparate
sind von der kontinuierlichen Type, die z. B. darauf gestützt ist, daß Kohlendioxyd
eine von den übrigen in den Rauchgasen vorhandenen Gasen - Kohlenoxyd, Kohlenwasserstoff,
Sauerstoff und Stickstoff - abweichende Wärmeleitungsf;ihigkeit hat, oder von einer
anderen kontinuierlichen Apparattype, deren Wirkung auf die chemischen, physikalischen
oder anderen Eigenschaften der vorhandenen Gase gestützt ist.
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In Abb. 3 und q. ist Cl ein Absorptionsgefäß für Kohlendioxyd, das
z. B. Kalilauge enthält, V1 und V, sind Oxydationsöfen, in «-elchen unverbrannte
Gase in bekannter Weise zu Kohlendioxyd oxydiert werden, _-h und .d., die eigentlichen
Gasanalysatoren und P1 und P= Registriervorrichtungen.
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Die Rauchgase werden vorn Rohre t heraus durch die Leitungen i, 2
hindurch eingesaugt bzw. eingepreßt, von welchen Leitungen beim in Abb. 3 dargestellten
Apparat die Leitung i den Oxydationsofen Tal enthält. Sie gelangen zum Apparat .11
bzw. <1", und die Analyseresultate werden auf die Registriervorrichtungen P1
bzw. P., übertragen, von welchen die erstere also yden Gehalt an Kohlen-. dioxvd
-[- unverbrannten Gasen und die letztere den Kohlendioxydgehalt registriert. Abb.7
zeigt ein mit diesem Apparat aufgenommenes Diagramm. Der Unterschied der beiden
Kurven gibt also auch in diesem Falle den Gehalt eines Bestandteiles der Gasniischung,
und zwar den Gehalt an unverbrannten Gasen, an.
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ach Abb. .4 sind in die Leitung i teils das Absorptionsgefäß Cl für
Absorption des Kolilendioxydes, teils der Ofen V1 für Oxydation der in der Gasmischung
vorhandenen unverbrannten Gase eingeschaltet, von welchem Ofen heraus die Gase durch
den Apparat Al strömen, von dem die Resultate auf die Registriervorrichtung P1 übertragen
werden. In die Leitung :2 ist der Oxydationsofen V., eingeschaltet, von dem die
Gase zu dem mit der RegistriervorrichtungP, verbundenen Apparat A, strömen. Ein
mit diesem Apparat aufgenommenes Diagramm ist in Abb. 8 dargestellt. Der der Registriervorrichtung
P, angehörende Schreibstift p1 registriert den Gehalt an unverbrannteri Gasen, und
der der Registriervorrichtung P, angehörende Schreibstift p. registriert den Gehalt
an Kohlendioxyd + unv erbrannte Gase.
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f Auch in diesem Falle hat also der Schreib-Stift , eine solche Stellung
zum Schreib-Stift p1, daß der Unterschied der Registrierungen der Schreibstifte
dem Gehalt eines Gasbestandteiles, und zwar dein Kohlendioxyd-Behalt, entspricht.
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Der in Abb.5 dargestellte, diskontinuierlich arbeitende Apparat entspricht
dein in Abb.3 dargestellten kontinuierlichen Apparat. Vom gemeinsamen ersten Meßgefäß
11T1 heraus werden die Gase je nach der Lage der Umsteuervorrichtung K durch eine
der Leitungen i und 2 eingesaugt bzw. eingepreßt. In die erstere Leitung sind der
Oxydationsofen VJ, das Absorptionsgefäß C; und das mit der Registriervorrichtung
P1 verbundene zweite Meßgefäß Ui eingeschaltet, während in die Leitung 2 das Absorptionsgefäß
C2 und das mit der Registrierv orrichtung P= verbundene Meßgefäß 1T z eingeschaltet
sind.
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Ein mit diesem Apparat aufgenommenes Diagramm ist in Abb. 9 gezeigt.
Der der Registriervorrichtung P1 angehörende Schreibstift p1 registriert wie in
dem in Abb. 3 dargestellten Apparat den Gehalt an Kohlendioxyd + unverbrannten Gasen
und der der y Registriervorrichtung P" angehörende Schreibstift p. den Kohlendioxydgehalt.
Auch in diesem Falle entspricht also der Unterschied der Registrierungen der beiden
Schreibstifte dem Gehalt-eines Bestandteiles der Gasmischung, im vorliegenden Falle
dem Gehalt an unv erbrannten Gasen.