DE405473C - Einrichtung zur Aufsuchung und Begrenzung elektrisch leitender Raeume in Raeumen von abweichender Leitfaehigkeit oder Dielektrizitaetskonstante - Google Patents

Einrichtung zur Aufsuchung und Begrenzung elektrisch leitender Raeume in Raeumen von abweichender Leitfaehigkeit oder Dielektrizitaetskonstante

Info

Publication number
DE405473C
DE405473C DEE27493D DEE0027493D DE405473C DE 405473 C DE405473 C DE 405473C DE E27493 D DEE27493 D DE E27493D DE E0027493 D DEE0027493 D DE E0027493D DE 405473 C DE405473 C DE 405473C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spaces
dielectric constant
delimiting
finding
electrically conductive
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEE27493D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ERDA AKT GES
Original Assignee
ERDA AKT GES
Publication date
Priority to DEE27493D priority Critical patent/DE405473C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE405473C publication Critical patent/DE405473C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V3/00Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation
    • G01V3/12Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation operating with electromagnetic waves

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Geology (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Geophysics (AREA)
  • Aerials With Secondary Devices (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Aufsuchung und Begrenzung elektrisch leitender Räume in Räumen von abweichender Leitfähigkeit oder Dielektrizitätskonstante. Es ist bereits bekannt, leitende Partien in nicht leitendem Gebirge, z. B. in den Sal;_#s:öl:-ken Norddeutschlands, mit Hilfe der Eigenschaften der elektromagnetischen Wellen aufzusuchen, wobei in der Hauptsache die Eige:itümlichkeiten des geoanetrischen Strahlenganges der elektrischen Wellen entsprechend den Regeln der geometrischen Optik für Lichtstrahlen ausgenutzt «-erden. Ferner sind Verfahren bekannt, die die Interferenzerscheintingen zwischen unmittelbar vom Sender zuni Iimpfänger übergehenden Wellen mit an leitenden Flächen reflektierten, ersteren .kohärenten Wellenzügen verwerten. Alle diese Verfahren verwerten indessen nur den geonnetrischen Strahlengang, ohne den Besonderheiten der Ausbreitung der Strahlung Rücksicht zu tragen, welche allgemein für elektromagnetische Wellen aus dein Huygensschen Prinzip folgen. Mit anderen Worten gehen diese `'erfahren also zunächst allein darauf hinaus, stets mit Wellen zu arbeiten, deren Wellenlänge klein ist gegen die Dimensionen der leitenden oder nichtleitenden Körper, deren Begrenzung man aufsuchen will. Sobald die Wellenlänge in die Größenordnung der Dimensionen der aufztisuehenden Körper selbst kommt, gelten die Gesetze der geometrischen Optik für die elektromagnetischen Wellen nicht mehr, sondern man muß die Theorie (ler Beugungserscheinung mit berücksichtigen.
  • Das Auftreten von Beugungserscheinungen in diesem Falle ergibt aber nicht nur auf der einen Seite eine Störung für die Methoden, welche wie die bisher beschriebenen auf dein geometrischen Strahlengang oder auf Interferenzerscheinungen beruhen, sondern sie bergen vielmehr auch sehr wertvolle Metlinden in sich, um mittels der Theorie der Beugungserscheinungen Körper, deren Diinens,i4)-nen von der Größe der Wellenlänge der benutzten Strahlung oder sogar kleiner sind, in nichtleitenden Gebirgsteilen aufzusuchen und genau zu lokalisieren. Hat man z. B. in einam Kaliwerke die Vermutung, daß sich irgendwo zwischen den Streckensystemen eine Blase voll leitender Lauge befindet, welche nur eine geringe seitliche Ausdehnung besitzt, so daß man, um genügende Reichweite zu erzielen, elektromagnetische Wellen von so kleiner Wellenlänge -benutzen muß, daß diese von d; ,-Grö ßenordnu@ng der Dimensionen des vermuteten Laugennestes werden, so würde man, wenn man den Sender auf der einer Seite des vermuteten L augennestes anbringen würde und mit dem Empfänger in einer Strecke auf der entgegengesetzten Seite des Laugennestes entlang ginge und fortlaufend feststellte, ob eine Strahlung vom Sender am Empfänger anlangt, überall in dieser Strecke einen Fmpfang bekommen. Dadurch würde der Anschein erweckt werden, als wenn das Gebiet zwischen Sender und Empfänger frei von Laugen wäre, und es würde unter Umständen auf Grund einer solchen Feststellung schweres Unheil über (las Werk hereinbrechen können. Konstatiert man nun .aber beispielsweise läns -ler in der Abbildung dargestellten Strecke' nicht nur die Tatsache, daß Empfang am Empfänger stattfindet, sondern mißt man mit Hilfe einer Rahmenantenne längs der Strecke A-B die Richtung, aus welcher die Strahlung kommt, so kann man aus dem System der geniessenen Strahlrichtungen die Lage, Größe und Entfernung der abbeugenden Laugenblase I_, B vorn Sender bzw. der Strecke A-B in folgender Weise berechnen. Man bestimmt an einer Anzahl von Punkten a, b, c, d . . . ir, die Richtung, aus welcher die Strahlungen zu kommen scheinen. Trägt man dann auf einem Plane in den Punkten a bis i2 die gemessenen Richtungen, aus welchen die Strahlung an diesen Punkten kommt, ein, @so umhüllen diese Richtungen den Körper, welcher die Strahlung abgebeugt hat. An den Punkten f bis i wird man z. B. gar keine Strahlung mehr erhalt; n haben, da die Beugung nach diesen Punkten strahlen nennenswerter Energie nicht mehr gelangen ließ.
  • MIan kann diese Messung noch unterstützen durch die Bestimmung der Energieverteilung längs der Strecke A-B. Die bekannte Theorie der Beugungsfransen hinter einem gegenüber der Wellenlänge der benutzten Strahlung kleinen undurchsichtigen Körper gibt die Beziehung der Breite der Beugungsfransen und dein Durchmesser des abbeugenden Körpers sowie der Entfernung dieses Körp rs von der Fläche, auf welcher die Beugungsfransen (oder -ringe) aufgefangen werden. 1n der das Beispiel darstellenden Abbildung sind an der dein abbeugenden Körper L, B entgegengesetzten Richtung der Strecke A-B, längs deren die Beugungserscheinung ausgemessen wird, die Intensitäten des abgebeugten Lichtes schematisch in Abhängigkeit von der Lage des betreffenden Punktes auf der Strecke .1-B durch die Größe des Lotes. angegeben, welches auf der Strecke A-B nach der von dem abbeugenden Körper L, B abgewandten Seite errichtet und durch die Kurve begrenzt ist. Die Form dieser Kurve läßt nach den bekannten Gesetzen der physikalischen Optik die Lage der Begrenzung des für die elektromagnetischen Strahlen undurchsichtigen Körpers L, B bestimmen. Beide Messungen zusammen ergänzen und kontrollieren sich in günstigster Weise.
  • Ganz entsprechende Verhältnisse ergeben sich natürlich, wenn an Stelle des Laugennestes L, B etwa eine nur nach einer Seite hin mit Laugen gefüllte spaltenförmige Durchnässung vorhanden ist, wobei die elektromagnetische Strahlung an der freien Kante dieses Laugenvorkommens in den Schattenraum hinter ihin abgebeugt wird. Würde man so kurze elektromagnetische Wellen nehmen, daß ein scharfer Schatten hinter dieser Kante entstände, so würde man die Entfernung des L-iugennestes zwischen der Strecke, längs welcher der Empfänger verschoben wird, ohne eine Verschiebung des Senders S nicht feststellen können, und eine solche Verschiebung des Senders ist aus technischen Gründen umständlich und aus räumlichen Gründen oft auch gar nicht ausführbar. Erst dadurch, daß man die Beugungserscheinungen mit berücksichtigt und die Gesetzmäßigkeiten der abgebeugten Strahlung längs einer an der vom Sender abgewandten Seite der Kante laufenden Strecke in einer der -oben beschriebenen entsprechenden Weise durchführt, erhält man sogleich auch die Entfernung der abbeugenden Kante von der Strecke, längs deren. die 'Messungen ausgeführt werden.
  • Aber auch in den Fällen, wo die Reflexion von elektromagnetischen Wellen an einer einseitig begrenzten Fläche stattfindet, läßt sich von der Seite aus, an der die Reflexion stattfindet, aus den Gesetzmäßigkeiten der Beugung die Lage der Begrenzung dieser Fläche festlegen, indem infolge der Beugung ein nach allen Richtungen hin divergierendes Strahlenbündel von der die reflektierende Fläche begrenzenden Kante auszugehen scheint. Auch hier läßt sich wiederunn aus -systematischen Messungen über die Verteilung der Richtungen der Strahlen längs einer geeignet zu der Kante liegenden Strecke :sowohl als auch durch Ausmessung der Intensität der Strahlung längs einer solchen Strecke die Lage der die reflektierende Fläche begrenzenden Kante nach bekannten Gesetzen der physilzalischen Optik berechnen.
  • Es braucht in allen diesen Fällen aber der Gegenstand, welcher die beugende Kante liefert oder als abheugender Körper dient, nicht stets ein Leiter des elektrischen Stromes gez enüber dem sonst nichtleitenden Raume zu sein, sondern es genügt- sogar, wenn die Dielektrizitätskonstante der Substanz, aus der der gesuchte Körper besteht, wesentlich von derjenigen des Feldes abweicht. In.diesem Falle wird allerdings die Intensität der abgebeugten Strahlung nach einem anderen Gesetze hinter dem abbeugenden Körper, z. B. längs der Strecke A-B, wechseln, aber es wird, falls sonst einfache Verhältnisse vorliegen, nach den Gesetzen der physikalischen Optik sogar außer der Bestimmung der Lage und Begrenzung auch noch eine Bestimmung der Dielektrizitätskon:stanten des gesuchten Körpers vorgenommen werden können, was vielfach auch im Bergbau, z. B. bei der Aufsuchung von linsenförmigen Einlagerungen von Kalisalzen ini Steinsalz, welche beiden Substanzen sich auch durch ihre Dielektrizitätskonstante wesentlich unterscheiden, mit Nutzen ausgewertet werden kann. Der Empfang der Wellen kann bei allen diesen Untersuchungen am zweckmäßigsten mit einer Rahmenantenne, welche ihre Richtung, Intensität und eventuell sogar ihren Polarisationszustand auszumessen gestattet, geschehen. Beschränkt man sich auf die Ausmessung der Intensitätsverteilung längs einer Strecke nach der Art der Strecke A-B in unserem Beispiel, so kann man sich natürlich auch mit einer gewöhnlichen linearen Antenne begnügen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Aufsuchung und Begrenzung elektrisch leitender Räume in Räumen von abweichender Leitfähigkeit oder Dielektrizitätskonstante, dadurch gekennzeichnet, daß Richtung und Intensität der von einer Stelle ausgesandten und von der Grenzfläche des aufzusuchenden Raumes abgebeugten elektrischen Wellen längs geeignet gelegener, um den aufzusuchenden Raum laufender Linien bestimmt werden.
DEE27493D Einrichtung zur Aufsuchung und Begrenzung elektrisch leitender Raeume in Raeumen von abweichender Leitfaehigkeit oder Dielektrizitaetskonstante Expired DE405473C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE27493D DE405473C (de) Einrichtung zur Aufsuchung und Begrenzung elektrisch leitender Raeume in Raeumen von abweichender Leitfaehigkeit oder Dielektrizitaetskonstante

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE27493D DE405473C (de) Einrichtung zur Aufsuchung und Begrenzung elektrisch leitender Raeume in Raeumen von abweichender Leitfaehigkeit oder Dielektrizitaetskonstante

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE405473C true DE405473C (de) 1924-11-01

Family

ID=7072756

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEE27493D Expired DE405473C (de) Einrichtung zur Aufsuchung und Begrenzung elektrisch leitender Raeume in Raeumen von abweichender Leitfaehigkeit oder Dielektrizitaetskonstante

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE405473C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3012616C2 (de) Flughafenüberwachungseinrichtung
DE668231C (de) Reflektoranordnung
DE809568C (de) Einrichtung zum Abtasten eines vorbestimmten Raumes mit einem Zeichenstrahl
DE1564450B2 (de) Rauschfreier ueberlagerungsempfaenger fuer moduliertes kohaerentes licht
DE1523179B2 (de) Geraet zum bestimmen der relativen geschwindigkeit zwischen zwei objekten
DE102015219802A1 (de) Objekterfassungsvorrichtung
EP2718740A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur erweiterung der ausleuchtung eines prüfobjekts
DE405473C (de) Einrichtung zur Aufsuchung und Begrenzung elektrisch leitender Raeume in Raeumen von abweichender Leitfaehigkeit oder Dielektrizitaetskonstante
DE678010C (de) Drehbare Anordnung zum Richtungspeilen mittels ultrakurzer elektrischer Wellen von Zentimeter- und Dezimeterlaenge
DE2429072C3 (de) Impuls-Doppler-Radargerät
DE2518293A1 (de) Navigationseinrichtung fuer hubschrauber
DE601051C (de) Verfahren zur Ortsbestimmung usw. in Schiffen, Flugzeugen u. dgl.
DE2821699A1 (de) Antenne mit strahlungskorrektureinrichtung
DE102016108988B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Auffinden elektrisch leitfähiger Gegenstände unter einer Bodenoberfläche
DE2532970A1 (de) Antenne
CH681661A5 (de)
DE102021206165A1 (de) Messeinrichtung und messverfahren
EP0185994B1 (de) Vorrichtung zur Richtungsbildung beim Empfang von Wellenenergie
DE739207C (de) Einrichtung zur Fuehrung von mit drahtlosen Empfaengern versehenen Fahrzeugen mittels reflexionsfaehiger elektromagnetischer Wellen
DE2316910A1 (de) Antennenreihe mit winkelfilter
DE1285185B (de) Anordnung zur Bestimmung des Abstandes zweier sich relativ zueinander und geradlinig bewegender Gegenstaende
DE2315816C3 (de) Doppler-Radarverfahren zur Abstandsmessung eines bewegten Körpers von einem Untergrund
DE894256C (de) Einrichtung zur raeumlichen Funkpeilung eines reflektierenden Gegenstandes
DE700873C (de) Verfahren zur Erzielung eines Schwebungsempfanges ultrakurzer elektrischer Wellen
DE465502C (de) Verfahren zur Bestimmung der Neigung eines Luftfahrzeugs mittels elektrischer Wellen