DE412559C - Verfahren zum Loesen von Kalirohsalzen - Google Patents

Verfahren zum Loesen von Kalirohsalzen

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DE412559C
DE412559C DES57538D DES0057538D DE412559C DE 412559 C DE412559 C DE 412559C DE S57538 D DES57538 D DE S57538D DE S0057538 D DES0057538 D DE S0057538D DE 412559 C DE412559 C DE 412559C
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SALZBERGWERK NEU STASSFURT
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D3/04Chlorides
    • C01D3/08Preparation by working up natural or industrial salt mixtures or siliceous minerals

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Description

  • Verfahren zum Lösen von=-Kalirohsalzen. Der Lösevorrichtung liegt die Ausnutzung der Verschiedenheit der spezifischen Gewichte der einzelnen Bestandteile des Rohsalzes zugrunde unter weitgehendster Vereinfachung der anzuwendenden apparativen Mittel. Der im Gegensatz zu den meisten bekannten Konstruktionen grundsätzlich vertikal gestellte Löseapparat besteht aus einem einfachen, in .seiner Höhe dem Grade <der Auslösbarkeit des jeweiligen, Rohsalzes angepaßten Zylinder, der in .seinem oberen Teil zwecks Förderung des eigentlichen Löseprozesses Vorrichtungen zur direkten oder indirekten Zuführung von Dampf enthält und an seinem Fuße mit einem dem Rückstand abtransportierenden Bagger verbunden ist. Der Löser enthält keinerlei Transporteinrichtungen, sondern setzt das Lösegut im freien Fall durch, dessen Geschwindigkeit, wenn die Natur des Rohsalzes dies verlangen sollte, durch Einbau. von schrägen Prallflächen gemindert werden, könnte.
  • Der Löseapparat arbeitet in folgender Weise: Die höchstmöglich vorgewärmte Löselauge tritt mit dem gemahlenen Rohsalz zusammen oben in den Löser bei a ein und trifft bei b auf die eigentliche Lösezone, in der wechselnd an der Wandung und in der Mittellinie des. Zylinders durchlöcherte Dampfschlangen bzw. Düsen angeordnet sind; auch kann, wenn nötig, der Löser in beliebiger Ausdehnung durch Ausführung der Zylinderwandung als Doppelmantel indirekt beheizt werden. Das Rohsalz, welches infolge der entsprechend weitgehenden Mahlung praktisch in seine einzelnen Bestandteile zerlegt ist, wird sich, am Beispiel des Carnallits betrachtet, entsprechend der Verschiedenheit der spezifischen Gewichte seiner Bestandteile frei fallend verschieden schnell durch die eigentliche Lösezone b-c bewegen. Die spezifischen Gewichte der fraglichen Bestandteile des Rohcarnallits sind folgende:
    Carnallit . . . . 1,6
    Steinsalz . . . . 2,z6 bis 2,2o
    Kieserif . . . . 2,50 - 2,57
    Anhydrit . . . . 2,9o - 3,oo.
    Dementsprechend wird der Carnallit, der möglichst vollkommen innerhalb der Lösezone aufgelöst werden soll, sich am langsamsten abwärts bewegen, also am längsten in der Lösezone aufhalten. Sämtliche Beisalze, deren Auflösung unerwünscht und nach den Forschungen der letzten Jahre aus bekannten, wichtigen Betriebsgründen möglichst weitgehend zu verhindern ist, sind spezifisch schwerer und werden durch den freien Fall verhältnishxnäßig schnell der Lösezone entzog-en. Sie sammeln sich, im Fuße .d' des Lösers, in dem der untere Drehpunkt des Rückstandsbaggers liegt, werden von hier ,als Rückstand von den Schöpfern des Baggers erfaßt und auf übliche Weise aus dem Löseprozeß entfernt. Die bekannte Tatsache, daß entsprechend den verschiedenen Härten der Rah,carnallitbestandteile,
    Camallit mit Härte . i,o
    Steinsalz 2,0
    Kieserit 3,5 bis 3,8
    Anhydrit 3,0 - 153
    der Carnallitanteil beim Mahlen bei weitem am feinsten zerfällt, wäh end Steinsalz und vor allem Kieserit die Mahlv orrichtung .als gröbere Stücke passieren, wirkt für das Verlösen im freien Fall vorteilhaft, da es die Separationsintensit.ät im Sinne der Verzögerung des Carnallits und der Beschleunigung der Beisalze unterstützt.
  • Die sich vorwiegend in der Lösezone bildende schwere Lauge, die fertige Lösung, sinkt auf kürzestem Wege gleichfalls nach unten, von wo aus sie mittels des im Löseschenkel bestehenden Überdrucks durch den Baggerschenkel und Laugenablauf f den Löseapparat verläßt. Man kann die fertige Lösung, um sie etwa unter dem vorhandenen natürlichen Druck durch neuzeitliche Filter zu schicken, naturgemäß auch schon bei e im untersten Teile des Baggerschenkels abführen. Die Erfindung unterscheidet sich ieesentlich von anderen Verfahren, die das Lösen von Substanzen im Herabsinken zum Ge,o-enstande haben. So wird in dem Patent 188137 eine Vorrichtung beschrieben, die es ermöglichen soll, schwerlösliche Salze durch wieder. holtes Auslaugen im Herabsinken zu erschöpfen. Im Gegensatz dazu wird 'hier die Lösung des leichtlöslichen Carnallits aus natürlichen Gemengen mit schwerlöslichen Mineralien in einem Arbeitsgange erzielt, unter gleichzeitiger Sättigung der Löselaugen. Ebenso stellen die Verfahren, den langsam löslichen Kieserit durch Auslaugen der dabei allmählich absinkenden Masse zu lösen, z. B. Patent 338925, die Bewältigung einer ganz anders gearteten Aufgabe dar, indem dabei mit beliebmgen Zeiten ein schwerlösliches, im wesentlichen ruhendes Salz gelöst wird, während hier aus einem Gemisch von schnell und langsam löslichen Salzen während des freien Falles in ganz neuartiger Weise eine gesättigte Lösung des leichtlöslichen Salzesi unter Schonung des schwerlöslichen :erreicht wird.
  • Die Vorzüge des vorstehend beschriebenen Verfahrens gegenüber anderen Kalisalzlösern sind. folgende i. Größtmögliche Einfachheit der Löseapparatur infolge Fehlens jeglicher Transporteinrichtungen im Läser; daher niedrigste Anlagekosten, billigster Betrieb, geringste Reparaturunkolsten, keine Betriebsstörungen im Löser selbst.
  • 2. Wirtschaftlichste Auslaugung des Lösegutes; Ermöglichung einer Separation. nach: dem spezifisichen Gewicht, wodurch die wertvollen Teile länger in der Lösezone gehalten werden als die schädlichen.
  • 3. Wärmewirtschaftlich sparsamster Betrieb infolge kleinster Laugenoberfläche und Ermöglichung zweckmäßigster Unterbringung der Heizvorrichtungen; das Lösegut durchfällt als Schleier den ,ganzen Querschnitt -des Heizsystems.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Lösen von Kalirohsalzen, dadurch gekennzeichnet, daß, der Löseprozeß in einem vertikal gestellten, in seinem oberen Teil heizbaren Zylinder, welcher gegebenenfalls mit inneren Prallfl,ächen versehen sein kann, während des freien. Fallese des Lösegutes unter Ausschaltung jeglicher Transporteinrichtungen im Löser vor sich geht.
DES57538D 1921-09-10 1921-09-10 Verfahren zum Loesen von Kalirohsalzen Expired DE412559C (de)

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