DE4040730A1 - Essgeraet - Google Patents
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- A47G—HOUSEHOLD OR TABLE EQUIPMENT
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Description
Die Erfindung betrifft ein Eßgerät der im Oberbegriff des
Anspruchs 1 angegebenen Art.
Zum Verzehr von Speisen und Gerichten sind bereits eine
Vielzahl von speziellen Bestecken und Eßgeräten entwickelt
worden. Dazu zählen u. a. Eislöffel, Kuchengabeln, Austern
löffel, mit Trinkhalmen kombinierte Löffel und Geflü
gelzangen.
Spaghetti werden im allgemeinen mit normalen, an sich für
diesen Zweck äußerst ungeeigneten, Löffeln und Gabeln ge
gessen. Diese Eßgeräte haben den wesentlichen Nachteil,
daß die Spaghetti schlecht aufgenommen werden können und
bei den häufig mit den Eßgeräten ausgeführten Drehbewegun
gen Beschmutzungen des Speisenden nicht ausgeschlossen
werden können. Kantige Gabelgriffe einerseits und eine ge
wünschte Zügigkeit beim Essen, die ein vorschnelles Aus
kühlen der Spaghetti verhindert, andererseits tragen eben
falls erheblich zu einer Erhöhung der Verschmutzungsgefahr
bei. Darüberhinaus sind die normalen Gabeln zur Aufnahme
von Spaghetti denkkbar ungünstig geformt, so daß die Spag
hetti vorn über die Spitzen oder nach hinten auf den Ga
belstiel abgleiten. Dieser Effekt ist um so stärker, je
mehr Spaghetti bereits aufgewickelt worden sind. Dabei
spielt es keine Rolle, ob die Spaghetti lang oder relativ
kurz sind.
Um diesen Mängeln abzuhelfen, wurde gemäß DE-GM 84 10 630
ein zweiteiliges Besteck zum Verzehr von Spaghetti vorge
schlagen, bei der sich die Gabel durch eine spezielle Zin
kenanordnung auszeichnet. Dabei besitzen vier, konzen
trisch um eine fünfte Zinke angeordnete, Zinken der Gabel
an ihrem griffseitigen Ende Auswölbungen, die ein Abrut
schen der Spaghetti von den Zinken zum Griff verhindern
sollen. Der Griff von Gabel und dem viertelkreisförmigen
Löffel ist rund ausgebildet. Zwar ist die Lage der Spag
hetti auf der Gabel dadurch sicherer, aber das Aufdrehen
der Spaghetti mit seinen vorab genannten Nachteilen muß
jedoch beim Speisen beibehalten werden.
Eine weitere Variante eines zweiteiligen Spaghettibestecks
ist nach DE-OS 20 47 200 vorbekannt. Die äußeren Zinken
der dreizinkigen Gabel sind danach im Spitzenbereich nach
außen gebogen, die Mittelzinke ragt um ein bestimmtes Maß
aus der Zinkenebene heraus. Der Zinkenbereich wird mit
zwei Auffangnuten zum Griff hin abgeschlossen. Das Auf
schieben der Spaghetti auf die Gabel wird mit einem Löffel
vorgenommen, der aus diesem Grunde eine Löffelschaufel
aufweist, die einseitig eine stumpfe Schneide mit eingear
beiteter Nut besitzt. Zwar wird hier die Abgleitunsicher
heit der Spaghetti von der Gabel erhöht, jedoch ist die
Gefahr einer Beschmutzung des Speisenden bei dem nach wie
vor notwendigen Aufdrehvorgang nicht beseitigt.
Darüberhinaus ist aus der DE-GM 84 10 031 ein einteiliges
Spaghettibesteck bekannt, bei dem ein an sich normaler
Löffel mit einem Messer kombiniert worden ist. Die Schnei
de des Messers befindet sich hierbei an der Unterseite
des Löffels, und zwar am tiefsten Punkt der Löffelschale.
Mit dem Messerteil des einteiligen Spaghettibestecks kön
nen die Spaghetti zugeschnitten und dann mit dem Löffen
teil entsprechend aufgnommen werden. Ein Aufnehmen durch
Drehen mit der bekannten Beschmutzungsgefahr entfällt hier
zwar, jedoch ist ein passendes Zuschneiden der Spaghetti
auf die Löffelabmessungen mit wesentlichen Schwierigkeiten
behaftet, so daß auch bei dieser Lösung Probleme beim Ver
zehr der Mahlzeit bestehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Eß
gerät der eingangs genannten Gattung unter Beseitigung der
genannten Nachteile, eine einfache und bequem zu handha
bende Anordnung zu schaffen, mit der zum Verzehr bestimmte
Spaghetti vom Teller aufgenommen und auf einfache Weise
verzehrgerecht behandelt werden können.
Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
Der Erfindung liegt die Erkennntnis zugrunde, daß für den
Verzehr zubereitete Spaghetti auf einfache Weise durch
einen Quetschvorgang mit geringem Kraftaufwand mit einem
einhändig handhabbaren Eßbesteck auf eine verzehrgerechte
Länge gekürzt werden können. Ein derartiges Eßbesteck fügt
sich in das Design bestehender Besteckteile ein und läßt
sich auch unauffälig handhaben, so daß die Spaghetti auch
in der Öffentlichkeit ohne Erregung besonderer Aufmerksam
keit verzehrt werden können.
Das erfindungsgemäße Eßgerät ist, diesem Gedanken Rechnung
tragend, durch zwei länglichen Elementen gekennzeichnet,
die jeweils einen ersten und einen zweiten Abschnitt be
sitzen. Die beiden Elemente sind drehbar miteinander ver
bunden, wobei sich der Gelenkpunkt jeweils zwischen dem
ersten und zweiten Abschnitt der einzelnen Elemente befin
det. Erfindungsgemäß dient der erste Abschnitt des ersten
Elements zum Aufnehmen der zu verzehrenden Spaghetti und
der erste Abschnitt des zweiten Elements zum verzehrge
rechten Behandeln, insbesondere Ablängen, der Spaghetti.
Der zum Behandeln der Spaghetti vorgesehene Abschnitt be
findet sich gegenüber dem Abschnitt zum Aufnehmen der Spa
ghetti. Durch eine Feder, die zwischen den beiden zweiten
Abschnitten angeordnet ist, befinden sich die jeweiligen
Abschnitte der beiden Elemente des Eßgeräts in zueinander
gespreizter Ausgangsposition. Die Spreizung der Elemente
erfolgt dabei nur in einem solchen Umfang, daß insbeson
dere die beiden zweiten Elementabschnitte zum manuellen
Betätigen der ersten Abschnitte der Elemente des Eßgeräts
bequem mit einer Hand umfaßt und bedient werden können.
Dadurch ergibt sich eine auf die funktionellen Erforder
nisse und die Bedienfreundlichkeit ausgerichtete opti
mierte Konstruktion des erfindungsgemäßen Eßgerätes.
Besonders vorteilhaft ist dabei, daß zum Aufnehmen und
verzehrgerechten Behandeln der aufgenommenen Spaghetti
keine Drehbewegungen des Eßgeräts erforderlich sind und
infolgedessen auch keine Gefahr der Verschmutzung der
Kleidung des Speisenden u.ä. besteht.
In einer bevorzugten Ausbildungsform des erfindungsge
mäßen Eßgeräts zum Verspeisen von Spaghetti ist das eine
Element ein an sich bekannter Löffel, bestehend aus Löf
felschale und angeformten Löffelstiel.
Das zweite Element des Eßgeräts besitzt erfindungsgemäß
einen vorzugsweise ringförmigen ersten Abschnitt, der in
Form und Größe der oberen Begrenzungskante der Löffel
schale angepaßt ist, wobei die Außenmaße im wesentlichen
übereinstimmen. Der zweite Abschnitt des zweiten Elements
ist als Griffteil in Form und Größe dem Löffelstiel ange
paßt. Dieser Abschnitt kann ebenfalls ringförmig aus
gebildet sein oder in seiner Art wie ein Löffelstiel aus
vollem Material bestehen. Es ist dabei, insbesondere im
Hinblick auf die Bedienfreundlichkeit des erfindungs
gemäßen Eßgeräts, bei Einhandbetätigung von Vorteil, wenn
die zweiten Abschnitte der Eßgerätelemente im zusammenge
drückten Zustand eine in sich geschlossene Einheit bilden,
die sich durch möglichst glatte Oberflächen auszeichnet.
Da sich bei dem erfindungsgemäßen Eßgerät der ringförmige
erste Abschnitt des zweiten Elements gegenüber der Löffel
schale des ersten Elements befindet, können die zum Ver
zehr bestimmten Spaghetti bei in gespreiztem Zustand
befindlichen Elementen mühelos mittels der Löffelschale
des Eßgeräts aufgenommen werden. Werden jetzt die zweiten-
Abschnitte der beiden Elemente des Eßgeräts bei Überwin
dung der Gegenkraft der Feder zusammengedrückt, so bewegen
sich Löffelschale und der ringförmige erste Abschnitt des
zweiten Elements aufeinander zu, bis der ringförmige
Abschnitt mit der oberen Begrenzungskante der Löffelschale
in Eingriff gelangt. Die zweiten Abschnitte der beiden
Elemente sind in diesem Moment fest zusammengedrückt.
Wenn der ringförmige erste Abschnitt des zweiten Elements
in der vorgenannten Art und Weise auf die Löffelschale des
ersten Elements gedrückt wird, werden die über die Löf
felschale hinaushängenden Spaghettiabschnitte abgetrennt
und in der Löffelschale befinden sich in vorteilhafter
Weise nur noch kleinere Spaghettistücke in verzehrgerechter
Länge.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltungsform der Erfindung ist
das Innenmaß des ringförmigen ersten Abschnitts des zwei
ten Elements des Eßgeräts geringfügig größer als das Aus
senmaß der oberen Begrenzungskante der Löffelschale. Da
durch wird erreicht, daß nach Zusammenpressen der löffel
stielartigen zweiten Abschnitte der Elemente des Eßgeräts
der ringförmige erste Abschnitt ganz eng an der Begren
zungskante der Löffelschale vorbeigeführt und neben ihr
positioniert wird und dadurch die aus der Löffelschale
herausragenden Spaghettiteile auf einfache Weise durch
Quetschen abgetrennt werden können.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung besitzt
die obere Begrenzungskante der Löffelschale eine umlaufen
de Nut, mit der der ringförmige erste Abschnitt des zwei
ten Elements beim Zusammendrücken der beiden zweiten Ab
schnitte der Elemente in Eingriff gebracht wird. Die Form
der Nut und das Querschnittsprofil des Materials, aus dem
der ringförmige erste Abschnitt des zweiten Elements ge
fertigt ist, sind entsprechend abgestimmt.
Diese Lösung des erfindungsgemäßen Eßgeräts ist in vor
teilhafter Weise besonders dann anwendergerecht ausgebil
det, wenn die Nut halbkreisförmig geformt und als Material
für den ringförmigen ersten Abschnitt ein Rundmaterial
oder ein Material mit elliptischen Querschnitt eingesetzt
ist. Bei dieser Ausführungsform wird die geringfügige Ab
weichung des Eßgerätes von einem normalen Löffel durch
die Spaghetti verzehrende Person beim Einführen des erfin
dungsgemäßen Geräts in den Mund am wenigsten wahrgenommen.
Um das Aufnehmen, Behandeln und Verzehren von Spaghetti
mit dem erfindungsgemäßen Eßgerät weiter zu erleichtern,
ist nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die
Löffelschale durch eine flache, nach vorn geöffnete Schau
fel ersetzt. Der Schaufel angepaßt, besteht der erste Ab
schnitt des zweiten Elements des erfindungsgemäßen Eßge
räts aus einer zweizinkigen Gabel, deren Zinken der Form
und Größe nach der Schaufel angepaßt sind, wobei die
Außenmaße im wesentlichen übereinstimmen. Auch hier ist
der zweite Abschnitt des zweiten Elements vorteilhafter
weise in Form und Größe dem löffelstielartigen zweiten
Abschnitt des ersten Elements entsprechend angepaßt, um
eine einfache und bequeme Anwendung des Eßgeräts in Ein
handbedienung zu ermöglichen. Beim Zusammendrücken der
löffelstielartigen zweiten Abschnitte der Elemente werden
die Zinken der zweizinkigen Gabel mit den stumpfen Außen
konturen der Schaufel in Eingriff und dabei die zuvor mit
der Schaufel aufgenommenen Spaghetti auf eine verzehrge
rechte Länge gebracht, indem alle über die Schaufelaußen
kanten hinausragenden Spaghettiteile auf einfache Art und
Weise abgequetscht werden.
Ebenso wie in dem vorab beschriebenen vorteilhaften Aus
führungsbeispiel der Erfindung, wo der erste Abschnitt des
ersten Elements des Eßgeräts eine Löffelschale ist, kann
auch die Außenkante der Schaufel mit einer umlaufenden Nut
versehen werden, mit der man die Gabelzinken in Eingriff
bringt, um die verzehrgerechte Spaghettilänge durch Ab
quetschen zu erhalten.
Die an den Schaufelaußenkanten vorhandene Nut hat in vor
teilhafter Weise nach einer möglichen Form der Erfindung
einen halbkreisförmigen Querschnitt. Dem angeglichen, be
sitzt das Material, aus dem die Gabelzinken bzw. der ring
förmige erste Abschnitt des zweiten Elements des erfin
dungsgemäßen Eßgerätes einen kreisförmigen Querschnitt mit
annähernd gleichem Durchmesser wie die Nut oder einen el
liptischen Querschnitt.
Durch einen Abstand der Innenkanten der Gabelzinken, der
geringfügig größer ist als das Außenmaß der Schaufel, wird
bei entsprechender konstruktiver Ausbildung der einzelnen
Abschnitte der Elemente des Eßgerätes auch hier erreicht,
daß bei Zusammendrücken der löffelstielartigen zweiten Ab
schnitte der das Eßgerät bildenden Elemente die Gabelzin
ken bis kurz über die Außenkanten der Schaufel eng an den
Schaufelkanten vorbeigeführt werden, um damit das erfor
derliche verzehrgerechte Kürzen der Spaghetti zu ermögli
chen.
Darüberhinaus besteht auch die Möglichkeit, anstelle der
zweizinkigen Gabel einen ringförmigen ersten Abschnitt des
zweiten Elements bei dem erfindungsgemäßen Eßgerät zum
Einsatz zu bringen, der in seinen Abmessungen in Form und
Größe mit den Schaufelabmessungen im wesentlichen überein
stimmt.
Bei den vorab beschriebenen Ausführungsformrn der Erfin
dung sind die Flächenebenen der einzelnen Abschnitte der
beiden Elemente im wesentlichen parallel zueinander aus
gerichtet.
Nach einer weiteren bevorzugten Form der Erfindung besteht
das Eßgerät aus zwei gleichartigen Elementen, die durch
ein Gelenk miteinander verbunden, das zwischen den ersten
und zweiten Abschnitten der Elemente angeordnet ist. Da
nach enthält das erfindungsgemäße Eßgerät zwei erste
Abschnitte in Form einer halben Löffelschale, die sich bei
nicht gespreiztem Zustand der beiden Elemente zu einer
kompletten Löffelschale ergänzen. Die entsprechenden zwei
ten Abschnitte der einzelnen Elemente sind vorzugsweise
löffelstielartig ausgebildet. Es ist erfindungswesentlich,
daß die Flächenebenen der ersten Abschnitte der beiden
Elemente senkrecht zu den Flächenebenen der zweiten Ab
schnitte der beiden Elemente ausgerichtet sind.
Beim beabsichtigten Verzehr von Spaghetti werden diese
zuerst durch Zusammenführen der beiden Löffelhalbschalen
auf eine verzehrgerechte Länge gebracht und danach bei
erneutem Zusammendrücken der löffelstielartigen zweiten
Abschnitte mit der dabei aus den Halbschalen beformten
Löffelschale aufgenommen und anschließend verzehrt.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die einzelnen Ele
mente aus Metall, vorzugsweise aua rostfreiem Stahl zu
fertigen. Darüberhinaus sind aber auch erfindungsgemäße
Eßgeräte aus physiologisch unbedenklichen Kunststoffen
bzw. Kombinationen aus beiden Materialarten denkbar. Im
Falle der Verwendung von den vorgenannten Kunststoffen ist
es von besonderem Vorteil, wenn das zur Funktion des er
findungsgemäßen Eßgeräts erforderliche Federglied eben
falls aus Kunststoff gefertigt und an das entsprechende
Element des Eßgeräts direkt angeformt ist. Insbesondere
unter dem Aspekt einer geringen Materialstärke bei aus
reichender Festigkeit ist dem Einsatz von rostfreiem
Stahl bei der Herstellung der vorgeschlagenen Eßgeräte der
Vorzug zu geben.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Un
teransprüchen gekennzeichnet bzw. werden nachstehend
zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung
der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es
zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht eines bevorzugten Ausführungs
beispiels der Erfindung,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Auführungsbeispiel nach
Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht eines weiteren Ausführungs
beispiels der Erfindung,
Fig. 4 eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiel nach
Fig. 3,
Fig. 5 eine Draufsicht eines weiteren Ausführungs
beispiels der Erfindung,
Fig. 6 eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels nach
Fig. 5,
Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie A...A durch das
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1,
Fig. 8 einen Schnitt längs der Linie B...B durch das
Ausführungsbeispiel nach Fig. 3.
In den Fig. 1 und 2 ist ein erfindungsgemäßes Eßgerät
in einer Draufsicht und einer Seitenansicht dargestellt.
Die beiden Elemente des Eßgeräts bestehen jeweils aus
einem ersten Abschnitt 1, 2 und einem zweiten Abschnitt
4, 5 und sind durch ein Gelenk 3 miteinander verbunden.
Das Gelenk 3 befindet sich erfindungsgemäß an der Verbin
dungsstelle der einzelnen Abschnitte der beiden das
Eßgerät bildenden Elemente und ist in der für Besteckteile
üblichen Form ausgeführt.
In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der
erste Abschnitt des ersten Elements eine Löffelschale 1,
der zweite Abschnitt des ersten Elements wird durch einen
Löffelstiel 4 gebildet. Das zweite Element besitzt einen
ringförmigen ersten Abschnitt 2, der in Form und Größe den
äußeren Abmessungen der Löffelschale 1 angepaßt ist. Der
zweite Abschnitt 5 des zweiten Elements entspricht in Form
und Größe dem Löffelstiel 4. Er kann in seiner Ausgestal
tung jedoch auch dahingehend variiert werden, daß er wie
der Abschnitt 2 ringförmig in Anpassung an die Außenkontu
ren des Löffelstiels 4 ausgebildet ist. Zwischen den bei
den zweiten Abschnitten 4 und 5 der Elemente des Eßgeräts
ist eine Feder 6 angeordnet. Als Feder 6 wird vorzugsweise
eine schmale, längliche Blattfeder verwendet, die wahl
weise entweder an dem Abschnitt 4 oder an dem Abschnitt 5
befestigt werden kann. Durch die Feder 6 werden die Absch
nitte 1 und 2 bzw. 4 und 5 in einer voneinander abge
spreizten Lage gehalten. Dabei befindet sich der Abschnitt
2 des zweiten Elements gegenüber dem entsprechenden Ab
schnitt 1 des ersten Elements, der Abschnitt 5 unterhalb
des Abschnitts 4. In dieser Positionierung der Elemente
werden die zu verspeisenden Spagetti mit der Löffelschale
aufgenommen. Beim Zusammendrücken der löffelstielartigen
Abschnitte 4 und 5 gegen die Kraft der Feder 6 bewegen
sich auch die Abschnitte 1 und 2 aufeinander zu und bis
sie miteinander in Eingriff gebracht worden sind. Dadurch
werden alle über die Löffelschale 1 hinausragenden Teile
der Spaghetti abgequetscht, wogegen auf der Löffelschale
nur Spaghetti in verzehrgerechter Länge verbleiben.
Das Ineingriffbringen der ersten Abschnitte 1 und 2 kann
in zwei Varianten erfolgen. Zum einen kann nach erfolgtem
Zusammendrücken der Abschnitte 4 und 5 der ringförmige
erste Abschnitt 2 direkt auf der Außenkante der Löffel
schale 1 zu liegen kommt. Diese Lösung ist in einem.
Schnitt längs der Linie A...A quer zur Löffelschale 1
gemäß Fig. 7 ausführlich dargestellt. Zum anderen ist es
durch eine geringfügige Vergrößerung des Innenmaßes des
Abschnitts 2 möglich, diesen Abschnitt eng an der
Außenkante der Löffelschale 1 vorbeizuführen und neben ihr
zu positionieren. Dadurch wird insbesondere der gewünschte
Quetscheffekt in vorteilhafter Weise unterstützt.
In einer weiteren Form der Erfindung wird die Außenkante
der Löffelschale 1 in Form einer, vorzugsweise halbkreis
förmigen, Nut ausgebildet, mit der der ringförmige Ab
schnitt 2 beim Zusammendrücken der Abschnitte 4 und 5 in
Eingriff gebracht wird. Damit ist die erfindungsgemäße
Konstruktion des Eßgerätes in vorteilhafter Art und Weise
physiologisch mundgerecht ausgebildet.
Darüberhinaus ist die bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung auch dahingehend modifizierbar, daß an Stelle
der Ringform für den ersten Abschnitt 1 des zweiten Ele
ments die Form einer zweizinkigen Gabel gewählt wird.
Die Fig. 3 und 4 zeigen eine weitere, vorteilhafte Aus
führungsform des erfindungsgemäßen Eßgeräts. Hierbei
besitzt das erste Element einen schaufelförmigen ersten
Abschnitt 8 und das zweite Element einen gabelförmigen
ersten Abschnitt 7, die bei Zusammendrücken der löffel
förmigen, zweiten Abschnitte 4 und 5 der beiden Elemente
miteinander in vorabbeschriebener Art und Weise in
Eingriff gebracht werden. Die Gabel des ersten Abschnitts
7 ist zweizinkig ausgebildet, wobei die Zinkenlänge der
Länge des schaufelförmigen Abschnitts 8 angeglichen ist.
Fig. 8 gibt als Querschnitt längs der Linie B...B durch
den schaufelförmigen Abschnitt 8 genauere Auskunft zur
Anordnung der umlaufenden Nut 10 an der Außenkante des
schaufelförmigen Abschnitts 8. Vorzugsweise ist die Nut 10
halbkreisförmig profiliert und das Material, aus dem der
gabelförmige erste Abschnitt 7 gefertigt ist, besitzt
einen kreisförmigen oder elliptischen Querschnitt mit ent
sprechend an die Nut 10 angepaßtem Durchmesser.
Ebenso wie bei einer Löffelschale als ersten Abschnitt des
ersten Elements ist bei Verwendung eines schaufelförmigen
ersten Abschnitts 8 der erste Abschnitt des zweiten Ele
ments ringförmig gestaltbar. Er wird entsprechend der
Außenkonturen der Schaufel so angepaßt, daß die Außenmaße
der ersten Abschnitte im wesentlichen übereinstimmen.
Um die Benutzung des erfindungsgemäßen Eßgeräts auf vor
teilhafte Weise zu erleichtern, sind die Flächenebenen der
einzelnen Abschnitte der Elemente, wie in den Fig. 1
bis 4 zu ersehen, parallel zueinander angeordnet. Dies ist
besonders im Hinblick auf die Handhabbarkeit vorteilhaft,
da das Eßgerät für eine Einhandbedienung konzipiert ist.
Eine spezielle Ausführungsform der Erfindung, bei der zwei
vollkommen gleichartige Elemente benutzt werden, ist in
den Fig. 5 und 6 als Draufsicht bzw. Seitenansicht
dargestellt. Hier sind die ersten Abschnitte der beiden
Elemente als Löffelhalbschale 9 ausgebildet. Die dazuge
hörigen zweiten Abschnitte der Elemente 4 und 5 besitzen
die Form eines Löffelstiels. Beide Elemente sind durch ein
Gelenk 3 miteinander geeignet verbunden. Die Löffelhalb
schalen 9 bilden bei gegen die Kraft der Feder 6 zusammen
gedrückten, löffelstielartigen Abschnitten 4 und 5 eine
geschlossene Löffelschale. In dieser Form kann das erfin
dungsgemäße Eßgerät wie eine Schere benutzt werden, um die
Spaghetti mit Hilfe der beiden geradlinigen, stumpfen Kan
ten der Löffelhalbschalen durch Abquetschen auf eine ver
zehrgerechte Länge zu kürzen. Danach wird das Eßgerät
vorteilhafterweise wieder als Löffel genutzt. Im Unter
schied zu den vorab beschriebenen Ausführungsformen stehen
die Flächenebenen der beiden ersten Abschnitte senkrecht
zu den beiden zweiten Abschnitten der das Eßgerät bilden
den Elemente und damit auch senkrecht zur Drehachse des
Drehgelenks 3. Dies in diesem Falle insbesondere für eine
benutzergerechte Handhabung von Vorteil.
Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht
auf das vorstehend angegebene bevorzugte Ausführungsbei
spiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar,
welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich
anders gearteten Ausführungen Gebrauch macht.
Claims (15)
1. Eßgerät, insbesondere zum Verzehr von Spaghetti,
gekennzeichnet durch
zwei länglich geformte Elemente, die jeweils einen ersten
Abschnitt zum Aufnehmen bzw. Behandeln, insbesondere Ab
längen, der zu verzehrenden Speisen und jeweils einen
zweiten Abschnitt zum manuellen Betätigen des ersten Ab
schnitts aufweisen und in einem, jeweils zwischen dem
ersten und zweiten Abschnitt angeordneten Gelenk drehbar
gelagert sind, wobei die einander gegenüber angeordneten
zweiten Abschnitte, insbesondere gegen die Wirkung einer
Feder, auf einander zu bewegbar sind.
2. Eßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das erste Element als ein an sich
bekannter, aus Löffelschale (1) und Löffelstiel (4) beste
hender, Löffel ist und der erste Abschnitt des zweiten
Elements als ein der Form der Löffelschale (1) des ersten
Elements angepaßter, sich gegenüber der Löffelschale (1)
befindlicher, Ring (2) ausgebildet ist und der zweite Ab
schnitt des zweiten Elements (5) in seinen Abmessungen dem
Löffelstiel (4) entspricht.
3. Eßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das erste Element einen schaufel
förmig ausgebildeten ersten Abschnitt (8) und einen löf
felstielförmigen zweiten Abschnitt (4) aufweist und der
erste Abschnitt (7) des zweiten Elements aus einem der
Schaufelform angepaßten, sich gegenüber dem schaufelförmig
ausgebildeten ersten Abschnitts befindlichen, Ring besteht
und der zweite Abschnitt des zweiten Elements (5) in sei
nen Abmessungen dem zweiten Abschnitt des ersten Elements
(4) entspricht.
4. Eßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die ersten Abschnitte der beiden
Elemente jeweils aus einer, sich bei Annäherung der beiden
zweiten Abschnitte zu einer geschlossenen Löffelschale
ergänzenden, halben Löffelschale (9) bestehen und die
zweiten Abschnitte (4), (5) den Elemente löffelstielartig
ausgebildet sind.
5. Eßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Flächen
ebenen der einzelnen Abschnitte der beiden Elemente zuein
ander im wesentlichen parallel ausgerichtet sind.
6. Eßgerät nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Flächenebenen der ersten Ab
schnitte (9) der beiden Elemente senkrecht zu den Flächen
ebenen der zweiten Abschnitte (4),(5) der beiden Elemente
ausgerichtet sind.
7. Eßgerät nach einem der Ansprüche 2 oder 3, da
durch gekennzeichnet, daß der erste
Abschnitt des zweiten Elements (7) die Form einer zwei
zinkigen Gabel aufweist, wobei die Gabelzinken der äußeren
Form des ersten Abschnitts des ersten Elements angepaßt
sind.
8. Eßgerät nach einem der Ansprüche 2 oder 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Außen
maße der jeweiligen ersten Abschnitte der einzelnen Ele
mente des Eßgerätes im wesentlichen übereinstimmen.
9. Eßgerät nach einem der Ansprüche 2 oder 3, da
durch gekennzeichnet, daß das Innenmaß
des ersten Abschnitts des zweiten Elements mit dem Außen
maß des ersten Abschnitts des ersten Elements überein
stimmt.
10. Eßgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Elemente
des Eßgerätes aus Metall, insbesondere Edelstahl, beste
hen.
11. Eßgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Element
des Eßgerätes aus Kunststoff bestehen.
12. Eßgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß ein Element
des Eßgeräts aus Metall, insbesonder Edelstahl, und das
andere Element aus Kunststoff besteht.
13. Eßgerät nach einem der Ansprüche 11 oder 12, da
durch gekennzeichnet, daß eines der
aus Kunststoff bestehendes Elemente ein angeformtes
Kunststoff-Federglied aufweist.
14. Eßgerät nach einem der Ansprüche 2, 3 oder 7, da
durch gekennzeichnet, daß der Quer
schnitt des ring- bzw. gabelförmigen Abschnitts (2) bzw.
(7) kreisförmig oder elliptisch ist.
15. Eßgerät nach einem der Ansprüche 2, 3 und 7, da
durch gekennzeichnet, daß der erste
Abschnitt des ersten Elements des Eßgerätes an seiner
Außenkontur eine, dem Querschnittsprofil des ersten Ab
schnitts des zweiten Elements angepaßte, Nut (10) auf
weist, mit der der erste Abschnitt des zweiten Elements in
Eingriff bringbar ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9017611U DE9017611U1 (de) | 1990-12-19 | 1990-12-19 | Eßgerät |
| DE19904040730 DE4040730A1 (de) | 1990-12-19 | 1990-12-19 | Essgeraet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904040730 DE4040730A1 (de) | 1990-12-19 | 1990-12-19 | Essgeraet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4040730A1 true DE4040730A1 (de) | 1992-06-25 |
Family
ID=6420768
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904040730 Withdrawn DE4040730A1 (de) | 1990-12-19 | 1990-12-19 | Essgeraet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4040730A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999009870A1 (de) | 1997-08-25 | 1999-03-04 | Harald Spicker | Lebensmittelzange, insbesondere eiszange |
| WO2000059350A1 (fr) * | 1999-04-01 | 2000-10-12 | Eric Stucky | Dispositif automatique pour handicape physique, notamment pour la saisie de nourriture dans une assiette |
| EP1051937A1 (de) * | 1999-05-11 | 2000-11-15 | Michael Maier | Essbesteck |
-
1990
- 1990-12-19 DE DE19904040730 patent/DE4040730A1/de not_active Withdrawn
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999009870A1 (de) | 1997-08-25 | 1999-03-04 | Harald Spicker | Lebensmittelzange, insbesondere eiszange |
| AT405100B (de) * | 1997-08-25 | 1999-05-25 | Spicker Harald | Lebensmittelzange, insbesondere eiszange |
| US6217092B1 (en) | 1997-08-25 | 2001-04-17 | Harald Spicker | Food tongs, in particular ice tongs |
| WO2000059350A1 (fr) * | 1999-04-01 | 2000-10-12 | Eric Stucky | Dispositif automatique pour handicape physique, notamment pour la saisie de nourriture dans une assiette |
| EP1051937A1 (de) * | 1999-05-11 | 2000-11-15 | Michael Maier | Essbesteck |
| US6457238B1 (en) | 1999-05-11 | 2002-10-01 | Michael Maier | Eating utensil |
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|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee | ||
| 8180 | Miscellaneous part 1 |
Free format text: IM HEFT 49/93, SEITE 14668, SP.3: DIE VEROEFFENTLICHUNG IST ZU STREICHEN |
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