DE41277C - Neuerungen an selbstthätigen Auslauf-Regulatoren für Flüssigkeiten - Google Patents

Neuerungen an selbstthätigen Auslauf-Regulatoren für Flüssigkeiten

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DE41277C
DE41277C DENDAT41277D DE41277DA DE41277C DE 41277 C DE41277 C DE 41277C DE NDAT41277 D DENDAT41277 D DE NDAT41277D DE 41277D A DE41277D A DE 41277DA DE 41277 C DE41277 C DE 41277C
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SEL-WIG & LANGE in Braunschweig
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    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D7/00Control of flow
    • G05D7/01Control of flow without auxiliary power
    • G05D7/0166Control of flow without auxiliary power the sensing element being a float or a ball placed outside the flow path to be controlled

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 6. Februar 1887 ab.
Der in der Zeichnung in zwei verschiedenen Constructionen dargestellte selbstthätige Auslauf-Regulator für Flüssigkeiten unterscheidet sich von anderen Apparaten dieser Art im wesentlichen durch die Construction und Anordnung des Auslauf-Regulirventils. Er besteht aus dem im Boden mit einer beliebig grofsen Ausflufsöffnung 0, sowie einem Flüssigkeitsstandzeiger / versehenen Gefäfs D, welches bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Apparat in zwei Schraubenfedern C und C1 hängt, die sich mittelst der auf den Armen m und my aufruhenden Muttern η und K1 verkürzen oder verlängern lassen, bei dem in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellten Apparat dagegen an dem kürzeren, gegabelten Arm ρ px eines um 5 drehbaren doppelarmigen Hebels mittelst der Stangen r und T1 aufgehängt ist, dessen anderer längerer Arm q ein verschiebbares Gegengewicht t trägt; ferner aus dem unten näher beschriebenen Auslauf-Regulirventil B, welches conaxial mit dem Gefäfs D entweder über demselben oder unterhalb des Flüssigkeitsspiegels in demselben angeordnet und derartig mit dem Gefäfs verbunden ist, dafs es sich beim Herabsinken desselben schliefst, beim Emporsteigen desselben aber öffnet.
Infolge der beschriebenen Aufhängung des Gefäfses sinkt dasselbe, sobald die Flüssigkeit in ihm steigt, und steigt dagegen empor, sobald dieselbe fällt; es tritt also bei einem ganz bestimmten Flüssigkeitsstande Gleichgewicht ein, d. h. aus dem Ventil B tritt ebenso viel Flüssigkeit ein, wie aus der Oeffnung 0 ausläuft. Das Flüssigkeitsniveau bleibt demgemäfs constant und folglich auch die Ausflufsmenge; der Apparat erfüllt also seinen Zweck, innerhalb einer gewissen Zeit stets dieselbe Menge Flüssigkeit aus dem Ventil B bezw. dem Rohr b austreten zu lassen.
Das Auslauf-Regulirventil B ist in den Fig. 6 und 7 im Längs- und Querschnitt mit Aufsicht in gröfserem Mafsstabe dargestellt. Dasselbe ist ein direct unter dem Absperrhahn A angebrachtes Ringschieberventil und wird gebildet durch das aufsen cylindrisch abgedrehte Ausgangsrohr b des Hahnes, welches unten verschlossen , dagegen in seinem unteren Theile mit einer beliebigen Anzahl (hier sechs) in gleicher Höhe liegender Ausgangsöffnungen d versehen ist, ferner durch den das Rohr b umgebenden und auf demselben in verticaler Richtung verschiebbaren Ringschieber c, welcher beim Niedergang die Oeffnungen d verdeckt, also das Ventil schliefst, beim Heraufgehen dagegen das Ventil öffnet, indem dann die Oeffnungen d frei werden.
Bei dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Regulator besitzt der Ringschieber unten eine glockenförmige Verlängerung, deren Zweck ist, das Umherspritzen von Flüssigkeit beim Austritt aus den Oeffnungen d zu verhindern, und ist durch eine Art von Universalgelenk, bestehend aus den Schrauben i und dem in der Mitte ringförmigen, den Schieber umgebenden Querstück e, dessen beide Endzapfen sich in den an dem Gefäfs D befestigten Stangen/ und Z1 drehen können, derartig mit dem Gefäfs D verbunden, dafs er den Auf- und Niederbewegungen desselben, hervorgerufen durch Schwankungen des Flüssigkeitsstandes in demselben, folgt. Das Oeffnen und Schliefsen des Ven-
tils B erfolgt dabei ganz in der gewünschten Weise, und zwar theoretisch ohne alle Reibung, da der Schieber c vollständig entlastet ist.
Entströmen dem Ventil B verhältnifsmäfsig grofse Flüssigkeitsmengen, so wird dadurch, dafs dieselben beim Herabfallen auf den Flüssigkeitsspiegel im Gefä'fs D einen Stofs auf dasselbe ausüben, ein das richtige Arbeiten des Apparates beeinträchtigendes Auf- und Niederschwanken des Gefäfses herbeigeführt, ebenso veranlafst das freie Herabfallen der Flüssigkeit, wenn dieselbe warm ist, einen Wärmeverlust derselben, endlich tritt in dem Falle, wenn der Apparat für dickflüssige Flüssigkeiten, ζ. Β. Melasse oder ähnliche, benutzt wird, leicht ein schwerer Gang des Ventils B durch Eintrocknen der Flüssigkeit an demselben ein.
Die vorstehend angeführten Uebelstände sind bei dem in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellten Regulator in einfacher Weise dadurch beseitigt, dafs das Regulirventil B unterhalb des Flüssigkeitsspiegels im Gefäfs D angeordnet ist. Das Rohr b ist zu diesem Zwecke entsprechend nach unten verlängert und dient gleichzeitig als Führung für das Gefäfs D, mit welchem der- Ringschieber c durch das Querstück k, welches das Rohr b oben umschliefst, starr verbunden ist.
Das Einstellen des Flüssigkeitsniveaus auf eine bestimmte Höhe, welcher ein bestimmtes Ausflufsquantum entspricht, geschieht bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Apparate durch Anziehen oder Lösen der Schraubenmuttern η und Ti1, welche ein Verkürzen oder Verlängern der Federn C und C1 bewirken, bei dem in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellten Apparate durch Verschieben des Gegengewichts t auf dem Hebel q.

Claims (2)

Pa tent-An Sprüche:
1. Ein Auslauf-Regulator, bei welchem die Regulirung des Auslaufes durch ein Ringschieberventil B geschieht, welches mit dem Gefäfs D conaxial verbunden ist.
2. Ein Auslauf-Regulator, bei welchem das Regulirventil unterhalb des Flüssigkeitsspiegels im Gefäfs D angeordnet ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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