DE4033382A1 - Wildwarneinrichtung - Google Patents

Wildwarneinrichtung

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DE4033382A1
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Hans Dieter Foertsch
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Diehl GmbH and Co
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01M—CATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
    • A01M29/00—Scaring or repelling devices, e.g. bird-scaring apparatus
    • A01M29/16—Scaring or repelling devices, e.g. bird-scaring apparatus using sound waves

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  • Environmental Sciences (AREA)
  • Road Signs Or Road Markings (AREA)
  • Traffic Control Systems (AREA)
  • Audible And Visible Signals (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Wildwarneinrichtung an Straßen mit Leitvorrichtung, insbesondere Leitpfosten, wobei Scheinwerfer der an der Leitvorrichtung vorbeifahrenden Kraftfahrzeuge ein Warnsignal auslösen.
Bei einer derartigen bekannten Wildwarneinrichtung sind an den Leitpfosten rote Reflektoren angeordnet, die beim Auftreffen des Scheinwerferlichts eines vorbeifahrenden Fahrzeugs Lichtsignale in den Bereich neben der Straße senden. Dadurch soll das Wild gehindert werden, die Straße zu überqueren. Es hat sich jedoch gezeigt, daß trotz solcher Reflektoren an den Leitpfosten zahlreiche Wildunfälle geschehen.
Der Zeitschrift "ADAC motorwelt" 4/89, Seite 72 ist zu entnehmen, daß auch "Duftzäune" das Wild vom Überqueren der Straße abhalten können. Solche Duftzäune erscheinen unbefriedigend, da sie dort, wo sie vorgesehen sind, ständig wirken und damit die Lebensräume des Wilds ständig trennen. Andererseits führen solche Duftzäune auf Dauer nur dazu, daß das Wild den "Duftzäunen" ausweicht und die Straße neben dem "Duftzaun" überquert. Dadurch verlagern sich die Wildwechsel lediglich. Dies kann im Endergebnis dazu führen, daß aus einer im wesentlichen bekannten Wildwechselstelle zwei unbekannte Wildwechselstellen werden.
Im Prinzip ist bekannt, daß Wild, das in der Dämmerung wechselt, durch akustische Warnsignale besonders schreckbar ist. Die normalen Geräusche eines Kraftfahrzeugs genügen jedoch erfahrungsgemäß nicht, um das Wild bei Annähern eines Kraftfahrzeugs von der Überquerung der Straße zurückzuhalten.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Wildwarneinrichtung der eingangs genannten Art vorzuschlagen, die abhängig von einem in der Dämmerung an der Leitvorrichtung vorbeifahrenden Kraftfahrzeug ein akustisches Warnsignal erzeugt.
Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe bei einer Wildwarneinrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Warneinrichtung wenigstens einen Schallsender aufweist, daß der Schallsender über eine Schaltstufe zur Abgabe eines akustischen Warnsignals initiierbar ist und daß die Schaltstufe mit einem an der Leitvorrichtung angeordneten Sensor verbunden ist, der auf das Licht des Scheinwerfers eines Kraftfahrzeugs anspricht.
Nähert sich das Kraftfahrzeug der Leitvorrichtung, insbesondere dem Leitpfosten mit der Wildwarneinrichtung, dann wird durch das Licht seines Scheinwerfers ein akustisches Warnsignal ausgelöst. Durch dieses Warnsignal wird das Wild verschreckt, so daß es die Straße nicht überquert. Nach dem Vorbeifahren des Kraftfahrzeugs ist der Schallsender abgeschaltet, so daß dann das Wild die Straße ungehindert überqueren kann.
Der Schallsender muß mit elektrischer Energie versorgt werden. Elektrische Versorgungsleitungen stehen jedoch im Regelfall an Wildwechselstellen nicht zur Verfügung. In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist deshalb für den Schallsender als Energieversorgung und als Sensor wenigstens eine Solarzellenbaugruppe im Leitpfosten vorgesehen, die von dem Licht des Scheinwerfers des vorbeifahrenden Kraftfahrzeugs gespeist ist. Da der Schallsender ohnehin nur Schall ausstrahlen muß, wenn das Kraftfahrzeug vorbeifährt, kann das Scheinwerferlicht zur Energieversorgung genügen.
In Fällen, in denen das Scheinwerferlicht nicht zur Speisung des Schallsenders ausreicht, kann als Energieversorgung eine Solarzellenbaugruppe vorgesehen sein, die einen Akkumulator speist. Die Solarzellen können dann tagsüber den Akkumulator aufladen. Dies hat den Vorteil, daß durch den Scheinwerfer nur das Einschalten des Schallsenders und nicht auch dessen Energieversorgung bewirkt werden muß.
Baulich günstig ist es, den Schallsender in die Leitvorrichtung zu integrieren. Es ist dabei nicht notwendig, daß jeder Leitpfosten im Wildwechselbereich der Straße einen Schallsender enthält. Denn der Schallsender kann auch so ausgerichtet sein, daß er den Straßenrandbereich mehrerer Leitpfosten beschallt.
Es ist auch möglich, den Schallsender getrennt von dem ihn einschaltenden Leitpfosten neben der Straße zu installieren.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Leitpfosten an einem Straßenrand,
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer Wildwarneinrichtung und
Fig. 3 ein Blockschaltbild einer weiteren Ausführung der Wildwarneinrichtung.
Ein Leitpfosten (1) an einer Straße (2) ist vorderseitig mit einem rechteckigen Reflektor (3) und rückseitig mit einem runden Reflektor versehen. Zusätzlich sind rote Reflektoren (4) vorgesehen, die von der Straße (2) in den Wald (5) hinein reflektieren.
An dem Leitpfosten (1) ist vorderseitig eine rechteckige Solarzellenbaugruppe (6) und rückseitig eine runde Solarzellenbaugruppe (7) angebracht. Seitlich ist am Leitpfosten (1) ein Schallsender (8) montiert, der in den Wald (5) gerichtet ist.
Die Baugruppen (6, 7) und der Schallsender (8) sind im oberen Bereich des Leitpfostens (1) vorgesehen. Dieser obere Bereich kann ein Aufsteckteil (9) sein, das in Wildwechselzonen auf bereits aufgestellte Leitpfosten (1) aufgesteckt werden kann (vgl. Fig. 1).
Die beiden Solarzellenbaugruppen (6,7) sind bei der Ausführung nach Fig. 2 über Dioden (10) an einen Kondensator (11) angeschlossen. Diesem ist als Schaltstufe ein Oszillator (12) nachgeschaltet. Zwischen dem Oszillator (12) und dem Schallsender (8) liegt ein Verstärker (13). Der Oszillator (12) ist zur Erzeugung von Schwingungen ausgelegt, die eine wildschreckende Charakteristik haben.
Zusätzlich kann ein Fotoelement (14) vorgesehen sein, das an dem Leitpfosten (1) montiert ist. Bei Tageshelligkeit sperrt das Fotoelement (14) den Oszillator (12). In der Dämmerung und nachts gibt das Fotoelement (14) den Oszillator (12) zur Erzeugung von Schwingungen frei.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Wildwarneinrichtung nach Fig. 2 ist etwa folgende:
Trifft das Licht des Scheinwerfers eines sich dem Leitpfosten (1) nähernden Fahrzeugs auf die Solarzellenbaugruppe (6) oder die Solarzellenbaugruppe (7), dann lädt sich der Kondensator (11). Dadurch erzeugt der Oszillator (12) in der Dämmerung und nachts Schwingungen, wodurch der Schallsender (8) ein Warnsignal abstrahlt. Das Warnsignal endet, wenn das Fahrzeug vorbeigefahren ist und der Kondensator (11) entladen ist. Die Solarzellenbaugruppen (6, 7) sind hier der auf den Scheinwerfer eines Kraftfahrzeugs ansprechende Sensor. Sie dienen gleichzeitig der Energieversorgung.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist anstelle des Kondensators (11) ein Akkumulator (15) vorgesehen. Zwischen diesem und dem Oszillator (12) liegt ein Spannungsregler (16). Der Oszillator (12) ist wenigstens durch ein weiteres Fotoelement (17) schaltbar. Das Fotoelement (17) ist der Sensor. Es ist neben der Solarzellengruppe (6) und/ oder neben der Solarzellenbaugruppe (7) angeordnet. Das Fotoelement (17) ist durch den Scheinwerfer eines vorbeifahrenden Kraftfahrzeugs aktivierbar.
Der Vorteil dieser Ausführung besteht darin, daß die Solarzellenbaugruppen (6, 7) den Akkumulator (15) durch das Tageslicht laden. Die Leistungsfähigkeit dieser Stromversorgung ist größer als die bei der Ausführung nach Fig. 2, so daß ein dementsprechend stärkerer Schallsender (8) vorgesehen sein kann.
Der Oszillator (12) und damit der Schallsender (8) schalten erst ein, wenn das Fotoelement (14) in der Dämmerung bzw. in der Nacht aktiviert ist und wenn das weitere Fotoelement (17) durch den Scheinwerfer eines vorbeifahrenden Kraftfahrzeugs aktiviert ist. Der Schallsender (8) schaltet ab, wenn das Fahrzeug am Leitpfosten (1) vorbeigefahren ist.
In einer weiteren Ausführung der Erfindung kann der Schallsender (8) mit seiner Elektronik und seiner Stromversorgung in einem separaten Gerät am Straßenrand installiert werden. In dem Leitpfosten (1) ist dann lediglich das weitere Fotoelement (17) angeordnet, das an das Gerät angeschlossen ist. Wie beschrieben, schaltet das weitere Fotoelement (17) den Schallsender (8) dann durch das Scheinwerferlicht eines vorbeifahrenden Fahrzeugs ein. Dieser Einschaltzustand kann zeitgesteuert aufrechterhalten bleiben, bis das Kraftfahrzeug die Wildwechselzone verläßt. Es kann dabei ein Schallsender (8) an jedem Straßenrand und jeweils ein diesem zugeordnetes weiteres Fotoelement (17) genügen.

Claims (8)

1. Wildwarneinrichtung an Straßen mit Leitvorrichtung, insbesondere Leitpfosten, wobei Scheinwerfer der an der Leitvorrichtung vorbeifahrenden Kraftfahrzeuge ein Warnsignal auslösen, dadurch gekennzeichnet, daß die Wildwarneinrichtung wenigstens einen Schallsender (8) aufweist, daß der Schallsender (8) über eine Schaltstufe (12) zur Abgabe eines akustischen Warnsignals initiierbar ist und daß die Schaltstufe (12) mit einem an der Leitvorrichtung (1) angeordneten Sensor (6, 7; 17) verbunden ist, der auf das Licht des Scheinwerfers eines Kraftfahrzeugs anspricht.
2. Wildwarneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schallsender (8) in den Leitpfosten (7) eingebaut ist.
3. Wildwarneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für den Schallsender (8) als Energieversorgung und als Sensor wenigstens eine Solarzellenbaugruppe (6, 7) im Leitpfosten (1) vorgesehen ist.
4. Wildwarneinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Solarzellenbaugruppe (6, 7) einen Kondensator (11) lädt.
5. Wildwarneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für den Schallsender (8) als Energieversorgung wenigstens eine Solarzellenbaugruppe (6, 7) vorgesehen ist, die einen Akkumulator (15) speist.
6. Wildwarneinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Leitpfosten (1) als Sensor wenigstens ein Fotoelement (17) angeordnet ist.
7. Wildwarneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstufe (12) an ein Fotoelement (14) angeschlossen ist, das diese tagsüber sperrt.
8. Wildwarneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (6, 7; 17) an der Vorderseite und an der Rückseite des Leitpfostens (1) vorgesehen ist.
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