DE408664C - Verfahren zur Darstellung von Dekahydronaphtholen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Dekahydronaphtholen

Info

Publication number
DE408664C
DE408664C DER55562D DER0055562D DE408664C DE 408664 C DE408664 C DE 408664C DE R55562 D DER55562 D DE R55562D DE R0055562 D DER0055562 D DE R0055562D DE 408664 C DE408664 C DE 408664C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
preparation
decahydronaphthols
hydrogenation
ann
ketone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER55562D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Walther Riebensahm
Dr Otto Schenck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Honeywell Riedel de Haen AG
Original Assignee
JD Riedel AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JD Riedel AG filed Critical JD Riedel AG
Priority to DER55562D priority Critical patent/DE408664C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE408664C publication Critical patent/DE408664C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Dekahydronaplltholen. Die Darstellung von Dekahydro-a- und fnaplitholen ist wiederholt durch Hydrierung von rt- und ß-Naphtholen versucht worden (Campt. rend. 141, Ann. de Chini. et de Plivs. 1910, 111, 458 ff. und Ber. d. deutsch. clieni. Ges. 40, 128r). Es ergaben sich aber keine technisch durchführbaren Wege, vor allem «-aren die Ausbeuten sehr wenig befriedigend. Die Ursache hierfür ist nach den Ergebnissen von S c h r o e t e r (Ann. 426, 8; ff.) darin zu erblicken, daß die Reduktion zunächst vorwiegend zu den im alicyclischen l=ern surstituierte.n Derivaten führt, welche bei zu energischein Angriff leicht der weiteren Reduktion, als deren Endprodukt in beiden Fällen Tetrahydronaphthalin nachgewiesen wurde, unterliegen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man leicht zu Dekahydronaphtholen gelangt, wenn man nicht die -"Zaphthole selbst, sondern die Tetrahydronaplithole, die z. B. über die Tetralivdronaphtlialinsulfosäuren leicht zugänglich sind, in Gegenwart der bei der Hydrierung organischer Verbindungen üblichen Katalysatoren der Reduktion unterwirft. Auf diese Weise gelangt inan, namentlich bei der Hvdrierung des ar-i,'-Tetraliv(lroiiaphtliols zu rtusgeze ichneten :Ausbeuten, indem es gelingt, die Bildung von Kohlenwasserstoffen und Ketonen fast völlig zu vermeiden. Beispiel l: 3oo g ar-ß-Tetralol werden in 300 g Tetrahvdronaphthalin unter Zusatz von 15 g eines im Patent Y @93;q. beschriebenen, Eisen, '-N-ickel und Kupfer enthaltenden Katalysators bei einer Temperatur von etwa 18o° so lange mit Wasserstoff unter Druck behandelt, als noch glatte Aufnahme erfolgt. Das dem Autoklaven entnommene Gemisch erweist sich frei von Phenolen und wird nach der Filtration des Katalysators unter vermindertem Druck fraktioniert.
  • Nachdem die Hälfte des Gemisches bei etwa 8o bis cjo` übergegangen ist (Tetralin), teigt die Temperatur rasch auf r io@, und die s s zweite Hälfte geht, bis auf einen kleinen Kolbenrest, innerhalb weniger Grade über. Bei längerem Stehen in der Kälte erstarrt diese Fraktion zu einem Brei weißer Kristalle von 1)el:ah_vdro-ß-naphthol, die abgesaugt und am besten aus Benzin umkristallisiert werden können. F. P. 1o.1 bis 1o5°.
  • Die ölige -Mutterlauge gibt bei längerer Behandlung mit konz. Bisulfitlösutig eine reichliche Kristallisation der Bisulfitverktindung des dazugehörigen Ketons, welches aus dieser gewonnen werden kann und ein Seinicarbazon vom F. P. 18-[' liefert.
  • Mit Plienvlisocyanat bildet das Dekahydroß -naphthol v0111 Smp. 104 bis 1o5° ei'] Pheny1urethan vorn Stnp. i35°, während die ölige Mutterlauge ein nach Umkristallisieren hei t6¢° schmelzendes Phenvlurethan liefert.
  • Das Rohprodukt der Hydrierung soll, evtl. nach Entfernung des kristallinischen Produktes, zur Herstellung von celluloidähnlichen Massen verwendet werden. Beispiel II: 9oo g ar-ß-Tetralol werden in goo g Dekalin unter Zusatz von 9o g Nickelkatalysator bei einer Temperatur von etwa r go° so lange finit Wasserstoff unter Druck behandelt, bis keine Absorption mehr erfolgt. Das aus dem Autoklaven abdestillierte Produkt wird zur Entfernung von etwas unangegriffenem a-Tetralol mit Lauge geschüttelt und dann der fraktionierten Destillation im Vakuum unterworfen.
  • Nach Abdestillieren des Dekalins geht der Rest bei 95 bis i25° (i6mm) über. Aus dieser Fraktion scheidet sich bei längerem Stehen in der Kälte eine reichliche Menge weißer Kristalle ab, die nach dem Umkristallisieren aus Aceton hei 62 bis 63° schmelzen, und aus dem Lerouxschen a-Dekalinol bestehen (Ann. de Chim. et de Phys. rgzo, III, 458 ff.). Die Mutterlauge enthält reichliche Mengen eines Ketons, das entweder durch Zusatz von konzentrierter Bisulfitlauge abgetrennt werden kann oder durch Nachoxvdieren mit Chromsäure in Eisessig, um gelöst gebliebenen Alkohol ins Keton überzuführen, und nachträgliche Reinigung über die Bisulfitverbindung oder das Oxim rein gewonnen werden kann. Das Keton siedet bei rot' (13 mrn) und schmilzt bei 32'; sein Oxim bei r67°, sein Semicarbazon gegen 23o°. Es ist also identisch mit dem Lerouxschen rx-Dekalinon. (Ann. de Chim. et de Phys. igto, 11I, 4.58 ff.).

Claims (1)

  1. PATRNT-ANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Dekahydronaphtholen, dadurch gekennzeichnet, daß man ar-Tetrahy dronaphthole unter Zusatz der bei der Hydrierung organischer Verbindungen üblichen Katalysatoren über zoo° mit Wasserstoff behandelt.
DER55562D 1922-04-08 1922-04-08 Verfahren zur Darstellung von Dekahydronaphtholen Expired DE408664C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER55562D DE408664C (de) 1922-04-08 1922-04-08 Verfahren zur Darstellung von Dekahydronaphtholen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER55562D DE408664C (de) 1922-04-08 1922-04-08 Verfahren zur Darstellung von Dekahydronaphtholen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE408664C true DE408664C (de) 1925-01-23

Family

ID=7410003

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DER55562D Expired DE408664C (de) 1922-04-08 1922-04-08 Verfahren zur Darstellung von Dekahydronaphtholen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE408664C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE766092C (de) * 1941-04-25 1953-11-16 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von Dekahydronaphtholen
DE766267C (de) * 1940-07-31 1954-01-11 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von Dekahydro-ª‰-naphthol

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE766267C (de) * 1940-07-31 1954-01-11 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von Dekahydro-ª‰-naphthol
DE766092C (de) * 1941-04-25 1953-11-16 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von Dekahydronaphtholen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE408664C (de) Verfahren zur Darstellung von Dekahydronaphtholen
DE933149C (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Methyl-ª‡-jononen und 6-Methyl-ª‰-jonon
DE748291C (de) Verfahren zur Reinigung von Lactamen
DE573722C (de) Verfahren zur Darstellung von ª‡-Dicarbonylverbindungen
DE837691C (de) Verfahren zur Herstellung von Oximen
DE956950C (de) Verfahren zur Herstellung von isomeren 1, 1, 6-Trimethyl-6-oxyoktahydronaphthalinen
DE574840C (de) Verfahren zur Darstellung von Indolen
DE69002971T2 (de) Verfahren zur Rückgewinnung eines Katalysators zur Verwendung bei der Herstellung von 1-(4-isobutylphenyl)propionsäure.
DE1957259C3 (de) Verfahren zur Herstellung von reinem 4-Amino- und 5-Aminoindan
DE964594C (de) Verfahren zur Herstellung von y-Dihydrojonon
DE523273C (de) Verfahren zur Darstellung m- oder p-aminosubstituierter aromatischer Carbonsaeurenitrile
DE708114C (de) Verfahren zur Herstellung eines Oxotetrahydronaphthalins
DE724761C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkanolaminen
DE767840C (de) Verfahren zur Herstellung von Adipinsaeure
DE352721C (de) Verfahren zur Gewinnung von sym. Oktohydroanthracen
DE294159C (de)
DE898737C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlormethylmethylaether
DE511464C (de) Verfahren zur Darstellung eines neuartigen Ketons bzw. seiner Acetylverbindung
DE2153767A1 (de) Verfahren zur rueckgewinnung eines manganacetat-katalysators
DE1002339C2 (de) Verfahren zur Aufarbeitung des bei der Oxydation von technischem trans-Dekahydronaphthalin gebildeten Reaktionsgemisches
DE1593380C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Acetyl-6,6-dimethyl-bicyclo eckige Klammer auf 3,1,0 eckige Klammer zu -2-hexen
DE1199252B (de) Verfahren zur Herstellung von alpha,beta-ungesaettigten Aldehyden oder Ketonen
DE529947C (de) Verfahren zur Darstellung von inaktivem Menthol
DE2144971A1 (de)
DE1950219C3 (de)