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Anlaß- und Steuervorrichtung für Außenbordmotoren. Zum Anlassen von
sogenannten Außenbordmotoren wird für gewöhnlich ein auf dem Schwungrad befestigter
Griff benutzt, mittels dessen das Schwungrad und die Motorwelle umgedreht werden
können. Ein solches Anlassen ist -indessen- oft mühsam, und die Vorrichtung ist
auch nicht für den Motorwärter - ganz ohne Gefahr, indem das Schwungrad und sein
aufwärts gerichteter Griff -oben angebracht sind und völlig ungeschützt liegen..
Es ist auch in-Vorschlag gebracht worden, einen einzigen Handhebel sowohl für das
Anlassen als auch für die Steuerung von Außenbordmotoren zu benutzen. aber die bekannten
Vorrichtungen dieser Art haben sich in der Praxis nicht bewährt.
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Die Erfindung betrifft eine Anlaß- und Steuervorrichtung für Außenbordmotoren
mit einem einzigen Handhebel, welche Vorrichtung eine zuverlässige Wirkung und eine
einfache Bauart auf«-eist. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß der
Handhebel an einem buchsenartigen Teil gelagert ist, der mitt&ls des Handhebels
drehbar ist und durch eine übersetzung mit der Motorwelle in vorübergehenden Eingriff
zwecks Anlassens gebracht wird, während die Steuerung dadurch geschieht, daß der
Handhebel gegenüber dem genannten Teile schwenkbar ist und die Steuervorrichtung
(das Ruder oder die Schraubennabe) mittels einer zweiten Übersetzung bedient. Diese
Anlaß- und Steuervorrichtung ist zweckmäßig unterhalb des Zylinderblockes aifgebracht,
und auch das Schwungrad des Motors wird zweckmäßig unterhalb des Zylinderblockes
angebracht, so daß alle umdrehenden Teile gänzlich eingeschlossen werden können,
wodurch jede Gefahr, daß der Motorwärter durch die umdrehenden Teile beschädigt
werden könnte, beseitigt wird.
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Die Erfindung ist in den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht,
und zwar zeigt: Abb. i eine Seitenansicht eines Außenbordmotors mit Vorrichtung
nach dieser Erfindung, Abb.2 eine Hinteransicht des oberen Teils davon, Abb.3 eine
Oberansicht davon, Abb. .l eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, des Motors
und der Anlaß- und Steuervorrichtung in größerem Maßstab.
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Abb. 5 eine Hinteransicht der Anlaß- und Steuervorrichtung und
Abb.6
eine Oberansicht davon, teilweiße im Schnitt.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung bei einem Außenbordmotor derjenigen
Gattung angewendet, nach welcher die Kolben einer Mehrzahl achslal gestellter Zylinder
i mit einer mit der zentral ini Zylin(lerl)locke 2 angeordneten Welle : -e:agerten
Taumel-3cheibe 4. in Eingriff stehen, durch welch Letz:ere die Triebkraft -von den
Kolben auf Sie Welle übertragen wird; dies ist aber nichts Kennzeichnendes für die
Erfindung, die im Gegenteil an allen Aren von Außenbordnotoren verwendbar iss. Das
Schwungrad 6 leg 'Motors ist auf der Motorwelle unterhalb ler Zylinder befestigt
und ist durch eine vom roteren Teil des Zylinderblockes gebildete 3aube - umgeben,
«-elche auch die unten ieschriebenen Cbersetzungen für das Anlasen. Steuern und
Umsteuern einschließt. Die ni den oberen Enden der Zylinder vorgeseheten Zündkerzen
8 und der ain oberen Ende [er -Motorwelle befes:i-te Stromverteiler a, [er in bekannter
"'eise die Zuführuizg des :ündstromes von einem durch den Motor an-;etrie'henen
''Magnetapparat zu den Zündleeren der 'Zylinder vermit:elt, sind in einer am bereu
Ende des Zylinderblockes befestigten albkugligen Haube ein-` eschlossen. Alle nipfmdlichen
und '@ewegiichen Teile sind omit bei diesem Außenbordmotor gänzlich ingeschlossen,
wodurch sowohl die Betriebsicherheit vergrößert wird als auch die Geihr für den
Motorwär:er. der bei Antriebspparaten dieser Art oft ein Kind oder eine verfahrene
Person ist. beträchtlich verminert wird.
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Das Anlassen des 'Motors und die teuert:ng geschieht aüttels eines
einzigen :andhebels i i. Zu diesem Zwecke ist in -;r Haube ; eine Büchse 12 drehbar
gegert, die außerhalb der Haube ; eine ga.bel-Tmige Verlängerung i-; besitzt, die
sich in nein «Winkel zu der Längsrichtung der üchse erstreckt, und in welcher der
Hand-:bel auf einem Zapfen i@ schwenkbar gegert ist. Die Büchse 12 trä,yt einen
Zahnktor r5. der in einem entsprechenden Zahnktor 16 am einen Ende eines in der
Haube -if einem Zapfen 1; drehbar gelagerten Heas iS eingreift, welcher am anderen
Ende neu Zahnsektor i9 trägt. Der letztgenannte ihnsektor ist auf einem in dem Hebel
18 :festigten Zapfen 2o gelagert und kann -,ich der einen Richtung um den genannten
Zap-,i ent-e-;en der Wirkung einer nicht darge-°ll1en Feder drehen, während ;eine
Drehung der anderen Richtung durch einen in dein übel iy befestigten Zapfen 21 verhindert
Der Zahnsektor ia bildet einen 1-Zrei.,-gen mit dem -Mittelpunkt iin Zentrum des
Zapfens i,-, wenn vier Zahnsektor seine normale Lage unter Anliefen gegen den Zapfen
21 einnimmt. Der Zahnsektor ist zum bewegen eines auf der Motorwelle befestigtefl
Zahnrades 22 bestimmt. ist inde4sen für gewöhnlich außer Ein--rif finit diesem Zähn--
rüde.
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Wenn der 'Motor angelassen werden soll, wird der Handliebe' i i zunächst
aufwärts gedreht. wobei die Büchse 12 gedreht wird und durch die Zahnsektoren -15,
16 den Hebel 18 in die durch den Pfeil in Abb. 6 angedeutete Richtung dreht.
Der Zahnsektor io trifft dabei gegen das Zahnrad 2a -und wird so weit rückwärts
gegenüber dem Hebel iS gedreht, daß seine Zähne an den Zähnen des Zahnrades vorübergehen,
ohne"das Zahnrad zu drehen. und das so lange, bis -der Zahnsektor i 9 vollständig
an dem Zahnrade -2 vorübergegangen ist, worauf der Sektor 19 durch die auf ihn wirkende
Feder in Normallage gegenüber dein Hebel z3 zurückgeführt wird. Der Handhe''el i
i wird dann schnell abmärts -gedreht, wodurch der Hebel 18 in entgegengesetzter
Richtun- zu dem in Abb.6 gezeigten Pfeile zurückgedreht wird. Der Zahnsektor wird
da'--ei durch den Zapfen z i gestützt, so daß er sich nicht -egenüber dein Hebel
18 drehen kann. und, dessen Zähne greifen daher in das Zahnrad 22 ein und drehen
es finit der Motorwelle, so daß der Motor angelassen wird. U m Steuerung und Rückwärtsgang
zu ermöglichen, ist die Schrau'cennabe 23 in bekannter Weise finit einem den unteren
Teil 2.1 der Motorwelle umgebenden Rohr 25 verbunden und zusammen mit diesem Rohre
drehbar. Am oberen Ende des Rohres 2 5 ist ein kükenförmiger Körper 26 befestigt,
der in einem entsprechenden Sitz gelager: ist, welcher von einer abwärts gehenden
Verlängerung 27 der Haube ; gebildet ist.. Ani oberen Ende des Körpers 26 ist ein
Zahnrad 2S befestigt, in welches eine Zahns'ange 29 eingreift, «-elche die Büchse
12 durchsetzt und finit ihrem einen Ende finit dem- von der Gabel 1 ; umgebenen
kürzeren Arm des Randliebels i i mittels eines Zapfens 3o verbunden ist. Das andere
Ende der Zahnstange =9 ist von einer Büch_e 31 umschlo: gen, des -gen inneres Ende
#nit einem. Flansch 35 versehen ist, welcher eine Stütze für das innere Ende einer
von der Büchse 31 umschlossenen Feder 32 bildet. Das äußere Ende 'der -e-, nannten
Feder stützt geen einen Schrauljendeckel 36 einer in der Haube ; eingeschraubten
1>üclise .;.1. Unter gewöhnlichen Unis.iiiiden hält die Feder ,;:! die Büchse 31
und die Zahnstange so -weit nach links gedrückt, daß der Flansch 35 gegen den inneren
Boden der Schraubenbüchse 34 stützt, und die Spannun
-- der Feder
32 ist derart bemessen, daß sie das Drehmoment, welches die Schraube im Betriebe
auf das Rohr z5 ausübt, völlig aufhebt. Wenn der Handhebel i i im Betriebe freigelassen
wird, stelit sich daher die Schraubennabe selbsttätig in eine Lage_ ein, in welcher
das rechte Ende der Zahnstange 29 gegen die Büchse 31 drückt, ohne daß sie die Büchse
derart verschieben kann, daß ihr Flansch 35 außer Berührung mit dem inneren Boden
der Schraubenbüchse 34 bewegt wird. Durch Verstellen der Schraubenbüchse 3,1 kann
diese Lage derart abgepaßt werden, daß die Schraube dabei .in einer für ' Gang gerade
vorwärts entsprechenden Lage gehalten wird.
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Bei der Steuerung wird der Handhebel i i in die eine oder andere Richtung
wagerecht geschwenkt, wobei er um den Zapfen 14 schwingt und die Zahnstange 29 verschiebt,
welch letztere . dabei das Zahnrad 28 dreht, so daß das Wellenrohr und die Schraubennabe
um die Welle 2¢ gedreht werden, wodurch eine Steuerung zustande kommt. Beim Rückwärtsgang
wird der Handhebel i i so weit in wagerechter Richtung geschwenkt, daß die Schraubennabe
um i8o° von der normalen Lage für Voric>ärtsgang gedreht wird.
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Das Anlassen für Rückwärtsgang geschieht in der We:se, daß der Handhebel
i i zunächst in wagerechter Richtung so weit verschwenkt wird, daß die Schraubennabe
um i8o° gedreht wird, worauf der Handhebel i i in oben beschriebener Weise auf und
ab in senkrechter Richtung verschwenkt wird. Damit die Zahnstange 29 nicht das Schwenken
des -Handhebels in senkrechter Richtung verhindert, kann sie entweder als eine runde
Zahnstange ausgeführt oder auch mit einem Drehgelenk versehen sein, so daß der in
das Zahnrad eingreifende Teil an den Schwenkungen des Handhebels in senkrechter
Richtung nicht teilzunehmen braucht.
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Es ist einleuchtend, daß die Erfindung nicht auf die oben beschriebenen
baulichen Eihzelheiten beschränkt ist, indem die Ausführung nach den Umständen und
der Type von Außenbordmotoren; an welcher die- Erfindung- verwendet wird, verändert
werden kann. dadurch gekennzeichnet, daß der Hat Nebel (i i) an einem buchsenartigen,
n tels des Handhebels drehbaren Teil (12, 1 gelagert ist,-der durch eine L'bersetzu
zu vorübergehendem Eingriff mit der 1V torwelle (3, 24.) zwecks Aaslassens Motors
gebracht werden kann, währe der Handhebel durch eine andere üb, setzung die Steuervorrichtung
unabhäni von dem genannten Teile (i:!) bedien kann.
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2.o Anlaß- und Steuervorrichtung na Anspruch i, dadurch gekennze?chnet,
d der dem Handhebel zur Lagerung d nende Teil (12, 13) im wesentlichen a
einer Büchse (i2) besteht, die beim V( drehen durch einen auf ihr vorgesehen Zahnsektor
(15) und einen zwischenliege den, mit Zahnsektor versehenen Het (18) ein auf der
Motorwelle befestigt Zahnrad (22) zwecks Aaslassens des 149 tors dreht, und daß
der Handhebel gleic zeitig mit einer _ die Büchse (12) durc setzenden Zahnstange
(29) verbunden i die mit einem Zahnrad (28) auf eine die Motorwelle umschließenden,
mit d Schraubennabe verbundenen Rohr (2 in Eingriff ist.
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3. Vorrichtung nach Anspruch 2, d durch gekennzeichnet, daß die Büchse
(i: mit einer gabelförmigen Verlängerung (i; versehen ist,, die einen Winkel mit
d Längsachse der Büchse bildet, und welcher, -der Handhebel (i i) auf eine Zäpfen
(zq.) schwenkbar gelagert ist.
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Vorrichtung nach Anspruch 2, d durch gekennzeichnet, daß die Zahnstan£
i_29) gegen eine Feder (32) bewegt wir deren Spannung derart bemessen ist, da sie
das Drehmoment, das die Schraul im Betriebe auf das Rohr (25) ausüb völlig ausgleicht
und sich gegen den i@ neren Boden einer verstellbaren Schrat benbüchse (3q.)- stützt.
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5. Vorrichtung nach Anspruch i bis . dadurch gekennzeichnet, daß die
von d( Büchse (12) und dem Handhebel (i i verbundenen Übersetzungsgetriebe unte
halb des Zylinderblockes in einer Haut (;) eingeschlossen sind, welche aus eine
abwärts gehenden Verlängerung des Zylii derblockes bestehen kann.
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6. Vorrichtung nach Anspruch- i bis dadurch gekennzeichnet, daß auch
da Schwungrad (6) des Motors von de Haube (?) unterhalb des Zylinderblocke umschlossen
ist.