DE413670C - Schiffsschraube mit Leitvorrichtung - Google Patents

Schiffsschraube mit Leitvorrichtung

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DE413670C
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WALTER KUCHARSKI
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WALTER KUCHARSKI
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H5/00Arrangements on vessels of propulsion elements directly acting on water
    • B63H5/07Arrangements on vessels of propulsion elements directly acting on water of propellers
    • B63H5/16Arrangements on vessels of propulsion elements directly acting on water of propellers characterised by being mounted in recesses; with stationary water-guiding elements; Means to prevent fouling of the propeller, e.g. guards, cages or screens
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Screw Conveyors (AREA)

Description

  • Schiffsschraube mit Leitvorrichtung. Die vorliegende Erfindung betrifft die besonders wirtschaftliche Ausgestaltung eines Schiffsantriebes, der aus einer umlaufenden Schraube sowie je einer vor und hinter dieser angeordneten feststehenden Leitvorrichtung besteht.
  • Bei den bisher bekannten Anordnungen, die eine vor der umlaufenden Schraube angeordnete Leitvorrichtung enthalten, wurden die Leitflächen so ausgebildet, daß die Flüssigkeit vor dem Eintritt in die Schraube eine Drehbewegung besitzt, die die entgegengesetzte Richtung hat wie diejenige der Hauptschraube und der Größe nach mit derjenigen übereinstimmt, die die Flüssigkeit ohne Vorhandensein der Leitvorrichtung nach dem Austritt aus der Hauptschraube haben würde. Die vorteilhafte Wirkung einer so ausgebilbildeten Leitvorrichtung ist bekannt. Die Flüssigkeit hat nach ihrem Austritt aus der umlaufenden Schraube keine Drehbewegung, sondern ist rein achsial gerichtet; außerdem wird der Zu$uß der Flüssigkeit zu der Schraube zwangläufig geregelt, indem schädliche Wirbelungen und Ungleichmäßigkeiten der Strömung vermieden werden.
  • Die vorstehend beschriebene bekannte Anordnung hat jedoch den Nachteil, daß die Relativgeschwindigkeit zwischen Flüssigkeit und den Schaufeln der umlaufenden Schraube verhältnismäßig hoch wird, so daß diejenigen Verluste, die von dieser Geschwindigkeit abhängig sind, und zwar wie alle hydraulischen Verluste im quadratischen Verhältnis dieser Geschwindigkeit, unverhältnismäßig groß ausfallen. Dies sei zunächst an Hand der Abb. i und 2 näher erläutert.
  • Abb. i stellt das Geschwindigkeitsdiagramm für eine normale umlaufende Schiffsschraube dar, der die Flüssigkeit ohne Benutzung einer Leitvorrichtung im Mittel achsial zuströmt. Die achsiale Eintrittsgeschwindigkeit ist in Abb. i nach Größe und Richtung durch den Vektor v dargestellt. Durch Hinzufügung der Umfangsgeschwindigkeit tt, die der Schraubenflügel an der betreffenden Stelle besitzt, erhält man in bekannter Weise durch Zeichnung des Komponentendreiecks die Relativgeschwindigkeit w nach Richtung und Größe; die Geschwindigkeitsrichtungen sind zu besserem Verständnis in den Abbildungen durch Pfeile angedeutet. Man sieht, daß bereits bei rein achsialer Zuströmung die Relativgeschwindigkeit zwischen Flüssigkeit und Schraubenflügel verhältnismäßig groß ausfällt.
  • In Abb. z sind dieselben Verhältnisse dargestellt unter der Voraussetzung, daß eine Leitvorrichtung benutzt wird, die in bekannter Weise der Flüssigkeit vor der Einströmung in die umlaufende Schraube eine Drehung entgegengesetzt ihrer Drehrichtung erteilt. Die Einströmgeschwindigkeit der Flüssigkeit in die umlaufende Schraube hat jetzt eine geneigte Lage und setzt sich aus der achsialen Komponente v und der tangentialen Komponente (entgegengesetzt zur Drehungsrichtung der Schraube) cft zusammen. Durch Zeichnung des Geschwindigkeitsdiagrammes unter Hinzufügung der Umfangsgeschwindigkeit u zu der resultierenden Eintrittsgeschwindigkeit e erhält man auch in diesem Falle ;die Relativgeschwindigkeit der Flüssigkeit gegen den Schrauhenflügel w nach Richtung und Größe, und man sieht ohne weiteres, daß die durch die Leitvorrichtung herbeigeführte Tangentialkomponente cra nicht besonders groß zu sein braucht, um bereits eine bedeutende Vergrößerung der Relativgeschwindigkeit w herbeizuführen. Wie bereits erwähnt, steigen die von dieser Geschwindigkeit abhängenden Reibungs= und Wirbelverluste mit dem Quadrat dieser Geschwindigkeit, so daß z. B. bei einer Vergrößerung der Geschwindigkeit um io Prozent der betreffende Verlust bereits um 2o Prozent größer wird.
  • Die vorliegende Erfindung geht nun davon aus, daß zwecks Verringerung der genannten Verluste die tangentiale Komponente der Eintrittsgeschwindigkeit so klein gewählt wird, wie es mit Rücksicht auf die anderweitigen Erfordernisse des Antriebes in denn betreffenden Falle nur möglich ist, auf alle Fälle so klein, daß die Drehbewegung des Schraubenstromes hinter der umlaufenden Schraube nicht aufgehoben wird. Auf diese Weise wird eine Verringerung -der Relativgeschwindigkeit zwischen der Flüssigkeit und den umlaufenden Schraubenflügeln erreicht, womit eine erhebliche Verminderung der von der Relativgeschwindigkeit abhängenden Reibungs-und sonstigen Verluste verbunden ist.
  • Dabei bleiben dijenigen allgemeinen Vorteile, die mit der- Anordnung einer Leitvorrichtung vor der Schraube verbunden sind, in vollem Maße bestehen: Die vor der Schraube angeordneten Leitflügel üben eine regelnde Wirkung auf die zuströmende Flüssigkeit auch dann aus, wenn die durch sie erfolgende tangentiale Ablenkung verhältnismäßig gering ist, indem sie nämlich auf alle Fälle bewirken, daß die Flüssigkeit unmittelbar vor der umlaufenden Schraube über den ganzen Stromquerschnitt eine gleichmäßige Geschwindigkeit und durch die Austrittswinkel der Leitschaufeln eindeutig gerichtete Strömung besitzt.
  • Durch die gleichzeitig hinter der Schraube angeordnete Leitvorrichtung wird ferner bewirkt, daß das Wasser auf alle Fälle aus der gesamten Antriebsvorrichtung, bestehend aus den beiden Leitvorrichtungen und der umlaufenden Schraube, rein achsial ausströmt, wie groß die Drehbewegung der Flüssigkeit hinter der umlaufenden Schraube auch sein Tröge.
  • Durch die der vorliegenden Erfindung entsprechende Anordnung wird also erreicht, daß die Relativgeschwindigkeit zwischen Flüssigkeit und umlaufender Schraube herabgesetzt wird, und daß man gleichzeitig die Drehbewegung der Flüssigkeit hinter der umlaufenden Schraube unter ständiger Beibehaltung des achsialen Austrittes aus dem hinteren Leitapparat so günstig wählen kann, wie es die sonstigen Verhältnisse im jeweilig vorliegenden Falle erwünscht sein lassen. Man kann also z. B. die Drehbewegung des Strahles aufteilen, indem die Leitvorrichtung vor der Schraube der Flüssigkeit die Hälfte der Drehbewegung entgegengesetzt dem Schraubendrehsinn erteilt, so daß dann auch hinter der Schraube lediglich die halbe Drehbewegung im Schraubendrehsinn bestehen bleibt; auf diese Weise werden die von der absoluten Größe der Drehbewegung herrührenden Verluste auf ein Mindestmaß herabgesetzt. In anderen Fällen wieder, wo die zuletzt genannten Verlustquellen zurücktreten, kann eine besonders große Drehbewegung hinter der Schraube gewählt und damit zusammenhängend ein besonders großer nützlicher Achsialschub der hinteren Leitvorrichtung erzielt werden.
  • Die Verringerung der tangentialen Iiom:-ponenten der Einströmgeschwindigkeit kann dabei so weit getrieben werden, daß diese bezüglich der in Abb. z als positiv-angenoinmenen Richtung von eu negativ wird, d. h. also, daß die tangentiale Komponente der Einströmgeschwindigkeit dieselbe Richtung hat wie die Umfangsgeschwindigkeit u.
  • Abb. 3 zeigt das Geschwindigkeitsdiagramm für den Eintritt der Schraube unter diesen Verhältnissen. Wie man sieht, wird auf diese Weise die Relativgeschwindigkeit w wesentlich sogar unter diejenige Größe verringert, die sie bei rein achsialem Eintritt in die umlaufende Schraube haben würde.
  • In dein zuletzt erwähnten Fall würde ohne Anwendung der hinter der Schraube angeiordneten Leitvorrichtung die Flüssigkeit aus der gesamten Antriebsvorrichtung mit einer starken Drehbewegung austreten, womit große Verluste verbunden wären. Durch Anordnung der zweiten Leitvorrichtung wird aber auch hier die Drehbewegung in die achsiale Rich,-tung umgelenkt, und dadurch werden alle nicht unbedingt notwendigen Verluste vermieden.
  • Durch die Ausbildung der vor der umlauferden Schraube sitzenden Leitvorrichtung in der Weise, daß die tangentiale Einströmkom.-ponente -die gleiche Richtung hat wie die Um.-fangsgeschwindigkeit der Schraube, wird bei der Anwendung von zwei Leitvorrichtungen der schon oben erwähnte weitere Vorteil erreicht, der die Wirtschaftlichkeit des gesamten Antriebes noch weiter erhöht und darin besteht, daß der nützliche Achsialschub der hinter der umlaufenden Schraube angeordneten Leitvorrichtung durch die starke Drehbewegung der Flüssigkeit hinter der umlaufenden Schraube stärker vergrößert wird als der entgegengesetzt der Fahrtrichtung wirkende Achsialschub der vor der umlaufenden Schraube angeordneten Leitvorrichtung.
  • Diese Wirkung sei durch folgende Ausführungen erläutert: Bei einer Veränderung der Drehbewegung der Schraubenflüssigkeit durch eine mit dem Fahrzeug fest verbundene Leitvorrichtung entsteht gleichzeitig ein Achsialschub,der von diesem unmittelbar auf das Fahrzeug übertragen wird. Ist die Leitvorrichtung hinter der umlaufenden Schraube angeordnet, so wirkt,der genannte Achsialschub in der Fahrtrichtung, unterstützt also die Wirkung der umlaufenden Schraube. Ist dagegen die Leitvorrichtung vor der Schraube angeordnet, so ist die Richtung des betreffenden Achsialschubs entgegengesetzt der Fahrtrichtung, wodurch eine Vergrößerung des Fahrzeugwiderstandes entsteht, die durch die verbesserte Wirkung der umlaufenden Schraube erst wiederaufgehoben werden muß. Die Größe der erwähnten Achsialschübe hängt selbstverständlich ab von der Größe der Änderung, die die betreffende Leitvorrichtung in der Drehbewegung Ader Schraubenflüssigkeit herbeiführt. Vorgenommene Modellversuche sowie theoretische Berechnungen (s. z. B. die Einführungen des Iiontrapropellers, »Werft -Reederei - Hafen« vom 22. November i g:22, theoretischer Teil) haben gezeigt, :daß der Achsialschub einer Leitvorrichtung ungefähr proportional :dem Quadrat der Änderung der Drehbewegung und gleichzeitig verhältnismäßig kleiner ist bei einer vor der umlaufenden Schraube angeordneten Leitvorrichtung als bei einer hinter der Schraube angeordneten.
  • Unter den nach Abb.3 beschriebenen Verhältnissen ist nun die Drehbewegung, die die hinter der umlaufenden Schraube angeordnete Leitvorrichtung hervorbringt, besonders groß. Es wird also der in der Fahrtrichtung wirkende Schub dieser Leitvorrichtung, der mit dem Quadrat der Bewegungsänderung ansteigt, ebenfalls eine bedeutende Größe erhalten und weit über den entgegengesetzt gerichteten Schub der vor der umlaufenden Schraube angeordneten Leitvorrichtung hinausgehen. Die sich :ergebende Wirkung der Leitvorrichtung besteht also in diesem Falle in einem großen, in der Fahrtrichtung wirkenden Achsialschub, der zu demjenigen der umlaufenden Schraube hinzukommt. Hierzu tritt noch die oben erläuterte Verminderung aller derjenigen Verluste, die von der Relativgeschwindigkeit zwischen Flüssigkeit und den Flügeln der umlaufenden Schraube abhängig sind.
  • Die vorstehend allgemein erörterten Verhältnisse seien noch durch ein Zahlenbeispiel im einzelnen erläutert: Der Achsialschub der umlaufenden Schraube werde mit ioo Prozent angenommen. Versuche und Rechnungen zeigen übereinstimmend, daß durch eine hinter der Schraube angeordnete Leitvorrichtung ein zusätzlicher Schub in der Fahrtrichtung von etwa 15 Prozent ohne Vergrößerung der Maschinenleistung :erreicht werden kann, falls die Drehbewegung der Flüssigkeit hinter der umlaufenden Schraube vollkommen aufgehoben wird. Unter derselben Voraussetzung beträgt :der entgegengesetzt der Fahrtrichtung wirkende Schub der vor der umlaufenden Schraube angeordneten Leitvorrichtung etwa 5 Prozent.
  • Es werde jetzt im Anschluß an Abb. 3 eine vor der umlaufenden Schraube sitzende Leitvorrichtung angenommen, die der Flüssigkeit eine Drehung von der gleichen Richtung der Schraubendrehung erteilt; die Größe dieser Drehbewegung wird dabei beispielsweise so angenommen, daß bei entgegengesetzter Richtung :derselben eine vollkommene Aufhebung der Flüssigkeitsdrehung hinter der umlaufenden Schraube :eintreten würde. Unter dieser Voraussetzung wird der :entgegengesetzt der Fahrtrichtung gerichtete Achsialsehub der vor der umlaufenden Schraube sitzenden Leitvorrichtung ebenfalls 5 Prozent betragen.
  • In :dem angenommenen Fall wird die Drehbewegung hinter der umlaufenden Schraube die doppelte Größe haben im Vergleich zu derjenigen, welche bei achsialer Zuströmung vorhanden wäre. Der Achsialschub derjenigen Leitvorrichtung, die zur Aufhebung dieser starken Drehbewegung hinter der umlaufenden Schraube angeordnet werden muß, wird daher nach dem Vorstehenden etwa 30 Prozent betragen, so daß die sich ergebende; Wirkung :des Leitvorrichtungsystems in diesem Falle in einem nützlichen Achsialschub von 3o minus 5 gleich 25 Prozent besteht, während lediglich eine Nutzwirkung von 15 Prozent entsteht, wenn die Einströmung achsial erfolgt.
  • Gleichzeitig ist bei dem zuletzt betrachteten Beispiel die Relativgeschwindigkeit zwischen Flüssigkeit und Schraubenflügeln beträchtlich herabgesetzt, z. B. von ioo Prozent auf 8o Prozent, so daß die damit zusammenhängenden Verluste von ioo Prozent auf 65 Prozent verringert werden.
  • Die genannten Zahlen über die Vergrößerung es nützlichen Schubs werden durch dxe in Wirklichkeit verwickelter liegenden Verhältnisse :etwas geändert, ohne daß jedoch die bedeutende Überlegenheit des neuen Antriebes gegenüber den bisher bekannten Anordnungen dadurch berührt wird.

Claims (2)

  1. PATT,NT-ANSPRÜCHE: i. Schiffsschraube mit Leitvorrichtung nach Patent 398504,' dadurch gekennzeichnet, daß die vor der umlaufenden Schraube angeordnete Leitvorrichtung der Flüssigkeit eine Drehbewegung von solcher Größe .erteilt, daß der Schrauben strom hinter der umlaufenden Schraube noch eine Drehbewegung im Drehsinne :der Schraube besitzt, und daß gleichzeitig die hintere Leitvorrichtung einen achsialen Austritt der Flüssigkeit aus der gesamten Antriebsvorrichtung herbeigeführt.
  2. 2. Schiffsantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die vor der umlaufenden Schraube angeordnete Leitvorrichtung herbeigeführte Drehbewegung -der Flüssigkeit mit der Drehung :der Schraube gleichgerichtet ist.
DEK86341D Schiffsschraube mit Leitvorrichtung Expired DE413670C (de)

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