DE404591C - Induktionsschmelzofen - Google Patents
InduktionsschmelzofenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B6/00—Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
- H05B6/02—Induction heating
- H05B6/16—Furnaces having endless cores
- H05B6/20—Furnaces having endless cores having melting channel only
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Description
In dem Hauptpatent 385655 ist ein elektrischer Induktionsschmelzofen unter
Schutz gestellt, dessen Hauptmerkmal darin besteht, daß zur Vermeidung des sogenannten
Pincheffektes und zur Erzielung einer guten Zirkulation des Schmelzgutes ein
bisher nicht angewandtes Prinzip befolgt wurde, nämlich das der elektromagnetischen
Reaktion zwischen der Primärspule und einem als Sekundäre dienenden, schleifenförmig ausgebildeten
Hohlraum, der einen Teil des flüssigen Schmelzgutes aufnimmt. Diese Reaktion äußert sich dadurch, daß innerhalb der Sekundärschleife
ein Flüssigkeitsdruck entsteht, dessen Größe abhängig ist von der Entfernung der Sekundären von der Primären. Durch geeignete
Verschiebung der Primärspule auf der mit der Sekundärschleife gemeinsamen Achse längs des Transformatorkernes wurde die
ao Entfernung der Sekundären von der Primären geändert und somit eineFlüsisigkeitsdruckdifferenz
innerhalb des in der Sekundärschleife befindlichen flüssigen Schmelzgutes hervorge-■
rufen; diese Druckdifferenz verursacht die gewünschte
weitgehende Zirkulation des Schmelzgutes.
Das Ziel vorliegender Erfindung ist, eine gleichförmige Änderung des Flüssigkeitsdruckes durch die Sekundäre hervorzurufen,
um einen günstigeren Leistungsfaktor zu erreichen und die Regelbarkeit des Schmelzofens
zu verbessern. Die Flüssigkeitsdruckdifferenz wird nicht mehr, wie im Hauptpatent, nur
durch eine Verschiebung der Primärspule erreicht, sondern außerdem noch durch die besondere
konstruktive Ausbildung der Primärspule oder der Sekundärschleife oder beider. Eine von ihnen oder beide erhalten eine schalenf
örmige oder kegelstumpf artige Form; hierdurch \vird erreicht, daß das eine Ende des
Querschnittes z. B. der Sekundären von dem entsprechenden Querschnittsende der Primären
weiter entfernt ist als die beiden anderen Enden voneinander.
In den beiliegenden Zeichnungen sind einige Ausführungsformen von Induktionsöfen dargestellt,
bei denen der Gegenstand der Erfindung verwirklicht ist.
Abb. ι bis 4, 6 und 7 sind Vertikalschnitte durch Schmelzofen;
Abb. 5 ist ein Horizontalschnitt nach der Linie 5-5 der Abb. 4.
Da die in den Abbildungen dargestellten Schmelzofen in ihrem allgemeinen konstruktiven
Aufbau im Hauptpatent ausführlich erläutert worden sind, ist nur soweit auf eine
Beschreibung derselben eingegangen, als sie das Merkmal der vorliegenden Erfindung betrifft.
Nach Abb. 1 bis 3 besteht der Ofenbehälter, wie im Hauptpatent, aus den aus hitzebeständigem
Material hergestellten einzelnen Stükken i, 2 und 3, die mit dem Schmelzgut in unmittelbarer
Berührung stehen. Die beiden Teile 2 und 3 bilden einen zwischen ihnen liegenden
Hohlraum 4, der mit flüssigem Schmelzgut angefüllt ist und als Sekundärschleife
dient. Die Kammer 4 steht mit dem Schmelzraum durch die beiden Kanäle 6 und 7 in Verbindung.
In Abb. ι nimmt nun erfxndungsgemäß
das Stück 2 in seiner Stärke allmählich zu, und zwar in achsialer Richtung, in diesem
Falle beispielsweise von rechts nach links. Bei entsprechender Gestaltung desStückes 1 nimmt
also die Kammer 4 die Form eines Kegel-Stumpfmantels an. Der Teil des Schmelzgutes, der sich in der Nähe des Kanals 6 befindet,
liegt näher an der Primärspule 8 als der an der anderen Seite des Kanals 7 befindliche.
Da der Druck in dem von der Primären 80 # entfernteren Ende der Sekundären größer ist
als der Druck in dem der Primären näherliegenden Ende, hat das Schmelzgut durch die
Flüssigkeitsdruckdiff erenzdas Bestreben, durch den Kanal 7 in den Schmelzraum 5 zu strömen
und durch den Kanal 6 an das andere Ende der Sekundären zurückzukehren. Wegen der allmählichen
Änderung der Entfernung zwischen
der Primären und Sekundären wird der Flüssigkeitsdruck in der Sekundären 4 infolge der
elektromagnetischen Repulsion zwischen der Primären und Sekundären eine allmähliche
Abstufung von einem Ende der Sekundären bis zum anderen erfahren. In der beispielsweisen
Ausführungsform der Abb. 1 herrscht während des Schmelzvorganges ein von rechts
nach links allmählich wachsender Flüssigkeitsdruck. Dieser Druck kann durch achsiale Verschiebung
der Primärspule 8 läng's des Transformatorkernes 9, wie im Hauptpatent beschrieben,
geregelt werden. Es wird z. B. eine Bewegung der Primärspule nach rechts die Flüssigkeitsdruckdifferenz in den entgegengesetzten
Enden der Sekundären vergrößern, während eine Bewegung der Primärspule nach links die Flüssigkeitsdruckdifferenz zwischen
diesen beiden Gebieten verringern wird.
2Q In der Ausführungsform nach Abb. 2 hat
der mit dem Schmelzgut angefüllte Hohlraum 4 konstanten Durchmesser, während die
Primärspule einen kegelstumpf- oder schalenförmigen Querschnitt hat. An dem linken
Gebiet der Sekundären 4, das am weitesten von der Primären 8 entfernt ist, wird der Flüssigkeitsdruck
ein Maximum sein, und das flüssige Schmelzgut fließt genau wie in Abb. 1
im Sinne des Uhrzeigers.
In der Ausführungsform nach Abb. 3 haben sowohl Sekundäre wie Primäre die Form eines
Kegelstumpfmantels, wobei die beiden Kegelstumpfe sich in entgegengesetzter Richtung
verjüngen. Das Schmelzgut fließt in diesem Falle in entgegengesetzter Richtung, d. h. aus
dem Kanal 6 in den Schmelzraum und von dort zurück in den Kanal 7.
In der Ausführungsform nach Abb. 4 und 5 ist die Primärspule 8 scheibenförmig, während
die Sekundäre 4 kegelstumpf- oder schalenförmig ist. Die vollständig vom Strom durchflossenen
Teile der Sekundären, die sich an dem inneren oberen Rande 10 des Kegelstumpfes befinden, sind von der Primären
weiter entfernt als die am äußeren Rande befindlichen Teile 11. Daher herrscht im inneren
Teile ein maximaler Flüssiekeitsdruck mit einer Strömung durch den Kanal 6 in den Behälter
5 und von dort direkt durch den Kanal 7 in den äußeren Umfang 11 der Sekundären.
In der Ausführungsform nach Abb. 6 ist die Sekundäre 4 scheibenförmig und die Primäre 8
kegelstumpfförmig; in diesem Falle ist im Gegensatz zu Abb. 4 und 5 der äußere Umfang
der Sekundären 4 weiter von der Primären entfernt als der innere Teil. Es entsteht aber
trotzdem eine Strömung wie in der Ausführungsform der Abb. 4 und 5, da die Kanäle
6 und 7 eine andere Lage haben als vorher.
In der Ausführungsform nach Abb. 7 sind sowohl die Primäre 8 als auch die Sekundäre 5
kegelstumpfförmig, und zwar derart, daß die inneren Ränder weiter voneinander entfernt
sind als die äußeren, so daß an dem inneren 6g
Rand der Sekundären ein Maximaldruck herrscht, der eine Strömung durch den Kanal 6
in den Behälter 5 und von dort zurück in den Kanal 7 zu dem äußeren Umfang der Sekundären
verursacht.
Die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen lassen ganz allgemein erkennen, daß
eine Zirkulation des Schmelzgutes von dem Teil der Sekundären aus erfolgt, der infolge
seiner größeren Entfernung von der Primären von dieser induktiv weniger beeinflußt wird,
und daß ferner das Schmelzgut aus dem Behälter zu demjenigen Teil der Sekundären
fließt, der infolge seiner geringen Entfernung an der Primären in stärkerem Maße induziert
wird.
Claims (4)
1. Induktionsschmelzofen, bei dem ein mit dem Schmelzbehälter in Verbindung
stehender, mit flüssigem Schmelzgut angefüllter schleifenartiger Hohlraum die Sekundäre
eines Transformators bildet und bei dem die Zirkulation des Schmelzgutes innerhalb des Ofens durch Repulsion der
Primärspule erzeugt wird, nach Patent 385655, dadurch gekennzeichnet, daß
die Flüssigkeitsdruckdifferenz innerhalb der Sekundärschleife durch verschieden starke induktive Beeinflussung infolge verschiedener
Abstände zwischen derPrimärea und Sekundären erzeugt wird.
2. Induktionsschmelzofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
eine der sich gegenseitig beeinflussenden Windungen (Primäre oder Sekundäre) kegelstumpf- oder schalenförmig, die andere
dagegen scheibenförmig oder zylindrisch ist.
3. Induktionsschmelzofen nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß sowohl Primäre als Sekundäre kegelstumpf- oder schalenförmig sind.
4. Induktionsschmelzofen nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß in Verbindung mit der durch die konstruktive Gestaltung von Primäre und Sekundäre
hervorgerufenen Zirkulation des Schmelzgutes eine Regelung der Zirkulation durch Verschieben der Primäre auf
dem Transformatorkern erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA41641D DE404591C (de) | Induktionsschmelzofen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA41641D DE404591C (de) | Induktionsschmelzofen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE404591C true DE404591C (de) | 1924-10-20 |
Family
ID=6932643
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA41641D Expired DE404591C (de) | Induktionsschmelzofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE404591C (de) |
-
0
- DE DEA41641D patent/DE404591C/de not_active Expired
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