DE1756889C - Schiffsschraubenanordnung - Google Patents
SchiffsschraubenanordnungInfo
- Publication number
- DE1756889C DE1756889C DE1756889C DE 1756889 C DE1756889 C DE 1756889C DE 1756889 C DE1756889 C DE 1756889C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- stator
- propeller
- screw
- ship
- drive
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 7
- 210000000056 organs Anatomy 0.000 description 4
- 241000272168 Laridae Species 0.000 description 2
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 2
- 235000014277 Clidemia hirta Nutrition 0.000 description 1
- 240000002694 Clidemia hirta Species 0.000 description 1
- 235000008694 Humulus lupulus Nutrition 0.000 description 1
- 240000006600 Humulus lupulus Species 0.000 description 1
- 206010020466 Hunger Diseases 0.000 description 1
- 241001527806 Iti Species 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 235000003642 hunger Nutrition 0.000 description 1
- 238000009114 investigational therapy Methods 0.000 description 1
- 244000145841 kine Species 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000001702 transmitter Effects 0.000 description 1
Description
Als Antriebeorgan für Schiffe sind Schiflfsschrnu- rad eine weitere Wasiiermaese zur Schuberzeugung
, ben in den verschiedensten Ausführungsformen be· erfaßt wird.
kann*. Für den Antrieb eines vorgegebenen Schiffes Der Realisierung dieser Idee steht jedoch entmittels einer Schiffsschraube gibt es eine optimale gegen, daß hohe Reibungsverluste an dem Gesamt«
Lösung. Wenn die Drehzahl der Schiffsschraube vor· 3 organ, bestehend aus Propeller und Leitrad, ent·
gegeben ist, so ergibt sich für did Schiffsschraube stehen, durch die in den meisten Füllen die Gewinne
ein optimaler Durchmesser. In dem Fall, wenn der aufgezehrt werden. Der Energieanteil, der schließ»
Durchmesser der Schiffsschraube vorgegeben ist, er· lieh in dem liußeren Ring, nfmlich dem Qebertcil,
hlilt mim eine optimale Drehzahl. Um die Wirkung des Leitrades verarbeitet wird, wird in dem gesam·
der Schiffsschraube zu erhöhen, ist es bekannt, vor 10 ton An'triebsorgtm dreimal umgesetzt, und jedes Mal
oder hinter der Schiffsschraube Leiteinrichtungen entstehen Reibungsverluste: Zuerst wird dieser Rneranzuordncn oder die Schraube mitteis eines Mantel- gieteil in der Antriebsschraube von mechanischer in
körpers zu umgeben oder zwei gegenlttufige oder kinetische Energie im Schrnubenstrahl zwischen
zwei glcichdrchende Schrauben auf einer gemein* Schraube und Leitrad umgesetzt, dann in dem limesamen Welle anzuordnen. Letztere Schraubenanord- 13 ron Teil, dem Empfüngerteil, des Leitrades von kinenung
ist unter der Bezeichnung Tandempropeller tischer In mechanische Energie zurlickverwandelt
bekannt. und schließlich in dem äußeren Teil des Leitrades
Ferner ist es auch bekannt, feste Leiteinrichtungen von mechanischer Energie in Vortriebs- und kinezu
verwenden, um den Wirkungsgrad der Schiffs- tische Energie umgesetzt.
schraube zu verbessern. Neben mehrflügeligen Leit- ao Demgegenüber ist es das Ziel der Erfindung, eine
einrichtungen ist es bekannt, den Achtersteven oder Schraubenanordnung mit einem freifliegend gelagerdie
Vorderkante des Ruders zu verwinden, um hier- ten, der Antriebsschraube nachgeschalteten Leitrad
durch eine kleine Leitwirkung zu erzielen. Da die zu schaffen, die gegenüber den bekannten Ausfühhiermit
erzielte Verbesserung des Wirkungsgrades rungsformen mit solchen Merkmalen ausgestattet ist,
jedoch bei großen Schiffen gering ist, wird diese Aus- 35 daß eine optimale Auslegung von Schraube und Leitführimgsforni
in der Praxis kaum verwirklicht. rad und damit eine erfolgreiche Realisierung eines
Darüber hinaus ist es bekannt, hinter der Schiffs- möglichst hohen Wirkungsgrades des Antriebes erst
schraube eine um die gleiche Achse rotierende Tür- möglich wird. Es sind die folgenden, unbedingt erbine
anzuordnen. Durch diese Tuibine, die dem forderlichen Merkmale, die die Erfindung kennzeich-Schruubenstruhl
Energie entnimmt, wird eine zweite 30 nen:
mit der Tuibine fest verbundene Schraube angetrie- a) Die Flügel des Leitrades sind in dem von der
ben, deren Durchmesser größer bemessen ist als der gleichen, die Antriebsschraube durchfließenden Was-Durchmcsser
der primären Schraube. Dieser Aus- sermenge durchströmten Bereich innerhalb der
fühnnigsform liegt die Überlegung zugrunde, eine Strahleinschnürung der Antriebsschraube tuibinen-Drehzahlenuntersetzung
außerhalb des Schiffes 35 schaufelaitig und In dem Bereich außerhalb der
unterzubringen, ein hydromcchanisches Getriebe mit Strahleinschnürung der Antriebsschraubo propellerdem
Antriebsorgan zu einem kombinierten Organ flügelaitig ausgebildet. Nur diese Profilierung entzu
vereinigen und hierdurch trotz einer hohen Dreh- sprechend der Aibeitsweise der Flügel führt zu gezahl
der Antriebswelle zu erreichen, daß die Fläche ringen Reibungsverlusten.
des gesamten Antriebsoigans groß ist und eine große 40 b) Die Anzahl der Flügel des Leitrades ist größer
Wassermasse durch diese Flüche strömt. Etwa die als die Anzahl der Flügel der Antriebsschraube. Für
gleichen Überlegungen liegen dem bekannten Vor- jede Strömungsmaschine, Turbine, Pumpe oder Proschlag
zugrunde, eine axial durchströmte Kreisel- pcller, gibt es eine optimale Flügelzahl, die zu dem
maschine für den Schiffsantrieb oder für Pumpen geringsten Gesamtverlust führt, üine hohe Flügelzahl
mit einem hydromechanischen Getriebe zu koinbi- 45 führt ju niedrigen induzierten Verlusten, da die innieren.
Die Hauptaufgabe dieser mehrstufigen Krei- duzierte Strömung in und hintei der Maschine dann
selmasihine liegt in einer Untersetzung, d. h. in der gleichmäßiger verläuft, aber zu großen Reibungs-Zulassung
einer hohen Drehzahl der primären Pro- Verlusten, und für eine niedrige Flügelzahl trifft das
pellerpumpe. Hierzu ist eine komplizierte Bauart er- Entgegengesetzte zu. Wo die optimale Flügelzahl
forderlich geworden, bei der Vei kiste an zu vielen 5° liegt, hängt von der Schnelläufigkeit der Maschine
Einzelteilen entstehen, nämlich an den beiden Pum- ab. Für eine schnelläufige Maschine ist die optimale
penlaufcrn, den beiden Turbinenläufern, den beiden FlUgelzahl niedrig, wie beispielsweise bei der Kaplanfesten
im inneren Teil liegenden I.eitfliithen, dem Turbine; für eine langsam laufende Maschine ist die
inneren Zylinder, dem äußeren Propellerlaufcr, den optimale Flügelzahl hoch, z. B. bei der Francis-Turbeiden
äußeren festen Leitflächen und <in dem gro- 55 bine. Die Antiiebsschruube nach der erfindungsßen
äußeren Zylinder, so daß eine Wirtschaftlichkeit gemäßen Schraubenanordnung läuft relativ schnell
dieser bekannten Vorrichtung nicht gegeben ist. und muß daher eine relativ geringe Flügelzahl erhal-
Ferner ist eine Schraubenanordnung bekannt, die ten, während das Leitrad langsam läuft und daher
aus einer Antriebsschraube und einem dahinter lic- eine huhc Flügelzahl erhalten muß.
genden, rotierenden Leitrad besteht, dessen Durch- 6° c) Das Leitrad weist eine Steigung auf, die 1,4 bis messer gleich oder größer bemessen ist als der 4mal so groß ist als die der zugeordneten Antriebs-Diirchmesser der Antriebsschraube, so daß das Leit- schraube, wodurch erreicht wird, daß die Drehzahl rad als Empfänger und Geber von Energie arbeitet. des Leitrades etwa 0,25mal bis OJmal der Drehzahl Dieser Anordnung liegt vermutlich die Idee zu- der Antriebsscheibe ist. Die Steigung und damit die gründe, eine sehnellaufend? Antriebsschraube zu ver- 65 Drehzahl des Leitrades kann frei gewählt werden, da wenden, deren Durchmesser wegen der hohen Dreh- das Leitrad nicht mechanisch angetrieben wird. Es zahl klein lein muß, und trotzdem einen hohen Wir- kann also unabhängig von der Antriebsmaschine die kuiiüsiziad zu erreichen, weil durch das größere Leit- Drehzahl des Leitrades optimal gewählt werden. Die
genden, rotierenden Leitrad besteht, dessen Durch- 6° c) Das Leitrad weist eine Steigung auf, die 1,4 bis messer gleich oder größer bemessen ist als der 4mal so groß ist als die der zugeordneten Antriebs-Diirchmesser der Antriebsschraube, so daß das Leit- schraube, wodurch erreicht wird, daß die Drehzahl rad als Empfänger und Geber von Energie arbeitet. des Leitrades etwa 0,25mal bis OJmal der Drehzahl Dieser Anordnung liegt vermutlich die Idee zu- der Antriebsscheibe ist. Die Steigung und damit die gründe, eine sehnellaufend? Antriebsschraube zu ver- 65 Drehzahl des Leitrades kann frei gewählt werden, da wenden, deren Durchmesser wegen der hohen Dreh- das Leitrad nicht mechanisch angetrieben wird. Es zahl klein lein muß, und trotzdem einen hohen Wir- kann also unabhängig von der Antriebsmaschine die kuiiüsiziad zu erreichen, weil durch das größere Leit- Drehzahl des Leitrades optimal gewählt werden. Die
3 4
hungt von Ihrer Belastung ab. FUr eine hochbelastete einer Seltenansicht,
nledrlgbelastete Maschine liegt sie niedrig, Bei der Abhängigkeit von der FlUgulzahl nach der Drehzahl
% schraube viel höher belastet als dos Leitrad, und da- zeigt 1st, *
her Hegt die optimale Drehzahl des Leitrades nie- Flg.3 eine weitere AusfUhnmgsform eines Pm-
driger ab die Drehzahl der Antriebsschraube. Die pellers mit nachgeschüttetem Leitrad, das in vcrii-
|· Steigung des Leitrades muß daher größer sein als kaier Richtung verschiebbar ausgebildet Ut, in einer
■l· die der Antriebsschraube, um einen geringen Ge- to Seitenansicht und
samtverlust zu erreichen. F1 g. 4 einen Tandempropellcr mit nachgeschalte-
lastung, Schnell- oder Langsamlllufigkeit nicht ab- In don FIg, 1, 3 und 4 ist mit 10 ein Teil eines
solute Werte, sondern als dimensionslose Werte zu Schlffsrumpfcs und mit U ein Teil der Antriebswelle
verwenden, wie sie im Strömungsmaschinenbau seit »β bezeichnet, die mit einem Antrieb in Verbinde
langem bekannt sind. steht und die in an sich bekannter Weise durch deny
Wie maßgebend für eine erfolgreiche Realisierung Schiffssteven hindurchgefUhrt ist sowie an ihrem v
!: der Idee die Merkmale b) und c) sind, zeigt Fig. 2, freien Ende eine Schiffsschraube 12 bekannter Bau-
; die das Ergebnis einer vollständigen Untersuchung art trügt. Dem Propeller 12 ist ein Leitrad 13 nach-
für einen Anwendungsfall wiedergibt. Fig. 2 zeigt, ao geschaltet. V
J daß bei Gleichheit der Drehzahlen und damit auch Das Leitrad 13 ist bei der Ausftihrungsform μ.1-
der Steigungen von Schraube und Leitrad kein Ge- maß Fig. 1 auf der Antriebswelle 11 freifliegend ge S.
winn erzielt werden kann, daß vielmehr die Dreh- lagert; es nimmt an der Umdrehung der Welle U \
zahl des Leitrades wesentlich kleiner und damit die nicht teil. Die Flügel des Leitrades 13, das nur durch
Steigung größer sein muß als Drehzahl bzw. Steigung as die Energie des strömenden Wassers angetrieben
der Antriebsschraube. Ferner zeigt Fig. 2, daß selbst wird, eind im Bereich des Strahles der Schraube 12
für die optimale Drehzahl des Leitrades der Gewinn als Turbinenschaufel!! und außerhalb dieses Derei-
zu klein bleibt, wenn die FlUgel/ahl des Leitrades ches als Propellerflügel ausgebildet. Der tuibinen-
nur zwischen 3 und 5 bleibt, wie es für die Schraube schaufelartig ausgebildete Leitradabschnitt ist bei 14
üblich und optimal ist. Die Flügelzahl des Leitrades 30 und der propellerflügelartig ausgebildete Abschnitt
muß vielmehr zu 8 oder höher gewühlt werden. bei 15 angedeutet.
Der Durchmesser des Leitrades kann gleich dem Die Anzahl der Flügel des Leitrades 13 ist größer
Durchmesser der Antriebsschraube sein, da das Leit- als die Anzahl der Flügel der Antriebsscheibe 12,
rad in jedem Falle in dem eingeschnürten Schrau- die bei bekannten Propellerausführungsfonnen bei
benstrahl liegt, so daß auch bei gleichem Durchmes- 35 3 bis 6 Flügeln liegt. Darüber hinaus ist die Steigung
ser ein außerhalb des Schraubenstrahls liegender des Leitrades 1,4 bis 4mal so groß als die der zuRing
bleibt. Günstiger ist es jedoch, einen größeren geordneten Antriebsschraube 12.
Durchmesser für das Leitrad zu wählen. Gemäß der Erfindung wird ein mit unterschied-Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist liehen Profilierungen 14, IS versehenes Leitrad 13, das Leitrad hinter den Schrauben eines an sich be- 40 das um die Schraubenachse rotiert und vor oder hinkannten Tandempropellers angeordnet. Diese An- ter der Schraube 12 angeordnet ist, verwendet. Das Ordnung kommt in Frage bei schnellen Schiffen, bei Leitrad 13 weist gegenüber der Schraube 12 eine denen die Kavitation an den Flügeln der primären niedere Umdrehungszahl auf; es dreht langsamer. Schraube nur dadurch genügend klein gehalten wer- Auf Grund dieser Anordnung wird eine hydroniechaden kann, daß an Stelle dieser Schraube ein Tan- 45 nische Untersetzung erhalten, bei der die dem dempropeller benutzt wird. Als Tandempropeller Schraubenstrahl in dem Turbinenteil entnommene wird hierbei die Anordnung von zwei etwa gleichen, Energie sofort in dem Propellerteil 14 des Leitrades mit gleicher Drehrichtung drehenden Schrauben 13 verarbeitet und zur Erzeugung eines zusätzlichen hintereinander auf einer Antriebswelle verstanden. Schubes benutzt wird. Dadurch, daß Turbine und Über den Abstand der beiden Propellerkreisebenen 50 sekundärer Propeller in einem Leitrad zu einem einvoneinander, über die Flügelzahlen der beiden Pro- zigen Organ vereinigt sind, werden die unvermeidpeller, die Steigungen und die Durchmesser ist dabei liehen Energieverluste sehr klein gehalten,
nichts ausgesagt. Das Merkmal des Tandempropel- Wenn für einen gegebenen Schraubenstrahl und lers, das für die beschriebene Aufgabe wichtig ist, einen gegebenen Leitraddurchmesser das Leitrad für ist, daß etwa die doppelte Flügelfläche untergebracht 55 verschiedene Drehzahlen dimensioniert wird, wird werden kann als bei einer einfachen Schraube, wo- ein nennenswerter Schubgewinn bei einer großen durch die Kavitation besser beherrscht werden kann. Flügelzahl und bei einer optimalen Drehzahl des Um bei begrenztem Tiefgang des Schiffes und Leitrades 13 erhalten. Der optimale Gewinn ist inniedrigem Schraubenbrunnen doch noch ein Leitrad folge dieser Merkmale um ein Mehrfaches größer als mit großem Durchmesser verwenden zu können, 6o der durch die bekannten Leiteinrichtungen und bei kann dieses bis über die Höhe des Schiffsbodens ein- Schrauben getroffenen Anordnungen erzielbare Gjziehbar angeordnet sein, und zwar so, daß das Leit- winn (F i g. 2), ·
Durchmesser für das Leitrad zu wählen. Gemäß der Erfindung wird ein mit unterschied-Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist liehen Profilierungen 14, IS versehenes Leitrad 13, das Leitrad hinter den Schrauben eines an sich be- 40 das um die Schraubenachse rotiert und vor oder hinkannten Tandempropellers angeordnet. Diese An- ter der Schraube 12 angeordnet ist, verwendet. Das Ordnung kommt in Frage bei schnellen Schiffen, bei Leitrad 13 weist gegenüber der Schraube 12 eine denen die Kavitation an den Flügeln der primären niedere Umdrehungszahl auf; es dreht langsamer. Schraube nur dadurch genügend klein gehalten wer- Auf Grund dieser Anordnung wird eine hydroniechaden kann, daß an Stelle dieser Schraube ein Tan- 45 nische Untersetzung erhalten, bei der die dem dempropeller benutzt wird. Als Tandempropeller Schraubenstrahl in dem Turbinenteil entnommene wird hierbei die Anordnung von zwei etwa gleichen, Energie sofort in dem Propellerteil 14 des Leitrades mit gleicher Drehrichtung drehenden Schrauben 13 verarbeitet und zur Erzeugung eines zusätzlichen hintereinander auf einer Antriebswelle verstanden. Schubes benutzt wird. Dadurch, daß Turbine und Über den Abstand der beiden Propellerkreisebenen 50 sekundärer Propeller in einem Leitrad zu einem einvoneinander, über die Flügelzahlen der beiden Pro- zigen Organ vereinigt sind, werden die unvermeidpeller, die Steigungen und die Durchmesser ist dabei liehen Energieverluste sehr klein gehalten,
nichts ausgesagt. Das Merkmal des Tandempropel- Wenn für einen gegebenen Schraubenstrahl und lers, das für die beschriebene Aufgabe wichtig ist, einen gegebenen Leitraddurchmesser das Leitrad für ist, daß etwa die doppelte Flügelfläche untergebracht 55 verschiedene Drehzahlen dimensioniert wird, wird werden kann als bei einer einfachen Schraube, wo- ein nennenswerter Schubgewinn bei einer großen durch die Kavitation besser beherrscht werden kann. Flügelzahl und bei einer optimalen Drehzahl des Um bei begrenztem Tiefgang des Schiffes und Leitrades 13 erhalten. Der optimale Gewinn ist inniedrigem Schraubenbrunnen doch noch ein Leitrad folge dieser Merkmale um ein Mehrfaches größer als mit großem Durchmesser verwenden zu können, 6o der durch die bekannten Leiteinrichtungen und bei kann dieses bis über die Höhe des Schiffsbodens ein- Schrauben getroffenen Anordnungen erzielbare Gjziehbar angeordnet sein, und zwar so, daß das Leit- winn (F i g. 2), ·
rad in normalem Betrieb unter der Kiellinie durch- Die wichtigste Eigenschaft eines kombinierten Anschlägt,
bei kleiner Wassertiefe jedoch so weit einge- triebsorgans — Schraube und Leitrad — besteht
zogen wird, daß eine Grundberührung vermieden wird. 65 darin, daß für die Schraube eine hohe Drehzahl ge-In
der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand wählt werden kann, und trotzdem wird durch die
beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Verwendung eines Leitrades ein sehr guter Wir-F
i ß. 1 einen Propeller mit nachgeschaltetem Leit- kungsgräd.erreiicht.
Der Durchmesser des Leitrades 13 wird entsprechend dem zur Verfügung stellenden Raum bemessen
sein. Die Wahl seines Durchmessers ist unabhängig von der Drehzahl der Schraube, so daß auch
für eine schnellaufende Schraube ein Leitrad mit großem Durchmesser verwendet werden kann. Ein
Leitrad 13 kann mit einem besonders großen Durchmesser immer dann zur Verwendung gelangen, wenn
das Leitrad 13 nicht auf der Antriebswelle 11 freifliegend gelagert, sondern auf einem Zapfen 16 angeordnet
ist, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist."Der
Zapfen 16 mit dem Leitrad 13 ist in vertikaler Richtung verschiebbar (Pfeil X) auf einem schiffcsten
Teil angeordnet, wodurch die Möglichkeit gegeben ist, das Leitrad bei flachem Wasser einzufahren.
Bei schnellen Schiffen, deren Schrauben kavitationsgefährdet sind, ist es vorteilhaft, wenn ein Tandempropeller
17, 18 verwendet wird (Fig. 4).
Mittels der eründungsgcmäßen Schraubenanordnung
ist eine technisch und wirtschaftlich vorteilhafte Ausführungsform eines Schiffsantriebes mit in
dem Leitrad vorgenommener zweifacher Energieumsetzung gefunden worden, bei der die Verluste so
gering wie möglich gehalten werden, so daß ein beachtenswerter Schubgewinn erhalten wird. Eine
überraschend optimale, mit den geringsten Verlusten arbeitende Auslegung einer Ausbildung, bei
der Turbine und Propeller auf ein und denselben Flügeln des Leitrades untergebracht sind, indem die
Flügel innerhalb der Strahleinschnürung der vorlaufenden Antriebsschraube turbinenartig und außerhalb
derselben propellerflügelartig profiliert sind, ist
hiernach erstmals offenbart worden in Verbindung mit den Maßnahmen, daß die Flügelanzahl größer
ist als die der Antriebsschraube und daß eine optimale
Steigung des Leitrades angegeben ist. Die Wahl der Steigung des Leitrades beeinflußt wesentlich die
Drehzahl des L :iti ades. Nach F i g. 2 wird eine Flügelzahl des Leitrades größer als acht für erforderlich
gehalten; die optimale Steigung des Leitrades beträgt das 1,4 bis 4fache der zugeordneten Antriebsschraube. Durch diese neue Schiffsschraubenanordnung
wird der zur Erzeugung des Schubes notwendige Impuls einer größeren Wassermenge mitgeteilt,
wobei außerdem erreicht wird, daß die Drallenergie, die in dieser Wassermasse abgeführt wird und verlorengeht,
klein ist. Gegenüber den bekannten Ausführungsformen wird eine Wirkungsgradverbesse-
rung erreicht, die um ein Mehrfaches größer ist als die durch einen festen Leitapparat oder andere bekannte
Schraubenanordnungen, in denen nur ein Teil der Drallenergie zurückgewonnen werden kann,
erreichbare Verbesserung. Nur durch die optimale und unterschiedliche Profilierung der Flügel des
Leitrades, seine große Flügelzahl und die größere Steigung gegenüber der mechanisch angetriebenen
Schraube sowie die hiermit verbundene Umsetzung ao der Energie auf kürzestem Wege in dem Leitrad
können die zusätzlichen Verluste so klein gehalten werden, daß ein nennenswerter Schubgewinn erzielt
wird.
Claims (4)
1. Schiffsschraubenanordnung mit einem freifliegend gelagerten, der Antriebsschraube
nachgeschalteten Leitrad, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
a) in an sich bekannter Weise sind die Flügel des Leitrades (13) in dem von der gleichen
Antriebsschraiibe (12) durchfließenden Wassermenge
durchströmten Bereich innerhalb der Strahlcinschnürung der Antriebssohraube(12)
turbinenschaufelartig (14) und in dem Bereich außerhalb der Strahlcinschnürung der Antriebsschraube (12) propellerflügelartig
(15) ausgebildet,
b) die Anzahl der Flügel des Leitrades (13) ist größer als die Anzahl der Flügel der Antriebsschraube
(12),
c) das Leitrad (13) weist eine Steigung auf, die 1.4 bis 4mal so groß ist als die der zugeordneten
Antriebsschraube (12).
2. Schiffsschraubenanordnung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß in an
sich bekannter Weise das Leitrad (13) einen größeren Durchmesser als die Antriebsschraube
(12) aufweist.
3. Schiffsschraubenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Leitrad (13) hinter einem Tandempropeller (17, 18) angeordnet ist.
4. Schiffsschraubenanordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Leitrad (13) bis über die Höhe des Schiffsbodens einziehbar angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE2715729A1 (de) | Rotor fuer eine turbine | |
DE2032328A1 (de) | Düsenpropeller mit Ummantelung | |
DE3713993C2 (de) | ||
DE2403016A1 (de) | Getriebe fuer ein vortriebsgeblaese mit veraenderlicher blattsteigung | |
EP0148965B1 (de) | Anordung aus einem Schiffspropeller und einem Leitrad | |
DE69002413T2 (de) | Seeschiffsantrieb. | |
DE1756889C (de) | Schiffsschraubenanordnung | |
DE1756889A1 (de) | Schiffsschraubenanordnung | |
DE2700766A1 (de) | Schiffsschraube | |
DE2626304A1 (de) | Vollkavitierendes schiffspropellerblatt | |
DE2416562A1 (de) | Vorrichtung zur verringerung von geschwindigkeitsdifferenzen in einer den scheibenbereich eines schiffspropellers durchsetzenden stroemung | |
DE2636056A1 (de) | Fluegelblaetter fuer luftschrauben | |
DE1556851A1 (de) | Schiffsschraube | |
DE3041140A1 (de) | Ein mit einem mit fluegelspitzen-sperrplatten versehenen schiffspropeller kombinierter leitkanal | |
DE2625818C2 (de) | ||
DE2539636C2 (de) | Läufer für eine hydrodynamische Maschine, insbesondere eine Francisturbine oder eine umkehrbare Pumpenturbine | |
DE471149C (de) | Hydraulische Maschine mit axialem Durchfluss | |
DE413670C (de) | Schiffsschraube mit Leitvorrichtung | |
DE1941146A1 (de) | Rotorschaufel,insbesondere fuer Abwasserbehandlung | |
DE2016775C3 (de) | Schiffsantrieb mit einer über eine zentrale Antriebswelle angetriebenen Schiffsschraube in einer Manteldüse | |
DE757069C (de) | Fluegelrad-Schiffspropeller | |
DE1808637A1 (de) | Propellersystem | |
DE3817515C2 (de) | Schraubenpropeller für den Antrieb von Wasserfahrzeugen | |
DE819209C (de) | Propeller zum Antrieb von Schiffen mit einem die Propellerfluegel durchdringenden inneren Ring | |
DE104468C (de) |