DE411468C - Verfahren zur Gewinnung von OElen und Fetten aus Pflanzenstoffen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von OElen und Fetten aus Pflanzenstoffen

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DE411468C
DE411468C DEC31979D DEC0031979D DE411468C DE 411468 C DE411468 C DE 411468C DE C31979 D DEC31979 D DE C31979D DE C0031979 D DEC0031979 D DE C0031979D DE 411468 C DE411468 C DE 411468C
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moistening
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CELLULOSE ET PAPIERS SOC DE RE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B1/00Production of fats or fatty oils from raw materials
    • C11B1/02Pretreatment
    • C11B1/04Pretreatment of vegetable raw material

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Ölen und Fetten aus Pflanzenstoffen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von ölen und Fetten aus ölhaltigen Stoffen durch Druck, darin bestehend, daß man den feinpulverisierten Stoffen vor der Behandlung durch Druck eine nach bestimmten Bedingungen abgemessene und regulierte Anfeuchtung erteilt; die kalt angewendet werden kann und einen charakteristischen Ausschwitzungszustand auf der Oberfläche der Stoffkörnchen erzeugt, und daß man dann auf den so vorherbehandelten ölhaltigen Stoff einen Druck ausübt, der bei gleicher Leistungsfähigkeit bzw. Ausbeute beispielsweise auf ein Zehntel des Druckes reduziert ist, welcher für denselben nicht vorherbehandelten Stoff erforderlich sein würde.
  • Die Verwendung von warmem Wasser und Wasserdampf bei der Gewinnung von ölen ist alt. In. der modernen Industrie erfolgt die Erwärmung in konstanter Weise im allgemeinen auf trockenem Wege, doch ist sie häufig mit einer Befeuchtung mit Dampf verbunden, wenn es sich z. B. um die Behandlung von harten Körnchen, wie Baumwolle, handelt oder um Mandelkerne mit Fetten, die in der Hitze verflüssigbar sind, wie die Kopranuß. Es ist bekannt, daß die Anfeuchtung auf heißem Wege durch Dampf die Verschiebung des Öles, der Zellen durch das Aufblasen ihrer Wandungen und den Austritt des Öles durch das Zerquetschen dieser Wandungen erleichtert. Man benutzt diese Methode zur Verbesserung der Ausbeute bei den Verfahren, bei welchen starke Pressen zur Verwendung kommen. Man hat auch versucht, das Ausziehen des öles durch Schwingen oder ununterbrochenen Druck zu bewirken, indem man feuchte Wärme auf ölhaltige Stoffe anwandte, welche in der Wärme verflüssigbare Butter oder Fette enthalten. Bei neueren Verfahren wird sogar ein Aütoklav benutzt, um die Körnchen im Dampf bei einem Druck von a kg zu- erhitzen-B@ei allen diesen Verfahren ist die Anfeüchtung das Mittel, und die Vervollständigung der Erhitzung ist die Basis und die wesentliche Bedingung des Gesamtverfahrens.
  • Demgegenüber bildet gemäß der Erfindung die Anfeuchtung, welche kalt erfolgen kann, eine bestimmte Operation der Erhitzung, während sie sich gleichzeitig mit derselben. für die Verflüssigung der öle und Fette und als Hilfsmittel kombiniert.
  • Es wurde gefunden, daß gemäß ihren Anwendungsbedingungen die Anfeuchtung das Ausziehen des öles behindert oder begünstigt und den Wert des öles und des Ölkuchens verbessert, beibehält oder verringert. Der Beweis für die Unzuträglichkeiten, die eine Anfeuchtung mit sich bringen kann, wenn sie nicht nach den Vorschriften gemäß der Erfindung erfolgt, ergibt sich beispielsweise, aus der Tatsache, daß die industriellen Verfahren im allgemeinen die Befeuchtung der Erdnuß ausschließen; man trocknet sie, wenn sie über 3 Prozent Feuchtigkeit besitzen. Der Beweis der erheblichen Vorteile, die sich aus der Befeuchtung nach den Vorschriften der vorliegenden Erfindung ergeben, erhellt demgegenüber aus der Tatsache, daß man aus der befeuchteten Erdnuß unter Anwendung -eines schwachen Drukkes mehr Öl gewinnen kann als ohne Befeuchtung bei Anwendung eines starken Druckes.
  • Es ist gelungen, die Bedingungen für eine industrielle Realisierung einer sorgfältig regulierten. Befeuchtung festzustellen, die den Ausschwitzungszustand erzeugt, welchem in jedem besonderen Falle eine Maximalausbeute für einen gegebenen Druck und ein Minimaldruck für eine gegebene Ausbeute entsprechen.
  • Bevor die wesentlichen Grundlagen der Erfindung und die besonderen Ausführungsformen ihrer Anwendung erläutert werden, soll die Erfindung im Vergleich zu anderen Verfahren. durch ein Beispiel, welches keine Beschränkungen enthalten soll, hinsichtlich eines einzigen Körnchens gekennzeichnet werden. Angenommen, man habe eine Erdnuß, welche bei gesamter Extraktion 49 Prozent Öl liefert und gewöhnlich bei einer Behandlung unter einem erstmaligen Druck von 250 kg pro Quadratzentimeter in i1/2 Stunden 32 bis 33 Prozent Öl erster Qualität ergibt.
  • Dieselbe Erdnuß wird, nach dem neuen Verfahren behandelt und gepreßt, bei der ersten Pressung unter einem Druck von 25 kg pro Quadratzentimeter in 2o Minuten 34 bis 35 Prozent Öl erster Qualität liefern.
  • Ein Vergleich dieser Resultate kennzeichnet klar die Unterschiede in der Ausbeute, die das neue Verfahren den bekannten Verfahren gegenüber aufweist.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt, die besonderen Bedingungen für die Ausführung und Anwendung des neuen Verfahrens festzusetzen.
  • i. Der ölhaltige Stoff muß in einen bestimmten Verteilungszustand versetzt werden.' Befeuchtet man ein Stückchen eines ölhaltigen Kornes oder einer Nuß und verfolgt die Befeuchtung beispielsweise mit dem Mikroskop, so kann man feststellen, daß das in der obersten Zone schnelle Eindringen der Feuchtigkeit allmählich nach innen zu abnimmt und über eine kurze Grenze hinaus aufhört, wobei diejenigen Teile, welche das Wasser absorbiert haben, sich mit diesem kombinieren und, wenn sie vollkommen durchfeuchtet sind, kein Wasser mehr durchlassen. Damit nun die Befeuchtung über die oberflächlichen Schichten hinaus weiter eindringen kann, muß die Befeuchtung verstärkt oder verlängert werden, doch wird sie in diesem Falle für die oberen Schichten übermäßig groß. Bei einem Korn, welches einen gewissen Gehalt an stärkemehlartigen Stoffen, enthält, wie beispielsweise die Erdnuß, erfolgt die künstliche Befeuchtung regelmäßig nur auf weniger als i mm Tiefe. Man befeuchtet leicht und schnell ein Kornstückchen, welches ein entsprechendes Volumen bei einem Durchmesser von 0,5 bis i mm hat, und weniger schnell und weniger regelmäßig ein Kornstückchen, welches ein entsprechendes Volumen bei einem Durchmesser von z mm hat.
  • Der ölhaltige Stoff muß also im Falle der Erdnuß in einen mittleren Verteilungszustand bei einem Volumen der Kornstückchen zwischen o,5 und 2 mm versetzt werden. Diese Abmessungen können auch als normale Grenzen für die meisten Körner gelten, deren Natur nicht die Verteilung über 0,75 bis o,5 mm hinaus gestattet und die Durchdringbarkeit über 2 mm verringert.
  • 2. Deir ölhaltige Stoff muß in einen bestimmten Trocknungszustand versetzt werden. Befeuchtet man in Anwendung des neuen Verfahrens ein fein zerteiltes ölhaltiges Korn oder Nuß, so kann man feststellen, daß erstens die Ausbeute bei .einem ;gegebenen Druck von beispielsweise 25 kg pro Quadratzentimeter, die bei einer gegebenen Temperatur ausgeübt wird, zuerst langsam und dann schnell abnimmt, wenn die ursprüngliche Feuchtigkeit erhöht wird, zweitens, daß die Grenzen der Befeuchtung im Minimum und Maximum, welche einer besten Ausbeute für jeden ursprünglichen Feuchtigkeitsgehalt entsprechen, enger und enger werden in dem Maße, als die ursprüngliche Feuchtigkeit stärker wird, und drittens, daß der Feuchtigkeitsgehalt, welcher für jeden ursprünglichen Feuchtigkeitsgehalt der besten Ausbeute des Druckes entspricht, mit dem ursprünglichen Feuchtigkeitsgehalt wächst.
  • Befeuchtet man beispielsweise eine bestimmte Erdnuß unter gegebenen Bedingungen, um sie einem Druck von -25 kg pro Quadratzentimeter zu unterwerfen, wobei man von Körnern von i Prozent, 5. Prozent oder ioProzent ursprünglicherFeuchtigkeit ausgeht; so können die Befeuchtungsgrenzen, welche einer besten Ausbeute entsprechen, variieren, und zwar von 3 bis 8 Prozent für eine Anfangsfeuchtigkeit von i Prozent, von -.2 bis 5 Prozent für eine Anfangsfeuchtigkeit von 5 Prozent, und von I bis 2 Prozent für eine Anfangsfeuchtigkeit von i o Prozent.
  • D;e ursprüngliche Feuchtigkeit darf io Prozent nicht übersteigen. Man muß sie nach :NMglichkeit auf i oder 2 Prozent zurückbringen, um das Anwendungsgebiet der Befeuchtung zu vergrößern und somit leichte Überschreitungen der oberen Feuchtigkeitsgrenze zu vermeiden und die Gesamtfeuchtigkeit zu reduzieren. Die Grenzen der zulässigen Anfangsfeuchtigkeit und die Grenzen der Befeuchtung für eine gegebene Anfangsfeucbtigkeit ändern sich von einem Korn zum andern und für ein und dasselbe Korn je nach der Temperatur und dem Druck. Für alle Körner, alle Temperaturen und alle Drucke ül--ernimmt das `'erfahren die Kontrolle über die Anfangsfeuchtigkeit und die Trocknung, um die anzuwendende Befeuchtung zu bestimmen. 3. Der ölhaltige Stoff muß für den Druck in einen Ausschivitzzustand versetzt werden. Die gegebene Befeuchtung des ölhaltigen Stoffes bewirkt ein Austreten des Öles aus den Zellen in solcher Menge, daß sich die Oberfläche des Kornstückchens unter bestimmten Bedingungen mit - ausgeschwitztem Öl bedeckt. Diese Ausschwitzung, die in keiner Verbindung mit dem Feuchtigkeitsgehalt, wohl aber in Verbindung mit der Befeuchtung steht und durch die Temperatur des Verfahrens verstärkt wird, erfolgt unter den besten Bedingungen, wenn das Kornstückchen des zerpulverten Stoffes ein Volumen besitzt, welches etwa einem Durchmesser von i mm entspricht. Die Anwendung des Beeuchtungsverfahrens schließt die Herstellung i des Ausschwitzungszustandes in sich. . Dieser Zustand verschwindet zu einer gewissen Zeit nach der Befeuchtung, deren verlä.ugerte Einwirkung auf die nicht ölhaltigen Stoffe des Korns nicht dieselbe ist, wie eine unmittelbare Einwirkung. Das- ausgeschwitzte Ü1 tritt allmählich in die Zellen zurück. Der Druck muß also in einem gegebenen Zeitraum nach der Befeuchtung erzeugt werden. Für eine bestimmte Erdnuß kann dieser Zeitraum sich beispielsweise auf 2 Tage erstrekken. Er ,ändert sich je nach den Körnern und den Bedingungen der Befeuchtung.
  • Andererseits ist die Ausschwitztuig mit den Bedingungen der Befeuchtung verknüpft. Sie ändert sich bezüglich ihrer Stärke je nach der Temperatur der Befeuchtung, wie noch erläutert werden wird, und sie muß je nach dem auszuübenden Druck mehr oder weniger verstärkt werden. Im allgemeinen bestimmt die Erzeugung der Ausschwitzung die Anwendungsgrenzen des Verfahrens, für welches sie also eine Bedingung darstellt. Als -Beispiel nehme man eine Erdnuß, deren Feuchtigkeit auf 8 Prozent festgestellt worden ist. Ein Druck von 25 kg pro Quadratzentimeter kann bei einer gegebenen Temperatur aus diesem Korn io Prozent Ü1 ausziehen. Bei derselben Temperatur wird derselbe Druck 35 Prozent Öl aus derselben Erdnuß ausziehen, die auf i Prozent Feuchtigkeit getrocknet und durch eine Befeuchtung von 7 Prozent, also auf eine Gesamtfeuchtigkeit von, 8 Prozent in einen guten Ausschwitzungszustand versetzt worden ist, wenn der Druck angewendet wird, bevor die Ausschw-itzung nüchläßt. In dem Maße als die Ausschwitzung verschwindet, wird die Leistungsfähigkeit des Druckes allmählich auf i o Prozent hinabgehen. Die Dauer des Ausschwitzens ändert sich je nach den Kornstückchen, den Bedingungen der Befeuchtung und der Konservierung des ausgescbwitzten Stoffes. Für eine bestimmte Erdnuß und unter bestimmten Bedingungen kann diese Dauer 48 Stunden erreichen und sogar überschreiten. Die verschwundene Aussc'hwitzung kann sich übrigens durch neue Befeuchtung wieder herstellen, und zwar mit oder ohne Trocknung, je nach dem gesamten Feuchtigkeitsgehalt. .
  • Die allgemeinen Bedingungen für die Anwendung des neuen Verfahrens in irgendeiner Weise sind also: Erstens eine regulierte Pulverisierung, zweitens die Kontrollierung der Feuchtigkeit und gegebenenfalls eine regulierte Trocknung und drittens eine regulierte Ausschwitzung. Die besonderen Bedingungen der Ausschwitzungsbefeuchtung resultieren selbst aus einer Gesamtheit von bestimmten Tatsachen.
  • :1. Ausschwitzungsbefeuchtung. A. Befeuchtung auf kaltem Wege.
  • Für die Befeuchtung auf kaltem Wege wird das Wasser auf irgendeine bekannte Weise zerstäubt. Die Zerstäubung muß so- fein sein, daß keine Bewässerung bzw. Einweichen durch Tröpfchen stattfinden kann, was dazu dienen würde, bezüglich der Kornteile, auf welche die Tropfen einwirken, den Feuchtigkeitsgehalt über die Grenzen der Erzeugung der Ausschwitzung hinaus zu erhöhen. Es ergibt sich hieraus, daß bei der Befeuchtung durch Wasserstaub, so fein er auch sein mag, das Kornstückchen derart umgerührt und in Bewegung gesetzt werden muß, daß ein und dieselbe Fläche eines jeden Kornstückchens der Befeuchtung über die für die Durchdringung auf den gewünschten Feuchtigkeitsgehalt erforderliche Zeit hinaus ausgesetzt bleibt.
  • Die Befeuchtung auf kaltem Wege bei etwa 1 5' C: erzeugt für eine bestimmte Erdnuß die Ausschwitzung unter den folgenden Bedingungen, die nur beispielsweise angegeben werden und keine Beschränkung enthalten: Für die anfängliche Feuchtigkeit von i Prozent eine Befeuchtung von 8 bis 12 Prozent und für eine anfängliche Feuchtigkeit von q. Prozent eine Befeuchtung von 5 bis i i Prozent.
  • Unterwirft man dieses selbe Korn nicht ausgeschwitzt und bei einer Temperatur von 15' C einem Druck von 25 kg pro Quadratzentimeter, so beträgt die Ausbeute an Öl etwa 8 Prozent, während bei derselben Temperatur das ausgeschwitzte Korn bei demselben Druck eine Ausbeute von etwa 2¢ Prozent ergibt.
  • B. Befeuchtung auf kaltem Wege und Erwäxmung. Eine bestimmte fein pulverisierte und einer Erwärmung bis auf 5o° C unterworfene und dann unter Druck von 25 kg pro Quadratzentimeter gestellte Erdnuß habe 17 Prozent Öl geliefert, dann wird dasselbe Korn, wenn es auf kaltem Wege ausgeschwitzt und ebenfalls auf 5o° C erhitzt und dann einem Druck van, 25 kg pro Quadratzentimeter unterworfen. wird, 35 Prozent Öl liefern.
  • Aus diesen Beispielen ersieht man, daß die eine Ausschwitzung erzeugende Befeuchtung aus sich selbst wirkt, während die Wärme nur als Hilfsmittel in Betracht kommt.
  • C. Befeuchtung auf warmem Wege. Für die Befeuchtung auf warmem Wege kann man sich zerstäubten warmen Wassers bedienen; man kann auch durch den Wasserstaub auf die erhitzte Erdnuß einwirken. Im allgemeinen bietet die Verwendung von Wasserdampf Vorteile in der Vereinfachung und der Benutzung, insbesondere deshalb, weil der Wasserdampf, wenn die Temperaturbedingungen hinreichende sind, eine Verbindungskraft zwischen den zu befeuchtenden Kornstückchen bewahrt, wodurch eine gleichmäßigere Beäeuchtungswirkung in der Masse des zu befeuchtenden Stoffes .ermöglicht wird.
  • Unter der günstigen Einwirkung des Dampfes und- der dadurch bedingten Regelmäßigkeit der Befeuchtung kann diese Befeuchtung noch weiter begrenzt werden unter Beibehaltung einer Ausschwitzung, die einer besten Ausbeute ,entspricht.
  • Wenn beispielsweise eine auf kaltem Wege befeuchtete Erdnuß, wenn man von einer Anfangsfeuchtigkeit von i Prozent und einer Befeuchtung von i o Prozent ausgeht und dann auf 5o° C erhitzt, eine Ausbeute von 35 Prozent bei einem Druck von 25 kg pro Quadratzentimeter ergibt, so wird dieselbe Erdnuß bei einer Anfangsfeuchtigkeit von i Prozent und um, 6 Prozent bei 50°C angefeuchtet bei demselben Druck von 25 kg pro Quadratzentimeter eine Ausbeute von 39 bis ¢o Prozent ergeben.
  • Die im obigen erläuterte Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß, Öl aus einem gegebenen Korn, z. B. einer Erdnuß, nach einer Befeuchtung gewonnen wird, die in den Grenzen einer bestunmten Ausschwixzung je nach der Anfangsfeuchtigkeit des Korns reguliert werden mußy worauf das Korn nach Bedarf bis zu einem bestimmten Grade getrocknet wird, nachdem es vorher in einen bestimmten Feinheitszustand gebracht worden ist. Die Wirkung des neuen Verfahrens besteht in einer Zunalune der Leistungsfähigkeit des Druckes, infolgedessen man mit einem schwachen Druck, der bis zu einem Zehntel geringer sein kann als der früher erforderliche starke Druck, Leistungen erzielen kann, welche gleich oder höher sind als diejenigen des starken Druckes.
  • Man wird aus dem Rahmen der Erfindung nicht heraustreten, wenn man für den starken Druck die im obigen erwähnten Vorteile der Erhöhung der Leistungsfähigkeit benutzt.
  • 5. Wirkungen der Ausschwitzungsbefeuchtung für dem. starken Druck.
  • Die Wirkung des starken Druckes, auf das als Beispiel gewählte Teilchen, eines Erdnußkerns nach der Befeuchtung zeigt, daß die Ausschwitzung bei der Anwendung des Verfahrens mit einem Minimum an gesamter Feuchtigkeit und demzufolge mit so viel Anfangsfeuchtigkeit als Befeuchtung erzielt werden muß. Letztere kann 5 bis 6 Prozent nicht überschreiten; Bieraus ergibt sich, daß die Anwendung des Verfahrens mit dem starken Druck in dem Falle des gewählten Beispiels die Trocknung des Korns auf etwa i Prozent erfordert.
  • Unter diesen Bedingungen erhöht die Anwendung des starken Druckes auf das in den Ausschwitzungszustand versetzte, aber auf der unteren Grenze der sichtbaren Aussch witzung gehaltene Korn ganz beträchtlich die Leistungsfähigkeit des Druckes.
  • Wenn 'man beispielsweise bei Anwendung des Verfahrens auf eine besitmmte, auf 3o° C erhitzte Erdnuß ohne Ausschwitzungsbefeuchtumg bei einem Druck von 250 kg 32 Prozent Öl in. i1/2 Stunden erhält, so wird man 39 bis ¢o Prozent in 3o Minuten erhalten, wenn man dasselbe Korn auf kaltem Wege durch Wasserstaub in den Ausschwitzungszustand versetzt, hierauf auf 30° erhitzt und demselben Druck von 25o kg pro Quadratzentimeter unterwirft. Ist die Ausschwitzungsbefeuchtung mit Dampf -bewirkt worden, so wird die Leistungsfähigkeit des Druckes von 25o kg pro Quadratzentimeter in 3o Minuten von :12 auf 4.5 Prozent entsprechend der Temperatur, unter welcher der Druck stattfindet, steigen, können.
  • 6. Verwendung verringerter Drucke. Ebenso wie die Anwendung des neuen Verfahrens sich. auf Drucke erstrecken kann, die höher .sind als die schwachen Drucke von etwa 25 kg pro Quadratzentimeter, so kann sie sich auch auf niedrigere Drucke erstrekken.
  • Dies ist der Fall, wenn die Dicke der zu pressenden Schicht hinreichend verringert ist. Wenn beispielsweise bei einem gemäß der Erfindung präparierten ErdnuBkorn, um einen Ertrag von 35 bis 36 Prozent unter dem Druck von 25 kg pro Quadratzentimeter bei 5o° C mit einer diesem Ertrag entsprechenden Schichtdicke von etwa ¢ g pro Quadratzentimeter zu liefern, ein Druck von io kg pro Quadratzentimeter ausgeübt wird, wobei die Dicke der Schicht auf i g pro Quadratzentimeter gebracht ist, so- erhält man denselben Ertrag von 35 bis 36 Prozent.
  • Man kann ,andererseits für eine gleiche Ausbeute den Druck senken, indem man das Volumen der Kornstückchen verringert. Beispielsweise erhält man dieselbe Ausbeute bei einem Druck von 25 kg pro Quadratzentimeter und einem Druck von i o kg pro Quadratzentimeter, wenn bei gleichbleibender Ausschwitzungsbefeuchtung die Dicke der Kornstückchen von einem Volumen, welches einem Durchmesser von etwa 1,25 mm entspricht, auf ein Volumen sinkt, das einem Durchmesser von etwa 0,75 mm entspricht.
  • Die Verringerung des, Druckes ermöglicht andererseits eine geringe Erhöhung der Ausschwitzungsbefeuchtung. 7. Einwirkung der Ausschwitzungsbefeuchtung auf die Ölkuchen.
  • Im allgemeinen ist die Ausschwitzungsbefeuchtung anwendbar auf zeit starkem oder schwachem Druck erzeugte, vorher pulverisierte und getrocknete Ölkuchen, wobei die anfängliche Feuchtigkeit zwecks Erzielmlg einer besseren Ausnutzungi des Druckes und eines besseren Kuchens auf eine Feuchtigkeit zwischen etwa i und 3 Prozent gebracht werden muß.
  • Die Einwirkung der Ausschwitzbefeuchtung bleibt analog derjenigen der ersten Operation und verbessert auch die Ausbeute.
  • Beispielsweise gibt ein Erdnußkuchen nach dezn gewöhnlichen ersten Druck ohne Ausschwitzungsbefeuchtung, wenn er noch 16 Prozent öl enthält, @12 bis 13 Prozent Öl bei einem Druck von etwa 25 kg pro Quadratzentimeter nach der Ausschwitzungsbefeuchtung. Andererseits gibt ein Kuchen erster Pressung von 25 kg pro Quadratzentimeter nach der Ausschwitzungsbefeuchtung, wenn er noch 12 Prozent Öl enthält, 8 bis 9 Prozent Öl bei einem Druck von. etwa 25 kg pro Quadratzentimeter nach der Ausschwitzumgsbefeuchtung.
  • B. Anwendung des neuen Verfahrens auf Mandelkerne und andere ölhaltige Körner als Erdnüsse.
  • Die im obigen angegebenen Anordnungen und Vorschriften sind im allgemeinen auch anwendbar auf Mandelkerne und andere Körner als Erdnüsse unter Vorbehalt von Änderungen, die der Natur der öle und Fette und der Natur der ölhaltigen. Stoffe entsprechen.
  • Im Falle von ölen und Fetten, die bei. atmosphärischer Temperatur wenig flüssig sind, muß die Ausschwitzungsbefeuchtung notwendigerweise von einer Verflüssigungserhitzung begleitet sein, deren Temperatur durch den Gegenstand bestimmt ist. Die Grenze dieser Erhitzung wird bestimmt durch die Aufnahmefähigkeit der wenig flüssigen öle und Fette für die Temperaturen. Handelt es sich beispielsweise um. die Kokosnußkerne, Palmkerne und andere Kerne, deren Fett um so flüssiger ist, je höiher die Extraktionetemperatur ist, ohne daß ihre Qualität darunter leidet, so kann. die Temperatur -der Ausschwitzungsbefeudhtung ohne Bedenken erhöht werden.
  • Dasselbe -gilt von den ölen, die die Temperatur nicht zu fürchten haben, wie das Leinöl und die meisten öle, die zu industriellen Zwecken oder zu Umwandlungen bestimmt sind.
  • Bezüglich der Pulverisierung kann die Anw endung des neuen Verfahrens verschiedene Anordnungen für das eine oder das andere Korn vorsehen. Beim Palmkern muß die Pulverisierung des Korns vorteilhaft etwas feiner sein als bei der Erdnuß in dem üblichen Falle, wenn man die Ausbeute steigern will. Bei dem Kokosnußkern ist die geeignete Dicke dieselbe wie bei der Erdnuß. Bei dem weichen, Mandelkern kann die Dicke der Kornstückchen größer sein. Schließlieh kann man. im Falle des Rizinus einen erstmaligen Druck ohne Pulveri-- ".erung oder Anfeuchtung ausüben, d. h. auf das natürliche Korn, worauf dann die Ausschwitzungsbefeuchtung auf den pulverisierten Kuchen angewandt werden kann, infolgedessen man eine Gesamtausbeute erhält, die mindestens gleich ist der Ausbeute der üblichen Behandlung. Die Bedingungen der Trocknung ändern sich ebenfalls bei dem einen oder andern Korn. Handelt es sich um Palmkerne und Palmölkuchen, so ist der Feuchtigkeitsgrad fast gleichgültig. Die Befeuchtung ist nur vom Gesichtspunkt der Ausschwitzung zu regeln,. Der Kokosnußkern ist viel empfindlicher gegen Feuchtigkeit als der Palmkern, aber weniger empfindlich als die Erdnu.ßy während das Rizinus und der weiche Mandelkern eine Aufnahmefähigkeit besitzen, die analog derjenigen der Erdnuß ist.
  • Bei allen diesen Körnern wie bei den analogen Körnern und Kernen ist die Ausschwitzung eine Anwendungsbedingung. Bei dem einen oder andern Korn ändern sieb seine Produktionsgrenzen je nach der Aufnahmefähigkeit des Korns für die Befeuchtung.
  • Schließlich ändern sich auch vom Gesichtspunkt der Ausschwitzungsbefeuchtung und des Druckes aus die Bedingungen hinsichtlich des einen oder andern Kerns.
  • Ein bestimmter Kokosnußkern (Koprakern), der durch eine Befeuchtung bis zu 25 Prozent auf warme Ausschwitzung gebracht ist, liefert bis zu 6o oder 65 Prozent 0l unter einem Druck von 5 bis io kg pro Quadratzentimeter oder dieselbe Menge unter einem Druck von 25 kg pro Quadratzentimeter bei einer warmen Ausschwitzungsbefeuchtung von 12 bis i 5 Prozent. Beim Pahnkern kann die Ausschwitzungsbefeuchtung auf 15 Prozent und sogar noch mehr gebracht werden.
  • Beim weichen Mandelkern befinden sich die normalen Grenzen zwischen 6 und 12 Prozent bei einem Druck von 25 kg.
  • Für jedes Korn besteht auch ein bestes Feld der Ausschwitzungsbefeuchtung, welches man durch eine Regulierung bestimmen kann, welche zur Basis die Erzielung der Ausschwitzung nach den obengenannten allgemeinen Regeln hat, die demgemäß ein allgemeines und bestimmtes Verfahren darstellen.
  • g. Ausführungsformen der Ausschwitzungsbefeuchtung. Da die Anwendung des Verfahrens eine sorgfältige Regelung der Befeuchtung erfordert, so kann dieselbe mit Vorteil beispielsweise mittels eines endlosen Tuches erfolgen, das in .einem geschlossenen Raume umläuft und im Falle der Befeuchtung mit Dampf erhitzt werden kann, um Kondensationen zu verhindern. Der pulverisierte Stoff wird durch einen Verteilungstrichter, der die Dichte der Schicht reguliert, dem Tuche zugeführt und darauf verteilt. Wird die Befeuchtung durch Wasserstaub bewirkt, so wird der Verteilungsapparat beliebigen bekannten Systems oberhalb des Tuches angeordnet. Wird aber die Befeuchtung durch Dampf bewirkt, so-füllt man den Raum unter und über dem Tuch mit Dampf an. Ist die Befeuchtung beendet, so wird das ausgeschwitzte Korn selbsttätig ausgesaugt.
  • Die Regelung der Befeuchtung erfolgt durch die Bestimmung der Dicke der zu befeuchtenden Stoffschicht für die Menge des verausgabten Dunstes. oder Dampfes als Funktion der Geschwindigkeit des Tuches, d. h. der Dauer der Befeuchtung.
  • Beispielsweise versetzt man eine gegebene, auf eine Dicke von i mm pulverisierte und auf i Prozent getrocknete Erdnuß in den für einen Druck von 25 kg pro Quadratzentimeter eeigneten Ausschwitzungszustand, indem man g g sie um 6 Prozent befeuchtet bei einer Befeuchtungsdauer von 3 Minuten und indem man sie in einer Schicht von einer Dicke, die 6 kg pro Quadratzentimeter entspricht, in einen geschlossenen Raum bringt, der im oberen Teil mit kleinen Absaugeöffnungen versehen ist, wo der bei i 15' erzeugte Da@npf unter das Tuch geführt wird, dessen Geschwindigkeit für die vorgesehene Befeuchtungsdauer reguliert ist.
  • Dieser Apparattyp eigner sich für die größten industriellen Leistungen durch die Anordnung geeigneter. Tuchbreiten und die Llbereinanderanordnung von Tuchen mit oder ohne getrennten Räumen.
  • Die obengenannten Zahlen sind übrigens nur beispielsweise gegeben. Man kann die Zahl von 6 kg- pro Quadratzentimeter und auch die Dauer der Befeuchtung entsprechend der ursprünglichen Feuchtigkeit erhöhen oder verringern.
  • Anstatt eines Ausschwitzungsapparates mit Tüchern könnte man auch einen röhrenförmigen Ausschwitzer benutzen, der durch seine Umdrehung den pulverisierten Stoff - mitnimmt, oder einen Ausschwitzer mit Schüttelbewegung oder irgendwelche anderen -Modelle von Transportvorrichtungen,- die in dem besonderen Falle der Aüsschwitzungsbefeuchtung Verwendung finden können.
  • Die Anwendungsbedingungen der Erfindung können bis ins Unendliche abgeändert werden, allerdings innerhalb der Grenzen der : das Wesen der Erfindung bildenden Anordnungen je nach den Resultaten, die man erzielen will. Man kann z. B., wie bereits erwähnt, ohne aus dem Rahmen der Erfindung herauszutreten, andere Ausschwitzapparate als die im obigen beschriebenen verwenden oder die Anordnungen und Einzelheiten der beschriebenen Apparate für die Verteilung des Korns, die Regulierung der Dichte des zu befeuchtenden Stoffes, die Förderungsgeschwindigkeit, den Zutritt des Dampfes oder W.tsserstaui)es u. dgl., abändern. Man kann auch, wie bereits oben erwähnt, die Ausschwitzungsbefeuchtungsgrade abändern, indem man die ursprüngliche Feuchtigkeit und die Drucke abändert. Die wesentlichen Merkmale der Erfindung bleiben aber immer dieselben in den Grenzen ihrer Anwendung. Es sind dies die beträchtliche Verringerung des bisher erforderlichen starken Druckes, um eine bestimmte Ausbeute zu erhalten, und die bet--ächtliche Erhöhung der Ausziehungsges,--h«-indigkeit.
  • Es ergibt sich hieraus beispielsweise eine beträchtliche Leistungserhöhung der alten Pressen im Falle der Anwendung des neuen Verfahrens .auf eine ältere Anlage mit Pressen von großer Kraft. Wenn man beispielsweise, anstatt eine bestimmte Erdnuß nach dein bisher üblichen Verfahren in zwei Pressungen von 25o kg, von welchem jede Pressung 1i_> Stunde dauert, auszuziehen, die Behandlung derselben Erdnuß mit 250 kg nach dein neuen Verfahren vornimmt, so wird die für das Ausziehen des öls erforderliche Zeit von 6 Halbstunden auf 1/. Stunde für die ganze Behandlung reduziert. Wird andererseits das neue Verfahren mit einem Druck von 25 kg ausgeführt, so wird die Arbeitszeit nur auf :etwa 2 Halbstunden reduziert, aber die Pressen, Pumpen u. dgl. werden nur mehr mit 25 kg anstatt mit 250 kg arbeiten, was eine sehr wichtige Ersparnis an Abnutzung der Maschinen darstellt.
  • Die obenerwähnten Zeiten für die Anwendung des neuen Verfahrens entsprechen übrigens einer geringen Leistungserhöhung. Jlißt man der Geschwindigkeit mehr Bedeutung bei, so kann man sie in hohem Maße erhöhen, wenn man sich 'mit der üblichen Ausbeute bei Anwendung von 25o kg begnügt. Für diese Ausbeuten kann die Dauer der Pressung bei dem neuen Verfahren auf etwa 15 bis 2o Minuten verringert werden, oder sogar noch mehr, und zwar für einen Druck von 25o kg oder 25 kg.
  • Kombiniert man die Verringerung der Druckkraft und die Erhöhung der Ausziehungsgeschwindigkeit, so kann man innerhalb der Grenzen der Erfindung eine Extrahierung durch ununterbrochenen Druck schaffen. Man braucht, wie bereits früher erwähnt, nur die Dicke der zu pressenden Körnerschicht zu verringern, um die Extrahierung mittels eines erheblich verringerten Druckes und in viel weniger Zeit bewirken zu können. Beispielsweise kann bei einer bestimmten Erdnuß, die ein wenig unterhalb der Dicke von i mm pulverisiert worden ist und einer geeigneten Ausschwitzungsbefeuchtung unterworfen worden ist, die Extrahierung auf 32 Prozent, die übliche Ausbeute der ersten Presse mit 25o kg mit einem Druck von 5 kg pro Quadratzentimeter in 3 oder 4 Minuten ausführen, wenn die Dicke der gepreßten Schicht weniger als i g pro Quadratzentimeter entspricht. Man kann unter diesen Bedingungen eine ununterbrochene Extrahierung mittels einer Plattenpresse mit auf und abgehenden Bewegungen erzielen, die bezüglich ihrer Bewegungen und der Dauer derselben geeignet reguliert ist, und mittels eines Filtertuches, welches mit entsprechender Bewegung zwischen den Platten hindurchgezogen wird, bei selbsttätiger Zuführung und Entnahme des Stoffes an den Enden der Presse.
  • Man kann auch die ununterbrochene Arbeit mit unterbrochener Bewegung durch eine Arbeit mit ununterbrochener Bewegung ersetzen, wenn man eine Presse benutzt, welche mit einer zylindrischen Filtrier$.äche versehen ist, in deren inneres. das Korn eingeführt wird, um dort durch eine zylindrische Fläche (filtrierend oder nicht) von geringerem Durchmesser, die sich auf einer mit Bezug auf die Achse des ersten Zylinders exzentrischen Achse dreht, gepreßt zu werden, wobei der Stoff selbsttätig den beiden Prellzylindern zugeführt und nach dem Pressen selbsttätig entnommen wird.
  • Man kann auch innerhalb der Grenzen der Erfindung mittels aller bekannten Mittel die Einzelheiten dieser Vorrichtungen zum ununterbrochenen Pressen durch unterbrochene oder ununterbrochene Bewegung abändern oder andere bekannte Vorrichtungen zum ununterbrochenen Auspressen von öl, beispielsweise Vorrichtungen nach dem System der Schwingen oder Zentrifugen, anwenden.
  • Man kann auch die ununterbrochenen Pressen mit zylindrischer oder konischer Archimedesschraube benutzen, die mit vollen oder teilweisen Filtrierm,änteln versehen sind, wobei man jedoch darauf zu achten hat, daß für ölhaltige Stoffe, welche einen beträchtlichen Gehalt an stärkemehlartigen Stoffen besitzein, die Ausschwitzungsbefeuchtung auf ein Minimum reduziert werden muß,. Man erhält beispielsweise mit diesem Pressensystem bei einer gegebenen Erdnull, die nach vollständiger Trocknung auf warmem Wege durch eine Befeuchtung auf 3 oder 4 Prozent in den Ausschv@itzungszus;tand gebracht worden ist, eine gute Extrahierung, während dasselbe Korn, wenn es in derselben Weise behandelt wird und eine Gesamtfeuchtigkeit von 8 bis i o Prozent besitzt, sich unter der Einwirkung der Zerkleinerung in demselben ungünstigen Zustande befinden würde, wie ein bei starkem Druck zu stark befeuchtetes Korn.
  • Die Anwendung der ununterbrochenen Pressung im, Rahmen der vorliegenden Erfindung erstreckt sich auch - unter ' besonders günstigen Bedingungen. auf di,e`"Kornbüiation der Extrahierüng durch Druck `und der Extrahierung durch;.Lösumg: .dijä#Cb: Anwendung der letzteren auf den Ölkuchen,- welcher in geringer Dicke und wenig gepreßt aus der ununterbrochenen Presse herauskommt.
  • Die Erfindung erstreckt sich nicht nur auf die im obigen beschriebene eigentliche Extrahierung nach dem neuen Verfahren, sondern auch auf die Gewinnung von Ölkuchen durch Anwendung des neuen Verfahrens.
  • Um mit den verschiedenen Körnern bei den verschiedenen Drucken Kuchen von einer Qualität zu erhalten, welche gleich ist derjenigen der Kuchen, welche man nach den bisher gebräuchlichen Verfahren erhält, braucht man nur die Ausschwitzungsbefeudhtung bei dem verwendeten Druck auf den geeigneten Minimalgrad einzustellen, der für eine gute Ausbeute maßgebend ist. Die Bedingung ist also; die ursprüngliche Feuchtigkeit durch Trocknung auf ein Minimum zurückzuführen.
  • Beispielsweise erhält man einen guten Ölkuchen aus Erdnuß, wenn man das getrocknete Korn einer einzigen Pressung von z5okg nach einer Befeuchtung bis auf 3 oder q. Prozent oder zwei Pressungen von 25 kg nach einer Befeuchtung auf etwa 3 bis 6 Prozent unterwirft.

Claims (3)

  1. PATEN T-ANSPRÜCHR: Verfahren zur Gewinnung von Ölen und Fetten aus Pflanzenstoffen unter Anwendung der Befeuchtung, dadurch gekennzeichnet, daß man die Saat nur so lange anfeuchtet, bis sich eine Zellenausschwitzung durch Anschauung, Gefühl oder Geruch bemerkbar macht, und in diesem Zustande mit Niederdruck auspreßt. z.
  2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man als Funktion des Extrahierungsdruckes die Ausschwitzbefeuchtung des feinpulverisierten Korns dadurch reguliert, daß man das Korn mit einer gegebenen Geschwindigkeit undwährend einer gegebenen Zeit sowie in Schichten von gegebener Dicke als Funktion der ursprünglichen Feuchtigkeit, der Gesamtfeuchtigkeit und der Temperatur in das Befeuchtungsmittel hineinführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kraft, die Dauer und die Art und Weise der Anwendung der verschiedenen Drucke auf das in den Auss,chwitzzustand versetzte Korn und diesem Zustande entsprechend reguliert. q.. Die Anwendung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3 auf Ölkuchen.
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