DE4039393A1 - Chirurgische evakuiervorrichtung - Google Patents

Chirurgische evakuiervorrichtung

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DE4039393A1
DE4039393A1 DE19904039393 DE4039393A DE4039393A1 DE 4039393 A1 DE4039393 A1 DE 4039393A1 DE 19904039393 DE19904039393 DE 19904039393 DE 4039393 A DE4039393 A DE 4039393A DE 4039393 A1 DE4039393 A1 DE 4039393A1
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evacuation
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DE19904039393
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Steven Ottokar Luzsicza
Original Assignee
Steven Ottokar Luzsicza
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft mit Hilfe von Unterdruck arbeitende Evakuiervorrichtungen; mehr im einzelnen be­ trifft die Erfindung solche Evakuiervorrichtungen für die Anwendung im medizinischen und/oder chirurgischen Bereich.
Die erfindungsgemäße Evakuiervorrichtung ist insbesondere anwendbar als Bestandteil einer Drainage für Körperflüssig­ keiten im medizinischen/chirurgischen Bereich. Für Fachleute ist jedoch offensichtlich, daß die Erfindung darüber hinaus auch in anderen Bereichen einsetzbar ist, z. B. dort, wo irgendein Fluid mit Hilfe einer Evakuiervorrichtung abge­ saugt werden soll, die mit Hilfe von Unterdruck arbeitet.
Eine Schwierigkeit bei solchen, mit Hilfe von Unterdruck ar­ beitenden Evakuiervorrichtungen besteht darin, für eine solche Vorrichtung einen einfachen Aufbau, und eine leichte Bedienbarkeit vorzusehen, unter der Maßgabe, daß eine solche Vorrichtung augenblicklich Unterdruck erzeugen soll. Es sind bestimmte Drainage-Saug-Vorrichtungen vorgeschlagen worden, bei denen es jedoch nicht möglich ist, den Unterdruck in einem weiten Bereich frei zu wählen und zu regeln; bei ande­ ren Vorrichtungen dieser Art besteht keine einfache und zu­ verlässige Möglichkeit, fortlaufend zwischen Ansaugschritt und Abgabeschritt zu wechseln. Noch andere Vorrichtungen dieser Art erfordern zusätzliche äußere Einrichtungen wie etwa Federn, Ventile und dergleichen, um die gewünschte Saugleistung zu erzeugen, und sind deshalb schwierig in der Anwendung und vergleichsweise unzuverlässig im Betrieb.
Demzufolge besteht ein Bedarf nach einer einfach anwendbaren Vorrichtung, die zuverlässig im Betrieb ist, mit welcher augenblicklich ein in einem weiten Unterdruckbereich wähl­ barer, bestimmter Unterdruck erzeugbar ist. Weiterhin soll die Vorrichtung einen einfachen Wechsel zwischen Ansaug­ schritt und Abgabeschritt ermöglichen, um eine ununter­ brochene Körperflüssigkeit-Drainage und deren Entfernung zu gewährleisten. Schließlich soll die Vorrichtung selbst­ betätigbar sein, d. h. ohne äußere Federn und dergleichen Unterdruck erzeugen können.
Davon ausgehend besteht die Aufgabe der vorliegenden Er­ findung darin, eine mit Hilfe von Unterdruck arbeitende Evakuiervorrichtung bereitzustellen, die einfach aufgebaut ist und zuverlässig anwendbar ist, mit welcher unmittelbar und direkt ein bestimmter, in einem weiten Unterdruckbe­ reich wählbarer, Unterdruck erzeugt werden kann. Nach einem weiteren Ziel der vorliegenden Erfindung soll diese Evaku­ iervorrichtung einen einfachen und schnellen Wechsel zwi­ schen Ansaugschritt und Absaugschritt gewährleisten.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist eine Eva­ kuiervorrichtung mit den in Anspruch 1 oder mit den in An­ spruch 9 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Ausgestaltun­ gen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Ersichtlich wird mit der vorliegenden Erfindung eine mit Hilfe von Unterdruck arbeitende Evakuiervorrichtung be­ reitgestellt, die selbst-betätigbar ist und mit der augen­ blicklich ein bestimmter, in einem weiten Unterdruckbe­ reich wählbarer Unterdruck erzeugt werden kann. Hierzu kann der innerhalb einer Kammer verschieblich angeordnete Kolben in einer gewünschten Stellung festgelegt werden. In dem hermetisch abgedichteten Kammer-Abschnitt, der von dem Kolben, einem Seitenwandabschnitt und einem Endabschnitt des Gehäuses begrenzt ist, herrscht dann der gewünschte Unter­ druck, und kann nach erneutem Lösen des Kolbens genutzt werden. Weiterhin wird mit der vorliegenden Erfindung eine Evakuiervorrichtung bereitgestellt, mit welcher einfach und schnell ein Wechsel zwischen dem Absaugen eines Fluids aus einer Fluidquelle und dem Ablassen dieses Fluids in einen Aufnahmebehälter durchgeführt werden kann; diese Schritte können nach Belieben oft wiederholt werden, ohne daß die Notwendigkeit besteht, diejenigen Verbindungsleitungen zu unterbrechen, welche die Evakuiervorrichtung mit der Fluid­ quelle oder mit dem Abgabebehälter verbinden.
Nach einem Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird mit dieser Erfindung eine mit Hilfe von Unterdruck arbeitende Evakuiervorrichtung bereitgestellt, mit welcher augenblick­ lich Unterdruck erzeugt werden kann. Diese Vorrichtung weist auf:
  • - einen hohlen, zylindrischen Körper mit einer Seiten­ wand, einem ersten Endabschnitt und einem zweiten Endabschnitt, die zusammen eine Kammer begrenzen;
  • - einen Kolben, der innerhalb der Kammer verschieblich angeordnet und gegenüber der Seitenwand abgedichtet ist;
  • - eine Bohrung in dem ersten Endabschnitt des Körpers;
  • - einen Stab, der mit dem Kolben verbunden ist und durch diese Bohrung im ersten Endabschnitt des Körpers hindurchragt;
  • - ein Dichtmittel, das zwischen der Bohrung und dem Stab angeordnet ist und dort eine Gleitdichtung bildet;
  • - wenigstens eine Öffnung, die in die Kammer inner­ halb des Körpers führt;
  • - ein Mittel zum Verschieben des Kolbens innerbalb der Kammer; und
  • - eine Feststelleinrichtung, um den Kolben in einer gewünschten Stellung innerhalb der Kammer festzu­ legen, um damit einen gewünschten, frei wählbaren Unterdruck innerhalb eines Abschnittes der Kammer einzustellen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann diese Feststelleinrichtung eine sich konisch verjüngende Klemmhülse aufweisen, die einen Außengewinde­ abschnitt und einen, mit wenigstens einem Schlitz ver­ sehenen sich verjüngenden Endabschnitt aufweist. Durch die Innenbohrung dieser Klemmhülse ist der Stab geführt, der am Kolben befestigt ist. Zusätzlich ist eine mit einem angepaßten Innengewindeabschnitt versehene Feststellmutter vorgesehen. Beim Aufschrauben dieser Mutter auf die Klemm­ hülse wird diese Klemmhülse im Klemmsitz am Stab festge­ legt und hält diesen in der gegebenen Stellung fest, wo­ durch ein bestimmter Unterdruckwert innerhalb der Evakuier­ vorrichtung sowie ein bestimmter Kolbenhub festgelegt wird.
Nach einem weiteren, bevorzugten Gesichtspunkt der vor­ liegenden Erfindung kann die Seitenwand des Zylinders mit einer oder mehreren Markierung(en) versehen sein, die be­ stimmten Unterdruckwerten oder bestimmten Flüssigkeits­ volumina zugeordnet sind.
Nach noch einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird mit der Erfindung eine mit Hilfe von Unter­ druck betätigbare Evakuiervorrichtung bereitgestellt, welche für die augenblickliche Unterdruckerzeugung geeignet ist, um ein Fluid aus einer Fluidquelle abzuziehen. Diese Evakuier­ vorrichtung weist auf:
  • - einen hohlen, zylindrischen Körper, der eine Seiten­ wand, einen ersten Endabschnitt und einen zweiten Endabschnitt aufweist, die eine Kammer begrenzen, welche zur Aufnahme von Fluid aus dieser Fluidquelle geeignet ist;
  • - einen Kolben, der innerhalb der Kammer verschieblich angeordnet und gegenüber der Seitenwand abgedichtet ist,
  • - eine Bohrung in dem ersten Endabschnitt des Körpers;
  • - einen Stab, der mit dem Kolben verbunden ist und durch die Bohrung im Endabschnitt des Körpers hindurchragt;
  • - ein Dichtmittel zwischen dem Stab und der Bohrung, das dort eine Gleitdichtung bildet;
  • - wenigstens eine Öffnung, die in die Kammer innerhalb des Körpers führt;
  • - ein Mittel zum Verschieben des Kolbens innerhalb der Kammer;
  • - eine Feststelleinrichtung, um den Kolben in einer ge­ wünschten Stellung innerhalb der Kammer festzulegen, um damit einen gewünschten, frei wählbaren Unterdruck innerhalb eines Abschnittes der Kammer einzustellen,; und
  • - wenigstens eine Ventileinrichtung, um eine Fluid­ strömung zu der Evakuiervorrichtung hin und/oder von der Evakuiervorrichtung weg zu steuern, ohne die Not­ wendigkeit, eine Verbindungsleitung zu unterbrechen, welche die Evakuiervorrichtung mit der Fluidquelle und/oder mit einem Ablaßbehälter verbindet.
Nach noch einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist diese Ventileinrichtung ein Einlaß-Rückschlagventil innerhalb der Verbindungsleitung auf, welche die Kammer mit der Fluidquelle verbindet, sowie ein Auslaß-Rückschlagventil innerhalb der Verbindungslei­ tung, welche die Kammer mit dem Ablaßbehälter verbindet.
Mit der vorliegenden Erfindung wird insbesondere der Vorteil erzielt, daß eine verbesserte, mit Hilfe von Unterdruck ar­ beitende Evakuiervorrichtung bereitgestellt wird, mit der augenblicklich ein bestimmter Unterdruck erzeugbar ist, der frei in einem weiten Unterdruckbereich wählbar ist. Im Er­ gebnis erfolgt die Einstellung des Unterdruckes durch Fest­ legung des Kolbens in einer bestimmten Position innerhalb der Kammer.
Noch ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, daß mit der Erfindung eine verbesserte, mit Hilfe von Unterdruck arbeitende Evakuiervorrichtung be­ reitgestellt wird, mit der leicht und einfach ein Wechsel zwischen einem Absaugschritt, bei welchem ein Fluid aus einer Fluidquelle abgezogen wird, und einem Abgabeschritt vorgenommen werden kann, in welchem dieses Fluid aus der Kammer innerhalb des Körpers in einen außerhalb angeordneten Ablaßbehälter abgelassen werden kann. Ein Vorteil der er­ findungsgemäßen Evakuiervorrichtung besteht insbesondere darin, daß dieser Wechsel zwischen Ansaug- und Ablaßschritt beliebig oft durchgeführt werden kann, ohne daß die Not­ wendigkeit besteht, die Verbindungsleitung(en) zwischen der Kammer und der Fluidquelle bzw. zwischen der Kammer und dem Ablaßbehälter zu unterbrechen; weiterhin besteht keine Not­ wendigkeit, außerhalb der Vorrichtung angeordnete Ventile zu betätigen.
Nachstehend wird die Erfindung mehr im einzelnen anhand be­ vorzugter Ausführungsformen mit Bezugnahme auf die Zeichnun­ gen erläutert; die letzteren zeigen:
Fig. 1 anhand einer Querschnittsdarstellung eine er­ findungsgemäße, mit Hilfe von Unterdruck ar­ beitende Evakuiervorrichtung;
Fig. 2 anhand einer Querschnittsdarstellung eine Ab­ wandlung der Evakuiervorrichtung nach Fig. 1, wobei zusätzlich eine Be- und Entlüftungsein­ richtung vorgesehen ist;
Fig. 3 ausschnittsweise anhand einer Querschnittsdar­ stellung die Feststelleinrichtung und den ersten Endabschnitt der Evakuiervorrichtung nach Fig. 1;
Fig. 4 ausschnittsweise anhand einer Querschnittsdar­ stellung eine andere Ausführungsform einer Feststelleinrichtung für die Evakuiervorrich­ tung nach Fig. 1,
Fig. 5 anhand einer Querschnittsdarstellung eine Ab­ wandlung der Evakuiervorrichtung nach Fig. 2, die zusätzlich mit Ventileinrichtungen versehen ist; und
Fig. 6 anhand einer Querschnittsdarstellung die Eva­ kuiervorrichtung nach Fig. 5 in einer typischen Anwendung, wobei je eine Verbindungsleitung zu einer Fluidquelle und zu einem Fluid-Ablaßbe­ hälter vorhanden sind.
Nachstehend wird die Erfindung mehr im einzelnen mit Bezug­ nahme auf die Zeichnungen erläutert, ohne daß damit eine Beschränkung der Erfindung auf die erläuterten Ausführungs­ formen beabsichtigt ist.
Die Fig. 1 zeigt eine erste, bevorzugte Ausführungsform einer neuen, erfindungsgemäßen, selbstbetätigbaren, mit Hilfe von Unterdruck arbeitenden Evakuiervorrichtung A. Die Evakuiervorrichtung A weist einen im wesentlichen zylindri­ schen, hohlen Körper 2 auf, der eine Seitenwand 4, einen ersten Endabschnitt 6 und einen zweiten Endabschnitt 8 auf­ weist. Der erste Endabschnitt 6 ist an einem Ende des Körpers 2 abdichtend angebracht und verschließt dieses Kör­ perende. Der zweite Endabschnitt 8 verschließt das andere Körperende. Typischerweise dient zur Abdichtung zwischen dem ersten Endabschnitt 6 und der Seitenwand 4 ein O-Ring 7; je­ doch können auch andere bekannte Abdichtmaßnahmen vorgesehen werden. Wichtig ist lediglich, daß eine hermetische Abdich­ tung zwischen dem ersten Endabschnitt 6 und der Seitenwand 4 geschaffen wird. Typischerweise können der Körper 2, der erste Endabschnitt 6 und der zweite Endabschnitt 8 aus Kunststoff-Spritzgußteilen bestehen. Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich, weist der zweite Endabschnitt 8 eine durch­ gehende Öffnung 9 auf, welche in die innerhalb des Körpers 2 ausgebildete Kammer führt. Wie dargestellt, kann der zweite Endabschnitt 8 einstückig mit der Seitenwand 4 bzw. dem Körper 2 ausgebildet sein. Zusammen begrenzen die Seiten­ wand 4, der erste Endabschnitt 6 und der zweite Endabschnitt 8 eine Kammer 10, die innerhalb des Körpers 2 ausgebildet ist. Ein Kolben 12 ist verschieblich innerhalb der Kammer 10 angeordnet und gegenüber der Seitenwand 4 abgedichtet; zur Abdichtung können beispielsweise O-Ringe 14 oder ein "Gummi­ schiffchen" dienen; in jedem Falle sorgen die Abdichtungs­ mittel dafür, daß ein Durchtritt von Fluid innerhalb der Kammer 10 von einem Kammerabschnitt 10′ auf der einen Seite des Kolbens 12 in den anderen Kammerabschnitt 10′′ auf der anderen Seite des Kolbens 12 unterbunden ist. Die Kammer 10 weist zwei Kammerabschnitte 10′ und 10′′ (vergleiche Fig. 6) auf, wie das nachstehend noch im einzelnen dargelegt ist.
Am Kolben 12 ist ein Stab 16 befestigt, der sich von einem Kolbenende weg durch eine Bohrung 18 in dem ersten Endabschnitt 6 erstreckt und an seinem freien Ende einen Be­ tätigungsknopf 20 aufweist. Der Betätigungsknopf 20 kann am Stabende mit Hilfe eines Stiftes 21 oder anderen geeigne­ ten Befestigungsmitteln befestigt sein. Typischerweise weist der Knopf 20 einen plattenförmigen Endabschnitt auf. Zwi­ schen dem Außenumfang des Stabes 16 und dem Innenumfang der Bohrung 18 im ersten Endabschnitt 6 sind Dichtmittel vorge­ sehen, die dort eine Gleitdichtung schaffen; beispielsweise können als solche Dichtmittel die O-Ringe 22 und 24 dienen.
Der erste Endabschnitt 6 kann zusätzlich zwei Flansche 26 und 28 aufweisen, die von einem Mittelstück 30 des ersten Endabschnittes 6 abstehen. Diese Flansche 26 und 28 können als Anlageflächen der beiden Finger einer Hand dienen, um die Evakuiervorrichtung A zu halten und zu betätigen, wie das nachstehend noch im einzelnen dargelegt wird. Wie am besten aus Fig. 3 ersichtlich, kann in dem Mittelstück 30 eine erste, innere ringförmige Nut 32 zur Aufnahme eines O-Ringes 7 und eine zweite äußere ringförmige Nut 34 zur Aufnahme eines ringförmigen Flansches 36 ausgebildet sein, der von einer Stirnfläche der Seitenwand 4 des Körpers 2 absteht. Nachdem der O-Ring 7 in die erste Nut 32 einge­ setzt ist, kann der ringförmige Flansch 36 in die zweite Nut 34 einschnappen und wird dort von einer Lasche 48 gehalten; hierdurch wird eine hermetisch abdichtende Verbindung zwi­ schen der Seitenwand 4 und dem ersten Endabschnitt 6 ge­ schaffen. Jedoch können auch andere geeignete Mittel vor­ gesehen werden, um den ersten Endabschnitt 6 fest und dicht an der Seitenwand 4 festzulegen.
Weiterhin steht von dem Mittelstück 30 des ersten Endab­ schnittes 6 eine Feststelleinrichtung 38 ab, wie das am besten aus Fig. 3 ersichtlich ist. Diese Feststellein­ richtung 38 weist eine geschlitzte, mit einem Außengewin­ deabschnitt versehene Klemmhülse 40 auf, deren Innendurch­ messer lediglich geringfügig größer ist, als der Außen­ durchmesser des Stabes 16. Der Außendurchmesser dieser Klemmhülse 40 verjüngt sich konisch zum entfernten Ende 42 der Klemmhülse 40. Dieser Klemmhülse 40 ist eine Fest­ stellmutter 44 zugeordnet, die einen angepaßten Innenge­ windeabschnitt aufweist, so daß beim Aufschrauben der Mutter 44 auf die Klemmhülse 40 diese Klemmhülse 40 im Klemmsitz am Stab 16 festgelegt wird und diesen in der gegebenen Stellung festhält, bis die Feststellmutter 44 erneut gelöst wird.
Nach einer alternativen Ausführungsform kann auch eine alternative Feststelleinrichtung 38′ vorgesehen werden. Wie in Fig. 4 dargestellt, weist diese zweite, alternative Feststelleinrichtung 38′ eine Klemmeinrichtung auf, zu der ein verstellbarer Hebel 46 gehört, der mit einem Ende im Klemmsitz an der Stange 16 anliegen kann. Darüber hinaus können auch andere Feststelleinrichtungen vorgesehen werden, soweit diese geeignet sind, den Stab 16 und damit den Kol­ ben 12 in einer definierten Stellung festzulegen; beispiels­ weise können hierzu auch Feststelleinrichtungen vorgesehen werden, die einen Schnappmechanismus oder einen Drehmecha­ nismus aufweisen.
Die Fig. 2 zeigt eine weitgehend übereinstimmend ausge­ bildete Ausführungsform der Evakuiervorrichtung nach Fig. 1; abweichend weist der erste Endabschnitt 6 zusätzlich eine Be- und Entlüftungsbohrung 50 auf. Dieser Be- und Ent­ lüftungsbohrung 50 ist ein Stopfen 52 zugeordnet, der typischerweise aus elastischem Material bestehen kann und solche Abmessungen aufweist, daß er die Be- und Entlüftungs­ bohrung 50 druckdicht verschließen kann. Zusätzlich kann an der Evakuiervorrichtung eine Klammer 54 vorgesehen werden, durch deren Schlitze ein Gurt oder Band gezogen wird, mit dessen Hilfe die Evakuiervorrichtung am Körper eines Pa­ tienten festgelegt werden kann.
Die Fig. 5 zeigt eine weitgehend gleichartig ausgebildete Evakuiervorrichtung wie Fig. 2; abweichend ist der zweite Endabschnitt 8 zusätzlich mit einer Ventileinrichtung 60 ausgebildet. Vorzugsweise kann diese Ventileinrichtung 60 ein erstes Einlaß-Rückschlagventil 62 und ein zweites Aus­ laß-Rückschlagventil 64 aufweisen. Das Einlaß-Rückschlag­ ventil 62 gewährleistet lediglich eine gerichtete Fluid­ strömung von außen in die Kammer hinein; dieses Einlaß- Rückschlagventil 62 ist in üblicher, bekannter Form aufge­ baut. Das Auslaß-Rückschlagventil 64 läßt lediglich eine Fluidströmung aus der Kammer 10 heraus in dessen Umgebung, beispielsweise in einen Ablaßbehälter zu. Auch dieses Aus­ laß-Rückschlagventil 64 ist von bekannter Bauart. Diese Ausbildung der Ventileinrichtung 60 gewährleistet, daß lediglich die gewünschte Fluidströmung möglich ist und ver­ hindert eine entgegengesetzte Fluidströmung. Nachstehend wird mit Bezugnahme auf Fig. 6 eine beispielhafte Anwen­ dung der erfindungsgemäßen Evakuiervorrichtung beschrieben.
Zu Beginn der Anwendung der Evakuiervorrichtung befindet sich deren Kolben 12 in einer oberen Position, wie das in Fig. 1 dargestellt ist. Typischerweise wird die Evakuier­ vorrichtung mit einer Hand gehalten, wobei zwei Finger die Flansche 26 und 28 hintergreifen und der Daumen auf den Betätigungsknopf 20 drückt. An der Seitenwand 4 des zylind­ rischen Gehäuses 2 sind (nicht dargestellte) kalibrierte Markierungen angebracht, welche bestimmten Unterdruckwerten und/oder bestimmten Flüssigkeitsvolumina zugeordnet sind. Der Betätigungsknopf 20 wird heruntergedrückt, was zur Folge hat, daß der Kolben 12 entsprechend verschoben wird und die von diesem Kolben 12 verdrängte Luft durch die Öffnung 9 hindurch in die umgebende Atmosphäre entweicht. Der Kolben 12 wird so lange in Richtung auf den zweiten Endabschnitt 8 zu verschoben, bis die gewünschte Stellung erreicht ist, die einem entsprechenden Unterdruck in dem Kammerabschnitt 10′ entspricht, der zwischen dem Kolben 12 und dem ersten End­ abschnitt 6 liegt. Nachdem die gewünschte Kolbenstellung erreicht ist, wird die Feststelleinrichtung 38 betätigt, um den Kolben 12 in dieser gewünschten Stellung festzulegen.
An die Öffnung 9 kann daraufhin eine Fluidquelle angeschlos­ sen werden, aus der Fluid bzw. Körperflüssigkeit mit übli­ chen Mitteln, beispielsweise mit einem Katheter abgesaugt werden soll. Nachdem dieser Anschluß hergestellt ist, wird die Feststelleinrichtung 38 erneut gelöst, und der im Kam­ merabschnitt 10′ hinter dem Kolben 12 herrschende Unterdruck bewirkt, daß der Kolben 12 auf den ersten Endabschnitt 6 zu verschoben wird und damit Fluid/Körperflüssigkeit in den Kammerabschnitt 10′′ hineinzieht, der sich zwischen dem Kol­ ben 12 und dem zweiten Endabschnitt 8 befindet. Die erfin­ dungsgemäße Vorrichtung erlaubt eine augenblickliche Erzeu­ gung von Unterdruck, indem einfach der Betätigungsknopf 20 gedrückt und damit der Kolben 12 innerhalb der Kammer 10 verschoben wird. Der gewünschte Unterdruckwert kann genau kontrolliert werden, indem die Feststelleinrichtung 38 dann betätigt wird, wenn sich der Stab 16 und damit der Kolben 12 in der gewünschten Stellung befinden. Die Betätigung dieser Feststelleinrichtung 38 ist einfach und genau und erfordert lediglich das Aufschrauben und Anziehen der Feststellmutter 44 gegenüber der geschlitzten, sich konisch verjüngenden Klemmhülse 40 (entsprechend der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2).
Die zusätzliche Ausbildung der Be- und Entlüftungsbohrung 50 und die Bereitstellung des dieser Bohrung 50 zugeordneten Stopfens 52 (vergleiche Fig. 2) erlaubt es, die Evakuier­ vorrichtung in einem Zustand zu verpacken und zu versenden, in welchem der Kolben 12 niedergedrückt ist und damit die axialen Abmessungen der gesamten Vorrichtung vermindert sind. Nach einer Entfernung des Stopfens 52 aus der Be- und Entlüftungsbohrung 50 kann der Kolben 12 leicht zurückge­ zogen und in seine Ausgangsstellung gebracht werden. An­ schließend wird der Stopfen 52 wieder in die Bohrung 50 ein­ gesetzt und verschließt diese druckdicht.
Die zusätzlich mit einer Ventileinrichtung 60 ausgerüstete Evakuiervorrichtung (vergleiche Fig. 5 und 6) erlaubt zu­ sätzlich einen Wechsel zwischen einem Ansaugschritt - wie oben beschrieben - und einem Fluid-Abgabeschritt, wobei bei jedem Schritt die Strömungsrichtung des Fluids bzw. der Körperflüssigkeit kontrolliert werden kann. Das heißt, nach­ dem der Kolben 12 in einer bestimmten Stellung festgelegt worden ist und damit in dem Kammerabschnitt 10′ hinter dem Kolben 12 ein bestimmter Unterdruck eingestellt worden ist, wird das Einlaßventil 62 an eine Fluidquelle (beispiels­ weise an eine Wunde oder dergleichen) angeschlossen, aus der Fluid/Körperflüssigkeit abgesaugt werden soll. Daraufhin wird das Auslaßventil 64 an einen Ablaßbehälter angeschlos­ sen. Nach einem erneuten Lösen der Feststelleinrichtung 38 bewegt sich der Kolben 12 auf den ersten Endabschnitt 6 zu und zieht Fluid/Körperflüssigkeit in den Kammerabschnitt 10′′ vor dem Kolben 12 hinein. Die angesaugte Menge Fluid/Kör­ perflüssigkeit entspricht der vorausgegangenen Stellung des Kolbens 12. Daraufhin kann der Kolben 12 erneut niederge­ drückt werden und das angesaugte Fluid bzw. die angesaugte Körperflüssigkeit strömt durch das Auslaßventil 64 hindurch und gelangt in den Ablaßbehälter. An diesem Punkt ist die Evakuiervorrichtung selbsttätig wieder betriebsbereit, das heißt, im Kammerabschnitt 10′ hinter dem Kolben 12 ist er­ neut Unterdruck erzeugt worden. Daraufhin kann das Verfah­ ren wiederholt und so oft durchgeführt werden wie das ge­ wünscht wird. Bei dem Einlaß-Rückschlagventil 62 handelt es sich um ein Ein-Weg-Rückschlagventil, das Fluid/Körperflüs­ sigkeit lediglich in den Kammerabschnitt 10′′ eintreten läßt. Analog handelt es sich beim Auslaß-Rückschlagventil 64 um eine Ein-Weg-Rückschlagventil, das Fluid/Körperflüssigkeit lediglich aus dem Kammerabschnitt 10′′ heraustreten läßt. Andererseits ist ersichtlich, daß die in Fig. 6 darge­ stellten Verbindungsleitungen in gleicher Weise auch entge­ gegengesetzt angeschlossen werden können, wenn die Zuführung von Flüssigkeit aus einem Vorratsbehälter zu der Wunde ge­ wünscht wird.
Ersichtlich wird mit der vorliegenden Erfindung eine einfach aufgebaute, zuverlässig arbeitende, selbst-betätigbare, mit Hilfe von Unterdruck arbeitende Evakuiervorrichtung bereit­ gestellt, mit welcher einfach und augenblicklich ein be­ stimmter Unterdruckwert innerhalb eines weiten Unterdruckbe­ reiches erzeugt werden kann. Die, die Evakuiervorrichtung bedienende Person kann den Kolben/den Stab einfach in einer bestimmten Stellung festlegen und damit einen bestimmten Unterdruckwert einstellen. Zusätzlich erlauben die Ventil­ einrichtungen einen Wechsel zwischen Ansaugschritt und Fluid-Abgabeschritt, ohne daß die Verbindungsleitungen zwi­ schen Fluidquelle und Evakuiervorrichtung sowie zwischen Evakuiervorrichtung und Abgabebehälter ständig gewechselt werden müssen.
Ersichtlich ist die Erfindung mit Bezugnahme auf bevorzugte Ausführungsformen erläutert worden. Für Fachleute sind ver­ schiedene Abwandlungen und Modifizierungen möglich, ohne vom Kern der Erfindung abzuweichen. Beispielsweise kann bei einer abgewandelten Ausführungsform vorgesehen werden, daß die Ventileinrichtungen zusätzlich im Bereich des ersten Endabschnittes vorgesehen werden, anstelle am zweiten End­ abschnitt. Weiterhin kann auch der zum Ansaugen von Fluid dienenden Öffnung 9 ein Verschlußstopfen zugeordnet werden. Es ist beabsichtigt, mit der vorliegenden Erfindung zusätz­ lich zu den explizit beschriebenen Ausführungsformen auch solche Abwandlungen und Modifizierungen zu umfassen, solange die sich unter den Gegenstand der Patentansprüche und deren Aquivalente subsummieren lassen.

Claims (10)

1. Eine Evakuiervorrichtung (A) mit
  • - einem hohlen zylindrischen Körper (2), der eine Sei­ tenwand (4), einen ersten Endabschnitt (6) und einen zweiten Endabschnitt (8) aufweist, die eine Kammer (10) begrenzen,
  • - einem Kolben (12), der innerhalb der Kammer (10) verschieblich angeordnet und gegenüber der Seiten­ wand (4) abgedichtet ist,
  • - einer Bohrung (18) in dem ersten Endabschnitt (6) des Körpers (2),
  • - einem Stab (16), der mit dem Kolben (12) verbunden ist und durch die Bohrung (18) hindurchragt,
  • - einem Dichtmittel (22, 24) zwischen dem Stab (16) und der Bohrung (18), das eine Gleitdichtung zwi­ schen dem Stab (16) und der Bohrung (18) bildet,
  • - wenigstens einer Öffnung (9), die in die Kammer (10) innerhalb des Körpers (2) führt,
  • - einem Mittel zum Verschieben des Kolbens (12) inner­ halb der Kammer (10), dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich eine Feststelleinrichtung (38; 40, 44) vorhan­ den ist, um den Kolben (12) in einer gewünschten Stellung innerhalb der Kammer (10) festzulegen, um damit einen ge­ wünschten, frei wählbaren Unterdruck innerhalb eines Ab­ schnittes (10′ oder 10′′) der Kammer (10) einzustellen.
2. Die Evakuiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich eine Be- oder Entlüftungseinrichtung (50, 52) vorhanden ist, die zwischen dem Kolben (12) und einem Endabschnitt (6, 8) in die Kammer (10) führt.
3. Die Evakuiervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Be- oder Entlüftungseinrichtung (50, 52) innerhalb des ersten Endabschnittes (6) ausgebildet ist.
4. Die Evakuiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststelleinrichtung (38) aufweist:
  • - eine sich konisch verjüngende Klemmhülse (40) , die mit einem Außengewindeabschnitt und einer Bohrung versehen ist, durch welche der Stab (16) geführt ist; und
  • - eine Feststellmutter (42), die mit einem angepaßten Innengewindeabschnitt versehen ist,; so daß bei einem Aufschrauben der Mutter (42) auf die Klemmhülse (40), diese Klemmhülse (40) im Klemmsitz am Stab (16) festgelegt wird und diesen in der gegebenen Stellung festhält.
5. Die Evakuiervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmhülse (40) mit wenigstens einem Schlitz versehen ist.
6. Die Evakuiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststelleinrichtung eine Klemmeinrichtung (38′) mit einem verstellbaren Klemmkörper (46) aufweist, der im Klemmsitz am Stab (16) anlegbar ist und diesen in einer gegebenen Stellung festhält.
7. Die Evakuiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwand (4) mit einer oder mehreren, den jeweili­ gen Unterdruck anzeigenden Markierungen versehen ist.
8. Die Evakuiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwand (4) mit einer oder mehreren, das jeweilige Flüssigkeitsvolumen anzeigenden Markierungen versehen ist.
9. Eine selbstbetätigbare Evakuiervorrichtung für die augenblickliche Unterdruckerzeugung, um ein Fluid aus einer Fluidquelle abzusaugen, mit
  • - einem hohlen zylindrischen Körper (2), der eine Seitenwand (4), einen ersten Endabschnitt (6) und einen zweiten Endabschnitt (8) aufweist, die eine Kammer (10) begrenzen, die Fluid aus der Fluidquelle aufnehmen kann,
  • - einem Kolben (12), der innerhalb der Kammer (10) verschieblich angeordnet und gegenüber der Seiten­ wand (4) abgedichtet ist,
  • - einer Bohrung (18) in dem ersten Endabschnitt (6) des Körpers (2),
  • - einem Stab (16), der mit dem Kolben (12) verbunden ist und durch die Bohrung (18) hindurchragt,
  • - einem Dichtmittel (22, 24) zwischen dem Stab (16) und der Bohrung (18), das eine Gleitdichtung zwi­ schen dem Stab (16) und der Bohrung (18) bildet,
  • - wenigstens einer Öffnung (9), die in die Kammer (10) innerhalb des Körpers (2) führt,
  • - einem Mittel zum Verschieben des Kolbens (12) innerhalb der Kammer (10), dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich eine Feststelleinrichtung (38; 40, 44) vor­ handen ist, um den Kolben (12) in einer gewünschten Stellung innerhalb der Kammer (10) festzulegen, um damit einen gewünschten, frei wählbaren Unterdruck innerhalb eines Abschnittes (10′ oder 10′′) der Kammer (10) einzu­ stellen; und wenigstens eine Ventileinrichtung (60, 62, 64) vorhanden ist, um eine Fluidströmung zu der Evakuiervorrichtung (A) hin und/oder von der Evakuiervorrichtung (A) weg zu steuern, ohne die Notwendigkeit, eine Verbindungsleitung zu unterbrechen, welche die Evakuiervorrichtung (A) mit der Fluidquelle und/oder mit einem Ablaßbehälter ver­ bindet.
10. Die Evakuiervorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventileinrichtung aufweist:
  • - ein Einlaß-Rückschlagventil (62) innerhalb der Ver­ bindungsleitung, welche die Kammer (10) mit der Fluidquelle verbindet; und/oder
  • - ein Auslaß-Rückschlagventil (64) innerhalb der Ver­ bindungsleitung, welche die Kammer (10) mit einem außerhalb angeordneten Ablaßbehälter verbindet.
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