DE410028C - Entlastetes Ventil - Google Patents
Entlastetes VentilInfo
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- DE410028C DE410028C DESCH69232D DESC069232D DE410028C DE 410028 C DE410028 C DE 410028C DE SCH69232 D DESCH69232 D DE SCH69232D DE SC069232 D DESC069232 D DE SC069232D DE 410028 C DE410028 C DE 410028C
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Links
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K39/00—Devices for relieving the pressure on the sealing faces
- F16K39/02—Devices for relieving the pressure on the sealing faces for lift valves
- F16K39/024—Devices for relieving the pressure on the sealing faces for lift valves using an auxiliary valve on the main valve
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Lift Valve (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 17. FEBRUAR 1925
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
-JV* 410028 -KLASSE 47g KSRUPPE
(Sch
Schmidt & Wagner in Berlin.
Entlastetes Ventil. Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Januar 1924 ab.
Die Erfindung betrifft ein entlastetes Ven- Der Erfindungszweck wird dadurch er- io
til, welches mit einer Belastungskammer ver- reicht, daß das Hauptventil durch einen vom
sehen ist, deren Ausflußöffnung durch das im ! Frischdampf innerhalb der Belastungskammer
Hauptventil angeordnete Hilfsventil gesteuert ausgeübten Flächendruck mit einer von der
wird. Ventilspindel beeinflußten Fläche gekuppelt
Die Erfindung bezweckt, das bei diesen
Ventilen nach der Eröffnung auftretende Penwird, sobald sich diese beim Eröffnungshube 15 der Ventilspindel als Widerlager gegen das
Ventilen nach der Eröffnung auftretende Penwird, sobald sich diese beim Eröffnungshube 15 der Ventilspindel als Widerlager gegen das
dein und Hämmern des Hauptventils zu be- j Hauptventil legt.
seitigen. 1 In den Abb. 1 und 2 sind zwei Ausfüh-
rungsbeispiele der Erfindung im Längsschnitt dargestellt, und die Abb. 3 zeigt das in den
beiden Beispielen verwendete Hauptventil im Grundriß.
In den Abbildungen bezeichnet 1 das Gehäuse und 2 den Deckel des Ventils, 3 das mit
einem Rohrschieber 4 verbundene Hauptventil, 5 das Hilfsventil und 6 die Belastungskammer.
In dem Rohrschieber 4 ist ein Körper 7 angeordnet, durch welchen die Ventilspindel 8 hindurchragt,
welche am unteren Ende durch die Schraube 15 mit dem zwischen den Rippen 9
geführten Hilfsventil 5 verbunden ist. Der im Körper 7 vorhandene Hohlraum 10 steht
ig durch die den Rohrschieber 4 durchbrechenden
Rohre 11 mit dem Stutzen 12 in Verbindung,
durch welchen der Frischdampf in das Ventil eintritt. In Abb. 1 ist dieser Hohlraum oben
durch den mit der Ventilspindel 8 verbundenen Kolben 13 und unten dadurch gegen die
Belastungskammer 6 abgeschlossen, daß der Hohlraumboden die Ventilspindel 8 eng umschließt.
In der Abb. 2 ist der Kolben 13 aber so tief auf der Ventilspindel 8 angeordnet,
daß der Hohlraum 10 oben noch durch den Ringspalt 14 in direkter Verbindung mit
der Belastungskammer 6 steht. Durch den Stutzen 16 wird der durch das geöffnete Ventil
hindurchströmende Frischdampf der Verbrauchssteile zugeführt.
Bei den beiden Ausführungen ist in der Belastungskammer 6 immer der gleiche Dampfdruck
wie im Stutzen 12 und im Hohlraum 10
vorhanden, solange das Ventil geschlossen ist. Mit dem Öffnen des Hilfsventil entsteht
aber, wenigstens bei der Ausführung nach Abb. i, sofort ein zunehmender Druckunterschied
zwischen dem vom Frischdampf erfüllten Hohlraum 10 und der sich durch den Stutzen
16 hindurch entleerenden Belastungskammer. Infolgedessen wird bei dieser Ausführung
der Kolben 13 sofort durch den anwachsenden Frischdampfüberdruck im Hohlraum
10 immer stärker nach aufwärts und der von ihm überdachte Teil des Hohlraumbodens
ebenso nach abwärts belastet. Durch die Entleerung der Belastungskammer wird das Hauptventil also einerseits entlastet, aber
auf der anderen Seite auch gleichzeitig wieder ! 5„ mit dem Flächendruck belastet, welchen der
Frischdampfüberdruck auf die Innenseite des Hohlraumbodens ausübt. Diese neue Belastung
erschwert die Eröffnung des Hauptventils jedoch nicht, denn sie verschwindet schon in dem Augenblick wieder, in welchem
die Innenbelastung des Hohlraumbodens durch eine gleich starkeAußenbelastung ausgeglichen
wird. Dieser Ausgleich wird aber durch den Zug bewirkt, welchen der Kolben 13 auf die
Mutter 15 ausübt, sobald sie sich bei dem weiteren Eröffnungshube der Ventilspindel
mit ihrer Rückseite als Widerlager gegen die Außenseite des Hohlraumbodens legt. Von
diesem Augenblick an ist das Hauptventil wieder entlastet, aber dafür ist es von jetzt
! an durch den vom Kolben 13 ausgeübten Zug mit dem Widerlager auf der Ventilspindel gekuppelt.
Dieser Kupplungsdruck zwischen dem Hauptventil und dem Widerlager ist beim Übergang des Hauptventils in die Eröffnungslage
natürlich am stärksten, er nimmt dann mit dem Steigen des Druckes im Stutzen 16
ab und verschwindet schließlich, sobald im Stutzen 16 der gleiche Druck wie im Stutzen
12 vorhanden ist. Im gleichen Maße wie der Druck im Stutzen 16 ansteigt, verringern
sich aber auch die Belastungen der Unterseite des Hauptventils, welche das Pendeln und
Hämmern des Hauptventils hervorrufen; auch sie sind beim Übergang des Hauptventils in
die Eröffnungslage am stärksten, werden dann immer schwächer und hören schließlich vollständig
auf. Bei zweckentsprechender Bemessung des Kolbens 13 verhindert der von
ihm ausgeübte Kupplungsdruck zwischen dem Hauptventil und seinem Widerlager also
jedes Pendeln und Hämmern des Hauptventils.
Bei der Ausführung nach Abb. 2 folgt aus der Eröffnung des Hilfsventil 5 noch keineswegs
wie bei der Ausführung nach Abb. 1 immer eine sofortige Entleerung der Belastungskammer,
sondern höchstens eine gewisse Verminderung des in ihr vorhandenen
Druckes, weil der in den Stutzen 16 abfließende Dampf hierbei noch zunächst immer
wieder mehr oder weniger vollkommen durch den Frischdampf ersetzt wird, welcher aus
dem Stutzen 12 durch den Ringspalt 14 in die
Belastungskammer nachfließt. Eine wirkliehe Entleerung der Belastungskamer 6 und
damit also eine Entlastung des Hauptventils tritt bei dieser Ausführung vielmehr erst
dann ein, wenn der Kolben 13 sich bei dem weiteren Eröffnungshube der Ventilspindel
dem oberen Rande des Körpers 7 so weit genähert hat, daß er von da an den Frischdampfausfluß
aus dem Ringspalt 14 bis zum vollständigen Abschluß zunehmend drosselt. Da
nun der Spindelhub zwischen den beiden Endlagern des Kolbens 13 aber beliebig groß
gemacht werden kann, so bietet die Ausführung nach Abb. 2 also den großen betriebstechnischen
Vorteil, daß der Arbeitsstelle schon allein durch das Öffnen des Hilfsventil
so große Dampfmengen in aufs feinste regelbarer Menge zugeführt werden können, daß
damit z. B. jede Maschine ohne Zeitverlust allmählich in Bewegung gesetzt werden kann.
Namentlich bei größeren Ventilen bietet diese
Ausführung dann auch noch den weiteren ! Vorteil, daß nun der obere Rand des Rohr- i
Schiebers zur Verringerung des Eröffnungs- j Widerstandes des Hauptventils mit einem
größeren äußeren Durchmesser ausgeführt werden kann als der Ventilsitz, ohne daß aus !
dieser Maßnahme eine vorzeitige und noch nicht gewollte selbsttätige Eröffnung des
Hauptventils folgt. Diese kann hierbei viel- '
ίο mehr erst immer eintreten, nachdem der KoI- j
ben 13 anfängt, den Frischdampfausfluß aus ! dem Ringspalt 14 zu drosseln oder nachdem
er diesen vollständig unterbunden hat. Mag ' das Hauptventil sich dann bei Beginn der
Drosselung oder später selbsttätig öffnen oder mag es auch erst mittels des nun auch
gleichzeitig noch als Widerlager wirkenden Kolbens geöffnet werden, so wird es durch
den dann im Hohlraum vorhandenen Frischdampf über druck mit dem Kolben 13 ebenso
gekuppelt, wie das Hauptventil bei der Ausführung nach Abb. 1 mit dem Widerlager 15
gekuppelt wurde. Sollte der Kupplungsdruck dann aber aus irgendwelchen Gründen nicht
ausreichen, um allen Belastungen der Unter- ! seite des Hauptventils Widerstand zu leisten, |
so bietet die Ausführung nach Abb. 2 endlich j noch den Vorteil, daß mit der Trennung des
Hauptventils vom Kolben sofort wieder Frischdampf anfängt, in zunehmender Menge
in die Belastungskammer einzuströmen. Hierdurch wird dann aber auf der Oberseite des
Hauptventils sofort eine zunehmende Gegenbelastung erzeugt, durch welche das Haupt-
ventil wieder augenblicklich in seine Ruhelage auf den Kolben 13 zurückgeführt und
damit die Kupplung zwischen dem Hauptventil und dem Kolben wieder hergestellt wird.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:i. Entlastetes Ventil mit Belastungskammer, deren Ausflußöffnung durch das im Hauptventil angeordnete Hilfsventil gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauptventil (3) durch einen vom Frischdampf erzeugten Flächendruck mit einem von der Ventilspindel (8) beeinflußten Körper (15, Abb. 1, 13, Abb. 2) gekuppelt wird, wenn er sich bei dem Eröffnungshube der Ventilspindel als Widerlager gegen das Hauptventil legt.
- 2. Entlastetes Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die Kupplung bewirkende Flächendruck in einem im Hauptventil (3) vorgesehenen und mit dem Frischdampf raum (12) des Ventils verbundenen Hohlraum (10) erzeugt wird, durch welchen die Ventilspindel (8) hindurchragt.
- 3. Entlastetes Ventil nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Flächendruck im Hohlraum (10) durch den Überdruck erzeugt wird, mit welchem der Frischdampf bei der Entleerung der Belastungskammer (6) auf einen mit der Ventilspindel verbundenen und den Hohlraum abschließenden Körper (13) einwirkt.
- 4. Entlastetes Ventil nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Frischdampfraum des Ventils verbundene Hohlraum so lange durch eine Öffnung (14, Abb. 2) mit der Belastungskammer (6) verbunden ist, bis der von der Ventilspindel beeinflußte Körper (13, Abb. 2) sich als Widerlager gegen das Hauptventil legt.
- 5. Entlastetes Ventil nach Anspruch^, dadurch gekennzeichnet, daß das mit der Ventilspindel verbundene und den Hohlraum abschließende Widerlager (13, Abb. 2) auch als Steuerorgan wirkt, indem es bei einer selbsttätigen Bewegung des Hauptventils (3) einen zunehmenden Frischdampfstrom in die Belastungskammer (6) einströmen läßt und das Hauptventil durch diese Belastung seiner Oberseite zum Aufsuchen der Kupplungslage zwingt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH69232D DE410028C (de) | 1924-01-01 | 1924-01-01 | Entlastetes Ventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH69232D DE410028C (de) | 1924-01-01 | 1924-01-01 | Entlastetes Ventil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE410028C true DE410028C (de) | 1925-02-17 |
Family
ID=7439633
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH69232D Expired DE410028C (de) | 1924-01-01 | 1924-01-01 | Entlastetes Ventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE410028C (de) |
-
1924
- 1924-01-01 DE DESCH69232D patent/DE410028C/de not_active Expired
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